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etwa in Wirklichkeit:

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Der Führer bei verwundeten Soldaten

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gibt es in Polen Ukrainer Juden Deutsche Weißrussen Russen

Erze

Etliche

Englands finanzielle Schwäche.

Chamberlains Kriegspolitik zerstört die Golddeckung des Pfundes.

können und somit zumindest für eine gewisse Zeit die Flucht aus dem Pfunde aufzuhakten.

Tatsächlich fallen diese Goldreserven, die sich Eng­land nunmehr zu opfern entschlossen hat, aber unter den gegenwärtigen Umständen kaum nennenswert ins Gewicht, da die englischen Goldvorräte nach dem letzten Schatzamtsausweis schon unter normalen Ver­hältnissen in einem Zeitraum von zwölf Monaten um 293 Millionen Pfund abgenommen hatten. Angesichts des sonstigen dringenden Bedarfs erscheint es auch als ausgeschlossen, daß man die genannte Summe tatsächlich allein für die Wäh- rungsstützung auswerfen will. Die ganze Aktion dürfte um so m^hr Bluff sein, als gleichzeitig wiederum der Notenumlauf mit 549,9 Mil­lionen Pfund einen neuen Rekord st and er­reicht hat und damit nun schon innerhalb der letzten 14 Tage um 41,8 Millionen Pfund g e* stiegen ist. Dazu kommen noch etwas über 30 Mil­lionen Pfund, so daß sich der Gesamtnotenbestand auf rund 580 Millionen Pfund stellt. Trotz des noch von der Bank ausgewiesenen Goldmünzen- und Goldbarrenbestandes ist hierfür praktisch keiner­lei Deckung in Gold und Devisen mehr vorhanden, da die genannten Goldmengen ja nach Angaben des Finanzministeriums als Reserven für Kriegszwecke eingesetzt werden sollen. England hat also im eigentlichen Sinne nur noch eine Papierwährung.

Daß es mit der englischen Produktion bisher im Argen lag und auch in Zukunft liegen wird, selbst wenn man den Rest des Arbeitslosenheeres voll zum Einsatz bringen sollte, ergibt sich ohne wei­teres aus dem ungeheueren Einfuhrbedarf, den England von jeher gehabt hat. Dieser belief sich trotz Drosselung im ersten Halbjahr 1939 auf 448 Millionen Pfund. Stelle man diesem Bedarf, der im Kriege sicherlich noch erheblich steigen wird, die geringen Goldreserven gegenüber, so kann man nur zu dem Schluß kommen, daß die englischen finan«

treiben kann man mit Sicherheit lagen, Daß der Anteil der fremden Volksgruppen im heutigen Polen mindestens etwa 4 0 v. H. beträgt Demnach

Kanada will nichthmemgezogen werden Der englische Imperialismus Urheber des Krieges.

Montreal, 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die kanadische ZeitschriftL'Jllustration Nouvelle" schreibt, es sei verbrecherisch, die Glocken der Lüge, des falschen Stolzes und der Heimtücke zu läuten, wenn das Wohl und Wehe ganzer Völker auf dem Spiele stehe. Das kanadische Volk müsse genau wissen, wer der wahre Schuldige an dem derzeitigen internationalen Konflikt sei, in den Großbritannien auch Kanada verwickeln wolle, ohne vorher das kanadische Volk zu fragen.

Die kanadische Zeitschrift scheut sich auch nicht, die britische Einkreisungspolitik und

trupp erreicht worden, dem die volksdeutschen Einwohner einen überaus herzlichen Empfang be­reitet hatten. Als in der darauffolgenden Nacht der Spähtrupp Lusin wieder verließ, drangen irreguläre Banden, die sich in den nahen Wäldern verborgen hatten, in das Dorf ein, um an den Volksdeutschen Rache zu nehmen. Ein Deutscher wurde, während seine Frau entfliehen konnte, aus dem Bett geholt und in viehischer Weise ermordet. Dem alten Mann war der Bauch aufgeschlitzt und acht Kugeln in den Körper gejagt worden. Deutsche Soldaten, die bei ihrer Rückkehr dieses grauenhafte Verbrechen entdeckten, betteten den Ermordeten auf dem Lusin er Friedhof zur letzten Ruhe. Die Leiche eines deutschen Soldaten fand man in einer der Grenzwälder gräßlich verstüm­melt auf. Mit seinem eigenen Seitengewehr hatten ihm die Polen ein mehr als handgroßes Loch aus der Brust geschnitten, so daß der deutsche Soldat einen qualvollen Tod hatte sterben müssen.

Der Führer begegnete an der Ostfront einem Verwundetentransport, der sich auf dem Wege in die Heimat befand. Er ging durch den ganzen Zug und erkundigte sich bei jedem einzelnen Soldaten nach der Art und den Umständen der Verwundung; allen stand die unend­liche Freude über diesen unerwarteten Besuch auf den Gesichtern.

(Scherl-Bilderdienst. Professor-Heinrich-Hoffmann-M.)

20,0 v. H.

10,0

3,5

3,1

0,4

Dorf Lusin, das nun von unseren Truppen setzt ist, war während der ersten militärischen Ope­rationen von einem deutschen Späh-

Bromberg, Siadi des Grauens.

Grauenhaste Metzeleien polnischer Franktireure unter den Volksdeutschen Bromberas.

Nun wurden sie mitin dem Loch verscharrt, das sie selbst geschaufelt hatten.

Diese Greueltaten werden von Polen be­stätigt, die mit ihrer Empörung über diese ent­setzlichen Schandtaten ihrer eigenen Landsleute nicht mehr zurückhalten können. Ganze Scharen von Volksdeutschen wurden mit erhobenen Händen i n d i e nahen Wälder um Bromberg ge­trieben und dort erschossen. Man hat auch die Leichen der dort Ermordeten noch bei weitem nicht restlos auffinden können. Bromberg ist zu einem Schandfleck in der Geschichte der polnischen Nation geworden.

Scheußliche Mordtaten polnischer Banden.

Bromberg, 7. September. (DNB.) lieber Bromberg sind die Schatten des Todes gegangen. In den Straßen und Gärten liegen zahllose Leichen. Es sind gemordete Volks­deutsche, Opfer eines grausamen Schlachtens der Polen. Wie hoch die Ziffer der Toten ist, ließ ich noch nicht-feststellen. Denn überall in Gröben, zwischenHecken und Büschen, Hauseingängen, ein= amen Gehöften der Vorstadt liegen die Toten, Männer und Frauen suchen weinend in den Straßen nach ihren Angehörigen.

Eine schwarze Liste mit den Namen der Voltsdeutschen war seit langem angelegt worden, und die Polen haben ihre Drohung, vor dem Ein­zug der Deutschen noch grausige Rache zu nehmen, nur zu schrecklich wahrgemacht. Schwerste Anklage muß gegen den polnischen Staat erhoben werden. Wären die Mörder nur Verbrecher und Straßengesindel gewesen, so könnte Polen diese Tctt- ache immerhin zu einer gewissen Entlastung heran­ziehen. So ist aber einroanbfrei erwiesen, daß an den Menschenschlächtereien auch das polnische Militär schuldig ist, als es vor feinem Abzug die Franktireure bewaffnete.

In ganzen Straßenzügen liegen nahezu an jedem zwecken oder dritten Hause Opfer der Verbrechen. Auf dem Hof eines armseligen Vorstadthäuschens liegt die Leiche eines 30jährigen Fleischermeisters. Die Mordbuben schnitten ihrem Opfer die Zunge ah und töteten den Unglücklichen mit mehreren Bajonettsttchen. Wenige Meter entfernt liegen hin­ter einem Holzzaun auf einsamer Gasse die Leichen von zwei Männern. Beiden ist der Schädel mit Gewehrkolben eingeschlagen worden. In einem Ge­höft liegt in einer kleinen, armseligen Stube die Leiche eines Volksdeutschen. Der 31jährige Mann ist von polnischen Banditen erschossen worden. Zuvor hatte man ihm die Augen ausgestochen und bann dem Verstümmelten den Leib aufgeschlitzt. Seinen Schwager, einen 19jährigen, hatte man ebenfalls erschossen. Die Schwiegermutter des Ermordeten und deren Schwiegertochter waren gezwungen wor­den, der grausamen Hinmetzelung beizuwohnen. Der Deutsche starb mit dem GrußHeil Hitler" unter den Händen seiner Mörder.

Auf einem weiten grünen Platz liegt die Leiche eines anderen Volksdeutschen. Ihm wurden am Sonntagoormittag von den Polen Bajonettstiche in den Leib versetzt. Bis Montag früh kämpfte er mit dem Tode. Die Frau des Schwerverletzten wurde von einem Polen daran gehindert, ihm Linderung zu bringen. Sie wurde gezwungen, in einer Ent­fernung von etwa 30 Meter den Quoten des Ver­letzten 'zuzuschauen. Die seelischen Qualen der An­gehörigen der Opfer lassen sich nicht beschreiben.

In dem Hof einer bäuerlichen Wirtschaft wurden am Montagnachmittag gegen 16 Uhr 13 Perso­nen erschossen, die Familie Boldin, bestehend aus Frau Boldin, deren Mutter, Sohn und Toch­ter sowie um neun Männer, deren Namen noch nicht festgestellt werden konnten. Die polnischen Verbrecher hatten sämtliche Ausweise der Toten verbrannt. Reste der verbrannten Pa­piere wurden an Ort und Stelle gefunden. Zuerst hatte man 11 der 13 Opfer erschossen und die beiden übrigbleibenden Personen, Frau Boldin und ihre Tochter, gezwungen, sich am Graben einer Grube zu beteiligen, in der die Toten verscharrt werden sollten. Frau Boldin bat während ihrer schaurigen Tätigkeit, doch nun auch sie zu erschießen, denn sie könne nicht mehr leben. Einer der Unmenschen : knallte auch Frau Boldin und ihre Tochter nieder.

7,00 Millionen =

3,50

1,25

1,10

0,15

den Imperialismus Englands als eigent­liche Kriegsurheber anzuprangern. Adolf Hitler habe keine Gebietsansprücke an Eng­land ober Frankreich gestellt. Deutschland interveniere also nicht in französischen und eng­lischen Angelegenheiten, sondern das täten England und Frankreich in dem deutsch-polnischen Streit. Wenn England und Frankreich in ihrer Propa- aanda wiederholten, sie seien bereit, sich gegen jeden Angriff zu verteidigen, so sei das eine riesige Lüge. Diese Nationen führten keinen Verteidigungskrieg, sondern einen Krieg offensiver Inter­vention. Wenn England versuche, Kanada in den Krieg zu ziehen, so sei zu jagen, daß K a - nada selbst noch viel weniger bedroht sei, als Frankreich oder England. Das Blatt fordert das kanadische Volk auf, die Frage der Kriegs­führung zukünftig aus den Händen der Politiker zu nehmen und durch Volksentscheid zu regeln.

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Italien über den deutschen Vormarsch. Rom, 7. Sept. (DNB. Funkspruch.)Während die deutschen Truppen Krakau besetzten, verläßt die polnische Regierung Marschau, wo man bereits den Kanonendonner hört" mit dieser Schlagzeile charakterisiertP o p ol o di Roma" den un­widerstehlichen Vormarsch der deutschen Truppen an allen polnischen Fronten, der sich, wieMessag- gero" hervorhebt, auf immer weiterem Radius ent­wickelt. Uebereinsttmmend wird auch auf die hohe ritterli che Geste der deutschen Generäle am Grabmal des Marschalls P i l s u d s k i hingewiesen, die das siegreiche Vordringen in leuchtender Weise adle. Die Deutschen hätten damit, wieMessag- gero unterstreicht, den polnischen Kriegs- Helden und realistischen Staatsmann geehrt, der eine klare Auffassung von den wahren Interessen feines Landes hatte und die Notwendig­keit erkannte, Beziehungen offener Freund­schaft zu unterhalten. Diese Geste offenbare gleich­falls nur zu deutlich die krassen Auffassungen von der Kriegführung; während das deutsche Heer sich streng an die«. Weisungen des Führers halte und nur militärische Ziele an greife, habe sich das pol­nische Heer gegen wehrlose Bürger, gegen Frauen und Kinder unglaubliche Grausam­keit zuschulden kommen lassen. Nach dem Fall von Krakau und dem steten Vordringen der deutschen Truppen auf Warschau fei, wie das Blatt abschlie­ßend betont, die Lage Polens derart ver­zweifelt geworden, daß man den Zusammen­bruch des polnischen Wider st an des in Bälde erwarten könne. Es handle sich um ein Manöverieren auf immer größerem Radius, das die gesamte W e i ch s e l g e g e n d abriegelt und für bas polnische Heer unberechenbare Folgen haben werde. Mit Recht feierten Deutschland und die befreiten deutschen Gebiete diese jüngsten und gewaltigsten Erfolge, zumal die Verluste sich in er­staunlich geringen Grenzen halten.

Starker Eindruck in Schweden

Stockholm, 7.Sept. (DNB.-Funkspruch.) Die Einnahme von Krakau, die im Laufe des Mittwoch abend in Schweden bekannt wurde, 11 selbst für diejenigen überraschend gekommen, die mit einem weiteren sehr raschen Fortgang des deutschen Vormarsches in Polen gerechnet hatten. Kaum jemand hatte hier angenommen, daß gerade Krakau am 6. Tage der Eröffnung der deutschen Aktion gegen Polen in deutsche Hönde fallen würde.

Vor den großen Tageszeitungen, in denen von

Honen Angehörigen fremder Volksgruppen gegen­über, in Verhältniszahlen ausgebrückt 60,1 v. H. zu 39,9 v. H.

Die offiziellen polnischen Zahlen wurden seit jeher von den Volksgruppen in Polen stark angezweifelt. Bezeichnend genug ist jedenfalls die Tatsache, daß Polen es strikt ablehnt, genaue Erhebungen über die Nationalität der Bewohner der Republik zu machen. Ebenso wird stets strikt abgelehnt, wenig­stens Teilerhebungen, die in reichlichem Maße ge­macht worden sind, zu veröffentlichen. Unter diesen Umständen hat man durchaus das Recht anzunehmen, daß die veröffentlichten offiziellen Statistiken der Muttersprache, die von den Polen in aller Weck als die Statistiken der Nationalitäten angepriefen wer­den, alles andere als wahr sind.

In Wirklichkeit bleibt von dem großsprecherischen Gerede von dem 35-Millftmen-Volk nicht einmal viel übrig, wenn man die offiziellen polnischen An­gaben zu Rate zieht. Ganz anders klingt aber die Phrase, wenn man die wahren Angaben über die volkspolitischen Verhältnisse in Polen verkündet. Dann wird erst richtig klar, wieviel fremdes Land sich Polen angeeignet und wieviele fremde Völker es in seinen Staat gezwungen ^hat. 14 Millionen nationale Minderheiten, das ist im Ver­hältnis weniger als im Mosaikstaat Nr. 1, in der ehemaligen Tschechoslowakei, der Zahl nach ist das jedoch sehr, sehr viel, genau so viel wie die ehe­malige Tschechoslowakei insgesamt Einwohner zählte. Die Polen mochten sehr gerne einen Natio­nalstaat ihr eigen nennen, aber die Realitäten spre­chen dagegen. Der sehnsüchtige Wunsch und die rauhe Wirklichkeit stehen einander gegenüber. Was liegt da näher, als mit allen Mitteln zu versuchen, das erwünschte Traumbild in die Wirklichkeit um» zusetzen? Und so sehen wir bann bie Polen eine minderheitenfeindliche Politik treiben, die ihres­gleichen in der Welt sucht. Aber mögen die Maß­nahmen der Polen auf diesem Gebiet auch noch so rücksichtslos fein, die 14 Millionen fremder Volks­gruppen können sie nicht aus her Welt schaffen und nicht beseitigen. Polen ist fein National-, sondern ein Nationalitäten staat und bas kann man, entgegen den natürlichen Gegebenhecken, auch mit radikalsten Methoden nicht ändern. St.

Amerika unter dem Eindruck des deutschen Vormarsches Neuyork, 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die amerikanische Öffentlichkeit steht nach dem Fall Krakaus und anderer polnischer Städte völlig unter dem Eindruck des unaufhaltsamen deutschen Vor­marsches in Polen, dessen unwiderstehliche Schnellig­keit heute die gesamte Presie ungeschminkt zugibt. Vielfach erwarten 118^.-Korrespondenten die Ein­nahme Warschaus schon in naher Zukunft. Die funkentelegraphisch übermittelten Aufnahmen, die Adolf Hitler unter den ihm zujubeln- ben Soldaten an der polnischen Front zeigen, werden in sämtlichen Neuyorker Abendblät­tern auf der ersten Seite unter Überschriften wie Der erste Soldat des Reiches" veröffentlicht. Stau­nend wird darauf hingewiefen, daß sich der Führer in der Feuerlinie aufgehalten habe. Amerikanische Militärsachverständige sagten heute lautAssociated Preß" voraus, daß die zu- rückweichenbe polnische Armee nach- dem schnellen deutschen Vormarsch von Süden und Norden her einer vollständigen Katastrophe ent­gegensehe. Besonders beeindruckt sind die Mili- tärsachverstänbigen von den Fortschritten der deut­schen motorisierten Streitkräfte, deren Leistungen auch die kühnsten Hoffnungen erfüllten.

Lusin, 8. Sept. (DNB. Funkspruch.) In mittelbarer Nähe der Reichsgrenze im nördlichsten Teil des bisherigen Korridors bet Lauenburg sind, wie diePomrnersche Zeitung" meldet, wie­derum zwei scheußliche Verbrechen polnischer Ban­den bekannt geworden. Das auf der Mitte des Weges zwischen Lauenburg und Neustadt gelegene

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Stunde zu StunOe Oie neuesten Meldungen ab­gegeben werden, stauten sich am Mittwochabend noch dichtere Menschenmassen als sonst. Allgemein wird in sachkundigen Kreisen hervorgehoben, daß der Verlust der alten polnischen Kro- nungsstadt für Polen ein fast noch schwererer repräsentativer Verlust ist, als die Räumung der Hauptstadt durch die Regierung. Tiefen Eindruck hat auch die Ehrung am Grabe Pilsudskis durch die deutsche Wehrmacht gemacht.

Die Morgenzeitungen heben hervor, daß Lodz bedroht sei, und daß fast sämtliche polnische Kohlen- und Eisengebiete in deutschen Händen sind. Selbst von polnischer Seite werde zugegeben, daß 95 vom Hundert der polnischen Kohlengebiete in deutschen Händen seien. Auch der Tagesbefehl des Generalobersten von Brauchitsch findet in ben hiesigen Blättern starke Beachtung.

Stockholm Tidningen" läßt sich aus Warschau berichten, daß in der polnischen Hauptstadt Panik- timmung herrscht. Die meisten ausländi- chen Missionen hätten Warschau verlas­en; die russische Mission bleibe jedoch. Die Kinder sollen aus Warschau nach den Grenz­provinzen im Osten ab transportiert werden. Tau­sende von Flüchtlingen füllten die Straßen, deutlich höre man den Kanonendonner, der jede Stunde näher komme. Die Meldungen des Warschauer Rundfunks über englische und polnische Erfolge fänden bei der Bevölkerung überhaupt keinen Glauben mehr.

Außerordentliche Vollmachten in Belgien.

Brüssel, 7. Sept. (Europapreß). In der bel­gischen Kammer erklärte Kammerpräsident van Eauwelaert, die augenblickliche Lage sei in kei° n e r Weise mit der von 1914 z u ver­gleichen. Es bestehe die berechtigte Hoffnung, daß Belgien diesmal vom Kriege verschont bleibe. Die kriegführeckden Mächte, die gleichzeitig die Garanten der belgischen Unversehrtheit seien, hätten versprochen, die belgischen Grenzen zu scho­nen, wenn das Land seine bisherige unparteiische Haltung beibehalte. Die Rede des Kammerpräsiden­ten wurde wiederholt von lebhaftem Beifall unter­brochen, der sich zu lauten Kundgebungen steigerte, als der Präsident dem K ön i g für seine ent­schlossene politische Führung dankte und die Zu- verlässigkeit der belgischen Armee betonte. Darauf bewilligte die Kammer einen außerordentlichen Kred i t in Höhe von zwei Milliarden Franken zur Deckung der Kosten für die außerordentlichen Sicherungsmaßnahmen und außerordentliche Voll­machten mit 168 gegen 27 Stimmen bei 2 Ent­haltungen. Nach dem Gesetz kann der König bis zur Wiederherstellung des Friedenszustandes mit Zustimmung des Ministerrates alle Maßnah­men treffen, um die Sicherheit und die Verteidi­gung des Gebietes und des Staates sicherzustellen» die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, den Kre­dit und die wirtschaftlichen und finanziellen Inter­essen des Landes zu verteidigen.

Andere 1,00 - 2,9

Demnach stehen also 21 Millionen Polen 14

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Berlin, 7. Sept. (DNB.) Der neueste Aus­weis der Bank von England ist wiederum sehr aufschlußreich hinsichtlich der angespann­ten englischen Finanzlage und der in- f la t i o n i st i s ch e n Tendenzen, die die Re­gierung Chamberlain verfolgt. Die Schwäche des englischen Pfundes ist in den letzten 14 Ta­gen aller Welt offenbar geworden. Sein Sturz hat nicht nur dazu geführt, daß der fogenannte Sterling-Block völlig gesprengt wor­den ist, da die ihm angeschlossenen Länder es gegen­über ihren Volkswirtschaften nicht mehr verantwor­ten konnten, die eigene Währung der englischen Ab­wertung entsprechend ab gleiten zu lassen, sondern auch das Land des freiesten Kapitalismus dazu ge­zwungen, Devisenzwang skurse festzusetzen. Im Zusammenhang damit'wurde auch der Gold- Handel am freien Markt unterbunden und von der Bank von England ein Goldankaufs- preis von 168 Schilling je Unze eingeführt. An den dem englischen Einfluß nicht unterstehenden inter­nationalen Devisenmärkten haben diese Maßnahmen aber nicht über die Schwäche des Pfundes Hinweg­täuschen können.

Die englischen Regierungsstellen sahen sich daher genötigt, weitere Fino n zr e s e r v e n zu mo­bilisieren. Dos geschah in der Weise, daß die Noten- abteiiung der Bank von England einen erheblichen Teil ihres Goldvorrates an den Währungs­ausgleichsfonds übertrug, damit dieser zur Verteidigung des Pfundes, auf die es durch die Kriegspolitik der derzeitige^ Machthaber auf der ganzen Linie hineingedrängt wurde, neue Stützungsmaßnahmen vornehmen kann. Der Goldmünzen- und Barrenbestand der Emis­sionsabteilung ist demnach von 263 Millionen Pfund auf 102 Millionen Pfund zurückgegangen. Man hofft durch diese Uebertragung von 160 Millionen Pfund an den Devisenausgleichsfonds wenigstens eine gewisse psychologische Wirkung herbeiführen zu

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