Ausgabe 
8.7.1939
 
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nun dazu sagen, wen« ein Städter während ssknes Urlaubs auf dem flachen Land gteid) am ersten Tag in die vewegliche Klage ausbricht, er hätte sich schön seit langen Monaten nicht mehr an Rühr­eiern sattessen können? Wir sind sehr weit davon entfernt, dies üble Beispiel verallgemeinern zu wol­len. Aber diese Taktlosigkeit ist vorgekommen. Kein vernünftiger Mensch wird ein Verbrechen daraus machen wollen, wenn sich irgend jemand einmal einenguten Happen" zulegen will. Das tun wir alte! Aber auch hier macht der Ton die Musik, und es ist ganz etwas anderes, ob jemand sich nach der Verfügbarkeit einer Leckerei erkundigt oder ob je­mand mit weithin schallender Stimme ein ganzes Gasthaus über seine Eiersorgen informiert. Etwas ähnliches mag wohl auch der Reichsstatthalter für den Sudetengau, Gauleiter Konrad Henlein, im Sinne gehabt haben, als er neulich in einem Zeitungsgespräch sagte:Mir scheint es wesentlich, daß auch die Reisenden, die privaten Besucher aus dem Altreich, den psychologischen Ge­geben h e it,e n unseres Gaues Rechnung tragen, yd) möchte betonen, daß das Sudetendeutschtum aus seiner langjährigen Sehnsucht nach der Heim­kehr ins Reich eine vielleicht starke idealistisch ge­färbte Vorstellung von allem hat, was aus dem

SOfretd) W Cs wäre daher! doppÄt SedeMv- lich, wenn dieses Bild durch Verständnislosigkeit oder auch Taktlosigkeit einzelner getrübt würde." Man kann es kaum deutlicher sagen. Da ist es ein viel besseres Vergnügen, sich während der kostbaren Urlaubstage lieber ein ganz klein wenig und sei es auch nur sehr theoretisch in die Geheimnisse der Landwirtschaft und ihrer heuttgen Anstrengun­gen einweihen zu lassen. Man frage nur tüchtig herum und begnüge sich durchaus nicht mit einer Einzelauskunft. Selbstverständlich gibt es Bauern, die schwören, niemals Mais anzubauen; und an­dere Bauern, die für die Gründüngung mit bitteren Lupinen schwärmen und bedauern, daß der Anbau der Süßlupine den gleichzeitigen Anbau der bitte­ren Lupine ausschlietzt. Aber mit ein wenig gesun­dem Menschenverstand und Bereitwilligkeit kommt auch der ahnungslose Städter über dieseinternen" landwirtschaftlichen Betriebsfraaen hinweg und auf das zu, was das wichtigste ist: sich ein Bild zu machen von der ungemeinen Vielfalt der landwirt­schaftlichen Betriebsausgaben ihren inneren Zusam­menhängen und dem Maß an Verstand, Fleiß, Ausdauer und Berufstreue, den sie von jedem ein­zelnen fordern. Dr. Ho.

Aus aller Welt.

Ehrung für den Entdecker des Morphiums.

Dr. Friedrich Sertürner, der Entdecker des Morphiums, hat feine letzte Ruhestätte in Einbeck (Hannover) gefunden. Im Jahre 1804 entdeckte er das Morphium, das feit 135 Jahren Millionen Kranker und Verletzter geholfen hat. Auch an der Bekämpfung der Cholera hat er wirkungsvoll mit­geholfen. Mit. Hilfe der Deutschen Apothekerschüft wurde die alte Kapelle/ in der Sertürner ruht, zu einer würdigen Gedächtnis st ätte umgebaut. Eine große Ueberraschung war beim Umbau die Entdeckung alter Wandgemälde aus dem 15. Jahr­hundert. Im Rahmen einer Apothekertagung wird die Gedenkstätte demnächst eingeweiht werden.

EhrenschildKriegskamerad" für 7369 Kriegspferde.

Durch die von der ZeitschriftD er deutsche Tierfreund" unter der Leitung von Dipl.- Landwirt F i n u s durchgeführte Aktion zur Er­fassung und Ehrung der Kriegspferde wurden 7369 Pferde mit dem EhrenschildKriegskamerad" aus­gezeichnet. 2856 Kriegspferde im Besitze bedürftiger Volksgenossen erhielten durch dieses Hilfswerk Ehrenhaferspenden. Dipl.-Landwirt Finus wurde vor einem halben Jahr durch den Reichsver­band für Zucht und Prüfung deutschen Warmblutes mit der goldenen Plakette für besondere Verdienste ausgezeichnet.

Die Bergungsarbeiten derThetis" unterbrochen.

Die Bergungsarbeiten an derThetis" mußten wegenschweren Südwest sturmes un­terbrochen werden. Das BergungsschiffCelo" verlor nach Mitternacht im Sturm beide Buganker. Eines der um dieThetis zur Hebung gelegten 4,5zölligen Stahlseile ist durch Bojen gesichert wor­den, aber ein um den vorderen Teil gelegtes Seil glitt ab, so daß die Arbeiten nach Einsetzen besseren Wetters von neuem beginnen müssen. Da die Wetteraussichten eine baldige Besserung nicht vermuten lassen, ist dieCelo" nach Birkenhead zur Reparatur beordert worden. Eine Anzahl der an den Bergungsarbeiten beteiligten Hilfsfahrzeuge hat vor dem Sturm Schutz unter Land gesucht.

50 000 Zentner Stroh durch Blitzschlag vernichtet.

In M a l t s ch (Schlesien) wurde eine Feld- s ch e u y e der Schlesischen Cellulose- und Papier­

fabriken AG. durch Blitzschlag in Brand ge­setzt. Das Feuer griff auch auf zwei in der Rühe liegende große Strohhaufen über, so daß die hier lagernden 50 000 Zentner Stroh bald ein ein­ziges Flammenmeer bildeten. Die Feuerwehren aus Maltsch, Neumarkt und Liegnitz mußten sich darauf beschränken, die zunächst stark gefährdeten F a - brikanlagen zu schützen.

Drei Tote

bei einem Flugzeugunglück in Frankreich.

Ein Flugzeug des Flugzeugstützpunktes Mour- melon streifte in der Nähe von Reims über einem Wald den Gipfel eines Baumes und stürzte ab. Das Flugzeug ging in Trümmer. Von den vier Insassen wurden drei sofort getötet und der vierte verletzt.

Fleischvergiftungen in einem ostgalizischen Älarktflecken.

An einer Fleischvergiftung erkrankten in dem ost- galizischen Marktflecken Jaworow 20 Personen, von denen bisher sieben gestorben sind. Die übrigen Erkrankten befinden sich in Lebensgefahr.

Drei Frauen bei einem Straßenbahnunglück in Stockholm getötet.

Im Stadtzentrum von Stockholm ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück. Infolge Versagens der Bremse stürzte ein Wagen um. Dabei wurden drei Frauen getötet. Mehrere Fahrgäste wurden verletzt.

Tödlicher Sturz von der Drücke.

Der achtjährige Reinhart Bauer in Brücken bei Aschaffenburg wurde mit einer schweren Kopfver­letzung in der Kahl tot aufgefunden. Vermutlich ist der Junge auf dem Heimweg von der Schule aus bisher noch unbekannter Ursache von der Brücke in die Kahl gestürzt und ist beim Sturz mit dem Kopf auf einen großen Stein aufgeprallt.

Die Berge wahren ihr Geheimnis.

Der Bruder des Kunsthändlers Koffka aus Bad Reichenhall, der 52 Jahre alte Apo­thekenverwalter Waldemar Koffka von Nürnberg und dessen Ehefrau sind nunmehr seit 1 2 Iah - r e n in den Allgäuer Alpen in der Gegend von Oberstdorf verschollen. Sie hatten sich am 27. Juli 1927 auf den Aufstieg zur Höfats begeben und wurden noch beim Aufstieg vom Kreuzeck zum

Neues für den Bücherüfch.

Dr. Franz Graf Zedtwitz: Gams in ihrer Bergheimat. Ein Lebensbild der Gemse im Wechsel der Jahreszeiten. Insgesamt 137 Seiten mit 94 Aufnahmen des Verfassers. In Leinen ge­bunden 4,80 RM. Hugo Bermühler Verlag, Berlin- Lichterfelde. (153) Dieses Buch wird alle Tier- und Bepgfreunde erfreuen: Graf Zedtwitz, vielen von ihnen seit langem als einer der besten deutschen Tierbeobachter und Tierphotographen bekannt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Loblied auf das scheue Bergwild zu singen, das den allermeisten Flachlandbewohnern kaum aus eigener Anschauung oder allenfalls aus dem Zoologischen Garten bekannt sein dürste. Und zwar handelt es sich hier nicht um Jagd- und Wilderer-Geschichten rund um den Garns Zedtwitz bevorzugt Herrn Professor Duden zum Trotz, der von der Gemse spricht, diese männliche Bezeichnung, sondern um eine Lebensgeschichte aus persönlicher Beobachtung; er hat auf unzähligen Pürschgängen zu allen Jahreszeiten den Gams in freier Wildbahn, in seiner heimatlichen Bergwelt belauscht und, oft aus erstaunlicher Nähe, photo­graphiert. Die reiche Sammlung von Photos, die über das Buch verstreut sind, geben ein vollkomme­nes, lebensechtes Bild vom Gams und seinem Le­benslauf im Wechsel der Jahreszeiten; sie machen das in jeder Hinsicht vorzüglich ausgestattete Werk auch über den Kreis der Jäger und Alpinisten hin­aus zu einem wertvollen, lehrreichen und an­regenden Besitz für jedermann. Hans Thyriot.

D r. Wolf Strache: Auf allen Auto­bahnen. Ein Bildbuch vom neuen Reisen. 6 RM. L. C. Wittich Verlag, Darmstadt. (168)Dieses Buch", so heißt es im Vorwort,will das Gegenteil von einem technischen Spezialwerk fein. Bilder und Texte entstanden ohne Auftrag und Bindung, allein in der Absicht, die Schönheit des Autobahn-Reifens darzustellen, das neue, herrliche Gefühl der Weite,

der mühelosen Geschwindigkeit, desfliegenden Tep­pichs", der allen gehört, einzufangen ..Das ist, wie uns scheint, vollauf gelungen. Die Aufnahmen kommen aus einer meisterlich sicheren Hand, und da das Bild den Eindruck des Werkes entscheidend be­stimmt, so entstand ein richtiges Reisebuch neuen Stils, ein Buch zum Lustmachen und Pläneschmieden, ein Buch für den Urlaub und für den Sommer. Die im Vorwort umschriebene Absicht wird auf eine unaufdringlich-anregende Weise erreicht, zumal der knappe Text den Bildeindruck vorzüglich unterstützt. Die Wiedergabe der Photos, die fast alle von Dr. Strache stammen, ist tadellos, auch die übrige Sius* stattung von erfreulicher Gediegenheit. h'

In der Reihe derTieck-Bücher" des Verlages W. Scheuermann, Wien I, aus der wir früher u. a. Trost bei Goethe" undFreude mit Kindern" be­sprachen, sind zwei neue Bändchen erschienen (166/167), die anzuzeigen dem Betrachter ein Ver­gnügen ist:Herz, wag's auch du" heißt ein kleinesBuch der Andacht und Liebe" mit einer Auswahl der schönsten deutschen Gedichte von Goethe bis Liliencron, von Eichendorff bis Löns, von Clau­dius bis Ina Seidel; in den Text verstreut Repro­duktionen nach Dürer, Altdorfer, Baldung-Grien, Etienne Jeaurat und Schnorr von Carolsfeld. Das zweite nennt sichIhr gelben Chrysan­themen!" und enthält japanische Lebensweisheit der sogenannten Haiku-Dichtung in knappen lyrisch- impressionistischen Dreizeilern, die es bei uns kaum gibt. Wundervoll abgestimmt auf die zarten poeti­schen Bilder: ausgezeichnet gelungene Reproduk. tionen von vier altjapanischen Jahreszeiten-Gemäl- den. Auch diese beiden neuen Bücher, mit dem gleichen bibliophilen Geschmack ausgestattet wie ihre Vorgänger in der Reihe, eignen sich ganz besonders gut als anmutige kleine Geschenke von bleibendem Wert. Hans Thyriot.

Rauheck beobachtet. Vermutlilch wollten sie infolge eines aufkommenden Schneesturmes ins Oytal ab­steigen und sind dabei ab gestürzt. Es ist jedoch auch möglich, daß die beiden einem Verbre­chen 3 u m Opfer gefallen sind. Das Ehepaar Koffka war aufs beste ausgerüstet mit Steigeisen, Seil, Pickel und hatte 700 Mark Bargeld bei sich. Alle Nachforschungen nach dem Verbleib der beiden Vermißten waren bis jetzt erfolglos.

Gefängnis wegen Verweigerung der Hilfeleistung.

Der Fahrer eines Kraftdrofchkenunternchmers wurde vom Schöffengericht Trier zu drei Wo­chen Gefängnis verurteilt, weil er die nach dem Gesetz feftgelegte Pflicht, bei Unglücksfällen, Ge­fahr und Not Hilfe zu leisten, verletzt hatte. Auf den nächtlichen Anruf eines Arztes, ihn in feiner Wohnung abzuholen und zu einer schwerkranken Frau zu fahren, die dringend ärztliche Hilfe brauchte, hatte der Chauffeur sich geweigert zu fahren mit der Begründung, er habe nocheine andere Fahrt auszuführen, die er nicht ab sagen könne. Er blieb auch bei der Weigerung, als man ihn dar­auf aufmerksam machte, daß er den Arzt auf der Rückfahrt von dieser Fahrt mitnehmen könne. Schließlich mußte ein anderer Chauffeur angerufen werden.

Ellernglück auf dem Ausflug.

Ein überaschendes Elternglück erlebte ein Ehepaar, das sich an dem Ausflug eines Gesangver­eins nach der Eifel beteiligte. Obwohl die Frau in absehbarer Zeit niederkommen sollte, glaubte sie doch, sich an dem Ausflug unbesorgt be­teiligen zu können. Unerwartet jedoch trat die

schwere Stunde ein, als die Gesellschaft gerade das Ziel ihres Ausfluges, die Nordeifeler Seenplatte, erreicht hatte. Man wollte die Frau mit einetrt Kraftwagen zum nächsten Arzt bringen, doch kam es nicht mehr dazu. In einem Prioathaufe in Ge­münd schenkte die junge Frau zwei kräftigen Jungen das Leben. Daß dieses seltene Ereig* ms in den Kreisen der Sangesbrüder größte Freude auslöste, braucht wohl kaum betont zu werden. Ihre Freude brachten die Ausflugsteilnehmer dadurch zum Ausdruck, daß sie für die jungen Erdenbürger einen Kinderwagen und eine Wiege schenkten.

Farbige Rennuniform für Rennreiter des Heeres.

Am 9. Juli führt der Verein für Hindernisrennen in Karlshorst erstmalig denTag deÄ Heeres" durch. Es gelangen sieben Offiziers­rennen und ein Rennen der nationalsozialistischen Verbände zur Ausschreibung. Das Nennungsergeb- nis fand mit der Anmeldung von 176 Einzelpferden» für sieben Rennen einen für Berliner Rennbahnen noch nie erreichten Abschluß. Erstmalig werden An­gehörige von 31 Regimentern in der vom Ober­befehlshaber des Heeres genehmigten farbigen Rennuniform sich vorstellen.

Windhose über dem Westerwald.

1000 Bäume vernichtet.

Lpd. Dillenburg, 7. Juli. Eine Windhose, die über die Ortschaft Leun und die angrenzenden Gebiete zog, richtete schweren Schaden an. Der Gewalt der Windhose fielen etwa 1 0 0 0 O b st- und andere Bäume zum Opfer; sie wurden entweder geknickt oder sogar mit der ganzen Wurzel aus dem Boden gerissen. '

Bekanntmachung

des Arbeitsamtes Gießen.

Laut Verordnung des Neichsarbeiisministers über das Arbeitsbuch vom 22. April 1939 müssen selb« ständige Berufstätige der Landwirtschaft und deren mithelfende Familienangehörige im Besitz eines Arbeitsbuches fein. Anträge auf Ausstellung sind auf dem vorgeschriebenen Formular bis zum 31. Juli 1939 zu stellen. Die Formulare sind bei dem Arbeits­amt Gießen, seinen Nebenstellen und den Bürger­meistereien zu erhalten. Oie Anträge sind nach sorg, faltiger Ausfüllung über die Bürgermeistereien der örtlich zuständigen Dienststelle des Arbeitsamtes Gießen also den Nebenstellen oder dem Hauptamt zuzuleiten.

Or. List

Oer Leiter des Arbeitsamtes.

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DANKSAGUNG

Herrn Wilhelm Wenzel

sagen wir allen hierdurch unseren herzlichsten Dank.

Anna Wenzel und Kind.

Gröben-Linden, im Juli 1939.

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Gießen, den 8. Juli 1939.

03363

am 5. Juli 1939 gestorben.

Er war einer unserer Besten, dem wir ein treues Andenken bewahren werden.

Die Beerdigung findet in aller Stille statt.

Die Altersvereinigung 1870/1920

Für die liebevolle Anteilnahme an unserem Schmerz, sowie die Ehrung unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen

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Die Beerdigung findet Montag, den 10. Juli, 14 Uhr, stätt.

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In tiefer Trauer:

H. Heuser und Frau Lina, geb. Rau Wilhelm Schmidt

Walter Heuser

Kath. Rau, geb. Engelhardt

Trohe, den 8. Juli 1939.

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Todesanzeige.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute früh um 1/25 Uhr unsere liebe Tochter, Schwester und Enkelin

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im Alter von nahezu 13 Jahren von ihrem qualvollen Leiden in die ewige Heimat abzurufen.

Nach langem, schwerem Leiden ist unser lieber Altersbruder

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Bekanntmachung.

Betr.: Ehrenkrcuz der Deutschen Mutter.

Anträge auf Verleihung des Ehrenkreuzes der Deutschen Mutter können noch gestellt werden, auch von Müttern unter 60 Jahren.

Das Ehrenkreuz wird verliehen an Mütter, die mindestens vier Kinder lebend geboren haben, falls die Eltern der Kinder deutschblütig und erbtüchtig sind, und die Mutter der Auszeichnung würdig ist.

Antragsvordruck wolle alsbald beim Standesamt (Altes Rathaus, Marktplatz 14) in den Sprechstunden werktags von 8 bis 10 Uhr und 15 bis 16 Uhr mittwochs und samstags nur vormittags abgeholt werden. Meldeschluß: Montag, 31. Juli 1939. An diesem Tage müssen alle Vordrucke ausgefüllt und von der zu ehrenden Mutter unterschrieben beim Standes­amt eingegangen sein, andernfalls Verleihung zum 1. Oktober 1939 (Erntedanktag) nicht mehr vorgeschla­gen werden kann.

G i e ß e n, den 5. Juli 1939. 47890

Der Oberbürgermeister.

I. V.: Vogt, Beigeordneter.

Anmeldung

zur industriellen Zacharbeiter-Lehrabschluß- und stausmannsgehilfenprüsung im Herbst 1939:

Die Anmeldungen haben zu erfolgen:

für alle Facharbeiter- und Kausmannslehrlinge, die ihre Lehre bis zum 30. 6.1940 beenden, in der Zeit vom 17. 7. 31. 7.1939.

Die Anmeldung der Lehrlinge aus den Kreisen Gießen, Alsfeld und Lauterbach hat bei der Industrie- und Handelskammer Gießen, Lonystr. 7, unter Vcr- Wendung der hierfür bestimmten Vordrucke zu erfol­gen. DieVordrucke sind bei der vorgenanntenJndustrie- und Handelskammer erhältlich. Die Prüfungsgebühr beträgt für Teilnehmer an der Kaufmannsgehilsen^ Prüfung RM. 3, je Lehrling, für. Teilnehmer an der Facharbeiter- und Lehrabschlußprüfung RM. 6, je Lehrling. Die Prüfungsgebühr ist mit der Anmeldung durch Ueberweisung auf das Postscheckkonto der Kam­mer, Frankfurt a. M. Nr. 61599 zu entrichten. 4803ö

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