Schwedische Devöttei-ungssorgen.
Zwischenfalls »sagt, daß in
K
eitraumschiff?
Warum gibt es kein
Gegenwart«- und Zukunstsprobleme der Lustfahrt.
I"
ist, so fragt man sich unwillkürlich nach dem
lt5- her 955 ihr ßar
......u»ret J°yrz°,».-n uno BZ°hr-lufts°hrt auf der g°g°nmärtig-n Bast; er- erreicht morden ist. wenn man bttuckflchtigt das ^olat wird die Pionierarbeit, die niemals ruht an dL-T-mpa d» ForMr^ k-mcr eine$ Zwstchenetaxpe der Lustjahrt.
Aus nichts wird nichts, dies albe Wort galt immer, gilt auch weiter fort.
Und doch wird, wenn man's recht betrachtet, so manches ost als nichts geachtet, woraus mit Liebe, Müh' und Fleiß
BLZ. und Luden-Emigration.
Bafel, 9.Januar. Die Sitzung des Berwal-- tungsrats der Bank für internationale Zahlungen am Montag stand unter dem Eindruck der englischen Abwehrmaßnahmen am Geld- und Devisenmarkt sowie der ausländischen Pressemeldungen, die die BIZ. in Verbindungen mit der Finanzierung der Juden-Emigra- t i 0 n gebracht haben. Die Verhandlungen hierüber haben noch zu keinen zwischenstaatlichen Vereinbarungen geführt. Infolgedessen ist es auch nicht zu der Uebertragung der Devisen- und Bar-Transfer-Ge- schäfte an die BIZ. als Treuhänderin gekommen. Der Verwaltungsrat genehmigte im übrigen den Dezember-Ausweis der BIZ., der mit einer Bilanzsumme von 595,9 Millionen Schweizer Goldfranken abschloß und gegenüber dem Vormonat einen geringfügigen Rückgang zeigt.
n:
*r= eil
>>i, r*
die Straßen.
An der C 0 r d 0 b a > F r 0 n t setzten die Roten ihre Entlastungsoffensive fort, die aber trotz eines riesigen Einsatzes von Tanks, Artillerie und Menschen gescheitert ist. Fast alle Tanks konnten unschädlich gemacht werden. Elf Tanks, von denen acht sowjetrussischer Herkunft waren, fielen völlig gebrauchsfertig in die Hand der Rationalen, die die erbeuteten Tanks gegen die Roten selbst einsetzten.
Wer wird König Georg vertreten?
Em Staatsrat während der Kanada-Aeise des britischen Königspaares.
Aus nichts wird etwas!
Eindrücke von der Reichskleintierschau in Leipzig.
Don unserem $. M.-Korrespondenien.
teigen müßte. Jede Familie müsse mindestens vier Kinder besitzen. Durch den Rückgang der Geburten werde die Vergreisung des Volkes im großen Umfange gefördert. Diese besorgniserregende Bevölkerungsbewegung fei für die abendländischen Völker und überhaupt für die weiße Rasse charakteristisch.
Eine neutrale 'Zone bei Munkacs.
HIV btr= und für iatc: musische jche öer idto
V mstl den üfF etz' (ft-
ro.
Hauptschriftleiter vr. Friedrich Wilhelm Lange.
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thynot; für den übrigenTeil: ErnstBlumschein. Anzeigenleiter; Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 38: 10843. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- strierten-15 Pf. mehr. Einzelverkaufsprets 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Rr. 4 vom 1. September 1937
rieg5’ ione" f dos t dec gebe". U
H ;r «l
1 e c * tßßV
n-
Alle männlichen Einwohner wurden nach der Um» pngelung der Dörfer zusammengetrieben, gleich- zültig ob schuldig oder unschuldig. Sodann wurden die Häuser in Abwesenheit der Männer — mangels ausreichender Polizeistreitkräfte oft durch „eigens organisierte Durchsuchungsabteilungen" — genau durchsucht. In keinem Falle seien die Häuser unschuldiger Araber in Bausch und Bogen zerstört worden. Soweit die genaue Feststellung der Schuld des Täters nicht möglich sei, gebe es keine andere Möglichkeit, als Kollektiv st rafmaßnahmen anzuwenden (?). Die Eintreibung von Sammel- g e l d st r a s e n erfolge gewöhnlich in bar. Wenn das nicht möglich sei, würden Tiere und Lebensmittel als Sicherheit weggenommen. In dem Bericht wird sodann die unglaubliche Tatsache offen zugegeben, daß auf diese Art und Weise ganze Dörfer derart verarmt sind, daß „andere Abschreckungsmittel" gefunden werden müßten (!), in der Weise, daß mit der Zerstörung von S) au ■ fern gedroht und einige Häuser markiert würden, die im Falle neuer Unruhen dann m die Lust gesprengt würden.
Kürzlich ist ein Film im Reich angelaufen, der in die ersten praktischen Versuche der Fliegerei zu Beginn dieses Jahrhunderts zuruckfuhrt und sich Ziel in den Wolken" nennt. Unter wettest- Älidjer Wahrung aller konstruktiven, flugtechnischen und weltanschaulichen Gedankengange der da- maligen Zeit führt uns der Film tn lene Tage zu- rück, in der die vier ober fünf Pioniere der Motorfliegerei, die es damals 'N der Welt gab, mit fanatischer Besessenheit um die W^ter- entwicklung des Flugzeuges, um die ersten Wett« und Höhenflüge, um das „Ziel m den Wolken chr Leben einsetzten. Die damalige Zeit wollte zunächst kein Verständnis für die "fliegenden Akrobaten zei^ gen. Mit spöttischer Miene standen die Zuschauer auf dem Startplatz von Johannisthal. Darm er- kannte man auf einmal die ungeheure Bedeutung des Flugzeugs für die Zukunft und begann mit allen Mitteln die Weiterentwicklung zu fordern.
Damals hat es zehn Jahre gedauert, ehe sich die Sachverständigen von dem Wert der Erfindung einiger unbekannter Männer überzeugen ließen. Heute ahnt jeder technische Säte unb jeber Fachmann weiß es, daß bie große Zukunft der Luft fahrt noch bevorsteht, daß das, was geschaffen ist, nur bie erste Grunblage darstellt, der sich alles folgerichtig weiterentwickeln wird. Wir haben m allen Lägern ein engmaschiges Retz °°u Verbindungen zwischen den größten Stabten und w chttgen Wirtschaftszentren. Wir haben Schnellflugzeuge dl. mit 400 bis 500 Kilometerstunden das Schlagwort vom Tempo der Zeit und den „Sprung von Land zu Land" im Laufe weniger Stunden leicht erfüllen können; wir besitzen letzt Großraumflugzeuge, die bald in der Lage sem werden unter Erfüllung aller Komfortanspruche Kontinente zu verbinden, wobei sie eme so große Anzahl Passagieren befördern, daß die Wirischaftl chke t gesichert ist. Endlich scheint man auch so weit gekommen zu sein, daß die Weltmeere für den^erdumspannenden Lustdienst kein Hindernis mehr bilden. Es kommen jetzt nur noch Fragen der gen genden Einsatzmöglichkeit von Maschinen — e ne Angelegenheit der serienmäßigen Herstellung und der internationalen organisatorischen Regelung Luftnetzes um den Erdball zur Losung in Betracht, und die erste Etappe des Traums vom Fliegen ist erfüllt! Wenn man bedenkt, daß bas Ms in drei Jahrzeh nten^E? und
alte Leutchen oder auch für Arbeiter, die einmal aus den Metskasernen flüchten wollen, meinethalben früher etwas für die Arbeitslosen, damit sie nicht beim Herumlungern auf dumme Gedanken kommen; bestenfalls noch dachte man gn die freundliche Stimmung aus so manchen Versen von Wilhelm Busch. Ein weiterer wirtschaftlicher Sinn wurde allem der Geflügelzucht und der E i e r z e u g u n g zu- gebilligt, schon weil die Eierversorgung seit dem Kriege das ständige Doktorthema der Agrarpolitik gewesen ist. , . r ,
Da Hut man nun plötzlich vor zwei Fahren auf fo einer Ausstellung von allem möglichen Viehzeug erklärt, d"ß das nun auch in den V i e r j a h r e s- plan gehöre! Der Reichsernährungsmimster und Reichsbauernführer selbst und sein Staatssekretär haben sich bemüht und haben verkündet daß die Kleintierzucht im Dierjahresplan das und das leisten muß, daß dafür Reichsmittel gegeben werden und Richtlinien aufgestellt sind. Das war doch auch wie- der so eine romantische Idee von dem Mann, oer mit Blut und Boden und mit Brauchtum, Sitte und Gesittung angefangen hat, um dem Problem der Nahrungsfreiheit zuleibe zu gehen! Inzwischen hat man bei manchen anderen romantischen Sachen ge- merkt, daß doch etwas daran ist Die angebliche Romantik hat mit Erzeugungsschlacht und Marktordnung gerade im vergangenen Jahr eine Feuerprobe bestanden, deren Ergebnis nicht mehr anae- zweifelt wird. Und nun plötzlich stellt man aus Anlaß der Reichskleintierschau fest, daß das auch mit
Wetterbericht
Die Zufuhr milderer Luftmasfen auf das Festland setzt sich weiter fort, und es l)errscht bis in die Höhen der deutschen Mittelgebirge Tauwetter. Eine Aenderung der herrschenden Lage ist noch nicht erkennbar. , ,, ,
-Vorhersage für Mittwoch: Ueberrote• gend bewölkt und meist trocken, mild, südwestliche Winde. .
Vorhersage für Donnerstag: Keine Aenderung der herrschenden milden Witterung.
Lufttemperaturen am 9. Januar: mittags 5 Grad Celsius, abends 5,3 Grad; am 10. Januar: morgens 6,2 Grad. Maximum 5,6 Grad, Minimum heute nacht 4,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. Januar: abends 0,5 Grad; am 10. Januar: morgens 0,7 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 3,1 Stunden.
Wintersport-Wetterbericht.
Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, 0 Grad, Gesamtschneehöhe 45 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel mäßig. , , , m v
Taunus. Kleiner Feldberg: Nebel, —1 Grad, Gesamtschneehöhe 23 cm, Pappschnee, Schi und Rodel mäßig. — Großer Feldberg: Nebel, —1 Grad, Gesamtschneehöhe 25 cm, Glatteis, keine Schi- tmb Rodelmöglichkeit.
Schwarzwald. Feldbera: Heiter, —1 Grob, Gesamtschneehöhe 80 cm, verharscht, Schi und Rodel gut.
an den Stratosphärenflug Herangehen. Die Stratosphäre in Höhen von mehr als 10 000 Metern gilt als das Dorado der Fliegerei. Man hat diese Höhen mit besonders konstruierten Maschinen bereits erreicht, der Mensch hat es mit künstlicher Atmung in diesen luftverdünnten Räumen auch ausgehalten, aber für die Verlegung des Luftoer- kehrs in diese Höhen sind noch viele Aufgaben zu lösen. Das Stratosphären-Kabinenflugzeug muß ge» chaffen werden, in dem sich die Passagiere genau 0 Wohlbefinden wie jetzt im Großraumflugzeug der erdnahen Luftschichten. Motortechnische und flugtechnische Fragen verlangen eine umfassende praktische Behandlung durch Dersuchsflüge, und es ist unzweifelhaft, daß diese Versuche wieder eine Pionierarbeit darstellen, die Opfer fordert. Aus- diesen Opfern wird man Erkenntnisse folgern können. Alles das wird nötig fein und noch manche Jahre beanspruchen, ehe das Problem des Stratosphärenfluges gelöst ist, der uns verspricht, in einer Stunde von Berlin nach Neuyork ober in zwei Stunden von Berlin noch Tokio zu fliegen.
Wir haben hier versucht, einen Aufriß von Gegenwarts- und Zukunftsfragen ber Luftfahrt zu geben, ohne puf bie flugtechnischen und flugroissen- schastlichen Einzelheiten näher einzugehen, bie sich damit verbinden. Die Luftfahrt ist dasjenige Fachgebiet ber Technik, das die größten und wunderbarsten Ueberraschungen erwarten läßt, aber es ist mehr als alle anderen Probleme, die der kulturelle Fortschrittswillen zur Lösung aufgibt, ein Gebiet, auf dem mühevolle Kleinarbeit, viele Opfer und nur schrittweises Vorgehen wirklichen Erfolg versprechen.
bem Kleinvieh gar nicht so romantisch und so komisch ist. Es sind nicht nur ideelle und moralische und soziale Werte, die in der Kleintierzucht stecken. Wirtschaftlich ist der Ertrag nun, wo man die Dinge nicht mehr als Spielerei laufen läßt und vernachlässigt, auf 1,2 Milliarden Mark jährlich zu beziffern; und es wird bei weiterer Zusammenfassung der Förberungsmaßnahmen und bei steigender Ausnutzung ber immer noch weithin brachliegenden Werte durch Ausdehnung der Klein- viehhaltung in Kürze noch mehr werden 1,2 Milliarden Mark sind aber bereits ein Zehntel des Er- zeugungswertes der ganzen deutschen Landwirtschaft. Ohne die Kleintierzucht hätten wir em Zehntel Nahrungsmittel und Rohstoffe in Deutschland weniger. Um einen weiteren Wertmaßstab zu geben, sei ferner daran erinert, daß die jährlichen Produk- tionsroerte ber Roheisenindustrie und ber Braunkohlengruben zusammen ungefähr dem Ertrag der Kleintterzucht entsprechen.
Gehen wir unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bas ganze Gebiet ber Kleintierzucht durch, fo rote es uns jetzt in Leipzig vorgeführt worden ist so stellen wir zunächst fest, daß der allgemeine Arbeitseinsatz durch diese Erzeugung nicht belastet wird, weil es sich mit wenigen Ausnahmen um eine nebenberufliche Beschäftigung ober um bie Arbeit von Kräften handelt, die als Jugenbliche, als Altrentner ober dergleichen anderweit nicht einsetzbar sind. Bei den übrigen Aufzuchtkosten spielt bie Stallhaltung ober sonstige Unterbringung die größte Rolle; aber bas sind einmalige Ausgaben, : die gegenüber dem Erfolg nicht ins Gewicht fallen. ; Die Fütterung schließlich ist ein Posten, der - den Kleintierzüchter gar nicht oder nur wenig be° : lastet. Es hanbelt sich bei ben meisten Kleintieren 1 um die Verwertung von Abfällen aus ber : Küche, aus dem Hof ober aus dem Garten. Dazu kommt manches Unkraut, das sonst den Landmann nur ärgert und nun plötzlich einen Wert bekommt. Zum Teil, wie etwa bei ber Seibenraupen- zucht, ist es ein Futterstoff, der anderweitig gar nicht verwertbar ist; als Hecke, in Anlagen und begleichen angepflanzte Maulbeerbäume nehmen1 ja auch keiner anberen Kultur ben Boden weg. Bei der Geflügelzucht und auch bei ben Ziegen gehört freilich noch etwas mehr bazu; aber auch hier hat die Erfahrung gelehrt, daß ausgewahlte Leistungstiere ohne viel hochwertiges Futter auskommen können, daß Hackfrüchte und Körnerabfalle sehr wohl verwertbar sind und der Geflügelwagen auf bem Stoppelfelb besondere Kraftfutterbeschaffung spart. Die Bienen sammeln sich ihr Futter selbst und nützen durch die Bestäubung der Bluten auch noch anderen Kulturen, machen sich also doppelt nützlich Diese Werterhaltung, die wir der Kleintierzucht verdanken, ist auch nicht zu unterschätzen. Was uns ber Gebrauchshund wert ist, wissen mir, auch wenn wir es nicht in Zahlen ausdrücken können. Man soll sich aber auch einmal Rechenschaft darüber ablegen, wieviel uns die Katzen einbringen. Was bank der Leistung ber Katzen von Ratten und Mäusen nicht' gefressen wirb, läßt sich auf eine Menge schätzen, bie jährlich mindestens die Arbeitskraft von 150000 Menschen zur Erzeugung erfor- bern würde. Es ist, nehmen wir alles in allem, tatsächlich schon so, daß die Erträge ber Kleintterzucht volkswirtschaftlich für uns in der heutigen Lage eigentlich ein Geschenk sind.
sehen der nächsten Etappe, die die Fliegerei erreichen wird. „
Man ist dabei leicht geneigt, gewisse Phantasien vom Weltraumflug der Verwirklichung zuzufuhren, ohne zu bedenken, daß die Fliegerei mit dem Verlassen der unteren Erdhülle, ber Troposphäre, sich in einen Raum begibt, besten Lebensvoraussetzungen für ben Menschen und dessen Möglichkeiten für die Flugtechnik man sich wohl theoretisch vorstellen kann, die aber praktisch noch gar nicht in Angrift genommen würben. Man sagt nicht zuviel mit ber Behauptung, daß die Fliegerei mit der Eroberung des kosmischen Raumes, d. h. mit ber beginnenben Loslösung von ber Erde und ihrer Atmosphäre, wieder eine Pionierarbeit beginnen muß, wie vor 40 Jahren, als Lilienthal unb seine Kamera- ben die ersten „Luftspriinge" versuchten. Zweifellos sinb bie technischen Voraussetzungen auf konstruk- tlonsmäßigem Gebiet gegeben — man könnte heute sofort ein Weltraumschiff bauen, in besten Innern Menschen zu leben vermögen — aber die Weite des Alls, bas Losgelöstsein von ber Anziehungskraft ber Erbe und das Ziel eines solchen Versuchs bes Vorstoßes in ben Weltraum laßt noch soviele Fragen für eine Lösung offen, baß man zwischen Theorie und Praxis, Zwischen Konstruktionsmöglichkeit unb Weltraumflug in Wirklichkeit sehr unterscheiden muß.
Jebenfalls ist es v e r f r ü h t, die nächste Haupt- entwicklungsetappe der Luftfahrt in einem Angrift auf ben kosmischen Raum zu sehen. Es dürfte vielmehr nötig sein, das bis jetzt Erreichte den Erblust- bienst zu konsolibieren und zu ber gleichen alltäglichen Selbstverständlichkeit zu machen wie das Reisen mit der Eisenbahn. Gewisse Vorstellungen der Unsicherheit und bes Mißtrauens, die der Luftfahrt heute noch entgengengebracht werden, wahrend sie gegenüber der Eisenbahn schon seit einem halben Iahrhunbert verschwunden sind, müssen sich auch hier auflösen. Aber bas wird nur ber Ms Here und zuverlässige Ausbau des bis jetzt Möglichen bewerkstelligen können. Das Vertrauen der Allgemeinheit zur Luftfahrt muß in der Form feinen Ausdruck finden, daß der einfache Mensch mit der gleichen Selbstverständlichkeit und Sicherheit für sein Leben sich einen Flugschein aus- schreiben läßt, wie er am Schalter der Eisenbahn die Fahrkarte kauft.
Während auf diese Weise eine Konsolidierung der « t.ir-t.-t nortüMmrirfinpll 250115 er»
Chust, 10. Jan. (Europapreß.) Der über bie Verhandlungen zur Beilegung des Zwischenfalls von Munkacs ausgegebene Bericht besagt, baß in ber Gegenb von Munkacs zwecks Vermeibung von weiteren Zusammenstößen eine neutrale Zone gebildet wird. Die beim Zusammenstoß von Munkacs gemachten Gefangenen werben am Dienstag ausgetauscht werben. Die neutrale Zone im Abschnitt von Munkacs, wo bie Grenz- iehungslinie burch die Vorstadt Rozvegooo verläuft, wird, wie amtlich ausdrücklich hervorgehoben wird, keine Aenderung der Grenzlinie bedeuten, bie burch den Wiener Schiedsspruch festgesetzt würbe. Durch bie Errichtung einer neutralen Zone, zu welcher militärische Einheiten ber beiben Parteien keinen Zutritt haben werden, soll weiteren Zwischenfällen, insbefonbere aber Angriffen ziviler terroristischer Truppen vorgebeugt werben.
geschlossen.
Dor Inkrafttreten der Akte von 1937 wurden verschiedentlich bei Abwesenheit bes Königs ber Mim- sterpräsibent, ber Lorbkanzler und ber Erzbischof von Canterbury in ben Staatsrat berufen. Der im Jahre 1937 vorgenommene Wechsel ist mit Rücksicht auf bie im Statut von Westminster festgelegte volle Gleichberechtigung ber Dominions erfolgt. Mit biefer ist es nicht zu vereinbaren, baß ber Ministerpräsibent ober ein anderer politischer Minister bes Mutterlandes an der Ausübung ber Funktionen des Königs teilnimmt, die sich ja auch auf bie Dominions erstrecken.
Oer Londoner Arbeits>osen-Sarg vor Gericht.
London, 9.3an. (Europapreß.) Die Londoner Arbeitslosenbewegung fetzt ihre Straßenkunbgebun- qen fort. Als am Montagmittag ein bei ben kürzlichen Zusammenstöße mit ber Polizei verhafteter arbeitsloser Seemann vor bem PoUS ei' qericht in Bowstreet erschien, sammelten sich vor bem Gerichtsgebäube Scharen von Arbeitslosen, die roieber ben bereits berühmt geworbenen schwarzen Sarg herbeischleppten, ber bie Inschriften trägt: „Er starb an Hunger im Jahre 1938" und „Er erhielt keine Winterhilfe . Die Kund-
Lonbon, 9. Jan. (Europapreß.) Während der Abwesenheit bes Königspaares in Kanada unb ben Vereinigten Staaten im kommenden Frühjahr wird ein Staatsrat in London eingesetzt roerben, dem bie Erledigung ber normalerweise bem König obliegenben Staatsgeschäfte übertragen wird. Für bie Bildung bieses Staatsrates werben zum ersten Mal bie Bestimmungen ber R e g e n t- schaftsakte von 1937 maßgebend sein. Dieses Gesetz sieht vor, baß bie Ehefrau bzw. ber Ehegatte bes Souveräns und ferner von ben zur Thronfolge berechtigten Personen bienächstenviergroß- jährigen ben Staatsrqt bilben. Da im vorliegenden Falle bie Königin ihren Gemahl begleiten wirb, wirb also voraussichtlich ber Staatsrat nur vier Mitglieber haben. Er wirb bestehen aus ben Geschwistern bes Königs, bem Herzog von Glouce- fter, bem Herzog von Kent, Prinzessin Mary Gräfin Harewood) unb ber Prinzessin Arthur von Connaught, einer Kusine bes Königs. Die bei- den Töchter des Königspaares, bie in ber Thronfolge vor bem Herzog von Gloucester rangieren, find ebenso wie bie Kinder des Herzogs vvn Kent und bie ber Prinzessin Mary durch ihre Minber- jahrigkeit von ber Mitgliedschaft im Staatsrat aus»
Das Verfahren gegen ben Angeklagten, ber beschul- bigt war, einen Polizeibeamten geschlagen zu haben, mürbe aus Mangel an Beweisen ein geft eilt, unb bie Arbeitslosen zogen barauf, nachbem sie ihren Sarg roieber abgeholt hatten, unter bem lauten Beifall ber an bem Gerichtsgebäube v erfammelten Menge im Triumphzug davon.
man großen Wert zu schaffen weiß!
Mit diesen Reimen kann man bie Einbrücke zusammenfassen, die man auf ber 5. Reichskleintier schau in Leipzig gewonnen hat. Die Reime stehen am Anfang einer luftigen Kaninchen- fidel, die von ber Reichsfachgruppe Kaninchenzüchter im Reichsverband Deuftcher Kleintierzüchter heraus- gegeben worden ist. Was da für die Kaninchen launig und lehrhaft ausgeführt wird, gilt grundsätzlich überhaupt für bie Kleinviehhaltung. Es ist all bas Getier, das man nach altem Brauch eigentlich nicht zur Landwirtschaft rechnet, was auf dem Lande nur nebenher gehalten wird und im übrigen in ber Vorftabtsiedlung, in den Kleingärten beheimatet ist und für Millionen von Volksgenossen die wirkliche Verbindung zwischen Stadt und Land darstellt, ihnen ein Stück Natur, eine Lunge voll Schollenruch in die Stadt bringt, ihnen einige Stunden der Beschäftigung mit der Natur ermöglicht und bie Erfülluna ber jedem deutschen Menschen eingeborenen Sehnsucht nach der Verbindung mit dem heimattichen Boden bringt.
Es ist wirklich so, daß zur Kleintterzucht in erster Linie Liebe, Mühe und Fleiß gehören. Hat man bie Liebe zum Tier unb macht man sich die Mühe, sich über bie Lebensgewohnheiten bes Tieres und über bie Möglichkeiten der Verwertung ber tierischen Erzeugnisse zu unterrichten, so kann man es mit Fleiß dahin bringen, wertlos erscheinende Dinge zum eigenen Nutzen und zum Nutzen ber Volkswirtschaft zu verwerten. Man hat ja die ganze
gebet versuchten, den Sarg mit auf die Publikumstribüne des Gerichtsgebäubes zu nehmen, würben hieran aber burch bie Polizei gehinbert. Diese erklärte sich aber bereit, den Sarg gegen Quittung auf einer in ber Nähe gelegenen Polizeiwache in Verwahrung zu nehmen, währenb feine Träger, bie zum Teil als Zeugen zu ber Verhanblung geloben waren, sich in ben Derhanblungssaal begaben.
Das gesamteGebiet östlich von Lerida in nationaler Hand.
- Bereinigung der Aragon-Armee und der Navarra-Brigaden.
Saragossa, 10. Jan. (DNB.) Das gesamte Gebiet östlich von Lerida ist von ben Nationalen eingenommen worben Die Aragon-Armee bes Ge- -nerals Moscarbo stieß von Norden, bie Navarra- 1 'Briaaben Generals Solchagas von Süden vor. Bei
-Mwalcamp, vier Kilometer südlich von Mollerusa, vereinigten sie sich. Hierdurch ist eine bedeutende ; tote Einbuchtung beseitigt unb die Front um 25 Kilometer verkürzt worben. Ins- i aeiamt würben 130 Quadratkilometer mit zehn Ortschaften, darunter Fondarella, Bell Lloch, Mollerusa und Miralcamp, erobert. Fondarella beherbergte bis ; Montag ben Generalstab ber roten Lister-Brigade.
Unmittelbar bedroht ist auch ber wichtige Knotenpunkt Tarrega, der eine Schlüsselstellung in bem roten Verteidigungssystem vor Barcelona bildet. Die Nationalen nahem sich auf der Straße weiter der
Stockholm, 9. Jan. (DNB.) Der vor einigen Jahren von ber schwebischen Regierung eingesetzte Ausschuß zur Erforschung ber Bevölkerungsfrage Schwebens hat nun einen abschließenden Bericht überreicht. Wie ber Vorsitzenbe bes Ausschusses, Generalzollbirektor Wohli erklärte, müßten m Schweben jebes Jahr minbeftens 35 000 Kinber mehr geboren werben, solle bas chwedische Volk in seinem jetzigem Stanbe e r - halten bleiben. Der jetzige Huuberisatz ber Geburten von 14 müsse auf etwa 19 q e = steigert, d. h. baß die Zahl ber jährlichen Geburten von 85 000 Kindern auf etwa 120 000
Kreisstadt Cervera.
Auf dem rechten Flügel drangen die Navarra-
Truppen am weitesten nach Osten vor, über -
Bi mb obi hinaus. Hier besetzten sie an der Neintierzucht in Deutschland noch bis vor wenigen Hauptttraße Lerida—Tarragona den wichtigsten Ort Jahren gering geachtet: So eine Liebhaberei für Espluga de F r a n c o l i, der sich nur noch sechs - - - - - ‘ ' E" ----x
Kilometer westlich der. bedeutenden Kreisstadt Montblanch befindet. Diese Kreisstadt kann bereits von ber Höhe Puig Corv eingesehen werden, ! die die Nationalen in Besitz nahmen. Sie haben jetzt weit über die Hälfte der Straße Lerida —Tarragona in ihren Besitz gebracht, und zwar den schwierigsten Teil; denn von Dimbodi ab senkt sich das Tal nach der Küste hinab, wo Tarragona liegt. Der südliche Flügel dieser Armeegruppe bedroht die Kreisstädte Falset und Reus. Von Falset sind die Nationalen nur noch 8 Kilometer entfernt Nach - ber Küste zu öffnet sich roieber ein bicht besiedeltes
Gebiet. Da sich auf £em linken Ebro-Ufer zwischen Tortosa und Mora bei Ebro immer noch rote Streitkräfte halten, geraten biefe in immer größere Ge- fohr, von ben burch bas Gebirge durchstoßenben Nationalen abgeschnitten zu werden. In Lerida herrscht ein unbeschreiblicher Jubel. Die ganze Stadt hat geflaggt und bie Bevölkerung zieht singend durch


