merken. 6 Wochen — ach was — 14 Tage Trommelfeuer, und die Herren Kriegspro- pagandiften würden schnell zu einer anbe« r e n Auffassung kommen. Sie reden immer vorn notwendigen weltpolitischen Geschehen, aber sie kennen nicht den militärischen Ablauf der Dinge. Allein umso besser kenne ich ihn und deshalb halte ich es auch für meine Pflicht, hier zu reden, selbst auf die Gefahr hin, daß die Kriegshetzer in dieser meiner Rede nur den Ausdruck meiner Angst und ein Symptom für den Grad meiner Verzweiflung sehen.
Weshalb soll nun der Krieg im Westen ff a f f f i n b e n ? für die Wiederherstellung Polens? Das Polen des Versailler Vertrages wird niemals wieder erstehen. Dafür garantieren zwei der größten Staaten der Welt. Die endgültige Gestaltung dieses Räumens, die Frage der Wiedererrichtung eines polnischen Staates find Probleme, die nicht durch den Krieg im Westen gelöst werden, sondern ausschließlich durch Rußland in einem Fall, und durch Deutschland im anderen. Uebrigens würde jedes Ausschalten dieser beiden Wachte in den in Frage kommenden Gebieten nicht einen neuen Staat erzeugen, sondern ein restloses Chaos. Die Probleme, die dort zu lösen sind, werden weder am Konferenztisch, noch in Redaktionsstuben gelöst, sondern in einer jahrzehntelangen Arbeit. Ls genügt eben nicht, daß sich einige, im letzten Grund am Schicksal der Betroffenen ohnehin desinteressierte Staatsmänner zusammensehen und Beschlüsse fassen, sondern es ist notwendig. daß jemand, der am Leben dieser Gebiete selbst beteiligt ist, die Arbeit der Wiederherstellung eines wirklich dauerhaften Zustandes übernimmt.
Die Fähigkeit der westlichen Demokratien zur Herstellung solcher geordneter Zustände ist zumindest in letzter Zeit durch Nichts erwiesen worden. Das Beispiel Palästinas zeigt, daß es besser sein würde, sich mit den vorliebenden Aufgaben zu beschäftigen und diese vernünftig zu lösen, als sich um Probleme zu kümmern, die innerhalb der Lebens- und Interessensphären anderer Volker kie- §en und von diesen sicher besser gemeistert werden.
ebenfalls hat Deutschland in seinem Protektorat Böhmen und Mähren nicht nur die Ruhe und Ordnung sichergestellt, sondern vor allem auch den Grund zu einer neuen wirtschaftlichen Blüte gelegt und zu einer immer enger werdenden Verständigung zwischen beiden Rationen. England wird noch sehr viel zu tun haben, bis es in seinem palästinensischen Protektorat auf ähnliche Ergebnisse wird Hinweisen können. Man weiß übrigens ganz genau, daß es eine Sinnlosigkeit sein würde, Millionen von Menschenleben zu vernichten und Hunderte von Milliarden an Werten zu zerstören, um ehna ein Gebilde wieder aufzurichten, das schon bei seiner seinerzeitigen Entstehung von allen Nichtpolen als Fehlgeburt bezeichnet worden war.
Was soll also sonst der Grund sein? Hat Deutschland an England irgendeine Forderung gestellt, die etwa das britische Weltreich bedroht oder seine Existenz in Frage stellt? Nein, im Gegenteil, weder an Frankreich noch an England hat Deutschland eine solche Forderung gerichtet.
Soll dieser Krieg aber wirklich nur geführt werden, um Deutschland ein neues Regime zu geben, das heißt: um das jetzige Reich wieder zu zerschlagen und mithin ein neues Versailles zu schaffen, dann werden Millionen Menschen zwecklos geopfert, denn weder wird das Deutsche Reich zerbrechen, noch wird ein zweites Versailles entstehen. Aber selbst wenn nach einem drei- oder vier- oder achtjährigen Krieg das gelingen sollte, dann würde dieses zweite Versailles für die
Folgezeit schon wieder zur Quelle neuer Konflikte werden. Auf alle Fälle aber könnte eine Regelung der Probleme der Welt ohne Berücksichtigung der Lebensinteressen ihrer stärksten Völker in 5 oder 10 Jahren nicht um ein haar anders enden, als dieser Versuch vor 20 Jahren heute geendet hat. Kein, dieser Krieg im Westen regelt überhaupt kein Problem, es fei denn die kaputten Finanzen einiger Rüstungsindustrieller und Zellungs- besiher oder sonstiger internationaler Kriegsgewinnler.
Zwei Probleme stehen heute zur Diskussion:
1. Die Regelung der durch das Auseinanderfallen Polens entstehenden Fragen und
2. das Problem der Behebung jener internationalen Besorgnisse, die politisch und wirtschaftlich das Leben der Völker erschweren.
Welches sind nun die Ziele der Reichsregierung in bezug auf die Ordnung der Verhältnisse in dem Raum, der westlich der deutschsowjetrussischen Demarkationslinie als deutsche Einflußsphäre anerkannt ist?
1. Die Schaffung einer Reichsgrenze, die — wie schon betont — den historischen, ethnographischen und wirtschaftlichen Bedingungen entspricht.
2. Die Ordnung des gesamten Lebensraumes nach Rationalitäten, d. h.: eine Lösung jener Minoritätenfragen, die nicht nur diesen Raum berühren, sondern die darüber hinaus fast alle süd- und südosteuropäischen Staaten betreffen.
3. In diesem Zusammenhang: Der Versuch einer Ordnung und Regelung des jüdischen Problems.
4. Der Neuaufbau des Verkehrs- und Wirtschaftslebens zum Ruhen aller in diesem Raum lebenden Menschen.
5. Die Garantierung der Sicherheit dieses ganzen Gebietes und
6. die Herstellung eines polnischen Staates, der in feinem Aufbau und in feiner Führung die Garantien bietet, daß weder ein neuer Brandherd gegen das Deutsche Reich entsteht, noch eine Jntrigenzenträte gegen Deutschland und Rußland gebildet wird.
Darüber hinaus muh sofort versucht werden, die Wirkungen des Krieges zu beseitigen oder wenigstens zu lindern, d. h. durch eine praktische hilsstätigkeit das vorhandene übergroße Leid zu mildern. Diese Aufgaben können — wie schon betont — wohl an einem Konferenztisch besprochen, aber niemals gelöst werden. Wenn Europa überhaupt an der Ruhe und dem Frieden gelegen ist, dann müßten die euro
päischen Staaten dafür dankbar fein, daß Rußland und Deutschland bereif sind, aus diesem Unruheherd nunmehr eine Zone friedlicher Entwicklung zu machen, daß die beiden Länder dafür die Verantwortung übernehmen und die damit verbundenen Opfer auch bringen. Für das Deutsche Reich bedeutet diese Aufgabe, da sie nicht imperialistisch aufgefaht werden kann, eine Beschäftigung auf 50 bis 100 Jahre. Die Rechtfertigung dieser deutschen Arbeit liegt in der politischen Ordnung dieses Gebietes sowohl als in der wirtschaftlichen Erschließung. Letzten Endes kommt aber beides ganz Europa zugute.
Die zweite, und in meinen Augen weitaus wichtigste Aufgabe ist aber die Herftelluna nicht nur der Ueberzeugung, sondern auch des Gefühls einer europäischen Sicherheit. Dazu ist es notwendig, daß
1. (Eine unbedingte Klarheit über die Ziele der Außenpolitik der europäischen Staaten einfrifL Inwieweit es sich um Deutschland handelt, ist die Reichsregierung bereif, eine restlose und volle Klarheit über ihre außenpolitischen Absichten zu geben. Sie stellt dabei an die Spitze dieser Erklärung die Feststellung, daß der Versailler vertrag für sie als nicht mehr bestehend angesehen wird
bzw., daß die deutsche Reichsregierung und mit ihr das ganze deutsche Volk keine Ursache und keinen Anlaß für irgendeine weitere Revision erblicken, außer der Forderung nach einem dem Reich gebührenden und entsprechenden Kolonialbesitz, in erster Linie also auf Rückgabe der deutschen Kolonien. Diese Forderung nach Kolonien ist begründet nicht nur im historischen Rechtsanspruch auf die deutschen Kolonien, sondern vor allem in dem elementaren Rechtsanspruch auf eine Beteiligung an den Rohstoffquellen der Erde. Diese Forderung ist keine ultimative, und sie ist keine Forderung, hinter der die Gewalt steht, sondern eine Forderung der politischen Gerechtigkeit und der wirtschaftlichen allgemeinen Vernunft.
2. Die Forderung nach einem wirklichen Aufblühen der internationalen Wirtschaft in Verbindung mit der Steigerung des Handels und des Verkehrs setzt die Jnordnungbringung der Binnenwirtschaften bzw. der Produktionen innerhalb der einzelnen Staaten voraus. Zur Erleichterung des Austausches dieser Produktionen aber muß man zu einer Neuordnung der Märkte kommen und zu einer endgültigen Regelung der Währungen, um so die Hinoermsse für einen freien Handel allmählich abzubauen.
Europa muß ein Gefühl her Sicherheit haben.
3. Die wichtigste Voraussetzung aber für ein wirkliches Ausblühen der europäischen und auch außereuropäischen Wirtschaft ist die Herstellung eines unbedingt garantierten Friedens und eines Gefühls der Sicherheit der einzelnen Völker. Diese Sicherheit wird nicht nur ermöglicht durch die endgültige Sanktionierung des europäischen Status, sondern vor allem durch das Zurückführen der Rüstungen auf ein vernünftiges und auch wirtschaftlich tragbares Ausmaß. Zu diesem notwendigen Gefühl der Sicherheit gehört vor allem aber eine Klärung der Anwendbarkeit und des Verwendungsbereichs gewisser moderner Waffen, die in ihrer Wirkung geeignet sind, jederzeit in das Herz eines jeden einzelnen Volkes vorzustoßen und die damit ein dauerndes Gefühl der Unsicherheit zurücklassen werden. Ich habe schon in meinen früheren Reichstagsreden in dieser Richtung Vorschläge gemacht. Sie sind damals — wohl schon, weil sie von mir ausgingen — der Ablehnung verfallen.
Ich glaube aber, daß das Gefühl einer nationalen Sicherheit in (Europa erst dann dn- kehren wird, wenn auf diesem Gebiet durch klare internationale und gültige Verpflichtungen eine umfassende Fixierung des Begriffes erlaubter und unerlaubter Waffenanwendung ffattfinbef.
So wie die G e n f e r K o n v e n t i o n e i n st es fertigbrachte, wenigstens bei den zivilisierten Staaten die Tötung Verwundeter, die Mißhandlung Gefangener, den Kampf gegen Nichtkriegsteilnehmer ufm. zu verbieten, und so, wie es gelang, diesem Verbot im Laufe der Zeit zu einer allgemeinen Respektierung zu verhelfen, so muß es gelingen, den Einsatz der Luftwaffe, die Anwendung von Gas usw., des U-Bootes, aber auch die Begriffe der Konterbande so festzulegen, daß der Krieg des furchtbaren Charakters eines Kampfes gegen Frauen und Kinder und überhaupt gegen Nichtkriegsteilnehmer entkleidet wird. Die Perhorreszierung bestimmter Verfahren wird von selbst zur Beseitigung der dann überflüssig gewordenen Waffen führen. Ich habe mich bemüht, schon in diesem Kriege mit Polen die Luft-
I waffe nur auf sogenannte militärisch wichtige Objekte anzuwenden bzw. nur dann in Erscheinung treten zu lassen, wenn ein aktiver Wider st and an einer Stelle geleistet wurde. Es muß aber möglich sein, in Anlehnung an das Rote Kreuz eine grundsätzliche allgemein gültige internationale Regelung zu finden. Nur unter solchen Voraussetzungen wird besonders in unserem dicht besiedelten Kontinent ein Friede einkehren können, der dann befreit von Mißtrauen und von Ang st die Voraussetzung für eine wirkliche Blüte auch des wirtschaftlichen Lebens geben kann.
Ich glaube, es gibt keinen verantwortlichen europäischen Staatsmann, der nicht im tiefsten Grunde seines Herzens die Blüte feines Volkes wünscht. Eine Realisierung dieses Wunsches ist aber nur denkbar im Rahmen einer allgemeinen Zusammenarbeit der Nationen dieses Kontinents. Diese Zusammenarbeit sicherzustel- len, kann daher nur das Ziel jedes einzelnen wirklich um die Zukunft auch seines eigenen Volkes ringenden Mannes sein.
Um dieses große Ziel zu erreichen, werden doch einmal die großen Nationen in diesem Kontinent zusammentreten müssen, um in einer umfassenden Regelung ein Statut auszuarbeiten, anzunehmen und garantieren, das ihnen alle das Gefühl der Sicherheit, der Ruhe und damit des Friedens gibt. Es ist unmöglich, daß eine solche Konferenz Zusammentritt ohne die gründlichste Vorarbeit, d.h. ohne die Klärung der einzelnen Punkte und vor allem ohne eine vorbereitende Arbeit. Es ist aber ebenso unmöglich, daß eine solche Konferenz, die das Schicksal gerade dieses Kontinents auf Fahrzehnte hinaus bestimmen soll, tätig ist unter dem Dröhnen der Kanonen oder auch nur unter dem Druck mobilisierter Armeen. Wenn aber früher oder später diese Probleme doch gelöst werden müssen, dann wäre es vernünftiger, an diese Lösung heranzugehen, ehe noch erst Millionen von Menschen zwecklos verbluten und Milliarden an Werten zerstört sind.
Zusammenarbeit statt Vernichtung-
Die Aufrechterhaltung des jetzigen Zustandes i m W e st e n ist undenkbar. Jeder Tag wird bald steigende Opfer erfordern. Einmal wird dann vielleicht Frankreich zum ersten Mal Saarbrücken beschießen und demolieren. Die deutsche Artillerie wird ihrerseits als Rache Mühlhausen zertrümmern. Frankreich wird dann selbst wieder als Rache Karlsruhe unter das Feuer der Kanonen nehmen und Deutschland wieder Straßburg. Dann wird die französische Artillerie nach Freiburg schießen und die deutsche nach Kalmar oder Schlettstadt. Man wird dann weiterreichende Geschütze aufstellen, und nach beiden Seiten wird die Zerstörung i m - mer tiefer um sich greifen und was endlich von den Ferngeschützen nicht mehr zu erreichen ist, werden die Flieaer vernichten. Und es wird sehr interessant sein für einen gewissen internationalen Journalismus und sehr nützlich für die Fabrikanten der Flugzeuge, der Watfen, der Munition usw., aber grauenhaft für die Opfer. Und dieser Kampf der Vernichtung wird sich nicht nur auf das Festland beschränken. Nein, er wird weit hinausgreifen über die See. Es gibt heute keine Inseln mehr. Und das europäische Volksvermögen wird in Granaten zerbersten, und die Dolkskrast wird auf den Schlachtfeldern verbluten. Eines Tages aber wird zwischen Deutschland und Frankreich doch wieder eine Gren- z e sein, nur werden sich an ihr dann statt der blühenden Städte Ruinenfelder und endlose Friedhöfe ausdehnen.
Es mögen diese meine Auffassungen nun die Herren Churchill und Genossen ruhig als Schwäche oder als Feigheit auslegen. Ich habe mich mit ihren Meinungen nicht zu beschäftigen. Ich gebe diese Erklärung nur ab, weil ich selbstverständlich auch meinem Volk dieses Leid ersparen will.
Sollte aber die Auffassung des Herren Churchill und sdnes Anhanges erfolgreich bleiben, dann wird eben diese Erklärung meine letzte gewesen sein. Wir werden dann kämpfen. Weder Waffengewalt noch die Zeil werden Deutschland bezwingen. (Ein November 1918 wird sich in der deutschen Geschichte nicht mehr wiederholen. Die Hoffnung auf eine Zersetzung unseres Erfolges ist kindlich. Herr Churchill mag der Ueberzeugung fein, daß Großbritannien siegen wird. Ich aber zweifele keine Sekunde, daß Deutschland siegt, das Schicksal wird entscheiden, wer Recht hat. Nur eins ist sicher: Es hat in der Weltgeschichte noch niemals zwei Sieger gegeben, aber oft nur Besiegle. Schon im letzten Krieg scheint mir dies der Fall gewesen zu fdn. x
Mögen diejenigen Völker und ihre Führer nun das Wort ergreifen, die der gleichen Auffassung sind. Und mögen diejenigen meine Hand zurückstoßen, die im Kriege die bessere Lösung sehen zu müssen glauben. Als Führer des deutschen Volkes und als Kanzler des Reiches kann ich in diesem Augenblick dem Herrgott nur danken, daß er uns in dem ersten schweren Kampf um unser Recht so wunderbar gesegnet hat und ihn bitten, daß er uns und alle anderen den richtigen Weg finden läßt auf daß nicht nur dem deutschen Volk, sondern ganz (Europa ein neues Glück des Friedens zuteil wird.
„Führer befiehl, wir folgen!"
Der Reichstag bereitet dem Führer begeisterte Huldigungen des Dankes und der Treue.
Mit Spannung folgten die Abgeordneten den Darlegungen des Führers, in denen er einen Rückblick auf den polnischen Feldzug gab. Das große Lob der deutschen Truppen aus dem Munde ihres Obersten Befehlshabers löste einen begeisterten Beifall aus, das Gedenken an die Toten, Verwundeten und Vermißten eine starke innere Anteilnahme. Die gründliche Abrechnung mit dem polnischen Chauvinismus löste ebenso viele Zustimmungskundgebungen aus wie die Anprangerung der Unmenschlichkeiten, die von den polnischen Machthabern an deutschen Menschen verübt worden find. Immer wieder wurde Adolf Hitler von Beifall unterbrochen, als er die Schlußfolgerungen aus den letzten großen Ereignissen zog, und besonders, als er die Einheit des Willens und der Absichten Deutschlands und Rußlands bei der endgültigen Befriedung des europäischen Ostens aufzeigte. Der elementare Wille des deutschen Volkes nach Freiheit und Gerechtigkeit kam dann in den stürmischen Kundgebun- gen zum Ausdruck, mit denen die Ausführungen Adolf Hitlers über die deutschen Revision s- forderungen und über den unbeugsamen Willen zu ihrer Verwirklichung begleitet wurden. Der Ueberblick über seine Friedenspolitik und über alle seine Versuche, mit allen Staaten und Völkern Europas in immer freundschaftlichere Beziehungen zu kommen, machte durch seine überzeugende Eindringlichkeit ebenfalls den stärksten Eindruck und rief andauernden Beifall hervor, der besonders stark wurde, als der Führer feststellte, daß durch seine Politik jeder Konflikt st off zwl-
schen Deutschland und Frankreich für alle Zeiten beseitigt worden sei.
Als dann Mols Hitler feststellte, daß die Be* seitigung des am mitteleuropäischen Raum begonnenen Verbrechens kein Wortbruch fei, wie es die Feinde Deutschlands hinstellen möchten son> dern seine Ehre, sein Stolz und seine große ge. schichtliche Leistung, brachten ihm die Abgeordneten, die von ihren Sitzen aufgesprungen waren, stür. mische Huldigungen dar, die sich noch stei. gerten und minutenlang andauerten, als der Füh- rer gegenüber den internationalen Brunnenvergiftern darauf verwies, daß das Urteil der Weltgeschichte über ihn durch fein Lebenswerk f e ft ft e h e.
In lautloser Spannung verfolgte dann der Reichs, tag die Schilderungen, mit denen der Führer ein Bild des Krieges zeigte, der durchgekämpft werden muß, wenn die Vernunft nicht zum Durchbruch kommt. Der gewaltige Appell an das Welt- gewissen, der in diesen Worten lag, machte einen ungeheuren Eindruck. So stand denn auch am Abschluß der Rede eine einzigartige Kundgebung des Dankes und des Vertrauens, des Glaubens und der Treue.
Tief bewegt sprach der Reichstagspräsident Gene- ralfeldmarschall Göring im Namen der Vertreter des deutschen Volkes und des deutschen Volkes selbst.
Mein Führer! so sagte er: Sie haben die Stellungnahme der Reichsregierung zu den Problemen des Kampfes, aber vor allen Dingen zu den Problemen des Friedens bargelegt. Und diese Stellung, nähme zeigt die ganze Großzügigkeit des Staatsmannes, ebenso wie die Ereignisse der letzten glor. reichen Wochen die ganze Kraft und den hohen Mut des überragenden Soldaten gezeigt haben. Wenn heute nun die Gegner glauben, zwischen dem deutschen Volk und diesem von ihm heiß geliebten Führer, diesem von ihm bewunderten Staatsmann und dem ersten Soldaten durch Flugblattpropo- ganba, durch lächerliche Aufforderungen, einen Keil zu treiben, so zeigt bies, baß man bort bas beutsche Volk nicht kennt ober zuminbesten nicht kennen will. Wo ist jemals, in welcher Zeit und bei welcher Nation ein Führer von seinem Volk so geliebt worben, wo hat jemals ein Volk auf feinen Führer so blind vertraut, wie dies heute bei uns der Fall ist? Heute, mein Führer, steht das Volk einiger denn je um Sie geschart. Was Sie immer von bie- sem Volk fordern werden, es wird freudig alles in blindem Vertrauen geben. Es wird in blindem Vertrauen bem Führer fob. gen wie ein stählerner Block gehärtet. Gehärtet im Feuer gewaltiger Ereignisse ist heute die Ein- heit Deutschlanbs. Das Volk acht dorthin, mein Führer, und wird borthin marschieren, wohin Sie ihm bie Richtung weisen, sei es z u m erwünsch- ten Frieden, fei es aber auch zum ent« schlossensten Widerstand. (Beifall und Heilrufe.) Niemals aber haben wir, hat bas ganze beutsche Volk freubiger, überzeugter und entschlösse- ner den Willen bekundet: Führer befiehl, wir folgen!
Der machtvolle Gesang ber Lieber der deutschen Nation beschloß bie geschichtliche Sitzung. Die_ Be- geisterung ber Abgeorbneten und aller Tribünen- besucher, ihre tiefste Zustimmung zu den Worten unb Taten des Führers machten sich in iiberwäl- tigenben Kundgebungen Luft, als ber Führer den Sitzungssaal verließ. Vor ber Krolloper wurde ber Führer von den Tausenden, die draußen an den Lautsprechern in atemloser Spannung seiner Rede gelauscht hatten, mit brausenden Heilrufen empfangen. Die Siegesglocken, bie bald barauf von allen Türmen ber Reichshauptstadt läuteten, bilbete.n ben Ausklang biefer geschichtlichen Reichstagsfitzung.
Go kämpft der deutsche Goldai
10 Gebote für die Kriegführung.
Im Gegensatz zu dem barbarischen Voraehen polnischer Soldaten, die an volksdeutscher Zwilbeool- kerung unb verwunbeten unb gefangenen brutschen Soldaten Greuel verübten unb im Gegensatz zu den gemeinen englischen Aushungerungsversuchen an Frauen unb Kindern ist der deutsche Soldat zur ritterlichen Kriegführung erzogen worben. Dies kommt in ben „10 Geboten für bie Kriegführung bes beutfchen Sotbaten" 3um Ausbruch bie nunmehr, soweit noch nicht geschehen, auch schriftlich im Soldbuch jedes Soldaten nieder- gelegt werden. Die 10 Gebote lauten:
1. Der deutsche Solbat kämpft ritterlich für den Sieg seines Volkes. Grausamkeiten unb nutzlose Zerstörungen sind feiner unwürdig.
2. Der Kämpfer muß uniformiert ober mit einem besonders eingeführten, weithin sichtbaren Abzeichen versehen sein. Kämpfen in Zivi l k l e i b u n g ohne ein solches Abzeichen ist verboten.
3. Es barf kein Gegner getötet werden, der s i ch ergibt, auch nicht ber Freischärler unb der Spion. Diese erhalten ihre gerechte Strafe durch die Gerichte.
4. Kriegsgefangene dürfen nicht miß« handelt ober beleibigt werben. Waffen, Pläne unb Aufzeichnungen finb abzunehmen. Von ihrer Habe barf sonst nichts weggenommen werden.
5. Dum-Dum-Geschoffe finb verboten. Geschosse dürfen auch nicht in solche umgestaltet werden.
6. Das Rote Kreuz ist unverletzlich. Derwunbete Gegner finb menschlich zu behandeln. Sanitätspersonal und Feldgeistliche dürfen in ihrer ärztlichen bzw. seelsorgerischen Tätigkeit nicht gehindert werden.
7. Die Zivilbevölkerung ist unverletzt l i ch. Der Soldat darf nicht plündern ober mutwillig zerstören. Geschichtliche Denkmäler und Gebäude, die dem Gottesdienst, der Kunst, Wissenschaft oder der Wohltätigkeit dienen, sind besonders zu achten. Natural- und Dienstleistungen von der Bevölkerung dürfen nur auf Befehl von Dorgesetz' ten gegen Entschädigung beansprucht werden.
8. Neutrales Gebiet darf weder durch Betreten oder Ueberfliegen noch durch Beschießen in die Kriegshandlungen einbezogen werden.
9. Gerät ein deutscher Soldat in Gefangenschaft, fo muß er auf Befragen feinen Namen und Dienstgrad angeben. Unter keinen Umständen darf er über Zugehörigkeit zu seinem Truppenteil und über militärische, politische unb wirtschaftlichen Verhältnisse auf ber beutschen Seiü aussagen. Weber durch Versprechungen noch durch Drohungen barf er sich dazu verleiten lassen,
10. Zuwiderhanblungen gegen bie vorstehenden Befehle in Dienstsachen finb strafbar. Verstöße des Feindes gegen bie unter 1 bis 8 angeführten Grunbsätze finb zu metben. Dergeltungsmaßregeln sind nur auf Befehl ber höheren Truppenfuhrung zulässig.
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