Ausgabe 
12.1.1939
 
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Donnerstag. U.Zanuar 1939

Nr. 10 Erstes Statt

189. Jahrgang

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Englisch-italienische Trinksprüche in Nom

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R. G. Rom, 11. Januar.

Um 16.30 Uhr fuhr der Zug, mit dem Minister­präsident Chamberlain und Außenminister Lord Halifax, die in einem Salonwagen die Reise durch Italien gemacht hatten, im Termini- Bahnhof in Rom ein. Gewaltige Banner in den italienischen und englischen Farben hingen in der Bahnhofshalle, und auch die Wände des Gebäudes waren mit Fahnen und Abzeichen der Faschistischen

platz an ausgebildeten Reserven fehlt. Jedenfalls aber war es für die Nationalen nicht eher möglich, eine entscheidungsuchende Operation an irgendeiner Stelle, am wenigsten aber in Katalonien, zu be­ginnen, bevor das westliche Cbro-Ufer frei vom Feinde war, da bis zu diesem Zeitpunkte zu starke Kräfte in der Materialschlacht am.Ebro festgelegt waren. So stark an Menschen und Material sind beide Parteien nicht, daß sie sich Großkämpfe an verschiedenen Stellen leisten können. Ein weiteres verzögerndes Moment dürfte für Franco auch die Herausziehung von 10 000 italienischen Freiwil­ligen gewesen sein, die zweifellos manche organisa­torischen Maßnahmen und Umgruppierungen er­

gab seinem Dank für die herzlichen Worte Musso­linis und der tiefen Bewegung für den warmen Empfang, der den englischen Gästen bei ihrer An­kunft in der Hauptstadt des italienischen Imperiums bereitet wurde, Ausdruck. Er befände sich heute m Rom als Vertreter einer großen Nation, , deren Wunsch es sei, in e n g e n f r e u n d s ch a s t i l ch e n und sogar intimen Beziehungen mit eineranderengroßenNatio n31Ji b eiben Chamberlain hob sodann die Hilfe und Mitarbeit Mussolinis, die in so entscheidender Weise zum

stürz zu bringen.

Daß die Roten noch nicht am Ende ihrer Kraft sind, beweist ihre mit starken Kräften unternom­mene Entlastungsoffensive nordwestlich Cordoba bei dem Städtchen Valseqmllo. Sie haben immerhin dabei Anfangserfolge errungen. Es scheint, daß die Nationalen in den letzten

Funkbild aus Rom: Der Duce begrüßt Chamber­lain auf dem Bahnsteig. (Scherl.)

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fordert hat. So erklärt es sich, daß die Offensive erst in den Weihnachtstagen losbrechen konnte, in einer Jahreszeit, die auch in Spanien, besonders im Berglande, recht rauh und für größere Be­wegungen wenig günstig ist. Andrerseits war es klar, daß jedes weitere Abwarten den Roten für den Ausbau ihrer Verteidigungsanlagen und den Ersatz ihrer in *bcr Ebroschlacht erlittenen Verluste an Menschen und Kriegsmaterial zugute gekommen wäre.

Die Offensive in Katalonien ist, soweit man dies nach den bisherigen Nachrichten beurteilen kann, aus der Mitte April vorigen Jahres erreichten Linie in drei Gruppen angesetzt worden: Die Südgruppe unter General Solchago vom Ebro bei Asco bis südlich Lerida, die mittlere Gruppe unter General M o s c a r d o von Lerida bis zum Brückenkopf von Balaguer, die Nord- gruppe unter General Munoz Grande von den Noguerra-Stellungen beiderseits Tremp aus. Wenn wir bedenken, daß die ganze Breite der Angriffsfront etwa 160 Kilometer beträgt, so war es angesichts der beschränkten Truppenmengen und Kampfmittel ausgeschlossen, einen einheitlichen Sturm auf der Gesamtfront anzusetzen. Vielmehr befolgten die Nationalen die schon in früheren Angriffen von ihnen -erfolgreich angewandte Tak­tik, einzelne Schwerpunkte herauszusuchen, gegen diese Stoßgruppen oorbrechen zu lassen und nach gelungenem Durchbruch an diesen Stellen die An­schlußfronten von der Seite oder von rückwärts

hervor und sagte bann:Ich bin hierhergekommen mit dem Vorsatz, die Politik, die ich ent­schlossen verfolge, fortzusetzen: eine Politik der Freundschaft mit allen und der Feindschaft gegen niemand, einer auf die gerechte und friedliche Lösung der internationalen Schwierigkeiten gerichteten Politik über den Verhandlungsweg. Dieser Politik sei das kürzlich in Kraft getretene englisch-italieni­sche Abkommen entsprungen, und es verdiene, hervorgehoben zu werden, daß eines der ersten Er­gebnisse dieses Abkommens darin bestehe, daß am Dienstag in Rom und in London der im Abkommen vorgesehene Austausch militärischer In­formationen habe beginnen können. Ehamber- lain unterstrich die für beide Seiten vitale Wichtig­keit der Belange im Mittelmeer, die kei­nerlei Konflikts gründ mit sich brächten, und gab der Versicherung Ausdruck, daß das Ab­kommen zwischen Italien und England ein neues Kapitel der Freundschaft und des Vertrauens eingeleitet habe, das sich für die Stabilität Europas als fruchtbar erweisen werde.

Gerechtigkeit und Friedensliebe.

Der Sinn der Trinksprüche von Rom.

auizurollen.

Die südlichste Stoßgruppe, die von Asco am Ebro ausgegangen fein dürfte, hat nach den bis­her vorliegenden Meldungen im südlichen Teile der Sierra de Llena den Kamm des bis zu 1071 aufragenden Mont S a n t nördlich er­

reicht. Ihre Richtung deutet über die Stadt Reus auf die wichtige Hafenstadt Tarragona. Wei­ter nördlich ist eine, anscheinend besonders starke, Stoßgruppe von Lerida aus entlang der Bahn­linie LeridaBorjas BiancasMontblanch, die mit einer Abzweigung über Reus auf Tarragona, mit der Hauptstrecke auf Barcelona fuhrt, vorgegangen. Die Stadt Borjas Biancas ist dabei durch geschicktes Zusammenarbeiten eines Teiles der Südgruppe des Generals Solchago, die nördlich an der Sierra de Llena vorbei in nord­östlicher Richtung vorstieß, mit der Gruppe des Generals Moscardo, die von Lerida nach Osten durchbrach, gefallen. Teile dieser Stoßgruppe sind bereits in der Nähe von Montblanch gelangt, damit ist Tarragona stark bedroht

Eine weitere Stoßgruppe scheint sich aus dem

gungsrufen der englischen Kolonie dem Ausgang zu. Nach dem Besteigen der Kraftwagen nahm die Kolonne durch die reichbeflaggten Straßen ihren Weg zu dem Wohnort der englischen Gaste, der Villa Madama.

Kurz vor 18 Uhr begaben sich die englischen Gaste in den Quirinal, wo sie ihre Namen in die Besucherliste eintrugen. Um 18 Uhr begannen Die Besprechungen zwischen Mussolini und Cham­berlain i m P a i a z z o V e n e z i a. Die erste Unter­redung dauerte eineinhalb Stunden. Der Platz vor dem Sitz der Regierung war bis zu den Zufahrts­straßen von einer gewaltigen Volksmenge besetzt, die den englischen Ministern eine herzliche Sym­pathiekundgebung bereitete. Bei dem der ersten Be­sprechung folgenden Essen, das der Duce seinen Gästen in den Prunkräumen des Palazzo Venezia gab wurden zwischen den italienischen und eng­lischen Regierungschefs Trink spräche gewech­selt.

Der Duce

entbot zunächst Chamberlain und Lord Halifax den herzlichen Gruß der faschistischen Regierung, die mit dem Empfang willkommener Vertreter einer großen, befreundeten Nation auch die Sympathie bezeugen wolle, mit der das italienische Volk das Werk des englischen Premierministers und seiner Regierung verfolge. Mussolini hob sodann den ver­ständnisvollen Geist und die Festigkeit, mit der Chamberlain an einer gerechten Lösung der Pro­bleme arbeite, die im vergangenen September über dem Leben Europas lasteten, und die Zähigkeit bei der Verfechtung eines Versöhnungs- und Friedens­programmes hervor und fuhr dann fort: Die un­längst in Kraft getretenen e n g l i s ch - i t a l l e n i sch en Vereinbarungen haben die Beziehun­gen zwischen England und Italien auf eine fette Basis gestellt und haben nicht nur die Freund­schaft zwischen unseren beiden Ländern auf einer neuen Verständigungsbasis und im R ah m e n ö e r neuen Realität im Mittelmeer und in Afrika wiederhergestellt, sondern auch den Weg für eine 3 u [ a m m e n a r b e 11 frei gemacht, von der wir wünschen, daß sie als i notwendiges Element für den Frieden Europas ebenso lange wie fruchtbar sein möge.

Premierminister Chamberlain

Francos katalanische Offensive.

Don Erhard Wegeli, Oberstleutnant a. O.

Brückenkopf von Balaguer durch die Llanos (Ebe­ne) del Urgel etwa in der Richtung auf Cervera (an der wichtigen Bahnstrecke LeridaCervera MonresaBarcelona) vorzuarbeiten. Die nördlich- te Stoßgruppe endlich ist aus der Gegend von. Tremp an der Noguerra vorgebrochen und mit einem kräftigen Ruck nach Artesa del S e a r e gelangt Auch von dieser Gruppe scheint ein Teil die Richtung auf Cervera zu nehmen, um mit der non Balaguer aus vorqegangenen Gruppe Hand m Hand zu arbeiten. Einem Teil der Armee des Generals Munoz Grande wird der Schutz der linken Flanke gegen die in den Pyrenäen stecken- ' den roten Kräfte zufallen.

Welche Erwartungen an die bisher sehr erfolg­reich verlaufene Offensive zu knüpfen sind, ist selbstverständlich ebenso schwer zu beurteilen wie die Frage, welches Endziel sich Franco gesetzt hat: ob er beabsichtigt, schon jetzt in einem Zuge b i s Barcelona und Tarragona durchzusto­ßen, oder ob er sich dafür nur eine günstige Ausgangsstellung schaffen will, um bei Eintritt der besseren Jahreszeit die Operation fortzusetzen. Wir dürfen uns darüber nicht im Unklaren fein, daß bis zur Erkämpfung io weit gesteckter Ziele wie Tarragona und Barcelona, deren Erreichung allerdings kriegsentscheidend sein könnte, recht harte Nüsse zu knacken sind. Im Südteil des Kampfgebietes ist Tarragona durch die Sierra de Llena, ein rauhes Felsgebirge geschützt. Ebenso decken Barcelona im Westen, Nordwesten und Norden Gebirge, die im Monserrat bis zu 1237 m und in der Sierra de Monseny bis fast 1700 m ansteigen. Die Roten haben um Barcelona und Tarragona, wie einem Heeresbericht der Nationa­len zu entnehmen ist, ein sechsfaches Stellungsnetz mit starken Betonanlagen ausgebaut, das in dem schwierigen Gelände nicht leicht zu durchstoßen sein wird, wenn auch die erste Linie schon an mehreren Stellen durchbrochen ist. Die Frage ist, ob einer­seits die Roten genügend Kräfte haben, um die Befestigungsanlagen in ihrer ganzen Ausdehnung zu besetzen und Reserven gegen örtliche Einbrüche bereitzuhalten, andererseits, ob die Nationalen die Kraft haben, das breite und tiefe Stellungsnetz an genügend zahlreichen und breiten Stellen zu durchbrechen und so das ganze Gebäude zum Em-

Mailand, 12. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der Sortiere della Sera" schreibt: Es sei durchaus überflüssig, den so klaren und offensichtlichen Sinn der Trinksprüche von Rom ins einzelne zergliedern zu wollen Man könne darin offen eine Andeutung des Verstehens, den Vorschlag für die Zusammen­arbeit auf der Ebene des allgemeinen Friedens und der gegenseitigen imperialen Interessen erblicken. Aber das Wort vom allgemeinen Frieden wäre in­haltlos, wenn sich dieser nicht auf etwas Konkretes stutzen würde. Für den Italiener sei der Ge­danke der Gerechtigkeit von der Frie­densliebe nicht zu trennen. Die alte, ruhmreiche Tradition lasse es nicht zu, an einen nur der Konservierung dienenden Frieden zu glauben. Neue Probleme entstehen, neue Kräfte treten in die Geschichte ein. Selbst die Geographie werde veränderlich und hinfällig. Sei es möglich, daß Italien mit seinen 44 Millionen Einwohnern ohne Berücksichtigung der 10 Millionen Auswan­derer in der verhältnismäßig bescheidenen Lage, die ihm 1921 zugebilligt wurde, bleibe. Könne Ita­lien die mißbräuchlich erworbene Vor­zugs st ellung anderer Länder im Mare n oft rum" namentlich jene Frank­reichs, als endgültig anerkennen? Alle diese Grundwahrheiten mußten Herrn Chamberlain im Geiste vorschweben. Die bloße Tatsache, daß die beiden britischen Staatsmänner nach Rom gekom­men seien, zeigte ihre Absicht, aus der Nähe d i e große Realität kennenzulernen, die das faschi­stische Italien mit allen seinen Ansprüchen, seinen materiellen und moralischen Notwendigkeiten und feinen eisernen Villen darstelleK

Partei geschmückt. Der Bahnsteig selbst war völlig mit roten Samtteppichen ausgelegt und nut zahl­reichen Blumenstöcken und immergrünen Baumen verziert. Hinter der Absperrung standen Karabimen in Galauniform. Gegenüber dem Salonwagen hat­ten eine Abteilung der schwarzen Leibwache des Duce und eine Ehrenkompanie Aufstellung genom­men Dor dem Salonwagen standen die gesamte italienische Regierung mit Mussolini an der Spitze, der die schwarz-golden verzierte Uniform des Marschalls des Imperiums trug, sowie sämtliche Mitglieder der englischen Botschaft und der aposto­lische Vikar für Großbritannien, Msgr Godfrey.

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Die in den Weihnachtstagen begonnene und «augenblicklich noch im Gang befindliche Offensive «der nationalen Truppen an der katalanischen Front fordert zu einem Ueberblick über die Kriegs­lage auf. Die Angriffsoperation muß im Zusam­menhang mit den vorjährigen Operationen, der »Nationalen und den Gegenmaßnahmen der Roten betrachtet werden, um ein richtiges Bild von den strategischen Absichten Francos und deren Aus­führung zu gewinnen. Wir müssen daher einen kurzen Rückblick auf die hauptsächlichsten Knegs- handlungen im Jahre 1938, soweit sie mit den jetzigen in Verbindung stehen, werfen.

Die nach erfolgreicher Beendigung der Kampfe um Xeruel von den Nationalen mit großer Kraft und guten Anfangserfolgen aus der Front von Teruel über Zaragossa bis zu den Pyrenäen in der zweiten Märzhälste entfesselte Offensive hatte bis Mitte April im Südabschnitt bis zum Meere südlich der Ebromündung ge­führt und damit die rote Frontlinie zerrissen. J> der Mitte wurde der Segre-Abschnitt von der Mündung dieses Flusses - in den Ebro über Lerida bis Balaguer, wo em Brückenkopf östlich des Segre erkämpft wurde, erreicht. An einigen Stellen waren noch Widerstandsnester der Roten auf dem westlichen Segre-Ufer verblieben. Die linke Flügelgruppe der Nationalen gelangte bis an die Noguerra beiderseits Tremp, ihre Front endete westlich Andorra in den Pyre­näen an der französischen Grenze In dieser Lime leisteten die Roten, die in der letzten Endes auf die Eroberung Kataloniens zielenden Ofstnstve der Nationalen mit Recht die entscheidende Bedrohung ihres Hauptlebensnervs sahen, so erbitterten Wi­derstand, daß weitere Angriffe der Nationalen nur zu einem fruchtlosen frontalen Abringen etwa gleichstarker Kräfte geführt hätten. Sehr rich­tiger Weise brach daher Franco diese Operation <jb und wandte sich zunächst anderen Zielen zu. Daß er aber diese wichtigste, Angriffsrichtung nicht «nis dem Auge verloren hat, sehen wir jetzt.

Man könnte nun zu der Frage kommen, warum idie Nationalen erst so spät wieder auf die Ope­ration nach Katalonien hinein zuruckgekommen -sind und damit ihrem Gegner Zeit gegeben haben, In Katalonien starke Befestigungen anzulegen. Da­für sind die weiteren Ereignisse des Vorjahres maßgebend gewesen. Als Franco einsah, daß eine Operation nach Katalonien fyinein sich /otlaufen und zu große Opfer fordern wurde, beschloß er zunächst den Angriff auf V a l e n c i a , der zwar in seiner operativen Auswirkung weit hin- ber Eroberung von Katalonien zuruckstand, aber immerhin den Roten einen ihrer besten Ha­fen und eine ihrer wichtigsten Verbindungen mit Madrid entrissen hätte Die Angriffe in Richtung auf Valencia begannen Anfang Juni, zogen sich bis Ende Juli hin und führten die Nationalen trotz großer Geländeschwierigkelten bis über die Linie Mora de Rubielos (östlich Teruel) Nules (an der Küste).

Da brach in der Nacht vom 24. zum 25. Jun ein überraschender Angriff von sechs roten Divi­sionen üb e r den Ebro von der Segre-Mun- bung bis Tortosa los. Die schwachen nationalen Sicherunq-n am Ebro mürben überrannt unb her Vormarsch ber Roten gegen ben Rucken der m Richtung auf Valencia kämpfenden nationalen Truvven begann. Den Nationalen blieb fein an­derer Weg, als sofort den Angriff abzustoppen und alle entbehrlichen Kräfte an die Ebro-Front zum Gegenangriff zu werfen. Daraus en^ncketten sich die Kämpfe, die in eine erbitterte IRatenai- schlacht ausarteten und sich lange hmzogen, bis endlich Ende November den Nationalen gelang, die letzten roten Widerstandsnester westlich des Xnba^Än bte Raten, bie mit bem Ftutz tm Rücken fämp.fen mußten sehr Wtte B-rlust erlitten was sich letzt vielleicht dahin austmrn, daß es ihnen auf dem katalanischen Kriegs schau-

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