Ausgabe 
9.5.1939
 
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so sei, daß Sowjetrußland nicht in das Bündnis­system einbezogen werden würde. Lloyd George fragte den Kriegsminister, ob der Generalstab vor Abschluß der Garantiepakte der Regierung mitge­teilt habe, daß England auch nur die geringste Aussicht auf die Erringung eines Sieges habe. Wenn der Generalstab dies getan habe, fo müsse er aus seinem Amt entfernt und in ein Irrenhaus gesteckt werden. Deutschland und Italien hätten nicht nur eine Militärallianz abgeschlossen, sie hätten auch ihre Pläne fertig aus gearbeitet. Deutschland und Italien zusammen könnten zwei­mal so st arte Heere aufstellen wie Frankreich, Polen und England zusammen. Frank­reich müsse außerdem die Pyrenäengrenze bewacht holten und die italienische Grenze. Frankreich könne somit nur 150 000 Mann in einen Angriff gegen Deutschland zur Unterstützung Polens werfen. Außerdem übersehe man im heutigen Bild die Stel­lung Japans. Japan sei in seinem Feldzug jetzt 2000 Meilen der indischen Grenze nähergerückt. Im Setzten Kriege habe England eine Million Mann aus Indien holen können, Frankreich eine halbe Million aus Jndochina, das sei heute nicht mehr möglich, und hier liege die größte Gefahr, die es für das britische Empire je gegeben habe. Die bri­tische Regierung wolle Sowjetrußland nicht haben. Man brauche es aber, denn ohne Sowjetruß- iand stehe man vor einer sicheren Niederlage oder aber vor der Tatsache, daß England wieder einmal seine Verpflichtungen nicht einhalte.

Zahlreiche Abgeordnete verlangten nähere Aus­kunft über den Stand der englisch-sowjet­russischen Verhandlungen. Chamberlain stellte fest, die englische Regierung habe ihren Bot­schafter in Moskau angewiesen, die Stellungnahme Englands zu den sowjetrussischen Vorschlägen zu übermitteln. Auf eine weitere Frage des Abgeord­neten der Labour Party, Henderson, stellte Cham­berlain wiederum fest, es sei die Absicht der eng­lischen Regierung,zu der weitestgehenden Zusammenarbeit mit der Sowjetunion" zu gelangen. Wie Reuter aus Moskau berichtet, ist an­zunehmen, daß der britische Botschafter in Moskau einen Gegenvorschlag Großbritanniens über­reicht hat, der an Stelle der Triple-Allianz zwischen Großbritannien, Frankreich und Sowjetrußland vor-

B e r I i n , 8. Mai. (DNB.) Der Gau Berlin der NSDAP, veranstaltete am Montagabend in seiner alten Kampfstätte, dem Berliner Sportpalast, eine Kundgebung, die ihre besondere Bedeutung durch eine Rede von Reichsleiter Alfred Rosenberg erhielt. In seiner Rede überDie andere Revolu­tion" führte er aus: In steigendem Maße zeigt sich selbst einem befangenen Blick, daß die Ereignisse des neuen weltpolitischen Lebens alle Kennzeichen nicht nur einer staatlich-sozialen, sondern einer großen geistig - weltanschaulichen Krise tragen. Die Völker der sog. Siegermächte waren nach dem Versailler Diktat nach Hause zurückgekehrt in der naiven Annahme, daß man den größten Krieg der Weltgeschichte führen förine, ohne am Lebensge­füge etwas ändern zu müssen. Erst in den letzten Jahren, nachdem die nationalsozialistische Bewegung den Problemen des Schicksals unmittelbar ins Auge schauen und sie lösen mußte, beginnen auch die übrigen Völker auf Grund der überall auftretenden sozialen und politischen Zuckungen zu begreifen, daß auf jeden Fall die alten Zustände der unbekümmert kapitalistischen Zeit unwiderbringlich da- h i n sind. Sie beginnen einzusehen, daß der Welt­krieg selbst schon die Katastrophe einer alten Lebensordnung bedeutete.

In Frankreich haben die Vorbereitungen zur Feier des Gedenktages der sog. großen fran­zösischen Revolution begonnen. Wir haben gegen die letzten politischen Auswirkungen dieser Gedanken von 1789 in der sog. deutschen Demokra­tie einen Frantalkampf führen müssen; wir wissen ober auch, daß wir für diese jüdische Korruption «nach 1918 nicht unmittelbar etwa die Denker der deutschen Aufklärung verantwortlich machen dürfen. Denn die Ablösung des alten absolutistischen Re­gimes durch eine neue Zeit war eine geschicht­liche Notwendigkeit. Die Ueberwindung des blutigen Zeitalters der kirchlichen Inquisition durch die Lehre einer Toleranz war zweifellos eine Tat, an der wir ebenfalls teilhaben, und das frei er­wachte Denke-, in der Zeit der deutschen Aufklärung gehört mit^n die geistige Ahnenreche unserer Zeit, die mir nicht missen wollen. Dieses Denken knüpft innerlich aber mehr an die Reformation

NSG. Im Schumanntheater in Frankfurt am Main wurde am Montagvormittag mit einer großen Kundgebung die zweite Reichstagung des Reichsbundes der Deutschen Beamten eröffnet, an der mehr als 2600 Politische Leiter des Reichsbundes aus allen deutschen Gauen tcil- nehmen. Mit ihnen hatten sich zahlreiche hohe Ver­treter der Partei, ihrer Gliederungen, der Wehr­macht und des Staates eingefunden. Nachdem Reichsleiter Dr. Ley mit Gauleiter Sprenger, mit brausendem Beifall begrüßt, in der Mitte des weiten Raumes Platz genommen hatten, eröffnete der Stellvertretende Reichsbeamtenführer, Reichs­amtsleiter liebel, die Kundgebung. Reichsbe- omtenführer Neef grüßte zu Beginn der Tagung den Führer, an den er folgendes Telegramm sandte:Das auf der Zweiten Reichstaqung des Reichsbundes der Deutschen Beamten in Frankfurt am Main versammelte Politische Leiterkorps der deutschen Beamten grüßt den Führer der Bewegung, des Volkes und Reiches in unwandelbarer Treue und unerschütterlicher Gefolg­schaft. Die deutschen Beamten setzen ihre ganze Kraft ein, das zu werden, was sie sein müssen nach Ausgabe und Gesetz: ein Grundpfeiler des national­sozialistischen Staates. Mein Führer! Ich bitte, das Gelöbnis entgegenzunehmen: auf die Beamtenschaft des Dritten Reiches wird, Ihres Befehls gewärtig, Verlaß fein, es möge kommen, was da wolle".

Die besonderen Begrüßunhsworte des Reichs­beamtenführers galten dem Reichsleiter Dr. Ley und dem Vorkämpfer des nationalsozialistischen Be- amtentums, Gauleiter und Reichsstatthalter Spren­ger, der in der Zeit der Systemjahre für die natio­nalsozialistische Beamtenbewegung einen Kampf be­gonnen hatte, der schwer und fast unfaßbar erschien. Mit welchem Erfolg er diesen Kamps geführt habe,

schlägt: 1. JMe Sowjetunion soll die an sie an­grenzenden Staaten individuell garantieren; 2. Groß­britannien verpflichtet sich der Sowjetunion gegen­über, der Sowjetunion zu Hilfe zu kommen, falls ein Krieg infolge Anwendung der Sowjetgarantie

London, 9. Mai. (Europapreß.) Außenmini­ster Lord Halifax war am Montagabend Gast des japanischen Botschafters in London, S h i g e m i t f u , bei einem Abendessen in der Bot­schaft, an dem auch Unterstaatssekretär Butler, der französische Botschafter (Sorbin, die Gesand­ten Dänemarks und Hollands, der amerikanische Generalkonsul in London und der frühere englische Botschafter in Tokio, Sir Francis Lindley, teil- nahmen. Diesem Zusammentreffen zwischen dem englischen Außenminister und dem japanischen Bot­schafter wird in London besondere Aufmerksamkeit geschenkt, weil man der künftigen Gestaltung der englisch-japanischen Beziehungen angesichts des viel­fach erwarteten Abbruchs der Verhandlungen Eng­lands mit der Sowjetunion beträchtliche Bedeutung beimißt.

Lord Halifax hatte bereits vor einigen Tagen den japanischen Botschafter zu einer längeren Unterhal­tung zu sich gebeten, in der die Beziehungen zwi­schen England und Japan einer ausführlichen Prü­fung unterzogen wurden. Wie man aus gut unter­richteten Kreisen erfährt, unterrichtete Lord Halifax den japanischen Botschafter zunächst über den Stand der englisch -so wjetrussischen Verhand­lungen und fügte hinzu, England würde eine gleiche Offenheit von der japanischen Regierung über ihre Verhandlungen ausrichtig begrüßen. Bot­schafter Shigemitsu habe sich bitter über die eng­lische Politik in China beklagt, die zwar viel­leicht auf die Unterstützung der chinesischen Regie­rung berechnet märe, in ihren praktischen Auswir­kungen aber vor allem den sowjetrussischen Interessen dienlich wäre. Der Botschafter

Luthers an und nicht an die Revolution der Franzosen. Diese Revolution bleibt der Versuch, einem mittelalterlichen Unioersalismus eine ebenso wurzellose Demokratie entgegenzusetzen, ein Unter­nehmen, das sich gegen die aristokratischen Gesetze der Natur erhob, viele Schwärmer und Träumer um sich sammelte, aber auch den Weg ebnete für viele Verschwörer und politische Spekulanten.

Möglich ist, daß die demokratische Lehre nicht so verheerende Auswirkungen gehabt hätte, wie wir sie heute beobachten, wenn nicht eine Neu­erscheinung der Geschichte ihre lebenswichtige Grund­lage besonders deutlich enthüllt hätte. Um die Mitte des 1'9. Jahrhunderts brach das technische In - dustrie-Zeitalter über die Welt herein. Durch die Verbindung einer uferlosen demokratischen Idee mit der sozialen Krise waren die Vorbedin­gungen für die radikale marxistische Bewegung ge­geben. Aus diesem Grunde so haben wir Natto- nalsozialisten von Anfang an gesagt, und die Welt- polittk gibt uns heute noch einmal recht kann man die Geschichte auch unserer Zeit nicht schreiben, ohne sie als Ergebnis auch des französischen Zu­sammenbruchs von 1789 zu begreifen.

Einmal wurde der demokratische Gedanke in ge­radezu weltpolitischem Maßstab auf seine entschei­dende Probe gestellt. Das war 1919 in Versailles! Wenn je, so hatten hier große Staatsmänner die Möglichkeit, einem ganzen Kontinent Gerechtigkeit und zukunftsmögliches Leben zu garantieren und weife Entschlüsse auch durchzusetzen. Eben jene Freiheit der Völker", jeneGrundlagen der gan­zen Zivilisation", dieMenschenrechte", von denen die Pariser Agitation heute als von den großen Ideen dergroßen Revolution" spricht. In Wirklich­keit aber zeigte sich hier, daß von dem einstmals innerlichen Glauben der Denker und Schwärmer des 18. Jahrhunderts nicht mehr übrig geblieben war als ein Instrument für die entarteten politi­schen und sozialen Leidenschaften des furchtbaren Zeitalters einer Niedergangsepoche.

Wir wußten, daß der nationalsozialistische Sieg 1933 über die Schande von Versailles uns einen geradezu tobsüchtigen Haß aus der übrigen Welt zutragen würde. Schritt für Schritt mußte die Frei­

beweise die Tatsache, daß 1933 10 v. H. der Be­amten des Weimarer Systems in der national­sozialistischen Beamtenbewegung organisiert waren.

Gauleiter Sprenger

ergriff dann das Wort. Er verwies auf die Tat­sache, daß die nationalsozialistische Beamtenbeche- gung in Frankfurt a. M. e n t ft a n ö e n ist. Die Ursache hierfür habe sich aus zwei Gesichts­punkten ergeben: einmal, weil er selbst als Beamter die Notwendigkeit eingesehen habe, den Kampf gegen die Beamtenwelt der Systemzeit aufzuneh­men, und zum anderen, weil das mit den Expo­nenten der liberalen Wirtschaft so eng verbundene Judentum einen Druck hervorgerufen habe, der bei dem deutschbewußten Bevölkerungsteil einen ent­sprechenden Gegendruck erzeugen mußte. Der Gau­leiter gab dann rückblickend ein Bild von der Ent­stehung der nationalsozialistischen Beamtenbewegung und dem schweren Kampf, der um jeden Beamten geführt werden mußte. Besonders würdigte er die Verdienste seiner engeren Mitarbeiter beim Auf­bau der Beamtenorganisation, dem jetzigen Reichs­beamtenführer Nees und Gauamtsleiter Krern- mer, die sich für das nationalsozialistische Be­amtentum unermüdlich eingesetzt hatten.

Der Gauleiter hob hervor, daß die Partei von den Sachwaltern des Volkes im Staat nicht nur Leistungen für diesen, sondern darüber hinaus auch Mitarbeit in der Partei selb st verlangen müsse. Wenn die Arbeiterschaft zuverlässige Orts­gruppenleiter stelle und viele aus ihren Reihen neben einem schweren Beruf noch Dienst als Poli­tische Leiter tun könnten, bann stehe feinem Be­amten das Recht zu, sich von dem Dienst in der

entstehen sollte. Nach Reuter hat sich der brittsche Botschafter weiter danach erkundigt, welche Bedeu­tung der Verabschiedung des Sowjetaußenkomrnis- sars Litwinow-Finkelstein beizumessen ist.

wies weiter auf die irrige Auffassung hin, die auch in England über die Natur des A n t i k o m i n - tern -Abkommens bestände, welches sich nicht gegen die Sowjetregierung richte, sondern nur g e - gen d i e kommunistische Internatio­nale. Lord Halifax seinerseits wies auf die ernsten Bedenken hin, mit denen die englische Regierung die japanischen Maßnahmen in China verfolge, von denen vor allem der Versuch der Einführung einer neuen Währung den ausländischen Wirtschaftsinteressen großen Schaden zufügen müßte. Der Minister wiederholte am Schluß noch einmal, daß eine Verbesserung der englisch-japanischen Be­ziehungen insbesondere dann denkbar wäre, wenn Japan das Dunkel lichte, das gegenwärtig über sei­nen Verhandlungen liege.

erfolgreich er japanischer Gegenstoß.

London, 9. Mai. (Europapreß.) Ein amtlicher Bericht über den Gegenstoß der japanischen Truppen in Nord-Hupeh erklärt, die Japaner hätten 20 chinesische Divisionen in die Flucht geschlagen. Damit sei das chinesische Ziel, das der Wiedereroberung von Hankau ge­golten habe, endgültig als erledigt zu betrachten. Auf einer Front von 130 Kilometer sei der japanische Vormarsch unaufhaltsam vor sich gegangen. Die im Abschnitt von Sinyang, westlich der Peiping-Han- kau-Eisenbahn stehenden chinesischen Truppen seien von ihrer Basis abgeschnitten worden. Sänttliche Meldungen aus S ü d ch i n a beweisen, daß auch die dortigen chiensischen Kampfhandlungen großen Maßstabes eingestellt werden mußten, so daß im Augenblick dort nur noch ein Kleinkrieg herrscht.

heit des deutschen Volkes jenen Mächten abgerun­gen werden, die heute bombastisch von der Freiheit der Volker als der Grundlage ihrer Weltanschauung und Politik sprechen. Und von einer weltgeschicht­lichen Symbolik ist es, daß jene internationalen Mächte, die Deutschland nahezu in den Abgrund gestoßen hatten, in diesen Weltdemokratien erneut an der Arbeit sind, um dieses früher so erfolgreiche Geschäft der Jdeenfälschung weiter zu betreiben.

Wenn wir gerade in diesen Wochen eine erneute Angriffswut gegen das nationalsozialistische Deutsche Reich feststellen können, so steht hinter allen Argu­menten offenbar doch das Gefühl, daß die Welt­anschauung, auf der die Demokratien sich gründen, schon sichtbar zersprungen ist. Obwohl der National­sozialismus darauf bedacht ist, fick nicht in einen internationalenNationalsozialistischen Bund" zu verwandeln? Die herrschenden Persönlichkeiten füh­len sich durch das neue Leben ideologisch angegrif­fen und fürchten, daß mit dem Schwinden des Glaubens an ihre Ideologie auch ihre eigene Macht­stellung zerschmettert werden könnte.

Was heute entsteht, ist der Beginn einer Selbst­besinnung u.n d Neuordnung Europas. Diese Neuordnung reicht mit ihren Wurzeln m ein jahrtaulende altes Schicksal hinein. Wir glauben, daß diese Gedanken, repräsentiert und durchgeführt durch einen großen Staat, auch anregend für die zahlenmäßig kleinen Völker sei können, die viel­leicht dank der fortgeschrittenen Zersetzung durch die demokratischen Mächte von sich aus nicht mehr Allein die Kraft aufbrnigen würden, die Verseuchung ihres Lebens zu überwinden. Denn nicht nur Krank­heiten stecken an, bisweilen vermag auch die Ge­sundheit lebensfördernde Kräfte über den eigenen Organismus hinaus auszustrahlen. So glaubt das deutsche Volk, heute an einer großen Wende seiner eigenen und der europäischen Geschichte zu stehen. Es kann nicht mehr anerkennen, daß die Geschäftsinteressen der Grenzstaaten am Ozean sich mit dem Schicksal Europas identifizieren dürfen, sondern es stellt fest, daß das eigentliche Europa zwischen Ostsee und Mittelmeer wieder seine Rechte angemeldet hat.

Partei fernzuhalten. Wer die Mitarbeit verweigere, dürfte sich nicht darüber wundern, wenn er als volksfeindlich angesehen und darum mit seiner Laufbahn am Ende sei. Da solche Fälle aber heute kaum noch vorkämen, so müsse man es dem Reichs­bund der Deutschen Beamten zubilligen, daß er seine Aufgaben, die Beamten zu einer nationalsozialisti­schen Haltung zu erziehen, vollauf erfüllt habe. Mit besonderem Nachdruck wandte sich dann der Gau­leiter gegen bie geringe Kikiderzahl, vor allem bei den höheren Beamten. Auch hier müßte der Reichsbund die Beamten zur nattonalsozialistt- schen Haltung anhalten, denn das Werk des Füh- rers wäre umsonst, wenn ein Volk zum Aus­sterben verurteilt ist.

Gauleiter Sprenger ging dann auf das Be- amtennachwuchsproblem ein und bezeich­nete eine Reform unserer Derwal tun gs° atabemien als Beitrag zur Lösung dieser Frage. Künftig müßte begabten Beamten d e s ein- fachen Dien st es durch besondere Kurse in den Verwaltuügsakademien Gelegenheit gegeben werden, Fachprüfungen für eine höhere Lauf­bahn abzulegen. Durch ein solches Aufrücken in höhere Laufbahnen könnten zahlreiche Kräfte zur Erfüllung größerer Aufgaben freigelegt werden. Ich habe, so betonte der (Bauleiter, in der von mir geleiteten hessischen Verwaltungsakademie einen sol­chen Versuch bereits gemacht, und ich glaube, er wird zum Erfolge führen. Der Beamte habe hohe Ideale zu verwirklichen, und darum sei es gerade in diesem Berufe notwendig, nur die Besten zu ihm zuzulassen. Abschließend brachte der Gauleiter den Wunsch zum Ausdruck, daß die Beamten in der Ge­folgschaft der Führers als Sturmkolonnen in der Bewegung gelten und sie zu jeder Tageszeit opfer­freudig und in Treue zum Führer steHen.

Mchsorganisalwklsleiter Är. Ley,

stellte zunächst als eine der politischen Führungs­aufgaben die Notwendigkeit heraus, die Men« f cf; e n z u betreuen und z u erziehen. Nie­mals in der Vergangenheit habe unser Volk ver­sagt, weil es schlecht mar, wohl aber habe ihm immer d i e Führung gefehlt.Das, was ich von einer Volksführung verlange, ist, daß sie das Volk, diese Erde, das Vaterland restlos und fanatisch bejaht. Deutschland hat einen Bismarck und man­chen großen Führer gehabt. Aber seit Tausenden von Jahren hat das deutsche Volk heute zum ersten Male eine Führung von 1,7 Millionen Menschen, die allein dazu da sind, sich um das Volk selbst zu kümmern, seine Nöte und Sorgen zu kennen und sie zu betreuen. Das ist wahre Demokratie, wahre Volksherrschaft, das große Neue, das das Dritte Reich geschaffen hat." Mit zahlreiche^ Beispielen aus dem täglichen Leben zeigte der Reichsorganisationsleiter die Ar­beit der Politischen Leiter auf. Früher rümpfte das Bürgertum über das Proletenelend die Nase. Heute ist die Partei da, und die Politischen Leiter be­treuen die Menschen, so daß das Elend von vorn­herein vermieden wird. Darum stehe heute auch Deutschland so ruhig inmitten der ganzen Welt- Hysterie. In der Ruhe kommt unsere ganze Kraft

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zum Ausdruck. Wir werden auch untere Kraft be­halten, während sie von vielen Völkern der Welt bereits verloren gegangen ist. Inmitten der viel­fältigen Meinungen und täglichen Ereignisse steht der Politische Leiter als etwas Stabiles fest un- breit mitten im Leben. Nichts wirft ihn um. Seim Weltauffassung, seine Lebensbejahung, gibt er an die von ihm betreuten Volksgenossen weiter. Denn das ist die weitere große Aufgabe, die Erziehung und Bekehrung jedes Volksgenossen zu dieser be­jahenden Lebensauffassung, die uns das sichere Glücksgefühl gibt, das mir zu unserer Arbeit brauchen.

Dr. Ley führte bann weiter aus, daß neben den Aufgaben der politischen Führung die Auf­gaben des Staates stehen, dem vor allem Exekutive und Verwaltung übertragen sind. Wo die Partei in ihrer lebensbejahenden Art die Möglich­keit der Erfassung und Bekehrung des einzelnen nicht mehr habe, greife der Staat mit ganzer Schärfe ein. Die Milde fei bei der Partei. Der Staat müsse hart sein. Er müsse das verwalten, was die Partei hundertprozentig gelöst habe, und es Gesetz werden zu lassen und zu einem Bestand für die Ewigkeit zu erhalten.

Abschließend hob Dr. Ley hervor, daß es etwas Wundervolles sei, den Marsch aus der Vergangen­heit über die Gegenwart in die ewige Zu­kunft unseres Volkes mitzugehen. Es ist so groß, daß wir ein einziges Volk geworden sind und wissen, daß 80 Millionen blutsmäßig und weltanschaulich zusammengehören, und im Bewußt­sein großer Kraft vorrücken unter der Führung Adolf Hitlers. Aus der gesammelten Kraft dieses ge­einten Volkes roerben die Forderungen gelost wer­ben, die wir an die Welt zu stellen haben.

Ein Fackelzuq zu Ehren des Gauleiters

NSG. Am Abend des Eröffnungstages der 2. Reichstagung des Reichsbundes der Deutschen Beamten ehrten b i e Politischen Leiter des Amtes für Beamte und zahlreiche An­gehörige des Reichsbundes der Deutschen Beamten den Gründer der nationalsozialistischen Beamten­organisation, (Bauleiter und Reichsstatthalter Sprenger, mit einem Fackelzug. In vier großen Blocks waren die Politischen Leiter gauweise angetreten. Unter Vorantritt der Fahnen marschier­ten sie in Sechserreihen mit ihren Fackeln vor dem Gauleiter vorbei, der in Anwesenheit des Reichs­beamtenführers Hermann Neef den Vorbeimarsch vor seinem Hause abnahm. Unter den Klängen des Musikzuges des Postschutzes marschierten außer den Vertretungen der (Baue auch größere Abordnungen von Politischen Leitern des Beamtenbundes der Kreise Groß-Frankfurt, Darmstadt, Hanau und Offenbach sowie die uniformierten Beamten der Reichsbahn, Reichspost, Zoll-, Justtz- und Stadt­verwaltung von Frankfurt a. M. vorbei. Nach Ab­lauf des Fackelzuges dankte der Gauleiter dem Reichsbeamtenführer herzlich für die außerordent­lich Ehrung, mit der ihn die Teilnehmer an der 2. Reichstagung überrascht hatten.

Generaloberst von Brauchitfch bei einer Gefechtsübung des italienischen Heeres

Rom, 8. Mai. (DNB.) Generaloberst von Brauchitfch, der Oberbefehlshaber des deut­schen Heeres, hat am Montagvormittag in Beglei­tung des Oberbefehlshabers des italienischen Heeres, Staatssekretär General Pariani, in der Um* gebung von Bracciano einer Gefechtsübung mit scharfer Munition beigewohnt. Auf dem Beobachtungsplatz war die Generalität der Garni­son Rom zusamme'ngekommen, um den Duce als Kriegsminister, begleitet vom Parteisekretär Mi­nister Starace/und dann den König und Kaiser zu empfangen. Zahlreiche Militärattaches, darunter auch die von Frankrelch und England, fer­ner eine japanische Militärmission und eine fpa« nische Militärmission waren anwesend. Auf einer drei Kilometer langen Front wurde in drei Wellen ein 3nfanterieangriff auf eine befestigte Anhöhe vorgetragen. Dabei wurde die Infanterie durch Scharfschießen der Artillerie verschiedenen Kalibers unterstützt. Die Artillerie zeichnete sich, als sie beim Vortragen des Jnsanterieangrisfes ihr Feuer in die Tiefe der Angriffszone vorverlegte, durch gute und sichere Feuerlage aus. Generaloberst v. Brauchitfch brachte sowohl dem König und Kaiser als auch dem Duce und General Pariani wiederholt seine lebhafte Genugtuung für die Leistungen der italienischen Soldaten zum Ausdruck.

Oie Flottenvorlage vom amerikanischen Abgeordnetenhaus angenommen.

Washington, 9. Mai. (DNB. Funkspruch) Das Abgeordnetenhaus nahm die Marineoorlage an, die 773,4 Millionen Dollar für den Bau von 144 Kriegsschiffen, darunter zwei 45 0 0 0 - Ton- nen-Schlachtschiffe, die Anschaffung 500 neuer Marineflugzeuge usw. bewilligt- Die Vorlage, die im Rahmen des Flottenbaugefetzes eingebracht wurde, bewilligte auch 2,9 Millionen Dollar für die Errichtung von M a r i n e f l u g ' zeugstütz punkten auf den Pazisitinjeln Mio*

Das eigentliche Europa hat feine Rechte wieder angemeldet.

Reichsleiter Alfred Rosenberg sprach im Berliner Sportpalast.

Diener der Volksgemeinschaft.

Eröffnung der zweiten Reichstagung des Reichsbundes Deutscher Beamten in Frankfurt

Oie englisch-japanischen Beziehungen.

Außenminister Lord Halifax beim japanischen Botschoster in London.