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Jlr.106 Zweites Blatt J Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Ausstellung „Das Dorf- und Hausbuch"
Aus der Stadt Gießen.
Gießener Hochschulwoche.
Am heutigen Montag, 8. Mai, beginnt die Hoch- j. ulroorfje der Ludwigs-Universität Gießen. Für dir heutigen Montag sind folgende Dorträge und Besichtigungen vorgesehen: 15.15 bis 16 Uhr (Prost sor Schauder): Veterinäranatomisches Institut, s-ankfurter Straße 94; 16.15 bis 18 Uhr (Professe Küst): Ambulatorische und geburtshilf. Veteri- i rklinik, Frankfurter Straße 94; 16.15 bis 18 Uhr 1 rofessor Pitzen): Orthopädische Klinik, Freiligrath- fmße 3; 19.15 bis 20 Uhr (Professor Scharrer): Liiritulturchemisches Institut, Braugasse 7a; 20.15 bs 21 Uhr (Professor Dietz): Voriesungsgebäude, L dwigstraße 23, Hörsaal 54; 20.15 bis 21 Uhr (.irofessor Herzog): Physiologisches Institut, Fried- kchstraße 24; 20.15 bis 21 Uhr (Professor Scharr'): Agrikulturchemisches Institut, Braugasse 7a; 2 15 bis 22 Uhr (Professor Dietz): Dorlesungs- gväude, Ludwigstraße 23, Hörsaal 54.
Dornotizen.
Tageskalender für Montag.
lÄaukulturwoche: 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr ir Oberhessischen Museum (Altes Schloß) Sonder- asstellung „Das Haus- und Dorfbuch". — Gloria- Plast, Seltersweg: „Stimme aus dem Aether". — Lchtspielhaus, Bahnhofstraße: „Spaßvögel". — £rfus Barlay: 15.30 und 20.15 Uhr auf Oswalds-
| arten.
Einmaliges Gastspiel der Staatsschauspielerin Lil Dagover im Stadttheater.
Die Intendanz des Stadttheaters Gießen hat für ! Dnnerstag, 11. Mai, die Staatsschauspielerin Lil Tn gove r für ein einmaliges Gastspiel verpflichtet.
i 2» bekannte FNmkünstlerin wird mit einem Berlar Ensemble die neue Komödie „Spiel im Ernst $in G. T. Buchholz zur Aufführung bringen. Es n-fen ferner mit: Camillo Weber, Heinz Könnecke, Hnry Rllbesam lind Edu Wesener, der den Gieße-
, n • Theaterbesuchern von seiner früheren hiesigen Tätigkeit her bekannt ist. Dieses einmalige Gastspiel
! friet außer Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende j AZ0 Uhr.
Verschärfte Bekämpfung des Kartoffelkrebses.
Rdz. Der Reichsernährungsminister hak eine Verminung erlassen, um eine verschärfte Bekämpfung ftt Kartoffelkrebses zu ermöglichen. Grundstücke, <n denen krebskranke Kartoffeln festgestellt worden ■jiro, gelten als verseucht. Das Kraut krebskranker Kartoffeln und alle mit Krebswucherungen besetzten Köllen sind sorgfältig zusammenzubringen und an j)r und Stelle zu verbrennen oder mindestens eilen halben Meter tief unter Zusatz von Aetzkalk «]uroergraben. Die auf verseuchten Grundstücken ge- dteten Kartoffeln dürfen nicht als Pflanzgut ver- «Vndet werden. Erde, Stalldünger und Jauche dür- \r« von verseuchten Grundstücken nicht weiterge- pen werden. Auf verseuchten Grundstücken dürfen iir nächsten Kalenderjahr Kartoffeln nicht' ange- ja.lt werden. Umfaßt ein verseuchter Betrieb auch Mit verseuchte Grundstücke, so dürfen die dort ge- erreten Kartoffeln sowie Erde nur mit Genehmi- gmg des Pflanzenschutzamtes weitergegeben wer- pe- Stalldünger und Jauche dürfen aus solchen Detriten ebenfalls nicht weitergegeben werden. Die Tinwaltungsbehörden können darüber hinaus weiten ehende Vorschriften über die Bekämpfung d. Ktttoffelkrebses erlassen, insbesondere die Verbrin- ginq von Kartoffeln aus verseuchten Gemeinden pe'Hränken oder verbieten.
Gießener Gtadtiheater.
Eröffnung der Gaukulturwoche. Uraufführung: „Der Prinz Eugen".
£jur Eröffnung der Gaukulturwoche im rj.se Wetterau und zum seltenen Jubiläum der di). Morgenfeier brachte das Stadttheater die ünufführung des kleinen Schauspiels „Der tiinz Eugen" vor Eberhard Wolfgang Möl- Ii Die Morgenfeier wurde mit einem Chor der «Ikschar unter Leitung von Kapellmeister Mark- inr b t eröffnet. Dann'sprach Intendant Schultze- i e s h c i m , der zunächst die Vertreter von Par- iStaat, Wehrmacht und Behörden, insbesondere Gleiter Backhaus, und die Morgenfeier- r'ieinde willkommen hieß. Es sei ein schönes Zu- Mientreffen: Beginn der Gaukulturwoche und Morgenfeier. Die Sonntagmorgenveranstaltungen ! . eingerichtet worden mit dem deutlichen Hin- i auf die Pflege des dichterischen Theaters und ch Versuch, einen persönlichen Stil und ein eigenes Gstcht unseres Theaters zu formen; sie seien auch eii kleiner Beitrag zur Pflege des modernen deut- [c? Dramas. Vereinzelt erhobene Einwände fciroen durch steigende Besucherzahlen und eine ftm'ig erfreulich wachsende Gemeinde am besten inttiäftet. Und gerade von der Jugend werde jedes 1 riiye Experiment dankbar begrüßt. — Der Jnten- |Mt schloß seine Ansprache mit einem Dank an alle • fre.mbe des Theaters, welche die Bemühungen um Ausbau der Morgenfeiern ermöglicht und ge- nchsertigt hoben, und mit dem Versprechen, solchen für! auch in Zukunft zu verdienen.
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herauf betrat Kreisleiter Backhaus die Bühne i ti irrer Eröffnungsansprache, in der er u. a. etwa czmbes darlegte: wie alljährlich, so wolle auch -isinal die Gaukulturwoche Hessen-Nassau allen hftenden Menschen die Kunst näherbringen, neue S&Gite Herausstellen und anspornen. Das Motto | t iitefe Woche sei das Leitwort „Rasse und Kul- i hj" Jede Kultur sei rassisch bedingt: dafür liefere i i: liulturetle Entwicklung rassisch verschiedener Völ- 1 e- inleuchtende Beispiele. Es gebe Stillstand und Zilft'iärtsentwicklung in der Kultur; dies letztere sei 8 ko 5bers ein Merkmal der nordischen Rasse. Ahe l&i.ir müsse dem Wesen des Volkes entsprechen. 1 Realismus, Marxismus und internationales 3u= l kti.m hätten in der Vergangenheit verheerend ge= ibih; noch heute seien einige Schandmale soge- r nxhtter Kultur in unserer Landschaft zu erblicken. - Di) ir habe die Kultur notwendigerweise gründlich cgij.bert werden müssen. An den Kultur- c unserer Vergangenheit könnten wir sehen, r v! chön sie seien, und was etwa, trotz aller Primi- t Itiitt, die alten Germanen geleistet hätten. Alles
Im Oberhessischen.Museum im Alten Schloß wird gegenwärtig — im Rahmen der Gaukulturwoche des Kreises Wetterau der NSDAP. — eine Sonderschau gezeigt, die am Samstagnachmittag eröffnet wurde. Die Schau hat im ersten Stockwerk eine sehr zweckmäßige und schöne Auslage gefunden und gestattet einen tiefen Einblick in eine Arbeit, die das Leben eines Dorfes in einer außerordentlichen Vielfalt fpiegelt. Es handelt sich bei dieser Sonderschau um das Dorf- und Hausbuch der Gemeinde Harheim in der Wetterau, das in jahrelanger und zielbewußter Arbeit durch den Ortsgruppenleiter Link unter der Mitarbeit manches Dorfgenossen geschaffen wurde und heute in feiner Geschlossenheit das beste Dorf- und Hausbuch überhaupt darstellt, das es in Deutschland gibt. Umsomehr sollte die Bevölkerung unserer Stadt diese Ausstellung würdigen und durch zahlreichen Besuch anerkennen.
Kreisleiter Backhaus hielt zur Eröffnung eine kurze Ansprache, in der er die hohe Bedeutung des Dorf- und Hausbuches der Gemeinde Harheim umriß und das Werk als beispielhaft für die Arbeit auf diesem Gebiete darstellte. Er gab beih Wunsche Ausdruck, daß recht viele Volksgenossen in Dorf und Stadt Gelegenheit finden möchten, dieser Ausstellung einen Besuch abzustatten und die Berufenen Anregungen gewinnen für eine Arbeit in gleichem Sinne.
In grundsätzlichen Darlegungen sprach der Orts-
Die Artilleristen-Kameradschaft 1895 Gießen versammelte sich am Samstagabend im Kameradschaftsheim „Hessischer Hof" zu ihrem monatlichen Kame- radschastsappell. In Vertretung des verhinderten Kamradschaftsführers bzw. seines ebenfalls verhinderten Stellvertreters leitete der Schriftführer, Kamerad Siebert,*den Appell. Von der Kreisführung des NS.-Reichskriegerbundes im Kreise Gießen war der Kreisschießwart Kamerad Hanf erschienen, ferner weilten wiederum der Leiter der Unteroffi- zier-Vereinigung und weitere aktive Kameraden unserer III. Abteilung Art.-Rgt. 9 bei den alten Kameraden.
Kreisschießwart Hanf gab zunächst in einem aufschlußreichen Vortrag einen Ueberblick über den von der NS.-Reichskriegerführung bestimmten Schieß- dienst in den einzelnen Kriegerkameradschaften. Die Artilleristen-Kameradschaft 1895 wird nun auch den regelmäßigen Schießdienst wieder aufnehmen. Eine Schießgruppe wurde zusammengestellt, die bereits am kommenden Sonntag mit dem Schießdienst mit der Büchse bzw. mit Kleinkaliber beginnen wird. Kreisschießwart Hanf konnte als schönes Ergebnis feines Vortrages die freudige Einsatzbereitschaft der Artilleristen-Schießgruppe für den Schießdienst und Schießwettbewerb verzeichnen.
Sodann beschäftigten sich die' Kameraden mit einer Artilleristenfeier in Gießen, die hür die aktiven und für die alten Waffenkameraden in unserer Stadt und in der engeren Heimat von besonderer Bedeutung ist. Es handelt sich um die feierliche llebergabe der Tradition des früheren Feldartillerie- Regiments Nr. 80 in Straßburg (Elsaß) an die III. Abteilung Art.-Rgt. 9 in Gießen und um die oleichzeitige Aufstellung und Weihe eines Gedenksteines an das ehemalige Feldartillerie-Regiment 80 in unserer Gießener Bleidorn-Kaserne. Für die Feier sind der 1. und 2. Juli vorgesehen. Die Vorbereitungen liegen in den Händen des Komman-
sei aus dem .Wesen deutscher Menschen geschaffen worden. Es fei nicht wahr, daß ihre Kultur von außen hereingedrungen sei. Nicht aus Römertum und Christentum, sondern aus deutschem Wesen, aus Blut und Rasse sei unsere Kultur entsprungen. Im Dritten Reiche stehe das Kulturschaffen im Vordergründe, es habe einen mächtigen Impuls erhalten, und wir freuen uns, daß die Zeiten des Niederganges zu Ende sind. Neues Aufblühen sehe man auf allen Gebieten; gewaltige Beispiele dafür seien die Bauten des Führers. Daß der Kreis Wetterau auch seinen bescheidenen Beitrag zur deutschen Kulturpflege leiste, danken wir allen, die sich dafür eingesetzt haben. Hierauf erklärte der Kreisleiter die Kulturwoche des Kreises Wetterau für eröffnet und wünschte ihr den besten Erfolg. Als der Beifall verklungen war, leitete ein Chorgesang der Werkschar zur Ausführung über.
Eberhard Wolfgang Möller, 1906 in Berlin geboren, gehört ohne Zweifel- zu den reifsten, temperamentvollsten und vielseitigsten Persönlichkeiten einer jungen, aus der Bewegung hervorgegangenen und mit ihr großgewordenen Dichtergeneration. Von seinen Dramen sind in erster Linie zu nennen „Douaumont ober die Heimkehr des Soldaten Odysseus", „Kalifornische Tragödie", „Panama- Skandal", „Rothschild siegt bei Waterloo", „Luther ober bie höllische Reise", „Das Frankenburger Würfelspiel", „Der Sturz bes Ministers" und „Der Untergang Karthagos"; von seinen Gedichten nach der .„Ersten Ernte" vor allem die „Berufung der Zeit" mit den „Briefen der Gefallenen", ein Buch, bas mit bem Nationalen Buchpreis 1934/35 ausgezeichnet würbe und zu den gültigsten und dichterisch bedeutendsten Leistungen Möllers wie der gegenwärtigen Lyrik überhaupt gezählt werden darf. Bei einem Besuche in Gießen hat sich Möller (mit der Vorlesung aus dem werdenden Roman „Das Schloß in Ungarn") auch als Erzähler eingeführt.
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Die drei knappen Szenen „Der Prinz Eugen" beschwören eine entscheidende Stunde im Leben eines großen Menschen, nachempfunden aus der rückschaue nden Uebersicht bes Spätgeborenen. Eugen, am habsburgischen Hofe in Wien „Leiter ber gesamten Politik, Präsibent bes Hofkriegsrates unb Generalissimus der Armee", ist gewiß eine der männlichsten Soldatengestalten aller Zeiten gewesen; »die großen Namen, auf die fein Ruhm sich gründet — Belgrad, Turin, Dube narbe, Malpla- quet und Zenta — geben der nächtlichen Szene im Salon von Belvedere einen eigentümlichen Glanz unb ihre weltgeschichtliche Beziehung. Um so menschlicher rührt es uns an, ben Mann, besten Name mit jenen unauflöslich verbunden ist, im vertrauten Gespräch mit einer Frau zu finben, ber Gräfin Eleonore Batthyany, der „zärtlichen, milden, stillen
gruppenleiter Link über feine Arbeit, schilderte in lebendiger Weise bie Art, in ber sein Dors- unb Hausbuch zustanbekam, wie heute daran gearbeitet wird, wie es fortgesührt werben soll und wie es als stete lebendige Anschauung für alle Volksgenossen im Dorfe 'immer wieder in einzelnen Blättern zum Aushang gelangt unb jebermann lebhaft interessiert.
Bei einem Rundgang durch die sehenswerte Schau erläuterte Ortsgruppenleiter Link den tieferen Sinn feiner Arbeit an vielen praktischen Beispielen, wie sie bie Ausstellung bietet. So sah unb hörte man von ber Wandlung der Struktur des Dorfes, er führte feine Zuhörer weit zurück in bie Zeiten I der frühesten Besiedlung ber Landschaft ber Wetterau unb insbesondere ber Gemarkung bes Dorfes, er sprach von ben Wandlungen im Grundbesitz der Bauern, von den Einflüssen ber Kirche auf bie Bevölkerung, von den Ergebnissen ber Ahnen- forschung in den einzelnen Familien, von ben traditionellen Festen, die bas Dorf feiert, von der politischen Entwicklung in ben letzten zwei Jahrzehnten unb noch kneles anbere mehr.
Mehrere hundert Blätter, meist mit Bildern versehen, mit Zeichnungen geschmückt ober erläutert, mit klaren übersichtlichen unb rasch verständlichen Gegenüberstellungen lassen erkennen, wie reich das völkische Leben im Dorfe ist unb wie leicht es jedermann zum Bewußtsein gebracht werden kann.
deurs unserer III. Abteilung, Major von Wietersheim. Für ben 1. Juli abends ist ein kameradschaftliches Beisammensein vorgesehen. Für den 2. Juli ist geplant, vormittags zunächst einen Marsch durch bie Stadt zu machen und dabei die Standarte unserer Gießener Abteilung nach dem Abholen in ber Zeughaus-Kaserne ben aktiven und ben alten Kameraben vvranzutragen. Anschließend soll in der Bleidorn-Kaserne bie feierliche Traditionsübergabe unb bie Aufstellung des Gedenksteins, ber jetzt in Halberstadt verwahrt ist, stattfinden. Mittags soll ein gemeinsames Mittagessen alle Kameraden in ber Kaserne vereinigen. Für ben Nachmittag sinb militärische Vorführungen auf bem Kasernenhofe geplant. Die Feier dürfte, sicherlich zu einem großen Treffen aller Artilleristen aus unserer engeren Heimat werden. Nähere Mitteilungen folgen noch zur gegebenen Zeit.
Schließlich wurden noch einige interne Angelegenheiten der Kameradschaft erledigt. In kameradschaftlicher Geselligkeit verblieben dann bie alten und bie jungen Solbaten noch einige Zeit beisammen.
NSV., Ortsgruppe Gießen-Nvrd.
In der Zeit von Dienstag 9., bis Donnerstag, 11. Mai, wird im Bereich der Ortsgruppe Gießen- Nord die PfundsammlunZ (Lebensmittelopferring) durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten, an Stelle von Pfundpäckchen Geldspende zu geben.
NSV., Ortsgruppe Greßeu-Ost.
In der Zeit vom 10. bis 12. Mai wird im Bereiche unserer Ortsgruppe die Sammlung zum Lebensmittel-Opferring durch die NS.-Frauenschaft durchgeführt. Die Volksgenossen werden gebeten, während der Sommermonate ihre Geldspenden der NSV. zum Zwecke der Volksgesundheit zur Verfügung zu stellen.
Freundin"; ihr gilt des Prinzen Bekenntnis: „Wenn ich zu Pferde faß, warft du der Stern. Du warft die Fahne, bie mich vorwärts riß."
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In drei Szenen die Geschichte «einer Verschwörung gegen ben Prinzen, ihre Ausbeckung, ihre Niederschlagung. Die Hofkamarilla, Graf Bonneval, Graf Althan, Marquis Rialp, Graf Nimptsch, Abbate Tedeschi zeichnen sich in diesem Dunstkreise ab, plant den Sturz des Prinzen: indem sie sein Verhältnis zur Gräfin zweideutig zu machen und Eugen beim Kaiser des Hochverrates zu beschuldigen versucht; man will belastende Papiere in erbrochenen Schränken finden, unb Eugens Briefwechsel mit bem Kurfürsten von Bayern soll den „Beweis" frönen. Eugen, durch einen alten, getreuen Kammerdiener gewarnt, in tiefer Bitterkeit ben schurkischen Anschlag durchschauen!) — „das ist der Ruhm, das ist die Würde" —, kommt den Gegnern zuvor unb erzwingt im Tagesgrauen, „bie schöne Morgenfrühe zu einer Geisterstunde machend", die Begegnung mit dem Kaiser.
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In dieser Unterredung vor dem kaiserlichen Schlafgemach bricht der gemeine Anschlag zusammen: ber Prinz spricht mit bem „Tone ber Unerbittlichkeit" — nicht nur Solbat unb Feldherr, fonbern auch als Staatsmann unb Wegbereiter bes kommenden Reiches: er schont den Kaiser nicht, nennt ihn selbst schuldig, weil er dem Verdacht bie Tür geöffnet habe; der Spanier und der Deutsche stehen hier einander gegenüber unb halten bas Schicksal bes Reiches in ihrer Hand. Mit bitterem Stolz setzt Eugen ber Anschulbigung — „ich wollte Deutschland bis an die Karpathen dehnen, ich wollte Frieden mit Frankreich, weil ich Franzose sei..." — sein Lebenswerk entgegen: „Ich habe Deutschland ben Raum geschaffen, den es erfüllen muß", und der Kaiser, im Innersten betroffen, erkennt: „Vor Ihnen müssen, noch wenn Sie knien, die Kaiser zittern. Was kann ich für Sie tun, als auf der Straße vor Ihrem Fuß ben Schmutz bei feite räumen." — Die Schlußszene vollendet nur, was schon entschieben ist. Den bestürzten Verschwörern, die dem Prinzen zuvorgekommen zu sein hoffen, tritt Eugen an ber Seite des Kaisers entgegen, der ein hartes Urteil der Verachtung spricht. Selbst bie Gräfin Eleonore, die sich in Angst und Sorge um den Prinzen als Opfer anbietet, tarn zu spät, und mit ber ritterlichen Weise des Prinz-Eugen-Liedes klingt die Szene aus.
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Das kleine Schauspiel ist in einem sparsamen, üormärtstreibenben, ausgesprochen dramatischen Stil geschrieben. Die Figuren werfen einander die Stich- roorte wie Bälle zu, und die Dialogsätze greifen ineinander über. Manchmal spürt man auch, vor allem in ber Rhythmisierung der straffen, klingen-
Traditionsübergabe an die Gießener Artilleristen.
Ein Gedenkstein wird in der Bleidorn-Kaserne gesetzt.
Montag, 8. MailyZY
Hitler-Iugend Bann -116.
Zozialslelle.
Der nächste Dienstagabend der Wirtschaftspolitischen Arbeitsgemeinschaft findet am Mittwoch, 10. 5., um 20.30 Uhr, im Sitzungssaal des Arbeitsamtes Gießen, Bahnhofstraße 90, statt.
Fünfhundert Mark gewonnen.
In der „Neichslotterie für nationale Arbeit", deren Lose durch die braunen Glücksmänner seit einigen Tagen auch wieder in unserer Stadt verkauft werden, zog ein Feldwebel unserer Gießener Fliegertruppe einen Haupttreffer. Er hatte sich für 50 Pf. eines der Lose gekauft, bas ihm ben Gewinn von 500 Reichsmark brachte. Der Lotteriegewinn wurde dem glücklichen Gewinner in der hiesigen Losevertriebsstelle alsbald ausgezahlt.
Gastspiel Zirkus Barlay.
Der Zirkus Barlay, der seit dem vergangenen Samstag den Dsmalbsgarten beherrscht unb den Platz in den Abendstunden in eine Fülle bes Lichts taucht, wartet mit einem Programm auf, wie wir es in den letzten fünf Jahren in Gießen wohl kaum zu sehen bekommen hqben. Die brei Stunden, bie man unter dem großen, 4000 Menschen fassenden Zelt verbringt, sind ausgefüllt von Darbietungen bester zirsensischer Kunst, bie jedermann in ihren Bann zwingt. In allen bisherigen Vorstellungen burchbrausten Stürme eines begeisterten Beifalls den weiten Raum.
Mit großer Freude verfolgt man die mannigfachen Darbietungen der Reitkunst und die Dressurakte. Da sah man eine „Hohe Schule" von Pferd unb Elefant, in der eine schöne Harmonie zwischen ben beiben grunbverschiebenen Tieren zu beobachten war. Ein zehnjähriger Junge zeigte sich als gewandter Tscherkessenreiter unb gewann bie Sympathie aller Zuschauer. Frl. Elvira ritt eine Voltige unb von Frl. Manja wurden quicklebendige Shetlandponys vorgeführt. Dann sah man „Pas de Deux" in eleganter und seriöser Auffassung, bann aber auch in scherzhafter unb grotesker Ausgabe. Barlays Reiterei lernte man bann außerdem in einer Gruppe von Reiterinnen unb Reitern kennen, die mit viel Schwung und Sicherheit unb in einem atemberaubenden Tempo ihre enge Verbundenheit mit dem Pferd bewiesen. Herr Jose ritt eine „Hohe Schule", die beste deutsche Zirkustradition darstellts und geradezu festlichen Charakter trug. Wundervolle Tiere lernte man bann in Barlays edlen Rassepferden kennen, die von Herrn Smaha vorgeführk wurden. Frl. Gerda ritt Parforce und riß durch die Eleganz ihrer Vorführung zu lebhaftem Beifall hin. Nicht alltäglich erschien es, daß es einem der Dompteure gelang, Kamele, ein sibirisches Guanaco sowie auch die prächtigen Zebras in einigen Darbietungen vorzuführen. Ueberraschend war wohl für jedermann bie gemeinsame Vorführung von Zebras unb Elefanten. Die Elefanten insbesondere machten den Dompteuren alle Ehre. Den Höhepunkt der Tierdressuren bildete die Vorführung der sechs bengalischen Königstiger, die zwar widerwillig, aber doch den Befehlen ihrer Dompteuse Jngeborg gehorchten.
lieber die Tierdresuren hinaus gab es noch ein reiches artistisches Können zu bewundern. So sah man einen Fakir beim Feuerspeien und bei einem Schwerttrick; seine Partnerin in einem Schlangentanz mit einer Phytonschlange. Die Sylvest-Truppe überraschte durch ein universelles Können auf kuriosesten Fahrrädern; sie warteten, auf Fahrrädern banlancierenb, mit Musik auf, unb ließen es auch an Komik nicht fehlen. Mit einem weit über allem Durchschnitt liegenden Können faszinierte ber erst 17jährige Jongleur Jtalo seine Zuschauer und sicherte sich mit seinem Können wohl den suirksten Beifall. Die Burketts zeigten sich als fliegende Menschen in ber Zirkuskuppel. Toni Binelli
ben Prosa, ben Lyriker Moller im Hintergründe ber Szene. Entscheiden!) scheint uns indessen, daß der Dichter nicht im Chronikalischen, Anekdotischen, in der geschichtlich beglaubigten Bilderfolge stecken blieb, sondern im Thema seines Stückes — vom Blickpunkt bes heutigen Deutschen aus — bas Grunbsätzliche des Falles erkannte, bie Weltminute eines großen Solbaten fernab vom Schlachtfelde, die Entscheidung über ein mehr als persönliches Schicksal. —
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Intendant Schultze-Griesheim hatte die Spielleitung unb gab mit der klaren, sehr geschlossenen unb burchgeformten Aufführung am Jubiläumstage ein neues Beispiel helfen, was er unter ber Pflege bes dichterischen Theaters verstanden wissen will. Wenn im Bühnentext von drei „Hörszenen" bie Rede ist, so deutet sich damit schon an, wo der Schwerpunkt der Inszenierung zu liegen hat: quf der Durchblutung bes Wortes, in bem sich ein großer Mensch abzeichnet unb ein Schicksal sich anfünbet. In solchem Sinne war die Wiedergabe, bie auch die natürliche Spannung und Theaterwirkung bes Stückes sehr intensiv vermittelte, von ausgezeichneter Wirkung und nachhallender Ein- bruckskraft. Die Schauplätze hatte Herr Löffler aufgebaut: sparsam unb großzügig in der Linienführung, als atmosphärisch mitspielenden Bestandteil des bewegten Bildes und der szenischen Aktion.-
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Den Prinzen stellte Herr von Gschmeidler in einer sehr geschickt geformten Maske: er schien die Verpflichtung zu empfinden, welche eine solche Rolle bem Darsteller auferlegt; er fand den befehlsgewohnten, knqppen Klang der Solbatenstimme, auch ben weicheren Klang in jedem Wort an die Gräfin, den Ton ber Bitterkeit unb ber Unerbittlichkeit; er gab in drei flüchtigen Szenen den Umriß einer Gestalt, deren vollendetes Bild von der Ge- schichte vorgezeichnet ist.
Giesela Vollert als Gräfin Eleonore: eine schöne, sehr damenhafte Erscheinung, mit wenigen Sätzen jeder konventionellen Schablone entrückt; was sie zu sagen hat, ist nicht viel, aber es klang so, baß man ben auf sie bezogenen Worten des Prinzen unb ber Unbedingtheit ihrer Empfindung glauben muß. — Auf ber Gegenseite: Herr Erler als Bonneval, ein geschmeibig - eleganter höfischer Intrigant; schärfer und brutaler, gefährlicher noch im Vernichtungswillen ber Graf Althan bes Herrn Schlick. Herr C o s s o v e l spielte den Kaiser, anfangs heiter, verbindlich unb aufgeräumt, zuletzt jm Innern angerührt unb erschüttert von menschlicher Größe unb menschlicher Niebertracht. Sehr gut unb lebendig gab Herr V o l ck bie kleine Szene des Bedienten. — ,
Die große Morgenfeier-Gemeinde dantte mit herzlichem, anhaltenden Beifall. Hans Thyriot.


