Ausgabe 
7.10.1939
 
Einzelbild herunterladen

Reich hat die traditionelle Freund-

ü-mommen und keine neuen geschaffen.

Miwfa s°u»«n, auch zu den Großmächten, n 40 MiiS yabe im Verein Mit dem Duce eine Aenderung

Zufall.

verhindert r verbltta. austrill ) diese B habe im 6t- eiliges W ju beseiligei hl als gch

g o s l a w i e n mitgeteilt, daß die Grenze auch fr diesem Staut, von jetzt ad für Deutschland eine ixrbänderiiche sei, und daß wir nur in Frieden KD Freundschaft mit ihm zu leben wünschen.

>. Mit Ungarn verbindet uns ein langjähriges Mtionelles Band enger und herzlicher Freund- S»ft. Auch hier sind die Grenzen'unveränderliche, h. Die Slowakei hat selbst an Deutschland

Die Beseitigung des Verbrechens von Versailles, eine große geschichtliche Leistung.

den Atem an. Ein Gefühl der Unendlichkeit geht durch die Seele; das Auge nimmt noch einmal alles auf, saugt gleichsam das ganze Bild dieses Augen­blicks in die grenzenlose geweitete Seele. Wird es der letzte Tag sein? Wird ein Geschoß von drüben, wenn die Sonne durchgebrochen, dies Herz zer­reißen? Auch das Ohr, auf alles gespannt, nimmt die leisesten Geräusche der erwachenden morgend­lichen Natur wahr. Jeder Sinn ist wach. Die Nasen­flügel wittern, der Ruch der Erde und der Pflanzen ist noch einmal spürbar. Dann ein Kommando: Halbrechts ... der Wind, der aufkommt, verweht den Ruf, aber jeder hat sofort den Sinn begriffen. Und nun rund um den Tod triumphiert noch einmal das Leben in seiner ganzen Herrlichkeit. Es ist ja nicht nur der Kampf der Schützen, der Ge­wehre, es ist ja zugleich der Kampf der Seele, die hier im morgendlichen Erwachen der Natur an­stürmt und von Welle zu Welle des Geländes dem Tod den Einsatz bietet, den ganzen Einsatz des inneren Widerstandes.

Vielleicht war es das, was dies alles in so unver­geßlichen Erinnerungsbildern wachhielt. Vielleicht ist es immer das Leben, das in der Gefahr sich seiner am tiefsten bewußt wird, das über alles andere hin­weg in uns erhalten bleibt.

vom Ginn der Gegenwart und Zukunst.

Don Hans Brandenburg.

' * »ur neu formieren, unser «irem f

* E-fchichte über, der groß- Ozean, dessen Auf JUC Vir wir erleben, muß uns wichtiger werden alsb Ä,V 1 [yne Nußschale auf ihm, die uns tragt, und die doch k"-r »der später' versinkt, ob sie strandet ob« VW3 : M«! was wir streiten und eiben, wirdzum $ Mmf bei spätesten Geschlechtern und unser V1j ^ngvolle Gegenwart die Zukunft unserer Enkel, sl» ' t[*5 aber geschieht au- Notwendigkeit und nicht

wieder einen Kampf zu eröffnen. Je weniger sachliche Gründe diese Männer für ihr Beginnen besitzen, um so mehr versuchen sie, mit leeren Phrasen und Behauptungen eine Motivie­rung ihres Handelns vorzutäuscyen.

Ich glaube aber auch heule noch, daß es eine wirkliche Befriedigung in Europa und in der Dell nur geben kann, wenn sich Deulfchland und England verständigen. Ich bin aus dieser lleberzeugung heraus sehr oft den Weg zu einer Verständigung gegangen. Denn dies am Ende doch nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt hat, dann war es wirklich nicht meine Schuld.

Als letztes habe ich nun auch versucht, die Be­ziehungen des Reiches zu Sowjetrußland zu normalisieren und endlich auf eine fteundschaft- liche Basis zu bringen. Dank gleicher Gedanken­gänge Stalins ist nun auch dieses gelungen. Auch mit diesem Staat ift nunmehr ein dauerndes freundschaftliches Verhältnis hergestellt, dessen Aus­wirkung für beide Völker segensreich sein wird.

So hat im gesamten die von mir durchgeführte Revision des Versailler Vertrages in Europa kein Chaos geschaffen, sondern im Gegenteil die Voraussetzung für klare, stabile und vor allem tragbare Verhältnisse. Nur derjenige, der diese Ordnung der europäischen Zu­stände haßt und die Unordnung wünscht, kann ein Feind dieser Handlungen fein. Wenn man aber mit scheinheiliger Miene glaubt, die Methoden ab­lehnen zu müssen, durch die im mitteleuropäischen Raum eine tragbare Ordnung entstanden ist, dann kann ich darauf nur antworten, daß letzten Endes nicht so sehr die Methode entscheidend ist als der nützliche Erfolg. Vor meinem Machtantritt versanken Mitteleuropa, und zwar iricht nur Deutsch­land, sondern auch die umliegenden Staaten in eine Not der trostlosen Erwerbslosigkeit. Die Produk­tion fiel und damit verminderte sich zwangsläufig auch der Konsum der Menschen. Der Lebensstan­dard sank, Not und Elend waren die Folgen. Es kann keiner der kritisierenden fremden Staatsmän­ner bestreiten, daß es nicht nur im alten Reich, sondern darüber hinaus auch in allen nunmehr mit ihm vereinten Gebieten gelungen ist, diese Verfalls­erscheinungen zu beseitigen, und zwar unter den er­schwerendsten Bedingungen. Es hat sich damit er­wiesen, daß dieser mitteleuropäische Raum über­haupt nur zusammengefaßt lebens­fähig ist, und daß derjenige, der ihn trennt, ein Verbrechen an Millionen von Menschen begeht.

»eben. Mühe, Einschränkung unb Entbehrung kon- >"i also schon an sich eine Ehre unb Ausze chnung s, erst rechl aber in einer Zeit, wo st-nur dem 8:«äen zu bienen haben. Wenn wir schon verg eichen °L°n, so gebührt einer Kriegsze t Kampfzeit und Allzeit manch großer Vorzug. Auch zum tiefsten hatten gehört sein besonberes, vielleicht nur bei k-eres Ächt. Eine Welt, bie aus ben Sugeni ift, i k nur neu formieren, unser Atem geht in ben Atem

iiLndwie geeignet gewesen wäre, in Belgien als te Bedrohung empfunden zu werden.

>. Diese gleiche Haltung nimmt Deutschland der Ehweiz gegenüber ein. Die Reichsregierung hat

rschen, bann n Deutsche catkilomeler ri) ihrem f)t eiter netto besitz zurück? ienwnben rn den sie edlich erwori allen F fdemWe Visionen zu lehnt, das V rationalen r nige Bitte i Kiß GroßM Lebensintn » vom nafißiK i Ich habe r ;

auch das geringe Ausmaß meiner Forderungen die Bescheidenheit meiner'Vorschläge als Schwäche ausgelegt und deshalb abgelehnt.

Dies konnte niemand mehr leid tun als mir selbst. Allein, es gibt im Leben der Völker Notwendig­keiten, die, wenn sie nicht auf friedlichem Wege ihre Erfüllung finden, dann durch die Kraft ihre Verwirklichung erhalten müssen. Das mag bedauer­lich sein, aber dies gilt ebenso für das Leben der einzelnen Bürger wie für das Leben der Gemein­schaft.

Der Grundsatz, daß das größere, allen gemein­same Interesse nicht verletzt werden kann durch den Eigensinn oder gar den bösen Willen der einzelnen Individuen und Gemeinschaften, ist unleugbar rich­tig. Ich habe auch Polen die maßvollsten Vorschläge unterbreitet. Sie verfielen nicht nur der Ablehnung, sondern im Gegentell, sie führten zur Generalmobilmachung dieses Staates, mit einer Begründung, die genau ersehen läßt, daß man gerade in der Bescheidenheit meiner Vorschläge die Bestätigung für meine Schwäche zu sehen glaubte, ja am Ende sogar für meine 2Ingft.

Eigentlich müßte einen diese Erfahrung geradezu einschüchtern, überhaupt noch vernünftige und maßvolle Vorschläge vorzutragen. Auch in diesen Tagen lese ich in gewissen Zeitungen bereits, daß jeder Versuch einer friedlichen Regelung des Ver­hältnisses zwischen Deutschland einerseits und Eng-

Zeitschristen.

Die neueste Nummer der Jllu strikten Zeitung, die jetzt in Abständen von 14 Tagen erscheint, wird eingeleitet mit einer ganzseitigen Zeichnung von Rudolf LipusSturzbomber oer deutschen Luftwaffe". Der tragende Aufsatz ist Eng­land gewidmet und zeigt noch einmal in einem historischen Rückblick mit Bildern aus früheren Bänden der Jllusttirten Leitung, wie sich Großbri­tannien sein Weltreich aufgebaut hat. Eine Dop­pelseite mit Bildern steht unter dem TitelAeußer- fter Einsatz vom obersten Befehlshaber bis wm Mann im Glied", eine Zeichnung von Rudolf Lipus versinnbildlicht durch die realistische Schilde- derung eines behelfsmäßigen Brückenübergangs das Tempo des deutschen Vormarsches. Der amtliche Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht über den Feldzug in Polen ist mit den Fotos sämtlicher Heerführer, sowie 5 Landkarten, umrahmt. Es fol­gen weitere Bilder vom Kriegsgeschehen in Ost und West und Ausnahmen aus dem politischen Leben. Ein Artikel von K. SeesemannWirtschaftskrieg unb Kriegswirtschaft", ist mit zahlreichen Illustra­tionen und graphischen Darstellungen versehen.

se erklären, grenzt. 5 ich nicht!

essen nwisi Volke selbst! chten. 3rgenti i ) e n. Denn < ertrag nichts h-tw-hl» aufgeWj en d«E tnitge 6* n, unöf«®1

morgen oder übermorgen oder ...So lebte man auch am Tag in dem kleinen Etappenstädtchen, zwischen Marktständen, Quartierstuben, Gulasch­kanonen und den Marschbefehlen, die heute den, morgen jenen mit seinem Bataillon davonführten. War es das: dieses Leben aus dem Augenblick und für den Augenblick, im vollen Bewußtsein der Un­mittelbarkeit der Gegenwart, was all diese kleinsten Erinnerungsbilder so festhielt?

Oder war es bas: Man fuhr von Strij eines Tages mit einem Truppenzug südostwärts durch die Ausläufer der Waldkarpathen. Es ging langsam am sonstigen Tempo gemessen zunächst sehr langsam vorwärts. Da und da hielt der Transport. Irgendeine kleine galizische Station. Die Bahn­beamten radebrechten ein paar deutsche Worte. Dann ging es wieder ein ober zwei Stationen weiter, und der Abend hatte schon über ein Gewässer, bas sich breit und mit sumpfigen Uferrändern in ein Tal schob, feine roten und violetten Schleier gebreitet. Das Haupttal erreichte man einige Stunden danach und auch den stillen kleinen Ort, derTal"Do- lina" hieß. Da aber stand auf einmal ein wunder­barer klarer Sternhimmel über dem waldigen Kar­pathenhange, der sich gleich hinter der Bahnlinie emporschob. War es das vielleicht, daß man Soldat und in fremdem, vorher nie betretenem Land fuhr und marschierte, wo alles so anders, so neuartig für das Auge war und doch darüber diese alten Sternbilder standen und mitreiften wie ein Stück der Heimat? Es war Spätherbst und in diesen Höhen immerhin schon etwas kalt, und man fröstelte unb war auch immer etwas müde. Aber in Augen­blicken fielen Frösteln und Müdigkeit ab, und man scih über dem leisen, matten Glänzen von i, nbert Gewehrläufen, über hundert Köpfen und Tornistern, die nun ein Stück nach dem andern die Waggons verließen unb in Marschkolonne durch Wald und Bergland dem betreffenben Frontabschnitt zuschrit­ten die ewigen Sterne in einer Klarheit unb Nähe, daß man sich an Sommerabende erinnerte, die weit zurücklagen, und in denen ein Glück und ein Gefühl des Geborgenseins: Kindheit und Heimat von neuem lebendig waren. War es das?

Aber vielleicht war es am allermeisten bas: Ein grauender Morgen. Nach einer Gefechtspause setzt drüben erneut der Geschützlärm ein. Das Knattern der Maschinengewehre. Man nützt jede Deckung. Der Dunst der ersten Frühe ist noch wie eine riesige Tarnkappe, die uns alle verdeckt. Auf den Gräsern in tausend feinsten Schleiern zwischen Farn und Wiesenkraut perlen Myriaden von Tautropfen. In Minuten muß bie Sonne durchbrechen. Man hält

n

-echbarn zu bringen Und ich darf hier nun lb J Tatsachen Hinweisen, die mcht durch die Schrei- 7*16 " L * 1 . w.n<"> nrr.nlor SH rAflnf -.

Ml

Den, d-M t bat, eine*1, ltniss^i' ß eingefrelejj

ringen überhaupt auch nur zur Sprache zu Dringen, nicht, weil ich dazu gezwungen gewesen wäre, sondern weil diese Angelegenheit überhaupt kein Problem ist, das jemals zwischen dem deutsch- sranzofischen Verhältnis stehen könnte. Ich habe die Entscheidung des Jahres 1919 akzeptiert unb es ab- gelehnt, früher ober später für eine Frage wieder Jn blutigen Krieg einzutreten, der in keinem -öerpaltms zu den deutschen Lebensnotwendigkeiten steht, aber wohl geeignet ist, jede zweite Gene­ration m einen unseligen Kampf zu stürzen. Frank­reich weiß dies.

Es ist unmöglich, baß irgendein französischer Staatsmann aufsteht unb erklärt, ich hatte je- mals eine Forderung an Frankreich gestellt, öle zu erfüllen mit der französischen Ehre oder mit den französischen Interessen unvereinbar gewesen wäre. Wohl aber habe ich statt einer Forderung an Frankreich immer nur einen Wunsch gerichtet, die alte Feindschaft für immer z u begraben und die beiden großen Kationen mit ihrer geschichtlichen Ver­gangenheit den Weg zueinander fin­de n zu lassen. Ich habe im deutschen Volke alles getan, um den Gedanken einer unabänder­lichen Erbfeindschaft auszurotten und anstatt dessen die Achtung einzupflanzen vor den großen Leistungen des französischen Volkes, seiner Ge­schichte, genau so, wie jeder deuffche Soldat die höchste Achtung besitzt vor den Leistungen der französischen Wehrmacht.

Nicht geringer waren meine Bemühungen für eine deutsch-englische Verständigung, ja darüber hinaus für eine deutsch - englische Freundschaft. Niemals unb an keiner Stelle bin ich wirklich den britischen Interessen entgegen­getreten. Leiber mußte ich mich nur zu oft briti­scher Eingriffe deutschen Interessen gegenüber er­wehren, auch dort, wo sie England nicht im ge­ringsten berührten. Ich habe es geradezu als ein Ziel meines Lebens empfunden, bie beiden Völker nicht nur verstand es-, sondern auch gefühls­mäßig einander näherzubringen. Das deutsche Volk ist mir auf diesem Wege willig gefolgt. Wenn mein Bestreben mißlang, dann nur, weil eine mich persönlich geradezu erschütternde Feindseligkeit bei einem Teil britischer Staatsmänner unb Journa­listen vorhanden war, die kein HM bar aus mach­ten, daß es ihr einziges Ziel wäre, aus Grün­den, die uns unerklärlich sind, gegen Deutsch­land bei der ersten sich bietenden Gelegenheit

rM'i und

Verhältnisses des Reiches zu Italien her- hrgesührt. Die zwischen den beiden Staaten be- jtijtenben Grenzen sind von beiden Reichen als Mmbäl^eriich feierlich anerkannt.

Aede Möglichkeit von Interessengegensätzen terri- taiialer Art wurde ausgeschaltet. Aus den einstigen ®$nern des Weltkrieges find unterdes herzliche Fxunde geworden. Es blieb nicht bei einer Nor- mllifierung der Beziehungen, sondern es führte dies m der Folgezeit zum Abschluß eines weltanschau- fit und politisch fundierten engen Paktes, der sich ot ein starkes Element der europäischen Zusam- mnarbeit ausgewirkt hat.

3d) habe es aber vor allem unternommen, bas 8 rhältnis zu Frankreich zu entgiften iiid für beide Nationen tragbaw zu gestalten. Ich l)we hier in äußerster Klarheit einst bie deutschen Sicherungen präzisiert, und ich bin von dieser Er- ftcung niemals ab gewichen. Die Rückgabe des Liargebietes war die einzige Forde- n ng, die ich als unabdingbare Voraussetzung tret deutsch-französischen Verständigung ansah. Lchdem Frankreich felbft dieses Problem loyal ge- : hat, siel jede weitere deutsche Forderung an frnnfreief) fort; es existiert feine solche q: rberung mehr, unb es wird auch nie eine svche Forderung erhoben werden. Das heißt: Ich fv'e es abgelehnt, das Problem Elsah-Loty-

n

land unb Frankreich anderseits ausgeschlossen fei unb daß ein Vorschlag in dieser Richtung nur be- weise, daß ich angsterfüllt den Zusammenbruch Deutschlands vor mir sehe, daß ich ihn also nur aus Feigheit ober aus schlechtem Gewissen mache.

Wenn ich nun trotzdem au diesem Problem meine Gedanken bekanntgebe, dann nehme ich es also auf mich, in den Augen dieser Leute als Feig- ling oder als Verzweifelter zu gelten. Ich kann dies auch, weil bas Urteil über mich in der Geschichte Gott sei Dank einst nicht von diesen erbärmlichen Skribenten geschrieben wird, sondern durch mein Lebenswerk feststeht, und weil es mir ziemlich gleichgültig ist, welche Beurteilung ich nun im Augenblick von diesen Leuten erfahre. Mein Prestige ist groß genug, um mir so etwas erlauben zu können. Denn ob ich diese meine folgenden Ge­danken nun wirklich aus Angst ober aus Verzweif­lung ausspreche, das wird ja in jedem Fall der spatere Lauf der Dinge erweisen. Heute kann ich es höchstens bedauern, daß die Leute, die in ihrem Blutdurst nicht genug Krieg sehen können, leider nicht dort sind, wo der Krieg wirk­lich ausgekämpft wird und auch schon früher nicht dort waren, wo geschossen wurde. Ich verstehe wohl, daß es Interessenten gibt, die an einem Krieg mehr verdienen als an einem Frieden, und ich verstehe weiter, daß für eine gewisse Abart internationaler Journalisten es interessanter ist, über den Krieg zu berichten als über die Handlungen ober gar kultu­rellen Schöpfungen eines Friedens, die sie nicht er­messen unb nicht verstehen. Unb endlich ist es mir klar, daß ein gewisser jüdisch-internationaler Kapi­talismus und Journalismus überhaupt nicht mit ben Völkern fühlt, deren Interessen sie zu vertreten vor- geben, sondern als Herosttaten der menschlichen Ge- sellschaft ben größten Erfolg ihres Lebens in der Brandstiftung erblicken.

Ich glaube aber auch noch aus einem anderen Grunde meine Stimme hier erheben zu müssen. Wenn ich heute gewisse internationale Presseorgane lese oder die "Reden verschiedener heißblütiger Kriegsvecherrlicher höre, dann glaube ich im Na­men derer sprechen und antworten zu dürfen, die die lebendige S u b st a n z für die geistige Beschäftigung dieser Kriegszielsetzer abzugeben ha­ben, jener lebendigen Substanz, der ich über vier Jahre lang im großen Krieg auch als unbekannter Soldat angehört habe. Es wirkt großartig, wenn ein Staatsmann ober ein Journalist auftritt unb in glühenden Worten die Notwendigkeit der Beseitigung des Regimes in einem anderen Lande im Namen der Demokratte oder von so irgend etwas Aehnlichem verkündet. Die Ausführung dieser ruhmvollen Parolen sieht dann wesent­lich anders aus. Es werden heute Zeitungs­artikel geschrieben, die der begeisterten ZusttMmung eines vornehmen Leserpublikums sicher sind, die Verwirklichung der in ihnen enthaltenen Forde­rungen wirkt allerdings viel weniger begeisternd. Heber die Urteilskraft ober Fähigkeit dieser Leute will ich hier nicht sprechen. Was immer sie aber auch schreiben mögen, das wirkliche Wesen einer solchen Auseinand ersetzung wird dadurch nicht be­rührt. Vor dem polnischen Feldzug erklärten diese Skribenten, die deutsche Infanterie fei vielleicht nicht schlecht, allein die Panzerwaffe überhaupt die motorisierten Verbände wären minderwertig und würden bei jedem Einsatz glatt versagen. Jetzt nach der Vernichtung Polens schreiben bie gleichen Leute mit eiserner Stirne, daß die pol­nischen Armeen überhaupt nur infolge der deut­schen Panzerwaffe unb der übrigen Motorisierung des Reiches zusammengebrochen wären, daß aber demgegenüber die deutsche Infanterie in einer ge­radezu bemerkenswerten Weise sich verschlechtert. hätte und bei jedem Zusammenstoß mit Polen ben Kürzeren gezogen habe.Darin", so meint wörtlich ein solcher Schreiber,sehe man mit Recht ein günstiges Symptom für die Führung des Krieges im Westen, und der französische Soldat werde sich dies wohl zu merken wissen." Das glaube ich auch, sofern er das wirklich zu Gesicht bekommt und er sich später noch dessen erinnern kann. Er wird vermutlich diesen militärischen Wahrsager bann an den Ohren nehmen. Leider wird dies aber deshalb unmöglich fein, weil diese Leute die Tüch­tigkeit oder Minderwertigkeit der deutschen Infan­terie ja gar nicht auf dem Schlachtfeld erproben, sondern nur in ihren Redakttonsstuben beschreiben

fg' K^rieg'und Armut können zum Segen H ^den fflhiho fpinMirönfuna und Entbehrung kon

El QI1? ^on an si

Dieses verbrechen b e f e i 11 gf zu haben, ist kein Wortbruch, sondern meine Ehre, mein Stolz und eine große geschichtliche Leistung. Weder das deutsche Volk noch ich find' auf den Vertrag von Versailles vereidigt worden, sondern ich bin nur vereidigt auf das Wohl meines Volkes, dessen Beauftragter ich bin und auf das Wohl jener, die das Schicksal ; in unseren Lebensraum gestellt hat und damit unlösbar mit unserem eigenen Wohle verband. Ihnen alle die Existenz und damit das Leben sicherzustellen, ist meine einzige Sorge. Der Versuch, dieses mein handeln vom Katheder einer internationalen Rechthaberei herab zu krltsiieren, zu beurteilen oder abzulehnen, ist unhistorisch und läßt mich persönlich eiskalt. Das deutsche Volk hat mich durch sein Ver­trauen berufen und wird durch jeden solchen Versuch einer fremden Kritik oder Einmischung

in dieser Einstellung zu mir nur bestärkt.

Im übrigen habe ich bei jeder einzelnen Revision vorher Vorschläge unterbreitet. Ich habe ver­sucht, auf dem Wege von Verhandlun­gen das unbedingt Notwendige zu erreichen und sicherzustellen. Es ist mir dies auch in einer Reihe von Fällen gelungen. In anderen Fällen aber wurde leider mein Verhandlungswille und oft wohl

Volksgemeinschaft bleibt ein großes Wort, solange es nicht in der Not und durch Opfer feinen Inhalt gewinnt; sie kann nur vom einzelnen aus und durch die Treue im kleinen lebendig werden. Wenn dieses Kleine oft kleinlich aussieht dem Sinn und dem Ziel nach gibt es jetzt nichts Kleinliches mehr. Und auch im Kummer unb Verlust haben wir em Recht auf Freude, denn die wahre Freude ist allem der wahre Ernst, sie ist Trost und Kraftquelle sie ist Ueberwindung des Schicksals. Gememfchaftsnot schafft Gemeinschaftsliebe, das Heer kämpft aus dem Geist der Heimat, die äußere Front ruht auf der inneren Front und in unseren verdunkelten Städten können die Sterne der Zuversicht und die innere Sonne die aus der engsten Gemeinschaft und aus den Büchern der Dichter sttahlt, desto sieghafter aufgehen.

©er Weg zur Front.

Don Rudolf Adnan Dietrich.

Quer durchs Vaterland war das Regiment von der Ostfront nach dem Westen geworfen worden. Eme Zeit blieb man in der Nähe von ^Feville. Spater ging es ziemlich bunt los. Und als Schlußeffekt lag man in einem Lazarettzug und fuhr durch das herbstlich-verzauberte Lahntal zuruckm die Hei­mat" Aber schon ein paar Monate spater gab es mieder eine Verwendungsmöglichkeit, und diesmal hieß das Reiseziel Galizien. Das war vor funf- undAwanzig Iahren; und blieb doch wah­rend so viel anderes der Vergessenheit anheimfiel- fn farbiger Erinnerung. Ist heute noch nahergeruckt, weil unsere Truppen wieder an jenen Platzen stehen, nm hie damals gekämpft wurde. .

UtV,g mar es doch, was jenen Erinnerungen so Diel ^a?de verlieh? Da ist der Ballsaal im Kurhotel von Stris südlich von Lemberg. An den Pilastern und h?n Mten her Stukkatur konnte man dem rund- Ahnten Saal auch damals noch eine eigentliche Ä^nna ablefen Aber da unten, wo sich ehedem mik'blendendem Parkett die Füße im Tanzschritt be- hnlaaen Strohsack an Stroh ack die Kameraden und li-ß-n°stch weder oom Schritt der Wachen noch non den kleinen bissigen Tierchen zwischen Hemd unb oon pen nein " | ^orggn ober übermorgen

/g weiter - nach Stanislau zu: dort warnte ^'ront Ui> bis dahin hieß « jeden Tag und ,ede Sn^ nusAufoffen, beim bie Ruhe sammelt Kraft. Nacht auszuw) , simpler Eindruck, wenn

einmal aufwachte und über diese Schla- !-KX, ®S 1V*~

MtO" 4i| leiwtr*; | 11# i i -sl-ckg d-t 6'* 'l ant H. , ,

ein «Si unb St,

ich

E W - - 0-0 ------ -----V---T1------o -Z--

sie tiu Mals auch nur im Leisesten zu einem Zweifel 'le ter a ihrem Wunsch zu einer loyalen Gestaltung der unfähig v ßziehungen zwischen den beiden Ländern Anlaß )er Zu btrü treten. Sie hat im übrigen auch selbst niemals st Mer ch Klage über das Derhältckis zwischen beiden 3 H Nj 'finbern vorgebracht.

lkettM hi T. Ich habe sofort nach vollzogenem Anschluß ; tu f " ' - - - -

Mre tojü hstenMens^

bi Wunsch um Hilfe anläßlich ihrer Enfftehung xichtet. Jyre Selbständigkeit wird vom Reich an= iannt und nicht angetastet.

-Klein nicht nur zu diesen Staaten hat Deutsch- Jr2) die doch immerhin zum Teil durch den Der- jensred)t fitat Mer ©ertrag belasteten Beziehungen geklärt und

Die Zukunft ist die einzige Sache unseres Glau- I i«us und unserer Hoffnung sie kann von uns v "," i -cht gewußt und auch nicht gelebt werden. Auch> im 3u^^i Den Frieden weiß niemand, sei er uun alt oder i kg, krank oder gesund, mit Sicherheit, ob er de u,M'hAft 'Men Tag, ja, die nächste Stunde noch erlebt.

ftier ist nur der Tod und Abschied, aber beide hi uchen uns nicht zu schrecken, denn beide-sind.nichts di Wandlung und Verwandlung, als solche fino fie 8i*en, und wir haben das Leben nur in dieser Unser einziger irdischer Anteil an der Ewig- le: ist der Augenblick. Wer im Geiste vorauslebt, kiügt sich um das wirkliche Leben, das immer nur htiber Gegenwart liegt und nur von «Jr

|tig und seine Aufgaben erhält. Es güt stets nu ta* zu tun, was vorliegf, so zu leben und fo f 8'icht zu erfüllen, wie die Stunde es verlangt Attisch also geht uns die Zukunft nichts an. Ader p-u den Augenblick erfaßt, wird bennod) mithelfen Hi Zukunft zu gestalten/ ob er klein ober groß, Wievu- kr, «Ein Handelnber ober Dulbenber ist; unb wenn tote anbte. bi Gebot ber Stunde gehorchen, wenn w»r die ' ® feenroart bestehen, wird uns auch die Zukunft ge- st-en in dem einzigen Sinne, in dem sie uns g ben kann, nämlich eine Zukunft, die über unsere Mon unb bie Dauer unseres Lebens hmausgeht. Seine Gegenwart ist besser ober schlechter als eine Mere. Ruhe, Friebe unb Reichtum können zum

t T----' V 7.' ^lyrei-

teeten internationaler Presselugner aus der Welt , schaffen sind.

Deutschland hat mit ben baltischen Staa- tl n 31 i d) t an g rt ff s p atte abgefchlosiew Seim yertffen find hort ausschließlich wirtfchastlicher N ^Deutschland hat mit den n o rdif ch en in,,J'U siaaten ftifon fncher keine Jnteressenkonflikte *c 9« Streitpunkte befeffen und hat sie heut«

n onau so wemg, Schweden und Norwegen

ii VNä feen beide von Deutschland Nichtangriffspakte an- {an?K% Wien echalten und sie nur abgelehnt, weil sie trei». fiD- selbst gar nicht als irgendwie bedroht fühlten. 8. Deutschland hat Dänemark gegenüber kei- T'lei Konsequenzen aus der im Versailler Vertrag KoX ^-genommenen Abtrennung des deutschen Gebie- m?"; te gezogen, sondern im Gegenteil mit Dänemark l^fileiin loyales und freundschaftliches ^-rhältnis hergestellt. Wir haben keinerlei ftrderungen auf eine Revision erhoben, sondern t/Wtg Dänemark einen Nichtangriffspakt abgeschlossen. 2^ Ä Is Verhältnis zu diesem Staat ist damit auf eine Sa uObänderttche loyale und freundschaftliche Zusam- N^t joSJ ^Das neue^Reich hat die ttMttonelle Freund- Rjy iri spft zu Holland weiterzuführen versucht, es w L keine Differenz zwischen den beiden Staaten .Quö) ber ^»mommen und keine neuen geschaffen.

wenn j Ich habe sofort nach der Uebern-ahme der 9t,, ^tzÄrtsgeschüfte versucht, das Verhältnis zu Bel- ? die it fteund sch östlich zu gestalten. Ich habe auf p ber Revision und auf jeden Revisionswunsch ner= ^u^lich 5,teL Das Reich hat keine Forderung gestellt, die ) mH antf-g| .Wia no-cAnn»t n-pmpipn mnrp in <Rp1 mon nfc