Einzelbild herunterladen

nach kennen, weil er jeden Samstag seine Fabrik in Barking, einer Industrie-Vorstadt Londons, im Stich läßt und das Wochenende in seinem Land­hause im Dortmoor-Forest zubringt? Alle, die hier in der Nähe wohnen, erzählen von ihm wie von einem Wundertier, allerdings kennen ihn nur we­nige, weil er gar nicht so aussehen soll, wie man es von einem so reichen Mann erwartet.

John Perkins! Guck einer bloß an! Daß wir das nicht gleich gemerkt haben! Das ist doch der, der die großen Fabriken, die Spinnereien--"

Tja, schwerreich ist er und hat klotzig viel Geld. Was nützt es ihm aber nun, he? Einen Dreck! Drei Schritte zu weit nach links und alles ist zu Ende"

Tja", entgegnet Dr. Miüdletown ungerührt, das stimmt! Dem tut kein Zahn mehr weh! Aber eine schöne Bescherung gibt das wohl noch, wenn die Sache bekannt wird. Sehen wir uns lieber um, daß wir ihn von hier fortbekommen! Er hat schließ­lich Anspruch darauf, wie ein reicher Monn be­graben zu werden. Der letzte Vorteil, den ihm sein Geld verschafft."

Als nach einer Stunde die Leiche mit Hilfe einiger Bewohner aus dem Dorfe säuberlich auf der Bahre liegt, wissen sie nicht recht, was sie tun sollen. Wenn der Verunglückte ein Knecht im Rausch gewesen wäre, oder eine Dienstmagd, die sich von der Felsen­wand geworfen, weil sie der Vater 'rausgeworfen hat mit ihrem zu frühen Kind ja, da hätte man sich ausaekannt. Drei Kreuze ein stilles Gebet und fort ins Dorf! Aber hier ... bei einem so mächtigen Manne? Wer kann wissen, wie man sich da richtig verhält?

Bringt ihn nur ins Dorf!" hat der Doktor noch gesagt.Ich verständige einstweilen die Angehöri' gen!" und ist schnell davon.

So bleibt nur der Aelteste der Brüder Cranbornt übrig, der den andern Anweisungen geben kann.

Kurzentschlossen räuspert er sich also und tut, wie er's im Kriege mehr als hundertmal gehört und 0« tan hat.

Wir nehmen den Helm ab zum Gebet!" befiehlt er etwas zu laut und drückt den Sonntagshut vor die Brust.

Darauf spricht er mit hallender Kommandostimme das Gebet des Herrn.

Vater unser, der Du bist im Himmel ..."

Und die Männer falten die harten Fäuste und sehen ernst auf das Häuflein Mensch da vor ihnen unter dem weißen Tuch.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit! Amen!"

Unter dem jubelnden Klang der Sonntagsglocken tragen sie Sir John Perkins über die weite hinweg ins Tal. Vom Kanal her heult die Dampf' sirene eines Frachters nach dem Lotsen ...

Sonne liegt über Herde, Moor und Meer, blauer Himmel über Berg und Tal. Aber der Tote steht nichts mehr von der Schönheit seiner Berge, die er so geliebt hat. (Fortsetzung folgt.)

Äerlanddienst derHZ. Hilst nicht nur bei derLrnle

werd'n

ersten Kostprobe nicht mehr verzichten wird. Viele

M amrn nos e ' mir Jl. (Härter.

d

Ick

Die HI. will erreichen, daß eine möglichst große

Jungen- und 20

40

60

HI., der städtische

Jugend zuzuführen, mit dem Ziel, sie zum Teil wenigstens auf dem Lande zu halten und wieder an die Scholle zu binden. Sie führt damit auch einen Kampf gegen die Landflucht und Stadtsucht.

Be- Le-

Gebietes Hessen-Nassau bestehen 20 lager mit insgesamt 338 Jungen Mädellager mit 230 Mädel.

Der Landdienst ist eine Einrichtung der sich die Aufgabe gestellt hat, dem Lande

7!SD., Ortsgruppe Sießen-Ost

Vetr.: Lebensmittelopferring.

Hausfrauen legen auch den gebratenen Hering ein, um ihn als- erfrischendes Gericht zu reichen, sofern

der Allgemeinheit zugute kommt. Darüber hinaus sind die G'winnmönlichkeiten außerordentlich gün-

Tätigkeit so viel Lust und Liebe zum bäuerlichen Beruf gewinnt, daß sie auf dem Lande bleiben. Die Erfolge der vergangenen Jahre beweisen, daß der eingeschlagene Weg richtig ist.

Der Landdienst der HI. beruht auf der frei­willigen Verpflichtung für ein Jahr. Es wird ein Arbeitsertrag abgeschlossen, in dem Entlohnung, Arbeitsbeginn und -ende, überhaupt alle Ein^ heiten des Landdienstverhältnisses festgelegt (inb. Das Landdienstjahr beginnt jeweils am 15. März. Bei den Mädel wird diese Zeit als Pflichtjahr an- gerechnet. Die im Landdienst tätigen Jungen und Mädel sind jeweils in Gruppen zusammengefaßt, die eine Stärke von mindestens zehn Mann haben und denen ein Gruppenführer bzw. eine Gruppen­führerin vorsteht. Die Unterbringung erfolgt in Landdienstlagern, die von den Gemeinden zur Ver-

NSG. In diesen Tagen, in denen alle Kräfte zur Bergung der Ernte eingesetzt werden, steht auch der Landdienst der HI. mit in vorderster Front. Im Bereich des

* G i e ß e n, 8. August. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, Yi kg 8 bis 9, Weißkraut 6 bis 9, Rot­kraut 8 bis 15, gelbe Rüben 9 bis 10, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün 13 bis 28, gelb 15 bis 20, Erbsen 20 bis 25, Tomaten, deutsche 30 bis 40, italienische 20 bis 25, Zwiebeln 12 bis 15, Rhabarber 8 bis 10, Pilze bis 50, Kartoffeln, ¥i kg 6 bis 7 Rpf., 5 kg Rpf., 50 kg 5,25 bis 6 RM., Frühäpfel, kg

Der Urlaub in Ser Hauswirtschaft

Klärung von Zweifelsfragen.

In der Zeit vom 7. bis 10. d. M. wird im reiche unserer Ortsgruppe die Sammlung zum bensmittelopferring durch die RS.-Frauenschaft durchgeführt. Die Volksgenossen werden gebeten, während der Sommermonate ihre Geldspenden der NSV. zum Zwecke der Volksgesundheit zur Der-

Drei Gründe sind es vor allem, die dem Hering feine überragende Bedeutung in der gesamten Fisch­wirtschaft geben: einmal seine ungewöhnlich viel­seitige Verwendungsmöglichkeit im Haushalt und in der Industrie; zum andern sein hoher Nährwert, verbunden mit vorzüglichem Geschmack; drittens die ungeheuren Mengen, in denen dieses Nahrungs­mittel zur Verfügung steht. Der Hering bietet sich uns in folgenden fünf Grundformen zum Verzehr an: 1. alsgrüner" Hering, 2. als Bückling, 3. als Marinade, also als Geleehering, Brathering, Roll­mops, 4. als Präseroe und Konserve mit den^ver- schiedensten wohlschmeckenden Tunken, 5. als Salz­hering. Der grüne Hering, also der vom Schlepp­dampfer gefangene Hering, wird in gewaltigSn Mengen gefangen, wobei sich die Fänge auf wenige Monate zusammendiängen. Die Stärke der An­landungen und die leichte Verderblichkeit der grünen Heringe verlangt, daß auch die Verbraucher sich in dieser Zeit ganz auf den Hering umstellen. Der grüne Hering wird im Haushalt in den verschieden­sten Formen zubereitet. Er kann als Träger einer Hauptmahlzeit dienen, wie auch zur Herstellung von Vorgerichten und Beispeisen Verwendung finden. Man rühmt dem deutschen Schleppnetzhering nach, daß er im eigenen Fett gebraten werden kann. Und so soll denn auch der gebratene Hering warm gereicht mit grünen oder weißen Bohnen, mit neuen Kartoffeln oder anderem Gemüse einen breiten Raum im sommerlichen Küchenzettel einnehmen.

ärzte als Zuschauer bei Operationen, Hypnosen und ähnlichen Verrichtungen nur zulassen, wenn es sich um eine Zusammenarbeit mit zugelassenen Heil­praktikern handelt. Die Uebernahme von Aemtern in Laienoereinen für Gesundheitspflege ober Heu- und Lebensreform oder ähnlichen Vereinigungen i|t dem Arzt mit Genehmigung der Reichsärztekammer gestattet.

personaweränverungen im OberiandeSgerichtsbezirk Darmstadt. Lpd. In der Reichsjustizverwaltung, Oberlandes­gerichtsbezirk Darmstadt, wurden ernannt: Staats­anwalt Fritz Heinrichs bei der Staatsanwalt­schaft Mainz zum Ersten Staatsanwalt; Gerichts- afsessor Paul L ö b e r in Frankfurt a. M. zum Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Darm­stadt; Gerichtsassessor Dr. Friedrich Schmeel m Darmstadt zum Staatsanwalt bei der Staatsan­waltschaft Darmstadt; Gerichtsassessor Dr. Edmund B e st in Mainz zum Staatsanwalt bei der Staats- waltschaft Darmstadt; Gerichtsassessor Heinz Fritz in Mainz zum Staatsanwalt bei der Staatsanwalt­schaft Gießen; Gerichtsassessor Werner Schaub in Stettin zum Staatsanwalt bei der Staatsanwalt­schaft Mainz.

Versetzt wurden: Staatsanwalt W. Schwarz in Stolp an die Staatsanwaltschaft Gießen; Amts­gerichtsrat Karl Zahn in Friedberg als Landge­richtsrat nach Mainz; Amtsgerichtsrat August Schmäht in Mainz als Landaerichtsrat an das Landgericht Mainz. Landgerichtsrat Dr. Max Münzenberger in Mainz wurde auf feinen Antrag in den Ruhestand versetzt.

Hermq auf den

20 bis 28 Rpf., Falläpfel 8, Pfirsiche 32 bis 45, Brombeeren 40 bis 50, Birnen 15 bis 3o, Kirschen 35 Heidelbeeren 40, Stachelbeeren 10 bis 20, Jo­hannisbeeren 15, Pflaumen 15 bis 18, Zwetfchen 25, Mirabellen 35 bis 44, Renekloden 30, Blumenkohl 5 bis 50, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken 2 bis 6, Endivien 8 bis 15, Ober­kohlrabi 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf.

**VerkehrsunfallinderKaiserallee. Gestern um die Mittagszeit ereignete sich in der unteren Kaiserallee ein Verkehrsunfall. Der 44jäh- rige Schneidermeister Sommerlad aus Beuern, der in der Richtung Grünberger Straße fuhr, geriet gegen einen Lastkraftwagen, der in gleicher Richtung fuhr und in einen Hof auf der linken Straßenseite einbiegen wollte. Der Motorradfahrer versuchte noch an dem Lastkraftwagen vorbeizukommen, stieß aber dabei gegen den linken vorderen Kotflügel und geriet ins Schleudern. Er fuhr dann gegen einen parken­den Kraftwagen und erlitt dabei Kopfverletzungen.

** Zur Richtigstellung. In unserem gest- rigen Bericht über die Jahresversammlung der Friseure ist in der 16. Zeile des ersten Absatzes durch einen Setzfehler eine Sinnentstellung ent­standen. Der betreffende Satz muß richtig folgender­maßen lauten:Die Innung unterstützt diese Ka­meraden bei der Erbringung des Vervoll­kommnungsnachweises durch besondere Fachkurse."

fügung zu stellen.

NSA., Ortsgruppe (Hießen-Süd.

Von Mittwoch, 9., bis Freitag, 11. August, findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd die Le- bensmittel-Opferrinasammlung für den Monat August durch die NS.-Frauenschaft statt. Die Ein­wohnerschaft der Ortsgruppe wird gebeten, für Le­bensmittel einen entsprechenden Geldbetrag zur Ver­fügung zu stellen.

Obst und Marmelade für das WHW.

NSG. Mit Ausnahme des letzten Jahres, in dem die Obsternte durch schlechte Witterungsoerhält- nisse so gut wie ausgefallen war, wurden alljährlich durch die NS.-Dolkswohlfahrt größere Obstsammel­aktionen durchgeführt. Das Obst wurde zu Marme­lade verkocht und kam dann im Winterhilfswerk zur Ausgabe. Auch in diesem Jahre wird wieder durch die Blockwalter der NSV. bei allen Bauern und Kleingärtnern gesammelt. Die Sammelerträge werden von der NS.-Frauenschaft zu Marmelade verkocht und in Eimer und Gläser gefüllt. Wochen­langer Einsatz der damit beauftragten Walter der NS.-Volkswohlfahrt, als auch nimmermüder Eifer bei den Kochgruppen der NS.-Frauenschaft, die mit Zerteilen, Entkernen und Zurichten des Obstes be­schäftigt sind, sichern den Erfolg dieser Aktion. Da es sich im Gau Hessen-Nassau jährlich um 1200 bis 1500 Zentner Obst und Marmelade handelt, ist auch diese vorsorgliche Maßnahme der NS.-Volks­wohlfahrt von beachtenswerter Bedeutung. Im Winter wird vielen bedürftigen Volksgenossen damit der Brotaufstrich und eine Beigabe zu verschiedenen Speisen möglich fein.

Gin kleines Opfer für die Volkssicherheit.

Die Mächte der Einkreisungsfront versuchen, die ganze Welt gegen uns mobil zu machen. Wäre nicht unsere wiedererstarkte Wehrmacht, so hätten die demokratischen Kriegstreiber schon längst einen Konflikt herausgefordert. So aber fühlen sie sich nicht stark genug, um über uns herfallen zu können. In Deutschland steht die Landesverteidigung sowohl an den Grenzen wie in der Heimat.

In der Heimat erzieht vor allem der RLB. die Bevölkerung zu einer abwehrbereiten Gemeinschaft. Der RLB. aber braucht, um die ihm von General­feldmarschall Göring zugewiesenen gewaltigen Auf- , gaben im Rahmen der Landesverteidigung erfüllen zu können, unsere Unterstützung.

Jeder kaufe ein Los der dritten Geldlotterie des RLB ' Er fördert damit die Arbeit des RLB., die

Bücklinge mit Bratkartoffeln, Sauerneffen, Buck- üngauflauf find solche wohlschmeckenden Speisen, um nur einige zu nennen. Auch die Marinaden sol­len vor allem in den Sommermonaten auf dem Küchenzettel erscheinen. Dagegen kann man den Ab­satz der Konserven getrost über das ganze Jahr ver­teilen. Auch der Salzhering tritt um diese Zeit etwas hinter den grünen Hering und Bückling zu­rück. Abgesehen von seiner Frühform, dem deutschen Fetthering (Matjes), ist der Salzhering eine halt­bare Ware, die das ganze Jahr über in gleich guter Qualität zur Verfügung steht.

Gießen-Wieseck

Am morgigen Mittwoch, 9. August, können Weiß­bindermeister Heinrich D e ch und Frau, Gießen- Wieseck, Ludwigstraße 23, das Fest der Silbernen Hochzeit feiern. (Wir beglückwünschen!)

Gietzener rvochenmarktpreije.

Infolge der Ausdehnung der Jugend-Urlaubsver­ordnung auf die Hauswirtschaft sind einige Zweifel entstanden, zu denen das Jugendamt der DAF. in seinen Veröffentlichungen Stellung nimmt.

Nach der Urlaubsoerordnung beträgt dieWarte - zeit jetzt einheitlich drei Monate. Gegen diese Ver­kürzung sind Bedenken mit der Begründung erhoben worden, daß danach bei mehrmaligem Arbeitsplatz­wechsel im Jahre die Hausfrau unter Umständen im gleichen Jahre mehrmals Urlaub gewähren müßte. Es wird dazu erklärt, daß eine sechsmonatige Warte­zeit die Teilnahme an BDM.-Lagern in Frage stellen würde. Ein zwei- oder gar dreimaliger Arbeitsplatz­wechsel dürfte ziemlich selten sein. Ein Wechsel der Arbeitsstelle finde meist in den ersten sechs bis acht Wochen statt, so daß ein Anspruch auf Urlaub noch nicht entstanden sei. Aus Ausnahmefälle könne bei der Gesamtregelung keine Rücksicht genommen wer­den.

Verschiedene Ansichten werden über die Fort­gewährung der Erziehungsbeihilfe und der Entschädigung für Kost und Woh­nung vertreten. Es müsse daran festgehalten wer­den, so heißt es in der Stellungnahme, daß während

des Urlaubs der volle Lohn oder die Erziehungs« beihilfe weitergezahlt werden. Auch die Vargeld­erstattung für Wohnung und Verpflegung müsse weiter entsprechend den Sätzen der Treuhänder ober Versicherungsträger erfolgen. Dabei werde man in der nächsten Zeit zu einer Vereinheitlichung der Mindestsätze kommen müssen. Die Sätze für Wohnung und Verpflegung lägen zur Zeit zwischen 78 Rps. und 2,10 RM. Eine derartige Schwankungsbreite erscheine auch unter Berücksichtigung der örtlich verschiedenen Lebenshaltungskosten nicht gerecht­fertigt.

Schließlich wird die Urlaubsdauer behan­delt. Da die Vorschriften des Jugendschutzgesetzes Mindestsätze seien, müsse darauf hingewirkt werden, daß der Urlaub für die über 16jährigen Hausgehil« sinnen nach den Richtlinien der Treuhänder ober höher gewährt werbe. Es wird darauf hingewiesen, daß die Richtlinien der Reichstreuhänder rechtlich dann gelten, wenn sie Inhalt des einzelnen Arbeits- verhältniffes geworden feien. In Einzelvereinbarun- gen könne selbstverständlich über die Bestimmungen des Gesetzes wie auch der Richtlinien hinausgegan- gen werden.

N'ck C ! des H. ilvraktikergesetzes hat der j sie hierfür nicht die industrielle Fertigware bevor- R- ck--il".enmi-iöer einem Antrag der Reichsärzte-j zuoen. Und ebenso wird manche Hausfrau ihr über;

io-- iiu: °rmberunq her Serufsnrbnung für liefertes Familienrezept für Bismarckheringe oder c: i 2J i-zle diniichckich der 3ufanmienarbeit Geleeberinge haben. Da auch der Bncklmg nur kurze

'i 'i'j.-ifen ni i.'sUmrnl Danach darf der Arzt! Zeit haltbar ist und frischgeräuchert am besten r 'u - imen Kranke ^handeln und, schmeckt, gilt für ihn das gleiche, wie für den grünen

nnh'H'-.g unterll" ?n, wenn ihnen die im Hering: verstärkter Verbrauch zur Zeit der großen

s. iCr" ; vaiarich-j^ene Erlaubnis erteilt: Heringssaison. Der hohe Fettgehalt des Bücklings

- lar^it mit A: gebö-igen der ö-zt-jmacht ihn zu einem idealen Brotaufstrich, der an-

Hil ' -v n'e irh-t d 'durch nicht bet: en. dere Fette erübrigt. Viel zu wenig bekannt ist die

in mirh '<\o «w m Arztes in Nvtlällen ! Tatsache, daß Bückling ein billiger, schmackhafter.-.» .....,u ........

fii »u f'inicht berührt. D'?r Arzt darf Nichts und gesunder Grundstoff für warme Gerichte ist. ' Anzahl von Landdienstangehorigen IM Verlauf ihrer

"uu . ' . 7_ XAn ..... ' y > naum IM |0mmeriia)en ^ucyenzeuei einneijrnen.

,l:g. pnir oO Rvs. können 25 000 RM. gewonnen (gef0(^t blau, nach Forellenart, ist er eine noch we- werd'n Die sind im öffentlichen ^osbandel njq bekannte Delikatesse, auf die man aber nach der

und b?i den Dienststellen des RLB. erhältlich. ( - -...... 1 '

t -TY-y. ISCTe - -r--WUTWl V.'N-TCT.- -,7/Y ,ax-n<--DT.VJL-,* ... -MSTB31

Der Täter rmttrii unter uns }\oman von Kurt Riemann

«lopgriflbt by Verlag Dskar Meister, Werdau i. Sa.

1.

D a liegt ein Mensch ...!"

Ein strahlendschüner Sonntagmorgen steigt über die Höhen von Cornwall. Der Frühnebel braut noch in den flachen Talern von Dartmoor-Forest, aber die Sonne laßt ihm keine Ruhe. Sie schiebt und drängt ihn hin und her, und mag er sich noch so zäh an tropfendem Gezweig festklammern, mag er sich auch in die Ginsterbüsche verkriechen oder sich den Gräsern der Waldwiese in den Gründen anheften wollen es hilft ihm nichts. Die Sonne ist heute mächtiger als er.

Als die Glocken von der Höhe des Kirchberges rufen, ift's mit feiner Herrlichkeit zu Ende. Ein herr­licher Sommertag, voll von Sonne, wie man ihn hier, in Südweftengland, so selten genießt, hebt an. Im Sumpf- und Hochmoor quarrt und schimpft das Volk der Wasseroögel, die Lerchen werfen sich auf» jauchzend in die wärmende Morgensonne. Vom Meere her weht es leise und gleichmäßig. Alle An­zeichen versprechen einen schönen Tag.

Das kommt den Sonntagsröcken der Bauern zu­gute. Die kommen sowieso nur alle acht Tage aus dem Schrank, und hätte man den Kirchweg unterm Mantel gehen müssen, bann wäre der Geruch nach Mottenpulver während des Gottesdienstes noch auf­dringlicher gewesen.

Die Sonne freut sich der taufrischen, sonntäg­lichen Bergwelt, sie spiegelt sich in den Tautropfen an Sträuchern und Gräsern, sie blinkt in den hellen Augen der Mädchen und läßt die bunten Sonntags­kleider hell aufleuchten. Ja, das ist endlich einmal ein rechter Sonntag!

Bedächtig steigen die Bauern aus dem Tal zur Höhe hinauf. Sie haben wohl ein Gasthaus im Dorfe, aber keine Kirche und müssen deshalb ins Nachbardorf, zu dem derSchwarze Weg" führt, durch Sumpf und Moor, oft auch hart an der Küste entlang, die hier schroff und steil zum Strand, zur Brandung hin abfällt.

Die drei, die da nebeneinander einträchtig zur Höhe steigen, wohnen unten im Dorf so weit auseinander, daß sie nur selten Gelegenheit zu einem Schwatz finden.

Wie schön, daß der Sonntag da ist! denken sie, rauchen zur Feier des Tages einen guten Tabak und sprechen auch ab und zu ein Wort dabei. Die drei wackeren Männer sind die drei Brüder Crandorne.

Der Aelteste ist Bauer, Schmied der zweite und der Jüngste arbeitet bei seinem Bruder auf dem Hofe.

P.ötzlich bleibt der Aelteste stehen.

Guckt doch mal da!" Er deutet mit der kurzen Pfeife über Sen Abgrund hinweg in die Tiefe. Seit einigen Minuten schlängelt sich her Weg in der Nähe her Steilküste entlang. Es ist ein Fußpfab, nur ben Einheimischen bekannt unb auf ben üblichen Land- farten kaum zu finden. Er ist bei Nebel unb in her Nacht nicht ungefährlich zu gehen, aber er spart bafür auch gut eine Stunbe Weges.

Nu ... was gibts?" fragen hie beiben, bleiben stehen unb strengen ihre Augen an.

Sie können nichts Befonberes entbecken. Die See liegt ruhig unb glatt wie ein Spiegel. In her Ferne zieht unter einer langen Rauchfahne ein Schiff ost­wärts, irgenbein Trampschiff

Dann reibt sich her Aelteste langsam bas Kinn. Jeboch es kratzt unb schrappt nicht, weil er heute in her Frühe mit bem Rasiermesser bereits ganze Arbeit geleistet hat. Nun aber, ha er bas gewohnte Ge­räusch nicht hört, bestärkt sich plötzlich seine Ueber- zeugung noch mehr, bah hier etwas nicht stimmt.

Guckt mal ba grab unter euch, Jungs! Nein, nicht ganz unten in her Brandung! Verdammt, macht doch die Augen auf! Was siehst du, Robert?"

Das isn Jackenärmel! ..."

Hm", nickt her Jüngste,... und da unten? Da grab an bem Vorsprung, wo bie Kreibe wie eine Hakennase heraussteht?"

Sie beugen sich vor, starren angestrengt in bie Tiefe, unb bann schauen sie sich schweigenb an unb ziehen biete Qualmwolken aus ihren Pfeifen.

Da liegt einer!" meint her Aelteste enblich ernst, unb als er bas stumme Nicken her Brüber sieht, er­innert er sich, baß er nun wohl irgenb etwas an« orbnen muß.

Da liegt ein Mensch!" nickt er.Lauf zum Dok­tor!" roenbet er sich an ben Jüngsten.Vielleicht ist noch was zu machen. Rufe auch gleich bie Polizei­station an! Verstanben? Vielleicht ist was passiert!"

Ist wohl bas beste."

Unb mach schnell!"

Der Jüngste nickt und setzt sich schon in einen leichten Trab, währenb bie beiben Aelteren einige hunbert Meter weiter einen Pfab suchen, her sie an ben Fuß bes abschüssigen Steilhanges bringt; benn hier an biefer Stelle geht's nicht gut. Hier versuchen bas höchstens bie Jungens, wenn 'sie her Hafer sticht. Aber ein Mann mit Familie schlägt brei Kreuze unb klettert ba, wo es nicht gleich ben Kopf zu kosten braucht.

Immerhin, es vergeht etwa eine halbe Stunbe, ehe sie unten ankommen. Unb ba sehen sie auch schon Dr. Mibbletown auf seinem hochbeinigen alten Auto heranschaukeln. Er verachtet in eherner Stanbhaftig- feit sämtliche Verbotszeichen her Polizei unb erkennt nur eine Beschränkung seiner Freiheit an: er fährt ba nicht, wo es wirklich unmöglich ist. Ader den Schwarzen Weg" zu fahren, ist nicht unmöglich.

Da ist er ja schon!" nickt der Aelteste, und der Bruder meint, da müsse der Jüngste Glück gehabt und den Arzt gleich im Dorf angetroffen haben.

Morning!" grunzt Middletown unb holt ächzenb seine überlangen Säbelbeine aus dem altertümlichen Benzingesährt hervor.Ist 'n schöner Weg hier 'raus. Na, und ba ist ja bie Sonntagsbescherung. Lebt er denn noch?"

Damit beginnt er mit erstaunlicher Geschicklichkeit den Abstieg zur Unfallstelle.

Die Brüder schütteln den Kopf.

Nein", sagt der Aeltere bedächtig,der ist alle. Sehen Sie doch bloß mal, wie dem die Beine stehen! Den hat's eklig -geschnappt. Ist nicht gerade erfreu­lich, so 'nem armen Teufel auf nüchternem Magen zu begegnen."

Im Krieg war's auch nicht wie bei feinen Leu­ten!" knurrt der Arzt und macht sich an die Unter­suchung.Und ein armer Teufel scheint mir das auch nicht gewesen zu sein, im Gegenteil. Das ist erst­klassige Schneiderarbeit, diese Joppe hier. Sehr be­kannte Londoner Firma. Alle Achtung! Der arme Teufel ist bestimmt ein reicher Mann gewesen! Diese Jacke kostet glatt mehr als mein Auto."

Da oben hängt nochn Jackenärmel, Doktor!"

Auch das noch!" knurrte er. Da, wo der Fels nackt und scharf wie eine riesige Faust hervorstößt, muß her Verunglückte aufgeschlagen sein.Wahr­scheinlich war's da schon vorbei! Die Wirbelsäule ist gebrochen!"

Möchte bloß wißen, wie bas möglich war!" wundert sich der Jüngere.Der Weg ist doch weiter nicht gefährlich. Soll einer begreifen, wie ein Mensch hier abstürzen kann!"

Vielleicht war er nicht ganz nüchtern, unb neblig war's auch in her Früye.'^

Das kann sein. Der Jüngste scheint er ja nicht mehr gewesen zu sein."

Der älteste Bruder beutet in bie Höhe zum Fels­vorsprung.

Kommt mir übrigens so vor, als wenn ba noch was liegt, 'ne Tasche ober so etwas."

Der Jüngste ist mit einigen geschickten Kletter- schritten schon hinauf.

Eine Brieftasche ifts!" ruft er herunter.Soll ich sie mitbringen?"

Her bamitr antwortet ihm Dr. Mibbletown.

Schnell ist her jüngste Granborne wieher unten.

Hier!" Damit überreicht er bem Arzt eine Brief­tasche aus rotem Saffianleber.

Ist ihm wohl im Fallen aus bem Rock gefallen", nickt Dr. Mibbletown unb vertieft sich schnell in ihren Inhalt.Aha, nun wissen mir auch, roers ist!"

Mir ist bas gleich!" winkt her Aelteste, her Bauer, ab.Mir und unserm Herrgott auch. Tot ist tot."

Der Tote ist der Fabrikant Sir John Perkins!"

Jetzt machen bie beiben hoch sehr erstaunte Ge­sichter.

Perkins? Den sie hier draußen alle bem Namen