an Betreuungsbedürftigen aus der Ostmark und aus dem Sudetenland miteinbeziehen mutz. Es ist also im Altreich prozentual ein noch größerer Betreutenrückgang festzustellen als er in diesen Zahlen zum Ausdruck kommt.
Eine Großleistung sozialer Fürsorge und Hilfsbereitschaft stellt die wahrhaft imponierende Zahl der Mitarbeiter des WHW dar. 1185145 Partei, und Volksgenossen haben sich für diese Arbeit zur Verfügung gestellt gegen etwa 1 Million im Jahre vorher; besonders mit Stolz erfüllt uns die Tatsache, daß nur 0,9 v. H. dieser Mitarbeiter des WHW. Gehalt oder Entschädigung bezogen, also über 99 o. H. ehrenamtlich für das WHW. arbeiteten.
Die Winterhilfswerks-Geldspenden zeigten im vergangenen Jahr eine ungeahnte Zunahme. Allein der „Tag der nationalen Solidarität 1938" erbrachte über 16 Millionen gegen 8 Millionen im Vorjahr. Die Eintopf- spenden sind im vergangenen WHW. von 34 auf 50 Millionen gestiegen, die Reichs st ratzen- sammlungen von 30 auf 48, die Opfer von Gehalt und Lohn von 80 auf 104 und die Spenden von Ausländsdeutschen von 3 auf 3,4 Millionen. Zwar ist diesmal dabei schon der Zugang aus der Ostmark und dem Sudetenland eingeschlossen; aber trotzdem bedeuten diese Zahlen überzeugende Beweise dafür, in wie weitem Umfange das Volk in allen seinen Schichten die Politik des Führers trägt und auch bereit ist, dafür freiwillig in weitestem Umfange soziale Opfer auf sich zu nehmen. An Sammelabzeichen wurden im vergangenen WHW. fast 190 Millionen gegen 123 Millionen im Vorjahr hergestellt und abgenommen.
Demgegenüber verzeichnen wir nun Leistun - gen, die einzigartig dastehen in der Geschichte der nationalen Für- und Vorsorge des deutschen Volkes. Die Gesamthilfe des WHW. für die deutsche Ostmark umfaßt allein eine Summe von 137,4 Mill., die für das Sudetenland eine solche von 75,4 Mill, die für Böhmen und Mähren eine von 4,4 und die für Ptemelland eine solche von 1,5 Millionen. Ins
gesamt also hat das WHW. eine Summe von rund 220 Millionen, das ist fast eine viertel Mil- liarde, für die Betreuung der durch die Be- freiungspolitik des Führers dem Reich zurückgewonnenen deutschen Länder und Provinzen aufgewandt. Allein die Kinderlandverschickung ergibt in der Ostmark und im Sudetenland eine Leistung von 249 860 verschickten Kindern. Die Speisungen ergeben eine solche von 22,8 Millionen aus- aegebenen Speisungen, die Kartoffelmenge eine solche von 276 636 Doppelzentnern.
Das Winterhilfswerk 1939/40 ergibt nun eine Unmenge von neuen und bisher noch nicht da- gewesenen Aufgaben der sozialen Fürsorge. Es müssen deshalb auch die Arbeitsmethoden des WHW. den gegebenen Verhältnissen des Krieges in weitestem Umfange angepaßt werden. Es sollen in diesem Winterhilfswerk weniger Sachspenden zur Verteilung gelangen als Wert- g u t s ch e i n e im Rahmen der Bezugscheinausgabe. Praktisch bekommt damit jeder Betreute einen Teil der ihm zustehenden Waren vom WHW. bezahlt. Es wird also niemand bei der Belieferung mit bezugscheinpflichtigen Waren benachteiligt oder bevorzugt werden. Der E i n t o p f s o n n t a g soll in einen Opfersonntag umgewandelt werden, da das Eintopfgericht im großen ganzen sowieso das reguläre Essen des ganzen deutschen Volkes geworden ist. Eine Unmenge großer Aufgaben werden von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt bei der Betreuung der Volksdeutschen in den besetzten Gebieten im O st e n zu leisten sein. Diese erstrecken sich von der Ausgabe von Essen und Nahrungsmitteln bis zur Regelung einer ordentlichen Marktoersorgung. Sehr wichtige Sonderausgaben wird das Hilfswerk „Mutter und Kind" zu erfüllen haben. Es hat die Gesunderhaltung von Mutter und Kind in jeder Weise sicherzustellen und vor allem für einen vordringlichen Ausbau der Hilfe für werdende Mütter und Wöchnerinnen zu sorgen. Die Weiterführung der Muttererholungspflege wird uns dabei vor beson- dere Aufgaben stellen. Es ist selbstverständlich, daß
dabei die Frauen unserer Soldaten und unsere erwerbstätigen Mütter besondere Berücksichtigung finden sollen. Auch die Schaffung von Kindertagesstätten wird eine Aufgabe dieses Kriegswinterhilsswerkes sein. Unser Ziel ist dabei die Schaffung so vieler Hilfs- kindergärten, daß die Versorgung der Kinder aller arbeitenden Mütter sichergestellt ist. Es wird eine Verdoppelung der Einrichtungen der NSV. notwendig sein und errreicht werden. Im Rahmen dieser Aufgaben liegt die Durchführung einer ganztägigen Kinderspeisung für etwa eine Million deutsche Kinder. Daneben gehen die Errichtung von Kindertagesstätten als wichtigste Maßnahme zur Gesunderhaltung des Nachwuchses und Kinder-Landverschickungen und Kinderheim-Entsendungen unter besonderer Bevorzugung der Kinder der zur Wehrmacht und zum Arbeitseinsatz einberufenen deutschen Volksgenossen.
Es ist also nicht an dem, daß das Winterhilfswerk im Kriege etwa eine geminderte Existenzberechtigung hätte. Die Aufgaben find größer geworden, und deshalb muß auch der Opferwille des ganzen Volkes größer und umfassender sein. Wenn in diesen Zahlen auch nur nüchterne Tatsachen zur Kenntnis der Oeffentlich- keit gebracht werden, so umschließen sie doch eine Unsumme von Arbeit und Opferfreudigkeit, die sich aus die ganze deutsche Nation erstrecken. Wiederum schickt sich nun das deutsche Volk an, ein neues Winterhilfswerk zu beginnen. Es wird und muß diesmal alle bisher dagewesenen Winterhilfswerke in den S ch a tten {teilen. Schon der Name Kriegswinteryilfswerk verpflichtet unser Volk zu ganz besonderen Leistungen. Wie hoch der Führer diese Arbeit, die dem ganzen deutschen Volk zugute kommt, einschätzt, bringt er dadurch zum Ausdruck, daß er in dieses Zeit auch selbst die Eröffnung des Kriegswinterhilfswerkes vornehmen wird. Wir wissen alle, daß sein Appell an die Opferbereitschaft des deutschen Volkes von allen Großdeutschen nicht nur verstanden, sondern auch freudigen Herzens erfüllt werden wird.
Die Heimat wird sich der Front würdig erweisen.
Der Führer spricht.
Unter begeisterten Jubelrufen tritt nun der Führer an das Podium, um folgende Ansprache zu halten:
Deutsche Volksgenossen und Volksgenossinnen!
Das Winterhilfswerk gehört zu jenen nationalsozialistischen Einrichtungen, die heute schon als etwas fast Selbstverständliches angesehen werden Viele Sorgen werden durch diese Hilfstätigkeit der öffentlichen Wohlfahrtspflege abgenommen und viele Einrichtungen des Staates, der Länder, der Gemeinden damit entlastet. Auch der einzelne Volksgenosse hat sich allmählich daran gewöhnt, für dieses Werk seinen Beitrag zu leisten, die große Masse willig, ein ganz verschwindender Bruchteil auch nur, um dem üblen Ansehen zu entgehen. Aber es ist ja auch gleichgültig, weshalb so einer gibt, entscheidend ist, daß auch er gibt! (Lebhafter Beifall.)
Der Gedanke dieser Einrichtung war, zur v ö l - kischen Selbsthilfe aufzurufen. Es wären uns ja auch andere Wege offen geblieben, statt den Appell an die Opferfieudigkeit des Volkes hätte es auch den Appell an den Steuerzahler gegeben. Wir haben bewußt und mit Ueberlegung einst diesen Weg nicht beschritten; denn wir wollten ja gerade das deutsche Volk dazu erziehen, im gemeinsamen Opfer das Wesen der Gemeinschaft auch a u begreifen, die Pflichten, die die Gemeinschaft auferlegt, zu erkennen und diesen Pflichten zu genügen, aus freiem Willen heraus, auch ohne daß der Steuereinnehmer dahinterfteht. Wir wollten endlich durch unseren Appell dem einzelnen einen dauernden Einblick in die wirkliche Notlage vieler Volks- genossen geben. Es sollte erreicht werden, daß sich die einzelnen durch das andauernde Aufmerksammachen, das mit dem Sammeln verbunden ist, bewußt bleiben, daß Glück und Wohlleben nicht allen Volksgenossen zuteil geworden ist und wohl auch nicht zuteil werden kann, sondern daß es u n - endlich viel zu helfen gibt und daß unendlich viel geholfen werden muß! Endlich aber hat diese Organisation auch eine gigantische Armee von Helfern mobilisiert, die ihrerseits ebenfalls einen Einblick gewinnen für die Notlage großer Kreise unseres Volkes, aber auch in die Möglichkeiten, dieser Notlage zu begegnen.
Not ist nun zu allen Zeiten vorhanden gewesen. Vielleicht ist Not Überhaupt ein relativer Begriff. Ich habe erst vor wenigen Tagen noch Gebiete gesehen, in denen der Lebensdurchschnitt weit unter dem liegt, was man bei uns in Deutschland bereits als tiefste Not ansehen würde. Wie gut es an sich dank unserer Gemeinschastsarbeit unserem Volke geht, das wissen diejenigen am wenigsten, die nicht die Möglichkeit besitzen, den Blick über diese Gemeinschaft hinauswerfen zu können. Eines ist sicher: Not hat es immer gegeben, Not gibt es auch jetzt und wird es immer geben. Zu allen Zeiten aber besitzen die Menschen die Verpflichtung, dieser Not zu steuern, ihr entgegenzutreten und sie zu lindern. Die Freiwilligkeit des Opfers gibt dabei dem einzelnen die Möglichkeit, sich selbst besser einzuschätzen als dies irgendein staatlicher Eingriff tun könnte, und seine Verpflichtungen dementsprechend auch zu erfüllen,
Wir haben im Zusammenhang mit dieser großen sozialen Einrichtung sehr vieles geschaffen zu dem Zweck, um im deutschen Volk alle Klassenunterschiede wegzuwischen und ganz scharf das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit zu erwecken. Wenn wir die Ergebnisse dieser sozialen Erziehung in den letzten Jahren überblicken, dann kann niemand bestreiten, daß der eingeschlagene Weg richtig und auch erfolgreich war. Wir haben so große soziale Erfolge erzielt, daß wir vielleicht in ihnen mit einen Grund für eine gewisse Mißgunst der anderen Welt sehen können, die von dem Gedanken erschreckt ist, die sozialistisch-nationalen Prinzipien unseres Reiches könnten über unsere Grenze hinaus werbend wirken und vielleicht auch in anderen Ländern das Gewissen in dieser Hinsicht wachrütteln. (Brausender Beifall.)
Wenn manches Mal die Tätigkeit unserer Sammler einzelnen Volksgenossen vielleicht etwas unbequem zu sein scheint, dann mögen diese nicht vergessen, um wieviel unbequemer doch demgegenüber die Tätigkeit des Sammlers ist, und wieviel leichter es ist, vielleicht zwei- oder dreimal angegangen zu werden mit der Bitte, etwas zu geben, als vielleicht tausendmal abgewiesen zu werden auf seine Bitte, etwas zu erhalten. In dem einen Fall eine kleine Unbequemlichkeit, im anderen das fortge
setzte Opfern zahlreicher freier Stunden im Dienste der Volksgemeinschaft. (Stürmische Zustimmung.) Nun hat uns das Schicksal gezwungen, zum Schutz des Reiches zur Waffe zu greifen. In wenigen Wochen ist der Staat, der am frechsten glaubte, die deutschen Interessen bedrohen zu können, niedergeworfen worden. (Brausende Heilrufe.) Dank einer geschichtlich einmaligen militärischen Leistung! Dank dem tapferen Heldentum unserer Soldaten! (Die Heilrufe schwellen zu einer gewaltigen Kundgebung an.) Dank unserer glänzenden Führung. (Minutenlange Ovationen.)
Was die Zukunft bringt, das wissen wir nicht. Hut über eines sind wir uns im klaren: keine Macht der Welt wird dieses Deutschland noch einmal niederzwingen können! (Die Massen antworten dem Führer mit einer erneuten Kundgebung eiserner Entschlossenheit.) Sie werden uns weder militärisch besiegen, noch wirtschaftlich vernichten oder gar seelisch zermürben! Unter keinen Umständen mehr werden sie irgend eine deutsche Kapitulation erleben. (Aufs neue tosende Beifallsstürme.) Ich habe unserer Bereitwilligkeit zum Frieden Ausdruck gegeben. Deutschland hat gegen die westlichen Gegner überhaupt keinen Kriegsgrund. Sie haben den Krieg mit fadenscheinigen Gründen vom Zaun gebrochen. (Tosende Entrüstungsrufe.) Für den Fall der Ablehnung dieser Bereitwilligkeit aber ist Deutschland entschlossen, den Kampf dann aufzunehmen und ihn durchzufechten — so oder so! (Minutenlange brausende Ovationen.) Uns wird dann weder der Schrecken des Augenblicks, noch die Proklamierung der Dauer dieses Kampfes müde oder gar verzagt machen können, vor uns steht ein ewiges Leben unseres Volkes. Wie lange die Zeit auch währen mag, um diesem Leben zum Durchbruch zu verhelfen: nichts kann uns erschüttern, nichts kann uns bestürzen und schon gar nicht zur Verzweiflung bringen. 3m Gegenteil! Was die andere Welt wählt, mag sie erhalten. (Minutenlanger Beifall und Heilrufe.) 3ch
habe einst einen sehr schweren Weg einge- schlagen, um Deutschland aus der durch den Versailler Vertrag bedingten Vernichtung wieder emporzuführen. Seitdem sind seht gerade 20 Jahre vergangen. Das Reich steht mächtiger da als je zuvor. Der Weg vor uns kann nicht schwerer sein als der Weg hinter uns. (Stürmischer Beifall.) Denn wir nie verzagten, den Weg von einst nach heute zu gehen, werden wir noch viel weniger verzagxn, den Weg von seht in die Zukunft zu beschreiten. (Stürmische Zustimmungskundgebungen.)
Gerade auf diesem Weg werden mir bestärkt durch die nunmehr errungene Gemeinschaft des deutschen Volkes. Die Zeit, die nun vielleicht vor uns sicht, wird dann erst recht mit- helfen, die nationalsozialistische Volksgemeinschaft zu verstärken und zu vertiefen. Sie wird den Prozeß dieser sozialen Dolkswerdung nur beschleunigen. Der Kriegswinter, der uns dann bevorsteht, wird uns erst recht bereitfinden, alle Opfer zu bringen, die notwendig sind, um unserem Volke seinen Daseinskampf zu erleichtern.
Das Kriebswinterhilfswerk wird damit zugleich zu einem Hilfswerk für das Rote Kreuz! Denn das Rote Kreuz wird diesmal nicht für sich sammeln, sondern als Bestandteil des Wintechilfs- werkes wird es von diesem mit seinen Zuwendungen betreut. Wenn ich auf das Rote Kreuz Hinweise, dann wird uns allen sofort bewußt, w i e klein dieOpfer sind, die vom einzelnen gefordert werden, gemessen an den Opfern, die viele unserer Volksgenossen an der Front zu bringen hatten und, wenn es dem bösen Willen unserer Gegner gefällt, in der Zukunft werden bringen müssen. Es denke daher von jetzt ab keiner an die Größe seines Opfers, sondern es denke jeder nur an die Größe des gemeinsamen Opfers und an die Grenze des Opfers derjenigen, die sich für ihr Volk hingegeben haben und vielleicht noch hingeben müssen. Diesen Opfern gegenüber sind all die Opfer zuhause gar nichts; aber sie können michelfen, in unserem Volke das Bewußtsein der unlösbaren Gemeinschaft zu verstärken. Es muß daher in diesem Kriegswinterhilfswerk alles übertroffen werden, was bisher Aehnliches geleistet wurde.
Eine Antwort an die Welt.
Vielleicht wird dies auch eine Antwort an die Dummheit derer in der Welt fein, die glauben, das deutsche Volk innerlich auflösen zu können. Wir wollen ihnen zeigen, was diese blöden Versuche für eine Wirkung ausüben! (Tosende Beifallskundgebungen.) Wir wollen ihnen zeigen, wie durch sie das deutsche Volk immer fester und härter zueinandergebracht und gekittet wird. (Heuer Beifallssturm.) Wir können ihnen damit vielleicht auch am besten ihre Hoffnungen austreiben, die darin bestehen, zu meinen, man könnte in die innere deutsche Verfassung hineinreden, so wie es irgendeinem da draußen beliebt. Wir wollen ihnen den notwendigen Respekt noch beibriugen vor der inneren Verfassung anderer Völker. (Tosender Beifall.) Was wir als Gemeinschaft erdulden müssen, dessen kann die Welt überzeugt sein, das werden wir ertragen! hoffentlich können es die anderen genau fo wie wir! (Erneuter stürmischer Beifall.) Es wird jetzt dann erst recht die Zeit kommen, in der der Rational- fozialismus feine ganze volksgestaltende, volksbildende und volkstragende Kraft entwickeln wird. Aus dem Krieg sind wir Nationalsozialisten einst gekommen, aus dem Erlebnis des Krieges ist unsere Gedankenwelt entstanden, und im Krieg wird sie sich, wenn nötig, jetzt bewähren! (Brausender Beifall.) Die Entscheidung darüber liegt ja nicht mehr bei uns, sondern bei der anderen Welt! Bei uns liegt nur der grimmige Entschluß, die Entscheidung so ober s o a u f uns z u nehmen und dann allerdings d u r ch z u k ä m p f e n bis zur letzten Konsequenz. (Brausender Beifall.)
So muß gerade das Kriegswinterhilfswerk mit’
helfen, die deutsche Volksgemeinschaft stärker denn je zu machen! Eine Gemeinschaft zum Kampf, eine Gemeinschaft um den Sieg, und nm Einde dann für den Frieden! Denn: Je entschlossener und je härter wir alle die Opfer auf uns nehmen, die ein solcher Krieg mit sich bringen mag, um so sicherer werden wir jenen Frieden erringen, den unser Volk erstrebt. Denn einmal, das ist auch meine Ueberzeugung, muß die Zeit der Unsicherheit ein Ende nehmen! Es muß möglich sein, daß auch das deutsche Volk, ohne von anderen fortgesetzt belästigt zu werden, innerhalb seines Lebensraumes sein Leben nach seinem Wunsch und seinem Willen gestaltet und daß auch das deutsche Volk jenen Anteil an den Gütern der Welt hat, den es auf Grund seiner Zahl und seines Wertes beanspruchen kann. (Erneuter stürmischer Beifall.)
So eröffne ich das Kriegswinterhilfswerk 1939/40. 2ch bitte die Helfer, sich für dieses Werk einzusetzsn, so wie ich das deutsche Volk bitte, sich seiner Helden von jetzt würdig zu erweisen, um das wieder gutzumachen, was die Heimat in den Jahren 1914 bis 1918 am deutschen Volk und seinen Soldaten gesündigt hat.
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Der Sportpalast erhebt sich bei den Schlußworten des Führers und bringt ihm stürmische Kundgebun- gen dar, die in einer großartigen Huldigung aus- klingen. Als dann nach Schluß seiner Rede Reichshauptamtsleiter Hilgenfeldt dem Führer namens der vielen freiwilligen Helfer des WHW. versichert, wie stolz sie alle sind, an seinem gewaltigen Werk zu ihrem bescheidenen Teil mitarbeiten zu können, da bricht erneut ein Sturm der Begeisterung los. Das Sieg-Heil auf Führer und Reich und die Nationalhymnen bilden den Ausklang dieser einzig- artigen Kundgebung deutschen Opferwillens und deutscher Tatbereitschaft.
Englische Zwiespältigkeit.
Berlin, 10. Okt. (DNB.) Es wäre falsch unb gefährlich, sich dazu verführen zu lassen, die Der. einzelten, freilich sich mehrenden englischen Stim> men, die von Verhandlungen und Frie. den sprechen, für die Stimme Englands zu neh. men. Es wäre aber auch falsch, sie nicht hören zu wollen. Die Wahrheit ist, daß die englische öffentliche Meinung zweifellos in einer großen Zwiespältigkeit sich befindet. Auf der einen Seite ein Bernhard Shaw, der die Engländer ins Gewissen fragt, ob ihnen der „Churchil. l i s m u s" nicht nähre sei als der „Hitlerismus", und ob sie nicht mit mehr Nutzen jenen auszurotten suchen sollten als diesen. Mit ihm übereinstimmend Lloyd George, der seinen Artikel im „New York Journal American" gegen den Vorwurf de; Pazifismus in einer Unterredung mit dem Vertreter des kriegshetzerischen „News Chronicle" verteidigt und dabei aufs neue für eine Friedenskonferenz eintritt, nicht mit Hitler allein, das fei zu gefährlich, aber mit allen Großmächten; dem „Hitlerismus" dabei Vorbedingungen machen zu wollen, wie es die Anmaßung der englischen Hetz, presse vielfach tut, erklärt Lloyd George für un- zweckmäßig, vor allem rät er, lieber vor als nach einem europäischen Blutbad sich zusammenzusetzen.
Das „News Chronicle" — wie gesagt deutschfeindlich und bis s. dahin kriegshetzerisch — wagt das heute nicht mehr einfach von der Hand zu weisen. Aber es macht die eben noch von Lloyd George gerügten „unzweckmäßigen und unverschämten Vorbedingungen" und warnt vor der Illusion, eine Verhandlungsbereitschaft Englands als „Nachgiebigkeit" zu deuten; er selber freilich erklärt noch im nämlichen Atemzug die Führerrede für ein Zeichen der Schwäche. Da hat man die ganze Zwiespältigkeit der englischen Haltung auf einem Blättchen. So überall. Hier der „offene Brief" an die „Times" für Friede, dort die Kriegshetze etwa des „Daily Telegraph".
Ein Blatt wie die „Baseler Nachrichten* ist voll von Widerhall englischer Anmaßung. Englands Antwort, meint der Londoner Korrespondent des Blattes, werde „nicht einfach negativ" fein, aber sie werde „Bedingungen a u f z ä h l e n", die vor jeder Verhandlung erfüllt werden müßten. Dabei wird ein neuer Dreh angewendet, um diese Be. dingungen „demokratisch" zu fundieren; es müsse „der externe Hitlerismus ein für allemol beseitigt werden". Also nichts mehr gegen das „jetzige deutsche Regime" schlechthin, — das ist ein Zurückzieher — aber gegen den „für die aufeinanderfolgenden europäischen Krisen und den Krieg verantwortlichen äußeren Hitlerismus" - das ist eine neue Unverschämtheit. Immerhin „Inter« essiere sich England nicht mehr für das Regime, unter dem die Deutschen zu leben wünschen". Das ist auf alle Fälle ein bemerkenswerter Fortschritt, denn vor und sogar kurz nach Tisch noch -ias man's anders. Nun, vielleicht wird man in London und in Basel auch das noch begreifen lernen, daß von allen ganzen und unteilbaren Dingen der „Hitlerismus" das unteilbarste Ganze ist.
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Für die Bedenken, die gerade in den intellektuellen Kreisen Londons feit dem Ende Polens und der Vertiefung der deutsch-russischen Beziehungen aufgestiegen sind, sind die gehäuften Zuschriften aus G e l e h r t e n k rei- [en bezeichnend, die von den bekanntesten englischen Zeitschriften veröffentlicht werden. Da ist z. B. der maßgebende Historiker Charles Treve- ly an, da ist der bekannte Professor Jo ad, die beide dringlich vor einer Ablehnung der Führer- Vorschläge warnen, vielmehr „konstruktiv« Gegenvorschläge" der englischen Regierung fordern. Auch Trevelyan und Joad fragen, ob das
Das Kriegswinterhilfswerk in Hessen-Nassau.
H es r |;erun 'cht z Ag an Her st ,-ng ürtzo, Wei bi Erei ticht, d Mer ii w aucf M feint Dr. M P W
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Eröffnung am Freitag durch den Gauleiter.
Wie der Rationalsozialistische Gaudienst Hessen« Rassau mitteilt, wird das kriegswinkerhifswerk im Gau Hefsen-Raffau. der auch in diesem Jahre geschlossen in dieser Schlacht der inneren Front io den sechs Dintermonaten antreten wird, am fomni e n b e n Freitag durch Gauleiter und Reichs« statthalter Sprenger eröffnet. Die Eröffnung erfolgt nicht, wie in den vergangenen Jahren, mH einer großen öffentlichen Kundgebung, sondern den gegenwärtigen Verhältnissen entsprechend in schlich ter Form im Rahmen eines Betriebs« appeltes. Von der Firma Lollet & Engelhardt In Offenbach aus wird der Gauleiter die Bc« völkerung des Rhein-Wain-Gebietes zur Opferbereitschaft aufrufen. Der Betriebsappell bildet gleich zeitig den Auftakt zur ersten Reichsstraß e n f a m m l u n g, die am Samstag und Sonntag von der Deutschen Arbeitsfront unter dem Gedanken „Schaffende sammeln —- Schaffende geben“ durchgeführt wird.
Oie Wehrmacht
im Dienste des Kriegs-WHW.M39/40
Berlin, 10.Okt. (DNB.) Wie In den Son1 jähren wird sich die Wehrmacht auch für das. Kriegswinterhilfswerk 1939/40 einsetzen und dies«! umfassende Drganifation so weitgehend unterstützen,, wie es die Kriegsaufgaben der Wehrmacht irgend-' wie gestatten. Zum Lohn- und Gehalts" opfer werden alle Soldaten und BeaM" t e n herangezogen, soweit sie Gehaltsempfänger' sind, sowie die aufgrund eines Tarifvertrages be«1 schäftigten Angestellten und Arbeiter.. Ferner wird, neben monatlichen sreiwilli' gen Sammlungen bei den Truppenteilen unb Dienststellen am „Tag der Wehrmacht" ein<: Straßensammlung durchgeführt. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbänden wird eiM' Fahnenserie aller drei Wehrmachtsteile als WHW.-Abzeichen zum Verkauf gelangen.,
Eonderfpende der Heichsbahner zum Winterhilfswerk.
Berlin, 10.Okt. (DNB.) Die G-folgsch-!' der Deutschen Reichsbahn wird, wie in d«" Vorjahren, auch für das Winterhilfswerk 1939/40 außer den allgemeinen Spenden, bis durch Abzug vorn Lohn und Gehalt laufend aufgebracht werden, eine Sonderspende i„n Höhe von einer Million R M. zur Verfügung stellen. Davon werden 500 000 RM. am Tags der Eröffnung des Winterhilfswerkes überwiesen.
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