icr Unterhaltungsmusik. Werke von
rasbar! 18.15: Graf Zeppelins Ritt durch den
Feuerwehr-Alarme im Kreise Gießen
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Frankfurt a. M., 10. Juli.
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, - läger. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.20: Kammermusik. 23 bis 24: Musik aus Wien.
Mein-Mainische Börse.
Millagsbörse still.
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Da stand ja die graue Limousine! Und vor dem aufgeschlagenen Kühler stand der Besitzer.
„Was in Unordnung?" fragte Fritz.
Ein junger, schlanker Mann tauchte hinter dem Kühler auf. „Scheint 'ne Zündkerze ausgebrannt. Ich habe es schon beim Fähren gemerkt, daß der Wagen nur auf drei Toppen läuft."
„Mein Name ist Huckemann, Tankwart. Ich war wohl zu Tisch, wie Sie kamen."
„Kann sein. Der Buchhalter hat mir diesen Platz angewiesen." Er hielt einen Schraubenschlüssel in
Gerätebaus versammelt und rückte mit den Geräten :jr „Brandstelle", der in der Nähe der Wetter
Juli. Ani ßen non Bürgen che aus- > Person Hulkinder Zolkshalle kurz über i Auftre- gebildet, che über« . gesamte findet am m Sams- Alarm in u bezei-h- der hieß' ir Var- t in das
Höher waren außerdem Scheideanstalt mit 209 (208,50), MAN mit 137 (136), BMW. mit 129,75 1129), Deutsche Erdöl mit 117,75 (117,40) und AG. für Verkehr mit 110 (109,25). Nach Pause gingen am Einheitsmartt Kali Salzdetfurth mit 124,25 (143) und Allianz Verein mit 235,50 (236,50) um. Der Rentenmarkt lag sehr still, 6 v. H. IG.- Farben unv. 119,50, Reichst)ahn-BA. 0,13 v. H. ermäßigt auf 121,75. Steuermitlcheine waren fast oeschaftslos, Serie I etwas höher mit 99 (98,85), für die Abschnitte der Serie II nannte man die Mittagskurse.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a.M., 10. Juli. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in Mark: Weizen W 9 213, W 11 215, W 12 216, W 13
217 W 16 220, W 18 222, W 19 224, W 20 226,
Roggen R 11 179, R 12 180, R 14 182 R 15
183, R 16 185, R 17 186, R 18 187, R 19 189
Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete; Weizenmehl Type 812 W 13 30,15, W 16 30,15 W 18 30,15, W 19 30,15, W 20 (Kreis Alzey) 30,15, W 20 (Kreis Worms) 30,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Für Weizenmehl, Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl, Type 997, R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Fracht- ausaleich; Weizenfuttermehl 13,60; Weizen kl eie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Muhlenstation; Rogaenvollkleie R 19 11,00, Rogaenfuttermehl R 19 12,50; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation; Wiesenheu, handelsüblich, alt, 5,40, neu 4,90 Wiesenheu, gut, gesund, trocken, alt 6,40, neu 5,60, Kleeheu, do. alt 7,40 bis 7,80, neu 6,00 bis 6,30, Luzerneheu, do. alt 7,80 bis 8,20, neu
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Daunach' sE ietrieb M r. ©erb'
Am gestrigen Montagabend nahmen der Kreis- uerwehrdezernent des Landkreises Gießen, Regie- ungsrat Dr. Fuhr, und Kreisfeuerwehrführer o u f f i e r im südlichen Teil des Landkreises Gie- en einige Feuerwehr-Alarmierungen vor, um die chlagsertigkeit der Freiwilligen und Pflichtfeuer- )ehren zu prüfen.
Die Fahrt ging zunächst nach Hungen, wo Die reue Alarmanlage der Feuerwehr ausprobiert wer- ui sollte. Ganz zufällig war aber die Feuerwehr iiit sämtlichen Geräten bereits zu einer Hebung an= ?treten, als der Kreisfeuerwehrdezernent und der reisfeuerwehrführer eintrafen. Die Molkerei in er Nähe der Horloff wurde als Brandobjekt an- mommen. Die Geräte rückten sofort nach Der Brandstelle" ab und nahmen die Wassergabe mit mehreren Schlauchleitungen auf. Die Motorspritze gte an der Horloff an. Bei der anschließenden iritit sprachen Regierungsrat Dr rzuhr und ireisfeuerwehrführer B o u f f i e r den einzelnen Behrmännern ihren Dank für ihre Emsatzbereiri haft aus, sie sahen sich jedoch auch veranlaßt,, noch nige Anregungen zur weiteren Steigerung der Schlagfertigkeit der Feuerwehr zu geben.
Die Fahrt ging dann weiter nach Müschen- seim wo um 22.40 Uhr Alarm gegeben wurde. ! bwohl hier der größte Teil der Bevölkerung einer Veranstaltung in einem Gasthause beiwohnte, er-
jinte schon ganz kurze Zeit nach dem Alarm das Signal des Hornisten, und wenige Minuten spater
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Roman von Harald Baumgarten
Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35
12. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
,^ck hab bet nich jemacht!" empörte sich der Wagenwäscher Hellmuth. „Ick hab' den Wagen nur von außen jewaschen! Innen hab' ick ihn noch jar mch Snjerührt!"
„Det sagt ihr immer!" wetterte Preetz los. „Immer paßt ihr innen nich auf. So fest is det Polster nich mehr; schließlich läuft der Wagen schon fünf
„Ja, das Polster ist nämlich zerschnitten, und ich muß das dem Buchhalter melden."
Hinter den beiden standen Vallendar und Charly.
„Nein heute habe ich niemand gesehen, Herr Vallendar. Und ich habe besonders aufgepaßt. Es muß doch wohl nur eine Einbildung gewesen sein, wie Doktor Römer meint."
„Was haben denn die beiden da vorn zu tu- cheln?" wunderte sich Vallendar. Den ganzen Nachmittag, da er mit PerNau aesprochen hatte, war ihm der merkwürdige Anruf bei Notar Grußendorf nicht aus dem Kopf gegangen. Zwischen all dem Aerger über den absonderlichen Einfall Margits, die ältere Frau zu spielen, war immer die Frage nach seiner Bedeutung aufgetaucht.
Jetzt gingen Römer und Huckemann aus den Waschplatz zu.
„Da muh was los sein ... Entschuldigen Sie mich, bitte, einen Augenblick, Fräulein Charly! Vallendar drückte ihre Hand, was völlig unnötig war, und eilte hinter den beiden her.
Schmitz, der ihn schon eine Weile beobachtet hatte, folgte ihm. Am Waschplatz trafen sie zusammen
Huckemann zeigte eben Dr. Römer die schadhafte Stelle des Polsters. ..
„Nun möchte ich aber auch Horen! Interessiert
6,60 bis 7,00, Weizenstroh, finde nbadengepreßt oder gebündelt, 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstenstroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeugerverladestation.
Neue Schweinepreise ab 17. Juli.
Fwd. Mit Wirkung vom Montag, 17. Juli, treten neue Schweinepreise in Kraft. Auf die seit dem 29. Mai 1939 gültigen Grundpreise kommt der jahreszeitlich höchste Zuschlag von 3,00 RM. je 50 kg Lebendgewicht. Auf den Viehmärkten im Rhein - Main - Gebiet, Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und Worms gelten ab 17. Juli folgende Preise bis zum 3. September: Schlachtwertklasse a) 61 bis 62; bl) 60 bis 61; b2) 59 bis 60; c) 55 bis 56; d—f) bis 53; gl) bis 61, g2) und h) bis 55; i) bis 60 RM. — Auf den kur- hessischen Märkten, Kassel, Marburg, Fulda, Wetzlar, liegen die Preise in der gleichen Zeitspanne 1,00 RM. niedriger, also a) 60 bis 61; bl) 59 bis 60; b2) 58 bis 59; c) 54 bis .55; d—f) bis 52; gl) bis 60; g2) und h) bis 54; i) bis 59 RM. je 50 kg Lebendgewicht.
Die obere Preisgrenze darf bei allen Schlachtwert- tlassen nicht überschritten und soweit eine untere Preisgrenze festgesetzt ist, diese nicht unterschritten werden. Die Höchstpreise für Schweinefleisch erfahren dadurch keine Aenderung.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 11. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 750 Kälber, 140 Hämmel, 80 Schafe, 2700 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. — Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Schafe und Hämmel mittel.
der Hand. , .
Huckemann hatte den Eirckmuck, als verstehe der junge Mann nicht sonderlich viel von einem Motor. „Ich komme nachher und helfe Ihnen."
„Danke! Nicht nötig! Zornack schloß die Kühler- Haube. „Ich helfe mir schon selbst." Dabei schien er keine Lust zu haben, wegzugehen. Aufmerksam betrachtet er den alten Wagen Charlys, als fei der ein ganz besonderes Stück.
Die Tür der Box 23 wurde geschlossen. Der Fahrer kam durch den Gang auf Huckemann zu. „Sind Sie Tankwart? Ich heiße Schmitz. Könnte ich vielleicht den Mann kennenlernen, der mir den Wagen vorfährt?" Der pinge Mensch lächelte freundlich. Er hielt Huckemann eine Zigarettenschachtel hin.
„Danke sehr, Herr Schmitz! Für nachher..." Die Zigarette verschwand in Fritzens Brusttasche. „Ich schicke Ihnen gleich den Preetz. Muß da bloß noch 'ne Kleinigkeit ordnen ..." Was guckte „Denn der Zornack immer noch das „Fräulein" an?
Scheinwerfer geisterten durch den Raum. Die Wagenwäscher begannen wieder mit den Schläu- ^Mttn^bend, Charly!" Auch der Doktor war
herangekommen.
Drüben tauchte Vallendar auf.
Huckemann überlegte. Db er Vallendar mal den Fall mit dem Garagenwagen erzählte? Oder dem Doktor? Der hatte doch als erster den Schlag geöffnet. Wenn man nur nicht Mühsam einwechen mußte Einen Augenblick, Herr Doktor!
Bitte? Was gibt's denn, Huckemann?
"Guten Abend, Fräulein Sander!" Vallendar war auf Charly zugegangen. .... n- r.
Zornack stand noch immer bei feiner Limousine, und jetzt öffnete er kopfschüttelnd aufs neue die $ Der junge Herr Schmitz, der Box 23 gemietet hatte stand in der Mitte der Garage. .Lommt denn der Herr Preetz nicht bald?" fragte er.
Gleich, Herr Schmitz!" rief Huckemann über die Sckmlter zurück. Dann wandte er sich an Romer. Aden Sie gesehen, Herr Doktor, ob gestern abend das Polster des Garagewagens kaputt war? Cs könnte ja sein, daß Mister Burd es aufgenssen hätte. Sie verstehen schon?"
Römer überlegte. „Es ist mir nichts aufgefallen.
Wieso denn?."
lkundschaftsbeteiligung wirkte sich zum Wochencm- hng auf allen Gebieten der Börse in sehr stillem Geschäft aus. Die Grundhaltung war nach den (Erlösungen vom Samstag nicht unfreudlich, die Kurse ikitwickelten sich allerdings uneinheitlich.
beugte sich Vallendar vor.
„Ach, Huckemann behauptet, das Polster des Wagens sei ausgeschnitten worden."
Alle Gesichter waren erregt. Das war ja toll, daß man ihrer einen beschuldigte, er habe einen Wagen zersetzt! grollten die Wagenwäscher. Sofort nahmen sie für ihren Kameraden Partei. „Det hat Hellmuth nich jetan!" rief einer von ihnen. „Wer weiß, ob sich der Amerikaner, bevor er starb--"
Der junge Schmitz mischte sich plötzlich m das Gespräch. „Ach, verzeihen Sie! Sie sind doch Herr
„3a, bitte?" Es war für Vallendar nichts Ungewohntes, erkannt zi? werden.
Schmitz verbeugte sich. Auf feinem jungen Gesicht lag ein Lächeln der Verlegenheit. „Schmitz heiße ich. Ich bin neu hier. Box 23. Ich hin — hm Kriminalschriftsteller. Vielleicht haben Sie einen meiner beiden Romane gelesen? Sie begreifen es vielleicht nicht, Herr Vallendar, aber ich freue mich sv Sie nun tennengelernt zu haben! Wenn ich nämlich schreibe, bann stelle ich mir immer vor, Sie wären mein Held. Darf ich Sie nicht einmal ^aSenDar lächelte. Ein wenig schmeichelhaft war es doch, daß ein junger Schriftsteller bei der Arbeit an ihn dachte. „Ich habe jetzt wenig Zeit. Vielleicht schicken Sie mir mal ein Buch?" /
,Lch bringe es mit, Herr Vallendar! Ich parke ja auch hier. Ja, von meinem letzten Honorar habe ich mir einen Wagen gekauft. Allerdings auf Abzahlung. Aber ich glaube ja, es roirb_ imnger besser. Ich habe schon wieder einen neuen Stoff."
Huckemann war mit jeinrr Wissenschaft am Ende.
gelegenen Wirtschaft Roth, ab. Da nach der Uebungsannahme ein Großbrand ausgebrochen fein sollte, wurde gleichzeitig mit der Muschenheimer Wehr auch die Motorspritze der Freiwilligen Feuerwehr in Birklar alarmiert, um bei dieser Gelegenheit die Einsatzbereitschaft des feit einigen Wochen in Birklar stationierten Dorsvannwagens zu erproben. Obwohl die Feuerwehr in Virklar über keine stille Alarmanlage verfügt und auch dort fast sämtliche Mitglieder der Wehr bei einer Veranstaltung weilten, vergingen zwischen dem Anruf über eine Privatperson in Birklar und dem Zeitpunkt des Eintreffens der vollbesetzten Motorspritze mit sämtlichen Geräten in Muschenheim nur 15 Minuten. Damit gab die Mannschaft der Motorspritze Birklar, ebenso wie die Mannschaft der Feuerwehr in Muschenheim eine glänzende Probe ihrer ausgezeichneten Schlagfertigkeit.
In der anschließenden Kritik sprachen Regierungsrat Dr. Fuhr und Kreisfeuerwehrführer Bouffier beiden Wehren ihre höchste Anerkennuna für ihre Einsatzbereitschaft und für den mustergültigen Verlauf der Hebung aus. Regierungsrat Dr. Fuhr betonte dabei, daß — nach dem Verlauf dieser Uebung — die Aufstellung eines Vorspannwagens für den südlichen Landkreis Gießen m Birklar ihren Zweck voll bewiesen habe.
Uebrigens sei noch erwähnt, daß die Dirklarer Wehr in der Annahme, in Muschenheim sei tat- sächlich ein Brand ausgebrochen, bereits vier Minuten nach dem Alarmruf zum Abrücken bereit- stand.
Oer Schuß auf den Vierzehn-Ender.
23tm unserer Berliner Schrift!eitung.
Wegen einer eigenartigen Verletzung jagdrechtlicher Vorschriften wurde kürzlich ein Jagdaufseher von einem Amtsgericht mit Strafe belegt. Nach dem für feinen Jagdbezirk geltenden Abfchußplan waren noch 3 „geringe Hirsche" und 3 „Kahltiere" zu schießen. — An einem frühen Morgen zog er mit der Absicht aus, auf jeden Fall einen Hiftch zu erlegen. Als an seinem Ansitz vor einem Kiesernstangenwald ein Hirsch vorbeizog, schoß er ihn ab, muhte bann jedoch feststellen, daß er keinen „geringen Hirsch" und fein „Kahltier", sondern einen „Zutunstshirsch", einen Vierzehn-Ender erlegt hatte, der nach den Ab- schußrichtlinien nicht adgeschossen werden durste. Er wurde verurteilt, weil der planwidrige Abschuß des Vierzehn-Enders als fahrlässig angesehen wurde.
Gegen diese Verurteilung legte der Jagdaufseher Revision beim Kammergericht ein. Er bestritt, fahrlässig gehandelt zu Haden, und machte vor allem geltend, nach dem Abfchußplan hätte eine bestimmte Anzahl von Hirschen abgeschossen mcr den müssen, und der Jagdpächter sei mit der Er- füllung des Planes im Rückstand gewesen. Er sei deshalb verpflichtet gewesen, sich um die Erfüllung des Abschußplanes zu bemühen. Das Kammergericht verwarf die Revision des Jagdaufiehers. Es sah eine Fahrlässigkeit darin, daß der Angeklagte geschossen hatte, obwohl er in der Morgendämmerung, gegenüber dem Kiefernwald als Hintergrund, das Geweih des Hirsches nicht genau habe erkennen können. Es ließ also das Bemühen des Jagdaufsehers, den Abfchußplan zu erfüllen, nicht als Entfchutdigungsgrund gelten.
Gegen diese Entscheidung des Kammergerichts sind in der Zeitschrift „Recht des Reichs-
Jahre."
Fritz war in den Wagen gestiegen. Er fnipfte, die Innenbeleuchtung an. „Das ist doch nicht von ’ner Bürste, Preetz! Da ist doch einer mit ’nem Messer □eijemefen!"
Preetz lehnte sich mit seinem Oberkörper in den Wagen hinein. Er fuhr mit der Hand über seinen runden Kops, dessen Haare immer so sorgfältig ge» cheitelt waren. „Nu schlägt's aber dreizehn! Meinst bu wirklich, Fritz?"
„Na, klar! Ist ja ’n glatter Schnitt!"
Hellmuth begehrte auf. „Vielleicht behauptet wer, ck schneide jetzt die Polster entzwei?"
Huckemann kroch aus dem Wagen. „Nun mal ruhig, Kinder! Mühsam braucht das nicht gleich zu Obren; der ist sowieso auf achtzig. Die Sache muß aufgeklärt werden, und zwar sofort! Wer hat den Wagen aus der Sammelgarage C gefahren?"
„Ick!" Hellmuth schlug sich auf die Brust. „Und fleich in die Waschnische rein. Dann hab' ick ihn von außen jewaschen. Hab' den Schlag nich wider auf« emacht. Dann kam Preetz und wollte den ,Garage' nach hinten fahren; und da hat er es jesehen."
„Und du hast nichts bemerkt, wie du den Wagen aus C gefahren hast?"
„Nee. Ick hab' nur die Tür ufjemacht — und jleich uns Steuer. War mir so'n bißken unheimlich, weil Doch jeftern immerhin--" Er schüttelte sich.
Neue Wagen fuhren an der erregten Gruppe vorbei und hielten vor ihren Boxen.
Vallendar glitt den Tunnel hinab. „Kinder, macht Doch Platz!" rief er im Dorbeifahren. Die Wageniwäscher beachteten es kaum.
Wer hat denn neben dem Wagen gestanden? überlegte Fritz. Plötzlich lief er fort zu Garage C.
Charly hatte eben das „Fräulein" an den Platz gefahren. Sie schien zu warten.
„Der Doktor kommt gleich!" meinte Fritz und Tirinste. Dann wurde fein Gesicht ernst. Richtig: Dor Reue, der Zornack! Jetzt behielt er, den Namen.
„Also, wir vertagen die Angelegenheit. Preetz — fahr mal den ,Garage' nach hinten! Und dann wollen wir überlegen, wer da heimlich das Polster aufgeschnitten haben könnte. Von euch war's keiner, das glaub’ ich unbesehen. Und vielleicht ist es tatsächlich gestern schon geschehen, wie der Burd ein- stieg. Kann man wissen, was der Mensch in seinen letzten Minuten tut?"
Schmitz horchte auf. Er rieb die Innenflächen seiner Hände. „Was ist denn hier los? Wieso reden die Leute von einem Mann, der starb? Vielleicht wäre es ein Kriminalstoff!"
Vallendar sand den jungen Menschen rührend. „Na, dann lassen Sie sich mal die Geschichte vorn Tankwart erzählen! Ich habe wirklich keine Zeit!"
„Aber mein Buch, ,Das Tal der Verbannung barf ich Ihnen doch morgen bringen, Herr Vallendar? Vielleicht wäre es eine Filmrolle für Sie."
„,Tal Der Verbannung'?" fragte Huckemann. „Hab' ich gelesen! War mächtig spannend. Meine Braut hat eine Leihbücherei."
Der Garagenwagen fuhr langsam nach rückwärts.
Schmitz verbeugte sich vor Vallendar und Huckemann. „Ich freue mich, daß es Ihnen gefallen hat. Wird das Buch viel gelesen?"
Der junge Kriminalschriftsteller Schmitz fand plötzlich einen Kreis von Bewunderern. Drei der Wagenwäscher hatten das Buch bei Hilde Weber ausgeliehen. Fragen sprangen ihm entgegen. Er strahlte.
Dr. Römer und Vallendar wäre zuruckgegangen. Der Schauspieler hatte zwei Falten auf der Stirn.
Römer betrachtete ihn von der Seite. „Jetzt bringen Sie natürlich diesen kleinen Zwischenfall mit Charly in Verbindung, nicht wahr, lieber Vallendar? Und dabei gehen Ihre Gedanken krause Wege."
„Stimmt, Doktor! Sehr kraus sogar."
Sie kamen an die Garage C, wo Charly wartete. Es war schon eine Gewohnheit geworden, daß der Doktor sie abends nach Hause begleitete.
„Was ist denn da vorn in der Wagennische geschehen?" fragte sie.
„Ach nichts, Charly! Ein Wagenwascher soll aus Unachtsamkeit einen Wagen beschädigt haben." Der Doktor hielt es nicht für nötig, Sie irgenroie zu beunruhigen.
Zu britt verließen sie bi« Garage, Vallendar drehte sich noch einmal um.
Neben Charlys altem Zweisitzer stand ein Mann und beschäftigte sich damit, sein Werkzeug in den Wagenkosser zu packen. Als spüre er Vallendars Blick, sah er kurz auf. Er hatte spähende, durch- dringende Augen. .
Der Blick war nicht sympathisch! empfand Vallendar Als sie an der Wagennische vorbeikamen, sah : er Schmitz zwischen den Wagenwäschern stehen. Der . junge Schriftsteller hatte ein Merkbuch tn der Hand und kritzelte eifrig. Es war kein Zweifel: Gr fragte . die Leute aus. (Fortsetzung folgt.)
Main. 18.30: Frauen der Vergangenheit: Konstanze Mozart. Dichtung und Wahrheit um die Frau eines Genies. Eine Hörfolge. 19: Fliegendes Deutschland: Der Ikarus von Ulm. 19.15: Tagesspieael. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Jndustrie-Schallplatten und Eiaenaufnahmen.) 20: Nachrichten. 20.15:
tionswerte teilweise 0,13 v. H. fester. Industrie- Obligativnen schwankten bis 0,25 v. H.
Im Verlaufe erhiett sich ttotz der starken Ge- schäftsstille eine fteundliche Tendenz und vielfach zogen die Kurse leicht an, meist handelte es sich um nominelle Dewegungen. Scheideanstalt 208,50 nach 208, Kemberg 127,75 nach 127,25, Deutsche Linoleum 145,65 nach 145,25, Demag insgesamt 1 o. H. höher mit 138. Dagegen waren JG.-Farben mit 145 nach 145,25 und Rheinstahl mit 134,50 nach unv. 135 nur knapp gehalten, auch Verein. Stuhl nannte man leicht unter pari. Bei den später notierten Papieren überwogen Erhöhungen bis 1 v. H., Deutscher Eisenhandel nach Pause 3 v. H. höher mit 134,25.
Bon unnotierten Werten gewannen Dingler 0,50 v.H. auf 102 bis 104, dagegen Rastatter Waggon edenfoviel leichter mit 51,50 bis 53,50. Tagesgeld unv. 2,25 v. H.
Abendbörse sttll.
nährst and es" (1938, S.853) Bedenken erhoben worden. In Berichten einzelner Landesbau- ernfchaften werde laufend über große Wildschäden geklagt. Die Verminderung der Wildschäden liege aber im Interesse Der völkischen Nahrungssiche- runa. Das Ueberhandnehmen von Wildschäden fei meist darauf zurückzuführen, daß die an sich zureichenden Abschußpläne nicht voll erfüllt werden. Die Erfüllung der Abschußpläne sei aber, wie gerade aus Iägerkreisen vorgebracht werde, vielfach dadurch gehemmt, daß an die Sorgfaltspflicht des Jägers übertriebene Anforderungen gestellt würden. Man dürfe nicht dem Jäger, der seinen Abschuhplan durchführen wolle, jedes geringste Versehen als strafbare Fahrlässigkeit anrechnen. Es müsse auch hier der Maßstab angelegt werden. Der das allgemeine Interesse an Der Erfüllung der Abschußpläne gebührend berücksichttge.
Kunst und Wisfenschast.
Lin INuseum für (Konffanfin Meunier.
König Leopold von Belgien hat soeben ein neues Museum ein geweiht, das zur Erinnerung an den großen belgischen Bildhauer und Dialer Con- ftantin Meunier eingerichtet ist. Das Museum befindet sich in Dem Brüsseler Vorort Jxelles in dem Hause, in dem Meunier am Ende seines Lebens bis zu seinem Tode im Jahre 1905 gewohnt hat. Eine stattliche Anzahl von Bronzen und Land- fchaftsgemälden Meuniers ist in dem neuen Museum vereinigt.
Aenderung
im Spielplan Der Heidelberger Festspiele
Staatsschauspieler Heinrich George muß sich auf dringendes ärztliches Anraten einer so- fertigen Kur unterziehen. Infolgedessen finden an Stelle her ausfallenden Aufführungen von „Schluck und Jau" Wi-ederholungen des „Sommer- n a ch t s t r a u m e s" von Shakespeare, der , „Freie r" von Eichendorff und der „R ä u b e r" । von Schiller statt.
^nzert in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft ^raft durch Freude". 13: Nachrichten. 13.15: Mtt- qskonzert. Ausführung: das kleine Rundfunk- 'chefter. 14: Nachrichten. 14.10: Ein Freund aller ,-utschen Hörer: Carl Woitschach t (gestorben am [ Mai 1939). (Jndustrie-Schallplatten.) 16: Mili- und Eigenau ft tcrkonzert. Ausführung: Regimentsmusik des Inf.- Meister deutsch ^egts. Nr. 15. Einlage: Das Mikrophon unterwegs. Willi Lautenschi ' -i: Das Recht im Alltag: Falsche Anschuldigung ist
Im allgemeinen gingen Die Veränderungen am ICttienmar tt über Bruchteile eines Prozentes | laum hinaus. Von den führenden Werten bröckelten IG.-Farben auf 145,25 (145,50), Reichsbank auf 79,90 (180) und Verein. Stahl auf 100,13 (100,65) I ;'b, Hoesch lagen 0,50 v. H. fester mit 106,50. zleftropftien lagen vorwiegend etwas höher, be- ünDers Lahmeyer mit 108,50 (107), ferner Felten 37,50 (136,50) und Gesfürel 124,25 (123,50). Leicht arhbht kamen ferner VDM. mit 165 (164), Schelde- cnftalt mit 208 (207,75) und Westdeutsche ftauf« äf mit 94,90 (94,50) zur Notiz. Anderseits gaben Heidelberger Zement auf 139 (139,50) und Daim-
Das Abendbörsengeschäft hatte keinen besonderen Umfang, ebenso wiesen die Kurst am Aktien- markt im allgemeinen keine stärkeren Veränderungen auf. Es bestand jedoch weiterhin leichte 9tad)frage, so daß kleine Befeftigungen in der Mehrzahl waren. JG.-Farben wurden mit unv. 145 ! um gesetzt, Verein. Stahl waren zu unv. 99,75 und
Am variablen R e n t e n m a r k t fanden Reichs- cltbesitz zu 131,75 (131,65) und Reicbsbahn-VA. zu 1-21,90 (121,50) Nachfrage. Steuergutscheine schwachen sich weiter etwas ab, Serie I 98,85 bis 98,75 umge^, 198 90) Serie II Juni 95 (95,40), Juli und August Mannesmann zu unv. 104, AEG. 0,25 v. H. c 4 75 bis 94,50 (95). Pfandbriefe und Stadtan- niedriger zu 111 8^t, anderseits B^rus und
bei ruhigem Geschäft behauptet, Liquida- Rheinstahl je 0,25 v. H. fester mit 93 bzw. 134,75.


