und aus Gründen der Gerechtigkeit muß das Land-
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die
Innere Spannungen in der Mecho-Slowakei
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|jf$t er sich jetzt einrichten. Da alle Bestrebungen, - hei knappem Raum an die Stelle der Badewanne > iine Duschecke zu setzen, nur als Notlösungen an- 1 «sehen werden und nicht zu einer Standardaus- j Ehrung führen dürfen, ist die Haushalttechnik benützt, andere Vorrichtungen zu schaffen, die bei be- 1 Hrünktem Platz dennoch ein Vollbad gewähren. 1 6 ierzu gehören die K ü ch e n b ä d e r, die bei Nicht- ! Benutzung als Bad den Arbeits- oder Abwaschtisch Iler Hausfrau bilden. Selbst die an mehreren Stellen \ «zeigte Stufenbadewanne, die nur etwa ein Meter 1 iing ist, verdient gegenüber der Duschecke den Dor- > _lg. Darüber möge aber Klarheit bestehen, daß die Husche nicht zu verwerfen ist, sondern neben dem Vollbad ihren Platz behauptet. Spritzsichere Niesel- j tinge, die sich der Duschende über die Schultern längt, sind als beachtliche Neuerung in dieser Be-
| Setzung zu werten. . f „
Die Frage der Raumheizung wird ebenfalls von ] !er Haustechnik auf mannigfache Weise gelöst. Als wertvollste Heizeinrichtung darf man wohl den Rehrzimmerofen bezeichnen, den äußerlich in Kachelofen, im Innern aber ein Eisenofen ist | anb die Möglichkeit bietet, bei Unterhaltung einer inzigen Feuerstätte fünf Zimmer zu heizen. Auch vielt das Gas als W ä r m e t r ä g e r für Dauer- «izungen eine immer größere Rolle, besonders, wo s sich um eine wartungslose Beheizung von Ein- nmilienhäusern (Warmwasserheizung) handelt. Als lrusatzheizung leisten Gas und Elektrizität in Wohn- inumen, Badezimmern und Garagen wertvolle Vienste. Selbst die elektrische Vollheizung steht be- xits im Bereiche der Möglichkeit, Einzelheizkörper nb ebenso wie Decken- unb Fußbobenheizungen veiter entwickelt worben.
Unb nur zur Küche! Eine Unmenge kleiner und feinster Geräte streben danach, der Hausfrau ihre Arbeit zu erleichtern. K ü ch e n w a a g e n mit gut chtbaren, leuchtenden Skalen, mit Gehäuse aus nrbigem Preßstoff, Feineinstellungen, die aus der Küchenwaage eine Briefwaage machen, bitten ebenso m die Gunst der Besucher wie die neuartigen Srotschneider, mit denen man hauchdünne Schnitten vom Brotlaib abhobeln kann. Auch Schin- Xn, Wurst, Speck und andere Kostbarkeiten lassen ch mit diesen Hobeln aus hochwertigem Tiegelguß- ahl ganz dünn Herstellen. Daneben führen Sägend Kullenmesser als Flach- ober Rundmesser ihr nbestrittenes Dasein weiter. Die Zahl der Z e r - Ileimerungsmaschinen für rohes Gemüse Äer Obst, die der Zerteiler von Eiern, Tomaten, Zwiebeln und anderen schwierigen Kochgütern oder ifie Fülle der Kaffeemühlen hat eher noch m- als abgenommen. Desgleichen verdienen die prächtigen blanken Kochgeschirre aus Chrom und Fackel mit Kupferboden ebenso ewähnt zu werden Die die neuen Leichtmetallgeschirre, die ion hohem kochtechnischem Werte sind. Unter den Lochherden hat der mit zwei Energien arbei- ?nde Herd die Führung übernommen: er arbeitet -üt Kohle und Gas ober mit Strom unb Gas. Er ।at, je mehr die kleinen Zentralheizungen verfchwin- jen, die Raumheizung in der Küche mit zu über- ehmen. An die Stelle der Blechverkleidung ist teilweise die weiße keramische Seiten- und Vorder- wand getreten, während die der Wand zugekehrte Fläche des Herdes aus einer Asbestzementplatte be- eht. Die Herde werden aber auch mit Zentral- .eizungsöfen kombiniert gebaut, mit Warmwasser- .ereitern, mit ein unb zwei Bratösen, je nach Be- iarf für Stadt oder Land.
Der Parole „Kampf dem Verderb" haben die Hrifchhaltevorrichtungen vom einfachen Nieselring bis zum automatischen Kühlschrank zu
in diesem Sinne in die Entwicklung eingegriffen durch die Schaffung des Volksempfängers, der bis Ende 1938 eine Produktionsziffer von 3,1 Millionen Stück erreichte. Der Massenabsatz der Rundfunkindustrie werde heute vom Volksempfänger und dem Deutschen Kleinempfänger beherrscht. So hätten diese beiden Typen allein in der Zeit von Auaust 1938 bis Ende Januar 1939 einen Jndustrieabsatz von einer Million Stück erreicht. 50 v. H. des Gesamtabsatzes an Rundfunkgeräten seien damit bereits weitgehend rationalisiert.
Die größte zu beseitigende Typenzahl liege beim Markenkreiser. Ob unter diesen Umständen die Produktion von Mehrkreisern noch zweckmäßig sei, bleibe fraglich. Auch innerhalb der Gruppe der Superhets habe sich in den letzten Jahren e:ne grundlegende Verschiebung des Absatzes zugunsten der kleineren Geräte vollzogen. Die Konsequenz hieraus wäre die Massenfabrikation eines billigsten Kleinstsupers und die Beschränkung der Typenzahl der Mittelsuper. Die Deckung des Massenbedarfs der einkommensschwächeren Schichten auch mit höherwertigen Supergeräten sei eine ausschließliche Frage des Verkaufspreises. Erst die im Rahmen der Rationalisierung erfolgte Herabsetzung der Selbstkosten werde die Grundlage für die Befriedigung des Massenbedarfs schaffen.
Kleine politische Nachrichten.
In Berlin versammelten sich die Leiter der Reichspropagandaämter und die Reichsund Stoßtruppredner im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda zu einer Ar-
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volk Anteil an hygienischen, sanitären, arbeitserleichternden und zeitsparenden „komfortablen" Einrichtungen zu angemessenen Bedingungen haben. Es gehört nicht gleich zu jedem Kuhschwanz ein Ventilator, der die Fliegen vertreibt, wohl aber '" jedem Hofe eine 'Badeeinrichtung, auch im Winter benutzt werden kann!
we- lch- rift- nem idjer übe. Will Zahl roh- rech- nun- xor» aus- nb- siach ' sah wie cheru 8ach- nte inzu- ischen ischen daß mben
In betft Konflikt zwischen Prag und Preßburg sind die Kräfte etwas besser verteilt. Die Slowa- k e n sind als Volk stärker und größer, sie treten den Tschechen gegenüber selbstbewußter auf, ja, sie arbeiten geradewegs auf eine Selbstverwaltung hin, die die Slowakei so weit auf eigene Beine stellen soll, daß sie unter Umständen auf den ganzen Staatsverband, wie er jetzt noch vorhanden ist, verzichten kann. Darum auch die energische Forderung nach einer eigenen Armee. Prag hat ziemlich brüsk gefordert, daß die slowakischen Wünsche begraben werden. Aber Preßburg bat Vergangenes nicht vergessen, zudem sieht es, wie die Tschechen mit den Karpatho-Ukrainern umspringen.
Vor den Prager Verhandlungen.
Preßburg, 8. März. (Europapreß.) Der slowakische Ministerrat behandelte die tschechischen Forderungen. Vor allem drei Punkte: 1. Vollkommene Loyalität der Slowakei gegenüber der Tschecho- Slowakei, 2. Unterbindung der Propaganda für die Selbständigkeit der Slowakei, und 3. Entfernung mißliebiger Personen (darunter des Pressechefs Mach). Prag wendet sich ferner gegen die Forderung nach einer eigenen slowakischen Armee Zu dem Ergebnis der Sitzung schreibt das Blatt der Slowakischen Volkspartei, „Slovak": „In den Beratungen wurde festgestellt, daß sich in den wesentlichen Existenzfragen des slowakischen Volkes die Ansichten aller entscheidenden Faktoren auf der Linie des Silleiner Manifestes vom 6. Oktober 1938 und der Regierungserklärung vom Februar 1939 bewegen. Damit wurde allen Alarmmeldungen die Spitze abgebrochen. Auch bei den letzten Beratungen wurde dahin entschieden, daß sich die Slowakei beim Ausbau einer besseren Zukunft freie Hand vorbehält, sich durch keinerlei Rücksichten auf fremde Interessen beeinflussen läßt und nicht der Sklave fremder Ideologien werden wird. Die Slowakei ist sich dessen bewußt, daß das Schicksal Mitteleuropas nicht ohne den großen deutschen Nachbarn unb eben deshalb nicht gegen die Interessen Groß- deutschlands gestaltet werden kann. Die neue Slowakei hat sich nicht nur aus diesen Gründen, sondern auch auf Grund ihres zwanzigjährigen Kampfes und des Willens des slowakischen Volkes aufrichtig an die Seite jener großen Völker gestellt, welche den Kampf gegen jüdischen Marxismus führen. Der Weg des slowakischen Volkes in die Zukunft steht im Zeichen des Strebens nach Freundschaft und Zusammenarbeit mit allen Nachbarn." — Am Donnerstag trifft in Prag die gesamte slowakische Landesregierung ein, um mit der Zentralregierung die Verhandlungen über die Durchführung des slowakischen Autonomiegesetzes fortzusetzen.
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dienen. Wo Wassereis vorhanden ist, liegen die An- chaffungskosten für ein Kühlgerät niedrig, die Be- riebskosten aber hoch. Beim automatischen elektri- chen oder Gaskühlschrank kehren sich die Verhältnisse um. Interessieren dürfte besonders, daß ein Werk, das jahrelang den motorlosen Absorptions- chrank mit Eifer verfochten hat, heute für größere Einheiten dem Motorantrieb verfallen ist. Anderer- eits ist das Problem des Volkskühlschran- ' e s noch nicht gelöst worden. Seine Notwendigkeit ist aber angesichts der riesigen Mengen an Nahrungsmitteln, die im Haushalt mangels ausreichender Frischhaltegeräte verderben, teinesroegs geringer geworden.
Die elektrischen Haushaltgeräte sind immer ein besonderer Anziehungspunkt. Staubsauger und Waschmaschinen, Kaffeemühlen und Bügeleisen,
Brotröster und Warmwasserbereiter, Heizkissen und Höhensonnen gibt es in ansehnlicher Fülle und preiswerter Ausführung. Jedoch sind in konstruk- ttver Hinsicht keine neuen Wege zu erkennen, ein Beweis für Vollkommenheit der vorhandenen Geräte. Aandererseits sind „Probleme", wie die einwandfreie Bewegung der.Zuleitungsschnur am Bügeleisen, die Geschirrspülmaschine für kleine Haus- haltu'ngen ober bie Strumpfstopfmaschine, noch nicht gelöst warben. Manchen Fortschritt können jeboch die Heizplatten für Elektroherde verzeichnen, die Spezialgeschirr für den Elektroherd überflüssig machen wollen. Die Ringkochplatte ist als Uebergang von der ganz geschlossenen Masse- platte zur ganz offenen Heizftabplatt^ besonders zu werten. Die Frage der elektrischen Heißwasserbereitung wird dahin beantwortet, daß es richtiger ist, für eine häufige Entnahme kleiner Heißwassermengen zu sorgen als für die dauernde Bereithaltung großer gefüllter Speicher. Als vorbildliche elektrische Wohnung können die nach den Richtlinien der DAF. ausgeführten Siedlungen beim Volkswagenwerk oder beim Großkraftwerk Zschornewitz bezeichnet werden.
Ein großer Teil der Haushaltderäte appelliert an den Form- und Farbensinn der Frau. Besonders unter den Erzeugnissen aus Glas, Porzellan unb Keramik sinb Ausführungen zu färben, bie bem Geschmack ihrer Schöpfer bas beste Zeugnis ausstellen. Daß unter ihnen bie böhmischen Glasbläser, die ostmärkischen Schnitzer unb bie Wiener Kunstgewerbler besonders zahlreich vertreten sind, kann als wertvolle Bereicherung des deutschen Handwerks durch die Heimkehr von Ostmark und Sudetenland bezeichnet werden.
„Komfort"
fein Monopol der Stadt.
ZdR. Wenn van „ländlichen Verhältnissen" die Rede ist, denkt der gelegentliche Gast auf dem Lande meist an gewisse Mängel, die dem Landleben bisher zu eigen waren. Für ein paar Ferienwachen nimmt der Städter ja alles so hin. Aber nur zu bald
Oie Hausfrau auf der Leipziger Meffe
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Leipzig, 7. März 1939.
Wir leiden noch immer an einer Unterbewertung |cr Haushalttechnik, obwohl sie einen Ad- ,2tzmarkt vor sich hat, mit dessen Größe sich keine indere Branche messen kann. Großdeutschland zählt heute rund zwanzig Millionen Haushaltungen, die .lle Verbraucher der verschiedenen Haushaltgeräte snd. Diesen Verbrauch zu fordern, gehört zu den Aufgaben der Leipziger Messe; die Vorbe- iingung aber ist eine straffere ausstellungsmäßige Zusammenfassung gerade dieses Warengebietes, das och unübersichtlich auf alle Hallen unb Häuser oer- -ilt ist. Immerhin darf man angesichts ber Viel- tiltigfeit der Hausratausstellung schon jetzt von einer urtschrittlichen Haushalttechnik sprechen.
Besonderem Interesse begegnet natürlich ber Jaderaum. Selbst in den kleinsten Wohnungen
kommt der Tag, an dem das Wort vom „mangelnden Komfort" fällt. Unter Umständen wird dabei sogar die Fehlverbindung zur Kultur hergestellt, obwohl doch höchstens von Zivilisation die Rede sein könnte. Ganz sicher aber betrachten viele den Komfort als Monopol der Städte. Obwohl wir nicht alle das gleiche unter Komfort verstehen, sind wir doch darin einig, daß mit dieser Sammelbezeichnung nicht etwa ein verächtlicher Hang zur Bequemlichkeit gemeint ist. Der würde zum Landvolk auch gar nicht passen. Allein der überlasteten Landfrau wegen hat auch das Dors seine zentrale Wasserversorgung und jederHosseineWasserlei- tun g zu beanspruchen. Wo das noch undurchführbar ist, wird die Elektrizitätsversorgung ber Landgemeinden bie Errichtung ber elektrischen Pumpe im Hause ermöglichen, bie genügend Zapfstellen versorgt. Die Elektrizität ist geeignet, im Landhaushalt Arbeit und Zeit sparende Geräte zu bedienen, die ebenfalls nicht allein in der Küche, sondern auch in der Waschküche, dem Stalle und an anderen Arbeitsstätten ausgestellt werden sollen. Komfort ist kein Vorrecht ber Stabt. Nicht weil bie Dörfer unb bie barin lebenben Menschen rückstänbig sinb, mußte bas Lanboolk auf seine zahlreichen Vorteile verzichten, sondern weil bas Dorf nicht genügenb versorgt unb bie Landarbeit zu gering bewertet würbe. Mindestens im Interesse ber Volksgesunbheit
Typenbereinigung auch in der Nundfunkwirtschast.
Aehnlich ber Regelung für bie Kraftwagenprobuk- tion werben auch für bie Rationalisierung ber Rund- funkwirtschaft Maßnahmen vorbereitet. Im Einvernehmen mit bem Reichswirtschaftsminister hat ber Reichskommissar für bie Preisbildung die Wirt- fchaftsgruppe Elektroindustrie beauftragt, ent- prechende Vorschläge zu machen. Etwa 18 Ausschüsse ind mit der Klärung aller Einzelmaßnahmen auf )en verschiedensten Fachgebieten der Rundfunk- inöuftrie tätig. Der Sachbearbeiter des Reichspropa- gandaministeriums, Dr. Schaefer, weist im „Rundfunkarchiv" auf die Überschwemmung des deutschen Marktes mit einer Unzahl von G e - rätetypen, die eine rentable Mengenproduktion von vornherein illusorisch machte und daneben jede Uebersicht des kaufenden Publikums zerstörte. Der Schlüssel für die Rationalisierung der Rundfunkindustrie liege ebenfalls in der Typenbereinigung, die sich nicht allein auf bie Runbfunkgeräte erstrecken bürfe, sondern auch eine weitgehende Normung d e r Einzelteile umfassen müsse. Die politische Rundfunkführung habe bereits 1933
Jedes Staatswesen will organisiert sein, das gilt auch für die Tschecho-Slowakei in ihrer neuen Gestalt. Aber die Organisation, die dieser Staat erhalten soll, ist von Prag aus so aufgebaut worden, daß darüber die Slowaken und die Karpatho-Ukrai- ner in nicht geringe Erregung geraten sind. Denn Prag versucht, die Selbstverwaltung dieser beiden Völker stark e i nz u e n g e n, um dann eines Tages vielleicht der jungen Autonomie ein Ende bereiten zu können. Der tschechische Staatspräsident hat den karpatho-ukrainischen Minister Julian R e v a y des Amtes enthoben. Weiterhin drückt Prag offenbar auf den verbleibenden karpatho-ukrainischen Minister Woloschin, sich künftighin mit der Justiz und Schulverwaltung zu schästigen, während die neuen Vertrauensleute Prags die eigentlich wichtigen Landes- Dermaltunyen übernehmen sollen. Vor einigen Wochen wurde von Prag aus der tschechische General P r ch a 1 a nach der karpatho-ukrainischen Hauptstadt Chust entsandt, er Übernahm dort das Innen- und Verkehrsministerium und auch die Landesfinanzen. An Stelle Revays soll der bisherige Vorsitzende der Landwirtschaftskammer in Chust, Klotschurak bie Wirtschaftsressorts einschließlich des Gesundheitswesens und der öffentlichen Fürsorge übernehmen.
Wie bekannt, spielen auch zwischen Prag unb Preßburg „ernste Verhanblungen" über bas zukünftige staatsrechtliche und wirtschaftliche Verhältnis zwischen Tschechen und Slowaken; es liegt nun eine mehr als deutliche Drohung gegen Preßburg vor, wenn Prag über die Slowakei hinweg in dem östlichsten Landesteil, der Karpatho- Ukraine, so heftig angreift. Am Anfang der Auseinandersetzungen zwischen der Karpatho - Ukraine und den Tschechen stand, genau so wie zwischen Prag und Preßburg, das Problem ber Abgrenzung ber Staatseinkünfte. Die politisch erfahreneren Tschechen waren nach ber Septemberkrise schlau genug, sich ben Ertrag ber indirek- ten Steuern für ben gemeinsamen Staatshaushalt unb bie ungeheuerliche Schulbenlast zu sichern, bie Benesch aufgetürmt hat. Sowohl ben Slowaken wie ben Ukrainern verblieben die weniger ergiebigen direkten (Steuern. So hat denn auch Revay jetzt gefordert, daß die gesamten Staatseinnahmen ber Ukraine zunächst ungeteilt ber Landes- regierung in Chust zufließen, die erst ihrerseits einen Beitrag an den gemeinsamen Staatssäckel leisten soll. Er war bereit, als Gegenleistung ben Tschechen 3000 tschechische Beamte „zur Verfügung zu stellen", bie seinerzeit unter bem Benesch- System in bie Karpatho-Ukraine importiert worden waren und die Septemberkrise überstanden hatten. Man kann sich unschwer vorstellen, daß Prag über die angebotene „Gegenleistung" nicht besonders erquickt gewesen rst.__
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