Ausgabe 
10.8.1939
 
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Donnerstag, 10. August (959

Dornotizen.

Tageskalender für Donnerstag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Hallo, Janine!"

Hitler-Jugend Bann 116.

Fliegergefolgfchafl 1/116.

Am Freitag, 11. 8., findet ein Appell der Schar 1 und 2 im Heim, Ludwigstraße 30, statt. Zeit 20.15 Uhr. Gleichzeitig ist Beitragsappell.

Bund Deutscher Mädel.

BDAl.-Derkgruppe 4a/116, Derkschar.

Am Freitag, 11. August, treten alle Mädel der Werkschar um 20.15 Uhr am Möserheim (Selters­weg) an. Der Dienst findet von jetzt ab wieder jeden Freitag statt.

Urlaub zur Tannenberg-Kahrt.

Der Reichsminister des Innern hat für seinen Geschäftsbereich angeordnet, daß Behördenangehöri*. gen, die an der Schlacht von Tannenberg teilgenom­men haben und die am Staatsakt anläßlich der 25-Jahr-Feler der Schlacht von Tannenberg am 27. August teilnehmen wollen, auf Antrag der er­forderliche Urlaub.mit Fortzahlung der Bezüge und ohne Anrechnung auf den Erholungsurlaub gewährt werden kann, soweit dienstliche Belange nicht ent­gegenstehen. Die Obersten Reichsbehörden sind ge- beten worden, gleiches anzuordnen.

Anrechnung von Steuergutscheinen alter Art

bei der Einzahlung von Reichssteuern.

Der Reichsminister der Finanzen teilt mit: DiS Frist zur Anrechnung von Steuergutscheinen, die auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten vom 4. September 1932 ausgegeben sind, ist am 31. März 1939 abgelaufen. Viele Steuerpflichtige haben den Ablauf der Frist nicht beachtet. Die Finanzkassen und die Zollkassen sind zur Vermei- duno der daraus entstehenden Härten deshalb er­mächtigt worden, Steuergutscheine in besonders ge­lagerten Fällen noch bis zum 30. September 1939

lir.185 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

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Heue Sladttheaier-Mgüeder stellen sich vor.

Hans Caninenberg, erster jugendlicher Held:

Nachdem ich in Duisburg mein Abitur und auf de Essener Folkwangschule für Tanz, Musik und S; rechen mein Schauspielstudium absolviert hatte, tri ich mein erstes Engagement als jugendlicher Ciurakterliebhaber und jugendlicher Charakterspieler in Krefeld an. Dort bekam ich Rollen zu spielen den Wurm inKabale und Liebe" oder den Livnhard inMaria Magdalene". Aber schon in K^feld begann meine Entwicklung ins heldische »ch, die ich in verschiedenen Rollen erproben ko nte, und die Sehnsucht nach Darstellung einfacher mnschlicher Regungen wuchs immer mehr. Ich bin ftg, in Gießen die neu erwählten Aufgaben zu fimen.

Zngeborg Niehl,

gleichen Tage wurde ich noch für die Sommer- spielzeit nach Wunsiedel an die Luisenburg-Festspiele engagiert, wo ich u. a. das Gretchen, Käthchen von Heilbronn und die Solveig spielte. Von Neuß aus engagierte mich Intendant Schultze-Griesheim, der mich als Emilia Galotti sah, nach Gießen.

Bernhard Schmitz,

erster Baß und Spielleiter der Oper:

Ich bin in Köln geboren, wo ich auch Gesang studierte. Nach vierjährigem Studium am Konser­vatorium für^Musik ging ich als 1. Bassist an das Heidelberger Stadttheater. Schon im Jahre darauf

4.

war ich an der Deutschen Oper in London, die ich nach sechs Monaten wieder verlassen mußte, weil der Weltkrieg kam. Den Krieg machte ich von An­fang bis Ende mit. Gleich nach seinem Ende ging ich ans Krefelder Stadttheater, dann kamen Frei­burg i. Br. und das Studttheater Gladbach-Rheydt.

1934 wurde ich als Bassist und Oberspielleiter der Oper nach Pforzheim verpflichtet, wo ich drei Jahre blieb, um dann in die gleiche Position an das Regensburger Stadttheater zu kommen. In Gießen bin ich nicht mehr ganz unbekannt, weil ich dort in der letzten Spielzeit mehrmals gastierte.

Richard Boeck, dritter Kapellmeister und Korrepetitor:

Am 9. Oktober 1913 zu München geboren, besuchte ich das Realgymnasium, das ich 1932 absolvierte. Nach dreijährigem Studium am Trappschen Konser-

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vatorium machte ich 1935 die Kapellmeisterprüfung und war zunächst am Bayrischen Staatstheater für Bühnenmusik beschäftigt, nebenbei leitete ich zwei Münchner Männerchöre und war als Konzert­begleiter tätig. 1937 kam ich als zweiter Kapell­meister an das Stadttheater Ingolstadt, von wo ich nach zweijähriger Tätigkeit nach Gießen ver­pflichtet wurde.

(Aufnahmen [4]: Archiv.)

sentimentale und jugendliche Heldin:

Nach zweijähriger Ausbildungszeit auf der Effe- nc Folkwangschule machte ich 1938 meine Abschluß- pjsung und wurde nach Neuß verpflichtet. Am

Aus der Stadt Gießen.

Bummel durch eine stille Strotze.

... und dann lachen Sie nicht, ich glaube, wir sind alle zu gesund. So eine kleine Krankheit kann gar nichts schaden. Wissen Sie: wenn einer sein ganzes Leben lang gesund ist und immer nur ge­sund, dann fehlt ihm auch etwas. Das Glück des Ge­nesens. Das Glück desWieder-Da-Seins". Meine kleine Unpäßlichkeit war bald vorbei. Ich konnte den ersten Abendspaziergang unternehmen, eine kleine Sache, >so einUms-Quadrat-Bummeln".

Ein Rosenstock, ganz allein auf saftigem Rasen. Jetzt sehe ich ihn. Wochenlang bin ich an diesem Garten vorbeigegangen, aber ich hatte nie Zeit. Jetzt habe ich sie. Jetzt sieht die Rose mich an, als habe sie nur darauf gewartet, daß ich sie sehe. Zwei Blätter liegen schon im Gras. Vorwurfsvoll.

Ein Mädchen kommt mit einem dicken Buch aus der Leihbibliothek. Es springt hastig über die Gasse. Der Band erinnert an durchlesene Stunden, an Herbstnebel, Gasflammen, wohliges Umdrehen im Bett, knisterndes Blättern in einem neuen Roman.

Die Straßenbahn rauscht heran. Ein paar Leute steigen aus. Sie haben kleine Pakete in der Hand. Rate, was drinnen ist? Käse, silbrig umhüllt. Saf­tige Wurst. Aprikosen. Tomaten. Pumpernickel. Ah, auf vielen abendlichen Tischen wird jetzt gedeckt, auf der Veranda.Das Wetter wird schon halten."

Ich bleibe an einem Zaun stehen. Die breite Lücke zeigt, wie alles reift. Ein Baum neigt sich

unter der Fülle grüner, kernfester Aepfel, noch nicht ganz reif. Das Wasser läuft einem bitter im Munde zusammen, wenn man sie sieht. Weißt du noch, wie wir sie zum ersten Male aßen, grün, saftig, wie lief einem sauer das Wasser im Munde zu­sammen.

Ein anderer Baum, mit Pfirsichen behängt von oben bis unten, wie ein Korallenbaum so rosig. Und dickes, hohes Gras, in das eines Tages die Birnen fallen werden, mit weichem, sattem Auf­prall auf die weiche, herbstliche Erde.

Ein Gatter fällt zu. Ein Depeschenbote schwingt sich auf sein Rad. Die kleine, rote, glänzende Leder­tasche diese Art kokettes Mäppchen, hat die Schuldig­keit getan. Die Straße liegt still, vom ersten, bläu­lichen Dunst des Abends erfüllt und vom süßlichen Duft der Rosen. Was stand in dem Telegramm? Aber alle Fenster schweigen. r. k.

Arbeit der Berufsschulpflichtigen

an staalspolilisch bedeutsamen Tagen.

Der Reichswirtschaftsminister hat zu der Frage Stellung genommen, ob bei Ausfall des Berufs­schulunterrichts an staatspolitisch bedeutungsvollen Tagen die Aufnahme der Arbeit in den Betrieben verlangt werden kann. Es erscheint dem Minister wünschenswert, daß bei Ausfall des Berufsschul­unterrichts aus staatspolitischen Gründen die berufs­schulpflichtigen Jugendlichen für diese Stunden auch von der Arbeit im Betriebe befreit bleiben.

Der Fremde am Zaun.

Von Ernst Kreuder.

»Hat er dir denn damals gleich auf den ersten Ätck gefallen?" fragte Nora verwundert. Sie be­achtete die Freundin aufmerksam.

.Ich weiß es selbst nicht", sagte Ann,es war pikomlsch, wie ich ihn wie ich Bernhard kennen Ilmte. Er kam an unseren Gartenzaun und fragte, er vielleicht einen Eimer Wasser bekommen !i mte, er hatte kein Wasser mehr im Kühler, sein 8-gen stand draußen am Bordstein. Weißt du, es Dc" ie^r heiß an diesem Tage, ich war im Liege- Ml unterm Sonnenschirm eingeschlafen und hatte .»ußlich geträumt. Ich glaubte erst, ich sei beim ücrmen gerufen worden, und dann sah ich, daß ihuhn gar nicht kannte, daß es ein Femder war. § betrachtete mich lächelnd, als besänne er sich er etwas, und als ich dann seine Stimme wieder fce, hatte ich das Gefühl, als müßte ich die 2j;en schließen und ach, ich kann es dir gar ! tiftf, erklären."

--eine Stimme, wieso?" fragte Nora ungläubig. !Ja", sagte Ann,es war eine tiefe ruhige rlinme, ich konnte sie nicht mehr vergessen. Ich q:* ihm, er solle ums Haus herum in'die Küche chm und sich einen Eimer geben lassen. Es war Mich unerträglich heiß, so zwischen zwei und drei ir und im ganzen Haus war kein Laut zu hören. .Ah jsah ihm nach, wie er ums Haus ging, er war röiaer als ich und machte große, langsame Schritte; ' cn-i betrachtete ich einen Augenblick seinen Wagen' v. mar einLaubfrosch", aber weiß von Staub irb längst nicht mehr neu, wohl etwas klapprig, i:?: wie er so dastand, furchtbar gemütlich. Jetzt eÄien sein Besitzer wieder auf dem Weg, aber er::ug keinen Eimer in der Hand. Er sagte, er höi niemanden gefunden, alles sei wie ausgestor- dn Wieder diese eigentümliche Stimme. Sein Ge- fcf war zum Fürchten braungebrannt. Du lachst. Ä lürchte mich gar nicht. Ich sah, daß er gar nicht ober betrübt war, er lachte, es schien ihm 1 cicg zu machen.

iln mußte also mit ihm ums Haus herumgehen :M ihm die Küche zeigen. Dort nahm er den 1 besten Eimer vom Bord, stellte ihn unter die ighng und drehte sie auf. Ich stand einige Schritte jpiT ihm und konnte nur seinen Rücken sehen; j rs! hörte ich auch meinen Vater oben auf und ab c see i, dann rauschte das Wasser stärker, und bann ich einen Augenblick ben Einbruck, baß bies t lo:-nicht unsere Küche sei, daß ich hier ebenso

fremd sei wie der fremde junge Mann, und daß ich gar nicht wüßte, wo ich nachher hingehen sollte. Kannst du sowas verstehen?"

Das verstehe ich nicht", sagte Nora,so schnell kannst du dich doch nicht in ihn verliebt haben. Nein, das verstehe ich nicht. Komisch."

Ich hatte mich auch gar nicht in ihn verliebt", sagte Ann.Ich war damals viel allein, nur mit meinem alten Vater und der Köchin in dem großen, stillen Haus, und ich hatte genügend Zeit für mich, über die Dinge nachzudenken, die mich beschäftigten und die für ein junges Mädchen meistens die gleichen sind. Und ich war sicher recht anspruchsvoll. Aber als ich jetzt in der Küche hinter ihm stand, die mir auf einmal so fremb vorkam, hatte ich ein ganz starkes, süßes Gefühl, immerzu hätte ich bem Rauschen bes Wassers zuhören können in der stillen, kühlen Luft ber Küche, in bie ich so selten kam. Er brehte die Leitung ab und hob den Eimer herunter, und dabei sah er mich an. Er hatte nämlich nicht gewußt, daß ich noch immer baftanb und ihm zusah. Das hatte seinen Bewegungen etwas Jungenhaftes, Unbekümmertes gegeben, er hatte den Kopf schief gehalten und mit dem Fuß irgend etwas taktiert,er schien sehr erstaunt; und ich war nahe daran, wütend zu werden, denn nun sah es ja fast aus, als sei ich ihm nachgelaufen.

Er sagte, er würde den Eimer sofort wieder zu- rücfbringen; ich erwiderte, das sei nicht nötig, er sollte ihn vor das Gartentor stellen. Er merkte, daß er damit verabschiedet war, machte mit bem ge­füllten Eimer in ber Hanb eine Verbeugung, bankte unb ging. Drei Wochen später waren (Berba unb Emily bei mir zum Kaffee, ich hatte tm Garten gebeert unb einen zweiten Schirm aufgespannt; es war noch immer sehr heiß, meinem Vater ging es nicht gut, aber bei ber vergnügten Kaffeepartie vergaß ich meine Sorgen. Nun mußt du wissen, daß unser Haus ganz allein am Wald stand, etwa zwei Kilometer von ber Stabt entfernt. Es kamen nur sehr selten Wagen vorbei, unb als (Berba ge- rabe von einem Ausflug mit ihrem Tanzklub er­zählte hörte ich ein Brummen in ber Ferne, bas ich zu kennen glaubte; es näherte sich rasch, unb bann hörte ich. wie braußen em Wagen hielt. Ich fühlte, baß ich errötete, unb wollte schon unter irgend einem Vorwand ins Haus, als ich feine Stimme am Zaun horte. Gerda und Emily sahen mich vielsagend an. Verwirrt und wütend Jtanb ich auf und trat an den Zaun. Er lachte schon, grüßte unb wiederholte seine Frage, ob er sehr gestört habe. Er habe sich gedacht, daß er mir bei diesem schönen Wetter ben Vorschlag machen könnte, ein Stück durch die Heide zu fahren, sie sei jetzt am

Blühen. Ich hörte fast nur seiner Stimme zu. Ich hatte mich ganz in ber Hand und doch fühlte ich, wie etwas in mir nachgab. Aber ich war doch sehr froh, daß ich Besuch hatte unb absagen konnte. Ich atmete auf, als er auf die Uhr sah, und ich dachte, daß er sich einen passenden Abgang über­legen würde; da sagte er, daß es am Abend doch am schönsten in der Heide sei, und er könnte ja später noch einmal vorbeikommen wenn ich nichts Besseres vorhätte, es würde ihm Freude machen. Sein Name sei Faber, er sei Arzt und er wolle in der Heide seinen Urlaub verbringen. Jetzt sah er mich vollkommen ruhig und sehr genau an, und bevor ich wußte, wie ich mich verhalten sollte, hatte ich genickt.

Da nickte er auch und ging. Etwas benommen kehrte ich zu meinen Freundinnen zurück. Der neue Arzt, Dr. Faber, log ich, er erkundigte sich nach meinem Vater. Sie glaubten mir kein Wort und ich war froh, als sie später aufbrachen. Ich war wieder für einige Stunden allein und wollte mit mir zu Rate gehen aber ich fühlte mich nicht im­stande dazu, es war, als hätte ich mich in einem unbekannten Gefühl wie in einer völlig fremden Gegend verirrt. Verirrt und verloren.

Wir fuhren am Abend in die Heide, wo es wirklich zauberhaft schön war, und dann brachte er mich wieder zurück, und es war nicht ein ein­ziges vertrautes Wort zwischen uns gefallen. Oh, er fühlte meinen Stolz unb ließ mir Zeit. Er hatte keine weitere Verabredung vorgeschlagen, aber ich wußte, daß er wiederkommen würde.

In den nächsten Tagen zwang ich mich, nicht an ben Zaun zu treten unb bie Straße hinunter zu schauen, ich zwang mich, nicht auf jedes Ge­räusch von braußen zu horchen; ich lief wie in einer leichten lähmenben Trance umher, unb als ich eines Nachmittags plötzlich bas Brummen eines Motors aus ber Ferne hörte, mußte ich auf mein Taschentuch beißen, benn ich zitterte wie vor Frost. Unb boch kam es mir vor, als hätte ich bie ganzen Jahre nur gelebt, um biefen Augenblick zu erwarten.

Ich ging in ben Garten und hörte seine Stimme am Zaun, unb bann bat ich ihn, hereinzukommen. Das war bas Aeußerste, was ich tun konnte. Er kam über den Rasen unb nahm meine Hand, unb als er mich küßte, schrie ich. Niemanb hatte es gehört.

Später heirateten wir bann. Unb jetzt erwarte ich bas Kinb. Wie soll ich dir sagen, ob er mir gleich auf den ersten Blick gefallen hat? Ich weiß es nicht. Als er mich küßte vor der stillen Laube, drehte sich der Boden unter meinen Füßen, unb ich fürchtete hinzufallen.

Wirksam

herrlich erfrischend, verhindert derv

Ansatz des gefürchteten Zahnsteins.

Sroßa Tuba 40 *Bf., klaina Tuba 25 *BL

bei ber Einzahlung von Reichssteuern (mit Aus­nahme ber Einkommenssteuer unb ber Körperschafts­steuer) anrechnen zu lassen. Es wirb schon jetzt darauf aufmerksam gemacht, daß diese Ermäch- ttgung mit dem Ablauf des 30. September 1939 endet. Eine Anrechnung von Steuergutscheinen nach diesem Zeitpunkt ist ausgeschlossen.

Arbeitstagung der Gerichtsvollzieher.

Unter dem Vorsitz des Bezirksobmannes Karl Moll (Gießen) fand hier am Mittwoch eine Ar­beitstagung der Bezirksarbeitsgemeinschaft der zum Landgericht Gießen gehörenden Gerichtsvollzieher statt. Zur Eröffnung der Tagung überbrachte Land- gerichtsdirektor Dr. Brill als derzeitiger Ver­treter des Landgerichtspräsidenten die Grüße der Behörde und verband damit ben Wunsch für einen anregenben Verlauf ber Tagung. Am Vormittag würben zur Vermittelung von Warenkenntnissen, bie ber Gerichtsvollzieher für seine Berufsarbeit braucht, Besichtigungen zweier Fachgeschäfte vorgenommen. In einer Tuchgroßhanblung gab ber Inhaber einen Einblick in bie Tuchfabrikation unb erläuterte ein- aehenb bie Qualitäts-. unb Preisunterschiebe ber einzelnen Stoffarten. Unter ben gleichen Gesichts­punkten würbe bie zweite Besichtigung in einem .........i

Weißt bu, manchmal erschreckt er mich noch. Dani- steht er plötzlich braußen am Zaun unb ruft nach Wasser. Unb bann gehen wir mieber zusammen irr die Küche und ich sehe ihm zu, wie er die Leitung aufdreht und den Eimer füllt. Und da fühle ich es zuweilen wieder, wie damals, wie alles fremd und verzaubert wird, und das macht mich sehr glücklich. Es muß aber ein ganz heißer Tag fein* wie heute."

Zeitschristen.

Die Augustfolge der Zeitschrift des Deutscheck Alpenvereins,Der B e r g st e i g e r", wird durch einen BeitragVia Eterna" eröffnet, der die dritte Begehung des Ringbandweges und bes Wischberg­massivs in Wort unb Bilb schildert. Das find jene Bänder, über bie Dr. Kuqy schon in seinem Buche Aus dem Leben eines Bergsteigers" schrieb, und die auf seinen Wunsch im Jahre 1930 bas erstemal begangen würben. In weiteren Artikeln wird eine Ueberschreitung des Triglavs geschildert, unb Dr. V. Paschinger schreibt über das Blumenwunber der Kornischen Alpen. Auch bie Reprobuktionen ber Ge- mälbe bes Malers Joseph Anton Koch beleben bas Heft, in bem auch Dr. Karl 231 obig Erinne­rungen an ben alpinen Maler E. T. Comton erzähl^ (Verlag F. Bruckmann, München).

Hochschnlnachrichten.

Der o. Professor Dr. Hans Vogt, Direktor der Universitäts-Kinderklinik in Münster, beging feinen 6 5. Geburtstag. Er habilitierte sich 1906 in Marburg unb sieb eite brei Jahre später nach Breslau über. 1910 wurde er als Oberarzt nach Straßburg berufen. 1913 kam Vogt als Direktor an bas Städtische Kinderkrankenhaus in Magde­burg unb folgte 1924 bem Ruf als o. Professor nach Münster. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Ernährung unb Ernährungsstörungen im Kindesalter, sowie Lungenkrankheiten. Seine Entpflichtung wegen Er­reichung ber Altersgrenze würbe bis Ende September 1940 hinausgeschoben. Auf bem Gebiete ber chro­nischen Lungenerkrankungen bes Kindesalters gilt Professor Vogt als einer der besten Kenner.

Der med. habil. Heinrich Schade ist zum Do­zenten für Erbbiologie und Rassenhygiene, der Regierungsrat Dr. jur. habil. Adalbert Erler zum Dozenten für deutsche Rechtsgeschichte, Bürgerliches Recht unb Steuerrecht an der Universität Frank« f u r t ernannt worben.