ARZNEIMITTEL
Finnlands Moskauer Verhandlungen
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Jeder trage dazu bei, datz die Helmatftont uner« schlitterlich steht, Indem er sich für seine Gesundheit verantwortlich fühlt und rechtzeitig den Arzt und die Arzneimittel seines Vertrauens zu Hilfe holt.
Eine solche dauernde unverminderte Hingabe an dir schweren Aufgaben der Zeit stellt hohe Anfordemn« gen an die körperliche und seelische Widerstandskraft. Daraus erwächst eine erhöhte Verantwortung für die eigene Gesundheit. Wir haben keine Zeit, krank zu sein. Wir brauchen eine starke und gesunde Heimat« front. Der Arzt und die pharmazeutische Wissen« schast wachen über der Erhaltung der deutschen Volks- und Wehrkraft. Alle Arzneimittel, die zur Sicherung und Stärkung der Volksgesundheit not« wendig sind, werden nach wie vor hergestellt. Deutschland besitzt einen reichen Schatz an Heil« Mitteln, die die Bewunderung der Welt erregen. Sic kommen jetzt in erster Linie dem deutschen Volk zugute: den Soldaten an der Front, den Frauen und Kindern und den Arbeitern in der Heimat.
Helsinki, 11. Nov. (Europapreß.) Freitag haben in Moskau keine weiteren Beratungen statt« gefunden. Nachdem am Vormittag Gerüchte bereits von einem prinzipiellen Uebereinkom- men zwischen Rußland und Finnland wußten, teilte Minister Tanner auf eine telefonische Anfrage mit, daß der russische Vorschlag und der finnische Gegenvorschlag Gegenstand eingehender (Erörterungen waren, die aber zu keinem Ueber- einkommen geführt hätten. Die Verhand-
Delegation bleibe vorläufig in Moskau. Man sei noch nicht zur Beratung von Einzelfragen über- gegangen, da vorerst die Hauptfragen noch offen- tünben.
Auch dir Heimat ist Front. Sie ist das Rückgrat der kämpfenden Männer drautzen. 3n dieser Front ist jeder mobilisiert, jeder ist aufgerufen,seinen Mann zu stehen, auch die Frauen, unentbehrliche Helfer für die Erfüllung so mannigfacher notwendiger Aufgaben. Hier werden die Waffen geschmiedtt, die Verwundeten gepflegt, neue Soldaten ausgebildet und die Kinder im heroischen Geiste unserer Zeit erzogen. Jeder ist verpflichtet, feine ganze Kraft daranzusetzen, um das innere Gefüge des deutschen Lebens und der Wirtschaft vor Erschütterungen zu bewahren.
Washington, 11. Nov. (DNB. Funkspruch). Roosevelt hat dem Druck seines Außenministers Hüll und der überwiegenden Mehrheit amerika- mscher Kreise nachgegeben, um seine Genehmigung zum Flaggenwechselder USA.« Dampfer zurückzu ziehen. Der von Reedern und anderen interessierten Kreisen ausgeheckte Plan, durch die Hintertür der Flagge Panamas den Alliierten große Mengen amerikanischer Tonnage für die Beförderung ihrer Kriegsbedürfnisse aus Amerika nach Europa zur Verfügung zu stellen, -st damit ins Wasser gefallen.'
In der Pressekonferenz teilte Roosevelt heute mit, er verhandle mit Gewerkschaften, Seeleuten und Schauerleuten, die durch den Ausfall der amerikanischen Schiffahrt nach Europa brotlos werden. Er werde der nächsten Tagung des Parlaments vorschlagen, daß sie die Arbeitslosenunter st ützu 'n g bekommen, die nach dem geltenden Sozialgesetz nur für Industriearbeiter gewährt wird. Inzwischen erwäge er, um sofortige Abhilfe zu schaffen und Offiziere wie Mannschaft nicht tatenlos am Strand oder in den Städten herumlungern zu lassen, die Einrichtung von Lehrkursen, worin sie weiterhin in allen Fragen der Handelsschiffahrt ausgebildet werden sollen. Die stillgelegten etwa 35 Schiffe könne man nicht plötzlich in den Verkehr mit Südamerika oder Asien einsetzen, da dafür weder eine genügende Zahl an Passagieren noch hinreichende Frachten vorhanden seien. Er beabsichtige daher, wenigstens einen Teil der Schiffe für die H e r a n b r i n g u n g der kriegswichtigen Rohstoffe zu benutzen, die in den Vereinigten Staaten nicht
Die Heimatftont steht!
Kein Flaggenwechsel der USA-Schiffahrt
Roosevelt zieht seine Zustimmung zurück. _
Britisches Kriegsschiff „Northern Rover^ stark überfällig.
Amsterdam, 10. November. (DNB.) Der Sekretär der britischen Admiralität teilte mit, daß das Kriegsschiff „Northern Rover" stark überfällig fei. Sein Verlust müsse angenommen werden. Die Verwandten der Besatzung wurden benachrichtigt. Die Admiralität gibt bekannt, daß von der „Northern Rover" vier Offiziere und 23 Mann vermißt werden.
Kleine politische Nachrichten.
Reichswirffchaftsmimster Funk hat eine Reise in die von den Polen befreiten Gebiete an- aetreten, um mit den Gauleitern von Ostpreußen, Westpreußen und dem Wartbegau die Fragen des wirtschaftlichen Wiederaufbaues an Ort und Stelle zu klären. In Begleitung des TH- nifters reift auch der Leiter der Haupttreuhand, stelle Ost beim Generalfeldmarschall Göring, Bürgermeister a. D. Dr. Winkler.
Viktor Emanuel III. ist als Sohn des späteren Königs Humbert von Italien geboren und damit der dritte der Könige im geeinten Italien. Den Thron bestieg Viktor Emanuel im Jahre 1900. Er war ein streng verfassungsmäßiger Monarch und hat nur widerstrebend den Eintritt Italiens in den Weltkrieg mitgemacht. Die Strömungen im Lande dafür waren aber übermächttg geworden. Nach dem Weltkrieg, der auch Italien schwere Wunden ge» kostet und Enttäuschungen gebracht hatte, führte der König die innere Befriedung herbei, als er im Jahre 1922. die faschistische Bewegung mit Benito Mussolini mit der Regierung betraute. Den Höhepunkt außenpolitischer Erfolge brachte der abessinische Feldzug, der gegen, eine Welt von Widerständen durchgeführt wurde und die Genfer Sankttonen zur Folge hatte. Seitdem ist die Tradition des Imperiums wieder ausgenommen, und der König trägt auch den Titel des Kaisers von Aethio- pien. König Viktor Emanuel ist bei seinem Volke überaus beliebt, sein Familienleben gilt dem Lande als Beispiel. Eine Tochter ist mit dem Prinzen Philipp von Hessen vermählt, der als Oberpräsident in Kassel roifft. Der König pflegt auch wissen- schaftliche Neigungen, so gilt er als Numismatlker (Münzkundler) von Weltruf und hat über dieses Gebiet ein mehrbändiges Werk herausgegeben.
Hauptschristleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Slum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Dlumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., santtnchi n Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. emschließlicd 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf und ^mstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. wehr Zur Zeit
erhältlich sind und zu deren Beschaffung die letzte ordentliche Tagung des Parlaments 10 Millionen Dollar bewilligte. Außerdem habe er ein Abkommen mit England getroffen, wodurch der Vertrag geändert wird, demzufolge Ame- rika im Taufchwege Baumwolle nach England und England Kautschuk nach den Vereinigten Staaten bringen sollten. Da die USA.» Dampfer unter gar keinen Umständen in die Kriegszone fahren dürfen, so werde England sich die Baumwolle holen müssen. Er werde die o-digen USA.-Dampfer zur Heranbringung von Gummi aus Ostindien einsetzen.
Um die Bestimmungen über die Kriegszone zu umgehen, kündigt die nordamerikanische „Scantic- ßini/' Versuchsfahrten nach Bergen (Norwegen) anstelle der bisher angelaufenen südlicher gelegenen skandinavischen Häfen an. Ursprüng- • lich befuhr diese Linie die Ostseehäfen und Leningrad. Nach Kriegsausbruch wurden dann die skandi- ncwischen Häfen angelaufen. Der norwegische Hafen Bergen wurde nunmehr bestimmt, da die von Roosevelt proklamierte Kriegszone Bergen nicht ein schließt. Man ist jedoch skeptisch, daß diese versuchsweise Wiederaufnahme des USA.-Schiffs« verkehrs nach Europa zu einem regelmäßigen Der- kehr erweitert werden kann. Besonders werden die Verbindungen durch die britische Blockade in Frage gestellt, da nach den bisherigen Erfahrungen durch zeitraubende Schiffsdurchsuchungen die amerikanischen Frachtdampfer derart lange auf- gehalten werden, daß sich das Frachtgeschäft nicht rentiert. Don der Scantic-Linie sind zunächst zwei Fahrten nach Bergen vorgesehen.
In Kattowitz konnte Gauleiter und Oberpräsident Josef Wagner die verantwortlichen Männer für die innere Verwaltung des neuen Regierungsbezirkes Schlesien in Kattowitz, den Regierungspräsidenten Springorum und den Vizepräsidenten Dr. Keßler einführen. Im Spiegelsaal des Regierungsgebäudes hatten sich dazu die Chefs der zivilen, staatlichen und kommunalen Be- Hörden, die Spitzen von Partei und Wehrmacht, Vertreter der früheren volksdeutschen Verbände und Persönlichkeiten der schlesischen Wirffchafi und der Industrie^ eingefunden. *
In einer Kundgebung in Lodz übernahm Reichsstatthalter Gauleiter Greiser durch einen| feierlichen Akt den Lodzer Bezirk in b en Reichsgau Wartheland und damit in den Verband des Großdeutschen Reiches, lieber 30 000 Deutsche aus Lodz hatten sich unter freiem Hirn- mel versammelt um in jubelnden Zurufen an den Reichsstatthalter ihren Dank an den Führer, für die Befreiung aus Unterdrückung und polnischem Kriegsterror auszudrücken. Die beiden Führer der lodzer Deutschtumorganifattonen Herbert M e e s und Ludwig Wolff legten im Namen der Deut- schen des Lodzer Bezirkes den Gauleiter ein Bekenntnis zu einmütiger Zusammenarbeit im Geiste der nattonalsozialisttschen Volksgemeinschaft ab.
und meinen aufrichtigen Wünschen für Sie und das faschistische Italien verbleibe ich Ihr freundschaftlichst ergebener Adolf Hitler."
Italien feiert den Geburtstag Drktor Emanuels.
Rom, 11. November. <DNB.-Funkspruch.) Ganz Italien jeiert den Geburtstag des Königs und Kaisers Viktor Emanuels I., der m sein 71. Lebens- jcchr eintrat. In Rom, das vom frühen Morgen an reichen Flaggenschmuck angelegt hat, wird — wie alljährlich — dieser Tag durch eine Militär- parade und die Ueberreichung der während des Jahres an die Angehörigen der Wehrmacht ver- liehenen Auszeichnungen begangen. In ihren Leitartikeln macht sich die Presse zum Sprach- rcchr der Verbundenheit des italienischen Volkes mit feinem König und Kaiser.
Englisches Kriegsziel ohne Maske.
Internationaler Polizist nach „völliger Zerschmetterung Deutschlands".
Brüssel, 11. Nov. (DNB.) Der Londoner Berichterstatter der „Möttopole", dem man gute Beziehungen zum Foreign Office nachsagt, schreibt: Im die Sicherheit in Europa zu garantieren, müsse Deutschland vollkommen vernichtet werden. Wenn das deutsche Volk sich mit seinem Regime identifiziere, so sei das um so schlimmer. Nach der vollkommenen Zerschmetterung werde man Deutschland zwar „Lebensmöglichkeiten" geben, aber nicht die Sicherheit, weil es diese nur benutzen könne, um „neue Angriffe" vorzubereiten. Es werde! auch keine Friedenskonferenz einberufen^ I denn diesmal werde man sehr schnell Han-! dein. Die Siegerstaa^en England und Frankreich, o meint der phantasievolle Schreiberling, würden ihren Frieden einfach aufzwingen. Man dürfe nicht vergessen, daß der Sieger dieses Krieges 1 o überlegen dastehen werde, daß es gezwun- renermaßen seine „Pflicht" sein werde, so- ort die Rolle d e s internationalen Polizisten zu übernehmen. Dies sei auch der Grund dafür, winkt der Verfasser bann mit dem Zaunpfahl, warum die neutralen Staaten gut daran täten, sich schon jetzt zu entschließen, nach welcher Seite sie sich ausrichten wollten, noch ehe die Polizei in Aktion trete. (!)
Denn da England und Frankreich sich ihres Sieges bewußt seien (?), würden sie es „bedauern, noch andere Völker in den Ruin hineingezogen au seben, der sich für Deutschland vorbereite." Diese offene Drohung, an die Adresse der neutralen Länder gerichtet, läßt an Klarheit nichts zu wünschen übrig.
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