Nr. 35 Erstes Blatt
189. Jahrgang
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Papst Pius XI. heute früh gestorben.
K o m, 10. Febr. (Europapreß.) PapstpiusXI. ist heule morgen V26 Uhr gestorben. Eine plötzliche Herzschwäche beschleunigte seinen Tod. Noch Donnerstagabend hatte man mil einer Besserung seines Gesundheitszustandes gerechnet.
Der Papst hatte im Zusammenhang mit einer zunehmenden Erkältung am Donnerstagnachmittag
werde. Nach vorangegangenem Abschluß eines K 0 n- kordates folgte dann am 7.6.1929 die feierliche Ratifikation derLateranoerträge zwischen dem Heiligen Stuhl und dem italienischen Staat, wodurch der seit 1870 bestehende Zustand, in dem sich der Papst als „der Gefangene der italienischen Krone im Vatikan" betrachtete, beigelegt wurde. Am Tage feines 50jährigen Priesterjubi- leums betrat der Papst zum ersten Male außerhalb des Vatikans den Boden, der durch die Lateran- verttäge als souveränes Eigentum dem Heiligen Stuhl zuerkannt worden war. Bald darauf erfolgte der erste Besuch des italienischen Königspaares beim Papst.
In das Pontifikat Pius XI. fallen weiter als wichtige kirchenpolitische Ereignisse die Abschlüsse der Konkordate mit Lettland, Bayern, Polen, Litauen und Preußen, denen die mit dem Deutschen Reich und mit der Wiener Regierung folgten. Es hat aber in seiner Regierungszeit auch nicht an schweren Schlägen für die katholische Kirche gefehlt. Abgesehen von den Verfolgungen, denen alles kirchliche Leben in Rußland ausgesetzt ist, herrschte in Spanien seit dem Umsturz 1931 ein erbitterter Kampf der Marxisten gegen Kirchen und Klöster, und auch in Mexiko ringt die katholische Kirche schwer.
Erweiterte Vollmachten für General Gomelin.
Paris, 9. Febr. (DNB.) Wie von gut unterrichteter Seite verlautet, hat Ministerpräsident D a - lädier in der geheimen Gemeinschaftssitzung der militärischen Senatsausschüsse angekündigt, daß der Generalissimus mit sehr bedeutenden e r - weiterten Vollmachten betraut werden würde. General G a m e li n ist zur Zeit Oberster Chef aller Armeen.zu Lande, zu Wasser und in der Luft und daneben noch im besonderen Chef des
Heeres-Generalstabes. Damit Gamelin sich nun vollständig seinem erweiterten Tätigkeitsbereich widmen kann, soll General George mit dem Chefposten des Heeresgeneralstabes betraut werden, während Gamelin auf Grund feiner erweiterten Vollmachten eine noch verstärkte Kontrollposition an der Spitze der gesamten französischen Wehrmacht einnehmen wird.
Oie Japaner auf Hainan gelandet.
T 0 k i 0 , 10. Febr. (DNB.) wie das kaiserliche Hauptquartier mitteitt, sind in den frühen Morgenstunden des Freitags japanische Truppen aus der dem Golf von Tongking vorgelagerten chinesischen InselHai- n a n gelandet, wie Europapreß aus Hongkong meldet, schloß man dort aus der umfangreichen Zusammenziehung japanischer Kriegs- und Transportschiffe in der Nähe von pakhoi und der Insel Hainan gegenüber der südchinesischen Küste auf Vorbereitungen zum Einfall der Japaner in K w a n t u n g, der Französisch-Indochina zunächst gelegenen chinesischen Küstenprovinz. Unter der zusammengezogenen Flotte befindet sich auch das Flaggschiff des Generals O i k a w a , des Befehlshabers der III. japanischen Schlachtflotte. Gleichzeitig haben die japanischen Luftstreitkräfte am Donnerstag mit einem intensiven Bombenangriff auf wichtige südchinesische Städte begonnen. Der Stützpunkt der Flugzeuge befindet sich auf der in der vergangenen Woche von den Japanern eroberten Insel K w e i ch a u. Die Zurückziehung der japanischen Truppen und der Kriegsflotte rings um Kanton und dem Jangtse soll die japanischen Stellungen, wie behauptet wird, dort stark geschwächt haben.
Roosevelts Flucht in -en Angriff.
13on Otto Corbach
Wenn es die Absicht des Präsidenten Roosevelt gewesen wäre, durch seine Erklärungen in der Geheimsitzung des Außenpolitischen Ausschusses des Senats die politischen Gewichte in Europa von heute auf morgen zuungunsten der autoritären Regierungen zu verschieben, so würde seine „Politik, stärker als Worte" schon in eine solche, „schwächer als Worte" umgeschlagen sein. Nicht nur sah er sich genötigt, die Begeisterungsausbrüche „antifaschistischer" Kriegstreiber in Frankreich und England über das, was er gesagt haben sollte, durch ein „Dementi" zu dämpfen, sondern der Faschistische Großrat bekundete nun unter dem einhelligen Beifall der öffentlichen Meinung Italiens wie auch Deutschlands nur um so klarer, deutlicher und bestimmter seine kompromißlose Entschlossenheit, den Sieg der nationalspanischen Revolution auf keinen Fall nachträglich durch politische Einmischungen verfälschen zu lassen. Es sind unerbittliche Lebensnotwendigkeiten der 23 ö f f er, die die europäischen Dinge mehr und mehr um die Achse Berlin—Rom sich drehen lassen. Keine Beschwörungsformel eines betrübten demokratischen Lohgerbers über See kann daran etwas ändern.
Man darf aber die Tragweite der Flucht Roosevelts aus einer innerpolitischen Niederlage in ein außenpolitisches Abenteuer nicht unterschätzen. Sein „Dementi" ändert nichts daran, daß er grimmig entschlossen ist, die „Diktatoren" für das Versagen seines innerpolitischen „neuen Spiels" verantwortlich zu machen und die Massenflucht aus seinen Lagern, von der die Teilwahlen zum Kongreß zeugten, als lautester Rufer im Kampf um die Rettung der „Weltdemokratie" in einen neuen Massenzulauf zu verwandeln. Wenn er das Volk der Vereinigten Staaten und die übrige Welt 48 Stunden lang in
einen Anfall von starker Herz- und Atemnot erlitten, die bei den Aerzten die lebhafteste Besorgnis hervorgerufen hatte trotz der vorübergehenden Besserung, die sich am Abend bemerkbar gemacht hatte.
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Der verstorbene Papst Pius XL, mit seinem bürgerlichen Namen Achille Ratti, wurde am 31. Mai 1857 in Desto bei Mailand als Sohn eines Webereibesitzers geboren. Unter dem Einfluß feines Onkels, des Erzpriesters Ratti, und feiner Mutter, Theresa Galli, wandte er sich dem Studium der Theologie zu, dem er in Desto, Monza, Mailand und später in Rom am Jesuiten-Kollegium Gregoriana oblag. In Rom wurde er 1879 zum Priester geweiht. Als Lehrer am Seminar kehrte er 1882 nach Mailand zurück. Das Bild des Papstes würde nicht vollkommen fein, wenn nicht an ihn als den Bergsteiger-Kaplan erinnert würde. Er hat in damaliger Zeit dem Bergsport eifrig gehuldigt und neben änderen Riesen auch das Matterhorn bezwungen. „Die alpinen Schriften des Priesters Dr. Achille Ratti" (1924 deutsch von L. v. Schlözer) erzählen davon. Da er schon damals die deutsche Sprache vollkommen beherrschte, wurde er zum ehrenamtlichen Seelsorger der deutschen Kolonie bestellt. In Mailand wurde er 1887 zunächst Skriptor, später Konservator und 1907 Präfekt der berühmten Ambro f i u s'-B i b 1 i 0 t h e k. In dieser Eigenschaft trat er in Verbindung mit allen hervorragenden Gelehrten der Kirche, namentlich auch in Rom. Im Jahre 1911 wurde er gleichzeitig zum Vizepräfekten der vatikanischen Bibliothek unter Pater Franz Ehrle S. I. ernannt. Nach dem Rücktritt Ehrles im Oktober 1914 wurde er vom Papst Benedikt als dessen Nachfolger ganz nach Rom berufen. In dieser Stellung sicherte er während des Krieges den Fortbestand der deutschen historischen Institute in Rom.
Es war auffallend, daß im April 1918 der bisher als tüchtiger Gelehrter, aber nicht als Diplomat bekannte Präfekt der vatikanischen Bibliothek von Papst Benedikt als apostolischer Visitator nach Polen entsandt wurde, das damals noch von den Deutschen besetzt war. Es konnte bei der Schwierigkeit feiner Stellung und der Lage in Polen nicht ausbleiben, daß der päpstliche Beauftragte auf beiden Seiten anstieß, sobald er nicht beiden Seiten zu Willen war. Da er seine Unparteilichkeit unter allen Umständen sich zu wahren suchte, erregte er naturgemäß gelegentlich Unwillen, bei den Polen namentlich später, als er nach Errichtung der Republik Polen dem polnischen Klerus die politische Agitation in Oberschlesien untersagte. Inzwischen war er im Juli 1919 zum Nuntius in Warschau ernannt worden unter gleichzeitiger Ernennung zum Titular-Erzbischof von Lepanto. Nach dem Tode des Kardinals Ferrari, des Erzbischofs von Mailand, wurde er im Juni 1921 dessen Nachfolger. Gleichzeitig.wurde er von Benedikt XV. in dessem letzten Konsistorium zum Kardinal erhoben. In Mailand konnte er u. a. die neue katholische Universität eröffnen.
Am 6.2.1922 wurde er von dem Konklave als Nachfolger Benedikts XV. zum Papst gewählt und nahm als solcher den Namen Pius XI. an. Zum erstenmal feit 52 Jahren, d. h. feit der Besetzung Roms und des Kirchenstaates durch Italien, erteilte er den üblichen Segen des neugewählten Papstes nicht mehr im Innern der Peterskirche, sondern wie früher, vom äußeren Balkon der Kirche „urbi et orbi“. Mit diesem Bruch des Herkommens wollte er anbeuten, daß er die von Benedikt XV. schon angebahnte Politik der Versonlichkeit zwischen dem Vatikan und dem italienischen Staat fortsetzen
Die Besetzung derJnsel Minorca.
Burgos, 9. Febr. (DNB.) Amtlich wird die Besetzung der Balearen-Insel Minorca durch die^ nationalspanischen Truppen bekanntgegeben. Am Donnerstagmorgen erhoben sich rote Truppenteile und die Mehrheit der Bevölkerung unter Leitung von Oberst Rodriguez gegen die marxistische Herrschaft. Später landete ein nationales Expeditionskorps unter Oberst Revira, dem in
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den Mittagsstunden die 105. nationale Division unter Oberst Lopez Bravo folgte. Die roten Gewaltherrscher sind schleunigst auf dem Luftwege ins Ausland entflohen.
Die Lage der Insel war seit 14 Tagen trostlos, da jegliche Lebensmittelzufuhr vom Festlande fehlte. 50 000 Einwohner der Insel waren nahe dem Hungertode. Als Donnerstagmorgen die ersten Francotruppen landeten, wurden sie von der Bevölkerung als Retter in höchster Not empfangen. In den 2V2 Kriegsjahren war die Insel von der Außenwelt völlig abgeschnitten. Nur 86 Personen waren während dieses Zeitraumes gelandet. Aber selbst diese Gruppe bestand hauptsächlich aus ausländischen Fachleuten, die B e- feftigungsanlagen auf der Insel bauen sollten. Kennzeichnend für die Lage Minorcas war die Sprengung und Einrichtung von zahlreichen unterirdischen Wohnungen, die tief in das Felsengestein hinein gebaut wurden, um Schutz vor Fliegerbomben zu gewähren. Die Höhlenwohnungen waren mit elektrischem Strom versehen und hatten Verbindung miteinander. Zu Beginn des Bürgerkrieges war General Atienza Militärgouverneur der Insel. Er schloß sich mit der gesamten Garnison der Francobewegung an und erhob sich gegen die roten Bonzen. Die Erhebung scheiterte jedoch infolge Verrats. Außerdem besaßen die Marxisten schon seit langem heimliche Waffenlager, so daß ihre Ausrüstung der der Garnison weit überlegen war. Der Aufstand wurde nach einem furchtbaren Blutbad nieöergeroorfen. Dabei wurden über 200 Soldaten und Offiziere ermordet. Militärgouverneur wurde sodann der ehemalige Unteroffizier Marguez, unter dessen Gewaltherrschaft der furchtbarste Pöbelterror begann. Mit der Zeit erhielt die Insel durch ausländische Sachverständige ganz moderne Verteidigungsanlagen, die mit Vickers-Küstenbatterien bestückt waren. Die Geschütze waren neueste Modelle. Die Hilfe des Auslandes verfehlte aber trotzdem ihren Zweck, und die bolschewistischen Bonzen mußten die Insel in schleuniger Flucht verlassen.
Die französische Grenze erreicht.
Salamanca, 10. Febr. (Europapreß.) In dem in der Nacht zum Freitag ausgegebenen national- spanischen Heeresbericht heißt es: „Eine der nationalspanischen Kolonnen hat am Donnerstag um 12.35 Uhr d i e französische Grenze bei Le Perthus erreicht. Die Straße zur Grenze bot einen grauenhaften Anblick und spiegelte die wilde Flucht des Feindes wider. Es ist unmöglich, auf der durch Kraftwagen, Waffen und Leichen übersäten Straße sich im Kraftwagen bis zur Grenze zu begeben. — Die nationalspanischen Truppen haben das Haus erreicht, in dem sich in den Morgenstunden des Donnerstags der sowjetfpanische „Generalstabschef" Rojo aufhielt,'der es aber vor der Ankunft der nationalen Truppen um 10 Uhr verlassen hatte. — Eine andere nationalspanische Kolonne hat die Linie Rosas—23 i 11 a j u i g a erreicht. Sie befindet sich nur noch zehn Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Auch an den übrigen katatonischen Frontabschnitten haben die nationalen Truppen eine Reihe von Ortschaften befreit und wieder zahlreiches Kriegsmaterial erbeutet, darunter 22 Flugzeuge und 32 Flugzeugmotoren. Sie haben außerdem die von den fowjetspanifchen Truppen gefangen gehaltenen Geiseln befreit und 3500 (Bifangene gemacht."
Der Chef der Navarra-Truppen, (Benetal Sol» cho ga , ist an der spanisch - französischen Grenze bei Perthus eingetroffen. Er erklärte Pressevertretern, daß seine Truppen auf keinen 2531 b e r = stand stießen und bestätigte, daß sich unter den an der Grenze eingetroffenen Truppen keine Italiener befinden. Die italienischen Truppen seien bei Gerona zurückgeblieben. Der General stellte in Aussicht, daß die spanisch-französische Grenze bald geöffnet werden würde. Der Befehlshaber des 16. französischen Wehrkreises, General Fagalde, traf bald nach Solchaga an. der Grenze ein und beglückwünschte den nationalspanischen General zu dem schnellen Vormarsch seiner Truppen. Auch der rechtsgerichtete Abgeordnete T e m p l e fand sich ein, um den Vertreter Francos willkommen zu heißen. Mit dem Ruf „Es lebe Frankreich!", „Es lebe Spanien" klang die Begegnung aus.,Negrin, der am Vormittag dem französischen General Fagalde einen Besuch abgestattet und sich dann wieder in sein zehn Meter von der Grenze im spanischen Teil von Le Perthus gelegenes Haus begeben hatte, verließ kurz vor Mittag in Begleitung von del Vayo und „General" Rojo im ' Kraftwagen Le Perthus und ist am Donnerstagabend in Toulouse eingetroffen. In den Nachtstunden ist Negrin weitergefahren, man weiß aber noch nicht wohin.
England sucht sich einzuschalten.
Wie Europapreß aus London meldet,* war am Donnerstag an Bord des englischen Kreuzers „D e v 0 n s h-i r e" als nationalspanischer Unterhändler der Militärgouverneur von Mallorca, Oberst San Luis, nach Minorca gebracht worden. Man glaubt in London, daß zwischen ihm und den sowjetspanischen Machthabern in Port Mahon eine Einigung über die Uebergabe der Insel zustande gekommen sei. Man schließt dies aus der Tatsache, daß der englische Kreuzer am Donnerstagmorgen Port Mahon mit 450 sowjetspanischen Flüchtlingen verlassen hat, die seit Beginn der Feindseligkeiten „maßgeblich am Kamps beteiligt" waren.
An zuständiger Stelle wurde betont, die von England eingeleitete Aktion sei in vollem Einvernehmen mit der französischen Regierung geschehen. Zwischen Paris und London habe in den letzten Tagen ein eingehender Meinungsaustausch stattgefunden. Man sei schließlich übereingekommen, einen englischen Kreuzer für die Beförderung des nationaispanischen Bevollmächtigten nach Minorca zur Verfügung zu stellen und bei den Verhandlungen nicht den üblichen Weg über die konsularischen Vertretungen zu wählen.
Der Fall Minorcas wird von den Londoner Blättern unter großen Schlagzeilen wiedergegeben. Seit langem haben die Ereignisse in Spanien das Interesse der Oeffentlichkeit nicht mehr so in Anspruch genommen. „Daily Telegraph" stellt fest, daß Sowjetspanien das Spiel verloren hat, so daß das Weiterkämpfen Miajas in Zentralspanien nur noch eine Verzögerung bedeuten könnte. Das Blatt glaubt an einen baldigen Frieden. Als ein günstiges Vorzeichen dafür sieht es die ohne Blutvergießen erfolgte Uebergabe der Insel Minorca an Nationalspanien an. Auch diö übrige 1 Morgenpresse gibt den Sowjetspaniern keine Chance I
mehr. So erklärt „Daily Expreß": „Negrin fährt nach 23alencia, um Miaja zur Aufgabe des Kampfes zu bewegen", während die „Daily Mail" schreibt: „Miaja bereitet sich vor, Madrid zu verlassen".
Ein englischer Unterhändler nach Burgos entsandt.
London, 10. Febr. (Europapreß.) Am Freitagmorgen wurde bekannt, daß der englische diplomatische Vertreter im Hauptquartier Francos, Sir Robert H 0 d g s 0 n , in Verfolg einer Vermittlung -wischen den beiden spanischen Parteien in London gewesen ist und im Laufe des Tages wieder nach Burgos zurückkehren wird. Wie verlautet, hat er von feiner ^Regierung alle Vollmachten erhalten, um bei Franco „Sie Einschaltung der englischen Vermittln n g " bindend besprechen zu können. Wahrscheinlich wird der englische Vertreter auch im Namen öer französischen Reg-eruny verhandeln. In London glaubt man, sich der Hoffnung hingeben zu können, daß Hodgson bei Franco für feine Mission Entgegenkommen finden wird. Man ist sich aber darüber klar, daß Franco unter allen Umständen auf der bedingungslosen Uebergabe des noch in sowjetspanischen Händen verbliebenen Teils von Spanien verharren wird. Wie „Daily Mail" mitteilt, bezweckt die Mission Sir Robert Hodgsons in Burgos, dem General Franco englische Finanz- und Wirtschaftshilfe anzubieten. Es werde von der Gewährung einer Anleihe gemeinsam mit Frankreich gesprochen, doch sei über einen solchen Schritt noch keine Entscheidung gefallen.


