furf a. 21t, Wiesbaden, Rkainz, Darmstadt, Gießen, Offenbach, Worms und Hanau haben sich entschlossen, je einen Kulturpreis zu stiften, der zukünftig alljährlich im Rahmen der Gaukulturwoche verliehen wird. Die Kulturpreise der Städte sollen in alle Gebiete des künstlerischen Schaffens fallen und sind als Auszeichnung bester Leistungen gedacht. Die höhe der Preise ist folgende: Frankfurt 4000 Mark, Wiesbaden 3000 Mark, Darmstadt 3000 Mark, Mainz 2000 Mark, Gießen 2000 Mark, Offenbach 2000 Mark, Worms 1500 Mark und Hanau 1000 Mark. Dazu kommt der Gaukulturpreis in höhe von 5000 Mark, so daß insgesamt für die Unterstützung der Kulturschafsenden im Gau 23 5 0 0 Mark zur Verfügung stehen.
Darauf erklärte der Gauleiter die zweite Kulturwoche in Hessen-Nassau, welche die bisher umfangreichste kulturelle Gemeinschaftsleistung unseres Gaues darstelle, für eröffnet.
Nach der Uebergabe der Derleihungsurkunde an den Dichter betrat Reichshauptamtsleiter Professor Dr. Groß das Podium zu seinem Vortrage über das Thema „Rasse und Kultur".
Ausgehend von der in den letzten Jahren merklich gewandelten Einstellung der übrigen Welt zu Deutschland und von ihrer Kritik an der Kulturpflege des Dritten Reiches stellte der Vortragende dem verschollenen Menschheitstraum die neuerwachte Idee der Nation, der fremden Kritik den deutschen Kulturwillen gegenüber. Kultur, so führte Professor Groß u. a. aus, sei eine Wechselwirkung zwischen Geben und Nehmen; ihre Voraussetzung sei nicht allgemeine Gleichheit, sondern rassische Gemeinschaft; es'gebe innere und äußere Unterschiede der Menschen, der Schöpfer habe die Rassenunterschiede gesetzt, und das Rassengesetz sei eine der großen Grundlagen des menschlichen Lebens; wir seien an die Grenzen unseres Blutes und der Rasse gebunden. Selbst- verständlich gebe es auch Gemeinsamkeiten über die ganze Menschheit hin: aber sie seien auf das Reich der reinen Erkenntnis beschränkt. Kultur jedoch fordere Einordnung in ein Weltbild und Wertsetzung. Kulturelles Leben könne nur entstehen, wo rassische Gemeinschaft und gleiche innere Art vorhanden seien. (Beispiele aus der Verfallszeit erläuterten die Unmöglichkeit einer nicht derartig unterbauten Kultur.) Die Ausmerzung artfremder Elemente sei eine Voraussetzung für den Neuaufbau gewesen. Der Vortragende erörterte weiterhin die Gefährdung echter Kultur aus gesellschaftlichen oder sozialen Vorurteilen. .Kultur habe weder mit verbotener noch mit befohlener Teilnahme etwas zu tun. Ehrlichkeit müsse gefordert werden, ein kulturelles Leben ohne Fesseln und Schablone. Was die Inhalte unseres kulturellen Lebens angehe, so sei, entgegen falscher Meinung der andern, das Entscheidende nicht der Stoff, sondern die Haltung, aus der ein Stoff gestaltet wird. Ein unendlich reiches Feld der Möglichkeiten öffne sich dem nordischen Menschen, dessen Blick und Geist schöpferisch ins Grenzenlose schweife. Eine Gegenüberstellung der Begriffe der Gemeinschaft und der tragischen wie auch der sehr notwendigen Einsamkeit des schöpferischen Menschen lenkte den Blick auf das hohe Vorbild des Führers^ dessen Erscheinung schon ins Mythische wachse. Wir müssen gegen die Kritik den Glauben an den Auftrag unseres Volkes setzen, Werke des Friedens zu schaffen: von solcher Gläubigkeit solle die Kulturwoche Zeugnis ablegen. —
Nach den mit starkem Beifall aufgenommenen Darlegungen von Professor Groß brachte Gau- kulturwalter Stöhr ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer aus. Mit den Liedern der Nation wurde die Kundgebung geschlossen.
Oer Gaukulturpreisträger Thor Goote.
Der Träger des diesjährigen Gaukulturpreises, der Dichter Thor Goote (Johannes M. Berg) in Frankfurt, wurde am 27. Mai 1899 in Forbach geboren. Thor Goote war Kriegsteilnehmer, studierte später und promovierte zum Dr.-Jng. Er gilt als Spezialist auf dem Gebiete der Luftfahrt. Goote ist alter Parteigenossen und hat bereits in der Kampfzeit als Redner für die Bewegung seinen Mann gestanden.
Thor Goote wurde vornehmlich bekannt durch seine Trilogie „Wir fahren den Tod" (1930), „Wir tragen das Leben" (1932), „Die Fahne hoch" (1933). In dieser Trilogie finden das Kriegs-, das Nach- friegseelebnis und die Kampfzeit der Bewegung eine lebenswahre Gestaltung. In dem ersten Buche wird das Leben eines Kriegsteilnehmers geschildert, der in einer Munitionskolonne Dienst tat. Das Werk gehört zu den besten Krieasbüchern. Im zweiten und dritten Bande ist das Leben des Helden als Freikorpskämpfer in Oberschlesien und als SA.-Mann treffend gezeichnet. Don weiteren Büchern seien genannt: „Sie werden auferstehen" (1931) und „Kameraden, die Rotfront und Reaktion erschossen" (1933). Außerdem „Richthofen" (1933), „In Trichtern und Wolken" (1934), „ ... unver- gleichlicher Franke" (1935), „Baltikumer" (1936) -und der Flieger-Roman „Kamerad Berthold" (1935). Hier ist der Gedanke der Einsatzbereitschaft und der Treue zum Daterlande bis in den Tod eindrucksvoll gestaltet. Das letzte Werk Thor Gootes ist dem „F.d. L.", dem Fregattenkapitän Peter Strasser, gewidmet. Hier werden Erlebnisberichte über die Kriegssahrten unserer deutschen Luftschiffe nach England gegeben.
Das gesamte Werk Thor Gootes ist ausgezeichnet durch eine heldische Lebensauffassung, die sich ohne Uebertreibung und ohne falsches Pathos gibt. Seine Bücher enthalten eine lebensechte Darstellung jener Charakterwerte, die alle Zeit, vor allem während des Weltkrieges und in der Kampfzeit deutsche Männer bewiesen haben, und die als Inbegriff germanischen Wesens gelten müssen.
„Lebendiges Theater im (Sau Hessen-Nassau."
Die im Rahmen der Gaukulturwoche durchgeführtc Ausstellung „Lebendiges Theater im Gau Hessen-Nassau" wurde am Sonntag in Wiesbaden eröffnet. Der Landesleiter der Re'ichstheater- kammer, Warten berg, schilderte Wesen und Ziel der Ausstellung, die keine Theaterausstellung im hergebrachten Sinne sein soll, sondern in der unter Berücksichtigung des Themas „Rasse und Kultur" vor allem das dichterische Werk in den Mittelpunkt gerückt ist. Es kommen in dieser Ausstellung Dichter zu Wort, die zu dem Gau in Beziehung stehen, die entweder hier geboren oder ansässig sind, oder deren Werke hier aufaeführt worden sind. Wie der Vortragende mitteilte, sind im letzten Jahr etwa zwei Dutzend neue Autoren zu Wort gekommen, deren Arbeiten als willkommene Bausteine zum deutschen Nationaltheater gewertet werden können.
Um die einheitliche Fest- und Feiergestallung.
Gründung einer Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Gaukulturwart Conrad
Die Gaukulturwoche wurde am Samstagnachmittag eingeleitet mit 6er Gründung der Gauar - beitsgemeinschaft für Fest- und Feier- gestaltung in Frankfurt. Gaukulturwart Conrad dankte zunächst dem Gauleiter für sein Erscheinen und umriß dann die Aufgaben und die Arbeitsweise der Arbeitsgemeinschaft. Die hohen Werte deutscher Art, Gesittung und Charakterhal- tung der Gemeinschaft des Volkes sichtbar zu machen, solle ihre Aufgabe sein. Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft sei nicht nur zweckmäßig, sondern notwendig. Alle praktischen Fragen der Fest- und Feiergestaltung sollen in ihr behandelt und eine einheitliche Haltung in der Durchführung der Feiern durch sie gesichert sein. Der Arbeitsgemeinschaft gehören Vertreter der Gliederungen der Partei, der angeschlossenen Verbände und der Verbände der künstlerischen Fachgebiete an. Die Arbeitsgemeinschaft wird alle zwei Monate zusammentreten. Die erste Sitzung wird sich mit der dörflichen Kulturarbeit beschäftigen.
Hierauf verbreitete sich Reichsamtsleiter Kaiser (München) mit den Problemen der Ausgestaltung der Feste, der Volksgemeinschaft wie der Feiern im Leben des Einzelnen. Die Feiergestaltung könne
nicht mit der bloßen Routine gelöst werden, sondern der Gestalter müsse jedesmal vor einer neuen Aufgabe stehen mit innerem Schwung und genauester Einfühlung in die Wirkung der Feierfolge. Das letzte Ziel der Arbeit müsse sein, die innere Bindung unseres Volkes zu wecken an die ewigen Dinge unseres Glaubens und Denkens im Volk.
Gauleiter Sprenger gab feiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft eine bisher schmerzlich empfundene Lücke geschlossen ist. Er erhoffe von der Arbeitsgemeinschaft, daß sie die verschiedensten Kräfte zusammenhole, um Meinungsverschiedenheiten aus- zualeichen und eine einheitliche Ausrichtung herbeizuführen. Der Gauleiter teilte mit, daß die Feierstätte auf der Lorelei nunmehr fertiggestellt ist und daß als erste Veranstaltung dort die Sonnwendfeier 1939 stattfinden werde. Der Gauleiter übertrug dem Gaukulturwart Conrad die verantwortliche Leitung der Arbeitsgemeinscbaft für Fest- und Feiergestaltung und sagte ihm seine volle Unterstützung zu. — Werkscharen und Hitler-Jugend umrahmten die Feierstunde mit der Aufführung der Kantate „Unser Volk ist in einem jeglichen von uns".
Grünewald und Hans M e m l i n g , die beide in Seligenstadt gelebt haben, sieht man Reproduk- Honen ihrer bedeutendsten Werke. Kunsthistorisch interessant ist eine Auswahl von Aufnahmen der Cinhart-Basilika und der Kaiserpfalz Friedrichs II.
„Aus der Werkstatt des Dichters"' in Worms.
Nach der Feierstunde „Fundamente unserer Kultur" im Städtischen Spiel- und Feschaus in Worms eröffnete Kreisleiter K o ch die Ausstellung „A u s der Werkstatt des Dichters". Der Gau- beauftragte für das Schrifttum Dr. Kirchner (Frankfurt a. M.) sprach über die dichterische Tätig- feit zeitgenössischer Dichter. Ihre Eigenart ist an ausgestellten Manuskripten und Entwürfen zu Prosa- und Gedichtwerken zu erkennen. Bethge, Steguweit, Finckh, Hohlbaum, Ettighoffer und Bin» ding sind u. a. vertreten.
Veranstaltungen am Montag.
Frankfurt, Bürgersaal des Römers, 20 Uhr: Feierstunde Deutscher Meister „Brüder Grimm". Professor Dr. Geißler spricht über „Sprachpflege als Rassenpflicht". F. 21. Schmidt liest aus den Werken der Brüder Grimm. — Dolksbildungsstätte, 20 Uhr: SA.-Kleinkunstbühne.
Darmstadt, Großes Haus Hess. Landestheater, 20 Uhr: Konzert für zeitgenössische Musik. Erstauf- führungen von Werken der Komponisten Hessenberg, Heß, Rocky, Renner, Schlemm und Senfter aus dem Gau Hessen-Nassau. Mitwirkende: Luise Richartz, Jakob Sabel und das Rhein-Mainische Landesorchester unter Leitung von Gaumufikinspizient Fritz Cuj6.
Gauausstellung für bildende Künste.
Erster Hundgang. — Feierliche Eröffnung durch Gauleiter Sprenger.
Die Gauausstellung für bildende Künste 1 939 — im Rahmen der Gaukultur- woche Hessen-Nassau — ist am Sonntagvormittag im neuen Ausstellungshause in Frankfurt durch den Gauleiter Sprenger feierlich eröffnet worden. Der Presse war am Tage zuvor bereits Gelegenheit zu einer Besichtigung gegeben worden. Der Landesleiter für bildende Künste, Professor Dr.-Jng. Lieser, wies zunächst auf die vielfältige Mühe und Sorgfalt hin, die bei der Vorbereitung und Jurierung der Aufstellung aufgewendet worden seien. Die neuen Ausstellungsräume — Bockenheimer Landstraße 8 — stellten eine Uebergangs- lösung für die dringliche Raumfrage dar; eine endgültige Lösung stehe noch aus. Professor Lieser machte ferner auf die Vielfalt der Themen aufmerksam, die hier behandelt worden seien. Was das Leitwort „Rasse und Kultur" angehe, dem auch die Gauausstellung zu folgen habe, so sei freilich beides nicht unmittelbar darzustellen, es solle vielmehr den Grundton für die Darstellung bilden, für die Haltung der ausstellenden Künstler und ihrer Arbeiten. Es komme nicht so sehr darauf an, was gemalt werde, sondern wie gemalt werde.
Die Ausstellung umfaßt, wie im vorigen Jahre, Malerei, Graphik, Plastik, Kunsthandwerk und Kunsthandel. Der Katalog weist insgesamt 369 Werke auf. Es ist natürlich nicht möglich, im Rahmen eines zusammenfassenden Berichtes die hier zusammenströmende Fülle der Gesichte annähernd zu erschöpfen. Aus dem Rundgang durch die Räume und vom ersten Ueberblick lassen sich nur etliche besonders bemerkenswert erscheinende Einzeleindrücke wiedergeben. Das Leitwort „Rasse und Kultur" läßt sich wohl am besten in der Besinnung auf die nahen, gegenwärtigen, bodenständigen und volkhaften Themen und Motive deuten. Die Malerei nimmt, wie gewöhnlich, den breitesten Raum ein. Hier überwiegt wiederum die Landschaft, und man hat des öfteren das Gefühl, als ob sich da der Blick für neue Inhalte, neue Formen, neue Standpunkte und Sehweisen öffne.
So scheint sich beispielsweise in den sanften Farbtönen einer Mainlandschaft von Hans Antlitz eine wiedergewonene Romantik anzukündigen. Adolf Bo des Winterlandschaft: ein Brueghel-Motio, mit weiter Fernsicht und voll gläserner Klarheit. D i s ch- ler s Vorfrühlingsbild breitet dgs Linienspiel eines noch kahlen Baumes wie ein Filigran über die Landschaft. Schön und still das „Rheintal bei Bingen" von Franke. Eine Symphonie in Grün und Blau: „Oberreifenberg" von K a l t w a s s e r. Kraftvoll bodenständige Malerei findet man bei Luck- Hardt („Auf dem Felde", hessischer Bauernkopf"). Auch das sehr eigenwillig empfundene Frankfurter Stadtbild von Sauter und ein farblich interessanter herbstabend" von S e s s i g seien noch genannt.
Eine Reihe bemerkenswerter Arbeiten befaßt sich mit dem Bildnis und mit figürlichen Motiven. Wir heben hervor das Selbstbildnis von Karl Busch, den lesenden „Hessischen Bauern" von Ernst Eimer, das Bildnis des Luftschiffkapitäns Lehmann von Hans Happ, die großen Figurengrup- pen von Fritz Kaiser, in denen man eine gewisse Leibl-Nachfolge entdecken mag, die nordische Sieg- friedsgeftalt „Der Späher", ein monumentales Werk des vorjährigen Gaukulturpreisträgers Georg P o p p e, die „Musizierenden Frauen" von Alexander Posch, das von warmem Gefühl getragene Mutterbild von Ida T e i ch m a n n , den malerisch durchgeistigten „Gelehrten" des verstorbenen Reinhold Werner und das temperamentvoll bewegte Bauernkriegsbild von Weber-Brauns
Erfreulich zahlreich und vielfältig sind diesmal Oberhessen und Gießen auf der Gauausstellung ver
treten. Mit Freuden begegnet man der feinen Pastellgruppe der „Bauernmädchen" von Lotte D r o e s e in Frankfurt wieder. Ferner sahen Vir „Alt-Laubach" von Eimer, eine schön durchgear- beitete Zeichnung „Bauer aus dem Hüttenberg" von Großbaus, Lützellinden, „Zwei Schwäl- mer-Mädchen" von Wilhelmine H e n s a y, Gießen, ein ausgezeichnetes Aquarell voll farblicher Kultur und linearer Klarheit, ein frühlingsmäßiges Blumenstück von Margret Kranz, Butzbach, als zarte Illustration zu Goethes Mailied, die Steinau-Landschaft von Kröll, ein „Dorf am Vogelsberg" von Ernst Levin, Merlau, ein Aquarell und das Plokat zur Gießener Goethe- Festwoche von Rohrbach. Auch das Kunsthand- werk ist zur Stelle: die Silberschale (Kuchefsischer Kulturpreis) von Walter Schönwandt, 9lor= deck, ist eine edle Arbeit, nicht minder der Krug von Otto Seitz, Homberg, Vase, Krug und Wandteller von Heinrich Reuter, Gießen.
In der Plastik sind ebenfalls starke und charaktervolle Kräfte am Werk. Wir nennen die Gauleiter- Büste von Plettner, das große Führerporträt von Hub, das prächtige Bildnis des Schauspielers Impekoven von Mergehenn und, als die eigenartigste Arbeit in der Gruppe der Bildhauer, die Mädchenstatue (Holz) des hochbegabten Harold Winter in Oberursel. — Wir wollen auf eine weitere Aufführung von Namen verzichten, um niemanden zu ermüden; der kleine Ueberblick soll zum Besuche der Ausstellung und eingehender eigener Betrachtung anregen. Man wird auch in der Graphik und im Kunsthandwerk eine Fülle vorzüglicher Arbeiten (zum Teil im neuen Werkstoff) vorfinden und man versäume nicht, vor den reichen Schätzen des Frankfurter Kunsthandels zu ver- weilen; es gibt da eine köstliche süddeutsche Madonna (Holzplastik um 1480), einen frühen Boehle, einen kaum bekannten Thoma, ein Still eben von Scholderer, feine alte Möbel, Wandteppiche und vieles andere, wovor man gerne und andächtig verweilt. — Schon ein kurzer Rund- gang durch die Räume wird dem Besucher einen nach klingenden Eindruck vom Reichtum schöpferischer Kräfte in unserer Landschaft geben.
Hans Thyriot.
Die Gauausstellung wurde am Sonntagvormittag durch den Gauleiter eröffnet. Bürgermeister Krem- m e r begrüßte den Gauleiter und die zahlreichen Ehrengäste aus Partei, Staat, Wehrmacht, Arbeitsdienst und der Künstlerschaft und dankte dem Gauleiter für die Eröffnung der Ausstellung. Die Stadt Frankfurt schätze sich glücklich, ihr neues Kunstausstellungshaus mit dieser Veranstaltung der Oesfentlichkeit übergeben zu können. Der Landesleiter für bildende Künste, Professor Lieser, behandelte die Notwendigkeit der Errichtung einer zweckentsprechenden Kunsthalle für die Zukunft und gab seinem Dank an die Stadt Ausdruck, daß sie mit der Erwerbung dieses Hauses wenigstens für die nächste Zukunft einem dringenden Bedürfnis entsprochen habe. Gauleiter Sprenger eröffnete dann die Ausstellung mit herzlichen Worten des Dankes an die Stadt und den Landesleiter und betonte, daß die 4. Gauausstellung die vorhergehenden weit übertreffe. Wie es auf allen Gebieten vorwärts gehe, werde auch in der Betreuung der Kunst kein Unterschied gemacht und die Stadt Frankfurt werde anderen Städten gegenüber nicht zurückstehen wollen. Wenn man aber einen neuen Bau für Jahrhunderte errichten wolle, so müsse man erst den Bedarf für ein halbes Jahrhundert kennen. Mit einem Appell an alle Volksschichten, nach Möglichkeit das Kunstschaffen zu unterstützen, erklärte der Gauleiter dann die Ausstellung für eröffnet.
Morgenfeier der 63.
Am Sonntag veranstaltete die HI. in Frankfurt eine Morgenfeier unter Teilnahme des Großen Orchesters des Reichssenders Frankfurt (Leitung Kapellmeister F r i ck h ö f f e r) und der Rundfunkspielschar 8 der Reichsjugendführung (Leitung Hel- muth Fran z). Gebietsführer Brandt führte nach Deklamationen ' und Gesangsvorträgen u. a. aus: Wir leben in einer Zeit höchster Spannung. Die Welt spreche von dem deutschen Wunder. Dies sei nur möglich im Zeitalter des Willens und der Kraft. Wir sehen dieses Reich lebendig vor uns, und wir arbeiten an seiner Vollendung mit, denn in einer solchen Zeit kann die Jugend nicht abseits stehen." Besonders stolz aber sei die HI., daß sie neben der harten Schulung die Jugend auch hin- führe zur Kunst. Mit dem Liede „Deutschland, heiliges Land" klang die Morgenfeier aus.
„Schule und Volkstum", eine Ausstellung des NSLB in Darmstadt
Im Rahmen der Gaukulturwoche wurde im Hessischen Staatsarchiv zu Darmstadt die vom NS - Lehrerbund Gau Hessen-Nassau gestaltete Ausstellung „Schule und Volkstum" von Ober- schulrat Großmann eröffnet. Die Ausstellung gibt einen Ausschnitt aus dem Leben der neuen1
deutschen Schule, wie sie noch dem Willen des Füh- rers im Gau Gestalt annimmt. Sie zeigt, wie auch die Schule durch Einbau und Pflege des Volksturns- gedankens im Unterricht in Zusammenarbeit mit Elternhaus und Hitler-Jugend zu Rasse- und Heimatstolz erzieht und sie damit zu Kulturträgern des Dritten Reiches heranbildet. Die Ausstellung, die vorwiegend Schülerarbeiten aus unferm Gau enthält, bleibt auch über die Gaukulturwoche hinaus der Oeffentlichkeit zugänglich.
„Deutsches Ahnenerbe" inSeligenstodt
Die vom Volksbildungswerk Gau Hessen-Nassau und dem Heimatbund geschaffene Ausstellung „Deutsches A h n e n e r b c" wurde in Seligen- ftabt eröffnet. Der stellvertretende Gauleiter L l n - der betonte, daß der Schau besondere Bedeutung zukomme. Ehedem habe man die Sippen- und Ahnenforschung in Deutschland vernachlässigt. Heute wisse man, daß eine Kultur vom Blut bedingt fei. Die Ausstellung bringt eine Fülle sehenswerten Materials aus Seligenstadt; u. a. sieht man von der ältesten Zunft, der Fischer, wertvolle alte Dokumente und Fischereigeräte. Auch die übrigen Hand- werkszweige sind mit Werkstücken und reichem Aktenmaterial vertreten. Besonders erwähnenswert dürften die wertvollen, in Schweinsleder gebundenen Werke aus der Klosterbibliothek fein. Von Matthias
ISO Jahre Hamburger Hafen
Hamburg, 7. Mai (DNB.) Aus Anlaß des 750jährigen Bestehens des Hamburger Hafens fand eine Kundgebung statt. Bürgermeister Krogmann erklärte, daß Hamburg den Gedenktag des 750jähri- gen Bestehens feines Hafens befonöers festlich begehe, weil es wünschenswert fei, daß die Männer der großen Hafenstädte Europas zur Aussprache über bie ihnen gemeinsamen Probleme und über ihre völkerverbindende Mission zu« sammenkommen. Der Führer habe Hamburg seinen Lebensauftrag zurückgegeben. Hamburg nenne sich heute wieder mit Recht das Tor Deutschlands zur Welt. Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller Übebrächte die Glückwünsche der Reichsregierung sowie den Dank für alles das, was Hamburg in den Jahrhunderten zum Wohle und zur Ehre des deutschen Vaterlandes getan habe. Hamburg gehe einer großen Zukunft entgegen. Von Böhmen und Mähren ausgehend würde sich nach dem Bau des Oberdonaukanals und nach der vollkommenen Sicherung der Schiffahrt auf der Elbe durch Anreicherung des Elbwasserstandes ein Segen von Transporten nach Hamburg ergießen. Als Der« treter der ausländischen Hafenstädte überbrachte Dberbürgermeifter Huysmans- Antwerpen herzliche Glückwünsche und wünschte Hamburg als Träger einer weltumspannenden Wirtschaftsbetätigung weiteres kraftvolles Blühen und Gedeihen. Der Oberbürgermeister der Hansestadt Köln Dr.Schmidt sprach namens der Hafenstädte des Großdeutschen Reiches der Hansestadt Hamburg die Glückwünsche aus.
Die Förderung
des Hochschullehrernachwuchses.
Der Reichserziehungsminister hat die Förderung des Hochschullehrernachwuchses neu geregelt. Durch die neue Besoldungsreglung für den Dozenten und Assistenten bleibt die Gewährung zusätzlicher einmaliger Beihilfen unberührt. In besonderen Fällen können Dozenten und Assistenten auch neben den Diäten für besondere wissenschaftliche Arbeiten einmalige Beihilfen bewilligt werden. Es bleibt ferner die Möglichkeit, Dozenten, die weder Diäten noch eine Lehr- auftragsvergütung beziehen, zur Forderung ihrer wissenschaftlichen Bestrebungen einmalige oder lausende Beihilfen zu gewähren. Die Forderungsmaß- nahmen sollen solchen Dozenten und Assistenten zuteil werden, deren wissenschaftliche Leistungen und Persönlichkeit eine erfolgreiche akademische Laufbahn erwarten lassen. Die Forderung von Persönlichkeiten, welche die Lehrbefugnis erstreben, setzt neben einem abgeschlossenen Studium voraus, daß der Bewerber durch seine bisherige Haltung und Leistung sich würdig erwiesen hat, Mittel der Allgemeinheit für seine berufliche Entwicklung in Anspruch zu nehmen.
Weihe des Hindenburg-Denkmals auf dem Kyffhäuser.
Auf dem Kyffhäuser wurde ein Denkmal für den Generalfeldmarschall von Hindenburg einge- weiht. Auf dem Gipfel waren mehrere tausend Männer des NS.-Reichskriegerbundes mit 500 Fahnen angetreten. Die Wehrmacht und die ^-Ver- ügungstruppe stellten Ehrenkompanien. Alle Gliederungen der Partei hatten Ehrenabordnungen ab- gesandt. Im Auftrag des Führers wohnte Staats- Minister Dr. Meißner der Feierstunde bei. Der Sohn des Generalfeldmarschalls, Generalmajor z. V. von Hindenburg, nahm mit seiner Familie teil. Reichskriegerführer ^-Obergruppenführer General der Infanterie Reinhardt betonte, durch den NS.-Reichskriegerbund hätten sowohl die. noch lebenden Kameraden des Feldmarschalls aus den Einigungskriegen, als auch die Generation deutscher Soldaten des Weltkrieges dem Manne ein Denk- mal gesetzt, der zu allen Zeiten seinen Kameraden ein leuchtendes Beispiel der Pflichttreue gegeben habe. Der verewigte Feldmarschall habe oft auf dem Kyffhäuser geweilt. Hoch oben vom Kyffhäuser tief er einst den alten Soldaten zu: „Die Treue ist das Mark der Ehre, ohne Ehre kein Vaterland!" Der Reichskriegerführer dankte dem Schöpfer des Denkmals, Professor H o s a e u s, für sein Werk und gab dann das Kommando zur Enthüllung des Denkmals, die unter den Klängen des Präsentiermarsches des Infanterie-Regimentes Generalfeldmarschall von Hindenburg (2. Masurisches Nr. 147 erfolgte. Nach Ansprachen des Gauleiters S a u ck e l und des Kommandierenden Generals des IX. A. K., Generals der Artillerie D o l l m a n n brachte der Reichskriegerführer das Siegheil auf den Führer aus. Staatsminifter Dr. Meißner legte einen Kranz des Führers am Denkmal nieder.


