Ausgabe 
11.10.1939
 
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Vom Gefreiten zum Leutnant befördert

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größten Schwierigkeiten in den Banngutlist en und anderen Kontrollmaßnahmen der Kriegführen­

der ersten Jahre nach dem letzten Weltkrieg im

beibehalten werden.

und Binnenwirtschaft Englands zeigt, um was es

geht.

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Jahrhunderts gewesen. Jetzt, wo die Welt sich einem neuen Krieg gegenübersehe, müsse Ame­rika seine Haltung fe st legen, sowohl b e- züglich der gegenwärtigen Kriegszeit als auch in Vorbereitung der Wiederaufbauperiode nach Be­endigung der Feindseligkeiten.

in West- und Ostgoten und ihre Züge nach Italien und Spanien im weiteren Verlauf der Völker­wanderungen sind bekannt. Wir ermähnen nur noch) daß die Goten sowohl in der Töpferei wie in der Goldschmiedekunst ganz eindeutig bestimmte For­men von erheblicher technischer Vollendung ent­wickelten, die es erlauben, ihren weitverzweigten Wanderwegen recht genau zu folgen. Ueberreste der sogenannten' Krim-Goten wurden noch von dem Gesandten des deutschen Kaisers Ferdinand I., der am Hofe des Sultans beglaubigt war, etwa um 1560 festgestellt.

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den. Hier müsse Amerika einen wohlausgeglichenen Kurs zwischen dem Schutz amerikanischer Handels­interessen und der Vermeidung unklugen Risikos steuern.

Auge behalten und gesündere Grundlagen schaffen, denn sonst trete die Menschheit in eine unabsehbare

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Frieden erhalten bleibe. Im Verkehr mit an­deren neutralen Ländern beständen' die

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Zeitperiode ein, worin der Wirtschaftskrieg mit dem Waffenkrieg abwechsle. Während des Krieges der Waffen fei eine weit­gehende Wirtschaftslenkung unvermeidlich, aber wenn der Friede wieder hergestellt sei, müsse USA. zusammen mit seinen Schwesterrepubliken und mit allen anderen Nationen" dahin arbeiten, daß

Landesverräter hingerichtet.

Berlin, 11. DFL (DNB. Funkspruch.) Die Justizpressestelle beim Volksgerichts- h o f teilt mit: Der vom Volksgerichtshos am

schränkungen, die von den Kriegführenden festge­setzt werden, als auch der Einschränkungen, die Amerika sich zur Vermeidung von Gefahr für seine Bürger, Waren oder Schiffe selbst auferlege. Die cash and carry-B e st i m m u n g (Kauf von Kriegsmaterial nur gegen Barzahlung und bei Ab­holung mit eigenen Schiffen) sei ein Opfer, die man auf Kosten des eigenen Handels und der eigenen Schiffahrt bringen müßte, um die Sicher- fyrit der amerikanischen Nation zu stärken und eine .größere Gewißheit zu gewinnen, daß Amerika der

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Dann wandte sich Hüll den Nachkriegsproblemen zu, denn, so sagte er, Kriege gehen ja eines Tages zu Ende und dann beginnt die noch viel schwierigere Arbeit des Wiederauf­baues. Hierbei müsse man die schweren Fehler

die Grundsätze des internationalen guten Glaubens des großzügigen Handelsverkehrs durchgeführt

Mii dem Frontkino bei den Truppen in Polen.

DNB.........6. Okt. (PK.) Mit unseren

Soldaten war am 1. September auch das Frontkino in Polen eingerückt. Tonfilm an der Front! Auch das ist wieder etwas Neues und Erstmaliges in diesem Feldzug in Polen. Von Graudenz bis Warschau ist ein Tonfilmtrupp ein treuer Begleiter der ostpreußischen Truppen gewesen. Jetzt, nach Abschluß der Kampfhandlungen fährt er täglich in die Städte und Dörfer zu unseren Soldaten und bringt ihnen gewissermaßen ihr heimatliches Licht- pielhaus in ihre Quartiere.

Man hat es zunächst nicht glauben wollen, daß es möglich sein würde, ein Normaltonfilm­kino in die vorderste Stellung kommen zu lassen. Man ist baß erstaunt gewesen, als es doch geschah. Dann hat man gefragt, ob der Ton überhaupt zu verstehen sei, und dann war man nur noch entzückt. Vor allem waren es hier die alten Frontsoldaten, die feststellen konnten, daß für das heutige Front- kino der Begriff Etappe aufgehört hat. Im Welt­krieg hatten sie den stummen Film nur bisweilen im Ruhequartier, jetzt ist er mit ihnen m a r -

and, wenn er auch nicht in voller Lautstärke ge- jT appt bracht werden konnte, gerade hier eine sehr dank- Zossen bare Zuhörerschaft. $

Solange die Witterung es erlaubte, wurde natur, lich immer im Freien gespielt. Dann ging man in irgendeinen Raum, für den man die Bezeichnung Saal allerdings nicht anwenden konnte. Mit Zelt­bahnen und Decken wurden die Räume verdunkelt, und das Lichtspieltheater war fertig. Scheunen und Spritzenhäuser sind jetzt die Vorführungs­räume, und immer ist die Vorstellungauso er- kauf t". Wo Bänke und Stühle fehlen, werden siö rasch aus alten Baumstämmen und ähnlichem Be­helfsmaterial gemacht. Wenn noch hier und da ein Platz leer ist, sieht man die polnischen Dorfbewohner unter den Zuschauern, die mit Staunen und Ver­wunderung zum erstenmal in ihrem Leben einen

Tonsilm erleben.

Und das Programm bei den Vorführungen? Zuerst wird immer die neue st e Wochenschau gezeigt. Es sind Aufnahmen von Kampfhandlungen und vom Leben der Soldaten in Polen. Hier sehen unsere Feldgrauen oft Landstriche wieder, durch die ie vor kurzem selbst marschiert sind, und bisweilen )at mancher das Glück, einen Kameraden oder gar ich selbst auf der Leinwand zu erkennen.

Im Hauptprogramm ist dannBel Ami" die große Sensation. Dieses Filmlustspiel hält alle tekorde im Programm des Frontkinos. Immer wieder wirdBel Ami" angefordert, wenn der Filmtrupp zu Vorführungen fährt. AuchS ch ei- dun g s r e i s e" undSpaßvögel" sind sehr be­gehrte Filme. Es ist fast so, daß diese Filmwerke in jedem polnischen Dorf über die Leinwand ge­laufen sind. Man muß eine solche Vorstellung er­lebt haben, um zu sehen, mit welcher Freude die Soldaten den Film begrüßen. Dankbarere Zuschauer hat noch kein Lichtspieltheater in der Heimat gehabt. Und dann im Frontkino sind auch Zwischenrufe gestattet. Es ist ein treffender Humor, mit dem un- ere Soldaten manches Bild auf der Leinwand be­grüßen.

So gehört auch das Frontkino zur Truppe. Immer wieder erschallt der Ruf nach dem Film, und immer wieder fährt täglich der Filmtrupp von Dorf zu Dorf.

Sie würden auch gern noch mehr Vorführungen geben, wenn nicht die Schwierigkeiten mit dem Mangel an Vorführungsräumen und in der ost trostlosen Beschaffenheit der Anfahrtsstraßen be­stünden. Aber wo es diese Hindernisse nicht gibt braucht man nur zu rufen: der Filmtrupp kommt gern überall hin!

Lotterie ist Gemeinschastssache

Unsere Reichslotterie ist nicht, wie es in früheren Zeiten häufig vorkam, das private Geschäft eines Unternehmers, sondern ihre Ueb erschüfst kommen dem Reich und damit der Ge» samtheit zugute. Wenn das Reich nun die schwierige Aufgabe übernommen hat, eine Organisa­tion für das Lotteriespiel aufzuziehen, so kommt es nicht den Sonderwünschen einiger Privatleute ent­gegen, sondern ermöglicht es einer Gemein­schaft von einigen Millionen Lotte­rie s p i e l e r n, sich zu betätigen. Der Beitritt zu dieser Gemeinschaft erfolgt freiwillig durch Kauf eines Loses der Reichslotterie. Die Mitglieder fyabett unter sich eine stille Verabredung getroffen: sie alle wollen zu Geld kommen, wissen aber, daß das nicht so leicht ist. Deswegen opfert jeder einen kleinen Betrag (den Preis für das Los), und jeder erhalt von der großen Summe, die dadurch zusammen' kommt, so viel, wie das Glück für ihn bestimmt. Wer sich dieser Gemeinschaft einmal angeschlossen hat pflegt ihr deshalb auch wenn er nicht zu den Pessimisten gehört die Treue zu halten.

Zn der Dunkelheit überfahren.

Lpd. Worms, 10. Okt. Auf dem zur Reichs straße 9 gehörenden Nibelungenring ereignete sich in der Dunkelheit ein tödlicher Verkehrsunfall. Eine Frau namens Jäger fuhr mit ihrem 12jährigen Jungen einen Handwagen auf der rechten Stra­ßenseite. Plötzlich wurde sie von einem von hinten kommenden Kraftfahrzeug überrannt. Der Junge wurde auf der Stelle getötet, uno die Frau mußte in schwerverletztem Zustano ins Stadtkrankenhaus gebracht werden. Die Schuld- frage konnte noch nicht geklärt werden.

Nvr den etwa zu Beginn unserer Zeitrechnung recht

tilr JjÄUH genau wieder. Aus Gräberfunden ist festzüstellen,

daß die bis dahin übliche Bestattungsart etwa zu Beginn unserer Zeitrechnung abbricht. Das deutet

Hl JDUlIVvIvIlBvO» daraus, daß damals die Goten auswanderten und za x mir wissen nun wiederum aus Gräberfunden

Von Konteradmiral z. V. Gaoow. daß sich um diese Zeit die Goten im Weichsel-

Dip deutlck>p Kühruna bot soaleick nachdem Eng- d e l t a und darüber hinaus bis weit nach Ost-

land sich am 4. September als im Kriegszustand Preußen feftsetztm. Etwa 150'

mit Deutschland bezeichnete, und den ersten deut- sie längs der Wechsel und des' Dnjestr n a ch schen Dampfer versenkte übrigens in brasiliani- Sud>ruß land, xTNMloqNi­schen Hoheitsgewässern und ohne jeden zwingenden Christentum (die Bibelübersetzung des Ulsilas.) b

Grund ebenfalls mit ber Eröffnung! könnt wurden. Die Zweiteilung dieses Stammes des Handelskrieges geantwortet. Das beiderseitige Ziel ist klar: Die Versorgung des Geg­ners mit kriegswichtigem Bedarf stören und ab- schneiden, bis er nicht weiter kann. Dabei tritt stark hervor, daß Deutschland die Strenge seiner Maßregeln immer nur Schritt für Schritt den sich steigernden Härten des gegnerischen Verfahrens an paßte. Die deutsche PrisenorÄnung begann mit Grundsätzen, wie sie 1909 in der Londoner Seerechtserklärung niedergelegt waren, allgemein angenommen, jedoch später von England verworfen wurden. Dazu gehörte das schonende Verfahren beim Anhalten, Untersuchen, eventuell Beschlag­nahme und Versenken feindlicher Schiffe und La­dungen, die genaue Unterscheidung von feindlichem und neutralem Schiff und Gut und schließlich die rücksichtsvolle Unterschei­dung von unbedingtem und bedingtem Banngut. Zu letzteren gehörten Nahrungs- und Futtermittel nicht, die nicht für die feindliche Stteitmacht oder Staatsverwaltung bestimmt

Das polnische Gdingen ist in Gotenhafen um- getaust Damit entsteht ein Dreieck von Orten, die! an die hier einst seßhaften Goten erinnern: einmal! liegt Gotenburg (Göteborg) an der Südwestküste Schwedens, die durch das Kattegat von der Nord­spitze Jütlands geschieden ist: im Osten erinnert die große Insel Gotland, die ungefährt die Größe von Braunschweig hat und auch zu Schweden ge­hört, an diesen alten germanischen Volksstamm. Jetzt gesellt sich zu diesen schwedischen Eigennamen der neue Namen für Gdingen: ebenGoten- Hafen". Das in seiner Gestalt ziemlich regel­mäßige Dreieck, das durch diese drei Eigennamen charakterisiert wird, gibt tatsächlich den ur­sprünglichen Siedlungsraum der Go-

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst BluM- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und dle Bilder: vr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, vinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An­zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für Öen 3^* halt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Ver­lag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RI", einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der 3uu* girierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 -Pi- und «Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 yv mehr. Zur Zett ist Preisliste Nr. 4 vom L Septemos» 1227 Ä

Für die Gegenwart sei für Amerika der sicherste Kurs, an dem Krieg nicht teilzunehmen und beiden kriegführenden Gruppen gegenüber eine unparteils che Haltung zu bewahren. Dieser Kurs wahrer Neutralität ermögliche den Vereinigten Staaten die Fortführung des Handelsverkehrs mit beiden krieg­führenden Seiten sowie mit den Neu­tralen in den Grenzen sowohl der legitimen Be-

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England antwortete mit einer viel schärfe­ren Banngutliste, die ohne weiteres Lebens­mittel einfchloß, und eröffnete auch gegen die uns benachbarten Neutralen die strengste A b = fperrung, die nicht nur jede Durchfuhr solcher Waren nach Deutschland, sondern überhaupt den freien Handel mit uns unterbinden soll. Dieses Verfahren steht im schärfsten Gegensatz zu den Lebensinteressen der Neutralen und ebenso zu un­serer Prisenordnung, die die Absperrung neutraler Häfen durch Blockade ausdrücklich verbietet. Was England durch seine Einfuhrkontrolle und Schwar­zen Listen für Firmen, die mit Deutschland handeln, bewirkt, kommt aber einer solchen Blockade der Neutralen gleich. Deutschland mußte mit einer Er­weiterung seiner Banngutliste im gleichen Sinne antworten. Das Ergebnis ist, daß nun auch keinerlei Lebensrnittel oder irgendwie

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29. August 1939 wegen Landesverrates zum Tode und zu dauerndem Verlust des bürgerlichen Lhren- rechts verurteilte Günter Haupt ist heute h i n - gerichtet worden. Haupt, der mehrfach vor­bestraft ist, flüchtete im Sommer 1937 ins Aus­land, um sich der Vollstreckung einer längeren Ge­fängnisstrafe zu entziehen. Dabei fiel er dem aus­ländischen Nachrichtendienst in die Hände. In dessen Auftrag unternahm er später zwei ausgedehnte Reifen nach Deutschland, die der Ausspähung von Verteidigungs­anlagen der deutschen Wehrmacht galten. Als er im Begriff war, eine dritte Ausspähungsreise anzu­treten, wurde er festgenommen.

kriegsverwendbare Stoffe für den I Gegner durchgelassen werden. Praktisch bedeutet das I nach Lage der Seemachtsverhältnisse, daß von den! nordischen Staaten kaum noch dergleichen die Nord­see passieren kann, eine ernste Einbuße Englands an dänischen Nahrungsmitteln, schwedischem und finnischem Holz und anderem. Gerade diese kür­zeste aller Dersorgungssttaßen ist für England von großer Wichtigkeit. Im Weltkriege wurden dafür schwere Flottenteile zur Sicherung eingesetzt.

Die nächste von England ausgehende Verschär­fung bestand in der Bewaffnung der H a n -| dels schiffe. Unsere U-Boote hatten in der er­sten Periode des Handelskrieges bereits solche Be­gegnungen, wie z. B. mit dem indischen Transport­dampferManarar", der zuerst das Feuer er­öffnete, aber sogleich niedergekämpft und versenkt wurde, immer noch unter Schonung aller Menschen­leben. Danach verkündete Churchill die fortschrei­tende Ausrüstung aller Dampfer mit Geschützen, und eine Havas - Meldung vom 28. 9. besagte, daßDie neue U-Bootablösung" nicht mehr vereinzelte Handelsschiffe ohne Verteidigung vorfinden werde,sondern bewaffnete und stark ge­schützte Handelsschiffe im Geleit."

England hat die Frage der Bewaffnung von Handelsschiffen stets offen gelassen, um seinen Standpunkt der jeweils günsttgsten Lage anzu­passen. So ist es zu verstehen, daß so ziemlich alle Rechtsbestimmungen im Zustand des Chaos und der Willkür der Stärkeren verblieben. Es erhebt sich des berühmten Brühlschen Palais in'Warschau wurde eine der großen Beute-

die Frage: Wie ist ein bewaffnetes Han- s^melstellen eingerichtet, an denen die polnischen Gefangenen ihre Waffen abzugeben hatten, und wo dels schiff zu behandeln, als Kriegs- oder man auch die außerdem noch in Warschau aufgefundenen Waffen zusammenttug.

Handelsschiff? Einmal auf See, und dann auch (Aufnahme: PK.-Sommerschuh-Scherl-M.)

in neutralen Häfen? Im Weltkriege hatte Hol­land als einziger Staat den Mut, bewafineten <

Amerika und der Welthandel.

schweigende Regel zu sein. I , , ,,, _ _ .

Auf See gelten für unsere Kriegsschiffe die klaren Staatssekretär Hüll über die wirtschaftlichen Probleme des Krieges Grundsätze der Prisenordnung: kein Handelsschiff x

hat das Recht, sich ordnungsmäßigen Maßnahmen, UttO OCF

wie Anhalten und Untersuchung, zu widersetzen, sei es bewaffnet oder unbewaffnet. Tut es das Washington, 11. Okt. (DNB Funkspruch.) dennoch, so ist dieser Widerstand mit allen Mitteln Staatssekretär des Aeußeren Cordell Hüll betonte zu brechen und das Schiff fo zu behandeln, als auf der Jahrestagung des amerikanischen Außen- töäre es ein feindliches Kriegsschiff. Die Handelsverbandes mit großer Bestimmtheit, daß Verantwortung trifft die Regierung des Flaggen- Nordamerika gemeinsam mit allen anderen ame- staates, der Schaden die Besatzung oder die Pas- rikanischen Republiken entschlossen sei, den sagiere, die sich auf eigene Gefahr an Bord befin- Krieg von den Küsten der westliches den, die Besatzung gilt als kriegsgefangen. Halbkugel fernzuhalten. Dies war gleich- Daß sogar neutrale Schiffe, wie der dänische zeitig eine klare Antwort an diejenigen Kreise, die DampferVendia" und der schwedische Dampfer aus der Proklamation von Panama lediglich den Gun" am 1.10. sich zu Angriffshandlungen hin- Schutz amerikanischer Schiffe herauslesen wollen, reißen lassen, beibt hoffentlich'für die Zukunft ver- Der Staatssekretär gab seiner festen Ueberzeugung meidbar, denn sofortiger Waffengebrauch müßte, Ausdruck, daß die amerikanischen Länder nicht in wie in diesen Fällen, die Folge sein. die Kriegskatastrophe verwickelt wer-

Die andere Verschärfung des Handelskriegs be- den würden.

steht in der Wiedereinführung von Geleit- Er geißelte sodann die schweren Fehler, die am zügen. Er werden also in fremden Häfen oder Schluß des letzten Weltkrieges begangen wurden, auf See eine Anzahl beladener Dampfer versam- mo man aus Nichtachtung fundamentaler Lebens- melt und unter militärischem Geleit von Kreuzern, I bedürfnisse den Welthandel durch ständig ausge- Zerstörern, vielleicht auch U-Booten und Flug- Untere Handelsschranken jeder Art aus seinen zeugen auf geheimgehaltenen Kursen der Heimat uatürlichen Kanälen abgedrängt habe. Die Folge zugeführt. Hier sagt die deutsche Prisenordnung dieser falschen Maßnahmen sei die schwere Welt- kurz und klar in Arttkel 32:Fahrzeuge unter Ge- Wirtschaftskrise am EkHe der zwanziger Jahre dieses leit feindlicher Kriegsschiffe sind allen Ge-'- - - ' ~ " "rx "

fuhren des Krieges aus gefegt". Dazu ist keine Erläuterung notwendig. Die nächste Pe­riode des Handelskriegs steht also im Zeichen dieser von England veranlaßten Steigerungen, denen von deuffcher SeiteMaß für Maß" entgegenge­treten wird. Die bereits schwankende Versorgung

Der Kampfflieger Gefreiter Francks wurde wie wir schon ausführlich berichteten vom General­feldmarschall Göring für den erfolgreichen B o m b en a n g r i f f a u f d en b ri ti sch en F l u gseug- träger zum Leutnant befördert und mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet. Unser Bud zeigt ihn (Zweiter von rechts) im Kreise seiner Kameraden, die ebenfalls mit dem Eisernen Kreuz aus­gezeichnet wurden. (Ausnahme: PK.-Carstenfen-Associated-Preß-M.)

Beutesammelstelle in Warschau

ch i e r t.

Besonders von der einen Vorführung im Freien, knapp zwei Kilometer von den polnischen Linien, in einer deutschen Batterie st ellung vor Warschau, haben die Landser noch tage­lang gesprochen. Ein idyllisch im Wald gelegener Fußballplatz ersetzte ihnen das Lichtspielhaus. Man konnte zwar nicht auf äußerste Lautstärke gehen, da die polnische Stellung zu nahe war. Der Ton- ilm durfte nicht zum Verräter der Batteriestellung verden. Aber derSkandal um den Hahn"

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