Ausgabe 
11.11.1939
 
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Herzliche Anteilnahme in aller Welt

Fremde Staatsoberhäupter und Regierungschefs an den Führer.

Sieben Familien trauern um die Opfer des verbrecherischen Mordanschlags.

Zusammenarbeit und Selbstdisziplin!

Ernste Mahnung Feldmarschatt Görings an Nörgler und Bürokraten

kratische Engherzigkeit, Kleinlichkeit oder gar Anmaßung und Aeberhebllchkeit weniger denn je Raum hat. Jeder Beamte und An­gestellte hat zu verstehen, daß er für das Volk und nicht das Volk für ihn da ist, und daß er in keiner Weise Vorgesetzter des Volksgenossen ist. Wer hinfort gegen die Grundsätze dieses Erlasses verstötzl, wird unnachsichllich und bei groben Fällen unter gleichzeitiger Entfernung aus seinem Amte schwerstens bestraft werden. Ich erwarte in gleichem Maße von jedem einzel­nen Volksgenossen, daß er die Grütze und Schwere der Zeit versteht, daß er Haltung wahrt und Selbstdisziplin übt. Jeder ein­zelne muß bemüht sein, den Behörden ihre schwierige Arbeit zu erleich­tern. Das seht in erster Linie voraus, daß er die öffentlichen Bekanntmachun­gen und Anweisungen über Lebens­mittelkarten, Bezugscheine, Arbeitseinsatz, Fa­milienunterhalt und andere kriegswirtschaftlich wichtige Bestimmungen gewissenhaft be­achtet. Er soll nicht unbillige Forderungen stellen, sondern bedenken, daß der im öffent­lichen Dienst Tätige unter dem Zwang der Kriegswirtschaft mit den Anweisungen versehen ist, die zum Ruhen der volksgesamtheit un­bedingt eingehalten werden müssen.

Die Forderung, die ich an jeden Deutschen richte, heißt: Ordne dich ein in das Ganze! Frage nicht zuerst nach deinem Recht, sondern handele nach der Pflicht, die die Kriegs« zeit dir auserlegt. Die Widerstandskraft der Inne­ren Front muß sich auch im Alltag bewähren. SiN muß stärker sein als alle kleinen Widerwärtigkeiten und Schwierigkeiten des Augenblicks. Die Zeit er­fordert Härte und Einsatzbereitschaft, draußen rm Felde, wie drinnen in der Heimat!

München, 10. Nov. (DNB.) Die fluchwürdige Tat am Abend des 8. November hat nicht nur die nationalsozialistische Bewegung wertvoller alter Mitkämpfer beraubt, sondern auch tief st es Leid über sieben deutsche Familien gebracht, ein Leid, daß nur gemildert wird durch das Be­wußtsein, daß das teure Leben unseres Führers dem deutschen Volk und damit auch ihnen erhalten geblieben ist.

Wie tief die Trauerkunde aus dem Bürgerbräu­keller in das Familienleben der Betroffenen einge­griffen hat, das zeigt sich beispielsweise bei den beiden alten Kämpfern Franz Lutz und Leon- h a r d R e i n d l, deren einzige Söhne in Erfüllung ihrer deutsche Mannespflicht auf der Wacht an Deutschlands Grenze die Nachricht von dem jähen Opfertod ihrer Väter erhalten haben. Die beiden Frauen und Mütter aber sind des Familienhaup­tes und Ernährers beraubt, hart betroffen ist auch die Familie des in stiller, schwerer und treuer Ar­beit beim Reichsautozug bewährten Parteigenossen Wilhelm Weber. Mit der Witwe stehen zwei kleine Mädchen im Alter von erst vier und fünf Jahren an der Bahre.

Erst elf Monate in glücklicher Che verheiratet war der ebenfalls beim Reichsautozug beschäftigt gewesene SA.-Mann Eugen S ch a ch t a, der mitten aus dem allmählichen Aufbau seines iungen Haus­standes herausgerissen wurde und dessen junger

Frau die herzliche, kameradschaftlichst warme An­teilnahme der SA.-Kameraden sich zuwenüet. Mit­ten in der Ausübung seines begeistert geliebten Berufs als Mitglied des Gaumusikzugs, der am Abend des 8. Novembers den musikalischen Teil der Kundgebung bestritt, wurde Altparteigenosse Emil Kasberger aus dem Leben gerissen. Eine Frau und eine Heranwachsende Tochter trau­ern um diesen wackeren Mann. Der Name des Blutordensträgers Michael Wilhelm Kaiser wird auf Befehl des Korpsführers des NSKK., Adolf Hühnlein, weiterleben in dem Motorfturm 9/M 86.

Recht tragisch ist das Schicksal der einzigen bei dem Anschlag dahingerafften Frau, der Maria Henle, die durch ihre Arbeit im Bürgerbräu­keller ihrem Lebensgefährten den Familienunter­halt bestreiten half. Der Mann steht nun mit zwei kleinen Kindern im Alter von drei und neun Jah­ren da, und muß die Kinder in Pflege geben, da er außerhalb arbeitet und Tag für Tag zwölf Kilometer zu seiner Arbeitsstätte zurücklegen muh. Es zeugt von dem standhaften, durch die Erzie­hungsarbeit der nationalsozialistischen Bewegung gestärkten deutschen Wesens der Betroffenen, daß alle die schmerzliche Nachricht von dem Verlust ihres Angehörigen mit Fassung und Beherzheit aufge­nommen und ihren Trost im Leide in der Rettung des Lebens Adolf Hitlers gefunden haben.

nationalsozialistischer Führung fte um ihre Welt- Herrschaft fürchten ließ. Der Führer selbst hat ge- rohe in seiner letzten Münchener Rede mit über­zeugenden Argumenten darauf hingewiesen, daß die neuen sozialen Gedanken, die der Nattonalsoziatts- mus in Deutschland zu verwirklichen begann, die Versöhnung von Kapital und Arbeit durch ein ganz neues soziales Ethos, das beide in den Dienst der Nation stellte und damit jene unzerstörbare Volks­gemeinschaft schuf, die keine Klassen und keine Klassenkämpfe kennt, daß diese neuen sozialen Ideale in der jüdisch-plutokratischen Herrenkaste Englands nur mit äußerstem Mißtrauen vernom- , men worden waren, hier spürte man instinkttv, daß in Deutschland eine revolutionäre Tat geschah, die allem ins Gesicht schlug, was im britischen Empire mit seiner brutalen Unterdrückung aller nichtbriti­schen Völker und Rassen, seiner schrankenlosen Herr­schaft des Geldes, feinem scharfen Kontrast zwischen der kleinen Kaste rücksichtsloser Politiker, die ihre persönlichen Interessen ohne Bedenken mit dem Wohl des Landes identifizieren, und der großen Masse des Volkes, die durch einen beispiellosen so- zialen Schlendrian in Elend und Not verkommt, bislang den führenden Männern als ,Hdeal" ge­golten hatte. So lag ihnen nichts an einer poli­tischen Verständigung mit dem nationalsozialistischen Deutschland, nichts an einer engen politischen Zu­sammenarbeit, zu der der Führer immer wieder in großzügigen und weitschauenden Vorschlägen ihnen die Hand bot. Sie fürchteten, daß das Beispiel Deutschlands, die sozialen Großtaten des National­sozialismus eines Tages einmal dem britischen Volke die Augen öffnen und die Fundamente chrer Macht, Gewalt und Lüge, nackter Klassenegoismus und Parteienherrschaft zertrümmern werde. So be­gannen sie mit allen Mitteln gesinnungsloser Nie- dertracht und abgrundtiefer Gemeinheit chren Feld­zug gegen denhitlerismus", mit dessen Ausrot­tung sie jenen neuen Geist tödlich zu treffen ge­dachten, in dem sie den gefährlichsten Feind ihrer so- Fialen Reaktion und des britischen Imperialismus sahen. ,

In einem solchen Kampf sind die britischen Macht­haber noch niemals auch vor den verwerflichsten Mitteln zurückgeschreckt, um ihre Ziele zu erreichen, wenn man selbst dabei nur im Hintergrund blei­ben konnte und mit der widerwärtigen Heuchelei, die seit jeher ein besonderes Kennzeichen der bri- tischen Politik ist, vor aller Oeffentlichkeit sich in der Rolle des Hüters derMoral" und derHu­manität" gefallen konnte. Das wirksamste Instru­ment Englands in diesem unterirdischen Kampf ist der berüchtigte Secret Service, der Geheim­dienst, der nach seinen Aufgaben getrennt in Ab- teilungen für das Heer, die Marine und das Aus- wärtige Amt mit seinem Netz von Agenten und Spionen den ganzen Erdball umspannt. Ihm stehen unbeschränkte Geldmittel zur Verfügung, und er wird überall da rücksichtslos eingesetzt, wo es gilt, der britischen Politik entgegenstehende Schwierig- ketten aus dem Wege zu räumen. Wo er seine Hand im Spiel hat, bezeichnen Dolch und Pistole. Dynamit und Gift den schaurigen Weg des bri­tischen Imperialismus. Wie Englands Geschichte wie die keines anderen Volkes mit Blut geschrieben ist, so ist der Secret Service eine Institution, deren Anfänge wait zurückreichen in die Jahrhunderte. War er damals vornehmlich das Werkzeug der eng­lischen Herrscher zur Beseitigung ihrer innerpoli­tischen Gegner, so wurde er später das wesentlichste Instrument der englischen Außenpolitik und wurde mit dem Wachsen des britischen Imperiums zu jener umfassenden Organisation, die überall ihre Agenten und Helfershelfer hat, ohne daß diese oft wissen, wer ihr Auftraggeber ist. Diese absolute Anonymität ist das wesentlichste Merkmal des bri­tischen Geheimdienstes, der selbst im Verborgenen bleibt, wenn er seine Fädenl spinnt, durch Mittels­männer seine Instruktionen erteilt, seine käuflichen Subjekte zur Spionage ansetzt und seine Werkzeuge zum Mord bewaffnet. Niemand weiß etwas vom anderen, keiner kennt die Zusammenhänge, aber alle spüren die scharfe Konttolle, unter der sie

Berlin, 10. Nov (DNB.) Aus Anlaß des fluchwürdigen Attentats gegen den Führer hat eine große Anzahl ausländischer Staatsoberhäupter und Regierungs­chefs dem Führer ihre Anteilnahme für die Opfer und Glückwünsche für die Rettung des Führers aus großer Gefahr zum Ausdruck gebracht. Aus Ita­lien sandten, wie gestern schon gemeldet, der König und Kaiser Viktor Emanuel III., der italienische Regierungschef Benito Mussolini, die Marschälle Balbo und Graziani sowie Außenmimster Graf Ciano und Minister Dino Perrone telegraphisch herzliche Anteilnahme. Ferner bekundeten ihre Teilnahme und ihre Glück­wünsche: Der König der Belgier, der König von Bulgarien, die Königin der Niederlande, der König von Rumänien, Prinzregent Paul von Jugoslawien, der Reichsverweser des Königreichs Ungarn und der Staatspräsident der Slowakei. Seine Heiligkeit, der P a p st, ließ durch den Apostolischen Nuntius seine persön­lichen Glückwünsche übermitteln, bei dieser Gelegen­heit brachte der Nunittus als Doyen die Anteil­nahme des Diplomatischen Korps zum Ausdruck.

Aus Anlaß des ruchlosen Attentats gegen den Führer haben die Vertreter folgender Staaten dem Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop ihre Anteilnahme für die Opfer und ihre Genugtuung über die Rettung des Führers zum Ausdruck gebracht: Argentinien, Bel- gien, Brasilien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Holland, Iran, Italien, Japan, Jugo- slawien, Litauen, Norwegen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Slowakei, Sowjetrußland, Spanien, die Türkei, Ungarn und Venezuela. Ferner haben die Außenminister von Bulgarien, Holland, Japan, Portugal, Rumänien, Schweden, Sowjetruß- land, Spanien und Ungarn den in ihren Ländern akkreditierten deutschen Vertretern gegenüber im Namen ihrer Regierungen ihre Freude über die glückliche Errettung des Führers ausgesprochen. Der bulgarische Ministerpräsident Kjosse-Jwanoff und der honvedminister von Bartha haben dem Reichsaußenminister telegraphisch ihre Anteilnahme übermittelt.

Der Reichsprotektor Freiherr von Neu- lx ath richtete an den Führer folgendes Telegramm:

erhalten zu haben.

Ein besonders bevorzugtes Feld des brittschen Geheimdienstes ist seit jeher der vordere Orient ge­wesen. Es sei nur daran erinnert, daß König Fei- sal von Irak, der sein Land aus den Schlingen des englischenBündnisses" zu lösen suchte, wäh­rend eines Aufenthaltes in Zürich im Jahre 1933 nach dem Genuß einer Tasse Kaffees sich in Todes­krämpfen wand und verschied. Der Kaffee war ver­giftet. Auch der irakische General B e k r S e d k y, der ein erbitterter Gegner Englands war, fiel im August 1937 von der Kugel eines irakischen Sol­daten, den der britische Geheimdienst gedungen hatte. Und schließlich erlitt auch der Nachfolger Faisals, König Ghazi, einenAutounfall", um den britischen Intriganten den Weg freizumachen, die unter der Regentschaft für einen unmündigen Kna­ben eher gewonnenes Spiel zu haben glaubten, als unter einem tatkräftigen, nach Unabhängigkeit dürstenden jungen Menschen, hier freilich durch- chaute das irakische Volk die polittschen Hinter­gründe diesesAutounfalls" und erkannte die wah- en Schuldigen. Das britische Konsulat wurde ge­stürmt und der Konsul von der empörten Menge gesteinigt.

Noch in aller Erinnerung steht die Ermordung des rumänischen Ministerpräsidenten Calinescu am 21. September dieses Jahres. Calinescu war ein überzeugter Anhänger der engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rumä­nien. An seiner Aufrichtigkeit zerschellte die von dem rumänischen Gesandten in London, Tilea, inszenierte Hetze gegen die deutsch-rumänischen Wirtschaftsabmachungen. Er war es auch, der sich einer Einreihung Rumäniens in die von England aufgezogeneFriedensfront" entgegenstellte und mit großer Entschiedenheit einen Kurs striktester Neu­tralität steuerte, der in dem Augenblick von beson­derer Bedeutung wurde, als Polen unter den ver­nichtenden Schlägen der deutschen Waffen zusam­menbrach und die Warschauer Machthaber in Ru­mänien Zuflucht suchten. Weil Calinescu auch in dieser schwierigen Situation entschlossen eine klare Neutralität bewahrte, mußte er beseitigt werden. Es ist dem brittschen Geheimdienst nicht schwer- gefallen, Werkzeuge zu finden, die die Pistole ab- drückten, die England geladen hatte.

So ist der Mord bis in unsere Tage die Waffe des Secret Service, und es wird niemanden in Er- staunen setzen können, wenn die Ermittlungen, die über das Sprengstoffattentat von München anae- stellt werden, ergeben, daß auch dieser ruchlose An­schlag, der Deutschland seines Staatsoberhauptes und das deutsche Volk seines Führers berauben sollte, dem britischen Geheimdienst zur Last fällt. Eine solche gemeine Untat konnte ja nur erdacht werden in der jeder sittlichen Haltung baren Atmo­sphäre politischen Verbrechertums, die sich schon durch die Heimtücke und Niedrigkeit ihres Verleum- dungsseldzuzges gegen Deutschland und seinen Füh- rer hinreichend bloßgestellt hat. Aber die Wirkung ist nicht ausgeblieben, freilich anders als die Draht­zieher in London es sich gedacht hatten. In aller Welt beginnt man Englands verbrecherisches Spiel zu durchschauen, und des deutschen Volkes Ant­wort auf diesen Frevel ist eiserne Entschlossenheit zum Kampf gegen den britischen Imperialismus. In der Einheit von Führer und Volk, die das Attentat von München aufs neue erhärtet hat, liegt unsere Unüberwindlichkeit. Für Freiheit und Recht treten wir in den Kampf gegen Meuchelmord und Terror, und wir wissen, daß unserer guten Sache der Sieg beschieden sein wird. Fr. w. Lange.

skrupellos England seinen Verbündeten bespitzeln ließ und wie man vor nichts zurückscheute, um die Kriegspartei am Ruder zu halten. Die Erinne­rungen Meriel Buchanans, der Tochter des damaligen britischen Botschafters in Petersburg, und Lockharts MemoirenbuchVom Wirbel ersaßt" werfen ein bezeichnendes Licht auf das Dop­pelspiel Englands, das bedenkenlos den Zaren fallen ließ und mit den bolschewistischen Machthabern lieb­äugelte, um einen Sonderfrieden mit Deutschland zu hintertreiben. An dem brittschen Geheimdienst hat es nicht gelegen, wenn die Russen trotzdem ihren Frieden maajten. Noch im Juli 1918 fiel der deutsche Oberbefehlshaber in Kiew, Feldmarschall von Eichhorn, einer englischen Bombe zum Opfer. Der Mörder, ein gewisser Donzow, erklärte im Verhör, von einer Dienststelle des britischen Secret Service den Auftrag zu seinem Attentat

Berlin, 10. Nov. (DNB.) Generalfeldmarschall Göring hat als Vorsitzender des Ministerrats für die Reichsoerteidigung folgenden Aufruf an die deutschen Volksgenossen erlassen:

In meiner Rede vom 9. September in den Rheinmetall-Borfig-Werken, die nicht nur an den deutschen Arbeiter, sondern über den Rundfunk an jeden deutschen Volksgenossen gerichtet war, habe ich kraft des vom Führer mir erteilten Auftrags als Vorsitzender des Ministerrats für die Reichs­verteidigung vor der Nation das Versprechen abge­geben, daß die Staatsregierung aufkommende h e m m n i f s e o d e r M i ß ft ä n d e , die sich gegen die Gemeinschaft des Volkes richten, nicht dul­den oder gar verschweigen, sondern schon im Keim ersticken wird. Ich habe mir dazu die Mithilfejedeseinzelnen Volks­genossen erbeten.

Seit diesem Appell sind neun Wochen ms Land gegangen. Die deutsche Wehrmacht hat in einem beispiellosen Siegeszug im Kampf gegen Polen in allen Wehrmachtsteilen ihre Aufgabe erfüllt und neuen Siegesruhm an ihre Fahnen geheftet. Sie ist heute als Schützer und Schirmer der Heimat am Westwall bereit, in dem uns von den Westmächten aufgezwungenen Kampfe Blut und Gut einzufetzen. In der Heimat wirkt und werkt im harten und un­ermüdlichen Einsatz der deutsche Schaffende für die Aufgaben, die der Krieg der inneren Front stellt. Die praktische Anwendung zahlreicher kriegswirt­schaftlicher Bestimmungen hat sich dank einer ver­ständnisvollen Unterstützung durch die Bevölkerung erwartungsgemäß und bestens eingespielt.

Was sich noch nicht in Vollkommenheit ab- mickelt, ist der Verkehr mit einzelnen Dienststellen, die den Volksgenossen in der Sicher st ellnng des kriegsnot- wendigen Lebensbedarfes zu be­treuen haben. Es handelt sich hier um Mängel, die, an der Gesamtausgabe gesehen, bedeutungs­los erscheinen mögen. Ich wünsche jedoch, daß gerade auf diesem Gebiet wie beispielsweise bei der Beantragung von Bezugs­

scheinen oder von Familienunter­halt auch die f lein ff en Reibun­gen vermieden werden.

Ich habe meinem Versprechen gemäß alle Be­schwerden, die mir in dieser Hinsicht zugegangen sind, prüfen lassen. Ich habe dabei feststellen müssen, oaß in einer Anzahl von Fällen Beamte, Behör- denangestellte und in Krieg so rganisattonen ehren­amtlich tätige Volksgenossen in der Behandlung von Antragstellern ein Verhalten an den Tag gelegt haben, das mit ihren Pflichten völlig unvereinbar ist. Die Betreffenden sind inzwi­schen mit harten, aber gerechten Strafen belegt worden. Auf der anderen ©eite hat diese Nachprüfung aber gezeigt, daß die größere Anzahl der mir zu gegangenen Beschwerden nach genauer Prüfung des Sachverhalts als Nörgelei und zum Teil als übles Q u e r u I a n t e n t u m herausgestellt hat. Ich habe mich hier zunächst mit Verwarnungen begnügt und nur dort, wo es die Gerechtigkeit unbedingt erforderte, Strafen aus­sprechen lassen.

Im ganzen handelt es sich bisher um Einzel­fälle, die an sich, gewogen an der anerkennens­werten Opferwilligkeit und der vorbildlichen Pflicht­erfüllung der großen Masse des Volkes und aller im öffentlichen Dienst Tätigen, noch nicht schwer ins Gewicht fallen. Sollte aber ein solches, die Volksgemeinschaft störendes Benehmen Schule machen, so könnte es Gefahren mit sich bringen, die ich nicht aufkommen lassen werde.

Ich habe deshalb heule einen Erlaß an alle Behörden, Parleidienslslellen und Kriegsorga­nisationen gerichtet, in dem allen im öffentlichen Dienst Tätigen, auch den ehrenamtlich Beschäf­tigten, die unmißverständliche Weisung gegeben wird, daß eine zuvorkommende Hal­tung gegenüber dem Volksgenos­sen das Grundgesetz ihrer Tätigkeit zu sein hat. Ich habe dabei zum Ausdruck gebracht, daß ihre Arbeit Dienst am Volke sein muh und daß die heutige schwere Zeit für ihre büro-

Tief entrüstet über den ruchlosen Anschlag im Mün- chener Bürgerbräukeller bitte ich Sie, mein Füh- rer, gleichzeitig im Namen aller meiner Mitarbeiten und sämtlicher deutschen Volksgenossen im Protek­torat Böhmen und Mähren, mit unseren herzlichen! Glückwünschen den Ausdruck tiefempfundener Dank­barkeit für gnädige Schicksalsfügung und Rettung Ihres Lebens aus schwerer Gefahr entgegennehmen zu wollen. Präsident D r. Hacha fanbte dem Führer ein Telegramm, in dem er zum Aus« druck bringt, daß ihn die unfaßbare Nachricht Dort dem ruchlosen Attentat in München tief erschüttert und empört habe, daß er das verabscheuungswür­dige Verbrechen mit aller Entschiedenheit verurteile und die Opfer der Greueltat aufricht bedauere.

Die in Berlin beglaubigten fremden Misi s i o n 5 d) e f s und viele andere Mitglieder des Diplomatischen Korps, als erster Botschafter Atto« l i c o und Gemahlin, bezeugten ihre Freude über die Errettung des Führers durch Eintragung in das in der Präsidialkanzlei ausgelegte Buch. Zahlreiche führende Persönlichkeiten des Staates, der Wehr­macht und der Partei, zahlreiche Verbände und Ge­folgschaften, sowie viele andere Personen des Jn- unb Auslandes sandten Telegramme, in denen die Entrüstung über das verabscheuungswürdige Ver­brechen, die große Freude des deutschen Volkes über die Bewahrung des Führers vor großer Gefahr lebhaften Ausdruck fand.

©er ©ank des Führers an König und ©uce.

Das Antworttelegramm des Führers an den König von Italien und Kaiser von Aethio- pien lautet:Euere Majestät bitte ich, für die tele­graphisch übermittelten freundlichen Worte meinen tiefgefühlten Dank entgegenzunehmen. Adolf Hitler."

Der Dank des Führers an den Duce lautet:Für die mir im eigenen Namen wie im Namen des faschistischen Italiens übermittelte An­teilnahme an dem Tode meiner alten Mitkämpfer und für Ihre freundschaftlichen Worte für mich selbst danke ich Ihnen herzlichst. Ich habe sie als einen erneuten Beweis der kamer ad- sch a f t l i ch e n Gefühle, die uns verbinden, mit dankbarer Befriedigung ent» gegen genommen. Mit meinen besten Grüßert

stehen.

Wieviele der niemals restlos aufgeklärten poli­ttschen Mordtaten, die in den letzten Jahrzehnten in aller Welt Aussehen erregt haben, auf das Konto des brittschen Geheimdienstes fallen, wird sich nicht mehr klarstellen lasse. Aber es ist gewiß kein Zufall, daß England stets das größte Interesse daran gehabt hatte, diesen oder jenen Mann gerade in diesem Augenblick von der polittschen Bühne verschwinden zu fehen. So war es zu Beginn des Weltkrieges der bekannte französische Sozialistenführer Jean I a u- r d s, der am 31. Juli 1914 ermordet wurde, weil er sich mit aller Entschiedenheit der brittsch-fraw Sn Kriegspolitik widersetzt hatte und die

Hetzer in Paris und London seinen Einfluß auf "die französische Arbeiterschaft fürchteten. Zu gleicher Zeit wurde der berühmte Burengeneral de la Rey, der sich damals gegen den Eintritt Südafrikas in den Krieg einfetzte, auf einer Auto­fahrt von Iohannisburg nach Pretoria durch einen brittschen Agentenirrtümlich" erschossen, für Eng­land jedenfalls sehr gelegen. Heute ist es in Süd­afrika wieder sehr ähnlich, aber die aufrechten Männer, die für Südafrikas Neutralität kämpfen, kennen die skrupellosen Verbrechermethoden der brittschen Politik. Ein wenig später war das gleiche Los dem berühmten Vorkämpfer der irischen Frei­heit, Sir Roger C a s e m e n t, mgedacht, zu dessen Ermordung der britische Geheimdienst in Norwegen feinen Diener gedungen hatte. Casement entging dem Anschlag, erst ein Jahr später sollte sich sein Schick­sal erfüllen, als er nach dem von den Engländern grausam niedergeschlagenen irischen. Osteraufstand durch Verrat in ihre Hände fiel und im Tower gehenkt wurde.

Eine besonders emsige Tätigkeit entfaltete der Secret Service während des Weltkrieges in Ruß­land, dem man in London nach den schweren Mißerfolgen der russischen Waffen nicht mehr über den Weg traute. Je mehr die innere Gärung in Rußland wuchs und in Petersburg eine Gruppe die Oberhand zu bekommen drohte, Die in klarer Er­kenntnis der verhängnisvollen innerpolittfchen Fol­gen eines verlorenen Krieges, für einen rechtzeiti­gen Friedensschluß mit Deutschland eintrat, ge­gebenenfalls ohne die Alliierten, desto intensiver setzte die Arbeit des brittschen Geheimdienstes ein, um Rußland bei der Stange zu halten. Der ehe­malige russische Ministerpräsident Graf Witte war die Seele der Freunde eines Separatfriedens mit Deutschland. Wenige Tage nach der Rückkehr von Besprechungen mit einem deutschen Unterhänd­ler starb er in Petersburg eines geheimnisvollen Todes. Sir Samuel Hoare, mehrfach brittfcher Minister und auch heute wieder im Kriegskabinett Chamberlain an führender Stelle, war während des Weltkrieges im Dienst des Secret Service in Petersburg. Er hat über seinen Aufenthalt dort ein bei aller gebotenen Zurückhaltung doch höchst auf­schlußreiches Buch geschrieben (Das vierte Siegel", Meine Mission in Rußland 19161917). Es schil­dert mit der ganzen Naivität des Briten, wie