Ausgabe 
11.7.1939
 
Einzelbild herunterladen

griffen.

Aus aller Welt

Die

Dr. Adolf Rohrbach f.

Hauptmann Wille in Brüssel aufgebahrt.

sprejle- iZShrige iirnbetg ehlich 1er des ch wer- sparlei-

gelegen- winter« ;rs wie : heim- Ein-

5 einen nelsälti-

ra.

7 Uhr rb des et von 1 Bot- je An- Hafen an er, r ipo- eiteten ng an i ita- nischen Führer o r r a Stabt btr

Haus : cm\ vmti

Ein Pionier des mehrmotorigen Großflugzeug- unb des Wasserflugzeugbaues, Dr. h. c. Adolf R. Rohrbach, ist im 51. Lebensjahr plötzlich verstor­ben. Rohrbach war 1889 in Gotha (Thüringen) ge­boren und wandte sich sehr früh dem Flugzeugbau zu. 1923 konstruierte er das erste Flugboot Typ Rohrbach II", mit dem 1 4 W e l t h ö ch st l e i st u n - gen erflogen wurden. 1926, nach Freigabe des Ver­kehrsflugzeugbaues in Deutschland, erzielte Rohrbach 9 ~ ' 7e. In der Weser-Flug-

weitere gro'u- . T. _

zeugbau-Gesellschaft war er mit wichtigen Aufgaben betraut, die er mit bestem Erfolg ge-

auszuüben. Es könne aber nicht geduldet werden, daß die Freiheit der Schriftleitungen und damit ihre Verpflichtung, die Oeffentlichkeit in sachlicher Weise zu unterrichten, auf diese Weise angegriffen werde. Das Gericht schloß sich diesen Aus­führungen an und gelangte zu dem eingangs er­wähnten Urteil.

Ser Streifendienst der HI.

'Der Streifendienst der Hitler-Jugend wurde 1934 gegründet als Ordnungsdienst zur Ueberwachung des Auftretens der HI. in der Oeffentlichkeit und zum Schutz der Jugend vor schädigenden Einflüssen. Der Streifendienst sorgt für die Bewachung der Zeltlager und der Transporte, er nimmt den Ord­nungsdienst bei Großkundgebungen dar und über­wacht die Disziplin in den Heimen und auf Fahrt. Hierzu gehört auch die Ueberprüfung der Unifor­mierung und der Feuersicherung. So mancher Spaziergänger, der im sommerlichen Walde beim Rauchen oder unvorsichtigen Hantieren mit Feuer angetroffen wurde, konnte vom Streifendienst der Polizei gemeldet werden. Der Streifendienst ver­öffentlicht laufend ein eigenes Fahndungsblatt nut der Personalbeschreibung vermißter Jugendlicher. Dank dieser Zusammenarbeit ist die nahezu restlose Aufklärung aller Fälle von Vermißten erreicht worden. Ihre schönste Anerkennung findet diese Arbeit in den vielfachen Bitten der Eltern, den Streifendienst für die Suche von jugendlichen Aus­reißern einzusetzen. Auch vagabundierende Jugend­liche werden vom Streifendienst aufgegriffen. Um die Jugend vor schädigenden Einflüssen zu behüten, sorgt der Streifendienst auch dafür, daß das Verbot des Besuches von Rummelplätzen eingehalten wird. Allen Jugendlichen steht der Streifendienst mit Rat und Tat zur Seite. Der Streifendienst, der Nach­wuchs o r g a n i s a t i o n der ff i st, soll bis zum 1. April 1940 voll ausgebaut sein. Jeder HJ.- Bann wird seine Streifendienst-Gefolgschaft haben.

la.

S, -r«i!

M dar.

Potier le in ttiij «HO: 'Hut Min:

1 eitle

Oie Sprengladung an der Haustür.

Die Forderung nach Entfernung des pol« nischen Munitionsdepots auf derDan­zig e r Westerplatte, die Gauleiter F o r st e r am Sonntag aussprach, betrifft eine der gefähr­lichsten und sinnlosesten Schikanen Polens gegen Danzig. Die Westerplatte ist eine zum Danziger Hafen-, also auch zum Danziger Hoheitsgebiet ge­hörende kleine Insel an der Mündung der alten Weichsel. Eine Entscheidung des Völ­kerbundsrates vom 1. 9. 1922 zwang die Freie Stadt Danzig nicht nur, ein polnisches Munitions­und Explofiostofflager auf Danziger Boden zuzu- gestehen, sondern Danzig mußte sich auch noch mit der Hälfte der Unkosten für die Errichtung der nötigen Kai- und Schuppenanlagen usw. beteiligen. Ungeachtet aller Danziger Proteste wurde das Mu­nitionsdepot dann tatsächlich im Jahre 1926 er-. richtet. Was unmittelbar nach dem Weltkrieg irt Anbetracht des Fehlens eines ausgebauten eigenen polnischen Hafens vielleicht noch zu begründen ge­wesen wäre, war 1926 bereits zu einer bewußten Schikane Polens gegen Danzig geworden, da Polens eigener Hafen Gdi'ngen weit genug vor­geschritten war, um auch ein Munitionsdepot auf­nehmen zu können; verwies doch z. B. im Juli 1927 der Dölkerbundsrat selbst polnische Kriegs­schiffe auf die Benutzung Gdingens, das ja auch Polen als Kriegshafen dient.

Noch im selben Jahre erfolgte der zweite Anschlag Polens gegen die Westerplatte; Polen besetzte die ganze Insel, mußte sie jedoch auf Grund einer Entscheidung des Dölkerbundsrats bis auf das Munitionsdepot ein knappes Jahr

nach Salamanca abbefördert worden. Aus Sala- manca, Valladolid und Avila find Hilfsmannschaf, ten nach Tena Randa de Bracamonde geschickt wor­den. Die Brände konnten trotzdem nicht vollständig gelöscht werden. Die Explosion erfolgte zuerst i n einem Lagerschuppen am Bahnhof, wo eine Ladung Sprengstoffe zum Transport bereit lag, und übertrug sich dann auf das Hauptsprengstofflager. Die zu Gunsten der Opfer in ganz Spanien em- geleitete nationale Sammlung brachte als ' ersten Beitrag eine Spende des Caudillo in Höhe von 200 000 Peseten. Die Verpflegung der Obdach- losen übernimmt die Sozialhilfe der Falange.

Betgunfälle.

Steuerermäßigung für Hausgehilfinnen.

Durch einen Erlaß des Reichsfinanzministers v-urde für kinderreiche und bäuerliche Familien, für I-ieosbeschädigte, körperbehinderte und alters- Äiwache Personen als Ersatz für die bis- ierige Vergünstigung bei Befchaf- g u n g einer Hausgehilfin eine entspre- t ende Steuerermäßigung zugelassen. Es sind Zwei- I- l entstanden, ob der Erlaß die Fälle, in denen r ne Steuerermäßigung gewährt werden kann, e r - chöpfend aufzählt, oder ob es sich nur um Keispkele handelt. So haben Steuerpflichtige mit weniger als vier minderjährigen Kindern, eren Frauen beruflich oder ehren- mtlich tätig sind, Witwer und be­ll fe tätige Witwen mit weniger als vier indern die Steuerermäßigung beantragt, weil bet

Oas deutsche Wasserslraßennetz.

In derZeitschrift für Binnenschiffahrt" berichtet Ministerialrat Weidner über die Rhein-Main- lönau - Verbindung. Der in der Entstehung begrif- sme vom Rhein, bis zur ungarischen Grenze rei- tenbe rund 1100 Kilometer lange Wasserweg lei raf)t nur eine hochwertige innerdeutsche Verkehrs- v rbinbung, besonders für die Beförderung von z-ihlen aus Rheinland und Westfalen nach der Mmark und von Erzen und Holz m der umge- [Hirten Richtung, sondern habe darüber hinaus eine r.djt zu unterschätzende Bedeutung für den Guter- wstausch mit dem Ausland. Die Rhein-Main- '»nau - Verbindung habe aber auch die Notwendig- tiit einer A n s ch l u ß w a s s e r stra ße klar her- wrtreten lassen. Der W e r r^i - -M a i n - K a n a l ! lde das Schlußstück einer rund 1360 Kilometer Ingen Wasserstraße, die von dem Seehafen Bre- en über die Weser und Werra nach dem Main lüi Bamberg führt und sich weiter mit dem ^ain-Donau-Kanal und der Donau bis jur trenne des Reichsgebiets erstreckt. D'.e Reiterführung der Werra-Kanalisierung nach Süden

5 in die Gegend von Meiningen ermöglicht eine nnendeutsche NordSüd - Wasserstraße, die m Minden den Mittellandkanal kreuzen wurde. Der Rerra-Main-Kanal wird auch die weit abseits leder ^Aasserstraße gelegenen entwicklungsfähigen 2biri» 1 chaftsgebiete Thüringens und Nordbayerns an bas Jasserstraßennetz heranbringen.

... Leiche bes beutschen Fliegerhauptmanns Wille, der bei dem internationalen Fliegertreffen in Euere den Fliegertod fand, ist in der Kapelle bes Militärlazaretts von Brüssel aufgebahrt wor- den. An dem Sarge halten belgische Flieger die Ehrenwache. Ein Ordonnanzoffizier des Königs, der Fliegeroberst Baron de Woilmont, Kommandeur des 2. Flieger-Regiments, legte im Auftrage des Königs einen Kranz an der Bahre nieder. Ferner wurden Blumen durch den Kommandeur der bel­gischen Luftverteidigung, General Duvivier, niedergelegt. Generaloberst Milch ehrte den Toten durch zwei Kränze, von denen der eine im Auf­trage von Generalfeldmarschall Göring nieder­gelegt wurde. Am Dienstag wird die Leiche mit dem Flugzeug nach Deutschland übergeführt werben. Vorher findet eine Trauerfeier auf dem Militärflugplatz von Eoere statt, an der sich em Vertreter des Königs, der Landesverteidigungs­minister General Denes, Generaloberst Mich. der deutsche Botschafter und die ausländischen Flieger­abordnungen beteiligen werden.

n ent* n Theo' B'hl' n Theo* jerungs« ßrofelF an der r o.Pro* liversitot ?(for für iien Dr. loniie an : der o. ät Wien Jior der jrud Dr. ianiM r Adolf Elektro* Dr. Hein* Seichs e Berlin an der Wein'

>rl. Bes

bensM' dentl'cher itbem 'l1 at Berlin

slehre Prosell^

.er rtt

»zem

Hinrichtung rotspanischer Bestien.

Der Erbauer der furchtbaren Folterkam­mern von Barcelona, Laurencik, wurde hin gerichtet. Fast zur gleichen Zeit konnte ein weiterer roter Mörder, Planaco, unschädlich gemacht werden. Er hatte u. a. 32 Seminaristen gezwungen, sich selbst von einem Viadukt hinabzu- stürzen.

Ein vermißtes Flugzeug im Oberengadin aufgefunben.

n.

erPräi rbaus dch

.. der übet:

be> [erunq n. lotn, ie all, 'tat Ans­on b 5 .ihr? 'izu !n Be. taaten wichen )gcn." en er.

wer- n. To "ntfen. Zelehnt fir«8t 'enden erregte lerprä.

kdF.-Sport im Reichssenber Frankfurt a. M.

NSG- Die enge Verbindung zwischen Rundfunk und der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" inbet für bie Gaue Hessen-Nassau, Koblenz- Trier und Kurhessen eine Ergänzung durch eine Abmachung zwischen der Gauwaltung Hessen-Nassau der DAF. und dem Intendanten des Reichssenders Frankfurt. In Zukunft ist an jedem Donners­tag der erste Frühsport des Relchssenders von 6.10 Uhr bis 6.30 Uhr dem Betriebs- fport gewidmet. Eine beliebige Betriebssport­gemeinschaft aus dem Gau wird ihn auf dem Sport­platz des Reichsfenders durchführen. Zehn bis fünf­zehn Minuten der Sendung find der rein sportlichen Arbeit gewidmet, während in der resUichen Zelt alle aktuellen Nachrichten aus der KdF.--sportarbeit der drei vom Reichssenber Frankfurt betreuten Gaugebiete burchgegeden werben.

Deutsche Fernsehausstellung in Ehile.

In Santiago de Chile wurde die deutsche Fern­sehausstellung eröffnet, die von der Forschungsan- talt der Re'ichspost veranstaltet wird. Es Hande t sich um die gleiche Ausstellung, die bei dem Welt­postkongreß in Buenos Aires erfolgreich ae- zeigt wurde und gegenwärtig auch m Rio be Janeiro läuft. Der Eröffnung wohnten Zahlreiche Minister, bie Direktoren der Post mid des Elektri- zitätsbienstes und der deutsche Ge chaftstrager bei. Die Vorführungen fanden bei allen Teilnehmern arößtes Interesse. Innenminister Alfonso benutzte als Erster bie Fernsehsprechanlage, ^uch die Vor­führungen bes Fernsehrundfunks und bie Film­übertragungen fanben starken Anklang.

DieThetis" hatte Schlagseite.

Bei ihrer Unqlückssahrt hatte dieThetis" eine Schlagseite von etwas über 7 Zentimeter, erklärte ^n technischer Angestellter der Bauwerft vor dem Eonboner Mbmiratitätsgeridjt. Es mürbe auch brn

löst hat.

Internationaler Kongreß der landwirtschaftlichen Industrien.

In der Aula der Budapester Technischen Hoch­schule wurde in Anwesenheit des Reichsverwesers der VI. Internationale technische und chemi­sche Kongreß der landwirtschaftlichen Industrien eröffnet, zu dem 534 Vertreter von 38 Staaten er­schienen sind. Die größte Abordnung hatDeutsch - land unter Führung des Ministerialdirigenten Schuster entsandt, der dann die französische und belgische Abordnung folgen. Das Regierungs­organEsti Ujfag weift darauf hin, daß dieser Kongreß in einem Augenblick zusammentrete, wo auf der ganzen Welt ein Wettlauf um bie Beschaffung von Rohstoffen im Gange sei Der Kongreß suche nach Möglichkeiten die frteu- iche und freundschaftliche Lösung der Rohstofffrage.

Im Allgäu stürzte von der H o ch f r o n t s p i tz e der 18jährige Leonhard Zimmermann aus Sonthofen 80 Meter tief ab und war sofort tot. Ferner konnte eine Suchmannschaft die Leiche des seit 14 Tagen vermißten Nürnberger Kaufmanns Hans Huck bergen, der von einer Felswand auf bergauf er alpe abgestürzt war. Schließlich i|t am Sonntag in den Tegernfeer Bergen der 18jährige Angestellte Georg Walther von der Roßsteinnadel abgestürzt. Er erlitt einen Schädel-

^Schwerer Eisenbahnunfall in Oberitalien.

Auf der Eisenbahnlinie von Colico nach Chiavenna stieß ein M o t o r t r i e b w a g e n in der Nähe der Station Nooate in voller Fahrt gegen einen ihm entgegenkommenden beschleuig- ten Personenzug. Der Triebwagen, in dem sich zum Glück nur 7 Personen befanden, wurde vollkommen zertrümmert. Vier Per­sonen wurden getötet. Der Triebwagen hatte das auf Halt stehende Fahrtsignal über­sehen und war weiter gefahren. Bei der Unüber­sichtlichkeit der kurvenreichen Strecke konnte zudem der entgegenkommende Personenzug nicht recht­zeitig bemerkt werden.

Zwei elektrische Züge zusammengestoßen.

Ein schwerer Zusammenstoß zwischen zwei elek­trischen Zügen der Oberrheinischen Eisen­bahn-Gesellschaft ereignete sich auf der Heidelberger Strecke unmittelbar beim Mann - Heimer Stadion. An einer Stelle, die infolge einer Unterführung und einer Gleiskrümmung nur auf geringe Entfernung übersichtlich ist, erfolgte der Zusammenprall zwischen einem Personen- unö einem Güterzug. Beide Züge mürben scharf ab­gebremst, wobei es bem Fahrer des Personenzuges gelang, sein Fahrzeug noch,vor dem Zusammenstoß zum Halten zu bringen. Der andere Zug aber fuhr mit voller Wucht auf. Da der Personenzug eine Stahlbaukonstruktion hat, schob sich dieser m den leichter gebauten Triebwagen bes Guterzuges, wo­bei sich bas Oberteil bes Güterzuges durch den Drehkranz löste und die Räder auf den Schienen blieben. 2 3 Schwer- und Leichtverletzte wurden in das Mannheimer Krankenhaus eingelie-

fpäter wieder räumen. Der dritte pol­nische Anschlag erfolgte im März 1933, als Polen die ohnehin auffallend starke Wache des Muni­tionsdepots von 100 Mann um weitere 200 Mann verstärkte und die Insel mit Maschinengewehren bestückte; auch in diesem Fall mußte Polen infolge schärfster Proteste Danzigs seine rechtswidrigen Maßnahmen rückgängig machen. Zwischendurch versuchte Polen wiederholt, die Westerplatte durch den Völkerbund als exterritorial erklären zu lassen. Polen hatte sich zu diesem Zweck bemüht, bereits eine vollendete Tatsache dadurch zu schaffen, daß es Danzig die Ausübung der pflichtgemäßen Kontroll- und Polizeibefugnisse auf der Wefterplatte ebenfalls widerrechtlich entzog. Nach erbitterten Kämpfen setzte es Danzig durch, daß wenigstens der Polizeipräsident oder sein ständiger Vertreter die Westerplatte zu Kontrollzwecken betreten konnte.

Nachdem nun Polen den Hafen Gdingen schon seit einer ganzen Reihe von Jahren fertig aus­gebaut und dort auch einen Kriegshafen errichtet hat, ist auch der letzte Anschein einer Notwendig­keit für das polnische Munitionsdepot auf der Westerplatte geschwunden. Es handelt sich bei der Aufrechterhaltung dieses Munitionslagers nicht nur um eine völkerrechtswidrige Verletzung der Dan­ziger Staatshoheit durch Polen, sondern auch um eine ftänbige schwere Gefährbung bes Danziger Hafengebietes durch die dort, lagernden Explosivstoffe. Daß Polen dieses Muni­tionslager im Danziger Hafen tatsächlich nur aus reiner Schikane unterhält und darauf jeder­zeit verzichten kann, geht allein schon aus der be­rüchtigten polnischen Geheimdenkschrift des Sega« tionsrafes Zalewski über die kalte Eroberung Dan- zigs von 1929 hervor; es heißt dort nämlich unter Punkt 12:Man konnte daran denken, den Dan- zigern als Preis für die Aufgabe der eigenen Wäh­rung bie Verlegung der Munitionslabungen nadj (bringen anzubieten." Es ist typisch für die polnische Denkweise gegenüber Danzig, daß Polen ! die ständige große Gefahr der Lagerung von Muni- : tion und Explosivstoffen der Stadt Danzig ohne wei-, feres zumutet, diese Gefahr aber von feinem nur 1 10 Kilometer entfernten Kriegshafen in Gdiygen fernhalten will.

ynen die allgemeinen Voraussetzungen wie Zwangsläufigkeit, außergewöhnliche Be- nftung und Beeinträchtigung der steuerlichen Lei- ungsfähigkeit gleichfalls gegeben seien. Wie iie Deutsche Steuerzeitung mitteilt, hat der Reichs- inanzminister entschieden, daß die Fälle, in denen ic Peschäftigung einer .Hausgehilfin für sich allem iine zwangsläufige außergewöhnliche Belastung dar- cüt, in dem Erlaß erschöpfend geregelt sind. Eine erweiterte Anwendung würde die auf- ehobene steuerliche Vergünstigung wieder einführen.

lluch beim Witwer mit weniger als vier minder- ührigen Kindern sei diese Entscheidung gerecht­fertigt, da dem Witwer in der Kinderermäßigung uch die Frauenermäßigung zugute komme, bwohl er für die Frau Aufwendungen nicht mehr iahe. Der Erlaß schließe aber nicht aus, daß Auf­wendungen für eine Hausgehilfin im Zusammen­hang mit einer außergewöhnlichen B e - astung berücksichtigt werden. Habe z. B. die Krankheit der Ehefrau zur Einstellung einer Haus- : ehilsin für die Dauer der Krankheit geführt, so Rechnen die Aufwendungen für die Hausgehilfin zu en Ausgaben, bie durch bie Krankheit erwachsen inb.

Keine zeitliche Beschränkung Für Ermähigung der Hypothekenzinsen

Das Gesetz über Hypothekenzinsen vom 2. Juli 936 machte es den Gläubigern zur Pflicht, bie Zinsen der Forderungen, die beim Inkrafttreten lies Gesetzes durch eine Hypothek an einem irländischen G r u n d st ü ck gesichert waren, nuf den Satz zu ermäßigen, der nach der allge­meinen Wirtschaftslage und den besonderen Umstan­den des einzelnen Falles angemessen war. Kam Seine gütliche Einigung zustande, so v e r mit t e 11 e Der Richter die Vereinbarung. Dies Gesetz war vis zum 1. Juli 1939 beschränkt, weil anzunehmen war, daß bis zu diesem Zeitpunkt die Zinssenkung im ganzen Reich durchgeführt sein werde. Eine neue Lage ist nun aber dadurch eingetreten, daß die Ost­mark, der Sudetengau und das Memelland zum Reich zurückgekehrt sind. In diesen Gebieten sind die Zinssätze noch an die im Altreich geltenden Zms- atze anzupassen. Zu diesem Zweck hat der Führer Die zeitliche Beschränkung des Hypotheken-

Nach einer Meldung des Eidgenössischen Luft- amtes und auf Grund von Berichten der Grenz­wache Samaden sind die Ueberreste des am 1. Ok­tober 1938 auf dem Fluge von Frank­furt a. M. n a ch M ai l a nd verunglückten Flug­zeuges D-AVFB im oberen Gondascatal, etwa 20 Kilometer südwestlich des Silser Sees im O b e r- engadin, aufgefunden worden. Die Ber­gungsarbeiten, die sowohl von schweizerischer als auch von deutscher Seite sofort ausgenommen wur­den, werden im Hinblick auf die Schwierigkeit des Geländes voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Feststellung der Unfallursache ist nicht vor Abschluß dieser Arbeiten zu erwarten.

Sevilla meldet 53 Grad im Schatten.

zinsaesetzes aufaehoben. 2)al)er kann auch in Zukunft im Altreich bei den vor dem 5. Juli 1936 eingetragenen Hypotheken eine Zinssenkung im Wege der richterlichen Vertragshilfe erfolgen.

ÄereinSführer

wegen Pressenötigung verurteilt.

Zu 50 Mark Geldstrafe wegen Presfenötigung verurteilte das Schöffengericht in Neu­wied den Vorsitzenden eines Sportvereins aus dem dortigen Kreise. Einzelne Mitglieder dieses Vereins hatten sich so unfair auf dem Spielfelde aufgeführt, daß sie von der Gauführung des NSRL. zur Verantwortung gezogen und zum Teil auch bestraft wurden. Aus diesem Anlaß schrieb eine Koblenzer Zeitung in ihrer Sportvorschau für ein weiteres Spiel, die betreffende Mannschaft möge sich so verhalten, daß sie nicht noch mit einer Platzsperre belegt werden müsse. Diesen Hinweis nahm der Vereinsführer zum Anlaß eines gehar­nischten Protestes bei der Schriftleitung der Koblen­zer Zeitung; er warf ihr vor, sich unkorrekt ver­halten zu haben und drohte, daß er in seinem Ver­ein keinen Leser dieser Zeitung mehr dulden werde. Die Schriftleitung erstattete daraufhin Anzeige

>-Programms feine wesentlichen B c r - , Uberlingen, wohl aber gegenüber der Ein- telung bei früheren Reichsparteitagen zeitliche

Erlegungen erfahren.

Fünf Jahre Äolksgenchtshof.

B e r l i n , 10. Juli. (DNB.) Aus Anlaß des fünf« Iirigen Bestehens des Volksgerichtshofes fand eine ier statt, zu der neben dem Reichsrechtsführer, ichsminister Dr. F r a n k, und Staatssekretär Dr. chlegelberger in Vertretung des verhinderten ichsjustizministers u. a. erschienen waren der Chef $ Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst > i t e l, Obergeneralarbeitsführer Buffe, Gene- ber Flieger Stumpfs, Oberreichsanwalt Dr. im s und Reichskriegsanwalt Eichler. Reichs- nifter Dr. Frank erklärte, der Volksgerichtshof st der Exponent der nationalsozialistischen Revolu- li'n innerhalb der den Gemeinschaftsschutz verbur- ainden Ordnung des Reiches, feine Tätigkeit habe zu eher starken Niederringung des Verrätertums ge- fthrt und stelle eine der schärfsten Waffen m der l>rteibigung des Dritten Reiches dar.

Präsident Dr. T h i e r a ck erklärte der i nnerc lMnefungsprozeß des deutschen Volkes ziichne sich auch in der Geschichte der ersten fünf sichre des Volksgerichtshofes deutlich ab. Wahrend zinachst die H o ch v e r r a t s p r o z e s f e weitaus ir der Mehrzahl gewesen seien, seien sie mehr und N'chr zurückgegangen, so daß der Hochverrat heute A Gefährdung des deutschen Volkes mehr bilde. Je. Thierack wandte sich g e g e n d i e ß u g c ni parolen, die im Auslanbe über die Tätig­et des Volksgerichtshofes verbreitet werden Er o b nüchterne Zahlen bekannt, die auch dem dos- mlligen Beurteiler im Auslande die Augen daniber öinen müssen, daß der Volksgerichtshof ferneBlut- ;L,- üb Im Jahre 1938 wurden vom Volks- ' richtshof insgesamt 269 Urteile verkündet darunter imren neben 54 Freisprüchen nur 17 2obes- nr t e i l e Diese Todesurteile sind ganz überwiegend 6£pQen Landesverräter ergangen, und nur in einziges gegen einen Hochver­

wegen Pressenötigung. In feinem Plädoyer wies der Staatsanwalt darauf hin, daß jeder Versuch, die sachliche Berichterstattung der Presse anzu­greifen, energisch zurückgewiesen werden müsse. In die Zeitung gehörten fachliche und objektive Berichte, auf die gerade der nationalfozialistische Staat be­sonderen Wert lege. Wie die Zeitung im allge­meinen, so müsse auch der Sportbericht im beson­deren einen erzieherischen Wert haben. Diesem Ziele hätten die sachlich durchaus korrekten Berichte der Koblenzer Zeitung gedient, wenn sie auch für den Verein nicht ganz angenehm gewesen seien. Der Dereinsführer habe nun zu strafbaren Mitteln ge= um auf die Schriftleitung einen Druck

antwortlich fei, die Admiralität oder die Bauwerft. Ein Vertreter der Werft betonte, seine Firma habe lediglich Aufträge der Admiralität durchgeführt. Die letzte Verantwortung habe bei der Admirali- t ä t gelegen. Es wurde angedeutet, daß die Ret­tungsarbeiten nicht schnell genug oonftatten gegangen seien. Am zweiten Unglückstage um 5 Uhr morgens seien noch nicht die nötigen Hilfseinrich­tungen am Unfallsort einsatzbereit gewesen und bereits in den frühen Morgenstunden des 2. Juni sei die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rettungs­aktion im Schwinden gewesen.

TUuffolint besucht inkognito ein Freilicht-Theater.

Mussolini besuchte am Sonntagabend überraschend eine Vorstellung in dem großen Freilicht-Theater i n den Caracal la-Bergen, in der Verdis OperDie Macht des Schicksals" gegeben wurde. Nach Beginn der Vorstellung, als die Lichter im Zuschauerraum bereits gelöscht waren, traf der Duce in seinem Wagen am Eingang des Theaters ein und taufte sich eine Eintrittskarte. Unbemerkt begab er sich auf einen in der letzten Reihe befindlichen Platz. Vollkommen uner­kannt wohnte er dem ersten Akt der Oper bei, umgeben von Frauen mit ihren Kindern und einigen Militärperfonen. Erft als in der Pause wieder die Lichter aufflammten, bemerkten die Zuschauer zu ihrer größten Ueberraschung den Duce in ihrer Mitte und brachten ihm stürmische Ovationen dar.

In der südspanischen Stadt Sevilla herrschte am Montag eine seit über fünf Jahren nicht mehr er­lebte Hitze. Das Thermometer zeigte 53 Grad Cel­sius im Schatten.

Drei Todesopfer eines Aulobuszusammenstohes.

Auf der Landstraße von Lancaster nach Prelton in England stieß ein mit 38 Personen besetzter Omnibus mit einem ßaftfraft« wagen in voller Fahrt zusammen. Der Tank des Omnibusses explodierte, und in wenigen Sekunden war der ganze W a g en in Fl a m m e n. Drei Personen fanden den Tod, zehn weitere Fahrgäste wurden schwer verletzt.

Acht Todesopfer eines Autobusbrandes in Frankreich.

In dem kleinen Ort R o g u e v a i r e bei Mar­seille fing ein mit etwa 25 Personen besetzter A u t o- bus aus bisher noch nicht bekannten Gründen Feuer Die an den beiden Türen sitzenden Fahr­gäste öffneten diese, wodurch ein Durchzug ent­stand, der dem Feuer Nahrung gab, so daß der ganze Wagen binnen kurzer Zeit in Hellen Flam- m e n stand. Nur den in der Nähe der Türen sitzen­den Personen gelang es, unversehrt den Wagen zu verlassen. Acht Fahrgäste verbrannten; fünf wurden lebensgefährlich verletzt Kurz vor Aus­bruch des Bryndes wurden zwei Filmstreifen dem Fahrer des Autobus übergeben. Man nimmt an, daß diese Filme in Brand geraten sind.

hundert Todesopfer

des Explosionsunglücks bei Salamanca.

Die furchtbare Explosionskatastrophe in der Pul­verfabrik bei Tena Randa de Bracamonde m der Nähe von Salamanca hat 100 Todesopfer gefordert. Unter den noch vermißten hundert Per­son e n soll sich die Wache der Zwllgarde sowie das Bahnhofspersonal von Tena Randa befinden. Durch den Luftdruck wurden die in der Nahe liegenden Käufer schwer beschädigt. Zahlreiche Brande brachen aus. Ein Güterzug auf dem Bahnhof von Tena Randa erlitt ebenfalls schwere Beschädigungen. Die j Bevölkerung von Tena Randa de Bracamonde ist