vier Wochen", denkt er, „da wäre es dann ja wohl |o weit."
An den bunten Blümchen auf den Hüten unserer Frauen und Mädchen. (Die vorläufig noch im Schaufenster stehen. Die Hüte.)
Um die Mittagszeit reißt man die Fenster auf und fingert an der Heizung herum. Na, wie geht das doch gleich ... aus! Gegen Abend schleicht man sich dann beschämt wieder an die Heizung heran. ' Die Wanderer hecken die erste Tour des Jahres aus. In der Dämmerung rennt man unruhig durch Anlagen und guckt sich die Augen nach Blümchen aus und ist glücklich, wenn man was Weißes oder Gelbes schimmern sieht; im braungrünen Gras.
Bauerntag in Friedberg vom 17.-21. März.
Nachdem nunmehr, nach zweijähriger Pause, wiederum die Durchführung von Bauerntagen in den ttreisbauernschaften der Landesbauernschaft Hessen- Nassau begonnen hat, rüstet auch unsere Kreisbauernschaft Oberhessen-West zu ihrem Bauerntag, der vom 17. bis 21. März in Friedberg statt- sinden wird.
Wegen der Maul- und Klauenseuche mußten 1938 die Bsuerntage in Hessen-Nassau ausfallen. Deshalb gewinnen sie in diesem Jahre besondere Bedeutung, die noch durch die Auswirkungen des 6. Reichsbauern- tages und die brennenden Fragen, die gegenwärtig das gesamte deutsche Landvolk bewegen, vertieft wird.
In Friedberg wird sich das Landvolk der Kreis- bauernschast Oberhessen-West versammeln und in völliger Geschlossenheit an dieser wichtigsten Veranstaltung des Jahres innerhalb unserer bäuerlichen Heimat teilnehmen.
Wie der Bauer heute an seine Aufgaben herangeht, um sie zum Wohle der Gesamtheit zu lösen, wie ihn der Reichsnährstand dabei unterstützt und belehrt und ihm die Ziele und Richtlinien weist, und wie der Führer unser deutsches Landvolk zur Grundlage des Wiederaufbaues unseres ganzen Volkes bestimmt hat, das zeigt der Bauerntag in Friedberg mit seinen zahlreichen Veranstaltungen und der umfassenden Ausstellung „Wir schaffen für das Volk".
Batsherrensihung in Alsfeld.
Alsfeld, 8. März. In der jüngsten Sitzung gelangten die Rechnungen der Stadt-Hospital- und Armenkasse, sowie des städtischen Schlachthofes vom Rechnungsjahr 1937 zur Beratung. Die Stadtrechnung schließt im Betrieb mit 684124,82 RM. in Einnahme und mit 675888,04 RM. in Ausgabe ab, so daß nach Abzug der vorgeschriebenen Rücklagen ein Rechnungsrest von 8236,78 RM. verbleibt. Der Rechnungsrest besteht in liguidierten Ausständen. Die Vermögensrechnung gleicht sich mit 76253,75 RM. in Einnahme und Ausgabe aus. Der Hospitalfonds gleicht sich mit 4733,55 RM. in Einnahme und Ausgabe aus, die Rechnung des Armensonds bewegt sich mit 14098,40 RM. in Einnahme und Ausgabe unter Berücksichtigung der von der Stadt zum Ausgleich geleisteten Zuschüsse. Die Betriebsrechnung des städtischen Schlachthofes weist eine Einnahme von 31994,84 RM. auf, der eine Ausgabe von 29959,89 RM. gegenübersteht, so daß sich ein Rechnungsrest von 2034,95 RM. ergibt. In der Vermögensrechnung wurde ein Betrag von 6000 RM. dem Rücklagenfonds zugeführt.
Hinsichtlich der Festsetzung des Wassergeldes für das Rechnungsjahr 1939 wurde gemäß dem Vorschlag der Verwaltung beschlossen, für das zur Erhebung gelangende Wassergeld nach Einschätzung und nach Messer wieder wie in den Vorjahren einen Zuschlag von 50 v. H. zu erheben. Der Bürgermeister bemerkte dazu, daß zur Zeit eine Aushebung dieses Zuschlages im Hinblick auf die steigenden finanziellen Anforderungen noch nicht in Erwägung gezogen werden können.
Die alljährlich zu erlassende Gebührenordnung für den städtischen Schlachthof sieht für das Rechnungsjahr 1939 die unveränderte Einheitsgebühr wie für das Rj. 1938 vor. Die Gebühren wurden, wie vorgeschlagen, festgesetzt. Tie Rentabilität des Schlacht- Hoses ist dabei gewährleistet.
Großmolkerei im Vogelsberg.
Lpd. Schotten, 8. März. Die Zahl der Milchlieferanten der hiesigen Molkereigenossenschaft Hoherodskopf hat durch die Zuteilung weiterer Gemeinden des Vogelsbergs zum Einzugsgebiet der Molkerei eine starke Steigerung erfahren. Mit der dadurch bedingten außerordentlichen Erhöhung der täglich angelieferten Milchmengen stehen die Betriebsräume und die maschinellen Verarbei- tungsmöglichkeiten der Molkerei nun nicht mehr im Einklang. Deshalb hat die Generalversammlung der Molkereigenossenschaft einen großzügigen Ausbau der Betriebsräume und -einrichtungen beschlossen und der Verwaltung hierfür einen Kredit von 200 000 Mark zur Verfügung gestellt. Diese Be- triebserweiterung, die das Unternehmen zu einer Großmolkerei machen wird, soll durchgeführt werden, ohne den Milchpreis für die Lieferanten zu senken.
Landkreis Gießen.
wg. Großen-Bufeck, 8. März. Der Tod hat in den letzten Tagen unter den ältesten Einwohnern unseres Ortes reiche Ernte gehalten. Ende Februar verstarb Frau Elisabethe Schmidt, geb. Hahn, Ehefrau des Zigarrenmachers und Kirchendieners i.R. Heinrich Schmidt X. (Kirchftraße), im Alter von 81 Jahren. Die Verstorbene hätte in diesem Jahre goldene Hochzeit feiern können. Am 2. März wurde der weithin bekannte frühere Müller, sodann Landwirt und Gastwirt des Gasthauses „Zum Schwanen", Wilhelm Rühl, zu Grabe getragen. Der Verstorbene konnte noch im Februar bei verhältnismäßig auter Gesundheit seinen 88. Geburtstag feiern. Am Freitag, 3. März, wurde Frau Katharine B e 11 o j f, Witwe, geb. Hahn, beerdigt. Sie war 72 Jahre alt. Sie hatte ein Leben reich an Prüfungen hinter sich. Am Samstag, 4. März, wurde der Weichensteller i. R. Christoph Volk im Alter von 77 Jahren zu Grabe getragen. Am Montag, 6. März, wurde Frau Margarethe Arnold, Witwe, geb. Kimmel (Zeilstraße), im Alter von 81 Jahren zur letzten Ruhe gebettet. Mancher liebe Angehörige war ihr im Tode oorausgeaangen.
4 Leih gestern, 8 März. Seinen 76. Geburtstag kann am Freitag, 10. März, der Reichs- bahn-Zugführer i.R. Johannes Faber XL, Heerstraße 2 dahier wohnhaft, in guter Gesundheit begehen. Unseren herzlichen Glückwunsch.
# Allendorf (Lahn), 9. März. Die hiesige Kriegerkameradschaft hielt im Saale Henkelmann ihre Jahreshauptversammlung ab. Eingangs wurde in würdiger Weise des verstorbenen Kameradschaftsführers Philipp S t e i n m ü l l e r II.
„Jetzt den Regenmantel!", liest man in einem Schaufenster. Ach so, denkt man, der Regen, der kommt ja vor dem Frühling noch.
In den Gärten wird schon geharkt und gerecht.
Die Sonne bekommt um die Mittagszeit Kraft.
Man nimmt sich vor, was man in diesem Sommer alles zusammenbaden, zusammenwandern, zu- sammensportlern will.
Jeden Tag knattern mehr Motorräder. Jeden Morgen werden die Schlangen der Radfahrer länger, die fabrikwärts ziehen. Die Autogefpräche nehmen reißend zu. r .
Natürlich ist noch kein Frühling, aber er liegt in der Lust. r. k.
gedacht, der mit großem Idealismus für die Kameradschaft gewirkt hatte. Zum Kameradschaftsführer wurde nunmehr Lehrer Faber bestimmt; zum Schriftführer wurde W. Dick, zum Propagandawart Heinrich Kimmel und zu Schießwarten die Kameraden Heinrich Menges und Wilhelm L u h ernannt. Der Kassenwart Heinrich Keiner er- tattete einen günstigen Kassenbericht und wurde wiedergewählt. Zu Beisitzern wurden Ludwig Wagner und Ludwig Weis und als Fahnenträger Artur Volk bestellt. Die drei besten Schützen (W. Lu h , W. D i ck und A. Volk) wurden mit der bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet. Im vergangenen Jahre wurden vier Mitglieder neu aufgenommen. — In der Gastwirtschaft „Zur Linde" wurde dieser Tage durch einen Beauftragten des Kartoffel- käfer-Abwehrdienstes ein Filmvortrag gehalten, der jedermann die Gefahren erkennen ließ, die vom Kartoffelkäfer her drohen. Gleichzeitig wurden die Abwehrmaßnahmen erläutert.
ch Ouerfborn, 9. März. In diesem Jahre wird hier zum erstenmal ein Erntekindergarten eingerichtet, für den der alte Schulsaal hergerichtet wird. Don der Einwohnerschaft wird die Neuerung freudig begrüßt.
> Obbornhofen, 8. März. Die hiesige Freiwillige und die P f l i ch t f e u e r w e h r hielten dieser Tage einen Schulungsabend ab. Wehrführer Hahn sprach über „Erste Hilfe bei Unglücksfällen".
Turnabend für das Winierhilfswerk.
Das Fachamt Turnen führt schon seit Jahren in den Vereinen Veranstaltungen durch, deren Erlös an die Winterhilfe abgeführt wird. In diesem Jahre hat auch das Kreisfachamt einen Turnabend geplant, der am 11. März in der Volkshalle in Watzenborn-Steinberg durchgeführt wird. Eingesetzt werden die Kreisriege mit den besten Gerätturnern des Kreises aus Gießen, Großen-Linden und Wie- feck. Reuter, Herbert und Vogt (Gießen), Seth und Seip (Großen-Linden), Schöff- mann, Lettin und Mank (Wiefeck) werden mitwirken. Eine starke Turnerinnenabteilung von etwa 30 Turnerinnen wird neben großen Tänzen noch Volkstänze und andere gymnastische Vorführungen bringen. Es wird mit diesen Kräften eine Vorführungsfolge geboten, die neben dem guten Zweck, dem WHW. zu dienen, auch für das Gerätturnen der Männer und das Frauenturnen werben wird.
Die Vorbereitungen für die Veranstaltung find beendet. Die Gemeinde Watzenborn-Steinberg hat ihre geräumige Halle zur Verfügung gejtellt, die Turner und Turnerinnen haben sich vorbereitet. Kraft, Mut und Gewandtheit an den Geräten und Anmut bei Gymnastik und Tanz werden sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfinden und die Leibesübungen in beachtlicher Vollendung zeigen.
Gcbulwettkämpfe im Gerätturnen.
Die Gießener Volksschulen trugen am Montag die Mannschaftskämpfe im Gerätturnen in der Turnhalle der Neuen Pestalozzischule aus. Geturnt wurden Einzelübungen am Barren, Reck und Bock, Radschlagen als Bodenübung und eine Gemeinschaftsübung, die über Pferd, Reck und Barren, als Hindernisse führte. An den Kämpfen, die unter Leitung von Kreissportlehrer Mohr durchgeführt wurden, beteiligten sich die Knabenklassen des 8., 7. und 6. Schuljahres. Die Leistungen der Schüler waren gut, vor allen Dingen war die Einsatzbereitschaft hervorzuheben. Der Kampf hatte folgendes Ergebnis:
8. Schuljahr (Mannschaftsstärke 25): 1. Neue Pestalozzischule I K., 18 P.; 2. Goetheschule I K., 13 P.; 3. Alte Pestalozzischule I 6 Punkte.
7. Schuljahr (Mannschaftsstärke 25): 1. Goetheschule 2 K., 18 P.; 2. Neue Pestalozzischule 2 K., 17 P.; 3. Alte Pestaloz.zischule 2a, 15 P.; 4. Alte Pestalozzischule 2b, 14 Punkte.
6. Sch uljahr (Mannschaftsstärke 30): 1. Alte Pestalozzischule 3a, 14 P.; 2. Goetheschule 3 K., 11 P.; 2. Alte Pestalozzischule 3b, 11 Punkte.
Gaugruppen-Hietsterfchasten im Gerätturnen.
Am kommenden Sonntag werden in allen Gauen die Mannschaftsmeister im Gerätturnen ermittelt, und 14 Tage später, am 26. März, folgen die Gau- gruppen-Ausscheidungen. Die Männermeifter der Gaue Hessen, Südwest, Baden und Brandenburg treffen sich an diesem Tag in Kassel, während die Frauenmannschaftsmeister der Gaue Südwest, Hessen, Mittelrhein, Niederrhein und Westfalen in Frankfurt a. M. turnen werden. Die Sieger der Gaugruppen-Ausscheidungen nehmen an den Endkämpfen um die Deutsche Meisterschaft teil.
Fußball der Gauliga am Sonntag.
Im Lager des Meisters Hanau 93 hofft man immer noch, daß die Kasseler „Rothosen" bei einem ihrer letzten Spiele bezwungen werden, aber allzu groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß es zu diesem „Wunder" kommt, wirklich nicht. Am Sonntag stehen die 03er vor einem neuen Sieg. Großauheim ist auf eigenem Gelände bisher unbesiegt geblieben und konnte seinerzeit den Kasselern eine glatte Niederlage beibringen, aber auswärts haben sie doch durchweg den kürzeren gezogen. Hanau 93 hat den Lokalkampf gegen den abstiegbedrohten Dunlop-SV. vor sich, der zwar eine Ueberraschung in sich birgt, aber normalerweise vom Meister gewonnen werden müßte. Die Kasseler Kurhessen werden im Kamps gegen den VfB. Friedberg sicher die knappe Vorspielniederlage wettmachen und damit einen weiteren Schritt auf dem Wege zur Rettung tun.
Die Feuerwehrmänner folgten mit großer Aufmerk- amteit. — Am Dienstag fand im hiesigen Gemeindewald ein Holzverkauf statt. Es wurden bezahlt ür Buchenknüppel 14 bis 16 RM., für Buchenscheite 17 bis 20 RM., für Buchenstöcke 8 bis 11 RM. je zwei Raummeter. Reisig wurde je Meter für 0,80 bis 1 RM. verkauft. Die Käufer konnten zum größten Teil ihren Bedarf eindecken.
Kreis Bübingen.
0 Schotten, 8. März. Die Generalversammlung des Pserde-Versicherungsvereins Schotten sand gestern hier im Gasthaus „Zum Adler" statt. Vereinsführer August Rausch erstattete zunächst den Jahresbericht für 1938, und er konnte dabei eine sehr günstige Aufwärtsentwicklung des Vereins feststellen. Tie Mitgliederzahl ist von 213 in 1937 auf 225 in 1938 gestiegen, die Zahl der versicherten Pferde von 322 in 1937 auf 343 in 1938. Die Versicherungssummen haben sich von 205150 RM. in 1937 auf 219400 RM. in 1938 erhöht. Obwohl die Verluste an Pferden in 1938 sehr hoch waren und 6380 RM. als Entschädigungssumme aufgewendet werden mußte, konnte doch der Reservefonds auf der alten Höhe von 5000 RM. gehalten und alle Entschädigungsbeträge restlos ausbezahlt werden. An Prämienzahlungen gingen in 1938 6605 RM. ein, gegen 6130 RM. in 1937. Auch konnte die erfreuliche Tatsache berichtet werden, daß die Ausstände seit zwei Jahren ganz verschwunden sind. Der Rechner Karl Stang trug sodann die Rechnung vor, die mit 14352,35 RM. in Einnahme und 14332,29 RM. in Ausgabe abschließt, so daß ein Rest von 20,06 RM. verbleibt. Die Rechnung wurde von den Mitgliedern Heinrich Müller und Heinrich Bickert geprüft und für richtig befunden, so daß dem Rechner und dem Vorstand unter Ausdruck des Dankes Entlastung erteilt wurde. Da die Amtszeit der Vorstandsmitglieder abgelaufen war, wurde eine Neuwahl vorgenommen, bei welcher einstimmige Wiederwahl des bisherigen Vorstandes auf drei Jahre erfolgte. Zum Schluß bemerkte der Vereinsführer, daß die Höchstversicherungssumme in Anbetracht der hohen Pferdepreise von 1300 RM. auf 1500 RM. erhöht wurde. Der Vertrag mit dem Vereinsarzt, Tierarzt Tr. Klose, soll auch für 1939 Gültigkeit haben. Mit dem Gruß an den Führer schloß der Vereinsführer die Versammlung.
Deutschlands Fußballelf gegen Italien.
Ueberraschend früh gibt die Reichssportführung (Fachamt Fußball) die deutsche Nationalmannschaft zum 7. Fußballänderkampf gegen Italien am 26. März in Florenz bekannt. Das deutsche Aufgebot gegen den Weltmeister lautet: Platzer (Admira Wien); Janes (Fortuna Düsseldorf), Schmaus (Vienna Wien); Kupfer (1. FC. 05 Schweinfurt), Goldbrunner (Bayern München), K i tz i n g e r (1. FC. 05 Schweinfurt); Lehner (Schwaben Augsburg), Hahnemann (Admira Wien), Gauch e l (TuS. Neuendorf), Schön (Dresdner SC.), Peffer (Rapid Wien).
Man kann die verantwortlichen Männer zur Aufstellung dieser Mannschaft beglückwünschen, denn sie stellt wohl das Beste dar, was gegen den Weltmeister auf die Beine gebracht werden kann. Wir finden hier mit ganz wenigen Ausnahmen die gleichen Spieler, die im vergangenen Jahr den ersten Weltmeisterschaftskampf gegen die Schweiz in Paris (1:1) und im September den mit 4:1 gewonnenen Kampf gegen Polen in Chemnitz bestritten.
Italien ohne Meazza und Ferrari?
Vittorio Pozzo wird die italienische Fußballelf zum Länderkampf gegen Deutschland wohl nicht so zeitig bekanntgeben können. Der Verbandskapitän hat vor allem bezüglich der Besetzung des Jnnen- sturms große Sorgen, denn Piola ist nicht in Form und mit den vorzüglichen Halbstürmern Meazza und Ferrari ist kaum zu rechnen.
Illif sechs Neulingen gegen Luxemburg.
Am Tag des Länderspiels gegen Italien spielt eine zweite deutsche Nationalelf in Luxemburg gegen Luxemburg. Bei diesem siebten Länderkampf gegen die Vertretung des Großherzogtums kommt in der Hauptsache der Nachwuchs zum Wort. Die Elf steht wie folgt:
Flotho (VfL. Osnabrück); Münzenberg (Alemannia Aachen), Kubus (Vorw. R. Gleiwitz); Rohde (Tvd. Eimsbüttel), Piccard (SSV. Ulm), Schädler (Ulmer FV. 94); Malecki, Pähler (beide Hannover 96), H ä n e l (BC. Hartha), F i e d e r e r (SpDgg. Fürth), A r 11 (Riesaer SV.).
Neusel —Lenglet.
Tag der Schwergewichtler in Frankfurt.
Nach fast anderthalbjähriger Pause — im November 1936 boxte Adolf Heuserin der Frankfurter Festhalle — steigt in der alten Sportstadt am Main wieder eine Veranstaltung der Berufsboxer und bringt diesmal ein Programm, das sich sehen lassen kann. Der Kampfabend in der Festhalle steht am kommenden Samstag, 11. März, im Zeichen der Schwergewichtler. Neben acht Vertretern der schwersten Gewichtsklasse gehen zwei Halbschwergewichtler in den Ring. Die Tausende, die sich am Samstag um den Kampfring versammeln werden, bekommen also nur „Riesen" zu sehen. Dazu bringt die Hauptpaarung die interessante Begegnung zwischen dem deutschen Meister im Schwergewicht, Walter Neusel, und Frankreichs bestem Mann in dieser Klasse, Andrö Lenglet!
Der wichtigste unter den Rahmenkämpfen ist entschieden die Begegnung zwischen dem italienischen Meister Santa de Leo und dem Kölner Exmeister Vincenz Hower. Der Kölner wird sicher bestrebt sein, besser abzuschneiden als Neusel in Dortmund; ob das gelingen wird, möchten wir bei der unbestreitbaren Klaffe des Italieners allerdings bezweifeln. Hermann Kreimes (Mannheim) bekommt an Stelle des ursprünglich vorgesehenen Italieners Anniballi den Krefelder Hans Schönrath als Gegner, und dessen Bruder Jakob wird dem Frankfurter Kurt Jost das Leben sauer machen. Die beiden einzigen „Halb- schweren", die sich im Ring vorstellen, sind endlich Karl Maier (Singen) und Heinrich Mayer (Ludwigshafen).
Kurze Sportnotizen.
Bei den Großen Preisen der Reichs- Hauptstadt im Eiskunstläufen vom 24. bis 26 März wird auch ein Aesthetik-Preis vergeben, bei dem Maler, Bildhauer und darstellende Künstler als „Kampfrichter" tätig sind.
*
Mercedes-Benz hat mit seinen Spitzenfahrern Rudolf Caracciola, Hermann Lang und Manfred von Brauchitsch das Training auf der
Monzabahn bei Mailand ausgenommen. Gefahren wird in dem neuen Grand-Prix-Modell 1939, das auf Grund der im Vorjahr gemachten Erfahrungen entwickelt wurde.
Wirtschaft.
Mein-Mainische Börse.
Aritlagsbörse wenig verändert.
Frankfurt a. M„ 8. März. Die Börse blieb weiterhin äußerst still. Die Bankenkundschaft verharrte in stärkster Zurückhaltung. Am Aktien» markt gestalteten sich die Kurse nicht ganz einheitlich, im allgemeinen waren sie aber nur wenig verändert. Indessen blieben zahlreiche Papiere zunächst ohne Notiz. Am Montanmarkt ergaben sich bei kleinstem Geschäft leicht Besserungen, Hoesch 108,50 (108), Mannesmann 109,25 (109), Vereinigte Stahl 109,75 (109,65). Leicht gebessert waren außerdem IG. Farben auf 149,50 (148,75), Scheideanstalt auf 203,75 (203,50), Reichsbank auf 179,75 (179,25) und Daimler Motoren auf 134 (133,75). Elektropapiere bröckelten durchweg 0,25 bis 0,50 v. H. ab, o u. a. AEG. auf 112,90, ELG. auf 129,50, Iesfürel auf 134,75. Sonst kamen noch Rheinmetall mit 129,50 (130), Zellstoff Waldhof mit 119,75 (120), Westdeutsche Kaufhof mit 103,25 (103,50) und Conti Gummi mit 208,25 (210,50) zur Notiz.
Auch der R e n t e n m a r f t lag nahezu geschäftslos; in einzelnen Werten erhielt sich kleines An- lageintereffe. Gefragt blieben weiterhin Kommunal- Umfchuldung zu unverändert 93,30, ebenfo Reichs- altbesitz zu 130,25 (130,13). Dekofama I nach Pause 134,90 (134,25). Pfandbriefe lagen fast geschäfts- los und unverändert. Stadtgnleihen bröckelten zum Teil weiter etwas ab, 4xh o. H. Darmstadt von 1926 96,75 (97), 4’/2 v. H. Heidelberg 96,13 (96,50), hingegen 1928er Mainz 97,13 (97). Industrie-Obligationen weiterhin uneinheitlich mit etwa 0,25 v. H. nach beiden Seiten, 5 v. H. Eisenbahn-Bank Frankfurt weiter gesucht mit 85 (84).
Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille in vollem Umfange an, so daß zweite Notierungen kaum er« folgten. Die Gesamthaltung blieb etwas uneinheitlich bei durchschnittlichen Abweichungen von 0,25 bis 0,50 v. H., wobei jedoch bei den erst später notierten Papieren eher Abschwächungen Vorlagen. Am Einheitsmarkt war die Kursgestaltung gleichfalls schwankend. Stark gefragt blieben die schon gestern abend um 3 v. H. auf 160 gestiegenen Schramm Lack zu etwa 163, andererseits u. a. Kalter Brauerei nach Pause 45,75 (48).
Der Freiverkehr lag geschäftslos bei gehaltenen Kursen. Ufa nannte man höher mit 85,75 (84,50). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H.
Abendbörse gut behauptet.
Die Abendbörse nahm zwar einen stillen Verlauf, die Haltung war aber allgemein etwas freundlicher. Verschiedentlich bestand etwas Kaufinteresse, so daß auch kursmäßig eine leichte Besserung zu verzeichnen mar, wenngleich die Entwicklung immer noch kein einheitliches Bild aufwies. Für IG. Farben hielt das Interesse an, sie zogen auf 150 (149,50) an. In Schiffahrtswerten erfolgten ebenfalls kleine Käufe, wobei Norddeutscher Lloyd auf 65,75 (Berlin 64) und Hapag auf 61 (60) befestigt waren. Mäßig erhöht waren ferner Verein. Stahl mit 110 (109,75), Adlerwerke mit 105,50 (105,25), MAN. mit 142 (141,25), Daimler mit 134,25 (134), Gesfürel mit 135 (134,75), Holzmann mit 149,25 (149). Knapp gehalten waren u. a. Bemberg mit 133,75 (134,13), Scheideanstalt mit 203,50 (203,75), Deutsche Linoleum mit 158,50 (158,90) und Buderus mit 103,13 (103,75), ferner verloren Lahmeyer 1 vH. auf 110. Am Rentenmarkt wurden 6 v. H. IG. Farben mit unverändert 120,75 gehandelt, Reichsbahn-VA. notierten wie mittags mit 123,25, 5 v. H Eisenbahn- Bank-Obl. blieben zu 85 gesucht, und im Freiverkehr stellten sich Kommunal-Umschuldung auf unverändert 93 20
Frankfurter Getreidebörse
Frankfurt a. M., 8. März. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.! Weizen W 9 210, W 11 212, W 12 213, W 13 214, W 16 217, W 18 219, W 19 221, W 20 223, Roggen R 11 196, R 12 197, R 14 199, R 15 200, R 16 202, R17 203, R 18 204, R19 206 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- gerfte —, Futterhäfer —. .Weizenmehl Type 812 W 13 29,75, W 16 29,75, W 18 29,75, W 19 29,75, W20 (Kreis Alzey) 29,75, W 20 (Kreis Worms) 30,10 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Roggenvollkleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber getr. —. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu, gut, gesund, trocken 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,80 bis 8,20, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70. Erzeugerpreise ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig.
Fronkiurter Schlnduoiehmorii.
Frankfurt a. M., 9. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1304 Rinder (334 Ochsen, 342 Bullen, 378 Kühe, 250 Färsen), 519 Kälber, 95 Hämmel, 41 Schafe und 290 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 Mark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hämmel 30 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. — Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittel.
Wetterbericht
Ein gestern über den britischen Inseln gelegenes Teiltief hat sich rasch in südöstlicher Richtung verlagert und liegt nun heute früh über Pommern. Die auf feiner Rückseite einströmenden kühlen Meeresluftmassen erreichten uns im Laufe der vergangenen Nacht und führten zu verbreiteten schauerartigen Niederschlägen, die bis ins Flachland herab teilweise in Form von Schnee niedergingen. Dabei kam es vereinzelt zu gewittrigen Störungen. Bei dem Fortbestand der nordwestlichen Strömung 'st mit dem Anhalten des unbeständigen und zu schauerartigen Niederschlägen geneigten Wetters zu rechnen.
Vorhersage für Freitag: Wechselnd bewölkt, weitere Niederschlagstätigkeit, kühl, stellenweise Nachtfrost, lebhafte nordwestliche Winde.
Vorhersage für Samstag: Weiterhin unbeständig.
Lufttemperaturen am 8. März: mittags 5,5 Grad Celsius, abends 4,7 Grad; am 9. März: morgens 2,4 Grad. Maximum 7,2 Grad, Minimum heute nacht 0,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. März: abends 4,9 Grad; am 9. März: morgens 4,2 Grad. — Niederschläge 7,2 mm. — Sonnenscheindauer 1,2 Stunden«
Aus der engeren Heimat
9 Jl.-Sport


