Ausgabe 
7.12.1939
 
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Kleine politische Nachrichten.

Reichsorganifotionsleiter Dr. Ley wurde vom italienischen Außenminister GrafCian 0 zu einer

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Aufgabe, der er aber gerecht wird.,Otto Wernicke IW als Gutsbesitzer Dogelreuter entspricht allen Dor« stellunaen, die man sich von einem ostdeutschen

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Das war damals nicht einfach", so erzählt ein Funker von der Flugwache.Unsere Vorposten gaben zu Beginn des Krieges einen schmalen ®e» ländestreifen deutschen Gebietes im Vorgelände des Westwalls frei und wichen kämpfend aus. Für

längeren Aussprache empfangen. Ein Empsana durch den Sekretär der Faschistischen Partei, Minister Muti, war vorausgegangen. Anschließend besuchte Dr. Ley den Korporationsminister Ricci, mit dem er in Gegenwart des Staatssekretärs Cianetti eine längere Aussprache hatte. Zu Ehren Dr. Leys fand im Hotel Excelsior ein von Korporationsmini-

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stellungen, die man sich von einem ostdeutschen Gutsbesitzer macht. Maria Koppenhöfer gibt der unsteten, diebischen, prophezei!)enden Weszkal« nene überzeugend den Charakter des Menschen außerhalb der sozialen Ordnung. Auch in den Nebenrollen findet man den Film ausgezeichnet besetzt. Die Regie führte Arthur Maria Raben« alt. Im Beiprogramm zeigt ein ungemein geschickt photographierter Film die Schönheiten der ehe» maligen markgräflichen Residenz Bayreuth.

Heinrich Ludwig Neuner.

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Iohannisfeuer."

In dem neuen Film, der seit gestern im Gloria-

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Oie Finnen auf der Karelischen Landenge im Rückzug

Starker russischer Druck auch auf den anderen Fronten.

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Amsterdam, 6. Dez. (DNB.) Im englischen Unterhaus wurde die Frage der Unter st utzun» gen für die Familien ein gezogener Soldaten angeschnitten. Auf die Erklärung des Pensionsministers, daß seines Wissens feine Schwierigkeiten mehr bestünden, diese Unter, stützungen zu beziehen, warf der Abgeordnete Bobbie ein:Glaubt die Regierung nicht, daß es ein eigenartiges Licht auf ihre eigene Organisation wirft und daß sie eine Sch an d e für die ganze Regierung ist, daß stets diese gleiche Antwort gegeben wird und daß es trotzdem immer noch Frauen in England gibt, deren Männer seit August im Wehrdienst stehen, und die noch nicht einmal die erste Zahlung erhalten haben."

Unter ständigen Zwischenrufen und Ordnung«, rufen fuhr Dobbie fort:Ich fordere eine Antwort. Ich habe in meinem Wahlkreis eine Frau mit acht oder neun Kindern, die noch nicht einen Penny von der Regierung erhalten hat. Mit Ordnungsrufen können Sie hungernden Frauen und Kindern nicht kommen. In dieser Woche habe ich in meinem Wahlkreis Frauen in d i e Pfand« leihe gehen sehen, um für ihre Kinder etwas zu essen kaufen können. Ich schere mich nicht den Teufel um Ordnungsrufe, denn ich spreche hier für hungrige Frauen und Kinder."

Als der Sprecher hierauf den Abgeordneten er­suchte, sich wegen seiner Bemerkungen zu entschul« digen, erwiderte Dobbie: ,Hch bin niemandem im Parlament oder im Lande zu einer Entschuldigung verpflichtet, wenn ich Namen hungriger Frauen und Kinder sprech«." Daraufhin ersuchte der Sprecher Dobbie, das Parlament z u verlassen, mas Dobbie auch tat, nachdem er erklärt hatte:Im Namen dieser hungrigen Menschen verlasse ich dar Parlament, denn die Sache dieser Menschen steht mir höher als das Ansehen des Parlaments."

aber die englische Regierung Chamberlain-Churchill- Halifax, Musterbeispiel sturer Altersgewohnheiten, bewegt sich noch immer in den Vorstellungen jener vergangenen Zeiten, in denen England in jeder Be­ziehung eine Insel war und sich das auch erlauben konnte. Heute führen beispielsweise von Deutschland so viele Brücken nach England, über Wasser, unter Wasser, durch die Luft. Und diese Brücken bauen wir nach unseren eigenen Bedingungen, nicht nach englischen!

wußten, wie wichtia wir sind und daß sehr °KI von unseren Beobachtungen abhangt. So sahen wir', wenn wir von unserem Beobachtungsstand auf der Bergnase vorsichtig über Die Umwallung blickten, vor uns in kaum 80 Meter Entfernung die Fran­zosen sich eingraben. So mußten mir Doppelt auf­merksam sein und außer Dem Luftraum über uns auch noch das Gelände vor uns im Auge behalttn. Man konnte ja nie wissen, ob nicht em französischer Stoßtrupp im Schutze Der Dunkelheit Den Hang emporkommen würde. Aber nichts geschah, unD mir konnten unseren Dienst ungestörtversehen. Nun sind unsere Truppen wieder vorgerückt und haben den Franzosen hinter seine Grenzlinie gejagt. Nur dann und wann schickt Der Franzmann ewige 7,5- oder 10-cm-Granaten herüber."

Es sind prächtige Menschen, Die hier vben ein­sam und ganz auf sich angewiesen ihre Pflicht er- füllen. Die meisten von ihnen stammen aus Der Gegend, einige von ihnen können sogar ihr Hei­matdorf von ferne sehen .. ? Sie setzen sich in ihrem harten Dienst also nicht nur für Führer und Reich, sondern auch gleichzeitig noch für ihre engere Heimat, für die eigene Scholle em! Hans Jutte.

Britische Soldatenfrauen müssen hungern.

Sturm im Unterhaus über das Versagen der Familienunterstützung.

blauen Potsdamer Grenadiere, Die blanken Seydlitz- kürassiere. Schon vorher im Jahre 1660 hatte Der Nürnberger Mechaniker GottfrieD Hautsch für Den französischen Thronfolger ein aus Reitern unD Musketieren zusammengesetztes Regiment SolDaten angefertigt. Das mit Recht höchste BewunDerung Deutscher Feinmechaniker erlangte! Führten Doch Die Truppen präzise Exerzierbewegungen aus: sie senkten unD hoben Das Gewehr, schlugen an unD gaben sogar auf Kommando Feuer! Darüber würDe sich gewiß noch mancher Deutsche Junge freuen, nicht wahr? Wir sehen, Daß Der Weg bis zu Den heute begehrten SpielgerätenAuto, Flieger, Tank unD Flak" auf eine gute Vorschule deutscher Spielwarenherstellung zurückblicken kann.

ohne daß darunter die Klarheit des Ablaufs des dramatischen Geschehens leidet. Anna Dam m a n n verkörpert Die Gestalt der Marikke, Die unglücklich Liebende, Die Verzichtende und lieh ihrer Rolle Züge einer bestechenden und scharf profilierten per­sönlichen Eigenart. Unproblematisch steht neben ihr Gertrud Meyen als Tochter des Gutsbesitzers und Georgs Braut, die wohl ahnt, Daß zwischen ihrem Verlobten und Marikke etwas ist, aber nicht Den Mut hat, entscheidend einzugreifen, sondern an der Hoffnung ihres Glückes festyält. Ernst von Slipftein steht in feiner Rolle zwischen Den

schrift für bildende und darstellende Kunst, Architek­tur und Kunsthandwerk bringt in ihrer November« Folge einen gut illustrierten Aufsatz über Land schaftszeichnungen Der Niederländer. Besonderer Interesse wird der Beitrag Professor Pirchans fin­den:Maler malten Maler". Bilder österreichischer

Der Stellvertreter Des Führers empfing 17 Ho« heitsträger und Politische Leiter Der Auslands- b Organisation Der NSDAP, aus Dem ehemaligen Jn A

Polen, Die ihm durch Gauleiter Bohle vorgestellt ' R- wurden. Der Landesgruppenleiter der ehemaligen J Da "'N!:

dieser Junge hieß Balthasar Paumgartner, und bat in einem nach Frankfurt gerichteten Briefe seinen ter, ihm von Der Dortigen Messeein Pferd, so mit Geißhäuten überzogen" ist, mitzubringen. Es Dürfte sich um ein Schaukelpferd gehcmDelt haben.

SolDaten! Das ist Der Weihnachtswunsch jeDes Deutschen Jungen! Vor einem halben Jahrtausend fertigte man für Die KinDer Krieger aus Papier- maffe unD Ton an, aus Dem gleichen Material, Daraus auch neben Holz Die Puppen Der MäDels zumeist beftanDen. Zinnsoldaten gab es be­reits vor 1700, aber erst Die Siege Friedrichs Des Großen machten sie überall, sogar im feinDlichen Auslände, begehrt! Alle Knaben Europas wünschten sich zu Weihnachten Die roten Zietenhusaren, Die

Ein Genfer Mummenschanz

Die finnische Regierung hat es für richtig ge­halten, wegen ihres Konfliktes mit Der Sowjetunion ein Dölkerbundsverfahren anhängig zu machen, obgleich es wohl zweckentsprechender ge­wesen wäre, sich mit dieser Beschwerde gleich an Die allein verantwortliche Stelle, nämlich an Die eng­lische Regierung, zu wenden. Denn diese war es ja. welche die finnische Regierung in ihrer halsstar­rigen Haltung gegenüber Den russischen Vorschlägen bestärkte und somit das Unglück einer gewaltsamen, im Grunde überflüssigen Auseinandersetzung herauf- beschwor. Doch sei dem, wie es sein mag. Jedenfalls haben die plutokratischen Staatsverderber des We­stens die Gelegenheit schnell beim Schopfe ergriffen, um in Genf wieder einmal Den starken Mann zu markieren. Freilich weiden sie dabei unter s i ch bleiben. Die meisten Großmächte dieser Erde betei­ligen sich nicht mehr an Dem Mummenschanz. Es fehlt DeutschlanD, das bereits tm Jahre 1933 Die heiligen Genfer Hallen verließ, es fehlt I t a - lien, Das nach dem Sanktionsabenteuer seinen Austritt vollzog, es fehlt Japan, Das sich gleich­falls schon vor Jahren aus Der Liga zurückgezogen hat, es fehlt Spanien, das feit Der nationalen Erhebung mit Der Genfer Gschaftlhuberei nichts mehr zu tun haben will, es fehlen die Ver­einigten Staaten von Nordamerika, die die­sem Verein seit Anbeginn ferngeblieben sind, es fehlt schließlich sogar die Sowjetunion, obgleich sie Der zweite Partner in Dem zur Debatte stehenden Streitfall ist. Nur zwei Mächte halten es mit ihrer Würde noch vereinbar. Die tragenden Rollen in Dem KomöDiantenspiel am Genfer See zu besetzen, kön­nen wir Diesen beiden England und Frankre ich Das Vergnügen! Mitleid jeDoch beschleicht uns, wenn wir sehen, daß auch gewisse ^Staaten kleineren Formats sich nicht scheuen, als Statisten in Dieser Schmiere aufzutreten. Denn^ es ist ja kein Welttheater mehr, was Dort aufgeführt wird, sondern ein politisches Dilettantenstück im pri­vaten Kreise. Wer sich dazu hergibt, mitzumachen, ist also nur zu bedauern. Wer es sich aber einfallen läßt, Den agierenden Personen demonstrativ Beifall zu klatschen, den werden wir uns genauer betrachten müssen. Denn es kann uns nicht gleichgültig sein, ob sich noch weitere Leute an Dem Kriegsverbrechen unserer Feinde mitschuldig machen wollen oder nicht.

H. Ev.

3500 Jahren tat, sondern auch unsere Volkssorscher begeistert, da sie über Die anfite Back- und Knet­technik aus diesem Spiel werk mancherlei Wissens­wertes entnehmen können. Aber auch Das germa­nische Altertum hat eine Spielwarenerzeugung ge­habt, Die als handwerklich anzusprechen ist. Wohl mögen manche Holzpferde, Die unsere Ahnen vor 2000 Jahren kannten, Erzeugnisse besonders ge­schickter Väter oder Altenteilbesitzer gewesen sein; aber gewiß firib die in Den Sagas erwähnten Mnfiaturpserbe aus Messing gewerbliche Schmiede­waren gewesen. Denn dieser Stoff setzt Fachkennt­nisse voraus!

Dennoch darf man die planmäßige Spiettvaren- erzeugung als Sonders ach des deutschen Handwer­kers gewiß erst fürs frühe Mittelalter ansetzen. Das zeigt ein Bild aus DemHortus deliciarum", einem Buch über zeitinteressierende Kulturdinge; verfaßt hat es 1180 Die Aebtissin Herrad von LanDsperg; Da sehen wir unter anderen Darstellungen ein Kin- Derpaar. Das zwei Ritter gegeneinander kämpfen läßt; Die Puppen stehen vor ihnen auf Dem Tische und werden mittels Schnüren bewegt; sie heften Die Schwerter, decken sich mit Den Schilden. Die Fechtmethode ihrer harnischtragenden Väter ahmen Die Buben recht geschickt nach. Wer wollte bezwei­feln, daß Die Ritterwhne auch für das Spiel im Freien spielerisches Gewaffen befaßen, so gut ihre Schwestern Puppen, Wiegen, Puppenküche zur Ver­fügung hatten? Windräder, Kreisel, Fahnen und Trommeln gab es ebenfalls schon frühzeitig, Pup­penhäuser Dann erst, als das stäDtische Leben seinen Aufschwung genommen hatte. Da waren Nürnberg und Augsbrug Erzeugungsplätze einer handwerk­lichen Industrie,fo fast die ganze Welt mit Pup- penwerck, Dockenwerck und mit dergleichen netten, fleißig gemachten Maaren versehen". Auch Die Frankfurter und Leipziger Messe waren Liefer- ftätten begehrten Spielzeugs; Das läßt Der Brief eines kleinen Knaben aus Dem Jahre 1591 ersehen;

Spielzeug, des Kindes Werkzeug.

Don Werner Lenz.

Weil Weihnachten ein Fest Der gebenden Liebe für Die Erwachsenen und Der hinnehmenden Liebe für Die Kinder rft, Darf es gerade in Diesem Jahre nicht feines liebevollen Charakters entkleidet wer­den. Denn unsere Kinder haben einen Anspruch daraus, im Strahle Der Liebessonne aufzuwachsen besonders heut« unter wölken schwerem Himmel. Und wenn man schon vor Weihnachten, Durch Die Straßen gehend, die kleinen Kerlchen beobachtete, wie sie Den gefälligen Auslagen Der Spielwarenge­schäfte eine heitere, Dabei ernstsachliche" Aufmerk­sam kett zuwandten, Dann kommt man unwillkür­lich zu Der Erkenntnis, daß Das weihnachtliche Kin­derbeschenken Doch einen wichtigen Grund haben muß. UnD Das ist auch Der Fall!

Italiens Austritt aus der Genfer Liga unwiderruflich und endgültig.

Rom, 6. Dez. (DNB.) Entschieden wendet sich Giomale D'Jtalia" gegen Pläne, Die Darauf ab­zielen, Italien irgendeine Rolle im russisch-finni­schen Konflikt übertragen zu wollen. Es sei be- zeichnerid. Daß man neben Den Stimmen, Die Italien seit bald zwei Monaten in Verbindung mit einem sogenannten Balkanblock nennen, nunmehr auch Stimmen laut würden, Die ihm eine neue Mission zuteilen möchten. Wenn Die amerika- gische ZeitungWashington Post" beispielsweise erkläre, man sollte sich am Vorabend Des Zusam­mentritts Des Genfer Rates bemühen, Italien zu einer Rücktehrin die Liga zu bewegen, so könne man Darauf nur antworten, Daß Derartige Bemühungen mit Aussicht auf Erfolg 1935/36 hät­ten unternommen werden können. Heute sei es 3 u spät. Am 11. Dezember, zwei Jahre nach Der Aus­trittserklärung Der italienischen Regierung, werde Italien unwiderruflich unD endgültig die Genfer Liga verlassen haben unD keinerlei Be­ziehungen, auch nicht verwaltungstechnischer Natur, mit ihr pflegen. _______________________

Denn Spielzeug ist des Kindes Werkzeug! Der Heranwachsende kleine Mensch übt sich in Han­tierungen, Die Der Knabe Dem Vater, Die Das Mäd­chen Der Mutter absicht. Diesem erzieherisch bedeut­samen Spieltriebe kommt Der Erwachsene feit Jahrtausenden entgegen, indem er dem Kinde Spielgeräte schafft. Wohl weih sich Das spielbedürf. tige Kind selbst zu Helsen, und schafft sich mit kühner Phantasie sein Gerät; ein Stecken wird Dem Jungen zum Steckenpferd; einen Holzscheit um­windet das Mädchen mit einem Stoffreste und sieht in seiner unscheinbaren Schöpfung ein Puppenkind. Schöner aber gewiß ist noch, was liebende Ettern - sorgfalt ihm zureicht! Da bastelt her Vater am Feierabend ein Spielwerk für den Knaben zusam­men; Die Mutter näht Sin Kleidchen für her Klei­nen Puppe. So war es schon vor Jahrtausenden; Funde in uralten Siedlungen zeigen sogar, daß nicht nurHeimarbeit" Das kindliche Spielzeug er« schuf, sondern daß die Spielwarenindustrie mit mit ihrem naiven Raffinement bereits Jahrtausenhe tätig war, bevor her Weihnachtsstern aufging, her bis heute her Spielwareninhustrie mit ihrer weiten Arbeiterschaft so segensreich leuchtet.

Da förderte Die Wissenschaft nicht nur Klappern, Rasseln, Bälle lederne und bastgeflochtene in Altägypten zutage; auch mechanische Spielgeräte hat man tm Nillande und m Vörde rasten entdeckt. Da ist ein auf Rädern laufender Igel, her stilistisch Vorbild unserer Holzschnitzereispielwaren fein könnte; Da Der knetende Bäcker, Der nicht nur

so müssen wir jetzt die Karte vornehmen. Wir be­finden uns tm Kriegsgebiet, m Dem sämt­liche Wegweiser und Orientierungsschilder ver­schwunden sind. Ganz vereinzelt sehen wir Dann nur noch Soldaten auf Den Straßen und in den Ortschaften. Fast ausgestorben scheint das Land, aber wir wissen, daß Das eine Täuschung ist. In Den Bunkern, Die sich tiefgestaffelt im Westwallge­biet befinden, halten Die deutschen Soldaten Die eiserne Wacht.

An einer Straßengabeluna treffen wir einen Doppelposten, Der energisch Die Weiter fahrt ver­wehrt. Beide Straßen sind von den Franzo­se h e n eingesehen, Die heute besonders schieß- wütig sind und bei jeder verdächtigen Bewegung mit ihren Kanonen ballern. So müssen wir eben einen anderen Weg wählen, um an die Flugwache heranzukommen, Die auf Der nächsten Höhe liegt.

Irgendwo am Straßenrand kommt Der PKW. m Deckung, und Dann steigen wir auf hartgefrorenem Boden empor zu den Männern der Flugwache, die auf ihrem einsamen Posten so wenigBesuch" be­kommen. Vorsichtig blicken mir über Den Wall des Beobachtungsstandes hinweg, erkennen deutlich durch Das Glas jenseits her Senke in dem Wald auf einem Turm den vorgeschobenen französischen Be­obachtungsposten. In Der weiten Runde rührt sich aber nichts nur hoch oben in Den Lüften herrscht reger Flugbetrieb, der die ganze Aufmerksamkeit Der Flugwache auf sich lenkt. Muß doch jede feind­liche Maschine, Die die Grenze überfliegt, rechtzeitig nach rückwärts gemeldet werden. Ueheraus verant­wortungsvoll ist der Posten, den diese Männer von her Flugwache haben. Seit 15 Wochen stehen sie hier oben in unmittelbarer Nähe des Gegners, der heute zwar mehrere hundert Meter von ihnen entfernt ist, aber auch schon bis auf 80 Meter an

Kriegsmaler, und Bilder aus Der Kriegs gefangen* schäft zeigen weitere Beiträge. Eine Reihe ganz* fettiger Abbildungen sind der Plastik Des ehemaligen Wiener Parlamentsgebäudes gewidmet.

Behelfsmäßig, aber vorbildlich! Das kann man von Den Luftschutz-Vorrichtungen sagen. Die ein neuer sechsseitiger Bildbericht im neuesten Heft bet Sirene" zeigt. Wir sehen, wie man Kellen fenfter zum Notausstieg aus baut, Sandkisten uiö Säcke, ©teinparfungen und Balken als Splitterfckus verwendet, wie Der Splitterschutz vor Dem Not ausgang angebracht werden muß, wie man Türen und Fenster gassicher macht, und wie Die Deki des Luftschutzraumes abgestützt werden soll. Wet tere interessante Berichte und Bilder-Artikel behaN' DeinKriegsausbildungsplan für Selbstschutzkräfte, Der Polnische Feldzug und Die Technische Not W" z

Palast über die Leinwand geht, findet man nach DerReise nach Tilsit" abermals einen Filmstoff, der sich auf das engste an ein Sudermannsches Bühnenstück anlehnt und in gleicher Weise von jener verhaltenen und hintergründigen Spannung erfüllt ist, die einer ganzen Reihe von Bühnenwerken Sudermanns zu eigen ist. Lange bleibt inJohan­nis feuer" das Schicksal Der unmittelbar beteiligten Menschen in her Schwebe, zusehends verschärfen sich die Konflikte, Die unheilschwangere Stimmung hält in Das letzte Bild, fesselt und beunruhigt, alles menschliche Mitempfinden heraus und schließlich doch noch mit einem ungelösten

80 Meter vor uns lag der Feind..."

sich aber in sie, verlobt sich mit ihr und erkennt seinen Irrtum erst, als er Marikke gegenübertritt, die in Den Jahren seiner Abwesenheit zu einer faszinierenden Persönlichkeit geworden war. In der Iohannisnacht, herFreinacht", finden sich Georg und Marikke, er will seinen Irrtum aus Der Wett schaffen, will sich von Trude, der Tochter des Hofes, trennen unb mit ihr, mit Marikke, in hie Welt gehen. Aber Marikke lehnt nun ab, erinnert ihn an eingeganaene Pflichten, leistet für sich selbst Verzicht und verläßt allein Den Hof Georg heiratet die un­geliebte Frau.

Der Film ist ungemein reich an packenden Sze- neu und reich cm ländlicher Stimm ungsmalerei,

Riga, 7. Dez. (DNB.) Auf Der Karelischen Land­enge ziehen sich Die finnischen Truppen in zuneh­mendem Maße zurück. Am Mittwochmorgen roirh bestätigt, haß die vorgeschobenen finnischen Abtei­lungen hie Grenzorte Nykyrka, Valkjärvi unb Rautu aufgegeben haben. Der Rückzug erfolgt ' ' ' renzstellunaen hinter hem * sühöstlich von W i -

PK. Mit dicken Reifkristallen sind Die Scheiben des PKW. überzogen, oer uns heute nach vorn zu Den vorgeschobenen Flugwachen bringen oll. Friedlich Liegt Das Land an diesem sonnen­hellen, frostklaren Morgen. Nichts erinnert Daran, daß Krieg ist. Doch allmählich ändert sich Das Bild, als wir das Gebiet Der Luftverteidigungszone West hinter uns gelassen haben und durch Den Westwall fahren. Geschäftiges Leben und Treiben herrscht auf Den Straßen, in Den Dörfern. Einzelne Last­kraftwagen brausen dahin, ganze Kolonnen fahren in gleichmäßigem Tempo ... Dazwischen marschie­rende Infanterie, Derpflegungskolonnen, Munitions­kolonnen ...

Wir verlassen Die Hauptverkehrsstraße, die zur Front führt, fahren einen Feldweg entlang, um die Höhe zu erreichen, auf der ein Funkwagen auf einsamem Poften steht. Eisig fegt her Wind über die Felder, pfeift in Den Drähten Der Antenne, Die, kaum für Das Auge sichtbar, über Die ausgezeichnete Tarnung Des Fahrzeuges hinaus- ragt. Die Männer in dem Funkwagen blicken hin auf, als sich Die Türe öffnet. Sie Dürfen sich auch nicht ablenken lassen, Denn sie sind auf wichtigem Posten und müssen auf jedes Zeichen achten, das ihnen Durch den Aether zufliegt. Mit Den vorder- ften Flugwachen sieben sie in ständiger Verbindung, unD von ihrer Aufmerksamkeit hängt es ab, daß die Flugmeldungen feindlicher Flugzeuge rechtzeitig an die Batterien Der Flakartillerie gegeben werden.

Wenige hundert Meter von Der Funkstelle liegt ein einsames Bauernhaus. Hier treffen wir Die Kameraden der Männer vom Funkwagen, die sich gerade zur Ablösung fertig machen. Sechs Stunden müssen sie mit Dem Kopfhörer an Den Apparaten sitzen und auf jedes kleinste Funkzeichen lauschen, ehe sie wieder abgelöst werden und in Die warme Bauenfftube zurückkehren können, Die ihnen zur

Heber Die Tätigkeit Der russischen See. ( ftreitträfte heißt es am Mittwochmorgen, Daß j das Bombardement auf Hogland fort­gesetzt wurde, auch seien Landungsversuche 1 unternommen worden. Die Besetzung der im Finni- \ scheu Meerbusen gelegenen Insel Groß-Tyttas- - tären durch Die Russen roirh bestätigt. Aus Hel- sinkt meldetAftoitbladet", Die finnische Minensperre bei Aaland hindere russische Kriegsschiffe, in den Bottnischen Meerbusen einzu­fahren. Gleichzeitig werde mitgeteilt, Daß die V e r - schiffung finnischer Truppen nach Den Aalands-Jnseln Durchgesührt sei.Nya Dag- light Allehanda" meldet, Daß Amerika eine große Anzahl Flugzeuge nach Finnland schicken werbe, Die von amerikanischen Staatsbürgern fin­nischer Volkszugehörigkeit gespendet worden seien und von amerikanischen Piloten geführt wurden. Aus Kirkenes wird gemeldet, daß Drei ruffiiche Flugzeuge Bomben auf K 0 l 0 sj 0 ki, bas Zentrum her großen kanadischen Nicke l g e- se 1 lschaft in Finnland, abgeworfen hatten. Es sei kein großer Schaden entstanden. Die finmschen Abwehrgeschütze traten in Tätigkeit, jedoch wurde kein s der Flugzeuge abgeschossen. Die Freimachung Helsinkis wird fortgesetzt. Die Stabt ist Sitz der Regierung geblieben. Die meisten Kadi- nettsmitglieber leben in den Vororten. Die Mui- fterien, die in Der Nähe Des Hafens gelegen waren, mußten verlegt werden. Der Bau neuer bomben­sicherer Unterstände wird bald fertiggestellt sein.

junge Pflegesohn Georg Des Gutsbesitzers Vogelreuter, der jahrelang in Afrika war, kehrt zurück, trifft aber noch vor seiner endgültigen Rück­kehr auf oen Hof die nun erwachsene Tochter Des Gutsbesitzers, die vor seiner Ausreise noch ein Kind war und ihm damals noch nicht soviel bedeuten konnte, in hie etwas ältere Marikke. Er verliebt

Verfügung steht.

Wetter geht unsere Fahrt Der Front zu. Bald ist die Grenze des steigern achten Gebietes erreicht. Nun beherrschen Die Soldaten ausschließlich die Straße. Sind bisher die Wegweiser und Ortstafeln,----- .... . , . -

für Die rasche Orientierung eine gute Hilfe gewesen, uns aber gab es nur eines: Aushalten! Wir

au, Woukksen.-Fluß und ------

borg. Die Russen sind am Mittwochvormittag im . Dorrucken begriffen, wobei sie von zahlreichen - Panzerzügen und ft ar f e r Artillerie unterstützt werden. Die Tätigkeit Der Luftwaffe hat in Den letzten Tagen abgenommen.

Nördlich vorn Ladogasee treffen hie russischen Truppen hart auf die finnischen Linien. An her öst­lichen Grenze vom Labogasee wirb auch ein ver- tärtter russischer Druck gegen S 0 ujärvi gernel- ;et. Die finnischen Vorposten hätten Salmis unb Suvilahtt aufgegeben. Es ist anzunehmen, daß die Finnen in diesen Gebieten in den nächsten Tagen ich weiter zurückziehen müssen. Eine ähnliche Ent­wicklung erwartet man für das Gebiet nördlich vom Ladogasee. Bis jetzt ist hie finnische Luftwaffe in dieser Gegend nicht eingesetzt worden. In den letz­ten 48 Stunden hat sich gezeigt, daß den Russen nur geringer Widerstand bei Der Einnahme von Koulajäna, Kuusomo und Sumvssalmi bereitet wurde. Weiter ist es den Russen gelungen, d 1 e Eisenbahnlinie östlich von Wurmes zu bedrohen. Im P e ts a m 0 d i st ri k t haben sich Die Sännen halten können.