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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
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Die Uhr geht vor
Von Erich Grisar.
Letzten Sonntag wollten Schultes einen Ausflug 1 machen. Früh um sechse schon sollte es losgehen, damit sie auch recht etwas hatten von ihrem freien i Tag. Und außerdem fuhr um diese Stunde der ! einzige Zug, der sie zum Ausgangspunkt ihrer ge- ' planten Wanderung bringen sollte. Den durften sie i auf keinen Fall versäumen. Nun, Mutter schulte i kennt ihre Pappenheimer und hat am Abend zuvor, ohne einem von der Familie etwas zu sagen, die Weckuhr um eine halbe Stunde vorgestellt. Was sic nicht hinderte am nächsten Morgen, kaum daß die Uhr anschlägt, aufzustehen und in die Küche zu huschen, wo sie sich wäscht und das Kaffeew.ißer • aufsetzt, ehe sie die Kinder aus dem Schlafe ruft. Komm, sagt sie zu der großen Tochter, es wird Zeit, wenn wir pünktlich an der Bahn sein wollen.
Ist Papa schon wach, fragt das Mädchen und reckt sich wohlig in ihrem Bette.
Nee den laß ich liegen bis zum letzten Augenblick. Der ist schnell fertig. Nachher steht er bloß in der Küche rum und hält uns auf. Aber du mußt jetzt kommen. , ,
Wie spät ist es denn, fragt das Mädchen.
Fünf vorbei, antwortet die Mutter, und sie lächelt; denn sie denkt daran, daß es in Wirklichkeit noch eine halbe Stunde früher ist.
Fünf vorbei, wiederholt Luise, und auch auf ihrem Gesicht spielt ein Lächeln. Dann steht fie auf.
Bei Karl, dem Sohn, ist es das gleiche. Auch er will erst wissen, wie spät es ist, ehe er sich mit lautern Gähnen erhebt und in die Küche kommt, wo die Mutter schon dabei ist, das Brot zu schneiden und den Kaffee aufzugießen. Als das getan ist, weckt sie auch den Bater. Der kommt verschlafen aus der Kammer, wäscht sich, und nach einer Weile sitzt die ganze Familie gemütlich um den Kaftee- • ^Aber nicht lange, dann drängt Vater Schulte zum Aufbruch. Und als niemand Anstalten macht, aus ihn zu hören, mahnt er mit einem sorgenden Blick 1 auf die Uhr: Nun aber Dalli, sonst schaffen wirs i ^Mutter Schulte blickt ihn überlegen von der Seite , an und meint: Was du nur immer hast. Wir wer- L den den Zug schon kriegen. Brauchen doch keine l halbe Stunde auf dem Bahnsteig rumstehen
Na meinetwegen, gibt Vater Schulte nach. An - Wunder glaubt er ja nicht, aber sich mit seiner Frau herumzanken, dazu hat er am Sonntagmorgen keine Lust. Sie wird, schM selber, sehen.
Als sie dann auf der Straße sind, meint dw Frau versöhnlich: Viel Leute heute morgen auf der Straße, findest du nicht? Und weil ihr Mann keine Antwort gibt, fügt sie nach einer Weile hinzu:
Lehrschcines für das SA.-Wehrabzcichen besonders stark besucht. Hier werden die betreffenden Führer und Männer mit allen einschlägigen Fragen und
GeneralversammlungderGemeinnühigen Baugenoffenschast 1894.
Dornotizen.
Tageskalender für Montag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Silvesternacht ! lexanderplatz".
Don der Universität Gießen.
In Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste erhielten vom Führer das Treudienst-Ehrenzeichen verliehen:
1. Stufe (Goldenes Trsudienst-Ehrenzeichen für 40jährige treue Dienstleistung): Oberforstmeister
Der SA-Mann ist Frontsoldat im täglichen Leben.
1«l i 'Piritus, Ochy mir eit 1 hum, lene tz khnunc chkvech QL war ter un) 'n, nitz 3fe ent tuf
Men e Kate, w« —- atow.
,9er MrsM von «Meld " »raufführung der Marburger Festspiele.
Es war eine Helle Freude, am vergangenen Samstag im Marburger Schloßtheater ZU sitzen und ,wischen leuchtendem Abend und sternfunkelnder Uacht ein Spiel zu verfolgen, „das sich dereinsten ingetragen im fernen alten Engelland" (wie es im Jorfprud) heißt und nun unter den Bogen der Marburger Freilichtbühne fröhliche Auferstehung seierte. Wenn es dann im Dorspruch weiter hieß:
„Es ist so gestern, wie auch heute neu. Weil es ein Gleichnis ist von Pflicht und Treu.
ann spürte der Hörer wohl schon zu Beginn des «eiteren Spiels, daß dies den ernsten Unterton behütete. Der Vorsprecher ließ aber — nach geschickter Kunstpause und in wohlgesetzten Worten noch mehr wissen:
„Was sag ich da! Von Pflicht und Treu!? Nicht nur!
Die Liebe kommt hinzu auf zarter Spur!
Wie könnte auch ein Held von Treu und Pflichten, Ich bitte euch, auf Liebesglück verzichten!?"
Es ist notwendig, daß man von dieser Stelle ■ aus einmal ganz kurz den Einsatz und die Leistun- 1 qcn unserer SA.-Männer beleuchtet, damit verschiedene Kreise ein Bild darüber bekommen, welche Belastungen und Aufgaben der SA.-Mann neben einer beruflichen Tätigkeit noch auf sich genommen )at. Es ist freilich bedeutend bequemer, Sonntag ür Sonntag mit feiner Familie spazieren zu gehen und sonst noch in der Woche alle Bequemlichkeiten des Lebens auszukoften, statt sein ganzes Ich, ja die gesamte Familie in den Dienst für Fiihrer, Volk und Vaterland zu stellen. Kaum ist der CT.-Mann tagsüber mit seiner gewiß nicht leichten Arbeit fertig, sei es als Kaufmann, Beamter, Landwirt oder Landarbeiter, Kraftfahrer ufro., geht es im Sturmschritt nach Hause, werden zwischen Umziehen und Essen schnell mit der Frau die notwendigsten familiären Angelegenheiten durchgesprochen, und schon sieht man nach kurzer Zeit den Mann in seinem SA.-Dienstanzug zum Schar-, Trupp- oder Sturm dienst eilen. Diese treuesten Gefolgsmänner des Führers wissen, was ihnen ein Manneswort bedeutet — heute und ewig. Sie haben sich freiwillig auf diesen Platz gestellt, damit einen Teil ihrer persönlichen Freiheit aufgegeben, und werden aus innerem Pflichtbewußtfein fchärfstens darüber wachen, daß die vom Führer gegebenen Ausgaben restlos erfüllt werden.
Die neue Aufgabe des Führers vom 19. Januar 1939 an feine SA. hat nun wiederum alle Kräfte mobil gemacht und erfordert eine intensive Ausbildung aller Kräfte, d. h. Führer, und Manner. Neben' Wehrmachts-Ausbildungslehrgangen werden die Führerfchulen der Obersten SA-Fuhrung und Gruppenschulen für den Erwerb des Prüf- und
Fürwahr! Ein gutes altes Rezept für eine Dolks- omödie, für eine Komödie, die Hans Wolf- £ ang Hillers mit vieler Sorgfalt und im Wissen um das ureigne Leben einer alten Dichtung, iiinem alten Fragment aus elisabethanischer Zeit niachschuf und in jene Form brachte, die eine weite Sühne unter weitem Himmel räumlich füllen und ous einem Fragment ein Ganzes werden liefe. Der Dichter hat es an nichts fehlen lasten. Er rief mit fincm Werke fo viele Gestalten auf die Buhne, .urch raschen Szenenwechsel schuf er fo'viel Leben inb Bewegung, dafe man sich Shakespeare nahe- Mhlte,. zudem das Stück im alten England spielt und ursprünglich in Shakespeares Zeit und Umwelt reicht. Sprache und Reim sind außerdem noch ähnlich!
Das Stück hat also eine reichbewegte Handlung. Der Held ist Georg Green, ein Flurschütz seines Zeichens, sympathische Figur und starker Mann. Dem Abgesandten der Rebellen tritt er kühn ent- gegen, den Anführer und feine nächsten Spießge- Ü ftllen lockt er in den Hinterhalt, um bann mit • ihnen, drei gegen einen, für feinen König Eduard gu fechten und — zu siegen. Schottlands König (der zum Rebellen stoßen will) wird durch einen an- | neren wackeren Recken, den greifen Musgrove, be- I liegt und gefangen genommen. Und England ist ge-
edicht von Wilhelm Lennemann Ein duftumfloff'nes, reifes Roggenfeld, Daraus der Erde Segensstrome quellen, Macht' ich zum Frommen einer Großstadtwelt Ihr nächtens auf den weiten Marktplatz stellen, Daß in der Frühe mit dem Morgenrot Sein Segen müßt' in alle oeelen Rinnen, Daß sie sich auf den Tag und auf ihr Brot, Auf Gottund Bauer und sich selbst .besinnen/'
. In Bälde ist die Erntezeit da. Sie ist für den hnbmann das, was für den Soldaten die Manover- . lt jst Da heißt es, alle Knochen zusammenreißen nb das Beste und Letzte hergeben. Geschont wird !T zst und Drückeberger gibt's nicht. Es muß klap- nn! hieß es immer bei den Preußen, wenn es ins 'Lanöver ging. Die gleiche Parole gilt auf dem Bauernhof zur Erntezeit. Eine große Musterung be- t mit. Die Mähmaschinen werden auf Herz und Vieren geprüft und startbereit gemacht. Alle Gerate fröen in Ordnung gebracht, die Sensen werden c schliffen, die Gabeln zum Aufstecken geputzt. In i n Scheunen beginnt das große Aufräumen. Die Bennen werden gefegt. Etwaiges Stroh, das sich nd) in den Scheunenwinkeln vorfindet, muß heraus! is wird Platz gemacht für die neue Ernte. Sorgsam c ht der Bauer durch das Gehöft und wacht über
Vorbereitungen zur Erntearbeit. Em alter (pruch sagt: „Mit einem Herren steht es gut, der, r as er befiehlt, auch selber tut."
• Die Roggenfelder wogen, mit reifenden Aehren igen sich die Halme, als ahnten sie der Sense ( hnitt. Jetzt ist die Zeit, da die Roggenmuhme i ich das reifende Getreide schreitet. Sic wird den Indern als gespenstige, grauköpfige Alte mit roten xenaugen vorgegrault, die Kornblumen pflückende inder tief ins Roggenfeld verschleppt, so daß sie iicht wieder heraussinden.
Die Roggenmuhme hat sich eine böse Entstellung ( fallen lassen müssen; denn in vorchristlicher Zeit i :lt sie als segenspendende Erntegöttin, als Frau (Libc, Wotans Gemahlin, auch als Frau Holle bc= :nnt, die in hoheitsvoller Gestalt, im Schmuck res langwallenden Blondhaares, durch das reife iehrenfelb schreitet, um es vor Unwetter und Hagel- hlag zu schützen und dem Bauern eine gedeihliche Ernte zu verheißen. Der Stadter möge sich bar auf b sinnen, daß die Ernte, die ihm und unserem Volke ) 5 Brot schasst, erarbeitet sein will durch den deut- □en Bauern. An den Großstädter wendet sich das
Und wie sie sich alle Hetzen.
Na ja, brummt Vater Schulte nun, wenn wir unfern Zug noch kriegen wollen, müssen wir die Beine auch in die Hand nehmen, aber seine Frau lächelt nur, und sie denkt wieder, wie klug es war, die Uhr eine halbe Stunde vorzustellen. Karl, der Sohn, lächelt ebenfalls, und Luise findet nun auch, daß schon sehr viele Leute unterwegs sind ür diese frühe Stunde.
Was ihr nur immer mit eurer frühen Stunde habt, brummt Vater Schulte nun wieder, es ist gleich sechse.
Nee, lacht die Frau, aber halb.
Denkst du, antwortet ihr Mann angriffshifhg.
Denke ich nicht nur, kommt sie nun mit ihrem - Trumpf heraus, das ist auch so; denn ich hab gestern abend die Uhr eine halbe Stunde oorgestellt.
Wie, du auch, platzt Karl heraus, und im gleichen Augenblick entfährt auch Luise das Geständnis, daß sie dem Tag ebenfalls eine halbe Stunde zu gewinnen suchte, indem sie die Uhr vorrückte.
Ja, dann kann es ja eben erst halb fünf fern, meint die Mutter, nachdem sie kurz gerechnet hat.
Nee, aber nach sechse ist es, sagt Vater Schulte nun und zeigt auf die Bahnhofsuhr, die eben vor ihnen auftaucht.
Ja wie ist das denn möglich, stottern Frau und Kinder auf einmal.
Ganz einfach, klärt der Vater sie auf. Ich bin die Nacht über auf gewesen, und weil es gerade drei Uhr vom Rathaus schlug, hab ich die -Uhr richtig gestellt. Ich konnte doch nicht wissen, was ihr für n Theater mit der Uhr gemacht habt.
Ja, um Gottes Willen, schrie Mutter Schulte nun heraus, dann kriegen wir ja den Zug nicht mehr.
Das hab ich doch die ganze Zeit gesagt, meinte Vater Schutte bedächtig, aber ihr wolltet ja nicht auf mich hören.
Zeitschriften.
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Die Gemeinnützige Baugenossenschaft 1894 Gießen hielt am Samstagabend im "Burghof ihre ordentliche Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Stadfamtmann W. M a r 11 n , eröffnete die Hauptversammlung im 45. Jahre des Bestehens der Baugenossenschaft. Hierauf erstattete der Vorfitzende des Vorstandes, Heinrich Schneider, den Jahresbericht, auf dessen Einzelheiten nur bereits in unserer Samstag^Ausgabe ausführlich eingeqanqen waren. Vorstandsmitglied W. e r “ n e r gab Erläuterungen zur Vorlage des Fahres- abfchluffes, der wie wir gleichfalls schon berichteten, einen zahlenmäßigen Aufschluß über die gesunde wirtschaftliche Aufwärtsentwickelung der Genosien- schaft gab. U. a. war aus diesem Bericht noch zu entnehmen, daß die Baugenossenschaft auch ihre Verpflichtung gegenüber dem WHW. wiederum in gebührender Weise ablöste. Vorstandsmitglied W. Werner schloß seinen Bericht mit dem Hmweis auf die Liquidität und die sehr gute Zahlungsbereit- schaft der Genossenschaft.
Aufsichtsratsvorfitzender Martin erstattete den Bericht des Auffichtsrates, der neben dem Aufschluß über die Tätigkeit des Vorstandes und des Aufstchts- rates auch oen Hinweis auf unvermutete Kassenprüfungen enthielt, bei denen sich Beanstandungen nicht ergeben haben. Es wurden darin weiterhin die Prüfungsarbeiten des Reoifionsausfchuffes angeführt die gleichfalls weder in formeller, noch m fachlicher Hinsicht Anstände ergeben haben In dem, Bericht heißt es weiter hinsichtlich der Abschreibungen, daß diese sich für den Altbesitz auf 1 wH. und für den Neubefitz auf 1,25, 1,50; 2 und für das Anwesen Liebigstraße 88 auf 2,50 v. H. belausen. Hm- sichtlich der Mieten wurde festgestellt, daß uneinbringliche Mieten nicht bestehen und der erfreulichen
Ausbildungsrichtlinien vertraut gemacht und zum Führer einer Wehrmannschaft herangebildet. Diele Ausbildung stellt nicht nur hohe geistige Anforderungen an jeden Mann, fonbern auch die körperliche Ausbildung kommt zu ihrem vollen Recht und macht den SA.-Führer und -Mann zu einem starken, widerstandsfähigen, jederzeit einsatzbereiten Kämpfer. Durch diese Harmonie des Körpers und des 2)Gr Sonderzug des Bannes 116 geht am Diens- Geistes wird ein Menschentyp geschaffen, der allen ^g, 11. Juli, um 17.22 Uhr, in Gießen ab. Alle Anforderungen des Lebens. gerecht wird, ein Ge- Teilnehmer haben bis 15.15 Uhr auf dem Hof der schlecht, welches mit fester Hand fein Geschick selbst Alten Klinik, Liebigstraße, einzutreffen. Damit die meistert und bestimmt. Zufahrt nach Gießen mit verbilligten Karten er-
Dies ist der Typ des heutigen SA.-Mannes. folgen kann, haben die Gefolgschaftsführer dafür Stark und selbstbewußt, durch seine dauernde Em- sorgen, daß sofort alle Fahrkarten bei der Ver- fatzbereitschaft widerstandsfähig und zäh. Dies zeigte j.waltungsftelle des Bannes abgeholt werden. Des- sich jetzt ganz besonders bei den in Kassel durch-rZeichen müssen alle Teilnehmer im Besitz ihres geführten' Gruppenwettkämpfen. Mit welcher Ener- Fahrtautzweises sein. Die Fahrtstrecken gehen dein
gic und Härte hier gekämpft wurde, kann auf dem Abteilungsführern zu, die fie dann an die Grup-
Papier nicht geschildert werden. Es wäre für alle p^^führer weiterverteilen. Um 15.30 Uhr erfolgt
Volksgenossen am Platze, in Zukunft ihre Ver- Meldung der Fahrtabteilungsführer an den Adju-
bunde'nheit mit der SA. durch rege Teilnahme zu des Bannes, Gefolgschaftsführer Krech-
bekunden, um fo an der Lebensaufgabe der CT. Berger. Die Aufstellung.erfolgt im offenen Vier- mehr Anteil zu haben. eck nach der Liebigstraße. Von hier aus rücken bie
Voller Stolz wird die SA. in die Zukunft Fahrleitungen zum Bahnhof, schauen, denn sie hat unter Beweis gestellt, daß ste , .
in der Lage ist, große geschichtliche Aufgaben zu Treudlenst-EhreNZelcheN vet derpottZet. lösen. Sie hat die Verantwortung dafür über- |iIberne Treudienst-Ehrenzeichen für 25jäh.
nornmcn, daß ber ^utidje ®tann bis ins rige treue Dienstleistung mürbe vom Führer m An.
Lebensalter wehrfähig bleibt. Jeder SA.-Mann u ! Innung ihrer langjährigen treuen Dienstzeit ver- swlz darauf, im Mittelpunkt der EreignMe zu ^^n dem Polizeioberinfpektoi; Hugo Berate, demi stehen und m vorderster Front kämpfen zu dürfen. Polizeiinspektor Otto Rau, den PolizeisekretärenI > Karl Lautenschläger, Wilhelm Sch ä fer und Ludwig Wallbott, und den Polizeibüro-- assistenten Konrad B e r ft, Max Bertram, Peter Kaiser und Alfred Thormann, sämtlich ber
Die bewährte Regiekunst Dr. Buddes hielt das vielfältige Gefchehen gut im Fluß; das Spiel chwang förmlich über die ganze Bühne hin und bewegte sich glücklich in Breite und Tiefe des gro- ;en Raumes, den die Marburger Freilichtbühne ^^DieUSchaufpieler hatten sichtlich selbst ihre Freude an dem bewegten lustigen Spiel und taten alles, um ihm zum Erfolge zu verhelfen. Hans Coffy, der Flurfchütz Georg Green, traf gut den Ton und die Haltung des Helden, wie auch des tief betrübten Liebenden. Er führte sich schon in einer der ersten Szenen großartig ein als er den Abgesandten der Rebellen drastisch nach Hause schickte. Lilo Dietrich als Bettris, Greens Geliebte, verband Anmut und schelmischen Spott in glücklicher Mischung. Herbert Steinmetz gab aut den abergläubischen Rebellenhäuptling, der feiner Sache selbst nicht sicher ist, den Wahrsager nach dem Erfolg feines Kampfes fragt und es bei Worten und großen Gesten laßt. Karl Bockx (der Bursche Willy), Wolfgang Go lisch (Untcr- lurschütz), Erwin A d e r h o l d (Scharlach) und Helmut Peine (Much) holten sich mft viel Geschick bi* Lacher auf ihre Seite. Wilfried H e r Z stellte mit schöner innerer Sicherheit den König Eduard dar. Seppl Litsch legte den König Schottlands behäbig breit, böse und demütig m reicher Skala an. In ber Besetzung der vielen anderen Rollen hatte die Regie eine glückliche Hand bewiesen Herzlicher und anhaltender Beifall belohnte die Dar- fteller. Heinrich Ludwig Neuner.
rettet! Um diesen Grundgehalt von Pflicht und Treue rankt fich die Liebesgeschichte Georg Greens und seiner schönen Bottris, die er nicht kriegen oll, weil er nur Flurschütz ist. Aber ber König weiß ihm Dank für seine Taten und sorgt ür das Glück der beiden. Liebesgeflüster und Zrügelszenen, derber Scherz und Verrat, Wahr- agerei und düstere Drohung spielen mit hinein. Es bedurfte dazu aber noch mancherlei Perforier.! Da ist noch Robin Hood, „ber schöne, edle Räuber" und seine Frau, bie Sängerin, da sind noch Much und Scharlach, die Spießgesellen Hoods und tapfere Kerle, wenn sie betrunken sind, des Königs ganzer Hofstaat, die Schuster von Bradford, die Bürger von Wakefield und ihr greiser Friedensrichter, der Unterflurfchütz und der Bursche Willi, die schone Jane Barley und ihr Sohn, der seiner Mutter Ehre retten will. Es geschieht also etwas auf ber Bühne. Dies läßt es auch vergessen, daß einige Szenen nicht ganz rund aneinanderpassen. Es gibt aber viel und herzlich zu lachen.
der Polizeidirektion Gießen.
Treudienst-Ehrenzeichen
, s & । für Angehörige der Universität.
Tatsache Ausdruck gegeben, daß sich die Mieter- » . .
schäft immer mehr Ihrer Verpflichtung der Bauge- Der Führer hat den nachverzeichneten Angehörigen! nossenschaft gegenüber bewußt wird und burd) ber Ludwigs-Univerfität Gießen das Treubienft- pünktliche Mietzahlung die Geschäftsführung der Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit verliehen. Der Genossenschaft erleichtert. Anberfeits würbe darauf Rektor überreichte den Belichenen bie Auszeichnung hinqewiefen, daß bie Zahlungen auf bie Geschäfts- und sprach ihnen gleichzeitig Dank und Anerken-. anteile noch immer nicht befriebigen unb baß eine nung der Ludwigs-Universität aus: Susanne Arndt, Reihe von Mietern, die nach ihren Verhältnissen Weißzeugbeschließerin; Georg Balser, Operations- durchaus dazu in der Lage wären, ihre Zahlungen gehilfe; Professor Dr. Beller; Karl Bopp, Kanzlei- in dieser Hinsicht nicht erfüllen. Alles in allem wurde gehilfe; Professor Dr. Brüggemann; Wilhelm Dern, abschließend festgestellt, daß die Geschäftsführung Masseur; Professor Dr. Feulgen; Otto Freihöffer, sich in guter Ordnung befindet und Vorstand und Werkmeister; Karl Frischkorn, Operationsgehilfe; Aufsichtsrat auch im abgelaufenen Jahre in har- Schwester Mathilde Furtwängler; Schwester Elisa- monischer Weife zufammengearbeitet haben, so daß b(th German; Professor Dr. Haas; Marie Heiden- die Genossenschaft den Mitgliedern des Vorstandes reich, techn. Röntgenasfistentin; Professor Dr. von sich für ihre erfolgreiche Tätigkeit zu Dank verpflich- Jgfchke, Marie Kaiser, Oberpflegerin: Ludwig Luh, iet fühlt Pfleger; Schwester Gertrud Martinius; Oberfchwe-
meöswstasBBS »efriebuna »r- @erf>art> R-iZ>°Id; Karl !Rcpp, Heizer unb Sd’Inei.bC>, ' rn&n 3?ij wfriöÄ 6<Moffer; Professor Dr. Rossendes Ernsl Ruckele aussprach damit den M tern em und Masseur: Fran, Schneider,
Die Verteilung des Reingewinnes in Höhe von S$rCUbiCttft5Gt)rCn^Cl(f)Cn
7402,15 Mark wurde auf Vorschlag mit rund 890 | fßr HofftbeaNlte.
Mark für die Rücklagen, mit 1000 Mark für die Bauerneuerungsrückstellung und dem restlichen Betrag für eine Verteilung von 4 v. H. Dividende einstimmig gebilligt. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurden gleichfalls einstimmig Entlastung erteilt.
Die turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausfchei-
denden Mitglieder Karl Schneuker und Dtttf Werner wurden wiedergewählt.
Die Aenderung des § 3, Abf. a, der in neuer Fassung bestimmt, daß Juden bie, Mitgliebschaft nicht erwerben können, würbe zugestimmt.
Aufsichtsratsmitglieb Deibel skizzierte kurz die! Ziele ber Baugenossenschaft, bie einer weiteren Unterstützung mürbig finb.
Amtmann Martin schloß bie Versammlung mit Worten des Dankes und der Anerkennung an alle Mitarbeiter und vereinte bie Versammlung in dem Treugruß an ben Führer.
Hitler-Jugend Bann 116.
Dienstbefehl.
Bctr.: Hesen-Nassau-Fahrt.
Aus der Gtadi Gießen
Vor der Ernte.
Der Inhaber des im Jahre 1930 errichteten Lehr- huhls für Orthopädie an der Universität Gießen imb- Direktor ber Orthopädischen Klinik, Professor r med Pitzen , wurde in gleicher D i en steige n- chaft an die Universität Münster unter lieber» nqumq des Lehrstuhls für Orthopädie berufen, -rof Dr Pitzen, ber vor feiner Gießener Tatig- j-it als Oberarzt an der Orthopädischen Klmikm München tätig war, wirkte feit dem 1. April 19-30 "toSrnnf Dr. Max R ° lf - s , der im Wmkr- ? mester 1938/39 von Berlin an das hiesige Landwirtschaftliche Institut kam, wurde zum außer- irdentlichen Profesfor in der Abteilung U der Phi- Issophischen Fakultät der Universität Gießen er- - annt und ihm der Lehrstuhl für Landwirtschaftliche Aetriebslehre und Agrarpolitik übertragen.
Der Vorstand ber Statistischen Abteilung des ! erckhoff-Jnstitutes in Bab-Nauheim, Dr phil. ! Libil Siegfrie-d Koller wurde zum Dozenten, für los Fach Mathematische Statistik ernannt unter Zuweisung an die Medizinische Fakultät der Universität Gießen, wo er das Fach „Mathematische Statistik" in !ßof le jungen und Hebungen zu ver- ' eten hat. _________________ _
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