Ausgabe 
12.4.1939
 
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hervorragende Ergebniffe der deutschen Antarktis-Expedition

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tot.

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Neuerungen bei der Volkszählung

liegt und erhält das Ledert

Aus aller Welt

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In Hotel

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Verbrecherischer Unfug junger Burschen.

In Weilbach bei Aschaffenburg hatte ein

Die die an-

t en, die etwas übet vier Monate dauerte. »Schwabenland" wird Mittwoch vormittag Keilerreife elbaufwärts nach Hamburg beten.

Zwei Todesopfer eines Vrandunglückes in der Schweiz.

durchgemacht. Von 1850 bis 1914 hat sich dort eine völlige Umschichtung der Bevölkerung er­geben. Man berechnet die Zuwanderung in dieser Zeit auf etwa eine Million Köpfe. Daran ind die Ostprovinzen am stärksten beteiligt, aber auch Ausländer waren zeitweise stark ver­treten. Allein aus Ostpreußen sind von 1850 bis 1914 350 000 Menschen nach dem Westen gegangen, veranlaßt durch die großartige Entwicklung des Kohlenbergbaues. Dazu kommen 100 000 Posener, 80 000 Westpreußen, 70 000 aus Nieder- und Ober- chlesien, 40 000 aus Mitteldeutschland (Eichsseld ufro.), etwa 8000 aus Ober- und Niederbayern. Da­bei ist nicht berücksichtigt die starke Zuwanderung aus den rheinischen und westfälischen Nachbar­bezirken (z. B. aus der Eifel oder aus dem Sauer­land). Interessant ist, daß Baden und Württemberg an der Zuwanderung ins Ruhrgebiet vorwiegend durch Leute aus der Verwaltung und der industri­ellen Leitung beteiligt waren.

Daß der Zustrom der Polen nach dem Westen auch politische Wirkungen nach sich ziehen mußte, ist bekannt. Sie bildeten in jungen Jndustriegemein- den zeitweise die Mehrheit der Bevölkerung. Nach Errichtung des selbständigen Polen sind aber diese Leute meistens in die französischen Kohlenbezirke oder in ihre Heimat zurückgereist. Heute gibt es verhältnismäßig wenig Ausländer an der Ruhr. Die stärkste Gruppe sind die Jugoslawen mit etwa 40 000, die auch über eine eigene Organisation verfügen. Neuerdings ist auch die Zahl der Hol­länder, Belgier und Italiener wieder angewachsen. Die ostdeutschen Zuwanderer zeich­neten sich durch frühe Heiraten und große Kinder­zahlen aus. So ist in mancher Beziehung das west­deutsche Kohlenrevier ein Schmelztiegel geworden, in dem sich deutsche Menschen verschiedener Stämme wohlbefinden. Man ist neuerdings bestrebt, die so­ziologischen Auswirkungen dieser Binnenwanderung

aus erledigt und die fliegerische Tätigkeit mit dem 5. Februar abends abgeschlossen, da nach Ansicht der Meteorologen für die Zukunft wohl kaum noch mit Flugwetter zu rechnen war. Am 6. Februar begab sich die Expedition au f den Rückmarsch, da die Fortsetzung der Arbeiten infolge der Verschlech­terung der Wetter- und Eisverhältnisse mit einem unverhältnismäßig großen Risiko für das Schiff ver­bunden gewesen wäre. Außerdem hatte sich bei dem FlugzeugPassat" herausgestellt, daß bei Tempera­turen von15 Grad und mehr die Trimmvorrich­tung nicht mehr arbeitete, so daß das Fliegen mit einer erheblichen Gefahr für die Besatzung ver­bunden war. Im übrigen haben sich die mitgenom­menen Flugboote typenmäßig sehr gut be­währt. Die Flüge sind von den beiden Flugzeug­führern mit ihren bewährten Besatzungen programm­gemäß ohne Zwischenfall durchgeführt worden. Ein Lob verdient auch die hervorragende meteorologische Beratung durch die an der Expedition teilnehmenden Meteorologen. Wäh­rend der Flüge standen die Flugzeuge in dauern­der Funkverbindung mit dem Schiff, so daß im Falle einer Notlandung die Flugzeuge und Besatzungen waren für diesen Fall naturgemäß entsprechend ausgerüstet der Ort der Notlandung schnell und sicher hätte festgestellt werden können. Die südlichsten erreichten Punkte waren 72 Grad 44 Minuten Süd und 0 Grad. Der äußerste Punkt im Westen war 71 Grad 23 Minuten Süd und 4 Grad 50 Minuten West. Der entsprechende Punkt im Osten war. 72 Grad 10 Minuten Süd und 16 Grad 30 Minuten Ost. Sie sind durch die Haken­kreuzflaggen markiert.

Die R ü ck r e i s e derSchwabenland" vollzog sich bei teilweise schlechtem Wetter entlang des Null- Meridians, wo ozeanographische Messungen erledigt wurden. Am 6. März wurde Kapstadt angelaufen.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Expedition sind ebenfalls ausgezeichnet. Die den ein­zelnen Wissenschaftlern gestellten Aufgaben sind im wesentlichen gelöst worden. Die Auswertung der Ergebnisse kann naturgemäß erst später erfolgen. Die Erpeditions-Meteorologen Dr. Regula und Stu­dienassessor Lange z. B. waren verantwortlich für die Wetterberatung der Expedition. Sie haben Mes­sungen aller Art, wie u. a. Höhenmessungen, mit Er­folg vorgenommen. Es sind insgesamt 119 Radio- Sonderaufstiege erfolgt. Davon innerhalb des süd­lichen Polarkreises 36. 31 der auswertbaren Auf­stiege haben eine Gipfelhöhe von über 20 000 Meter erreicht. Nur elf liegen unter 12 000 Meter. Die Durchschnittshöhe der Sonderaufstiege betrug rund 18 000 Meter. Der Ozeanograph Paulsen hat außer den vorgesehenen Messungen Ob e r fl ä che n b e o b- achtungen und Tiefenlotungen vorgenom­men. Die geographischen Verhältnisse des neu ent­deckten Landes sind von dem Geographen Herrmann untersucht worden. Die geophysikalischen Arbeiten, insbesondere die erdmagnetischen Messun­gen und Strahlungsmessungen wurden von dem Geophysiker Gburek erledigt. Der Biologe Barkley hat Untersuchungen über die Plankton­mengen der antarktischen Gewässer angestellt, die für den antarktischen Walfang sehr aufschlußreich sind. Er hat ferner Plankton- netzsänge mit Erfolg durchgeführt und vor allem die Tierwelt im Arbeitsgebiet untersucht. Die sichtbare Ausbeute seiner Arbeiten sind die von der Expedition gefangenen fünf Kaiserpinguine und drei Adeliepinguine, von denen in Deutschland noch keine lebenden Exemplare vorhan­den sind. Außerdem hat er noch eine Reihe von Vögeln und Robbenarten erlegt, die bisher in deut­schen zoologischen Sammlungen kaum vertreten waren.

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Ein Toter, zwei Schwerverletzte bei einem Autounglück.

Auf der steil abfallenden und kurvenreichen Straße zwischen Dahleiden und Irrhausen (Eifel) stürzte ein Lastkraftwagen eine 30 Meter hohe Böschung hinab. Von den Insassen konnte einer nur als Leiche ge­borgen werden, während die beiden anderen schwere Verletzungen erlitten.

Neues Flugzeugunglück bei Wadrid.

In der Nähe von Madrid ereignete sich ein neues chweres Flugzeugunglück, dem der bekannte panische Flieger Major Jbarra zum Opfer fiel. Die Maschine, in der sich Jbarra mit vier Beglei­tern befand, stürzte kurz vor Madrid aus bisher unbekannter Ursache ab. Sämtliche Insassen waren

men. Frei und unbeeinflußt soll das Be­kenntnis zum Volkstum bei der Volkszählung er­folgen. Alle verheirateten Frauen müssen besondere Fragen über ihre Eheschließung und die Kinderzahl beantworten. Die auf diese Weise gewonnenen Familienstatistischen Feststellun­gen sind eine wichtige Grundlage der national­sozialistischen Bevölkerungspolitik.

Auch sonst ist die Erhebung für die verschieden­sten Maßnahmen wichtig. Die Ermittlung der schulpflichtigen oder schulpflichtig werdenden Kinder beispielsweise ermöglicht die Errechnung des kommenden Bedarfs an Lehrern u'nd Schulen, andere Fragen sind von größter Bedeutung für die künftige Nachwuchs­lenkung. Die Frage nach der Arbeitslosigkeit ist we­gen Ueberflüffigfeit diesmal nicht gestellt. Mehrere Fragen dienen dagegen der B e r u f s f e ft ft e I - lung zur Ermittlung der beruflichen Gliederung des deutschen Volkes. Die Haushaltungsliste enthält weiter einen besonderen Fragenteil über die B e - wirtschaftung von Land flächen, wozu auch Hausgärten und Laubenland ge­hören, sowie für Gewerbetreibende, Heimarbeiter, freie Berufe und Büroleiter. Hierzu kommen dann noch die besonderen Fragebogen für die B e - triebszählung der landwirtschaftlichen und nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten, so daß der unmittelbaren Erhebung insgesamt vier Drucksachen dienen. In Gemeinden mit über 10 000 Einwohnern tritt hierzu für alle Grundstückseigentümer und Hausbesitzer die Gr u n d stü ck s l i st e, in den kleineren Gemeinden die Kontrolliste für den Zäh­ler. Zur Rohstoffersparnis werden die Zählpapiere, die 1938 für die geplante Volkszählung bereits ge­druckt Vorlagen, in diesem Jahre verwendet, so daß sich sinngemäß auf den alten Zählpapieren die Jahreszahl ändert.

studieren.

Apotheker im Dienst an der Volksgesundheit.

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Wieder in der Heimat.

Cuxhaven, 11.April. (DRV.) Das deutsche Antarktis - ExpeditionsschiffS ch w a b e n l a n d" haf am Dienstagvormitlag in Euxhaven ein, no es am Steubenhoeft anlegte. Das Schiff hat nter Teilnahme einer Anzahl Wissenschaftler und rit zwei Flugzeugen an Bord eine Expedi- l>onsreise nach der Antarktis unfernom-

(Engelberg im Kanton Obwalden wurde das Viktoria" durch Feuer zerstört. Zwei Feuerwehrmänner wurden tödlich verletzt, ein dritter erlitt lebensgefährliche Verletzungen, während drei weitere Feuerwehrmänner leichtere

Verletzungen davontrugen.

Die Binnenwanderung.

Im Zeichen der Landflucht spricht man davon, daß eine starke Binnenwanderung, also eine Ver­schiebung der Einwohnerzahlen innerhalb Deutsch­lands, Dortiegt Das ist an und für sich keine neue Erscheinung. Die nächste Volkszählung wird Mate­rial darüber bringen, wie sich insbesondere die Bil­dung neuer Wirtschaftsbezirke auf die Zufammen- etzung der Bevölkerung auswirkt.

Bisher hatten wir neben den Großstädten das tärkste Beispiel der innerdeutschen Wanderung im niederrheinisch-wesifälischen Industriegebiet, künftig wird aber auch das mitteldeutsche Gebiet als das Ziel vieler Zuwanderungen eine Rolle spielen. Das Gebiet am Niederrhein und an der Ruhr hat aber zweifellos die größte Entwicklung

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Miltenberg kommendes Auto getankt. Dabei Benzin übergefloffen und bildete einen die Straße

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Generalmajor SA.-Gruppenführer Haselmayr 60 Lahre.

München, 12.April. (DNB.) Am Dienstag beging Generalmajor a. D. SA.-Gruppenführer z. V. Friedrich Hafelmayr seinen 60. Geburtstag. Er ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP, und hat sich als Mitarbeiter des Generals Epp um die Wehrhaftmachung des deutschen Volkes hohe Verdienste erworben. Am 9. November 1923 setzte sich Haselmayr, der im Weltkriege Truppenführer und Generalstabsoffizier gewesen war, für eine Ver­mittlung zwischen der nationalsozialistischen Er­hebung und der Reichswehr ein. Es gelang ihm, die Befreiung des Generals Luden- dorff aus der Haft durchzusetzen. Anfang 1928 schied Haselmayr aus der Reichswehr aus und schloß sich sofort der NSDAP, an. Seine weitere Tätig­keit galt dann dem Kampf um das Wiedererstehen einer deutschen Wehrmacht. Im September 1932 wurde Haselmayr Hauptgeschäftsleiter des Wehr- politischen Amtes der NSDAP, unter General Epp als Reichsleiter. Nach Auflösung des Wehrpalitischen Amtes 1935, das mit Einführung der allgemeinen Wehrpflicht feine Aufgabe erfüllt sah, verlieh ihm der Führer in Anerkennung seiner Verdienste den Charakter' als Generalmajor. Seitdem widmet sich Haselmayr der wehrgeistigen Forschung. Seit April 1933 ist er SA.-Gruppenfuhrer. Don 1933 bis 1936 war er Reichstagsabgeordneter.

Der Erfinder Jörg Wager f.

Der bekannte Erfinder mehrerer Apparaturen zur Erzeugung der Töne auf elektro-akuftifchem Wege, Jörg Mager, ist in Aschaffenburg geftorben. Bereits vor einem Jahrzehnt erregten feine neu­artigen Instrumente die Aufmerksamkeit der musi­kalischen Welt.

Dr.-Frick-Jugendherberge" in Fulda.

Der Reichsjugendführer Baldur von S ch i r a ch wird am nächsten Sonntag in Fulda die neueste und schönste kurhessische Jugendherberge einweihen. Die Jugendherberge ist zu Ehren des Reichsinnen­ministersD r. - F r i ck - I u g e n d h e r b e r g e" benannt. 200 Betten sind verfügbar, vier Tages­räume, Waschräume in neuzeitlichster Ausgestaltung und ein geräumiger Speisesaal sind vorhanden. Der Berliner Architekt Dieter Hoffmann hat die Jugendherberge mustergültig gestaltet.

Radfahrer von Fernlastzug überfahren.

In Aschaffenburg erfaßte ein aus Westfalen kom­mender Lastzug das Hinterrad eines Radfahrers^

wie Sonders lüge dienten zur Unterrichtung taö Expeditionsleiters und der Wissenschaftler über ks erkundete Gelände. Sie ermöglichten z. B. die (ftnaue photographische Ausnahme eines mit offenen vien durchsetzten Geländestreisens auf 71 Grad t( Minuten Süd und 11 Grad 25 Minuten Ost. Warner erfolgten Landungen am Schelfeisrand u-db Hissung der Hakenkreuz flagge an mehreren L-ellen der Küste des antarktischen Kontinents. Wäh- imd der Flüge wurden in Abständen von etwa 25 tiometer sowie an allen Umkehrpunkten Abwurf- ph-ile mit Hakenkreuzflaggen abgeworsen. Die Flüge ir ersten Flugperiode erfolgten von den Stand- pinften 69 Grad 10 Minuten Süd, 4 Grad 20 Mi- nlen West, 68 Grad 47 Minuten Süd, 3 Grad 47 1 nuten West, 68 Grad 57 Minuten Süd, 1 Grad i Minuten West.

Nne eintretende Wetterverschlechterung hatte zur Folge, daß dieSchwabenland" am 20. Ja- nnr in eine schwierige Lage geriet, aus der das ryisf sich nur durch den Lotsendienst des Flugzeuges Passat" heraussand. Dabei stellte sich heraus, daß ü' Beurteilung der Eisoerhältnisse durch die Expe- ti-idnsleitung und den Eislotsen richtig war, da man l'ic। hiernach entschlossen hatte, im Westen mit der I:3beit zu beginnen und dann nach Osten herüber- Wehen, weil man dort bessere Eisverhältittsie er- sosfte. Demgegenüber wurden die Flüge der Hielten Flugperiode von den Standpunkten ® Grad 44 Minuten Süd, 1 Grad 17 Minuten Ost, 19 Grad 47 Minuten Süd, 6 Grad 10 Minuten Ost, ® Grad 34 Minuten Süd und 7 Grad 20 Minuten st erledigt. , ,

Sine Aend erung der We11erverhalt- lilffe war die Veranlassung, daß die Expedition köde Januar ihren Standpunkt zur Erledigung der iritten Flugperiode noch weiter nach Osten ^lagerte. Am 3. Februar 1939 erfolgte ein weiterer fug vom Standort 69 Grad 5 Minuten Sud und 4 Grad 45 Minuten Ost. Bei dieser Gelegenheit Dirbe u. a. der Schelseisrand bis etwa I8V2 Grad st abgeflagen und photographiert und weit über f Grad Oft hinaus eingefetjen.

Da eine erneute Wetterverschlechterung drohte, rrrde noch ein Sonderflug vom obigen Standpunkt

Bei der diesjährigen Volkszählung werden auf verschiedenen Gebieten Neuerungen gegenüber rüheren Volkszählungen durchgeführt, zu denen be- onders die A b st a m m u n g s e r h e b u n g gehört, ne erste in der Welt überhaupt, die aus einer b e - anderen Ergänzungskarte zur Haushal­tungsliste erfolgt. Von sämtlichen Angehörigen eines Haushalts werben Angaben darüber verlangt, ob einer der vier Großelternteile der Rasse nach Voll­jude war. Die Angaben sind nach bestem Wissen zu machen unö müssen auf jeden Fall vollständig fein. In den Anleitungen zur Ausfüllung wird ausdrück­lich auf die Strafbestimmungen des Volkszählungs­gesetzes hingewiesen, wonach wissentlich wahrheits­widrige Angaben oder die Weigerung zur Beantwor­tung mit Gefängnis und Geldstrafe bedroht sind. Um die Vertraulichkeit der Angaben gegenüber Nachbarn usw. zu wahren, ist die Ergänzungskarte in einem besonders gelieferten verschlossenen Umschlag abzugeben. Aus dem gleichen Grunde können auch Personen, die Nicht zur Familie des Haushaltungsvorstandes gehören, wie Hausgehilfen, Untermieter, Gesellen, Lehrlinge usw. eine beson­dere Ergänzung starte verlangen, um ihre Angaben ebenfalls in einem verschlossenen Umschlag abzugeben. Die Erhebung wird ein zuverlässiges Bild der Zahl der Juden und jüdischen Mischlinge in Deutschland geben. Aus der Ergänzungskarte werden gleichzeittg Angaben über Vorbildung, über Hochschul- oder Fachschulstudium angefordert.

Das umfangreichste Papier der Erhebung ist im übrigen die Haushaltungsliste selbst. Erst­malig wird dabei auch die Frage nach der Volks­zugehörigkeit gestellt, weil die früher allem durchgeführte Auszählung nach der Muttersprache kein klares Bild von den völkischen Verhältnissen, besonders des deutschen Ostens, ergeben hat. Mutter­sprache und Staatsangehörigkeit müssen durchaus nicht immer mit der Volkszugehörigkeit übereinstim-

entlang rinnenden Bach. Zwei junge Burschen ent­zündeten das Benzin, das sofort Feuer fing. Die Flamme raste auf den Kraftwagen zu und zündete dort. Geistesgegenwärtig fuhr der Fahrer den brennenden Wagen von der Tankstelle weg. Die fünf Insassen konnten noch schnell ab­springen; auch der Fahrer vermochte sich in Sicher­heit zu bringen. Glücklicherweise entzündete sich der Tank des Autos nicht. Die Feuerwehr löschte den Brand, doch mar der Wagen völlig ausgebrannt.

Bisher sieben Opfer des Flimfer Unglücks geborgen.

Die Arbeiten zur Bergung der Opfer der Flimfer Bergfturzkatastrophe wurden am Mittwoch­früh wieder ausgenommen. Die Zahl der Umge­kommenen wird mit 18 beziffert. Bisher konnten erst sieben Opfer geborgen werden.

Schreckliches Ende eines Osterausfluges.

Ein furchtbares Ende nahm der Osterausflug des 74jährigen Wuppertaler Sanitätsrates Dr. Schirp mit feiner Gattin, feiner 41jährigen Tochter und deren Freundin. Der von dem Sanitätsrat felbft ge­steuerte neue Kraftwagen kam in der 8-Kurve vor der Cisenbahnüberführung im Zuge der Neußer Straße von der Fahrbahn ab und fuhr in voller Geschwindigkeit gegen einen Baum. Der Wa­genlenker wurde sofort getötet, während seine schwerverletzte Frau und seine Tochter wenige Stun­den später ftarben. Die Freundin der Tochter wurde schwer verletzt.

der Radfahrer wurde Zu Boden gerissen. Er geriet unter die Räder des Anhängers, die über feinen Kopf gingen. Die Personalien des tödlich Ver­unglückten stehen noch nicht fest. Wie sich heraus­stellte, waren die Pedale am Fahrrad nicht in Ordnung.

Auto vom Zuge erfaßt. Drei Tote, ein Schwerverletzter.

Am Ostermontag ereignete sich an dem nicht be­schrankten, aber gut übersichtlichen Uebergang der Reichsstraße 102 über die Brandenburgische Städte­bahn bei Golzow (Kreis Zauche-Belzig) ein schwe­rer Unfall. Ein Personenkraftwagen wurde, als er das Gleis noch vor einem Triebwagenzug kreu­zen wollte, erfaßt unb zertrümmert. Von den vier Insassen fanden drei den Tod, der vierte mußte schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.

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Ndz. Reichsapothekerführer Schmierer hat be­stimmt, daß vom 15. April bis 6. Mai die dies­jährige Frühjahrs - Gemeinfchafts nre r - b u n g in allen deutschen Apotheken durchgeführt wird. Der Grundgedanke, der hierbei dem Volk nahegebracht werden soll, ist der Begriff der Sicherheit, der die gesamte Arbeit des deut­schen Apothekers bestimmt und der sich herleitet aus § 1 der Reichsapothekerordnung:Der Apotheker ist zum Dienst an der Gesundheit des Volkes be­rufen. Ihm liegt im besonderen die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln ob. Hierdurch er­füllt er eine öffentliche Aufaab e."

Zugleich gibt der Reichsapothekerführer das Er­gebnis einer Erhebung darüber bekannt, wieviel Menschen in den deutschen Apotheken beschäftigt und mit ihren Angehörigen von den Apotheken er­nährt werden. Die Erhebungen im großdeutschen Bereich bezogen sich auf die Leiter von Apotheken und deren Mitarbeiter, das nichtfachliche Personal, die Angehörigen der Beschäftigten und die Haus­gehilfinnen der Berufskameraden. Dabei hat sich eine Gesamtzahl van 75 062 Menschen ergeben. Diese Gesamtzahl dürfte aber noch höher liegen, weil eine große Zahl der ausgesüllten Fragebogen offenbar die nebenbei unterstützten und miternähr- ten Angehörigen nicht enthielten. Umgerechnet auf die 8219 Apotheken Großdeutschlands am 21. März 1939 ergaben sich 9,13 Personen je Apotheke.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum- schein, ^rantwortlich für Politik und die Bilder: vr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: vr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. HI.39: 10 200. Druck und Verlag: Brühlsche Unioerfitäts- örutferei R. Lange, K -G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkoufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis- liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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Die Teilnehmer.

Der Leiter der Expedition ist Kapitän Ritscher, einer der überlebenden Teilnehmer derSchröder- ^Itranz-Expedition" nach Spitzbergen. Ihm zur (beite steht* ein Wissenschaftlerstab, bestehend aus d n Meteorologen Dr. Regula und Studien- viesssr Lange, dem Ozeanographen Paulsen, bim Biologen Studienreferendar Barkley, dem (Isophysiker Gburek sowie dem Geographen Dr. Herrmann. Ferner nahm an der Expedilion als d slotse Kapitän Kraul teil, der dem Expedittons- li ter beratend zur Seite stand.

Das Expeditionsschiff ist das bekannte Katapult- sc iff der Deutschen LufthansaS ch w a b e n l a n d" mter Führung von Kapitän Kottas. Die .Schwabenland" ist für ±ie Zwecke der Expedition oichartert worden. TräWin der Expeditton ist im Lftrage von Ministerpräsident Generalfeldmar- f»all Göring als Beauftragten für den Vierjahres- jun die Deutsche Fvrschungsgemein- sih a f t Berlin. Flugkapitän Mayr und S ch i r - racher waren die Führer der an der Expedition ,t lnchmenden Flugboote D-AGATBoreas" und I-ALOXPassat", zweier Dornier-10-t-Wale. [ ugfapitän Schirmacher wurde begleitet von Flug- rnschinist ßöfener und Flugzeugfunker Gru- i ter, Flugkapitän Mayr von FlugmafchinW ^ireufcho'ff und Flugzeugfunker Ruhnke, c es bewährtes fliegerisches Personal der Deutschen listhansa. Die photographischen Vermes- j n g e n des überflogenen Gebietes wurden von dm Photographen Bund er mann und Sau- t r von der Hansa-Luftbild G. m. b. H., Berlin- Z-mpelhof, durchgeführt.

Ausgabe und Arbeitsfeld.

!Als Arbeitsgebiet der Expeditton war der Sektor im den Null-Mer edian des antark- tfchen Kontinents vorgesehen. Auf den enzelnen Flügen wurde die planmäßige karto- i g ' a p h i s ch e Aufnahme des überflogenen Osbietes durch die an Bord befindlichen Luftbildner dnchgeführt. Insgesamt sind sieben Photoflüge und I Den Sonderflüge vorgenommen worden. Dabei nurben rund 350 000 qkm Gelände photographiert. 2ms gesamte durch Augenbeobachtung und Photo- Wphie erkundete Gelände beträgt rund 600 000 qim. Das Material wurde auf Flügen von einer fefamtlänge von über 10 000 km, gleich ein Viertel t)5 Erdumfanges, gesammelt. Hinzu kommen noch cwa 2000 km für die sieben Sonderflüge, jeder teotoflug über den antarktischen Kontinent führte iher 1200 bis 1500 km, was den Wegen Berlin lanzigKönigsberg und zurück entspricht.

Das erkundete Gebiet bildet einen geologisch in |iy abgeschlossenen Landteil, der im Osten und Mten je durch eine polwärts ziemlich steil an- jligenbe Eisfläche begrenzt wird, die südlich vom 7- Grad ohne Unterbrechung in die etwa 4000 m i hche Polkappe übergeht. Zwischen zwei Grad Ost uld acht bis zehn Grad West fällt die Polkappe i! erseits mit hohen, steilen Felsabhängen zwischen 7 .5 Grad Süd und 74 Grad Süd nach Norden ab. Ins durch die Forschungstätigkeit gewonnene Avrtenbild ist einzigartig. Durch Zusammen- iiflung der Lichtbildaufnahmen wird sich ein Karten- bifi) Herstellen lassen, wie es in anderen Ländern om diesem Teil des antarktischen Kontinents noch n ch t existiert. Dies ist außerordentlich wichtig ir Hinblick auf die norwegische Jnan- jiruchnahme der Souveränität über eiien Teil des Arbeitsgebietes der Expeditton auf T- und der norwegischen Verordnung vom 14. Jan. lW9, der gegenüber Deutschland sich alle St d) t e vorbehalten hat.

Die SonderWge.

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