Ausgabe 
8.11.1939
 
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Der

des

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Verstärkte Nachfrage nach Nechtswahrern.

Machtvolle Ehrenmale für untere Gefallenen.

Volksbund Deutsche Kriegsgrä-

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LlSA-Echiffe unter britischer Flagge.

Wie man die Bestimmungen des LlSA-Aeutralitätsgesehes umgehen will.

jetreiches zu beschäftigen. Wenn Molotow jetzt von dieser Regel abgewichen ist, wenn seine ganze Rede durchtränkt war von Hinweisen auf die Ursachen, Methoden und Aussichten des von England ange- stifteten Krieges, so geht daraus di« außergewöhn­liche Bedeutung hervor, die Rußland als neutraler und docb mit Deutschland freundschaftlich verbünde«

Einzug des General­gouverneurs von Krakau.

Nebernahme der Negierung des General­gouvernements auf der Krakauer Burg.

Krakau, 7. Noo. (DNB.) Am Dienstag hielt der Generalgouverneur für die besetzten Gebiete, Reichsminister Dr. Hans Frank, in Krakau sei­nen Einzug, um auf der historischen Burg seinen Regierungssitz zu nehmen. Die Stadt Krakau bereitete ihm einen festlichen Empfang und hatte reichen Flaggenschmuck angelegt. Im Jnnenhof der Burg, die von allen Seiten festlich angestrahlt war, waren Ehrenbereitschaften der Wehrmacht, des ^«Totenkopfoerbandes, der Schutzpolizei und der volksdeutschen Organisationen angetreten, die der Generalgouverneur in Begleitung seines Vertreters, des Reichsministers Dr. Seyß-Jnquart, und Les Generals der Kavallerie von Pogrell unter den Klängen des Präsentiermarsches abschritt. Zahl­reiche Volksdeutsche sowie die Beamten und Ange- stellten der deutschen Dienstbehörden im besetzten Gebiet hatten sich gleichfalls im Jnnenhof versam­melt.

In den Innenräumen der Burg wurde der Gene- ralgouverneur im Audienzsaal von über 200 Per­sönlichkeiten des öffentlichen Lebens erwartet, dar­unter auch von einer Abordnung von ©oralen, den polnischen Bergbewohnern aus Zakopane, in ihre'n malerischen Trachten. In einer Ansprache erklärte der Generalgouverneur:Auf Befehl des Führers übernehme ich hier auf der Burg zu Krakau d i e Regierung des Generalgouverne­ments. Ich'kann nur die Versicherung abgeben, daß auch von diesem Platze aus so wie allüberall in der Machtsphäre des Deutschen Reiches der Wille unseres Führers das ober st e Gesetz und der Inhalt unseres Handelns, die Wohlfahrt

hängen voll von Früchten, die aber wegen der günstigen Witterung nicht ausreifen konnten.

Gefährlicher Irrtum.

Flaue Kriegsstimmung in französischen Arbeiter- undBauernkreisen. Klagen in der pariser presse. - Daladier soll ein zweiter ElLmenceau werden

der stärker bemerkbar gemacht. In erster Linie, fassung und Sicherung der deutschen Kriegsgräber waren es Betriebswirte, S t e u e r f a ch - j werden in den einzelnen ^an}PJ9e^

In Brüssel schellte es in diesen Taaen abends spät an einem Einfamilienhaus, dessen wohner gerade die Rundfunknachrichten abhörten. Da die Hausgehilfin schon zu Bett gegangen war, ging die Frau des Hauses herunter, um die Türe zu offnen. Kaurn hatte sie dieses getan, als ihr von einem Manne, der seinen Hut ttef ins Gesicht ge-

Die Belgrader Blätter veröffentlichen die Meldung über die Ermordung des Reffen des bekannten vor Jahren in der Belgrader Skupschttna erschossenen kroatischen Volksführers Stefan Raditsch, des 51jährigen Abgeordneten Iwan Raditsch, der in seinem Haus in dem Dorf Trebajewo unweit der Stadt Jsak von drei Maskierten durch fünf Schüsse getötet wurde. Von den Mördern hat man bisher ' keine Spur.

Deutschland hat eilte große Schlacht gewonnen. Italienisches Echo zur Erhöhung der Lebensmittel-Zuteilungen in Deutschland.

bcrfürforge, der sich dem Oberkommando der Wehrmacht unterstellt hat, gibt bekannt, daß die mit den Aufgaben der Kriegsgräberfürsorge betraute Abteilung des Oberkommandos der Wehrmacht die Wie der RS.-Rechtswahrerbund mitteitt, hat sich Arbeit bereits ausgenommen und G r ä b e r o f f i - N< Nachfrage nach Rechtswahrern im Reich wie« ziere nach Polen entsandt hat. Nach Er«

Laufe der Zeit gemäß den wachsenden Versorgungs- Möglichkeiten erhöhen zu können. Sie genügten dem Bedarf der Bevölkerung und festigten das Ber-

Den Haag, 8. November. (DNB.-Funkspruch). In der englischen Presse wird jetzt offen zugege­ben, daß die amerikanischen Schiffahrtsgesellschaften, um den Folgen des Neutralitätsgesetzes zu entgehen, in Zukunft ihre Schiffe unter der Flagge von Panama segeln lassen wollen.Panama biete der amerikanischen Schiffahrt den rettenden Ausweg."

Ueber 90 amerikanische Dampfer mußten infolge des Neutralitätsgesetzes außer Dienst g e st e l l t werden. DerDaily Expreß" empfiehlt nun dem englischen Schisfahrtsminister, amerikanische Schiffe aufzukausen und unter britischer Flagge segeln zu lassen. Da Großbritannien durch den U-Bootkrieg bereits 56 große Frachtdampfer verloren habe, könnte auf diese Weise ein Ersatz geschaffen werden. Das amerikanische Neutralitätsgesetz soll also auf die Art und Weise umgangen werden, daß jetzt ameri­kanische Dampfer unter englischer Flagge segeln sollen.

Meinungsverschiedenheiten in Washington.

Washington, 8. Nov. (Funkspruch. Europa- preß.) Im amerikanischen Schiffahrtsausschuß wurde am Dienstag der Antrag der United Stades Line, acht Schiffe unter her Flagge Pana­mas fahren zu lassen, eingehend erörtert. In unter­richteten Kreisen verlautet, daß sowohl das Staats­departement wie auch das Weiße Haus den An­trag der United States Line befürworten. Die Isolationisten vertreten dagegen den Standpunkt, eine solche Schiffstransferierung verletze den Geist

Feldpostbriefe für die Drtechronit

Der R eich sinne nmin Uster hatte den Gemein­den die Anlegung einer Ortschronik zur Pflicht gemacht. Der Führung dieser Orts« chrvnik kommt während des Krieges eine besondere Bedeutung zu. Die Ehronik soll späteren Geschlech- tern auch ein getreues Bild vom Leben der Ge­meinde während der Kriegszett Überliefern und die Eindrücke und Einwirkungen des gewaltigen Kriegs­geschehens festhalten. Daneben müßten die Arbeiten und Erfolge des Kriegswinterhilfswerks, des frei­willigen Arbeitseinsatzes usw. ausgezeichnet werden. Ebenso sollen besonders aufschlußreiche Feldpo st b riefe m der Ortschronit Aufnahme finden.

des Neutralitätsgesetzes. So erklärte Senator Nye, daß eine Zustimmung zur Schiffstransferierung als Wille zur Kriegsbeteiligung aufge- faßt werden müsse. Entgegen der allgemeinen An­sicht, daß das Weiße Haus und das Staatsdeparte­ment grundsätzlich mit dem Flaggenwechsel einver­standen sind, erklärte Staatssekretär Hüll in der Pressekonferenz, daß die Regierung den Trans­ferierungsanträgen nicht sympathisch gegen- überstehe, da sie v o l l st e Integrität des Neu­tralitätsgesetzes wünsche. Er betonte jedoch, daß die Entscheidung hierüber ausschließlich dem Schiff- fahrtsausschuß zustehe.

Keine Geleitzüge in der amerikanischen Sicherheitszone

Neuyork, 7.November. (Europapreß). Das Staatsdepartement bemerkt zu der Absicht der eng­lischen und französischen Regierung, für den Ab- ttansport ihres Kriegsmaterials beim Verlassen der amerikanischen Zonen große Geleitzüge zu bilden, die von Kriegsschiffen geschützt werden sollen, die Vereinigten Staaten wollten nicht, daß kriegerische Treffen innerhalb der Sicherheitszone der Panama-Erklärung statt- fänden. Die Regierung lege großen Wert auf die strenge Achtung des Neuttalitätsa^setzes und habe alle Vorsichtsmaßnahmen zur Bekämpfung der Spionage wieder in Kraft gesetzt auf Grund des Gesetzes, das im Weltkrieg erlassen worden sei. Sie wolle sich damit die Kontrolle der Flugzeugindustrie und auch der Hilfsindustrien sichern und gegebenen- falls die Ausführung gewisser Bestellungen für ausländische Regierungen verbieten.

Plätze ausgewählt, wo die deutschen Gefallenen auf endgültig bestehen bleibenden Kriegsgräberstätten gesammelt werden, die zu machtvollen Ehrenmalen ausgestaltet werden sollen. Diese Aufgabe fällt dem Volksbund zu. Schon jetzt sind den Gräberoffizieren Architekten des Volksbundes beige- geben , um dessen große Erfahrungen auszuwer­ten und die spätere Ausgestaltung der Ehrenstätten vorzubereiten. Unsere Gefallenen werden in Ehren­stätten ruhen, die zu Mahnmalen deutschen Helden­tums und zu Wallfahrtsorten werden sollen.

Kriegswirtschaft ausgelöst habe.

In England, in jenem reichsten England schreibt dieTribuna", bekomme man die ersten Folgen des Krieges zu spüren. Trotz der in der Bevölkerung bereits bestehenden Unzufriedenheit sei die Regie­rung gezwungen, die Lebensmittelkarten einzuführen, nachdem der Versuch fehlgeschlagen sei, durch Erhöhung der Lebensmittelpreise den Ver­brauch herabzudrücken. Die Lehre, die London und Paris aus diesen Tatsachen zu ziehen hätten, fei, daß Deutschland die Wirtschafts- b l o ck a d e nicht fürchte und daß es durch diese Blockade nicht besiegt werden könne. Auch in der Presse der Westmächte beginne die Ueberzeugung zu wachsen, daß die Westmächte den Sieg durch eine Aushungerung Deutschlands nicht würden erringen .können. Es zwinge sich daher wieder die Frage aus, auf welche Weife denn die Westmächte hofften, diesen Krieg zu gewinnen.

Paris, 8. Nov. (Europapreß.) Der PariserEx- celsior" gibt in der Form einer Glosse zu, daß in zahlreichen französischen Fabriken tätige Frauen und Arbeiter der sogenannten Kategorienicht- mobilisierbare Arbeiter" ganz offen für die Sache des Friedens und gegen den imperial! sti­ch e n Krieg gegen Deutschland Propa­ganda machen. Diese Propaganda werde auch auf dem flachen Lande betrieben, wo sie sich be­merkenswerterweise der Unterstützung durchge­wisse Agenten der öffentlichen Dienste erfreue.

Man wird in dieser Glosse ein bemerkenswertes Eingeständnis dafür sehen dürfen, daß es mit der Kriegsstimmung im französischen Volke nicht sehr weit her sein kann. Es keimt im breiten Volk die Erkenntnis, daß es für die Zwecke des englisch- ranzösischen Kapitalismus auf die Schlachtbank

stifte licye Bedeutung hervor, dieJtußiano ais und doch mit Deutschland freundschaftlich ner Staat dieser gewaltigen Auseinandersetzung auch für das eigene Schicksal beimißt.

Dabei verfolgt die Sowjetregierung auch die kleinen Nebenszenen des Welttheaters sehr genau und scheut sich nicht, eine interne Staatsfeier dazu zu benutzen, um über das Grundsätzliche der Außen­politik hinaus auch gewisse Einzelfragen der jüngsten Entwicklung aufzugreifen und zu beant­worten. So ist es auffällig, mit welchem Nachdruck Molotow darauf hinwies, daß an der Einbeziehung neutraler Staaten in die Sphäre des Krieges über­aus aktiv gearbeitet werde und daß die Neutrali­tät mancher Länder nur noch als Maske zur Verschleierung, Schürung und Erweiterung des Krieges diene. Die betreffenden neutralen Regie- rungen werden schon wissen, wen der sowjet- russische Regierungschef hier im Auge gehabt hat. Aber auch die Aufnahme, welche die Ansprache in London, Paris und Washington gefunden hat, zeigt, daß der sowjetrussische Regierungschef ins Schwarze traf. Mit einer Logik, die unbestechlich ist, arbeitete er die Grundursache für das neueste Abenteuer der imperialistischen Mächte heraus. Diese Grund­ursache besteht darin, daß nach russischer Ansicht die kapitalistischen Regierungscliquen, um ihrer in- ner e n Schwierigkeiten Herr zu wer­den und gleichzeitig ihre Weltherrschaft zu erhal- ten, keinen anderen Ausweg als den immer neuer Plünderungen und Eroberungen finden können.

H. Evers.

zogen hatte, eine brennende Flüssigkeit ins Gesicht gegossen wurde. Die Frau schrie laut um Hilfe, indes der Unbekannte verschwand. Ein Arzt stellte fest, daß es sich um Verletzun­gen mit Vitriol handelte. Plötzlich, nach Mit­ternacht, schellte das Telephon. Der Ehemann ging an den Apparat und hörte eine ihm fremde Stimme, die sich nach dem Befinden seiner Frau erkundigte. Der Ehemann sagte, die Verletzungen seien nicht so arg. Am anderen Ende der Leitung wurde darauf­hin ein erleichtertesGott fei Dank" vernehm­lich, und die fremde Stimme sprach das tiefste Be« dauern aus für diesen Unfall. Er, der aus einet Fernsprechzelle telephoniere, fei nämlich der Ur­heber des Unglücks, doch habe er sich in dem Haus geirrt; das Vitriol sei in Wahrheit je­mandem ganz anders zugedacht gewesen. Noch ehe sich der Hausherr von seinem Erstaunen fassen konnte, hatte der unbekannte Täter wieder einge­hängt.

ieute und Revisoren, die von industriellen Unternehmungen verlangt wurden. Vereinzelt wur­den auch Volkswirte und Assessoren für Wirtschafts - und Fachgruppen der gewerblichen Wirtschaft gesucht. Dabei sind neuerdings mit Rücksicht auf die etwaige militärische Verwendbarkeit die Aussichten ber älteren Bewerber gestiegen. Für die weibl ich e n Rechtswahrer bietet der Arbeitsdienst für die weibliche Jugend jetzt mannigfache Einsatzmöglich­keiten, so z. B. als Assessors bei der Bearbeitung von Disziplinarsachen, als Referendarin bei Be­arbeitung von Vertrags- und Verwaltungsange- legen!)eiten und allgemein für alle interessierten weiblichen Rechtswahrer als Führerinnen im weib­lichen Arbeitsdienst.

Ein holländisch-belgischer Schritt

Amsterdam, 7.Nov. (DNB.) Der König der Belgier und die Königin der Nie­derlande haben bei ihrer bereits gemeldeten Zusammenkunft im Haag beschlossen, ein Telegramm an d i e Staatsoberhäup­ter von England, Frankreich und Deutschland zu richten, um, wie in einer Ver­lautbarung des niederländischen Regierungspresse« dienstes betont wird, gegebenenfalls Friedens­möglichkeiten zu ermitteln. In dem Kommunique heißt es:

In einer für die ganze Welt schicksalsschweren Stunde, bevor der Krieg in Westeuropa in seiner ganzen Gewalt beginnt, haben wir die Ueber- zeugung, daß es unsere Pflicht ist, unsere Stimme abermals zu erheben. Schon vor einiger Zeit haben die kriegführenden Parteien erklärt, daß sie nicht abgeneigt wären, redliche und sichere Grundlagen für einen gerechten F r i e- d e n zu untersuchen. Wir haben den Eindruck, daß es ihnen unter den gegenwärtigen Umständen schwer fällt, Fühlung zu nehmen zur genaueren Darlegung und zur Annäherung ihrer Standpunkte. Als Souveräne zweier neutraler Staaten, die mit allen ihren Nachbarn gute Be- Ziehungen pflegen, find wir bereit, ihnen un­sere guten Dienste anzubi'eten. Falls es ihnen genehm wäre, find wir gewillt, ihnen mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, die es ihnen beliebt, uns anheimzustellen, und in der Gesinnung freundschaftlichen Derftändnisfes d i e Vermittlung von Beiträgen für eine zu erreichende UebereinKimmung zu erleichtern. Das ist unseres Erachtens die Aufgabe, die wir für das Wohlergehen unserer Völker und im Interesse der ganzen Welt zu erfüllen haben. Wir hoffen, daß unser Angebot angenommen wer­den wird und daß damit der erste Schritt getan wird zur Wiederherstellung eines dauerhaften Frie­dens."

Wie in der Verlautbarung des niederländiscken Regierungspressedienstes weiter hervorgehoven wird, bildet diese Initiative der Souveräne einen neuen Beweis für die gemeinschaftliche Auffassung und die Solidarität, welche zwi­schen den Niederlanden und Belgien bestehen.

trauen.

In Frankreich und England dagegen setzten ungeordnete und improvisierte A n p a s s u n g s v e r s u ch e ein an die durch den Kriegsbeginn erzwungene geänderte Lage der Le­bensmittelversorgung, die Verwirrung schafften und die Bevölkerung in den beiden Ländern gezwungc' hätten, von heute auf morgen ihre Lebensgewoh hotten umzustellen, was eine schon seit Wochen zum Durchbruch gelangte U n z u friedenheit der breiten Massen in diesen Staaten mit der ganzen

geführt werden soll. Blätter wie dieAction Fran- ^aise" und andere Organe der französischen Kriegs­hetzer haben dem allem fein anderes Argument ent­gegenzustellen, als den Appell an den Minister­präsidenten Daladier, er möge hort sein und ourchgreifen. Daladier soll, wie immer wieder gesagt wird, zu einem zweiten C16 men > ceau gemacht werden: zu einem Clömenceau der Jahre 1917 und 1918, so sagt dieAction Fran- yaise", aber nicht zu einem Ctemenceau des Jahres 1919. Aber warum nicht zu einem Ctemenceau des Jahres 1919? Sehr einfach deshalb, weil der Der- failler Vertrag von 1919, für den Mmenceau ver- antwortlich ist, den Leuten von derActton Fran- yaise" und ihrem Klüngel noch lange n i cf) t weit genug gegangen ist. Man kann sich also ein Bild von dem Geisteszustand dieser Vertreter des französischen Nationalismus machen ...

Rom, 8. November. (Europapreß.) Die Nach- richt, daß Deutschland die Zuteilung von Lebens­rnitteln an die Bevölkerung erhöht hat, bezeichnet die römische Presse als ungeheuer vielsagend. Trotz der von den Westmächten gegen das Reich gesuhr- ten Wirtschaftsblockade sehe sich Deutschland dank einer großartigen Vorratspolittk in die Laae ver- etzt, die der Bevölkerung zugestandenen Lebens­mittelrattonen zu erhöhen. Auf der anderen Seite sei England unter dem Druck der deut­schen Gegenblockade gezwungen, sehr beachtliche Kürzungen in den ßebensmittelrationen seiner Bevölkerung vorzunehmen.Zu Beginn der neun­ten Kriegswoche", sagt dasGiornale d Italia , ,ift somit Deutschland imstande, auf dem Gebiet ber Verpflegung seiner Bevölkerung Maßnahmen zu treffen, die gleichbedeutend sind mit einem prak­tischen Nachweis einer gewonnenen gro­ßen Schlacht'. Die öffentliche Meinung in Lon­don verfehle nicht, auch bei dieser so vielsaaenÄen Gelegenheit daraus zu verweisen, wie fehler- hast sich immerwährend alle Berechnungen der englischen Kriegsverantwortlichen erweisen.

Vor wenigen Wochen, schreibtLavoro Fascista , habe die englische Regierung das Simial zum Kriege gegeben und unverblümt ihr zynisches Ber- trauen verkündet, daß sie das feindliche Deutschland aushungern werde. Dieser sadistische Traum habe sich in kaum faßbar kurzer Zeit als vollkom­men trügerisch erwiesen. Die deutsche Drga» nisatton der Leb en s mi t tel v erteilun g fei wohl- durchdacht. Mindestzuteilungen seien zu Beginn für die Lebensmittel festgesetzt worden, um sie rrn

unseres Volkes aber und die Sicherung der kulturel­len friedlichen Entwicklung aller Kulturvölker das letzte Ziel unseres Werkes find. Wer sich dieser schöpferischen auf bauenden Arbeit unseres Reiches widersetzt, ist verloren. Wer sich ihr einfügt, wird leben, arbeiten und sich entwickeln können. Wir kommen in dieses Land nicht als blindwütige Er­oberer, sondern als Garanten deuttch geordneter, deutsch geführter Arbeit.

Kleine politische Nachrichten.

Mit dem Abschluß der Revolution stet er in Mos­kau werden die russisch-finnischen V e r - Handlungen wieder aufgenommen, die wahr- scheinlich noch längere Zeit in Anspruch nehmen werden. Es scheint, daß auf Grund des sinnlichen Gegenvorschlages eine Basis gefunden worden ist, auf der eine Annäherung des finnischen und nrllt» schen Standpunktes für möglich gehalten wird.

Der bisherige italienische Minister für Volkstul- tur, Dino Al fieri, ist zum Botschafter benn Heiligen Stuhl ernannt worden. Der bis­herige Botschafter beim Vatikan, © r a f P t g - natti Morano di Custozza, wurde in den Ruhestand versetzt. *

Aus der 7. Zusammenkun'ft der deutschen und italienischen Industriellen in Florenz sind die Ar­beiten beendet worden. Beide Abordnungen haben mehrere industrielle Betriebe besichtigt.

Aus aller Welt.

Wegen tätlichen Widerstandes gegen die Staatsgewalt erschossen. Berlin, 7.Nov. (DNB.) Der Reichsführer jf und Chef der Deutschen Polizei teilt mit: Bei tätlichem Widerstand gegen die Staatsgewalt wur­den erschossen: w L -

1. am 6. November 1939 der Berufsverbrecher Horst Schmidt, zuletzt wohnhaft in Berlin. Schmidt hat sich in der Uniform eines Marine­offiziers als Angehöriger eines siegreichen U-Bootes ausgegeben und in gemeinster Weise zahlreiche Schwindeleien begangen;

2. am gleichen Tage der Jude Israel Mond­schein, der sich unter Gewaltanwendung an deutschen Mädchen verging.

Vollstreckung eines Todesurteils. _

Am 7. November 1939 wurde der am 17. Mai 1907 in Piderbach (Kreis Linz) geborene Alois Stadler hingerichtet, der vom Sondergencht Linz (Donau) wegen Brand st iftung und Verbre­chens gegen die Verordnung gegen Volksschadunge zum Tode verurteilt worden ist. Stadler hat am 24. September 1939 in Schmieding (Oberdonau) ein Wirtschaftsgebäude in Brand gesetzt und hierdurch erhebliche Werte an landwirtschaftlichen Erzeug­nissen und Geräten vernichtet. Er hat das Verbre- chen begangen, um sich an dem Besitzer des An­wesens, seinem früheren Arbeitgeber, zu rächen.

Elektrifizierte Eifenbahnlinie

ChiassoMailandVoghera eröffnet.

Am (Erinnerungstage des Marsches der Faschi­sten auf Rom würbe die neu elektrifizierte Eisen­bahn-Linie ChiassoMailandVoghera mut einer Eröffnungsfahrt des italienischen Verkehrsministers Benni feierlich eingeweiht. Durch die Elektrifizie­rung dieses letzten 106 km langen Anschlußstückes der großen zweigleisigen nord-südlichen Hauptoer­bindungen Italiens wurde das italienische elektrische Eisenbahnnetz mit den Schweizer Elektro- bahnen direkt verbunden. Auf dem Bahn- Hof von Chiasso übermittelten die Vertreter der schweizerischen Eisettbahnbehörden dem italienischen Verkehrsminister die Glückwünsche der schweizeri­schen Eisenbahnverwaltung.

Reichsinslitut

für ausländische und koloniale Forstwirtschaft.

Der Reichsforstmeister gibt im Einvernehmen mit dem Reichserziehungsminister die Errichtung eines Reichsinstituts für ausländische und koloniale For st wirtschaft in Hamburg bekannt. Das bisherige Institut in Tharandt in Sachsen beendet damit feine Tätigkeit. Zum Letter des Reichsinstituts ist Professor Dr.-Jng. Heske bestimmt worden, der bisherige Leiter des Tha­randter Instituts. Das Reichsinstitut hat zur Auf­gabe die wissenschaftliche Bearbeitung der Weltforst­wirtschaft, die wissenschaftliche Erforschung der Grundlagen und Methoden ttopischer Forstwirtschaft und die Vermittlung kolonial-forstwissenschaftlicher Fachausbildung. Außerdem steht das Reichsinstitut der Reichsregierung zur Beratung in Fragen der Welt- und Kolonialforstwirtschaft zur Verfügung.

Paprika- und Mandelernte an der Bergstraße.

Wie sehr die Lage der Stadt W e i n h e i m an der Bergstraße von der Natur begünstigt ist, geht dar- aus hervor, daß bei der Obstgroßmarkthalle Wein­heim in diesem Jahre Gewächse des Südens, Paprika und reife Mandeln zur Ablieferung und zum Versand gekommen sind. Paprika, das als Gemüse und Gewürz von den Hausfrauen im­mer mehr geschätzt wird, reift an der Bergstraße gut und wird in wenigen Jahren auf jedem Wochen­markt als geschmackvolles, heimisches Gemüse zu sinden sein. Die M a n d e l e r n t e war in diesem Jahre gut, wenn auch größere Mengen noch nicht angeliefert werden konnten. Die Zitronen­bäume in den hiesigen Anlagen und Gärten