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sahen uns einmal in der Bräuteschule um — war ein großer Korb voll Zwetschen angekommen. Was lag näher?! Es wurde Zwetschenkuchen gebacken! Auch solche Arbeit gehört zum Programm! Aus dem von den Schülerinnen selbst betreuten großen Garten wird viel Gemüse geerntet und auf vielerlei
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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank.
Karl Bebling II, Zimmermeister Walter Bebling und Familie Elli Bebling.
Heuchelheim, den 11. Oktober 1939.
auf diesen Nachteil der Kochkiste erneut hinzuweisen. Für die Hausfrau ergibt sich hieraus die Aufgabe, bei Gerichten, die sie in der Kochkiste zubereitet, für eine entsprechende Beikost zu sorgen, wenn sie nicht ihre Familie in ihrer Gesundheit und somit in ihrer Leistungsfähigkeit schädigen will. Als solche Beikost können zu den in der Kochkiste bereiteten Gerichten z. B. beim Abschmecken fern geriebene rohe Möhren, Sellerie, gehackte frische Kräuter oder dergleichen gegeben werden. Auch Salate aus frischen Gemüsen und rohes Obst als Nachtisch ersetzen die in der Kochkiste verlorengegangenen Vitamine.
Borsalbe und ähnliche, sowie einfacher Körperpuder oder ein ^heuma-Einreibemittel sind immer will, kommen. Viele Truppen sind ja noch in Stan-- quartieren, können aber diese oft sehr nötigen Utensilien doch nicht mehr kaufen. Alle Dinge natürlich mir in den allerkleinsten Packungen, denn der Tornister darf damit nicht beschwert werden.
Für die langen Märsche erfreuen immer Ziga- retten oder Zigarren; für Nichtraucher eignen sich erfrischende Bonbons, die ja schon zu Friedens- Zeiten sehr hygienisch einzeln eingewickelt werden. Auch Traubenzucker in Tablettenform, als Dextro- energe bekannt, ist eine willkommene Gabe.
Aeußerlich sei das Päckchen fest und gut verschnürt und mit genauester Adresse versehen, innerlich aber geize man mit jedem unnötigen Pack- material; denn das erlaubte Gewicht ist nur zu rasch erreicht!
Diedeutsche Boxstaffel gegen Ungarn anii kommenden Samstag in Budapest wird voraussichtlich wie folgt lauten (vom Fliegengewicht aufwärts!!! Obermauer, Schiller, Graaf, Zeilhöfer, Räschke, Pepper, Schmidt oder Schnarre, Schnarre oder Gruptt oder ten Hoff.
Ausdruck einer Wohn- und Heimkultur, wie sie dem deutschen Menschen im innersten Wesen entspricht. Von den gediegenen Möbeln deutscher Wertarbeit im Gemeinschaftssaal bis zum kleinsten Bildschmuck im Flur atmet alles den Geist und den Kulturwillen unserer Zeit.
Das schöne Schulheim beherbergt Schülerinnen, Bräute, aus allen Teilen des Reichs. Besonders gerne kommen Mädchen aus der Ostmark und aus dem Sudetengaw, denn sie wollen bei Gelegenheit des Besuches der Bräuteschule den deutschen Westen kennenlernen. Und gerne lauschen die Kameradinnen aus anderen Teilen des Reiches der verbindlichen Mundart. Norden und Süden, Osten und Westen des Reiches begegnen sich hier und lernen in gemeinsamer Freude. Gegenwärtig sind u. a. eine Volksdeutsche aus Ungarn und eine Siebenbürgerin im Haus. Da wird nun viel gefragt und viel erzählt. Alle eint sie die schöne und starke Gemeinschaft der deutschen Snrache. Und alle kommen freudig zu ernster Arbeit und zu eifrigem Lernen. Allen ist die Notwendigkeit der Vorbereitung für den Beruf der Hausfrau und Mutter bewußt. Diele der Schülerinnen standen bisher im Beruf und hatten kaum Muße genug, und nach dem Dienst auch nicht immer die Kraft, sich noch der Arbeit im Haushalt zu widmen. Das holt nun die Bräuteschule nach!
Sechs Wochen dauert unter normalen Verhältnissen ein Kursus. Gegenwärtig beschränkt man sich auf vier Wochen. Aber diese vier Wochen find ausgefüllt von stetiger praktischer Arbeit. Die Arbeitsgebiete- sind klar umrissen: Kochen, Hauswirtschaft, Nähen (Ausbessern), Säuglingspflege, Gesundheitsund Krankenpflege, Erziehungsfragen und Heimgestaltung.
So klar wie die Arbeitsgebiete, so klar ist auch der Stundenplan gegliedert. Um 6 Uhr beginnt der Tag. N"^- Frühsport, Stubenordnung, Körperpflege und Frühstück sind die Stunden von 8 bis 10 Uhr für die eine Gruppe von Schülerinnen mit Säuglings- oder Krankenpflege ausgefüllt, eine zweite Gruppe erhält Unterricht in Hauswirtschaft, eine dritte Gruppe beschäftigt sich in der Küche, oder in der Nähstube. Das Kochen gestaltet sich besonders interessant, denn während der ganzen Kursusdauer soll kein Gericht zweimal auf dem Tisch erscheinen. Jeden Tag gibt es also etwas anderes zu kochen und zu essen. Sparsamste Wirtschaft ist dabei
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nicht unter 18 Jahren, welches schon i. Stellung war, zum 1. 11. oder später ge-
Das feldaraue Päckchen.
Höchstgewicht für Feldpostpäckchen: 250 Gramm! Das ist nicht viel, was man augenblicklich den Soldaten schicken kann — zum Glück wiegen aber alle liebevollen und sorgenden Gedanken im postalischen Sinne gar nichts, ebensowenig das kleine Stückchen Papier, das sie zum Ausdruck bringt. Unsere Liebe und Dankbarkeit zu denen, die heute Deutschlands Grenzen schützen, will sich aber auch in materiellen Dingen äußern, und so lesen mir immer wieder, daß die Feldpost dringend bittet, von der Versendung von Lebensrnitteln, wie Kuchen und Obst, abzüsehen. Kuchen wiegt schwer und sieht sicher wenig appetitlich aus, wenn er endlich beim Empfänger landet. Obst, besonders Aepfel, sind sicher sehr erwünscht, haben aber den Nachteil, daß sie für Feldpostpäckchen zu schwer und zu umfangreich sind.
Bei dem Höchstgewicht von 250 Gramm, einschließlich Verpackung, muß gut überlegt werden, was der Soldat draußen braucht. Wir sollen auch seinen Tornister nicht mit Ueberflüssigem beschweren. Nachfolgend daher einige Vorschläge für diese Päckchen! Wohl kann der Soldat so ziemlich alles gebrauchen, aber zuerst muß immer das Notwendige kommen. Oft gibt er auch selbst solche Wünsche bekannt. Für seine 'Verpflegung wird von der Truppe gesorgt, aber gern nimmt er ein kleines Fläschchen Kognak für die kalten Nächte. Gerade der Herbst ist die Zeit der Erkältungen, daher wird der Soldat für Papiertaschentücher, die er fortwerfen kann, dankbar fein, ebenso für einige Tabletten für Halsentzündungen, die ja allen bekannt sind. Tabletten gegen Kopfschmerzen und Grippe, wie sie heute jedem unter verschiedenen Namen, wie Antineuralgie-Tabletten, Aspirin, Pyramidon usw., bekannt sind, sind sicher jedem erwünscht. Auch einfache Salben, Niveakreme, Kamillensalbe,
Die Kochkiste.
Der Wunsch in der heutigen Zeit, möglichst viel Brennstoff zu sparen, veranlaßt viele Hausfrauen, zum Garmachen von Speisen wieder die Kochkiste zu benutzen Auch die Frauen, die n^ben ihrer häuslichen Tätigkeit noch ihrer Berufsarbeit nachgehen, verwenden gern die Kochkiste, weil die darin zubereiteten Speisen keinerlei Beaufsichtigung beanspruchen.
Vor einigen Jahren hat sich die Versuchsstelle für Hauswirtschaft des Deutschen Frauenwerkes in Leipzig eingehend mit der Prüfung von Kochkisten beschäftigt. Sie stellte durch entsprechende Untersuchungen fest, daß mit der Kochkiste im Vergleich zum Kochen der Speisen auf dem Herd ungefähr ein Viertel des Brennstoffes gespart werden kann. Voraussetzung ist jedoch, daß die Kochkiste zweckentsprechend gebaut und eingerichtet ist. Versuche mit verschiedenartigen Kochkisten ergaben, daß eine Kochkiste, die aus einer festschließenden Holzkiste von 40 Zentimeter Breite, 40 Zentimeter Länge, 40 Zentimeter Höhe und mit einer 10 Zentimeter dicken und festen Füllung (Heu oder Holzwolle) besteht, als zweckmäßig zu bezeichnen ist.
Nicht weniger wichtig war für die Versuchsstelle, festzustellen, inwieweit die Nährstoffe und insbesondere die Vitamine durch die Kochkiste beeinflußt werden. Die Versuche zeigten, daß besonders das Vitamin C, das hauptsächlich in Kartoffeln und frischen Gemüsen enthalten ist, bei stundenlangem Stehen in der Kochkiste bis zu 70 v. H. und mehr verloren gehen kann.
Diese Ergebnisse veranlassen die Versuchsstelle,
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Deutschlands 60. Box-Länderkampf.
Unsere Amateurboxer eröffnen die Reihe ihrer Länderkämpfe (bis zum Jahresende sind es insgesamt fünf!) mit einem Treffen gegen Ungarn, das am kommenden Samstag in Budapest vor sich gehen wird. Es ist Deutschlands 60. Box-Länder- kampf und gleichzeitig der neunte zwischen den beiden befreundeten Nattonen. Von den bisher aus- getragenen acht Kämpfen, die sich auf einen Zeit- raum von 15 Jahren erstrecken, konnten die Ungarn, nur einen einzigen, und zwar im November 1937, mit 10:6 Punkten siegreich gestalten. In einem weiteren Treffen erzielten sie im eigenen Ring ein Unentschieden, alle übrigen Begegnungen endeten mit deutschen Siegen. Der letzte deutsch-ungarisch« Kampf wurde vor genau einem Jahr in Budapest ausgetragen und von Deutschland mit 10:6 gewonnen, nachdem die Magyaren bereits mit 6:0 geführt hatten.
Im kommenden Länderkampf kommen auf deutscher Seite sehr viele Nachwuchskräfte zum Einsatz! so gute Boxer wie Wilke, Murach und Runge, um nur die bekanntesten zu nennen, stehen leider nicht zur Verfügung. Die Magyaren können dagegen das Beste vom Besten auf bieten und so ist es gar nicht ausgeschlossen, daß ihnen endlich der langersehnt« zweite Sieg vergönnt ist. Ringrichter ist der Italiener Camillo Cardo.
Kurze Svortnotizen
Die deutschen Amateur-Radfahrer schlugen in einem Länderkampf auf der Asphaltbahn des Berliner Wannsee-Stadions die Vertreter Ungarns überlegen mit 35:19 Punkten. Von vier Wettbewerben wurden drei von Deutschland gewonnen,, nur das Zeitfahren endete unentschieden. Bester? Emzelfahrer war der deutsche Meister G. P urann.
(allen vergeht die schöne Zeit viel zu schnell), gibt es zum Schluß (und wenn sie sich mit dem notwendigen Eifer und dem zu erwartenden Erfolg an aller Arbeit beteiligt haben) eine schöne Urkunde, die die Teilnahme an dem Kursus bestätigt. Eine Reihe von Organisationen der Partei fordern für ihre Angehörigen für den Fall, daß sie heiraten, von der Braut die Bescheinigung des Besuches einer Bräute- schule.
Die Bräuteschule von Weilburg nimmt, nicht ausschließlich „Bräute" auf, vielmehr kann jedes junge Mädchen von entsprechendem Alter die Schule besuchen. Der nächste Kursus beginnt am 5. November und dauert bis zum 2. Dezember. Leiterin der Schule ist Fräulein F a u st. Von vielen Vorträgen und Kursen her, die sie in G i e ß e n, Lich, in Watzenborn-Steinberg usw. im Auftrag des Deutschen Frauenwerks gehalten hat, ist sie vielen Frauen und Mädchen unserer engeren Heimat bekannt. N.
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Kußball-Länderkampf Jugoslawien — Deutschland.
Wie sehr Deutschland bemüht ist, auch in schwerer Zeit den Sportverkehr mit den vielen ausländischen Freunden aufrechtzuerhalten, läßt die große Anzahl der für die nächsten Wochen vorgesehenen und vereinbarten Länderkämpfe auf den verschiedensten Sportgebieten erkennen. Dem Fußballkampf gegen Ungarn, dem Handballtreffen gegen Dänemark und dem Radländerkampf gegen Ungarn folgt am kommenden Sonntag wieder ein Ländertreffen im Fußball, und zwar gegen das uns befreundete Jugoslawien in der kroatischen Hauptstadt Agram (Zagreb). In Jugoslawien sieht man mit riesiger Spannung dem Auftreten der deutschen Elf entgegen, ist es doch das erstemal, daß eine offizielle Länderoertretung des großdeutschen Reiches auf jugoslawischem Boden spielen wird. Darüber hinaus erwartet man von der jugoslawischen Elf in heimischer Umgebung eine besonders große Leistung.
Schiedsrichter des Kampfes ist der Italiener Barlassina, der es mit folgenden Mannschaften zu tun haben wird:
Deutschland: Klodt; Janes, Billmann; Kupfer, Sold, Kitzinger; Lehner, Schön, Conen, Sze- pan, Urban.
Jugoslawien: Glaser; Belosevic, Matosic; Manola, Jazbinschek, Lechner; Medaric, Hitrec, Lesnik, Antolkovic. Perlic.
Nach der zahlenmäßig so glatten Niederlage gegen Ungarn hat es doch etwas überrascht, daß fast die gleiche Elf auch für den Agramer Kämpf aufgeboten wurde und daß nicht ein einziger Spieler jener Wiener Elf dabei ist, die acht Tage später die gleiche ungarische Mannschaft mit 3:1 Toren schlagen konnte. Das läßt darauf schließen, daß man in den für die Mannschaftsaufstellung verantwortlichen Kreisen rein spielerisch an der „Budapester Elf" nichts auszusetzen hatte, vielmehr die Niederlage in erster Linie der fehlenden Kondition zuzuschreiben geneigt ist. Da inzwischen alle unsere Nationalspieler ihre Form gesteigert habeck, bestand keine Veranlassung, auf sonst bewährte Kräfte diesmal zu verzichten.
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Weise zubereitet. Nach dem Mittagessen — jeweils stehen die Ergebnisse des Kochunterrichts auf dem Tisch — gibt es 1V2 Stunden Ruhepause, und dann füllt der Unterricht in Erziehungsfragen, die Kinder- beschäftigung und die Heimgestaltung den Nachmittag aus.' In den Abendstunden wird manches Buch gemeinsam gelesen, es werden gemeinschaftliche Abende mit der NS.-Frauenschaft von Weilburg ausgeftaltet, .es wird viel gesungen und musiziert, und so geht ein Tag reicher zu Ende als der andere.
Besondere Freude lösen die Ausflugstage aus. Da wird Weilburg eingehend besichtigt, es wird eine Fahrt auf dem Rhein unternommen, die Städte Limburg und Wetzlar besucht, und die nähere Umgebung durchstreift, so daß jene, die von weit Herkommen, auch die schöne Landschaft kennenlernen. Für die Bräute, die in den vier Wochen im stetigen Wechsel von Theorie und Praxis, in reicher praktischer Arbeit und in einem natürlichen Maß von Freizeit die Tage und Wochen hinter sich bringen
Mine Zeugnisse In Urschrift lonöern tun Zeugnis, abfdiriften Dem Be- werbungSIchretben beilegen i — Lichtbilder unoBewerbungSunter- %ßen müllen zur Vermeidung oon Verlusten auf der -Küchelte K» men und Wnfdirift oä
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Weilburg, das herrlich gelegene Städtchen an der Lahn, kann den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, eine ganz moderne, ganz zeitgemäße Schule zu bergen: eine Bräuteschule! Eine Schule also, in der die Schülerinnen in unmittelbarster Zielsetzung auch ihrem zukünftigen Beruf als Hausfrau, Mutter und Erzieherin der Kinder vorbereitet werden. Die Schule liegt nahe der Stadt, paradiesisch inmitten von Gärten, hoch über einem Tal an einem Berghang, und von der Terrasse vor dem Hause aus hat man einen reizvollen Rundblick über die Landschaft. Die Schule, eine Schöpfung der Gau- frauenschaft bzw. des Deutschen Frauenwerkes war im Februar dieses Jahres ihrer Befttmmung übergeben worden und hat seitdem schon viel wertvolle Arbeit geleistet. Ein stattliches Gebäude, das als Gaststätte, Kino, Arbeitsdienstlager usw. gedient hatte, dann zwei Jahre lang leer stand und zu zerfallen drohte, stieg wie ein „Phönix aus der Asche". Heute ist- das Schulheim der vorbildliche
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