Ausgabe 
10.10.1939
 
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Nr. 25Z Zweites Blatt

Dienstag, 10. Oktober 1939

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

vom

möglich.

Verlag des Gießener Anzeigers.

Schuljugend im Dienste der Volksgemeinschaft

kstützt, ohne an Beweglichkeit einzubüßen.

Heinrich Ludwig Neuner.

gesetzt wurde.

brnennt, königliche Huldigungen zuteil. Auf der Fest- i. Aufführung, die markante Ausschnitte aus den Ope-

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gegenüber. Friedl Czepa gibt mit aller Raffinesse die Soubrette Regine Endlweber/ die entzweiend zwischen den Brüdern steht, und Maria Ander- aast erscheint als die besorgte Frau Josefs sehr sympathisch. Gretl Theimer, Karl Skraup, Fritz Lehmann (als Edy Strauß) und noch viels andere fügen sich in den großangelegten Rahmen des Films, der mit erheblichem Aufwand in Szene

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Bezieher werden gebeten, sich noch einige Tage zu gedulden. Die Nachlieferung erfolgt so bald wis

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Obergespan mit zündendem Werbelied; dem Sitten- kommissarius gab Walter Erler eigne Züge, frei von der traditionellen Uebcrspitzung.

Ein völlig ausverkauftes Haus begeisterte sich zu starkem Beifall, oft auf offener Szene.

Dr. Hermann Hering.

Als am 15. Oktober 1884 ganz Wien, ja ganz 'esterreich, den 40. Jahrestag des ersten öffentlichen Auftretens vonJohannStrauß feierte, wurden diesem .musikalischesten Schädel", wie ihn Richard Wagner

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Jahrtzs in die Hitler-Jugend aufgenommenen Pimpfe und Jungmädel des Jahrganges 1929 nach dem ersten Halbjahr ihres Dienstes als Mitglieder der Hitler-Jugend bestätigt. Sie sind somit die jügsten Helfer derInneren Front" geworden und konnten ihren Eifer und Dienstwillen bereits be­weisen: die Pimpfe halfen vor allem bei der Alt­materialsammlung und die Jungmädel setzten sich begeistert beim Tee- und Heilkräutersammeln ein.

Nachdem die hessen-nassauischen Pimpfe schon im Sommer in dreitägigen Lagern die Pimpfenprobe bestanden, haben nahezu 20 000 Jungmädel un­seres Gaues in den letzten Wochen bei der Jung­mädelprobe ihr sportliches Können bewiesen und

'Zwei (?ier bis 17. Oktober.

NSG. Nachdem bereits auf den Abschnitt L 48 r Lebensmittelkarte ein Ei für jeden Versorgungs-

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Regelung Oer Waren-An- und Abfuhr im Gau Hessen-Nassau.

Gießener Gtadttheater.

Johann Strauß:Der Zigeunerbaron".

Unsterblicher Walzer."

Die Familie desWalzerkönigs" Johann Strauß hat dem Tonfilm schon zu manchem dankbaren Thema verhalfen. Der Wien-Film der Tobis-Film­kunst, der seit gestern im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, gezeigt wird, greift erneut einige Episoden aus dem Leben der Familie Strauß auf, umgibt sie mit all dem Zauber einer galanten Zeit, aber auch mit einigen Realitäten. Der Film schlägt also nicht ausschließlich die nahe­liegenden Töne einer heiteren Beschwingtheit an, sondern schildert auch einige Zerwürfnisse in der Strauhschen Familie, die daher rühren, daß der Vater Johann Strauß seinen Söhnen verbieten will, Musiker zu werden, vielmehr sollten sie einen richtigen Beruf" erlernen. Aber das Künstlerblut läßt sich nicht verleugnen und so stehen eines Tages doch alle drei Söhne mit der Violine in der Hand auf dem Dirigenten-Podium. Aber auch damit ist die heitere Atmosphäre nicht gesichert, denn Johann Strauß fühlte sich als derErste" unter den drei Brüdern und die beiden anderen (Josef und Edy) sind es leid, immer nur in seinem Schatten zu stehen. Nach einem großen und dramatischen Krach kommt es aber doch zu einer allgemeinen Ver­söhnung.

Die Regie (E. W. Emo) hat die Handlung in einer Fülle spannungsreicher Szenen ausgesponnen und immer wieder auch mit dem großen Wiener Konzertsaal, mit rauschenden Ballnächten usw. den größeren Rahmen charakterisiert. Immer wieder klingen in natürlichem Zusammenhang die wahr­haft unvergänglichen Wiener Walzer auf, die von den Wiener Philharmonikern unter Alois Meli- ch a r meisterhaft gespielt werden. Für die Darstel­lung wurden viele hervorragende Künstler ver­pflichtet. Paul Hörbiger als Johann Strauß (Vater) umgibt sich geschickt und doch unaufdring­lich mit dem Glanz und der Intensität des genialen Musikers. Dagny Servaes als Anna Strauß, die auf mancherlei Art enttäuschte Frau, gestaltet die Rolle in feiner menschlicher Größe. Fred Lie- weher (Johann Strauß Solnj und Hans Holt (Josef Strauß) geben klare Cbarakterieichnungen und stehen sich in mancher hochdramatischen Szene

Samstag, dem 7. Oktober, konnte trotz aller Bemühungen noch nicht herangeschafft werden. Die

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ausdrucksstarke Farbigkeit des Klanges im Orchester.

Strauß ist mit diesem Werke für die Nachkommen­den schulemachend geworden; was aber bei ihm Kraft des Empfindens war, sank unter den Nach­folgern zur Sentimentalität herab. Ebenso wurde der tragisch anmutende Schluß des zweiten Aktes imZigeunerbaron" zum Muster und leider auch zum Schema fast aller späteren Operetten.

Daß derZigeunerbaron" über 50 Jahre nach der Erstaufführung die Hörer immer wieder zu fesseln und zu begeistern vermag, bestätigte die Gießener Aufführung. Ursprünglich entfaltete das Orchester die ihm zugedachten Aufgaben mit schönem Klang­empfinden "in den Holzbläsern; zeitweilig wurden jedoch die Zeitmaße gedehnt unter der Stabführung von Heinz Mark warbt.-Mehrfachen Schwankungen zwischen Bühne und Orchester müßte in Zukunft entgeqengearbeitet werden. Der Chor (Richard Boeck), in den ausgedehnten Ensembleszenen vom Komponisten reich bedacht, erklang in Frische und bewährte sich auch in der Aufteilung der Massen­bewegung, die durch die Spielleitung (Harry Grüneke) innerlich belebt wurde aus dem treiben- den Rhythmus der Musik. Aus den malerischen und farbprächtigen Szenenbildern heraus (Karl Löffler), die durch die Beleuchtung (Remegius Konen) in ihrer Wirkung noch bestärkt wurden, erwuchs das Tänzerische (Thea Maaß), das auch im 3. Akt mit der Schatzwalzer-Einlage starken Beifall auf sich Icrittc

Trgqer der Titelpartie war Christoph Neuland, ein Tenor, der mit weichem, klangschönem und mobil- lationsfähigem Material die melodische Linie zu spannen verniag und so die gesanglichen Ausgaben voll erfüllte, gestützt auf eine lebendige Darstellung.

-ur Seite Eva Eckert als Sassi, mit Verhalten- beit und wieder mit ausbrechendem Temperament ihre schönen und äußerst fülligen Mittel einseßend. Von besonderem Eindruck war ihr Zigeunerlicd >m ersten Akt. Für die Zigeuncim Czipra (Ilse Win- boldl war durch die Intendanz um Nachsicht ge- beten worden wegen Indisposition. Um io erstaun­licher ist es, feststellen zu können, daß Ilse Wmhold

der Behinderung nicht nur ihre darstellerische, sondern auch ihre musikalisch gesangliche Ausgabe ms Lickit zu rücken vermochte. Alle drei aber vereinten sich im zweiten ^>lkt zu ausgeglichener Geschlossen- ^Ein"k,wrngcr'Schweinefürst, etwas derb, so wie ibn die Tradition kennt, war Bernhard Schmitz als FsupLn. Seiner Tochter Ayena gab Friede ^ornallaz musikalisches Leben; ste fand sich mit Gustav Brunn als Ottokar im a.uett IN Einheit zusammen. Gustav Bley war cm würdevoller

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Mittel )ie W.

fand in den von der Reichsfacharuppe für Heilkräu­ter (RfH.) zur Verfügung gestellten Säcken nach Griesheim a. M. Wenn auch die diesjährige Ernte noch nicht ganz abgeschlossen ist, so soll doch hier das vorläufige Ergebnis der Goetheschule mitgeteilt werden. Die Lieferung an getrockneten Heilkräutern betrug:

63,450 kg Hirtentäschel, 39,550 kg Schachtelhalm, 7,250 kg Holunderblüten, 6,850 kg Blüten und Stengel der Schafgarbe, 1 kg Blätter der Schaf­garbe, 4,260 kg Kamillenblüten, 1,150 kg Taub­nesselblüten, 1 kg Birkenblätter, 0,800 kg Löwen­zahnblätter, 1.150 kg Spitzwegerichblätter. Das ist eine Gesamtmenge von 126,860 kg getrockneter Heil­kräuter. Hierzu kamen noch 4,490 kg der Schule Klein-Linden. Diese erste Sammlung wurde am 7. Juli, vor den Sommerferien, abgeschlossen. In dem Zeitraum nach den großen Ferien kamen am 14. September nicht weniger als 235 kg Stengel und Blätter des Beifuß zum Versand, und in den letzten Tagen konnten von der Goetheschule 230 kg frische Hagebutten nach Groß-Gerau geliefert wer­den, eine sehr beachtliche Menge. Sollte das Wet­ter noch einigermaßen günstig sein, dann wird die begonnene Sammlung von Brombeer- und Bren- nesselblättern, sowie Spitzwegerich und Ackerschach­telhalm fortgesetzt. Denn diese Kräuter werden noch gesucht, solange sie sich für den Verbrauch eignen.

Die Schüler, die sich für diese Sammlung einge­setzt haben in besonderem Maße gerade die der unteren Jahrgänge, können das Bewußtsein in sich tragen, Volksdienst getan zu haben.

unnötige Wartezeiten sind unter allen Umständen zu vermeiden.

Mit Rücksicht auf die Verdunkelung und die damit verbundenen Schwierigkeiten müssen bei der Reichs, bahn die Güter bis 15.30 Uhr angeliefert sein. Es ist deshalb erforderlich, daß die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge in der Zeit von 8 bis 14.30 Uhr durchgehend Güter anbringen und abholen können. Das gleiche gilt für die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge der übrigen Wirtschaft.

Um seitens des Großhandels, Einzelhandels und des Handwerks diesen Erfordernissen Rechnung zu tragen, gilt folgendes:

1. Großhandel: Die Betriebe des Großhan­dels führen ab sofort im notwendigen Umfange durchgehende Arbeitszeit ein, soweit dies nicht be­reits geschehen ist.

2. Einzelhandel und Handwerk: Soweit von einzelnen Betrieben eine längere Mittagspause eingeführt wurde, ist grundsätzlich gegen deren Bei­behaltung nichts einzuwenden. Es ist selbstverständ­lich, daß auch der Einzelhandel und das Handwerk während der Mittagspause eine Person, die zur Abnahme von Waren befugt ist, zur Verfügung halten.

Aus der <3taö< Gietzeu.

Halte dich gesund!

Gilt die Pflicht, sich nach Möglichkeit gesund und °,omit leistungsfähig zu erhalten, schon in normalen Zeiten, um wieviel mehr in solchen, die besondere Anforderungen an die Arbeitskraft stellen wie es ^all stt baS bßUtfd>e VE in seiner Gesamtheit der

Gerade im Uebergang von der warmen in die kalte Jahreszeit erleidet mancher eine gesundheit­liche Störung, die bei einiger Achtsamkeit hätte ver­mieden werden können. Zu den ersten Unpäßlich- leiten, die sich um diese Jahreszeit einzustellen pflegen, gehört der Schnupfen aller Grade. Auch legen ihn, der scheinbar seine Opfer aus dem Hin­erhalt überfällt, können wir uns durch geeignetes Erhalten wappnen. Es ist verkehrt, sich beim er- ten Sinken des Thermometers gleich in seine dickste Unterkleidung zu hüllen. Im Laufe des Ta- ists erhitzt sie den Körper bis zur Schweißbildung, pnd wenn wir uns in dieser Verfassung aus einem geschlossenen Raum in die frische Luft begeben, ist tie Gefahr der Erkältung da. In Wohn- und Ar­beitsräumen bringe man die Heizung auch nicht gleich auf Hochtouren abgesehen davon, daß vir auch mit Heizmaterial sparsam umgehen soll­ten, sondern erwärme nur soweit, daß beim Sitzen kein Frösteln verspürt wird. Der Kontrast zwischen zu warmer Innen- und kühler oder kalter Außentemperatur trägt uns nur zu leicht einen Schnupfen ein. Eines der wichtigsten Gebote zur Vermeidung von Schnuvfen und Erkältung heißt: halte die Füße warm! Auch Zugluft, die auf eine fiörpergegenb trifft z. B. der feine Luftstrahl, fcen die Fensterrahmen durchlassen verursacht Erkältungen. Das Blut, das aus den Füßen weicht, flaut sich am ehesten in den Schleimhäuten der Nase, liefe schwellen an, entzünden sich schließlich, und der Schnupfen ist da. Ein gewisses Prickeln in der Nase ist meist das erste Anzeichen, daß das Unheil im An- ug ist. Achtet man rechtzeitig auf diesen Vorboten es Schnupfens, so hilft das Rezept von Professor rier, einen Tropfen Jod in einem Glas Wasser u trinken, oftmals, den Ausbruch zu verhindern, st es aber schon zu spät und der Schnupfen ist a, muß man ihm gleich anfangs energisch zu !eibe gehen. Heiße und Wechsel-Fußbäder kräftigen ie Füße gegen Kaltwerden, das bei einer längeren lauer der Erkältung günstig ist. Aber auch durch unsere Ernährungsweise können wir den Zustand beeinflussen. Alkohol, Fleisch, Käse, Fett vermeide inan und halte sich an Obst, Gemüse, Haferflocken, Sartoffelbrei u. ä. Durch Enthaltsamkeit im Trin­ken hilft man den Schnupfenaustrocknen".

Neben der Verhütung akuter Krankheiten sollte man auch der Fußpflege besondere Beachtung henken. Hausfrauen, wie Geschäftsfrauen sind cute im Gehen und Stehen vielfach angestrengter.

Zeitschristen.

Das Oktoberheft der im Verlag F. Bruckmann, München, erscheinende MonatsschriftDie Kunst" eröffnet den 41. Jahrgang mit einer farbigen Reproduktion aus der venezianischen Renaissance ,^3unge Frau in einer Landschaft", die Eariani zu­geschrieben wird (Kaiser-Friedrich-Museum, Berlin), lieber den Maler Venedigs, Jtalico Braß und sein Werk schreibt Siegfried Reinke. Die Lebendigkeit der Bilder dieses schöpferischen Künstlers lassen sich auch an Hand der beigegebenen Abbildungen ver­folgen. Joachim Utech erzähltWie ich Bildhauer wurde". Die ReiheDichter über Kunstwerke, die sie lieben" setzt Martin Naschte mit seiner Betrach­tungSchlafende Venus, von Hirten belauscht" von Nicolas Poussin fort. Bilder, die die Weite und ganze Kraft ostpreußischer Landschaft ausstrahlen, schenkt uns Alfred Partikel. Daß auch kleine Wohn- Hauser am Stadtrande durch schlichte Gestaltung ländlich wirken können, ohne deshalbbäuerisch" frisiert zu fein, wird an einer Arbeit des Architek­ten Hellmuth Winkler, München, aufgezeigt. In­nenräume, von Architekt Denis Boniver, Stuttgart, und ein weiträumiges Haus von Architekt Fritz Glantz geben mannigfaltige Anregung. Weitere Bei­träge behandeln Wiener Gartengestaltung und einen Besuch bei dem Holsilberschmied des Königs von Schweden. Neue Beleuchtungskörper, behagliche! Sitzecken u. a.

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i jeM obltuerd) empfunden wird, der Fuß gehalten und

NSG. Die Wirtschaftskammer Hessen gibt im Einvernehmen mit dem Reichstreuhänder her Arbeit, dem Gauwirtschaftsberater der NSDAP., den Bevollmächtigten für den Nah­verkehr und dem Landeshandwerksmeister folgende Anordnung bekannt, die mit sofor­tiger Wirkung in Kraft tritt:

Der Wirtschaft und dem Transportgewerbe stehen zur Zeit nur in beschränktem Maße Transportmittel zur Verfügung, die nach oorgeschriebenen Richtlinien einzusetzen sind. Um eine reibungslose wirtschaftliche Ausnutzung der vorhandenen Verkehrsmittel zu ge­währleisten, ist es erforderlich, daß, wie dies bei der Industrie der Fall ist, der Großhandel und dessen Abnehmer (z. B. Einzelhandel und Handwerk) jeder­zeit die Annahme und Abfertigung der Waren er­möglichen. Es ist daher in allen Fällen dafür Sorge zu tragen daß während der Mittagsstunden und sonstigen Arbeitspausen Waren und Güter in Emp- fang genommen werden können Zu diesem Zwecke ist es erforderlich, daß bevollmächtigte Personen und evtl, benötigte Arbeitskräfte zur Annahme und Ab­fertigung der zu befördernden Güter und Waren bereitstehen. Darüber hinaus ist für beschleunigte Abfertigung der Fahrzeuge Sorge zu tragen, und

retten des Meisters brachte, erschienen im zweiten Alt derFledermaus" charakteristische Figuren aus Etraußschen Operetten. Ganz zum Schluß zeigte sich ein noch unbekannter Gast. Er stellte sich vor:Ent- idiulbigen Sie, daß ich so spät komme, aber ich bin .tlcn erst fertig geworden. Ich bin derZigeuner- boron"." Die musikalische Welt horchte gespannt auf; jedoch mußte sie sich noch ein Jahr bis zur Urauf- : slihrung des neuen Werkes gedulden.

Nach dem Tode seiner ersten Frau, der unvergeß- lchen Sängerin Henriette von Treffs (1878) hatte irech schweren Jahren der Walzerkönig in Adele Iirauß eine ihm zustehende, ebenbürtige Lebens­gefährtin gefunden. Sie war es auch, die es veran- laf-te, daß Johann Strauß gelegentlich einer W lührung seinesLustigen Krieges" m Budapest in neuere Beziehung zu dem Verfasser der Novelle .baffi", Moritz Jokai, trat. Der Plan zu einer Cierette nach diesem Stoff wurde durch enge ZZammenarbeit mit dem Textdichter gefordert; für das erste Finale z. B. stellte Strauß erst den Msikalischen Aufbau fest, damit der Librettist sich ton ad) richten konnte. Strauß ließ sich mit ti-ser Operette für die gründliche Durcharbeitung ftbeblid) mehr Zeit als bei den vorausgegangenen Mnentoeifen, denn er hoffte, mit ihr in^das Hof- lhiater einziehen zu können, ein Plan, der durch- Ireuzt wurde, weil der Dichter das Aufführungsrecht dem TheaterAn der Wien" zugesichert hatte.

Der nun schon Sechzigjährige ging hwr m der musikalischen Anlage des Werkes weit über den m ter Operette üblichen Rahmen hinaus und näherte lri in manchen Momenten der komischen Oper. Die Finales atmen dramatische Kraft, zumal im ; i ttf-en Akte. Das Terzett des zweiten Aktes ist em 1 musikalischer Glanzpunkt, die Chöre sind von hm- ; Sendern Schwpnge. Heber die Tanzformen als bildendes Prinzip hinaus hatte sich ferne m s wische Ausdrucksweise unendlich vertieft; das b if. tätigt beispielsweise das Vorspiel zum ersten All. klar! eindringlich ist die Milieukraft des Werke , 116 den Zigeuner in Gefühlsüberschwang, i Hw Ml und Ausgelassenheit erleben laßt. Dieser,?er dMzelung im Volkston entspricht auch die plastische,

berechtigten ausgegeben worden ist, wird, wie das Landesernährungsamt mitteilt, bis zum 12. Oktober auf Abschnitt L 47 und vom 11. bis 17. Oktober auf L 46 der Lebensmittelkarte wieder je ein Ei für jeden Versorgungsberechtigten verabfolgt. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß bis auf weiteres die Eier bei dem gleichen Kleinverteiler wie bei der ersten Zuteilung zu beziehen sind.

3obraon^ 1929.

Die jüngsten Helfer derInneren Front".

NSG. Wie überall im Reichsgebiet, fb wurden in den vergangenen Wochen auch in unserem Gau die vom Reichsjugendführer am 20. April dieses

Die Arbeit der Schule vollzieht sich im allge­meinen in der Stille, abseits vom Blick der gro­ßen Oeffentlichkeit. Die Gesamtleistung der Schule in allen ihren Disziplinen geschieht im Dienste der Volksgemeinschaft. In weitestem Maße stehen Un­terricht und Erziehung unter dem Eindruck des Gegenwartsgeschehens; die Schuljugend in ihrer großen Mehrheit tut in ernster Einsatzbereitschaft mit den ihr gegebenen Kräften ihre Pflicht. Dann und wann darf aus dem unendlich reichen Arbeits­feld der Schule auch einmal etwas in die Oeffent­lichkeit dringen, da es des allgemeinen Interesses sicher sein dürfte. Zwei Beispiele seien hier von der Goetheschule als Beweis für das Gesagte er­bracht.

Für die Geldsammlung des VDA. waren im Mo­nat August an 300 Schüler dieser Schule Sammel- Heftchen ausgegeben worden. Durch eifrigsten Ein­satz der jugendlichen Sammler konnte die Schule über 990 NM. dem VDA. als Spende übermitteln.

Jrn Rahmen des zweiten Vierjahresplanes war eine große Heilkräutersammlung auch an dieser Schule in die Wege geleitet. Auch hier kann die Goetheschule auf ein ganz hervorragendes Ergeb­nis blicken. Dabei ist zu bemerken, daß die Samm­lung der Kräuter durch die Schüler in ihrer Frei­zeit geschah, so daß außer der unterrichtlichen Be­lehrung durch die Lehrkräfte über die zu sammeln­den Kräuter, ihre Bedeutung und pflegliche Behand­lung keine Unterrichtszeit dafür verwendet wurde. Das Trocknen der Kräuter erfolgte in den hierfür besonders geeigneten Räumen der Schule, der Ver­

den Anforderungen genügt, die in weltanschaulicher und wissensmäßiger Hinsicht an unsere Zehnjäh­rigen gestellt werden. Stolz dürfen sie nun alle Tuch und Knoten tragen: Zeichen ihrer Zugehörig­keit zur aktiven Hilfs- und Schaffensgemeinschaft des Volkes. In kleinen örtlichen Feiern erlebten sie die Bedeutung dieser Aufnahme, die ihnen in den bedeutungsvollen Tagen des Jahres 1939 wohl un­vergeßlich bleiben wird.

Vie Illustrierte

des Gießmer Anzeigers.

Von der Llniversität Gießen.

Der kommissarische Rektor der Universität Gießen, Professor Dr. med. Kranz, hat die Amtsgeschäfte des Rektorats noch nicht übernommen. Professor Dr, Kranz steht zur Zeit noch im Felde.

Der frühere Rektor und Direktor des Hygienischen Instituts Professor Dr. Se i se r hat am 1. Oktober sein hiesiges Amt niedergelegt und ist dem an ihn ergangenen Ruf als Direktor des Hygienischen Jnsti- tute an der Universität Halle a. S. gefolgt. Das hiesige Hygienische Institut hat zunächst eine provi­sorische Leitung erholten. Ebenso hat der 'Direk­tor der Orthopädischen Klinik Professor Dr. P i tz e n am 1. Oktober die Leitung dieser Klinik abgegeben und ist nach Münster i. W. übergesiedelt, um die Leitung der Orthopädischen Klinik, der Universität Münster zu übernehmen. Die hiesige Orthopädische Klinik wird gleichfalls durch einen Vertreter geleitet Beide Institute sind für alle Volksgenossen nach wie vor geöffnet.

Dornoiizen.

Tageskalender für Dienstag.

Stadttheater: 20 bis 22.30 UhrLa Traviata".- Gloria-Palast, Seltersweg:Robert Koch". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Unsterblicher Walzer".

Sladllhealer Gießen.

Heute 20 Uhr kommtLa Traviata", Oper von Giuseppe Verbi, in Neueinstudierung zur ersten Aufführung. Musikalische Leitung hat Heinz Mark» ward!, Spielleitung Bernhard Schmitz. Die Titel­rolle singt Anni Assion. Die Bühnenbilder schuf Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 2. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Ende 22.30 Uhr.

Die preise für Seifen und Waschmittel.

FWD. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat eine mit sofortiger Wirkung in Kraft getretene Anordnung zur Regelung der Preise für Seifen und Waschmittel vom 6. Oktober 1939 erlassen. Hier­nach wird mit Zustimmung des Beauftragten für den Vierjahresplan folgender Verbraucherhöchstpreis leftgefetzt: für Einheitsfeinseife 1 Stück zu 80 Gramm 15 Rpf., für Rasierseife ein Stück zu 50 Gramm 20 Rpf., für Wasch-(Seifew)Pulver 1 Nor­malpaket zu 250 Gramm 22 Rpf., ein Doppelpaket zu 500 Gramm 42 Rpf. Einzelhändler erhalten auf diese Verbraucherhöchstpreise folgende Nachlässe: füc Einheitsfeinseife 30 v. H., Rasierseife 30 v. H., Wasch-(Seifen-)Pulver 20 v. H. An Großbetriebe

Oer Grabstein.

Im Jahre 1916 setzte ein württembergisches Regi­ment an der Westfront einer französischen Granate, die als Blindgänger heruntergekommen war und die man daraufhin eingebuddelt hatte, folgenden Grabstein:

Hier ruht die Jungfrau Granate, tief in der Erde Schoß.

Sie starb, wie sie lebte, so fade:

denn niemals ging sie los." W.

| ie hauptsächlichsten Beschwerden rühren von Senk-, < nick- oder Spreizfüßen her. Schon.die ersten An- I reichen von Beschwerden: ziehende Schmerzen, die | ich Ferse und Wade entlang oft bis in die Hüften I ausdehnen, dürften nicht so lange unbeachtet blei- [ ben, bis der Fuß überhaupt den Dienst versagt. | ußbäder, mit Zusatz von Staßfurter Salz, all- I abendlich vor dem Schlafengehen genommen, das inmaffieren einer guten Fuß krem stärken die Fußmuskeln. Das Knochengerüst bedarf außerdem ner Stütze, wie sie die Einlagen darstellen. Es aber verkehrt, sich irgendwelche Einlagen anzu- slhaften, sondern bei heftigen Beschwerden und sichtbaren Veränderungen der Fußform sollte man den Arzt fragen, welche Art der Stützung nötig ist. Als. Vorbeugungsmittel oder bei leichten Beschwer­den ist das Umwickeln des Fußes um Knöchel und Zahle mit einer elastischen Binde sehr pon Nutzen.

urch sie wird, was vor allem bei längerem Stehen

Die Zähne richtig pflegen!

Chlorodont vrfrkt abends am besten