Ausgabe 
8.10.1939
 
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Nr. 210 Erstes Blatt

§rettag,8. September 1959

189. Jahrgang

polen, der Nationalitätenstaat

Die deutschenTruppenbei derVerfolgung des geWagenenFeindes

Grenzenlose Panik in Warschau

mit allen Mii

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von Stunde zu Stunde zu.

italienischen Verpflichtungen

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Die bisherige Gesamtbeute in Polen betrug bis zum 6. September 25 000 Gefangene. 126 Geschütze und viele Kampfwagen. Die Zahl der erbeuteten INaschinengewehre. Ge­wehre und Panzerabwehrkanonen kann vorläufig mach nicht annähernd übersehen werden.

Der polnische kommandierende General G o s i o - cowski, einer der ältesten Mitarbeiter PUsudskis, geriet in Gefangenschaft. Die Zahl der nach Litauen übertretenden polnischen Soldaten

des Konfliktes zu bleiben. Auch die Ver­einigten Staaten werden sich neutral ver­halten und sogar die Ausfuhr von Kriegsmaterial verbieten. Auch Japan will die Entwicklung aib= warten. Es ist jetzt die Frage, was die Weft- machte tun wollen. Sie können Polen direkt schwerlich zu Hilfe kommen. Ein An­griff auf den deutschen Westwall dürfte

will ebenfalls eine i deutet darauf hin, daß der ganze and Südosteuropa sich bemühen^ außerhalb

R a l k a n sei ihre eigenen Leute im Zaume zu halten. .

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in Ruthenen und sogenannteHiesige" unterteilt, Juden 8,6 v. H., Weißrussen 3,1 v. H., Deutsche 2,3 v. H., Russen 0,4 v. H., andere Volksgruppen ins-

eine heikle Angelegenheit sein. Die Frage ist, ob es den Weftmächten gelingen kann, die Handelswege nach Deutschland wirksam ab­zuschneiden. Es dürfte dies kaum möglich fein, da die Ostsee von Deutschland be­herrscht wird und Deutschland Land ver­bind ungen mit Rußland, Italien und ganz Südosteuropg habe.

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Berlin, 8. Sept. (DNB. - Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Operationen in Polen am 7. September nah­men an vielen Stellen den Charakter einer Ver­folgung an; nur an einzelnen Stellen kam es «och zu ernsteren Kämpfen.

Südostwärts (öortice und ostwärts Tarnow Dringen unsere Truppen gegen die Wisloka vor.

Nördlich der Weichsel haben bewegliche Kräfte S t a c z o w und nördlich der Lyfa-Gora die Gegend westlich Kami en na erreicht.

Die vahntinie KonskyOpocno wurde im Angriff überschritten. Nördlich T o m a s z o w haben Panzertruppen den Feind aus Rawa-Mazo- w i e ck a vertrieben und stehen 60- Kilometer vor Warschau. Zwischen Thorn und Strasburg Drewenz überschritten.

Die Besatzung der Westerptatte in Danzig hat sich ergeben; ihr Widerstand wurde durch Pioniere, Blarine-Sturmkompanien und ^-heim- ivehr unter Mitwirkung derSchleswig-Holstein" gebrochen.

Nordostwärts Warschau ist der Narew bei pultusk und Rozan überschritten.

In der Provinz Posen wurden im Süden und Norden weitere Gebietsteile beseht.

An diesen schnellen und großen Erfolgen hatte die Luftwaffe wieder entscheidenden Anteil. Ihr Masseneinsah richtete sich gegen die zurückgehende polnische Armee. Sie griff mit Schlacht-Sturz­kampfgeschwadern unmittelbar in den Lrd- kampf ein. Marschkolonnen wurden zersprengt, Rück- zugswege durch Zerstören von Brücken und Heber- gangen erschwert. Versuche von feindlichen Gegen­angriffen schon, in der Bereitstellung zerschlagen. Die Weichsetbrücken südlich Warschau sind nachhaltig zerstört. In Warschau sind die Durchgangsstraßen mit Kolonnen angefüllt und verstopft. Die eilige Räumung der Stadt ist im Gange.

Zwei deutsche Flugzeuge wurden über polnischem Gebiet abgeschossen; ein Flugzeug wird vermißt.

Das deutsche Hoheitsgebiet wurde auch gestern nicht angegriffen.

In Nord- und Ostsee wurde eine Reche von Unternehmungen durchgeführt. Boote einer Minensuchflotte beschossen eine polnische Strandbatterie, die das Feuer erfolglos erwiderte. Lin viertes polnisches U-Boot wurde vernichtet. 1

Msige Beute an Gefangenen und Kriegsmaterial.

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entschlossen, diese mazedonischen Zustände an seiner Ostgrenze zu beseitigen, und zwar nicht nur im Interesse von Ruhe und Ordnung, sondern auch im Interesse des europäischen Friedens. u

3. Das Problem Danzig und Korridor müsse gelöst werden. Der britische Minister­präsident habe eine Rede gehalten, die nicht im ge­ringsten geeignet sei, einen Wandel in der deutschen Einstellung herbeizuführen. Aus dieser Rede könne höchstens ein blutiger und unüber­sehbarer Krieg zwischen Deutschland und England entstehen. Ein solcher Krieg würde blutiger sein als der von 1914 bis 1918. Im Unterschied zu dem letzten Krieg würde Deutschland keinen Zweifrontenkrieg mehr zu führen haben. Das Abkommen mit Rußland sei bedin­gungslos und bedeute eine Wende in der Außen­politik des Reiches auf längste Zeit. Rußland und Deutschland würden unter keinen Umstän­den mehr die Waffen gegeneinander ergreifen. Davon abgesehen würden die mit Ruß­land getroffenen Abmachungen Deutschland auch wirtschaftlich für eine längste Kriegsperiode sichern.

Dem Führer habe immer an der deutsch­englischen Verständigung gelegen. Ein Krieg zwischen England und Deutschland könne im günstigsten Fall Deutschland einen Gewinn bringen, England aber überhaupt nicht.

Der Führer erklärt, daß das d e u t s ch - p o l - mische Problem gelöst werden müsse und gelöst werden würde. Er ist aber bereit und ent­schlossen, nach der Lösung dieses Problems noch einmal an Englan-d mit einem großen umfassenden Angebot heranzutreten. Er ist ein Mann großer Entschlüsse und wird auch in die­sem Fall zu einer großen Handlung fähig sein. Er bejaht das Britische Im­perium und ist bereit, sich für dessen Be­stand persönlich zu verpflichten und die Kraft des Deutschen Reiches dafür e i n z u s e tz e n , wenn

1. seine kolonialen Forderungen, die begrenzt sind und auf friedlichem Wege ausgehandelt werden können, Erfüllung fin­den, wobei er hier zu einer weitesten Terminbestim-

gefamt 2,8 v. H.

Wenn man diese Angaben nun z. B. mit der Konsessionsstati st i k vergleicht, dann macht man eine ganz merkwürdige Feststellung. In dieser Statistik gibt es nämlich 9,8 v. H. Israeliten, also um 1,2 v. H. mehr als in der Nationalitäten­statistik. Man hat also einfach fast eine halbe Mil­lion Juden zu den Polen gerechnet, lieber» Haupt ist die Konfessionsstatistik sehr aufschlußreich. Man weiß, daß sich Konfession und Nationalität bei den Polen einigermaßen genau decken, da fast alle Polen der römisch-katholischen Kirche angehören. Die Zahl der Polen anderen Bekenntnisses ist wirk­lich mikroskopisch. Und man weiß, daß auch viele fremde Volksgruppen in Polen zahlreiche Angeho- rige der römisch-katholischen Kirche zu den Ihren zählen. Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, wird die offizielle Statistik der Nationalitäten, die im übrigen, was auch sehr wichtig ist, nach der Muttersprache errechnet wurde, schon in em ganz anderes Licht gerückt, wenn man erfährt, daß der Anteil der Römisch-Katholischen 64,8 v. H., der der anderen Bekenntnisse 35,2 v. H. beträgt.

Wie sieht also die Wahrheit aus? Ohne zu über-

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Berlin, 7. Sept. 1939.

Das Dokument Nr. 8 des vom Auswärtigen Amt herausgegebenen deutschen WeißbuchesUr­kunden zur letzten Phase der deutsch-polnischen Krise" enthält einen für die ganze Welt beachtlichen neuen Nachweis der Friedensliebe und der praktischen Verständigungsbereitschaft Adolf Hitlers gegenüber England, selbst nach dessen bis zur Kriegsgefahr getriebenen Einkreisungspolitik Das Dokument be­handelt die Erklärung, die der Führer dem britischen Botschafter Sir Neville Henderson am 25. August 1939 mittags 13.30 Uhr abgegeben hat. Das Dokument hat folgenden Wortlaut:

Der Führer erklärte einleitend, daß der Britische Botschafter am Schluß der letzten Unterredung der Hoffnung Ausdruck gegeben habe, daß doch noch eine Verständigung zwischen D e u t s ch- land und England möglich sein wird. Er, der Führer, habe sich daraufhin die Dinge noch ein­mal durch den Kopf gehen lassen und wolle heute England gegenüber einen Schritt unternehmen, der. genau so entscheidend sei, wie der Schritt Rußland gegenüber, der zur kürzlichen Vereinbarung ge­führt habe. , , s.

Auch die gestrige Unterhaussitzung bzw. die R-'den Chamberlains und Lord Halifar hatten den Führer veranlaßt, noch einmal mit dem britischen Botschafter zu sprechen. Die Behauptung, daß Deutschland die Welt erobern wolle, ist lächerlich. Das Britische Imperium umfaßt 40 Millionen Quadratkilometer, Rußland 19 Millionen Oiiadratkilom-'ter. Amerika 9% Millionen Quadrat­kilometer, während Deutschland noch mcht<600000 Quadratkilometer umfaßt. Wer also die Welt er­obern will, ist klar.

Der Führer teilte dem brittschen Botschafter fol-

Sei6e5®h?'Lpotni[(f)en Akte der P.r°vo- k a t i o n e n sind unerträglich geworden, gleich, wer verantwortlich ist. Wenn die polnische Regierung die Verantwortung bestreitet, so beweist dies nur, daß sie selbst keinen Einfluß mehr aus ihre mlU- tärischen Unterorgane besitze. In der letzten Nach! seien wieder 21 neue Grenzzwischenfalle erfolgt, auf deutscher Seite habe man größte Disziplin ge­wahrt. Alle Zwischenfälle seien von der polnischen Seite hervorgerufen worden. Außerdem rv"rden Verkehrsflugzeuge beschossen Wenn die po msche

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Oslo, 6. September. (DNB.) Das fozialdemo- kkratische RegierungsblattAtbederbladet" schreibt: §5 ist insofern eine Klarheit in der Entwick­ln g zu verzeichnen, als eine Reihe von w i ch- : igen Neutralitätserklärungen vor- Inegen. Rumänien hat sich neutral erklärt, das vedeutet, daß die Westmächte Polen durch Rumä­nien nicht zur Hilfe eilen können. Bulgarien

Was Hai England abgelehni?

Oes Führers Verständigungsangebot an England in der Unterredung mit Henderson vom 25. August. Ein wichtiges Dokument aus dem deutschen Weißbuch.

Don unserer Berliner Schristleitung.

mung bereit ist; . ...

2. feine Verpflichtungen Italien gegenüber nicht tangiert werden, d. h. mit anderen Worten:

Ausländskorrespondenten berichten.

Amsterdam, 8. Sept. (DNB.-Funkspruch.) Der Telegraas" bringt einen Bericht eines Warschauer Korrespondenten, nach dem mit dem weiteren Vor­dringen der deutschen Truppen nach Osten der innere Zusammenhang des polnischen Staates immer mehr auf die Probe gestellt werde. Die polnische Reg-ierung sei nicht nach Lublin geflüchtet, dort befinde sich augen­blicklich nur das Außenminsterium und die diplomatischen Vertreter. Die übrigen Regierungsorgane hielten sich in kleinen Städten Ost pole ns hinter der Linie der Flüsse Bug und San aus. Die Regie­rung versuche jetzt von Lublin, Wilna und Lemberg aus, die Bevölkerung glauben zu Machen, daß die Räumung Weftpolens aus st rategischen Gründen" erfolgt sei. Schließ­lich meldet das Blatt noch, daß sich die Ukrainer feparierten.

Der Berichterstatter des finnischen BlattesUust Suomi" meldet aus Warschau, dort habe am Mitt­woch vollkommene Panik geherrscht. Der Strom der Flüchtlinge v e r st o p f e sämtliche Straßen nach Osten, so daß der Verkehr stark gestört werde. _ ,.. ,

Nach Berichten schwedischer Blatter aus Warschau drückt die nicht mehr zu verheimlichende Tatsache der polnischen Niederlage immer stärker auf die Stimmung der Bevölkerung, obwohl amt­lich erst zugegeben wurde, daßein Teil des pol­nischen Gebietes verloren" sei. Auf den offenbar von der polnischen Zensur stark beschnittenen Be­richt schwedischer Berichterstatter merkt man deut-

Der erste slowakische Heeresbericht.

Preßburg, 7. September. (DNB.) Slowakische Truppen haben, wie das slowakische fteeresfom' manbo bekanntgibt, im Raume n o rb o ftIich Der Tatra einen erfolgreichen Angriff m Die Flanke des Feindes durchgeführt und ihn zum Rückzug gezwungen, wodurch das Vor- rütfen von Einheiten der deutschen Wehrmacht er­leichtert wurde. Auch im Qstabschnitt der tfront wurden zahlreiche erfolgreiche O p era- : i o n e n durchgeführt. Die solwatischen Truppen nahmen zahlreiche polnische Offiziere und SoDaten gefangen. Die Polen vernichteten beim Ruckzug alle Verkehrswege und Brücken, bauten Barrikaden und zündeten sogar Dörfer an. Polnische Flugzeuge ver­richten am Montag und Dienstag vereinzelt fp r e = o w und andere ostslowakische Städte zu über­wiegen. Durch Artillerie und slowakische Jagdflieger wurden sie aber sofort zur Flucht gezwun- | gen, so daß sie keine Möglichkeit hatten, slowa­kisches Gebiet zu bombardieren.

Keine Möglichkeit direkter Hilfeleistung für polen." Eine norwegische Simme zur Kriegslage.

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lich an, wie sich in Polen allmählich ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit breit macht. Immer deutlicher fühlt die Bevölkerung, daß sie von ihrer Regierung bisher über die tatsächlichen Folgen ihrer Kata- strophenpolitik im Unklaren gelassen wor­den ist. So waren die gestern in Warschau einge­troffenen zahllosen Flüchtlinge aus Lodz völlig überrascht, daß auch die polnische Haupt st a d t von deutschen Fliegern erreicht wird.

Der Eisenbahnverkehr zwischen War­schau und Wilna ist jetzt völlig unter­brochen, da die Strecke durch deutsche Flugzeug­bomben schwer beschädigt ist. Durch die Ausstreuung haltloser Gerüchte suchen die polnischen Behörden dem Mut der Bevölkerung aufzuhelfen, sv wurde gestern behauptet, daß mehrere englische und französische F l u g z e u g g e s ch w a d e r tn Lublin angekommen seien. Sie hätten Deutschland in großer Höhe überflogen und sollten jetzt den Gegenangriff der Polen unterstützen, der in großer Aufmachung angekündigt wird. Weiter hat die Regierung in einer Bekanntmachung an die Be­völkerung der polnischen Hauptstadt behauptet, daß Warschau in keiner Weise bedroht sei. Mit blutiger Ironie bringt eine große schwedische Zei­tung diesen Satz aus dem polnischen Kommunique als Haupttiberschrift und setzt direkt darunter e i n e Karte über die Operationen in Polen/ die den unaufhaltsamen Vormarsch der deutschen Truppen eindrucksvoll illustriert. Ebenso ironisiert wird von dem schwedischen Blatt ein Aufruf des polnischen Ministerpräsidenten, in dem es heißt:Mitbürger! Die Regierung der polnischen Republik ist ge­zwungen, Warschau zu verlassen. Sie kommt aber bestimmt zurück nach dem Ab- schluß des Kriege s"(!?).

3. Er wünscht ebenso den unverrückbaren Ent­schluß Deutschlands zu betonen, nie mehr mit Rußland in einen Konflikt einzutreten.

Der Führer ist bereit, bann mit England Ab­machungen zu treffen, die, wie schon betont, nicht nur d i e Existenz b es Weltreiches unter allen Umstanden deutscher- feits garantieren würden, sondern auch, wenn es nötig wäre, dem Britischen Reich die deutsche Hilfe sicherten, ganz gleich, wo immer eine derartige Hilfe erforderlich sein sollte. Der sichrer würde dann auch bereit fein, eine vernünftige B e - qrenzung der Rüstungen zu akzeptieren, die der neuen politischen Lage entsprächen und wirt­schaftlich tragbar wären. Endlich versichert der Füh­rer erneut, daß er an den westlichen Pr o - b l e m e n n i ch t i n t e r e s s i e r t sei und daß eine Grenzkorrektur im Westen außerhalb leder Er- wägung stehe; der mit Milliarden Kosten ernchtett Westwall sei die endgültige Reichsgrenze nach Westen.

Wenn die britische Regierung diese Gedanken er­wägen würde, so könnte sich daraus efn Segen für Deutschland und auch für bas Britische Weltreich ergeben. Wenn sie biese Gebauten ablehnt, wirb es Krieg geben. Auf keinen Fall würde Großbritannien aus diesem Kriege stärker hervorgehen; schon der letzte Krieg habe dies bewiesen.

Der Führer wiederholt, daß er ein Mann großer und ihn selbst verpflichtender Entschlüsse sei und daß dies sein letzter Vorschlag wäre. Et werde so­fort nach Lösung der deutsch-polnischen Frage mit einem Angebot an die Britische Regierung heran­trete n.

*

Schon fein Antwortschreiben an den britischen Premierminister vom 23. August (Dokument 7) hatte der Führer mit den fol­genden Worten geschlossen:Ich habe Zeit meines Lebens für eine deutsch-eng­lische Freundschaft gekämpft, bin aber durch bas Verhalten der britischen Diplomatie wenigstens bisher von der Zwecklosigkeit eines solchen Versuches überzeugt worden. Wenn sich dies in der Zukunft ändern würde, könnte niemand glück­licher sein als ich. Adolf Hitler.

Die großherzige und von wahrhaft staatsmänni­schem Weitblick diktierten Vorschläge des Führers an England haben kein erläuterndes Wort nötig. England hat sie mit äufierfter Beschleunigung der Kriegsvorbereitungen und schließlich mit der Erklär rung des Kriegszustandes beantwortet

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Es ist eine bekannte Tatsache, daß das National­bewußtsein, ober besser gesagt ber nationale In­stinkt, bei den Polen sehr stark ausgeprägt ist. Es wirb baher in Polen kaum jemanbem einfallen, einen Ukrainer ober Deutschen polnischer Staats­angehörigkeit etwa als Polen zu bezeichnen. Trotz­dem rebel aber die polnische Presse und Agitation ftänbig von einem polnischen 35- M i ll i o - nen-Volk, als ob dieses Volk eine Realität wäre. In Warschau mag man glauben, daß dieser Bluff im Ausland die Meinung erweckt, als ob Po­len wirklich eine Großmacht wäre. Die Wirk­lichkeit sieht jedoch ganz anders aus. Polen ist weder eine Großmacht noch ein Nationalstaat, viel­mehr haben wir es hier hinsichtlich der völkischen Zusammensetzung mit einem Mosaikstaat zu tun, ähnlich der früheren Tschechoslowakei. Sehen wir uns nur einmal die offizielle polnische Ratio na- litätenstatistik an. Nach ihrer keineswegs tendenziösen Aufstellung gibt es in der Republik Polen 68,9 v. H. Polen und 31,9 v. H. völ­kische Minderheiten. Davon 13,9 v. H. Ukrai- ner, die man aus Zweckmäßigkeitsgründen, um nur "tteln ihre Zahl herunterzusetzen, noch und sogenannteHiesige" unterteilt.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhefsen

vruck und Verlag: vrühlsche Univerfilätsdruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7

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Verkehrsflugzeuge verantwortlich dafür zu Er fordert von England nicht die Preisgabe seiner

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