Ausgabe 
10.7.1939
 
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Kleine politische Nachrichten

Hotel B r e u l l " auf der Hochebene von Cervina

südlich des Matterhorns zum Teil zerstört. Brand rouröe am Samstaamittaa bemerkt.

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Schweres Explosionsunglück in der Provinz Salamanca.

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Der Präsident der R e i ch s g e tr e i be­ste l l e , Daßler, wurde vom rumänischen Außen- Minister Gafencu empfangen. Präsident Daßler hatte Besprechungen mit Wirtschaftsmimster Bu-

Die Gesamtzahl der Rundfunkgenehmigungen im großdeutschen Reichsgebiet betrug am 1. Juli 1939 12 591 706. Im Juni ist eine Zunahme von 10 730 Teilnehmern (0,1 o. H.) eingetreten. Unter der Ge­samtzahl befanden sich 827 060 gebührenfreie An-

Gegen den Präsidenten des ehemaligen roten Verteidigungsrates, Vorsitzenden der spanischen Sozialdemokratie und Präsidenten des Parlamentes^ Julian Besteiro beantragte der Staatsanwalt die Todesstrafe, weil Besteiro als Haupt der Sozialdemokratie verantwortlich sei für das namenlose Elend, das der Marxismus über Spanien gebracht habe. Kennzeichnend für Besteiro seien auch seine Verhandlungen mit Eden, bei denen er das notleidende Madrid schmählich an das Ausland verraten habe.

Reichsarbeitsminister Se ld te traf in Stock­holm ein, um an dem internationalen Kongreß für Wohnungswesen und Städtebau teilzunehmen. Am Bahnhof wurde er von dem deutschen Gesandten, einem Vertreter des schwedischen Außenministeriums, vom Landes­gruppenleiter der NSDAP, und einem Vertreter der deutschen Handelskammer in Schweden begrüßt.

*

Reichsminister Dr. Goebbels hat die Leitung der Abteilung Ausland im Reichsministe­rium für Volksaufklärung und Propaganda dem ^-Oberführer Generalkonsul Köhn übertragen. Generalkonsul Köhn war zunächst als Presseattache der deutschen Botschaft in Buenos Aires zugeteilt. Während des Krieges in Spanien stand er als Leiter eines Sonderstabes zur Verfügung der nationalfpanifchen Regierung.

stsisen.

Liano auf dem Wege nach Spanien.

Rom, 9. Juli. (DNB.) Der PanzerkreuzerEuge­nia di Savoia" mit Außenminister Gras (St an o oi Bord ist nach Spanien in See gestochen. Bei der Mfährt veranstaltete die Bevölkerung begeisterte Kundgebungen für den Duce und Außenminister (iiano.

Ganz Spanien steht im Zeichen der Erwartung b 5 Ciano-Besuches. Die Städte, die der Minister Insuchen wird, sind dabei, ihren schönsten Fest- fomud anzulegen. In Barcelona wurde der Palast >dralbes für den Empfang des italienischen Außen- riinisters neu hergerichtet, lieber 100 Zimmer wur- 1 n für die Gäste bereitgestellt. Im Nationalpolast riird eine große Festtafel zu Ehren Cianos statt- fnden, zu der 260 Gäste geladen sind.

Bulgarisch-jugoslawische Besprechungen.

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Stojadinowitsch

aus der Partei ausgeschlossen.

Belgrad, 9. Juli. (Europapreß.) Der bisherige Ohef der Jugoslawischen Radikalen 23er- lnnigung, der frühere Ministerpräsident Sto- j«adi n o w i ts ch , wurde am Sonntag aus der l-artei ausgeschlossen, ebenso acht weitere Mitglieder des Hauptausschusses, darunter sechs frühere M i n i st e r und der bis­herige Generalsekretär T r i f k o w i t s ch. Zum neuen H räsidenten des Hauptausschusses und damit auch ^nm Präsidenten der Partei wurde Ministerpräsi-

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eine hohe Geschwindigkeit erreicht hatte, den R a n d st e i n des G e h st e i < Motorrad geschleudert und er! , , Hirnerschütterung. Das Motorrad raste darauf in die Menge hinein. Eine Frau wurde g e - tötet; sechs andere Zuschauer erlitten schwere Ver­

bei einer Kletterfahrt über eine Felswand ab und blieb ebenfalls tot liegen.

Ein 17jähriges Mädchen in der Lahn ertrunken.

Die 17jährige Tochter einer Familie aus Fach­bach bei Niederlahnstein saß mit ihrer Freundin auf einer Laufdiele, die hoch über die Lahn hinous- ragte. Plötzlich bekam das Mädchen das lieber» gewicht, stürzte in die Lahn und ertrank. Obwohl das Mädchen sofort geborgen werden konnte, waren I Wiederbelebungsversuche ohne Erfolg.

Blitzschlag tötet drei Kinder.

Ein schweres Unwetter verheerte den Kreis Dir schau an der Danziger Grenze. In einem Dorf schlug der Blitz in eine Gruppe von Kindern ein, die auf den Feldern Vieh hüteten. Drei Mädchen wurden tödlich getroffen.

Großfeuer bei Jglau.

In dem Marktflecken P i r n i tz bei Jglau (Mäh­ren) brach in einem Hause ein Feuer aus, das sich Iso rasch ausbreitete, daß auch noch 12 Nach» ibargebäude eingeäschert wurden. Sämt» Iliche Gebäude waren Holzbauten, so daß das I Feuer rasch um sich griff. Auch Wirtschaftsgebäude mit vielen Einrichtungen, Futtervorräte ufw. tour* den vernichtet.

Hotelbrand am Matterhorn.

Durch ein Großfeuer wurde dasGrand--

B tz l g r a d , 9. Juli. (Europapreß.) Der rjsche Ministerpräsident Kjosseiwanoff ist am Sonntag auf der Rückreise von seinem Deutschland- l:such in B l e d eingetroffen, um als Gast des jt goslawischen Außenministers Cincar Marko- u itsch die Besprechungen sortzusetzen, die zwischen ten beiden Staatsmännern auf der Durchreise Wosseiwanoffs durch Belgrad auf der Fahrt nach i)>erlin begonnen worden' sind. Die beiden Minister machten nach einem Frühstück einen Ausflug nach Item Wocheiner See und verblieben während des ginzen Nachmittags in angeregtem Gespräch mib enanber. Die jugoslawischen Zeitungen widmen tem bulgarischen Gast äußerst freundschaftlich gehal- nne Begrüßungsartikel, in denen darauf hinge- llöesen wird, daß der jugoslawische und bulgarische Außenminister am ehesten dazu berufen seien, das 25 e r? ber jugoslawisch - bulgarischen 2erbrüderungfortzusetzen. Diese Freund­schaft habe die gegenseitige Zusammenarbeit und die (mhaltung des Friedens auf dem Balkan zum 5üd.

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Lire.

Benzinbeladenes Schiff in Flammen.

Beim Passieren der Schleuse des Nordostfee- k a n a l s entstand aus noch nicht geklärter Ursache auf dem schwedischen MotorschonerNobles", der Benzinfässer geladen hatte, ein Brand. Das Schiff, das in der Schleuse festgemacht hatte, stand in wenigen Minuten in Flammen. Von der Be» i satzung wurden ein Mann schwer und zwei leicht verletzt.

Nachdem erst kürzlich 12 reichsdeutsche Schwestern des Julius-Krankenhauses in Rybnik von den polnischen Behörden ausgewiesen worden sind, ist jetzt den noch verbliebenen 14 deut­schen Schwestern dieser Anstalt mitgeteilt worden, daß sie sofort ihre Tätigkeit aufzugeben hätten. Es handelt sich um hervorragende Fachkräfte, die jahrzehntelang ihre hilfreiche Tätigkeit gegenüber allen Kranken ohne Rücksicht auf ihr Volkstum aus­übten.

«cjritt, Deutschland und Italien alsfaschistische Aqressoren" zu stempeln.

ißenn sich aber der westliche Friedenswille an ei, en bestimmtenStatus quo klammert, so wird reielmäßig schamhaft verschwiegen, wie dieser Hiatus nun eigentlich z u st a n d e g e k o m m e n fr Da ja gerade die Briten immer wieder die Nei- qmg zeigen, den eigenen Nutzen und Vorteil al sanktioniert zu betrachten, d. h. eine für Eng- Inib wünschenswerte Situation, ein bestimmtes Gleichgewicht" unmittelbar von Gott einge- j'ett zu erklären und jede organisch gewachsene Na­tu kraft, die durch ihr selbstgewisses Wachstum die­sem Gleichgewicht ins Schwanken bringt, als Der» dömmenswert und unmoralisch zu verurteilen, ist Murn zu er märten, daß von westlicher Seite der Frieden durch eine andere Brille als die in Ver­

falles geschliffene gesehen werden wird. So träumt nun immer noch den Traum Clemenceaus von eher dauernden Zerstörung der deutschen Reichs- eftheit, einer für alle Zeiten besiegelte Ohnmacht i>(5 deutschen Volkes, garantiert durch Separatis- jin und Ententen östlicher Kleinstaaten. Dieser

Franke wird vom Sondergericht abgeurteilt.

Lpd. Hanau, 8. Juki. Der Pressedezernent beim Landgericht Hanau teilt mit: In der Mordsache Franke sind die Ermittlungen der Staatsanwalt­schaft Hanau nunmehr zum Abschluß gelangt. Der Mord an dem Reisevertreter Engelhardt ist von Frankeallein ausaeführt worden. Der ur­sprünglich von ihm als Mittäter belastete Hörst aus Frankfurt a. M. ist an dem Mord nicht beteiligt gewesen. Die Strafsache wird vor dem Sonder- g e r i ch t Kassel, das im Schwurgerichtssaal in Hanau tagen wird, ihre Sühne ftnden. Die Haupt­verhandlung ist auf Mittwoch, 12. Juli, vormittags 9 Uhr, anberaumt worden.

Die zweite Städtefahrt des Luftschiffs Graf Zeppelin".

Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist Sonntag vor­mittag 10.45 Uhr nach Leipzig aufgestiegen. Das Luftschiff befand sich um 13.45 Uhr über Aschaffenburg, um 14.21 über Brückenau und um 15.08 Uhr über Gera. Um 17 Uhr erreichte das Luftschiff die Reichsmessestadt, kreuzte bann aber noch längere Zeit im Norden Leipzigs. Kurz nach 18 Uhr erschien es über dem Flughafen Leipzig-Mockau, wo es unter dem Jubel der hun­derttausend Besucher glatt landete. Nach halbstün­digem Aufenthalt wurde um 18.45 Uhr der Start eingeleitet, fünf Minuten später erhob sich der stolze Lustriese in den Abendhimmel, um in direkter Fahrt den Heimathafen anzusteuern, den er um 23.20 Uhr wieder erreichte.

1100-Jahrfeier Marköbels.

Die Landgemeinde Marköbel im Kreise Ha­nau ist in einer Urkunde mit dem Datum vom 23. April 839, unterzeichnet von Kaiser Ludwig, die im Original noch erhalten ist, erstmals erwähnt. Aus Anlaß seiner Jubelfeier prangte Marköbel im Fest- schm uck. An der Spitze der Ehrengäste aus der Par­tei, Wehrmacht und Behörden traf der stellvertre­tende Gauleiter Linder ein. An festlichen Deran-

Wie die Reichsbahndirektion Regensburg mitteilt, fuhr in der Nacht zum Sonntag um 3.05 Uhr der Schnellzug 25 zwischen Blockstelle Reutlas und Bahnhof Marktredwitz der Hauptbahnstrecke Regens­burgHof aus einen abgerissenen Zugteil des Durch­gangs-Güterzuges DG 6239. Die beiden Lokomotiven sowie der Post- und Packwagen des Schnellzuges entgleisten. Dabei wurden die beide »Lo­komotivführer getötet und die beiden Heizer schwer o e rl e tz t. Ein Reisender erlitt eine Gehirnerschütterung, sieben weitere trugen leichtere Verletzungen davon.

Schwerer Motorradunfall bei einem Rennen.

In der südmährischen Stadt Göding streifte beim Start der Junioren ein Fahrer, der bereits

Der deutsche KreuzerAdmiral Hipper __ v u_... ist zu einem dreitägigen Besuch im nordschwedischen Brand wurde am Samstagmittag bemerkt.

Hafen Haernoesand eingelaufen. oberen Stockwerke brannten vollständig nieder. Der

* Schaden beläuft sich auf etwa eine halbe Million

Luft geflogen sein. Durch die Explosion soll die Hälfte des Ortes zerstört worden sein. Nach den ersten Feststellungen 'finö 30 Personen getötet und über 300 verletzt worden.

Wind- und Wasserhose.

Die Gewalt der W a f s e r h o s e ist jetzt kurz nach­einander an zwei Beispielen demonstriert worden. Einmal in Württemberg und dann in der Lüne» ।bürget Heide. In beiden Fällen wurden ganze Alleen umgeknickt, Dächer abgedeckt, Heu­wagen entweder umgeworfen oder gar eine Strecke Weges mitgeschleift. Im allgemeinen ist auf dem Festlande die Windhose häufiger, die durch einen Luftwirbel gebildet wird, der von den Wolken bis auf die Erde reicht. Das Glück ist, daß diese Wettererscheinung nur einen schmalen Weg nimmt; aber auf diesem schmalen Weg richtet sie verheerendes Unheil an. Bei Regen verwandelt sich die Windhose in eine Wasserhose, und noch öfter kann man die Erscheinung der Wasserhose a n den Küsten beobachten. Auf der offenen See I ist der Blick auch nicht durch Berge, Häuser, Wälder Usw. abgelenkt, und man sieht dann ganz deutlich Idas erstaunliche Phänomen, wie das Meer und die Wolke sich in einem trichterförmigen Gebilde be­

denk Zwekkowitsch, zum ersten Vizepräsidenten wieder Dr. K o r o s ch e tz und zum zweiten Vize­präsidenten an Stelle des verstorbenen Innenmini­sters Spaho dessen Nachfolger Dr. Kuleno- witsch gewählt.

Französische Diktatur in Syrien.

Paris, 9. Juli. (Europapreß.) Nur wenige Pariser Morgenblätter bringen die Meldung aus Damaskus, daß nach Rücktritt des syrischen Staats­präsidenten H a ch e m A t a s s i und der Demission der syrischen Regierung der ftanzäsische Oberkom­missar Puaux die Regierungsgewalt an sich ge­nommen hat. Puaux hat zwei Verordnungen er- lassen. Die eine hebt die Dersassungsbestimmungen, soweit sie sich auf die Regierungsgewalt beziehen, die zweite das Parlament auf und verschiebt die Neuwahlen auf einen nicht näher bezeichneten Zeitpunkt. Ein neues syrisches Regierungs­

staltungen sanden noch statt eine feierliche Gemeinde­ratssitzung, die Eröffnung der Ausstellung Ahnen­erbe, ein Spiel, betiteltDie freie Bauernschaft" und ein Fackelzug. Am Sonntag folgten eine Mor­genfeier, eine Heldengedenkfeier, die Darbietung eines Volksspiels und ein prächtig gestalteter Fest­zug, woran sich ein Volksfest schloß.

Lm neuer deutscher Weltrekord im Kleinflugzeug.

Direktorium wurde vom französischen Ober­kommissar gebildet.

Englands

llnterseeboots-Bauprogramm.

London, 10. Juli. (Europapreß.) Das englische1 Unterseebootsbauproaramm wird, wie derDaily Expreß" schreibt, beschleunigt durchgeführt werden. Die sechs augenblicklich auf Werft liegenden Boote werden noch in diesem Jahre fertiggestellt, sieben weitere sollen 1940 folgen und vier Schiffe, deren Konstruktion alsneuartig" bezeichnet werde, seien von der Admiralität geplant worden. Der Unter­gang derThetis" dürfte zu wichtigen Konstruk­tionsänderungen führen. In Marinekreisen habe man sich davon überzeugt, daß, entgegen der bis­herigen Baumethode, der Sicherheitsfaktor stärker im Vordergrund stehen müsse.

nicht geklärt werden, weshalb die Probetauchfährt nicht rechtzeitig abgebrochen wurde, obgleich alsbald nach Beginn des Tauchens feftgeftellt worden war, daß das U-Boot zu leicht war, also der Wasser­ballast nicht in Ordnung gewesen zu sein schien.

Zwei schwere Autounglücke im Gau Riederdonau.

In der Nähe der Ortschaft Greinsfurth (Gau Niederdonau) streifte ein Wiener Kraftwagen einen Autobus, dessen Lenker dadurch die Herrschaft über den Wagen verlor. Der Autobus raste in voller I Fahrt gegen einen Baum, den er niederriß, bann gegen einen Mast der Stark st romlei» tung, der ebenfalls umgelegt wurde und schließ­lich t n e i n e n Graben, hinter dessen meterhoher Böschung sich der schwere Wagen überschlug. Boni den neun Insassen des Autobusses wurden zwei Frauen aus Wien, eine Mutter unb ihre Toch­ter, getötet.

In der Nähe von Amstetten geriet ein Wagen, der mit mehreren Personen auf der Straße nach Melk fuhr, in einer S-Kurve in rasender Fahrt auf die linke Straßenseite und rammte einen auf seiner richtigen Fahrbahn entgegenkommenden Kraftwagen, in dem sich ein Mann und zwei Frauen befanden. Die Wagen wurden zertrümmert und die Insassen hinausgeschleudert. Insgesamt blieben neun Personen mit zum Teil schweren Ver­letzungen liegen. Drei starben auf der Stelle, zwei sind kurz darauf ihren Ver­letzungen erlegen.

Beim Sonntagsausflug verunglückt.

An der Kreuzung der Straße Seligenstadt Obernburg und Aschaffenburg Groß-Ostheim stieß am Sonntagnachmittag ein aus Richtung Frank­furt kommendes Motorrad mit Beiwagen, das von einem Mann gesteuert wurde, der mit feinen zwei Töchtern einen Ausflug ins fränkische Land machen wollte, mit einem aus Richtung Groß-Ostheim kom­menden Motorrad zusammen. Die beiden Motor­räder wurden stark demoliert. Die beiden Tochter des aus Frankfurt kommenden Motorradfahrers wurden schwer verletzt.

Zugentgleisung auf der Strecke RegensburgHof.

letzungen.

Zwei Jahre Gefängnis für fahrlässigen Autofahrer.

Die Große Strafkammer des Landgerichts Lüne­burg verurteilte den Autobusfahrer Boesmann, der mit einem mit Ausflüglem voll besetzten Wagen mit einem Triebwagen der Reichsbahn bei dem Dorf Wulfsen zusammengestoßen war, wobei 15 Personen getötet wurden, wegen fahrlässiger Tötung! zu zwei Jahren Gefängnis.

Tödliche Unfälle in den Bergen.

Ein schweres Bergunglück ereignete sich am Sonn­tag an der G ' m p e l - N o r d w a n d i n T i r o l, wo zwei junge Bergsteiger 150 Meter tief abstürz­ten und zerschmettert liegen blieben. Es handelt sich um den Bergsteiger Walter Ulmer aus Stuttgart und den Bergwachtangehörigen Anton Bickels aus Kempten. JnObernbergamBrenner stürzte der 16jährige Student Herbert Heinecke aus Berlin

rührt, das sich nach oben erweitert und feine ver­hängnisvolle Bahn zieht. In den ostasiatifchen Ge» wäffern tritt der Taifun und in den bereinigten Staaten der Hurrikan in noch größeren Maßstäben an die Stelle unserer Wind- ober Wasserhose.

Eine alte Linde enthüllt ihr Geheimnis.

Dicht am Portal des alten Friedhofs in Cos­wig stand eine 300jährige Linde, die jetzt entfernt werden mußte, weil sie in der Gesamtanlage des neuen HJ.-Heimes störend wirkt. Beim Umlegen stellte man fest, daß die Wurzeln fest in Stein­quadern eingewachsen waren. Diese Steinquadern gehörten zu einer Gewölbedecke, unter der sich ein Gewölbe mit zwei Särgen fand, in denen zwei Mönche aus dem 14. Jahrhundert lagen, deren braune Kutten die Jahrhunderte überdauert hatten. An einerweiteren Stelle der Ausschachtungsarveiten fand man Spuren eines größeren Bauwerks. Zwi­schen und unter den Brandresten lagen die Gebeine von Erwachsenen und Kindern, die von einer fürch­terlichen Tragödie erzählen, die sich an dieser Stelle bet der Einnahme und Zerstörung des Klosters durch die Spanier im Jahre 1547 abgespielt hat. Als stärkstes Bauwerk wurde das Kloster von den Bewohnern aufgesucht, die beim Nahen der Trup­pen des Herzogs Alba flüchteten. Doch die Mauern gaben nicht den erwarteten Schutz. Wahrscheinlich hat sich die Besatzung des Turms am längsten ge­halten, und die Belagerer haben ihn bann durch Feuer umgelegt.

Wetterbericht

Mit ber Verlagerung ber Wirbeltätig kett von England nach Skandinavien hat ihr Einfluß auf unser Wetter angenommen. Dabei kam es am Sonn­tag bei kräftigen Südwestwinden unb zunächst warm-schwülem Wetter zu vereinzelten Schauern, während die Nacht zum Montag mit dem Einbruch kühlerer Meeresluft in größerer Verbreitung Regen brachte. Ueber dem Ostatlantik hat sich ein Hoch­druckgebiet aufgebaut, das im wesentlichen auch für unser Wetter bestimmend werden dürfte.

Vorhersage für Dienstag: Heiter unb wolkig, auch vereinzeltes AuKreten von Schauern, trocken. Bei lebhaften Winden aus West bis Süd mäßig warm.

Vorhersage für Mittwoch: Zunächst vielfach heiter unb trocken, tagsüber wieder wqrmer.

Lufttemperaturen am 9. Juli: mittags 22,3 Grad Celsius, cckends 18,2 Grad; am 10. Juli: morgens 14,6 Grad. Maximum 23,4 Grad; Minimum heute nacht 13,6 Grab. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. Juli: abends 23,8 Grad; am 10. Juli: morgens 19 Grad. Niederschläge 0 mm. Sonnenscheindauer 8,1 Stunden.

Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot 1 (beurlaubt), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stabt ; Gießen, Provinz unb Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An» ! zeigen: Theodor Kümmel. D. A.VI. 1939: über 9000.

Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbemtzs- i preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, t mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- > preis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illu­strierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 L1 vom 1. September 1937 gültig.

Nachdem erst vor wenigen Tagen ein Leichtflug­zeug ber Gothaer Waggonfabrik einen Hähenrekorh in seiner Klasse aufgestellt hatte, erreichte nun ber Chefpilot ber HirtH-Motorenwerke Hermann Illg in Böblingen mit einer Me 108Taifun" mit Hirth- Motor eine Höhe von 9125 Meter. Illg stellte da­mit eine neue internationale Bestleistung für Leicht­flugzeuge ber Klasse C, Kategorie I, auf. Damit würbe der seit 1938 in der Klasse C vom Auslände gehaltene Höhenrekorb um etwa 1200 Meter über­boten unb die Leistungsfähigkeit deutschen Flug­materials erneut bewiesen. Die Messerschmitt-Tai­fun war bei diesem Rekordflug mit einem luftge­kühlten 8-Zylinber-Hirth-Motor HM 508 C. 270 PS mit Kompressor, einer Weiterentwicklung des inter­national bewährten Hm. 508 H., ausgerüstet.

DasThetis"- Unglück vor Gericht.

Der erste Tag der Untersuchung desThetis"- Unglücks hat keine wesentlichen, neuen Punkte er­bracht die das Sinken des englischen Unterseebootes aufqeklärt hätten. Die Aussagen des ersten Zeugey, des'Kapitäns zur See H. A. K. Oram bestätigten die Annahme, daß das U-Boot mit bem Bug voraus gesunken ist, weil Wasser durch ein Bug-Torpedorohr eingedrungen war- doch ließen die Angaben des Kapitäns, der die Probefahrt als Flottillenchef unb als Vorgesetzter ber zur ,Thetis"-Besatzung gehörenben Offiziere mit- qemacht hatte, noch keine Schlüsse bar üb er zu, ob ein Materialfehler ober bas Verschieben eines Be­satzungsmitgliedes für bas Eindringen bes Wassers verantwortlich zu machen ist. Es konnte auch noch

j o i u , mit bem Lanbwirtschafts- unb Domänen­minister Cornatianu unb bem Finanzminister Constantinefcu.

iaum ist bann berFried e"!

Oder verkündete man vielleicht nicht in Paris N7d London noch vor wenig Jahren unermüdlich riie angebliche Friedensmission Kleinöster- r> ichs, eines Staates, den es in dieser Form me niqeben hätte, wäre ihm feine Existenz nicht mrt rri)t drastifchen Mitteln buchstäblich aufgezwungen «irden? Jammert man nicht heute noch diesem in bc Retorte der Pariser Vororte erzeugten Homun- ki'us nach und spricht von Vertrags- und Rechts- biuch? Dabei ignoriert man einfach die ursächliche 'j?: rtnüpfung der Existenz dieses Staates, als wäre « von altersher ein integrierender Bestandteil E. ropas gewesen. Als man unmittelbar nach Kriegs­ende die nackten unb brutalen Egoismen noch um Dit-bfümt aussprach, da war klar unb deutlich aus v-stlichem Munde zu vernehmen, daß die Selb- si ndigkeit Oefterreichs nur im Sinne einer Verhinderung des Anschlusses und ba­ut der Machtgewinnung Deutschlands zu ver- i.hen sei. Als sich aber die wahren Motive des 3 ktatfriedens zu verjähren begannen, da wurde a mählich dieser selbständige Staat zu einem Eck- prifer des europäischenFriedens", zu einem Hort for europäischen Kultur, zum Herzstück des Abend- f-ibes. Daß sich diese Argumentation in Österreich ie ehrvergessene Parteiclique zunutze machte und j-) auf dem Zuspruch des Westens wohnlich iiblierte, hat wenig IBebeutung. Diese politischen . irnnegießer machten sich lediglich $u willenlosen Sprachrohren des Diktatfriedens, eines Friedens, I ir nun einmal seine klar umschriebenen Ziele hatte. Vn dieser Gleichsetzung der Unabhängigkeit Oester- chs eine scheinheilige Umschreibung ber anti- dutschen Funktion bieses Staates s mit ben Ele- irnten des Friedens, offenbarte sich mit restloser

arheit, nach welchen Regeln ber Westen ben Heben bewahren wissen will.

Wenn nun heute London unmotivierte G a r a n - e n erteilt, so zeigt bas Beispiel Oesterreichs, wie re n i g bies mit einer positiven Anteilnahme am Schicksal jener Staaten zu tun hpt, die hier unbe- rfen in Schutz genommen werben. Man bekundet »iglich einwestliches" Interesse unb möchte die Mroffenen Staaten in eine den westlichen Herr- c aftsansprüchen dienende Funktion hineinstellen. *1-1% diese ganze Aktton nach bem Versailler Schema cs tatkräftige Hilfe gegen eine angebliche germa= rjche Bedrohung hingestellt wird, zeigt bas Der- fiiubte dieser diplomatischen Routine. So entpuppt sch die ganze westliche Friedenspolittk immer wie- brr als eine nervöse und fahrige Anstrengung, b2 kläglichen Reste der VersaillerFrie­de n s " o r b n u n g neu zu beleben. Dieser Friede hct e in ohnmächtiges Deutschland zur ^raussetzung. Sowett aber diese Voraussetzung d rd) die deutsche Erneuerung nichtig geworden ist, scweit gilt Deutschland für ben Westen als <5tö» r: rs eine s" Friedens, d. h. bes Status quo o-n Versailles. Doch ber Revolver, den man in ben Erster Vororten ben Deutschen vor die Brust ge- siZt hatte, wirb sich nun einmal durch keinen Zau- fcr in einen Oelzweig des Friedens verwandeln