Zwei Mitarbeiter des Führers.
Tagen den Stoß aufgefangen haben. Ob der von dem augenblicklichen Hauptkriegsschauplatz weit entfernte Stoß eine unmittelbare wirksame Entlastung für die in Katalonien kämpfenden Roten bedeutet, ist stark zu bezweifeln. Mittelbar kann er aber dahin wirken, daß Reserven an Menschen und Material der nationalen Truppen dort fest- aelegt werden, die für späteren Einsatz m Katalonien vorgesehen waren und dann Dort fehlen werden.
In militärpolitischer Hinsicht wird für Spanien vielleicht der Besuch Chamberlains in Rom wichtige Entscheidungen dringen, und zwar in der Frage, ob den Parteien im spanischen Bürgerkrieg ole Rechte Kriegs führender zuerkannt werden ober nicht. Bejahendenfalls würde damit eine Entscheidung des Krieges zu Gunsten der nationalen Seite wesentlich nähergerückt werden, denn die Unterbindung oder doch wenigstens erhebliche Behinderung von Kriegsmaterial-Lieferungen auf dem Seewege durch Die überlegene nationale Flotte würde wohl in absehbarer Zeit den Roten die Lebensadern abschnüren. Berneinendenfalls ist dagegen trotz der augenblicklichen für die Nationalen günstigen Lage ein baldiges Ende des Bürgerkrieges nicht abzusehen, wenn auch am Endsiege Francos wohl nicht zu zweifeln ist.
Rur noch 70 Kilometer vor Barcelona.
Montblanch trotz starken Widerstands erobert.
Saragossa, 12. Ian. (DNB. Funkspruch.) Der nationale Heeresbericht meldet: An der Katalonien- Front wurde der siegreiche Vormarsch an allen Abschnitten fortgesetzt. Im Nordabschnitt eroberte die Urgel-Armee südlich von Artesa del Segre den Ort Masst. Der rechte Flügel nahm die wichtige Stadt Montblanch ein und nördlich davon Soli- vella. Im Abschnitt Falset besetzten die Truppen Generals Pagues die Orte Mola und Mora la N u e v a. Die Spitzengruppen der Nationalen stehen bereits 70 Kil o m eter vor Barcelona und 25 Kilometer vor Tarragona. Seit Beginn der Offensive wurden 250 000 Menschen von der roten Herrschaft befreit, 30 000 Gefangene wurden gemacht. Die Verluste des Feindes an Toten sind unabsehbar.
Heber die Eroberung von Montblanch berichtet DNB. im einzelnen: Am Mittwochnachmittag nahmen die Kämpfe vor Montblanch den Charakter außerordentlicher Heftigkeit an, da die roten Truppen die bereits dicht an die Stadt herangekommenen nationalen Kräfte unbedingt abweisen wollten, um einen Verlust der Stadt zu verhindern, deren Besitz für den weiteren Vormarsch auf Tarragona von großer Wichtigkeit ist. Daher wurden die besten roten Brigaden, namentlich die Lister- und Campesino-Brigade, zur Verteidigung eingesetzt. Die Nationalen führten die Eroberung mit Hilfe einer Umklammerung von zwei Seiten durch. Eine Kolonne umging Montblanch nördlich und besetzte die beiden Orte Piro und Barbara an wichtigen Zugangsstraßen. Eine andere Kolonne kreuzte, von Westen kommend, nach heftigem Gefecht den Francoli-Fluß unmittelbar vor der Stadt. Der Feind leistete hinter Mouerteilen, die von der mittelalterlichen Festung übriggeblieben sind, starken Widerstand. Nachdem die Nationalen zuerst den Bahnhof erobert hatten, drangen ihre Tanks unter heftigem Feuer in die Straßen der Stadt ein. Um 20 Ubr war dieStadtvollständigerobert, der Feind befand sich in voller Flucht auf der Straße nach Tarragona.
Französisches Mehl für Barcelona.
Parlamentarier der Linken fördern wirtschaftliche Hilfsleistung.
Paris. 11.Ian. (DNB.) Wie die Pariser Blät- ter melden, ist auf Initiative des fran» zösischen Außenministers und nach Billigung durch den Ministerrat beschlossen worden, nach Rotspanien 4 5 000 Tonnen fran. zosisches Mehl für Brotbereitung zu schicken. Die Zahlungsmodalitäten dieser Lieferung, deren Wert 38 Millionen Franks betrage, seien geregelt worden. Die Action Franxaise kritisiert besonders den Finanzminister R e y n a u d , der der Erfinder eines besonderen Verfahrens zur Erleichterung der Finanzierung dieser Mehlsendung sei. Als Finanzminister sei er damit beauftragt, einen Ausschuß zu kontrollieren, der sich mit der G a r a n • tierung der Kredite befasse, die von franzö- fischen Exporteuren ausländischen Käufern eingeräumt würden, um die französische Ausfuhr zu vermehren Die amtliche Getreidestelle sei einem französischen Exporteur gleichgestellt, der an das Ausland mit der Garantie der Bank von Frankreich Waren liefere, und sie werde von dem ausländischen Käufer, nämlich den Barcelona-Bolschewisten. in drei, sechs, neun oder 18 Monaten bezahlt oder auch nicht. Das Blatt bemerkt, die Versorgung Rotspaniens liege den Sozialdemokraten und Kommunisten besonders am Herzen. Do Reynaud diesen entgegenkomme, würden ihm von den linksextremen Elementen die Notverordnungen einigermaßen wieder verziehen.
Ministerpräsident D a l a d i e r empfing im Kriegsministerium die Abordnung französischer Pa rlamentarier der Mittelparteien, die auf Einladung des sowjetspanischen Ausschußvorsitzenden Negrin eine Studienreise nach Barcelona durchgeführt hatten. Die Abordnung unterrichtete Daladier eingehend über ihre Eindrücke hinsichtlich der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Katalonien und über die militärische Lage in Spanien. Dann suchte die Abordnung auch den Außenminister B o n n e t am Quai d'Orsay auf, den sie von der Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Hilfeleistung für Sowjetspanien zu überzeugen versuchte.
Wieder der Tunnel unter dem Aermel-Kanal.
Paris, 11. Ian. (Europapreß). Der lothringische Abgeordnete Marcel Boucher hat Die französische Regierung aufgefordert, an die Der- wirklichung des Baues eines Tunnels unter dem Aermelkanal Jm Einverständnis mit der eng- lifchen Regierung" heranzugehen Boucher macht vor allem militärische Gesichtspunkte geltend. Ein derartiger Tunnel werde für die Ver- teidiguna Frankreichs und Englands von größtem Nutzen fein. Bei feinem Vorhandensein würde ein Krieg in Westeuropa eine Unmöglichkeit bedeuten. Der Abgeordnete zitierte auch ein Wort Marschall
Hermann Göring.
Wenn am 12. Januar Hermann Göring feinen 47. Geburtstag feiert, dann weiß er, daß an diesem Tag das ganze deutsche Volk seiner in tiefer Dankbarkeit gedenken wird als des Mannes, der, wie schon immer, gerade auch während des vergangenen Jahres in schwierigsten Lagen dem Führer als treuester Helfer zur Seite stand. Kann es für Göring, dessen ganzes Leben ein einziger Dienst für Deutschland ist. einen schöneren Lohn
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geben als den, den ihm der Führer vor einigen Monaten zuteil werden ließ, als er von „meinem Freund Göring" sprach? Alle Titel und Ehren verblassen vor diesem einzigen Wort, das so unendlich viel sagt. Es gibt für einen deut- chen Mann keine höhere Auszeichnung als die, die Hermann Göring zuteil geworden ist, als der Führer ihn feinen Freund nannte.
Wenn das deutsche Volk von diesem getreuen Paladin des Führers spricht, dann hört man wohl kaum den Titel ,cher Generalfeldmarschall", „der Ministerpräsident", sondern meist nur den Vornamen. „Unser Hermann", „Hermann wird's schon chasfen", solche und ähnliche Redewendungen spiegeln das persönliche Vertrauen wider, das der einfache Mann aus dem Volke dem getreuen Mitarbeiter des Führers entgegenbringt. Wo immer auch Göring sich zeigt, ob in den Straßen Berlins, ob in einer Kundgebung oder auf dem Reichsparteitag, stets empfängt ihn jenes tiefe und gläubige Vertrauen der Menschen, die da wissen, daß dieser Mann der engste Mitarbeiter des Führers ist, daß er an allem was in den letzten Jahren für Deutschland geschaffen und erkämpft worden ist, den stärksten Anteil hat.
Das Volk spürt instinktiv, daß dieser Mann, dem o viel Ehrungen zuteil geworden sind, der so viel Aemter inne hat, daß es gar nicht so einfach ist, sie alle aus dem Handgelenk herzusagen, doch immer der gleiche geblieben ist, der alte Soldat und SA.-Mann, der Mann, den das Leben in die härteste Schule genommen hat, der Mann, dessen Blick immer nur auf eines gerichtet gewesen ist: auf die Zukunft, auf das Glück der Nation. Wenn er sich gerade um den schaffenden Menschen kümmert und für ihn ein so warmherziges 23er» tändnis aufbringt, dann mag er oft daran denken, daß es auch in seinem Leben, nachdem er als Führer des ruhmreichen Richthofengefchwaders heimgekehrt war, Zeiten gegeben hat, da er im Kampf um das tägliche Brot stand. Wir wissen, daß er sich nicht scheute, einen Fallschirmhandel aufzumachen, bei dem er Enttäuschungen wie jeder Raufmann erlebte. Nichts ist Hermann Göring er- Part geblieben, auch nicht der Weg zum Leihhaus, n das er feine letzten Wertgegenstände brachte, um das nackte Leben zu fristen.
Auf den Schultern dieses Mannes ruht nun chon feit Jahren eine Arbeitslast, die man als stgantisch bezeichnen muß. Was Hermann Göring in den Jahren nach der Machtübernahme als Ministerpräsident oder Reichsluftfabrtminister und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, als der Beauftragte für den Vierjahresplan ober als Reichs- Forft- und Reichsjägermeister geschaffen bat, feine Leistungen sind jetzt schon mit ehernen Lettern in das Buch der Geschichte des Dritten Reiches eingetragen. Gerade im letzten Jahr hat Göring bei den weltpolitischen Entscheidungen, die gefällt wurden, besonders im Vordergrund gestanden. Seine Verdienste um die WestbeFestigunqen und den Ausbau der Luftwaffe sind so groß, daß man sie jetzt vielleicht noch gar nicht richtig würdigen kann. Das deutsche Volk gratuliert Hermann Göring zu einem 46 Geburtstag. Jeder einzelne weiß, was die Natton an diesem Mann besitzt. Mögen Hermann Göring noch viele Jahre beschieden sein in denen er für den Führer und sein Volk arbeiten kann!
F o ch s : „Wenn der Tunnel bestanden haben würde, hätte der Weltkrieg vermieden werden können." — Man erinnert sich, daß das englische Unterhaus im Mai letzten Jahres sich gegen den Tunnelbau ausgesprochen hat.
Vier englische Polizisten in Palästina wegen Totschlags verurteilt.
London, 11. Jan. (Europapreß) In dem Prozeß gegen die vier englischen Polizisten, die wegen Totschlags an dem Araber Mohammed Haddad vor ein Sondergericht gestellt worden waren, wurden sämtliche Angeklagten als schuldig befunden. Der Hauptangeklagte erhielt wegen versuchten Totschlags drei Jahre Gefängnis Von den drei übrigen wurde einer wegen schwerer Körperverletzung zu einem Jahr Gefängnis, die beiden übrigen zu je fünfzig Pfund Geldstrafe bei einjähriger Bewährungsfrist verurteilt. Dsr Generalstaatsanwalt betonte, die Angeklagten seien des vorsätzlichen Mordes schuldig.
Alfred Rosenberg.
Alfred Rosenberg wird am 12 Januar 46 Jahre alt, ein Mann, der sich um die Bewegung unvergängliche Verdienste erworben hat, die vielleicht erst spatere Generationen richtig zu würdigen verstehen werden. Diesen fanatischen Vertreter der nationalsozialistischen Idee in einer Kundgebung der Partei sprechen zu hören, bedeutete ein Erlebnis Er besaß die Gabe, seine Argumente mit der, Gründlichkeit eines Wissenschaftlers und zugleich mit der Lebendigkeit des Volksredners vorzubringen. Und das gleiche geschliffene Wort finden wir in feinen Aufsätzen.
Es war für Alfred Rosenberg eine Selbstver- ständlichkeit, daß er, der im Zentralorgan der Bewegung so oft als geistiger Vorkämpfer in Erscheinung trat und in Versammlungen die Idee der Bewegung verkündete, auch an jenem 9 November 1923 nicht fehlte, da der Marsch zur Feldherrnhalle angetreten wurde. In „Dietrich Eckart, mein Vermächtnis" hat er jene Stunde, da die Bewegung die härteste Probe bestehen sollte, packend geschildert.
Mehr und mehr wurde Alfred Rosenbergs Name im Reich bekannt, feine grundlegenden Werke, in denen er die Weltanschauung des Nationalsozialismus wissenschaftlich begründete und festigte, erregten das größte Aufsehen. Sein „Mythos des 20 Jahrhunderts" wirkte wie ein Fanal Seine anderen grundlegenden Werke, von denen hier nur „Die Spur des Juden im Wandel der Zeiten", „Wesen, Grundsätze und Ziele der NSDAP" und „Freimaurerische Weltpolitik" — sämtlich in der Kampfzeit erschienen — genannt seien, werden mitbeftim» wend für die geistige Richtung, welche die Bewegung einschlug. Würdig stellten sich diesen Werken dann später ,,An die Dunkelmänner unserer Zeit", „Blut und Ehre", „Gestaltung der Idee" und „Kampf um die Macht" zur Seite.
Auch puf einem anderen Gebiet hat sich Alfred Rosenberg schon lange vor der Machtübernahme große Verdienste erworben: auf dem der Außenpolitik. Er wußte, wie wichtig es war, auch im Ausland Aufklärung über das wahre Gesicht der
Partei zu schaffen, um den Lügen und Verleumdungen entgegenzutreten, welche von der internationalen Iudenpresse planmäßig verbreitet werden. Mehr als einmal fuhr er im Auftrag des Führers ins Ausland, es gelang ihm, bei feinen Unterhaltungen mit führenden Persönlichkeiten viele Irrtümer über die Bewegung richtig zu stellen. Das von ihm geschaffene und' ausgeoaute Außenpolitische Amt der NSDAP, leistete dabei wertvolle Dienste.
Der Tag der Machtübernahme stellte ihn vor neue große Aufgaben. Hunderttausende, Millionen stießen tur Bewegung. Sie geistig zu schulen und weltanschaulich auszurichten, war die vomehmlichste und dringlichste Aufgabe, die es zu erfüllen gab. Wenn sie geschafft wurde, so ist cs das uneinge- schränkte Verdienst dieses Mannes. Es ist mehr als eine äußere Auszeichnung, daß auf dem Reichsparteitag des Jahres 1937 Alfred Rosenberg als erster unter den Lebenden vom Führer den Deutschen Nationalpreis verliehen bekam. Dr. Goebbels sagte damals, daß Alfred Rosenberg als unermüdlicher Kämpfer um die Reinhaltung der nationalsozialistischen Weltanschauung sich ganz besondere Verdienst erworben habe und daß erst eine spätere Zeit es voll ermeßen könne, wie tief der Einfluß dieses Mannes auf die geistige und weltanschauliche Gestaltung des Nationalsozialismus gewesen ist. Rosenbergs große Rede auf dem Reichsparteitag Großdeutschlands über das Thema „Autorität und Freiheit" erregte besonderes Aufsehen mit ihren Worten, daß die neue Autorität der deutschen Geschichte und eine neue Ordnung im Zusammenwirken aller Völker Europas beute von Adolf Hitler aufgerichtet fei und daß es Pflicht von uns allen sei, uns dieser neuen Autorität und der großen Zukunftsaufgaben würdig zu erweisen. So steht Alfred Rosenberg heute vor uns als einer der treuesten und aufopfemdstey Mitkämpfer des Führers, als ein Mann dem die ganze Nation zu unendlichem Dank verpflichtet ist.
Bürgerlich-reaktionäre Opposition in Ungarn.
Budapest, 11. Jan. (DNB.) Die vom Ministerpräsidenten I m r e d y angestrebte Z u s a m - mensassung aller nationalen Kräfte in der von ihm kürzlich ins Leben gerufenen „Bewegung des ungarischen Ledens" auf rassischer Grundlage und sozialer Gerechtigkeit hat zu einem Zusammenschluß der sogenannten „bürgerlichen Opposition" geführt. Ihren Ausdruck fand diese Fronde der Mißvergnügten in einem am Dienstag abgehaltenen gemeinsamen Abendessen, an dem neben dem Graten Stefan D e t h l e n und dem Kleinlandwirte- fuhrer Tibor Eckhardt auch die aus Der Regierungspartei ausgeschiedenen Abgeordneten der Sztranyaoszky-Gruppe, der frühere Industrieminister Bornemißa, Abgeordnete der Christlichen Wirtschaftspartei und einige parteilose Abgeordnete teilnahmen. In
zahlreichen Reden wurden scharfe Angriffe gegen Die Regierung gerichtet. Graf Stephan Bethlen, der von der Regierungspresse als geistiger Vater dieses Lagers bezeichnet wird, forderte die anwesenden Abgeordneten zu engerem Zusammenschluß und Widerstand gegen die Bestrebungen der Regierung auf, die er als verfassungswidrig bezeichnete Ungarn brauche keine neuen Lebensformen, da sich seine alten bewährt hätten.
Die karvatho-ukrainische Grenze.
Gefangenenaustausch bei Muntaes. aber neuer Grenzzwischenfall.
Prag, 12.Jan. (Europapreß.) Gemäß einem vorläufigen Abkommen zwischen den tschecho-slowaki- schen und ungarischen Derblndungsoffizieren wurden an dem Grenzübergang bei Podhorjany b i e Gefangenen von dem Zwischenfall bei Munkacs ausgetauscht. Von tschecho-slowakischer Seite wurden den ungarischen Vertretern drei Angehörige der ungarischen Grenzwache und ein Soldat übergeben. Die ungarischen Vertreter lieferten dagegen fünf tschecho-slowakische Soldaten aus. In Ungarn befinden sich noch zwei verwundete tschecho-slowakische Soldaten, die nach ihrer Genesung ebenfalls ausgeliefert werden. — Schließlich wurde noch ein Uebereinfommen getroffen, daß im Bezirk von Munkacs bestimmte Uebergänge für den Grenz- verkehr wieder geöffnet werden.
In der Nacht zum Mittwoch soll es zu einem neuen Grenzzwischenfall gekommen fein. In der Nähe von Uzhorod soll danach eine ungarische Gruppe in Stärke von achtzig Mann die Demarkationslinie überschritten und versucht haben, einen Angriff auf die tschecho-slowa- kische Grenzsicherungsabteilung zu unternehmen. Dieser Angriff sei aber abgeschlagen worden.
Ungarischer Ministerbesuch in Berlin.
Berlin, 11. Jan. (DNB.) Amtlich wird mitge- teilt, daß der ungarische Außenminister Graf C s a k y am 16. Januar zu einem zweitägigen Aufenthalt in Berlin eintreffen wird, um mit dem Reichsminister des Auswärtigen v o n Ribbentrop die das deutsch-ungarische Verhältnis betreffenden Fragen zu erörtern.
Gowsetbefestigungen an der rumänischen Grenze.
London, 11. Ian. (Europapreß.) Wie der „Eve- ging Standard" aus Tighina (Rumänien) meldet, soll auf sowjetrussischer Seite an der sowjetrussisch-rumä- Nischen Grenze die Anlage von Befestigungen im Gange sein m einer Länge von etwa 800 Kilometer und einer Tiefe von etwa 20 Kilometer. Das gesamte Gebiet dieser Befesttgungsanlagen ist bereits vor einiger Zeit geräumt worden, wobei etwa 160 000 Personen der ukrainischen Bevölkerung in das Innere des Landes abtransportiert worden sind. Die Arbeiten werden hinter großen Verkleidungen aus Stroh ausgeführt, um eine genauere Beobachtung zu verhindern. Es konnte trotzdem festgestellt werden, daß Taufende von Arbeitern damit beschäftigt sind, in Schnee^ und Eis bei starker Kälte die Erdarbeiten auszuführen. Die Arbeiten werden mit größter Beschleunigung durchgeführt. In der gesamten geräumten Zone ist das zivile Leben völlig erloschen. Kirchen sind in Mühlen und kommunistische Der- sammlungshäuser umgewandelt worden. Die Bauernhäuser sind verlassen Nur Soldaten und Festungsarbeiter sind zu sehen. Der Verkehr zwischen Rumänien und Sowjetrußland über die Eisenbahnbrücke bei Tighina ist völlig still- gelegt.
Die Deutschen Rumäniens schließen sich der „$ronf der nationalen Wiedergeburt" an.
Bukarest, 11. Jan. (Europapreß.) Zwischen den Vertretern der deutschen Volksgruppe in Rumänien und dem rumänischen Innenminister wurde nach längeren Verhandlungen jetzt ein Abkommen über den korporativen Beitritt der Deutschen Rumäniens in die „Front der' nationalen Wiedergeburt" abge» schlossen. Ein Protokoll bestimmt, daß sich alle Deutschen rumänischer Staatsangehörigkeit der „Front der nationalen Wiedergeburt" anschließen. Die Deutschen werden durch sechs Mitglieder im Obersten Nationalrat, Der im ganzen 150 Mitglieder zählt, vertreten fein. Alle beruf- licfjen Organisationen der Deutschen Rumäniens werden sich forporatio in die entsprechenden staatlichen Organisationen eingliedern. Die Deutschen werden auch hier eine entsprechende Vertretung in den Spitzenorganisationen erhalten. Der deutschen Volksgruppe wird zugesichert, für kulturelle, wirtschaftliche und soziale Zwecke eigene Organi- fationen zu errichten. Das Protokoll wurde von Innenminister C a l s n e s c u, dem Generalkomissar für die Minderheiten, Professor D r a g o m i r, und im Auftrage des Landesobmanns der deutschen Volksgemeinschaft in Rumänien, Sabri- t i u s, von Dr. Hedrich unterzeichnet.
Roosevelt und Der Kongreß.
Wachsender Widerstand gegen die engsten Mitarbeiter des Präsidenten.
Washington, 12. Jan. (DNB.) Am Mittwoch kam es im Repräsentantenhaus bereits zu außer- ordentlich heftigen Angriffen gegen den kürzlich von Roosevelt ernannten und eben erst vom Kongreß bestätigten I u st i z m i n i st e r Murphy. Der re- publikanische Abgeordnete Hoffman nannte Murphy einen „Freund des Pöbels", der als Gouverneur von Michigan die Kommunisten und Sitzstreiker beschützt und die Gesetzlosigkeit begünstigt habe. Ein Mann wie Murphy sei unwürdig des Amtes eines Justizministers Der Abgeordnete beschuldigte weiter den Präsidenten, bei den Wahlen im vergangenen Herbst, Bundesgelder für politische Korruption mißbraucht und mit den Kommunisten gemeinsame Sache gemacht zu haben. Die Ausführungen Hoffmans brachten das ganze Haus in große Aufregung.
Dor dem Justizausschuß des Senats traten Zeugen auf gegen die Ernennung des Juden Frankfurter zum Bundesrichter. Frau D litt n g , die Verfasserin mehrerer Bücher gegen den Kommunismus ist, bezeichnete den Juden Frank» furter als einen waschechten Kommuni st en, der Leiter der berüchtigten kommunistischen „Civil. Liberties-Union" sei. Der Vertreter des USA.-23er- bandes gegen den Kommunismus, Allen Zoll, erhärte, die Ernennung Frankfurters würde die anti-


