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Jede Frau Hilst mit!
Aus -er Stadt Gießen.
Ein Aufruf der Neichsfrauenführerin
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NSG. Die Marktordnung des Reichsnährstandes,
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Ke Kartoffelernte gut wenn nicht sogar sehr gut zu werden. Eine Verknappung dieses Nahrungs-
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Die Zuckerversorgung ist gesichert.
Der Stand der Zuckerrübenfelder ist in diesem führe bisher als durchaus befriedigend zu bezeichnen. Das Wetter der letzten Wochen hat das Wachs- hiTi der Pflanzen gefördert, und die Aussichten auf lit Ernteergebnisse sind daher gut. Hinzu kommt, laß die Anbaufläche im Altreich gegenüber dem Vor- ji'r r sogar noch etwas vergrößert werden konnte. Es DiTbe errechnet, daß in Großdeutschland einschließlich les Protektorates bei vorsichtiger Schätzung die mög- !öj>e Zuckererzeugung dieses Jahres etwa 3,37. Mill.
Tonnen beträgt. In diesen Gebieten betrug der Zuckerverbrauch 1936/37 = 2,34 Mill. Tonnen und 1937/38 = 2,30 Mill. Tonnen. Das heißt also: die mögliche Zuckerqewinnung liegt um etwa 1 Mill. Tonnen oder fast 50 v. H. über dem Normalbedarf. Damit ist die Zuckerversorgung unseres Volkes in diesem Jahre vollauf gesichert, ja, es kann und wird einen Teil der Zuckerrüben, wie in den Vorjahren, auf Futtermittel verarbeitet werden, die die Futtergrundlage unseres Viehbestandes verbessern. Diese Tatsache kann als Beweis dafür gewertet werden, daß die Einführung der Zuckerbezugsscheine mcht aus Mangel an Zucker zur Durchführung kam, sondern daß es aus Gründen einer weit Vorausschauen- den Vorratswirtschaft geschah, die auch evtl. Mißernten künftiger Jahre berücksichtigt. Im übrigen sind die Zuckerrübenerträge, ebenso wie die Anbauflächen der letzten Jahre, höher als vor dem Kriege. 1914
Gegenseitige Rücksichtnahme im täglichen Leben üben ist für viele Menschen nicht so sehr ein
Bedenkt man, daß sich zur Zeit in unserer engeren Heimat die normale Verbraucherzahl erheblich erhöht hat, so ist deren Ernährung im Rahmen der Lebensmittelausweiskarten allein schon eine Leistung. Dazu kommt, daß die nicht dieser Bewirtschaftung unterliegenden Grundnahrungsmittel ebenfalls in größeren Mengen bereitzustellen sind. Im einzelnen wird dazu vom Landesernährungsamt Abteilung A (Landesbauernschaft Hessen-Nassau) folgendes gemeldet: Sowohl für die auf Lebensmittelausweis karten zu erhaltenden Nahrungsmittel wie für die von dieser Verteilungsart freien Lebensmittel ist die Versorgung im Gaugebiet Hessen-Nassau durchaus sichergestellt. Gewisse Transportschwierigkeiten, die bei der Zufuhr von norddeutschen Lieferfirmen, wie für den Transport vom Güterbahnhof oder Hafen zu den einzelnen Händlern auftreten, werden in Kürze behoben sein.
Getreide: Brot und Mehl sind ausreichend vorhanden, ebenfalls Nährmittel, Graupen und Grieß.
Milch und Fett: Die Dutterversorgung ist gesichert, so daß für diese Woche die allgemeinen Sätze abgegeben werden können. Ebenfalls ist die allgemeine Schmalzzuteilung in entsprechender Höhe gesichert. Für die etwa fehlenden Margarinemengen wird der Ausgleich mit anderen Fetten durchgeführt. Die Milchoersorgung ist sichergestellt. Die zusätzlichen Mengen sind ebenfalls vorhanden. Käse ist genügend da, jedoch müssen in erster Linie die Sauermilchkäse und fettarmen Käse abgesetzt werden, da hier die Gefahr des Verderbens besteht.
Nunmehr war eine Form zu finden, die einerseits den staatspolitischen Notwendigkeiten entspricht, anderseits aber Härten vermeidet. Diesen Notwendigkeiten trägt die vomReichsarbeitsministerium erlassene Anordnung vom 4. Sept. 1939 Rechnung. Und hier ist bestimmt worden, daß einem Dienstverpflichteten, der infolge der Dienstleistung von seinen Angehörigen getrennt leben muß, neben dem Arbeitslohn an der neuen Arbeitsstelle vom Arbeitsamt Trennungszuschläge bis zu 19 RM. wöchentlich gewährt werden können. Außerdem kann dem Dienstverpflichteten vom Arbeitsamt eine Sonderunter? stützung gewährt werden, wenn der Dienstverpflichtete aus der Zeit vor der Verpflichtung Verbindlichkeiten hat, die seiner bisherigen wirtschaftlichen Lage entsprachen, und die er nun infolge der Dienstleistung nicht mehr oder nicht mehr ganz erfüllen kann. Die Sonderunterstützung wird die Erfüllung solcher Verbindlichkeiten ermöglichen.
Bei dieser Regelung steht nicht nur der Gedanke des vollen Lohnausgleiches im Vordergrund, sondern die Absicht, zusätzliche Kosten einer doppelten Haushaltführung zu übernehmen bzw. die Abdeckung früher eingegangener Verbindlichkeiten in angemessenen Grenzen zu ermöglichen.
Nähere Auskunft erteilen die Arbeitsämter, bei denen auch die Anträgd auf Gewährung einer Unterstützung für Dienstverpflichtete zu stellen sind.
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n atio nalsoziali sti s che n Ernährungspolitik bewährt hat, hat in diesen Tagen der erhöhten politischen Spannung eine neue und größere Probe bestanden. Schon heute ist erwiesen, daß sie in Verbindung mit einer weit vorausschauenden Vorrats- und Lagerhaltung den Nahrungsbedarf des deutschen Volkes befriedigen und sicherstellen wird.
Eier: In der laufenden Woche ist mit einer Zuteilung an Eiern — darunter vornehmlich belgi-'den können.
OieMarktordnung im Gau Hessen-Nassau hat ihre probe bestanden.
gemacht hat.
Die Anmeldestellen für Frauen und Mädchen
Die Sicherung der Lebensrechte unseres Volkes erfordert es, daß die Arbeitskraft jedes Volksgenossen an d e r Stelle eingesetzt wird, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Diese große und wichtige Aufgabe muß von den deutschen Arbeitsämtern verstärkt auf dem Wege der Dienstverpflichtung gelöst werden. Ursprünglich lediglich als Ausnahme- Erscheinung im Arbeitseinsatz gedacht, wird die Dienstverpflichtung in dem uns aufgezwungenen Kampf um unsere Existenz zum wichtigen und schlagkräftigen Instrument des wehrwirtschaftlichen Arbeitseinsatzes. Der wirtschaftliche Gestellungsbefehl tritt neben den militärischen Gestellungsbefehl. Er ist nicht minder wichtig als dieser, um das Gelingen der großen Ausgabe zu sichern.
Bisher ist die Frage der Gewährung einer Unterstützung an Dienstverpflichtete neben dem Arbeitslohn an der neuen Arbeitsstelle von dem Gedanken des vollen Lohnausgleiches beherrscht gewesen, das heißt, man hatte sichergestellt, daß durch die Dienstverpflichtung keine Minderung des bisherigen Arbeitseinkommens erfolgte. Dieser Gedanke war gut, solange die Dienstverpflichtung im Frieden die letzte Zuflucht im Arbeitseinsatz war und zahlenmäßig keine größeren Ausmaße an- nahm. Die durch die Aenderung der außenpolitischen Lage notwendig gewordene Konzentration der Kräfte macht jedoch ein Festhalten an einer solchen Regelung unmöglich.
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Der Pilz als Beikost.
„Deutschland kann durch Hunger nicht wieder in lie Knie gezwungen werden." Dies zuversichtliche Dort des Reichsernährungsministers Darrs ist durch Ue Berichte über unsere sehr günstige Getreideernte,
Die Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz- Klink veröffentlicht im amtlichen Pressedienst der NS.-Frauenschaft einen Appell an die deutschen Frauen, in dem es heißt: Der Führer hat uns deutsche Frauen gerufen, und keine von uns darf fehlen. Unsere Männer sollen es wissen, daß wir zu Hause zusammenstehen und einer des anderen Sorge trägt. Unsere Soldaten sollen sich auf uns verlassen können. Wie eine große Familie stehen wir zusammen. In diesen schicksalsschweren Tagen fühlt sich jede von uns dafür verantwortlich, daß sich in keiner Frau die Bitterkeit der Einsamkeit einschleicht. Wer' noch keinen Einsatzplatz zugewiesen bekommen hat, meldet sich. Zur Unterstützung der Landfrau, zur Betreuung der Kinder werktätiger Frauen, bei Gerneinschaftsverpflegungen und Speisungen werden ungezählte Hände gebraucht. Es darf keine Frau mehr geben, die die Hände in den Schoß legt und zusieht. Wenn auch Schweres und Schwerstes uns auferlegt wird, unser Stolz bleibt der gleiche, als deutsche Frauen mit dem Führer in eiserner Disziplin diesen Weg zu gehen und ihm die Gewißheit tagtäglich zu geben, daß auch die Heimat mitzukämpfen und mitzusiegen sich
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’ebot der Höflichkeit, als der Klugheit. Es lebt sich ächter so. Darum darf die Höflichkeit, jene echte Michkeit des Herzens, aber durchaus nicht etwa ir den Hintergrund treten. Es kann sogar voraus- cstetzt werden, daß jeder unter uns in diesen lagen viel davon mitbringt und auf seinen Wegen md Gängen dem Mitmenschen gegenüber betätigt. Üegenmärtig ergibt es sich schon einmal, bei den Einkäufen kürzere oder längere Zeit mit anderen Kauflustigen in einem Geschäft verweilen zu müs- fen. Insbesondere die Hausfrauen sind da beteiligt uib müssen Zeitverluste hinnehmen, weil eine fehlende Arbeitskraft noch nicht ersetzt ist, ober das
Meldungen von Frauen und Mädchen, die Dienststellen und landwirtschaftlichen Betrieben
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Erleichterung ganz selbstverständlich gebührt! Dem Kranken, dem vom Alter gebeugten Mütterchen, ban Kriegsbeschädigten sei ebenfalls und überall iitfer tätiges Mitgefühl sicher. Und wer das in alzu großer Selbstversunkenheit doch vergißt, dem gifchieht recht, wenn er von der Gemeinschaft und ötT der Gemeinschaft nachdrücklich auf den guten I»n beim Einkäufen aufmerksam gemacht wird.
Nur späte Kartoffelsorten einlagern!
wurden im Gebiet des Altreiches z. B. 466 000 Hektar mit einem Ertrag von je 299 dz geerntet. 1938 aber 564 000 Hektar mit einem Ertrage von 310 dz je Hektar. 1937 betrug der Hektarertrag sogar 345 dz. Die guten Ernteaussichten dieses Jahres sichern also auf jeden Fall die Versorgung unseres Volkes mit Zucker.
Laßt die Fenster so, wie sie sind.
Bei „Fliegeralarm" sofort in den Luflschuhraum!
DNB. Zur Behebung bestehender Zweifel wird vorn Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe folgendes bekanntgegeben:
Um das schnelle Aufsuchen der Luftschutzräume bei „Fliegeralarm" zu erleichtern, können die Fenster, Fensterläden, Rolläden, Jalousien usw. in dem Zustand belassen werben, irt dem sie sich gerade be* sind en«
steht, muß darauf geachtet werden, daß es sich um Dottausgerelfte, schalenfeste Ware handelt, damit keine unnötigen Verluste bei der Lagerung eintreten. । Die übrigen Verbrauchergebiete des Gaues werden von ber Umgebung hundertprozentig versorgt wer- Iben können.
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1Q(l! über die vollen Stapel von Schlacht- und Mastvieh mb schließlich über die noch unberührten Lager- lorräte an aufgespeichertem Getreide und Fleisch
ganztätig gegen Entgelt arbeiten wollen, nehmen die zuständigen Arbeitsämter entgegen. Meldungen von Frauen und Mädchen, die sich ehrenamtlich halbtags- ober stundenweise zur Verfügung stellen wollen, können an die Dienststellen ber NS.- Frauenschaft gerichtet werden.
Wer sich meldet und nicht sofort eingesetzt werben kann, gibt seine Anschrift an unb teilt mit, wie er zu erreichen ist. Alle, die in den ersten Tagen noch nicht abgerufen werben, verwenden die Zeit am besten zu schneller und gründlicher Vorbereitung.
Das Deutsche Frauenwerk hat deshalb die Pläne seiner Mütterschulungslehrgänge entsprechend um- gestellt und vermittelt in verschiedenen Kursen Kenntnisse über die Betreuung von Kindern, in der Pflege von Kranken in Familien unb Heimen unb in ber Verbanbtechnik, über bie Beschäftigung unb Erziehung von Kindern in Gruppen, über die Verpflegung Erwachsener unb Kinder in Familien unb Heimen nach sparsamen und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten, sowie über die Her- Ö, das Umänbern unb Ausbessern von Klei- , ücken.
Anmeldungen zu diesen Lehrgängen nehmen die Dienststellen der NS.-Frauenschaft usw., die Mütterschulen entgegen. Von dem Beainn der Kurse werden die Frauen, die sich jetzt schon anmelden können, rechtzeitig unterrichtet.
scheu und finnischen — zu rechnen, die in der bisher üblichen Höhe liegt.
Fleisch: Durch das aus den Grenzbezirken zurück genommene Vieh und durch Zuweisungen von Bayern wird in dieser Woche die Fleischversorgung besser sein als in der vergangenen Woche. Es kann außerdem damit gerechnet werden, daß in Kürze die in Ostpreußen im Ueberfluß vorhandenen Schweine, die früher in starkem Maße nach Hessen- Nassau kamen, wieder hier eintreffen werden, zumal die Transportmöglichkeit auf dem Landwege nun wieder hergestellt ist.
Obst und Gemüse: Alle jetzt anfallenden Erzeugnisse sind in reichlichem Maße vorhanden. Ein verstärkter Verbrauch ist bei Mirabellen und Früh- birnen, sowie bei Blumenkohl, Weißkohl und Tomaten erforderlich. Blumenkohl muß besonders stark aus den Verbraucherkreisen ausgenommen werden, da sonst die Gefahr des Verderbens bei dem Handel vorliegt.
Zucker: In Rheinhessen, Starkenburg, Hessen- Nassau-Süd und im südlichen Teile von Oberhessen sind zur Zeit keine De rso r gung s schwi erig ketten vorhanden. Im nördlichen Oberhessen und in Hessen- Nassau Nord-Ost und Hessen-Nassau Nord-West bestehen geringe Verso rguna ss chwi eri g ketten. Diese Teile werden von norddeutschen Zuckerfabriken beliefert, bei denen Zucker vorhanden ist, die aber Transportschwieri g k e i ten haben. Es wird dafür gesorgt werden, daß diese Firmen eine Dringlichkeitsbescheinigung bekommen, um aus Grund dieser Bescheinigung bei den zuständigen Reichsbahndirekti 0 - nen Waggons zu erhalten.
Kartoffeln: Die Anlieferungen für Frankfurt a. M. find etwa doppelt so groß, wie der normale Bedarf, so daß noch Kartoffeln an die benachbarten rheinischen und westfälischen Gebiete abgegeben werden konnten. Bei der Einlagerung größerer Kartoffelmengen, der an sich nichts im Wege
Die Kartoffel, die zu den wichtigsten Nahrungs- giitern unseres Volkes gehört, ist bezugsscheinfrei Mieden, weil die deutsche Landwirtschaft auch in m günstigen Jahren überreichlich Kartoffeln für die menschliche Ernährung erzeugt. Don 50,8 Mill, t, Üifc im Durchschnitt der letzten 3 Jahre geerntet mrden, sind nur rund 13 Mill, t zu Speisezwecken verbraucht worden, während der größte Teil für Ke Fütterung der Tiere und für industrielle Zwecke Anwendung fand. Auch in diesem Jahre verspricht
ju werden. Eine Verknappung dieses Nahrungs- mttels für die menschliche Versorgung ist also auf feinen Fall zu befürchten. Trotzdem konnte in den letzten Tagen eine starke Nachfrage nach Kartoffeln beobachtet werden, die zum Teil wahrscheinlich ein- Mgert werden sollten. Davor muß der Verb rau - lhrr gegenwärtig in eigenstem Interesse gewarnt werden, denn die Sorten, die gegenwärtig auf den Diartt kommen, gehören zu den früh reif end en, die eine längere Lagerung in den Kellern der Verbraucher nicht oder nur mit größeren Verlusten Übsrstchen. Jede Hausfrau sollte z. B. jeweils nur soviel Kartoffeln kaufen, wie sie in der nächsten tfc»r höchstens, übernächsten Woche verbrauchen fcnln. Später — im Oktober — wenn die spätreif ende Sorten geerntet sind und auf den Markt fonmen, ist eine Vorratshaltung von Kartoffeln im hc ushalt der Verbraucher durchaus erwünscht. Die Ipditen Sorten halten sich bei richtiger Lagerung bis weit in das Frühjahr hinein, ohne daß größere Arluste zu befürchten sind. Daher muß jeder Haus- frcu nur dringend geraten werden, mit der Einlagerung größerer Kartoffelmengen noch einige Nochen zu warten. Die Kartoffelernte wird be- |tinmt so groß, daß alle Ansprüche restlos befriedigt werden können.
unter Beweis gestellt worden. Die vom Reichsnähr- ftanö ausgeübte Marktregelung konnte gerade in fiesen Tagen dazu beitragen, daß die Verteilung und eer Verbrauch von Nahrungsmitteln, dazu auch die Preisgestaltung sich in den gezogenen Grenzen be- negte. Das deutsche Volk weiß, daß alles getan wird, im jedem Volksgenossen den täglichen Nahrungs- lebarf zu sichern.
Die Natur hat uns zudem ein ziemlich regnerisches Kohr beschert und damit ein Nahrungsmittel geliefert, !as als Ergänzung von Wert ist: den Pilz, den nan ja auch als „Fleisch des Waldes" bezeichnet hat. Ins wissen auch viele Tiere des Waldes zu schätzen, ^sonders die Wildschweine, die fast alle Pilzsorten rsrzehren. Ebenso machen es die zahmen Schweine, renn sie in den Wald getrieben werden. Die Fütterung der Fische in Teichen und Seen mit Pilzen ist lielfad) bekannt; 10 Pfund frisch verfütterte und leingehackte Pilze sollen ein Pfund Fleischzuwachs (eben.
In Deutschland sind die „Schwämme" im frühen Nittelalter wenig beachtet worden. Erst unter dem t influß der Klosterküchen verbreitete sich von Italien str, wo sie immer gern gegessen wurden, der Genuß nm Schwämmen, ebenso auch die Bezeichnung „Pilz" aus dem kirchenlateinischen „bolitus“. Nur f ne Art — der Champignon — wird angebaut oder it Kellern gezüchtet, alle übrigen werden eingesam- nelt, wo sie gerade wachsen.
Aber wo soll man nun sammeln? Im Walde sind -e nach Süden und Westen gelegenen Teile und lbhänge ertragreicher als die nach Norden und 1. orboften Itegenben; nur in ganz trockenen Jahren t es umgekehrt ber Fall. Sehr viele Pilzsorten be- aupten ihren befonberen Stanbort, sie finb sozu- :gen seßhaft. So haben Wiesen, Walbränber, moosig- rasige Stellen, Hochwälber, Stangenhölzer, Ge- jsche, Dickichte, Walbwege ihren bestimmten Bestanb n eigenen Sorten und halten ihn vielfach jahrelang ift. Der richtige Pilzsammler merkt sich sorglich solche : teilen und Nester.
Bornotizen.
Tageskalenber für Donnerstag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Paradies für Jung- psellen".
Dom guten Ton in den Geschäften.
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LW . mit Frage er mit chlich Bat. 15 erste ta ge«
wohnte Lieferauto nicht schon wieder bereitsteht.
(Zugegeben, daß wir alle keinen Spaß am Warten hiben, aber ebenso sicher ist es, daß mancher unter dm Wartenden besonbers stark angestrengt wird inö dennoch das Recht der bemahe gewalttätigen sich als stgensreiches Werkzeug in ber Hand ber Clenbogenfrerheit nicht anmenben will. Die wer- fFmnfiritnn«nnTiHf hpmäbrt
dnde Mutter verlangt für sich selbst keine Ruck- schtnahme; wir anderen aber empfinden und wissen e-, daß ihr größte Rücksicht und jede erdenkliche
Zuschläge für Spirituosen in Gaststätten erst ob 12. September.
1 ie W'c»'ckaitsgruppe Gaststätten- unb Be» Herbergungsgewerbe teilt zur Unterrichtung ihrer Mitglieder mit, daß die Abgabe von Bier unb der glasweise Ausschank von Spirituosen in Gaststätten bis 11. September 1939 ohne den in der Kriegswirtschaftsverordnung bestimmten Zuschlag erfolgt. Die Abgabe von Tabakwaren erfolgte nach vorgenommener Bestandsaufnahme bereits ab 5. September mit einem Zuschlag von 20 v. H.
Schulunterricht wird wieder ausgenommen.
Wie das Deutsche Nachrichtenbüro vorn Oberkommando der Wehrmacht erfährt, hat ber Reichsminister ber Luftfahrt unb Oberbefehlshaber der Luftwaffe seinen Erlaß über den vorläufigen Ausfall des Schulunterrichtes dahin। gelockert, daß der Unterricht wieder aufgenommen werden kann, soweit einzelne Dienstftellen ber Luftwaffe nicht abweichende Bestimmungen treffen.
Vereinfachte Prüfungen für Gerichtsreferendare und Nechtsstudenten. z
Rechtsstubenten können sich nach einem Rechts- ftubium von fünf Halbjahren, Gerichtsreferenbare nach einem Vorbereitungsbienst von 2 ¥i Jahren, Wieberholer brei Monate nach bem Mißerfolg, bei einem Justizpvüfungsamt bzw. bei einer Prüfungsstelle bes Reichsjustizprüfungsamtes ober bei einem Oberlanbesgericht zur vereinfachten Prüfung melben, wenn sie zur Wehrmacht einberufen worben sind. Die Prüfung wirb sofort nach ber Melbuna abgenommen unb Möglichst am gleichen Tage oeenbet. Die Gebühr für bie Notprüfung beträgt 15 RM. Doch ist bie Prüfung ohne Rücksicht auf bie Zahlung ber Gebühr abzunehmen unb bie Gebühr zu erlassen, wenn ber Prüfling nach seiner pflichtgemäßen Erklärung außerstanbe ist, die Gebühr zu entrichten.
Günstige Lage
auf dem deutschen Fischmarkt.
Die Versorgung der Bevölkerung mit Fisch ist jetzt von besonderer Bedeutung geworden. In den Binnengewässern hat, der Jahreszeit entsprechend, die Herbstfischerei erneut an Umfang gewonnen, die Zufuhren an Süßwasserfischen sind durchweg gestiegen. Der äußerst große Verbraucherbedarf führte stets zu sehr glatter Räumung des Marktes, ohne daß dieser restlos gedeckt werden konnte. Die An- lanöungen von Seefischen hatten in der vergangenen Woche einen sehr großen Umfang. Die Kauflust hat sich ausgeweitet, der Absatz gestaltete sich recht flotiP In erster Linie wurden Rotbarsch, Rotbarschfilet und Schellfisch angeliefert, Kabeljau und Kabeljaufilet dagegen nur in mäßigen Mengen, so daß der Bedarf hier nicht restlos gedeckt werden konnte. Während bei der Hochseefischerei in den kommenden Wochen mit einem Rückgang ber An- lanbungen zu rechnen ist, hat die deutsche Ostseefischerei den Fangbetrieb verstärkt aufgenommen, wodurch bereits größere Zufuhren an Dorsch ein» traten. Die Auslandseinfuhr fetzte sich auch in ber neuen Woche in dem üblichen Rahmen fort.
Oie Abgabe von Landbutter.
Die HB. der deutschen Milch- unb Fettwertschaft veröffentlicht eine Anordnung Nr. A 3 betr. Ablieferung der vom Milcherzeuger hergeftellten Butter (Landbuttxr) vom 1. 9. 1939. Hiernach haben Milcherzeuger/oie vom Milch- und Fettwirtfchafts- verband zur Herstellung von Landbutter zugelassen finb, die hergestellte Landbutter, sowie bie selbst ausgeschmolzene Butter (Butterschmalz) an die vom Milch- und Fettwirtschaftsverband bestimmten Land- buttersammelstellen abzuliefern. Jebe anderweitige Abgabe (Verkauf, Tausch, Schenkung usw.) ist verboten. Ausgenommen von diesen Bestimmungen finb1 Mengen, bie ber Hersteller zur Selbstversorgung b6nötigt. Bei direkter Abgabe an Verbraucher auf Grund besonderer Ermächtigung darf bie Abgabe nur gegen die für Butter gültigen Abschnitte der Ausweiskarte erfölgen.
Das lleberschreiten derNeichsautobahn ist verboten.
Von zuständiger Stelle wird mitgeteilt: Viele Autobahnbenutzer sind immer noch im Glauben, baß sie bie Fahrbahnen ber Reichsautobahnen im Bereich ber Anschluß- unb Tankstellen überschreiten dürfen, um die dortigen Einrichtungen zu benutzen. Sie fetzen sich und das Leben anderer Menschen in Gefahr und haben dadurch schon die schwersten Unfälle hervorgerufen. Es wird deshalb nochmals eindringlich darauf hingewiesen, daß das Ueber- schreiten der Fahrbahnen wegen ber damit verbundenen Gefahr verboten ist. Der Benutzer muß bie Tankstellen unb Erfrischungsräume immer von ber richtigen Fahrbahn anfahren unb zwar mittels ber Auffahrtsrampen ber Anschlußstellen, oder durch besondere Zufahrtswege bei einf-eitig angelegten Tankstellen. Sollte einer der Benutzer dazu nicht in der Lage sein, hat er durch ein Rufzeichen den Tankstellenwärter herbeizurufen. Wie man von ber falschen auf die richtige Seite ber Tankstelle kommt, wirb burch besönbere Beschilberung beutlich gemacht. Zuwiderhanblungen werben unverzüglich zur Anzeige gebracht.
Gießener Vochenmarktpreise.
* Gießen, 7. Sept. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, bas Stück 4 bis 10, beutsche Eier, Klaffe S 13, B 12, D 10^, Wirsing, % kg 6 bis 7, Weißkraut 5, Rotkraut 7 bis 8, gerbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römifchkohl 8 bis 9, Bohnen, grün 13 bis 20, gelb 13 bis 20, Erbsen 20, Felbsalat, iho 10 bis 15, Tomaten, V» kg 12 bis 15, Zwiebeln 8 bis 15, Kürbis 8, Kartoffeln, % kg 5 Rpf., 5 kg 47 Rpf., 50 kg 3,50 RM., Frühäpfel, V> kg 15 bis 25 Rpf., Falläpfel 5 bis 8, Pfirsiche 32 bis 35, Brombeeren 35, Birnen 10 bis 20, Zwetfchen 12 bis 18, Mirabellen 20 bis 25, Renekloben 15 bis 18, Blumenkohl 10 bis 40, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrahi 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf.
Amtsgericht Gießen-
Der Fr. K. K. in Steinbach hatte wegen fahrlässiger Körpervexletzung einen Strafbefehl über 40,— RM. erhalten.^ Er fuhr am 8. Mai mit seinem Motorrad durch den Hindenburgwall in Gießen in Richtung Frankfurter Straße und bog nach links in Bleichstraße ein. Beim Kreuzen der Fahrbahn ließ er dem in Richtung Hitterwall fahrenden Rckdfcchrer 2L nicht das. Vorfahrtsrecht, Da«


