Ausgabe 
12.1.1939
 
Einzelbild herunterladen

Wirtschaft

Abendbörse weitere Beverungen.

An der Abendbörse setzten sich kleine Kundschafts-

unv. 2,25 v. H.

Holz ist kein Heizstoff

Aus -er engeren Heimat

Beim Modeln den Tod gefunden.

? werte Kino oaouraj, uup Q

dem Schlitten ein Stuck Hol z t n deuLe^b

/ . e <......- nub«roJspripnunaen

kaufe fort, so daß an den Akti enmä r k t e n bei allerdings nicht sonderlich lebhaften Umsätzen wei­tere Kurserhöhungen um durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. eintraten, die sich auf olle Marktgebiete verteilten. Von den Spitzenwerten waren JG-Far- bcn mit 149 (148,75) und Verein. Stahl mit 105,90 (105,25) etwas lebhafter. Von Autowerten stiegen Adlerwerke auf 104,25 (103,50) und Daimler auf 132 (131,50), auch Maschinenpapiere zogen an. MAN. 137,50 (136,50), Rheinmetall 128,50 (128), Demag und Moenus unv. 146 bzw. 123,75. Am Elektromarkt logen Gesfürel mit 132 (130,90) in Führung, Lahmeyer plus 0,50 v. H. auf 115,50, Fel­ten unv. 133, während Licht und Kraft 1 v. H. zu- rütf gingen auf 132 bei einem Berliner Kurs von 131,75. Im einzelnen wären Holzmann mit 146,75 (146), Hapag mit 62 (61,50), Buderus mit 106 (105,75), Reichsbank mit 187,50 (187,25), anderseits Hoesch mit 107,25 (107,50).

THinufe 8359 Kurzschriftler brauchbare Arbeiten (Rote 1 bis 3) ab. von diesen 8359 Teilnehmern lieferten 7020 ebenfalls brauchbare Arbeiten im Richtigschreiben (Rote 1 bis 3) ab.

Die Anzahl der unbrauchbaren Arbeiten im Schnellschreiben beträgt im gesamten Gaugebiet 1291 und im Richtigschreiben 2630. Im Schnellschreiben wurden in den Geschwindigkeitsstufen 60 bis 120 Silben in der Minute 7508 Kurzschriftler erfaßt, das sind 77,80 v. H. sämtlicher Wettbewerbsteilneh­mer. Die Höchstgeschwindigkeiten 360, 340, 300 Silben in der Minute mit der Note 1 im schnell- und Richtigschreiben erzielten Kurzschriftler aus den Arbeitsgebieten Hanau, Darmstadt und Mainz.

d r a n g und schwere innere und äußere Verletzungen « F°lq° hotte. An den Folgen dieser Wunden ,st . Vs Kind nunmehr im Krankenhaus- gestorben.

DAF. -Kurzschrifiwettbewerb im Gau ein großer Erfolg.

Gießen mit 620 Wettbewerbern beteiligt.

Fwd. BerkenhoffLLDrebes AG., A ß l a rer Hütte, Kreis Wetzlar. In dem am 30.6. 1938 beendeten Geschäftsjahr der Gesellschaft (Drahtzieherei, Drahtseilwerk ujw.) wurde em Roh­überschuß von 2,88 Mill. RM. und nach 0,31 Mill. RM. Anlageabschreibungen, sowie 0,29 Mill. RM. ao. Aufwendungen ein Reingewinn von 123 750 RM. erzielt, der sich um den Vortrag auf 320 096 RM. erhöht, lieber die Dividende (Stamm-AK. 1,35, Vorzugs-AK. 0,15 Mill. RM., letztere mit 6 v. H. Vorzugsdividende) fehlen Angaben.

Rhein-Mainifche Börse.

TNiltagsbörse weiter befestigt.

AationialsozialiUche Lehrlingserziehung

Vortrag des Gaureferenten pg. Eilers.

und baufällig sind, daß sie neuzeitlichen heiztech. Nischen Ansprüchen längst nicht mehr genügen.

Wie sehen diese Defen und Herde manchmal aus? Da hängen die Türen zum Aschen- und Feuerungs­raum schief in den Angeln, so daß viel mehr Lust einströmen kann als der Derbrennungsvorgang er­fordert.

DieseFalschluft- beschleunigt die Berbrenuuug, so daß mehr Brennstoff zugeführt werden muh als notwendig ist.

Umgekehrt gibt es auch Defen und Herde, die durch die Schuld ihrer Betreuer zu wenig Luft bekommen. Alle veralteten Einrichtungen müssen aber eines Tages einer neuen Form weichen, und die Umstel­lung wird sicherlich in einem Augenblick leichter sein, in dem das eiserne Muß und die Rücksicht auf die höheren Belange der Gesamtheit dahinterstehen. Denn, wenn es das unverrückbare Ziel ist, unseren Brennstoffverbrauch auf ein Drittel des bisherigen herabzusetzen, so hat kein Volksgenosse die Gewiß­heit, daß die Brennholzsparmaßnahmen gerade an . seiner Tür oorübergehen. Wer sich also rechtzeitig umstellt, erspart sich Merger und Verdruß. Guterhal­tene Defen sind sehr einfach von Holzbrand auf Kohlenfeuerung umzustellen. Es genügt meistens dabei, den Rost durch Abdeckung mit Schamott- steine'n zu verkleinern und die Zweitluftzuführung zu sperren. Die Kosten sind unerheblich: jeder Dfen- setzer kann die Aenderung schnell ausführen.

Jedes Stuck Hotz, das nicht im Ofen verbrannt wird, kann einem anderen, einem besseren Zweck zugeführt werden!

Erhebliche Brennholzmengen können als Gruben­oder Papierholz verwendet werden: auch unser Dauholzmarkt, der mit einem Durchschnitts bedarf von über 20 Millionen Festmetern stets unser weit- aii5 größtes Holzverwertungsgebiet ist, erfährt durch die Einsparung von Brennholz eine sehr spürbare Entlastung. Niemand darf daß ei aus-

schließen kann und es apf seine ..utroirlung nicht ankäme!

RSG. Wie die deutsche Forstwirtschaft sich unse­rem heutigen Holzbedarf durch entsprechende Berett- tellung des Holzes aus dem Walde anpaßt, zeigen die Einschlagergebnisse dieses Jahres im Vergleich w den vorhergehenden. Während in den Jahren 19351937 rund 18 Millionen Festmeter als Brenn- bol, aufgearbeitet wurden, ging der Brennholz- abschnitt im letzten Fofftwirtschaftsjahr 1937/38 auf rund 14 Millionen Festmeter zurück, obwohl der Gesamteinschlag dieses Jahres höher ist Der Rück­gang des Brennholzanfalls betrug damit im letzten Jahre rund 22 v. H., wobei nicht zu übersehen ist, daß in den 14 Millionen Festmeter Brennholz die­jenigen Holzmengen enthalten sind, die zur Deckung des aus technischen Gründen noch nicht austauschbaren Brennholzbedarfs in Industrie und Handwerk sowie der Verkohlungsindusttie zur Verfügung gestellt ^^kommt also darauf an, in denjenigen Gebieten, in denen eine verstärkte Nutzholzhaushaltung- und das sind hauptsächlich unsere großen Nadelholz­gebiete den Brennholzanfall auf em Mindestmaß zurückgehen ließ, den Holzbrand einzustellen und sich an feiner Stelle auf andere Brennstoffe wie

kohle, Torf, Gas und Strom

umzustellen Selbstverständlich ist in allen anderen Gebieten der Holzbrand entsprechend der Bereit- stellung des Brennholzes auf der ganzen Lime ein« zuschränken. Einschränkung und Umstellung werden nicht immer einfach sein; sie verlangen in vielen Fällen auch persönliche Opfer der Betroffenen. Aber es kann weder so sein, daß jemand die Augen vor den Tatsachen verschließt und sich einbilbet, daß das Holz das er für feinen Herd brauch!, immer noch vorhanden sein wird, noch kann der Zustand langer geduldet werden, daß von rund 50 Millionen häus­licher Feuerstätten Deutschlands, die für den Brand fester Brennstoffe geeignet sind, einige Millionen ausgesprochene B r e nn st o ff v e r sch w e n d e r mit denkbar niedrigem H * »Z w l r , u n g s- ar ad sind. Besonders auf dem Land findet man noch Defen, Hewe, Waschkessel ufw., die fo veraltet

RSG. Das 2. R-eichsleiftunasfchreiben der Deut« faen Arbeitsfront in Kurzschrift, das in der Kit vom 24. November bis 5. Dezember 1938 ftatt- falb hat im Gau Hessen-Nassau einen erfreulichen ßrfolg gebracht. Den erstmalig im Jahre 1937 durch- yführten Wettbewerb hat es weit übertroffen. Das Mamtergebnis aus dem Gau Hessen-Nassau liegt ifct vor. Daraus ist auch ersichtlich, welche gewal- tae Arbeit in den letzten Wochen von der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung für Berufserziehung und Setriebsführung, und den von dieser Abteilung em- gsetzten Prüfern, Wertem und Mitarbeitern gelei- f:?t wurde.

während sich im Gau Hessen-Rassau im Vor­jahre 7986 Kurzschriftler an den Reichsleistungs- fchreiben beteiligten, stieg die. Zahl beim 2 DAF.-Kurzfchriftwettbewerb auf 9650 Kurz­schriftler. Dies ist eine Steigerung um 1664 Kurzschriftler oder 20,84 v. H.

Frankfurt a. M., 11. Jan. Das vorhandene Anlageinteresse der Kundschaft trat nach dem befrie» : digenden Abschluß der Reichsanleiheanzeichnung tärker hervor. Die Börse setzte daher ihre gestern begonnene festere Haltung an den Aktienmärt- t e n fort und die Umsätze waren zu den ersten No­tierungen auf Teilgebieten etwas lebhafter. Spater ging das Geschäft allerdings wieder merklich zuruck. Weiterhin vorliegende mäßige Verkäufe fielen kaum ins Gewicht, so daß durchschnittliche Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H. überwogen. Die Gesamthaltung erhielt durch die laufend bekanntwerdenden Ab- chlüsfe eine zusätzliche Stütze. Von den StandMi- roerten eröffneten IG.-Farben mit 148,25 (147,50), AEG- mit 116,50 (115,75), Verein. Stahl mit 105,25 (104,75), Hoesch mit 107,50 (107), Rheinstahl mit 130 (129) und Mannesmann mit 107,75 (107,40). Etwas stärker befestigt waren am Maschinenmarkt Demag mit 146 (144,50), anderseits wiesen von Bauwerten Berger Tiefbau einen Rückgang um 1,25 v. H. auf 142,75 auf. Knapp gehalten waren ferner Reichsbank mit 187,25 (187,50).

An den Rentenmärkten blieb das Geschäft recht ruhig und die Kurse wiesen im allgemeinen nur wenig Abweichung auf. Im Freiverkehr waren Kommunal-Umschuldung nur knapp gehalten mit 92 80 (92,85). Von Liquidationspfandbriefen waren Rheinische auf 101,25 (101,10) befestigt. Stadtan­leihen lagen überwiegend unverändert, wahrend Jndustrie-Dbligationen Schwankungen bis 0,25 v. H. verzeichneten. Erhöht waren 6 v. H. IG.-Falben auf 119 (118,25). Don den variablen Renten zogen Reichsaltbesitz auf 128,70 (128,50) und Reichsbahn- VA. auf 122,75 (122,50) an.

Im weiteren Verlaufe schrumpfte das Geschäft stark zusammen, da Aufträge kaum mehr emgegan- qen waren. Im allgemeinen konnten sich die Kurse auf dem erhöhten Stand gut behaupten und ver­einzelt noch etwas erhöhen. IG.-Farben 148,7a nach 148 25 Mannesmann 107,90 nach 107,75, Gement Heidelberg 152,50 nach 152. Von fpäjer notierten Werten sind Licht und Kraft mit 133 (130), RWE. mit 117,50 bis 118,25 (115,50) und Felten mit 133 (131,50) zu erwähnen, im übrigen hielten sich die Veränderungen in engen Grenzen. Von Grohbank- oktien zogen Deutsche Bank auf 117 (116,75) an.

Im Freiverkehr befestigten sich Dingler Ma­schinen auf 100 bis 102 (99,25 bis 101,25) und Katz & Klumpp auf 90,50 bis 93,50 (90 Geld). Tagesgeld

* Büdingen, 11. Jan. Das sieben Jahre alte Töchterchen Irmgard der hiesigen Familie Wilhelm SchwarzV. vergnügte sich am Sonntag beim Rodeln. Dabei verunglückte das bedauerns u verte Kind dadurch, daß ihm bet der Abfahrt mit

Haus eingeliefert worden waren, smd drei in­zwischen wieder entlassen worden Ab li.38 W war das Gleis wieder frei, so daß der Verkehr wieder aufgenommen werden konnte.

Wieder einmal leichtfertiger Umgang mit der Schußwaffe!

M3D. fia» en bürg, 11.2°n. Auf einem Gute nahe bei Hachenburg fpielte ein junger Mann mit einem Tesching. Plötzlich ging ein Schuß los, unb die Kugel drang einem in der Nahe spielenden fu f- jährigen Mädchen oberhalb der Nase in bie Stirn. Das bedauernswerte Kind wurde in die Gießener Augenklinik gebracht.

Jüdischer Steuerbetrüger.

LDD F r a n k f u r t a. M., 11. Januar. Der Jude Isaak genannt Julius H a m b u r g e r ehemals Kar­toffel-^und Futtermittelgroßhandler ist wegen Hm iÄn9sÄ

legt worben.

3ranffutter Getreidebörse.

Frankfurt a.M., 11.Jan. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 206, W11 208, W 12 209, W 13 210, W16 213, W18 215, W19 217, W 20 219, Roggen RH 191, R 12 192, R14 194, R15 195, R16 197,. R 17 198, R 18 199, R 19 201 Großhan­delspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Futterhafer. Weizenmehl Type 812 W13 29,55, W16 29,55, W18 29,55, W19 29,55, W20 (Kreis Alzey) , 29,55, W 20 (Kreis Worms) 29,90 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Für Weizenmahl Type 812 mit Beimischung von Mais- backrnehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierun­gen. Roagenmehl Type 997 R12 22,45, R15 22,80, R16 2295, R 18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizen- kleie W 13 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlen­station. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roggenvoll- kleie R19 11,00. Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber getrocknet. Wiesenheu, handelsüblich, gesund, trocken 5,20 bis 5,40, Wiesen­heu, gut, gesund, trocken 6,20 bis 6,40, Kleeheu, gut, gesund, trocken 7,00 bis 7,50, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,50 bis 7,80, Weizenstroh, bmd- fadengepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh do. 3,00, Hafer- und Gerstenstroh do. 2,60 dis 2,70 Er­zeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig.

Jranffurtcr Schlachtotehmarkt.

Frankfurt a. M., 12. Jan. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Markllage: Vorauftrieb: 1436 Rinder (300 Dchsen, 151 Bullen, 685 Kühe, 300 Fär­sen), 350 Kälber, 55 Hämmel, 44 Schafe und 360 Schweine. Es kosteten: Dchsen 29 bis 46,50 Mark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 26 bis 45,50, Kalber 35 bis 65, Hämmel 35 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zuge­teilt; Hämmel und Schafe mittelmäßig.

Eingehend schilderte der Redner Zweck und Ziele k dieser Maßnahme, auch hinsichtlich der bisherigen : Erfolge. Dabei stellte er die besondere Förderung ' der begabten Kräfte aus kinderreichen Familien durch Gewährung von Kinder- und Ausbildungs­beihilfen durch den nationalsozialistischen Staat heraus. Er zeigte, wie es durch diese Beobachtung ; möglich sei, die Berufsneigung und Begabung der Jungen zu erkennen und sie dann zweckmäßig zu beraten. Dem Jungen, dem die Klarheit der Be­griffe noch fehle, könne durch die Heranführung an die Berufe, durch Werksbesichtigungen usw. ein Bild der Arbeitswelt überhaupt vermittelt wer­den, so daß chm die Entscheidung leichter falle. Zur Auswertung der bereits erreichten Erfolge für das gesamte Volk sei eine Reform der Dberklassen der Volks- wie auch der Dberschulen erforderlich. Sie müßten von der schulischen Welt bereits zur Avbeitswelt überleiten, damit eine kürzere als eine vierjährige Lehrzeit erreicht werden könne. Her­mann Göring habe dazu bereits die Wege geebnet Auch die Lehre selbst werde eine Wandlung da­durch erfahren müssen, daß über die bisher manu­elle Ausbildung nun der junge Mensch zu einem vollständigen, abgeschlossenen Leistungscharakter ex- zogen werden solle. Es sei die Pflicht des Betriebs­führers, für eine gute Ausbildung Sorge , zu ragen. Dadurch sollen Umschulungen, wie sie jetzt noch vielfach ausgeführt werden müßten, in Zu­kunft vermieden werden. Die Ausbildung des jun­gen Facharbeiters solle in der Lchrecke oder in der Lehrwerkstatt erfolgen. Auch kleine Betriebe muß­ten sich mit gleich gearteten Unternehmen zusam­menschließen und sich selbst um ihren Nachwuchs kümmern. Als Leiter solcher Lehrwerkstätten müsse der beste Fachmann und Menschenkenner heran­gezogen werden, damit eine vollwertige Ausbil­dung gewährleistet werde.

Als einen weiteren wertvollen Helfer bei der richtigen Berufswahl und der späteren Berms- ausübung kennzeichnete Pg. Eilers denBe- fundbogen für die ärztliche Dauerbetreuung im Lehrbetrieb", durch den von vornherein die körper­liche Eignung für den Beruf ermittelt und der Gesundheitszustand laufend emer Kontrolle unter­zogen werde, so daß der junge Mensch vor Scha­den bewahrt bleibe.

Abschließend zeigte Pg. Eilers die Bedeutung des Reichsberufswettkampses für eme Inventur der Leistungskräfte und deren richtigen Einsatzi und führte dann Beispiele aus seiner Erfahrung dafür an, daß es nicht auf gute Vorsätze oder moderne Einrichtungen, sondern auf den guten Willen an- fomme, die von der DAF. vorgeschlagenen ® - richtungen und Maßnahmen die sich au die Er fahrunqen aus dem ganzen Reich und bei anderen Völkern gründen, so durchzuführen und anzuwen­den, wie sie dem schassenden Menschen und damit dem ganzen Volke von Nutzen fern konnten.

. Jeder Teilnehmer, der eine brauchbare Arbeit ge­liefert hat, erhält in den nächsten Tagen eine Lei­stungsbescheinigung. Darüber hinaus entfällt auf den Gaubesten der vom Zentralbüro der DÄF. aus­gesetzte Gau preis. Die besten Schreiber in den einzelnen Geschwindigkeitsstufen werden mit Wert­preisen bedacht. In den Bettieben, in denen die betriebsgebundene Durchführung des Wettbewerbs stattgefunden hat, werden in Betriebsappellen die besten Schreiber besonders herausgestellt. Der Name- des Gaubesten wird sofort nach der Enffcheidung des Zentralbüros in Berlin bekanntgegeben.

Das Ziel dieses Leistungswettbewerbs, die ge­samte Arbeit auf dem Gebiete der Kurzschrift zu befruchten, ist erreicht. Durch den tatkräftigen, arbeitsfreudigen und dan­kenswerten Einsatz aller Mitarbeiter hat sich auch diese Veranstaltung den bisherigen, mit so großem Erfolg abgeschlossenen Reichsleistungsschreiben in Kurzschrift und auf der Schreibmaschine würdig an die Seite gestellt.

Landkreis Giehen.

Q] Heuchelheim, 11.Jan. Der Gesang­vereinLiederkranz" hielt in seinem Ver­einslokal Friedrich Dolkmann seine Jahreshaupt- Versammlung ab, die sehr gut besucht war. Der tellv. Vereinssührer Karl Waldschmidt gab den Bericht über das abgelaufene Dereinsjahr, der mit Befriedigung ausgenommen wurde. Der von dem Kassierer Hermann Reu schling verlesene Kassenbericht erwies einen günstigen Stand der Vereinskasse. Wichtigster Punkt der Tagesordnung war die Wahl eines Dereinsführers als Nach­folger des vor einiger Zeit verstorbenen verdien­ten langjährigen Vereinssührers Fr. B epi er. Auf Vorschlag wurde Adolf Reuschi ing ein­stimmig zum neuen Vereinsführer gewählt. Der neue Vereinsführer versprach, im Gedenken an seinen Amtsvorgänger die Belange des Vereins allezeit nach besten Kräften zu wahren. Die wei­tere Aussprache der Versammlung berührte das Winterfest, das am 11. Februar stattfindet, sowie einen Ausflug des Vereins, der im fffühjahr zu dem Vereinskameraden Adolf Weber in Heckholz- Hausen bei Weilburg geplant ist.

wg. Großen- Buseck, 12. Januar. Am gestrigen Mtttwoch konnten der Landwirt Heinrich Wagenbach und Frau Margareche, geb.Jnder-

Lusbildung fehlen.

Pa Eilers ging dann den Gründen nach, die dazu führten, daß heute viele Menschen auf dem falschen Platze stehen, und zeigte, wie m erster Linie die frühere Art der Berufsberatung versagt und auch die psychotechnische Eignungsprüfung nicht die Fähigkeiten in der gewünschten ©ei e nachgewiesen habe. Zur besseren Erkenn ms brauche man eine längere Beobachtungszeit und euch neue Methoden. Die neue IBerufseigniings- mechode sei seit Dr. Ley die der Einfach si­ch ul ung. Bei ihr komme man mit den einfach- ien Mitteln zu den besten Ergebnis en. Die Em- ichstschule sei nicht nur eine Berufsschulungsmaß- nähme zur Derufsüberleitung überhaupt. In Gießen, Eberstadt, Darmstadt, u. a. sei man bereits dazu übergegangen, tm 7. IchAAr m dieser Ausbildung für den Beruf zu beginnen.

In einer Arbeitstagung der DAF. in Gießen, Ab- eitunq für Berufserziehung und Betriebsfuhrung, m gestrigen Mittwochabend hielt der Gaureferent ür die Berufslehre, Pg. Eilers (Frankfurt a. M.), :or Bettiebsführem, Betriebsobmännern, Betriebs- !«rufswaltern, Lehrlingswarten, Ausbildungsleitern rrb Vertrauensratsmitgliedern des Kreises Wet- srau einen aufschlußreichen Vortrag überNa­tion a l s o z i a 1 i st i f ch e Lehrlrngserzre-

ung Neue Lehrzeit".

Nach kurzen Begrüßungsworten durch den Kreis- «ferenten der Abteilung Berufserziehung und Be- iriebsführung, Pg. Müller, sprach

pg. Eilers.

Er betonte zunächst die Notwendigkeit einer bis ins kleinste organisierten Lenkung aller lebendigen Kräfte und aller Rohstoffe. Der Erfolg dieser Ab- [<f)ten werde dann gesichert sein, wenn es im we­sentlichen gelinge, jeden arbeitenden Menschen auf i e n Platz zu bringen, auf dem er sich seinen Eig- Tiingen, seinen Anlagen und seiner Leistungsfähig- !;it entsprechend am besten nutzbringend auswir- !rn könne. Der Redner schilderte dann die Enffchei- iung zum Beruf in früherer Zeit, als es noch mien Kräftemangel gab und das Elternhaus noch allein einen entscheidenden Einfluß ausübte. Die folge davon sei heute, daß es 1,1 Millionen Men- hen gebe, die nicht mehr in dem Beruf seien, den ie erlernt hätten, weil ihr Beruf vielleicht uber- etzt sei oder weil sie besser verdienen wollten.

In einer Zeit, in der 1,7 Millionen Nachwuchs­kräfte in den Betrieben fehlen, weil sie nicht geboren wurden sei es unverantwortlich, wenn leistungs­fähige Kräfte nicht voll ausgenutzk würden. Wenn Dir das Leistungsniveau erhöhen wollten, dann müßten wir schon bei der Jugend mit dem fiel- stunas- und Schaffensnachweis anfangen. Das Volk könne es sich nicht leisten, daß hervorragend lei» fiungsfähige Menschen kinderreicher Familien nur deshalb nicht auf die für sie geeigneten Posten kom­men könnten, weil den Eltern die Mittel für ihre

Zugunfall bei Frankfurt.

17 Verletzte.

rrEch?bahndiretti/neilt mit: Am Mittwochvor- S". 'S SSS*- »»vu Gti Bahnhof Frankfurt-N l-d-r r a d Hal -n, weil da- Signal -mf Halt Auf V.-I°n toltenden Zug fuhr von H«

Id t o m o 11 ü e auf. Hierbei g vuaiührer ^ckm-rverletzte, darunter den Zugsuyrer. Werter haben sich 13 Leichtverletzte Semelbct

Don den vier Schwerverletzten, die ms Kranken­

thal, Zeilsttaße 70, das Fest der silbernen Hochzeit feiern. Wir beglückwünschen! Der Volksgenosse Balthasar Hoffmann wurde von der Schäferei gesellschaft zu gleichen Be­dingungen wie der frühere Schäfer P)ilh. Har­bach, mit der Betreuung der Schafe beauftragt

< Beuern, 10. Jan. Dem Landwirt und Koh­lenhändler Johann Karl B e 11 o f f gingen kurz vor dem Dorfe die P f e r d e d u r ch. Bei dem Bemühen, die Tiere aufzuhalten, kam er so unglücklich zu Fall, daß ihm die Räder des schwerbeladenen Kohlen­wagens über ein Bein fuhren. Die Pferde konnten im Dorfe von beherzten Männern aufgehalten wer­den. Der Verunglückte wurde sofort durch die Sani­täts-Bereitschaft in die Klinik nach Gießen gebracht. Der zehnjährige Sohn des hiesigen Schmiede­meisters Karl Otto kam auf dem Eise so unglück­lich zu Fall, daß er eine Gehirnerschütte­rung erlitt.

Kreis Bübingen.

> Babenhausen I, 11. Jan. Nach dem Tau- roetter der letzten Tage haben die auswärts arbei­tenden Maurer von hier die Arbeit in vollem Umfang wieder aufgenommen. Auch die Holz­hauer setzen nach der Schneeschmelze den Holz­einschlag fort.

Set dem gewaltigen LeistunsMtettbewerb der Deut- ; üben Arbeitsfront kam es wiederum darauf an, alle . Abrauchsschreiber in den Betrieben zu erfassen und , u erproben. In den einzelnen Arbeitsgebieten des , flaues Hessen-Nassau war folgende Beteiligung n verschrien: Frankfurt a.M. (mit 20 Wettbe- »erbsoden) 4170, Darmstadt 800, Gießen 620, kanau toO, Limburg 150, Mainz 920, Dffenbad) (60 Wetzlar 200, Wiesbaden 900, Worms 600.

Erfreulich ist, daß bei diesem Wettbewerb ein gro­ber Prozentsatz der Teilnehmer in den Betrieben ^schrieben hat. Die betriebsgebunbenen Leistungs- toreiben standen in den meisten Arbeitsgebieten im Vordergrund.

Von den insgesamt 9650 Wettbewerbsteilneh­mern gaben im Schnellschreiben in den Ge- fchnriadigkeitsslufen 60 bis 360 Silben in der |