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gige (Staaten? Antwort:
Oer Führer bei -en Siegern von Warschau
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Neuyork, 6. Okt. (DNB.) Der bekannte Pub- lizist Ernest Lindley analysiert in der „Washington Post" Amerikas nationale Interessen un gegenwärtigen europäischen Krieg. Lindley stellt vier Fragen und gibt gleichzeitig entsprechende Antworten:
1. Erfordern unsere Nationalinteressen die Wiederher st ellung Polens und der Tschecho-Slowakei als unabhän-
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zum Meer führenden neuen Straße verschiede^ Bauten eingeweiht. Don den Arbeitern wurde er begeistert gefeiert.
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72 englische und französische Flugzeuge im ersten Kriegsmonat abgeschoffen.
Das Ergebnis unserer Luftabwehr.
Berlin, 5. OtL (DNB.) Am 30. 9. 1939 wurde als Ergebnis einer Jagdabwehr die Vernichtung von zusammen 14 feindlichen Flugzeugen an der Westfront und über der Nordsee gemeldet. Die genaue Ueberprüfung des Verlaufes der Luft- kämpfe an diesem letzten Tage des ersten Kriegs- monats hat nachträglich einwandfrei ergeben, daß die Verluste der Engländer und Franzosen nicht nur 14, sondern 23 Flugzeuge betragen, von denen 21 über der Westfront und 2 Über der Nordsee vernichtet wurden. Die eigenen Verluste beziffern sich dagegen nur auf 5 Flugzeuge.
Die Luftkämpfe, die sich mit Unterbrechungen fast den ganzen Tag erstrecken, wurden von unseren Jägern mit ganz besonderem Schneid durchgeführt. So wurde, wie zum Teil bereits berichtet, ein geschlossener Verband von 5 feindlichen Flugzeugen restlos vernichtet, ans einem anderen Verband von nicht weniger als 37 feindlichen Flugzeugen 8 derselben abge- schossen, der Rest zur Umkehr gezwungen.
Ohne die hohen Verluste, die den Engländern noch bei der Zerstörung bzw. Versenkung der beiden Flugzeugträger entstanden sind, haben unsere westlichen Gegner im Monat September insgesamt 72 Flug- zenge durch unsere Jagd- und Flakabwehr verloren, von denen auf die Engländer 27 und auf die Franzosen 45 Flugzeuge entfallen.
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Rom, 5. Okt. (Europapreß.) Der Sonderdienst der „Tribuna" berichtet aus Paris, die Agence Radio behaupte, daß während des deutschen Fliegerangriffs am 26. September in der Nordsee auf eine englische Flottenabteilung „nur das Schlachtschiff o o b‘" von einigen Bombensplittern getroffen worden sei, ohne jedoch bemerkenswerten Schaden zu nehmen. Trotz chrer vorsichtigen Fassung, so bemerkt der Korrespondent des italienischen Blattes, gäbe diese französische Meldung doch teilweise der deutschen Darstellungsweise der Ergebnisse des Fliegerangriffes recht. Gar so geringfügig würden die Schäden, die das Schlachtschiff erlitten habe, schon nicht gewesen sein. Denn, wenn es sich tatsächlich nur um Bombensplitter gehandelt
Das Schlachischiff „Sood" beim deulschm Bombenangriff getroffen
Unser Bild zeigt die „H o o d", die 1350 Mann Besatzung hat und mit acht 38-cm-Geschützen und zahlreichen Flak-Geschützen bestückt war. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
noch die Tschecho-Slowakei existierten im Jahr- daß aber England und Frankreich diese deutsche hundert der unbestrittenen englischen Weltherrschaft,! Aktton in Polen dazu benutzten, um Deutschland
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Führerhaupiquarlier, 5. Off. (DNB.) Der F(ihrer und Oberste Befehlshaber besuchte am Donnerstag die zur Einnahme von Warschau angesehten und nunmehr nach siegreicher Beendigung ihrer Operationen im Osten für andere Aufgaben freiwerdenden deutschen Truppenverbände. Den Abschluß des Führerbesuches bei der Truppe bildete ein Vorbeimarsch der an den Kämpfen um die ehemalige polnische Hauptstadt beteiligten Truppenteile vor dem Führer in Warschau.
Bei der Ankunft des Führers auf dem Flugplatz hatten zur Meldung beim Führer und Obersten Befehlshaber Aufstellung genommen: der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst v. Brau- chitsch, Generaloberst Milch, der Oberbefehlshaber Ost Generaloberst von Rundstedt, die Generalobersten B l a s k o w i h und von Reichenau, die Generale der Flieger Kesselring und Loehr, der Kommandant von Warschau, Generalleutnant von Lochenhausen, der Kommandant des Führerhauptquartiers, Generalmajor Rommel, der Chef der Sicherheitspolizei ^-Gruppenführer h e y d r i ch.
Der Führer begrüßte die versammelten Generale und hohen Vertreter der Partei und des Staates und schritt dann unter den Klängen des Präfen- tiermarsches die Front der angetretenen Ehrenkompanien des Heeres und der Luftwaffe ab. MU dem Führer trafen ein der Lhef des OKW.» Generaloberst kellel, Reichsführer ff Himmler, Reichsminister Dr. Lammers, die Reichsleiter Dr. Dietrich und Bormann, die Generalmajore Jodel und Bodenschah, Obergruppen- führer Sepp Dietrich, die persönlichen und militärischen Adjutanten des Führers mit den Lhef- abjufanfen Obergruppenführer Brückner und Oberst Schmundt.
Mit dem Führer.
Vom W. B.-Souderberichterftatter des DM
Wir überfliegen das weite Weichselland, in das nun der Friede eingekehrt ist. Nichts erinnert mehr auf den Aeckern, Straßen, Feldern und Wiesen daran, daß hier vor kurzer Zeit die große Schlacht um Polen geschlagen wurde. In 2'/rstündigem Flug erreichen wir den Zentralflughafen Warschaus, O k e c i e. Auch der Flughafen ist bereits wieder völlig hergestellt. Das Flugfeld ist geebnet, nur die zerstörten Hallen geben noch Zeugnis von der Treffsicherheit unserer Luftwaffe. Dabei tobte hier ein besonders heftiger Kampf, liegt doch Okecie in unmittelbarer Nähe des Forts Mokotow. Wir erinnern uns des Tages, da der Führer hier die Operationen der deutschen Truppen gegen die schwer befestigten Forts und die ebenso schwer befestigte
braucht, nichts zu gewinnen, aber viel zu verli» ren hat;
Deutschland nicht, das den Versailler Bw trag nun in der Hauptsache beseitigt hat, im) wegen Polen mit sich reden lassen kann."
Mussolini bei den Arbeitern - der Weltausstellung.
R o m, 6. Okt. (Europapreß.) Als symbolische Frie- densgeste hat Mussolini den ganzen Mittwochvor- mittag unter den Arbeitern der Weltausstel« l u n a 19 4 0 verbracht. Er hat längs der Dia Imperiale und der mitten durch das Ausstellungsgelände
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o liegen Amerikas nationaleIntereffen?
Sich England und Frankreich zu verschreiben, wäre außerordentlich kurzsichtig.
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vorn Zaun z u brechen. Der Verfasser betont. Nein, weder Polen daß Deutschland zwar in Polen einmarschiert sei,
die den napoleonischen Kriegen folgte. Beide sind Kreaturen der französischen Diplomatie z ur Aufrechterhaltung der französischen Hegemonie jn Europa, zu der Frankreich zu schwach war. England und Frankreich selbst weigerten sich bis vor einigen Monaten, die polnischen und tschecho-slowaki- schen Grenzen zu garantieren. Sie taten dred erst nur, um gegen Deutschland den Krieg
st and der polnischen Truppen und der von verantwortungslosen Elementen aufgepeitschten Zivilbevölkerung Mr diese Stadt gehabt hat. Wir erkennen das ungeheure Verbrechen, das von einer verantwortungslosen polnischen Führung an der Warschauer Bevölkerung verübt worden ist. Man hatte sich nicht nur darauf beschränkt, d i e Forts von Warschau in den Kampf einzusetzen. Man hatte mitten in den Anlagen undParks, aus den Plätzen und in den Straßen, auf den Dächern der Häuser Geschütze und Maschinengewehre, Artilleriebeobachtungen und Flakbatterien eingebaut. Alle diese Kampfstellungen mußten naturgemäß n i e d e r gekämpft werden, und daß dabei die benachbarten Häuserviertel in Mitleidenschaft gezogen wurden, leuchtet ohne weiteres ein. Trotzdem sind die militärischen Kampfhandlungen gegen Warschau mit der größtmöglichen Rücksichtnahme durchgeführt worden.
Auf dem Flughafen Okecie melden sich beim Führer der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, Generaloberst Milch, der Oberbefehlshaber Ost Generaloberst von Rundstedt, die Generalobersten von Reichenau und Blaskowitz, die Fliegergenerale Loehr und Kesselring, der Kommandant von Warschau, Generalleutnant v. Cochen- hausen. Fast alle tragen sie das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, das der Führer ihnen für ihre hervorragenden Verdienst bei der Truppenführung verliehen hat. Je eine Ehrenkompanie des Heeres und der Luftwaffe ist angetreten. Unter den Klängen des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel- Liedes schreitet der Führer die Front ab. Auch in den Ehrenkompanien trägt mancher Mann voll Stolz das Eiserne Kreuz auf der Brust.
Nach einer kurzen militärischen Besprechung im Befehlswagen des Armeeoberkommandos begibt sich der Führer in die Stadt, jubelnd begrüßt von den Kolonnen der deutschen Truppen. Wir fahren durch Warschau, vorbei am Palais Brühl, dem polnischen Außenministerium, und dem Hotel Euronejsk und biegen dann in die U j a z d o w s k i - A l l e e ein, an der sich die mei- ften Botschafts- und Gesandtschaftsgebäude erheben. Sie sind zum größten Teil völlig unversehrt, weil die deutsche Heerführunq es peinlich vermieden hat, dieses Viertel Warschaus zu bombardieren, obwohl auch hier auf polnischer Seite feine Rücksicht auf die Exterritorialität der Gebäude genommen wurde. Vollkommen zerstört ist aber die italienische Botschaft. Sie wurde von den Polen a u s g e p l ü n d e r t und in Brand gesteckt. Die unmittelbar danebenliegende niederländische Gesandtschaft ist völlig unversehrt. Nicht einmal die Fensterscheiben sind ge-
Vorstadt Mokvtow verfolgte. Noch einmal werdens in uns die Kampfbilder dieser Stunde lebendig. Jetzt ist ttefe Stille, die nur unterbrochen wird von dem Dröhnen unserer Flugzeugmotoren.
Vom Flugzeug aus hatten wir (T ' Folgen zu sehen, die der sinn
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gen die deutschen Militärmärsche, fest ist der Schritt der Soldaten. Ihre jungen Gesichter sind im Kamp-'i fest und hart geworden. Freude und Stolz leuchten ihnen aus den Augen.
Immer wieder grüßt der Führer die vorüber- ziehenden Truppen. Mit besonderem Stolz blickt et den Männern ins Antlitz, die das Eiserne Kreiq tragen, es sind eine Anzahl dabei, die sich in diesen knappen Wochen durch besondere Tapferkeit awd) schon das Eiserne Kreuz I. Klasse verdient hatten. Einige tragen bereits die Spange zum Eisernen Kreuz I. Klasse, ein Zeichen, daß sie bereits bn Weltkrieg sich diese Auszeichnung erwarben uri hier, in der Schlacht in Polen, diese ein zweite Mal sich erkämpften.
Nach dem Vorbeimarsch besucht der Führer M das Belvedere, das Haus, in dem P i l> sudski lebte und starb. Völlig unzerstört ist des kleine Schlößchen, auch nicht ein Möbelstück ist ron seinem Platze gerückt, in den Schränken sehen Mk die Uniformen hängen, die der Marschall tniti Vor dem Eingang zum Schloß steht eine Ehren« mache der deutschen Wehrmacht. Zbf Führer verweilt kurz in dem Arbeitszimmer M großen Toten, der seinem Volke den Frieden t«* schieden hatte, einen Frieden, den die Männer, die nach des Marschalls Tode die Macht an sth rissen, so schmählich zerstörten .. Dann begibt fit) der Führer wieder zum Flugplatz. Westwärts startet die Maschine, begleitet von den jubeln' den Heilrufen der Soldaten, die noch einmal ihren Führer eine brausende Huldigung barbringen.
Oie Säuberung ostwärts der Weichsel geht weiter.
Der Bericht
des Wehrmachtsoberkommandos.
Berlin, 5. Off. (DNB.) Das Oberfomtnanfo der Wehrmacht gibt bekannt:
3m Offen wurde die gestern begonnene Säude* rung des Gebietes ostwärts der Weichsel von versprengten polnischen Truppenteilen fortgesetzt.
3m Westen nur geringe Artillerie- und CuF* aufflärungstäfigfeit.
anzugreisen. Es war ihr Entschluß, nichj unserer. „ Ä
2. Erfordern unsere Nationalinteressen die Zer, störung „Hitler-Deutschlands"? 2lnt wort: Nein. Je stärker Rußland wird, befh größeres Interesse müßten England und Frank, reich haben, um ein starkes Deutschland zu schalten. Ein starkes Deutschland fordert nicht outa, mattsch die Vernichtung der drittschen Seemacht und ihrer ersten Verteidigungslinie, der französisch» Armee.
3. Ist die Erhaltung des britischen Imperiums von unserem Standpunkt aus vorzuziehen? Antwort: I a. Zu betonen ist „vorzuziehen". England kämpft einen Präventivkrieg. Auch wenn ihm die Offen- fine mißlingen würde, so folgert daraus noch nicht, daß das Empire zerstört wird. England ist eine befriedigte Macht, die keine uns feindlichen Ambitionen hegt, und deren Einrichtungen unb Traditionen wir verstehen.
4. Ist die Erhaltung des britischen Weltreiches notwendig? Antwort: Nein. Zu erklären, daß die Erhaltung Großbritannien; unbedingt unerläßlich für uns fei, hieße unser? eigene Stärke herabsetzen. Falls die britisch? Flotte vernichtet würde, wären wir versucht, an) eigene imperialistische Abenteuer auszugehen. K„. nada und die britischen Besitzungen im Karibischen Meer und nahe der Atlantikküste sind bereits amerikanische Protektorate. Wenn wir mit allen unseren Hilfsmitteln eine solche Lage nicht meiftea könnten, verdienten wir nicht zu leben.
Schlußfolgerung: Wir wären daher außer- ordentlich kurzsichtig, wollten wir uns unwiderruflich und rückhaltlos England unb Frankreich verschreiben.
Oie Ginnlosigfeii
der Fortsetzung des Krieges.
SchweizerStimmenzurChamberlein-Rede.
Basel, 4. Oktober. (Europapreß.) In einen Kommentar zur Unterhausrede Chamberlains roerl die „Neue Basler Zeitung" auf die Sinn- losigkeit hin, den Krieg fortzusetzen. Das Watt schreibt: „Betrachtet man nun die Lage, wie si? sich nach dem polnischen Feldzug ergibt, bann kommt man zu dem paradox scheinenden Schluß daß ausgerechnet die drei Mächte, die fiq gegeneinander im Krieg befinden, das aller- geringste Interesse daran haben, ihn fort» Zttsetzen:
England nicht, das sein Empire bester oertA
haben sollte, dann hätte es sich ja unter Berücksichtigung der kolossalen Dimensionen dieses Schiffs- riesen von 42 000 Tonnen gar nicht gelohnt, überhaupt davon zu sprechen. Die deutsche Meldung, daß ein zweites Flugzeugmutterschiff 5 e r ft ö r t worden sei, werde schon zutreffend sein. Der amerikanische Rundfunk habe versichert, es habe sich um die „G l o r i o u s" gehandelt. Heute erhalte nun auch die weitere deutsche Versicherung, daß ein Panzerkreuzer durch 250-Kilograrnm-Bornben getroffen worden fei, ihre Bestätigung, und man wisse nun, daß es sich hierbei um eines der mächtigsten Schiffe der englischen Flotte, das Schlachtschiff „Hood", gehandelt habe.
amerikanische Flagge oor Kriegsberührung, das Land vor fremden Kriegsschulden geschützt werden. Diese Gesetzesvorschrift war gültig bis 1.5. d. I.
§3. Verbot des Handels mit Wertpapieren der Kriegführenden und Gewährung von Krediten und Anleihen (Grund wie zu 2.).
§ 4. Keine Anwendung des Gesetzes a u f amerikanische Republiken, die mit nicht- amerikanischen Staaten im Kriege sind.
§ 5. Ueberwachung der Durchführung und zugleich der gesamten Rüstungsindustrie durch einen Regierungsausschuß.
§ 6. Verbot für amerikanische Schifte, über« Haupt Kriegsgerät an Kriegführende zu transportieren (z. B. kanadische Waffen).
§ 7 Amerikanische Häfen dürfen nicht zum Nachschub für kriegführende Seestreitkräfte benutzt werden und können
§ 8 für Unterseeboote und bewaffnete Handelsschiffe gesperrt werden.
§ 9. Amerikanischen Bürgern ftt es verboten, auf Fahrzeugen Kriegführender zu reifen (Lusitania! Grund wie zu 2).
§ 10. Amerikanische Handelsschiffe dürfen nicht bewaffnet sein.
Mit Ablauf der Vorschrift zu 2. — Verbot des Transports „sonstiger" Waren und Stofte auf amerikanischen Schiffen, cash and carry — am 1. 5. dieses Jahres begann der Kampf für und wider d i e Revision des Gesetzes. Die amerikanische Regierung griff darin ein durch ein Schreiben des Staatssekretärs Hüll an die Vorsitzenden der Auswärtigen Ausschüsse im Kongreß, danach wurde durch eine Abänderungsvorlaae, die vom Senat trotz einer dringenden Botschaft des Präsidenten und weiterer Erklärung des Staatssekretärs Hüll bis zur nächsten Sitzungperiode vertagt wurde. Das oben skizzierte Neutralitätsgesetz besteht also, außer Punkt 2, bis dahin weiter.
Die amerikanische Regierung und der Präsident bringen folgende Revisionsvorschläge ein: 1. Das Waffenembargo soll aufgehoben werden. 2. Das Befahren von Kriegszonen soll, amerikanischen Schiffen überhaupt verboten werden. 3. Das Reisen amerikanischer Bürge r in Kriegszonen ist zu beschränken. (Unter fremder Flagge zu fahren, war schon verboten.) 4. Die Waren für K r i e g f ü h r e n d e müssen vor der Ausfuhr bezahlt sein (Erneuerung der abgelaufenen Bestimmung § 2). 5. Das Verbot von Anleihen und Krediten ist fortzusetzen. 6. Das Ersuchen um und das Ansammeln von Fonds für Kriegführende im Lande ist „zu regeln". 7. Munitionsüberwachungsausschuß bleibt bestehen.
In diesen Abänderungsvorschlägen unterscheidet man leicht solche, die das Gesetzeswerk in gleichem Sinne fortsetzen, von dem ersten, der die Waffenausfuhr freiqeben will. Die Begründung dazu scheint von Sophismus gefärbt, beim sie geht davon aus, daß es nötig werden könne, einem angegriffenen, weniger gerüsteten Staat gegen einen hochgerüsteten zu helfen, um wahrhaft neutral und unparteiisch zu sein und aus dem Krieg und aller Verantwortung herauszubleiben. Diese Wendung stammt noch von der tschechischen Krisis, die bekanntlich ohne Waffen gelöst wurde, und wurde im Namen Polens wiederholt, auf das die Anwendung nicht mehr in Frage kommt, auch nie in Frage kam. Gegenüber der augenblicklichen Lage, wo einmal Deutschland nicht güt als Angreifer der Westmächte bezeichnet werden kann und diese auch nicht als schwach gerüstet oder der Rüstungsindustrie ermangelnd hin- gestellt werden können, verliert sie chren Sinn. e
Die Opposition wendet aber doch ein, daß von „Unparteilichkeit" keine Rede sein könne, wenn die frei gegebene Waffenausfuhr offensichtlich nur her seebeherrschenden und zahlungsfähigen Partei zugute kommt, wie der Fall Japan—China schon gezeigt habe. Und schließlich wirb mit Recht eingewandt, daß sich damit alle schlechten Erfahrungen der Kriegszeit mit Rüftungsinflatton und Scheinblüte wiederholen müßten, während das Land auf echte innere Gesundung warte. Das amerika- nffche Volk hat nicht vergessen, wie es unter gleichen Friedensgründen von Wilson in den Krieg geführt wurde, und die polittsch besser Unterrichteten verzichten für Amerika gern auf das neutrale „Recht des freien Handels", wenn es ihm ein Kriegsrisiko und alles übrige erspart.
Zu sagen wäre freilich noch, daß das Verbot von Kriegskrediten und Wertpapierkäufen und das Gebot der Barzahlung selbst dem reichen England und Frankreich Mr Waffenkäufe Grenzen setzen mühte, denn ihre bare Kaufkraft liegt wett unter derjenigen von 1914 und für einen anderweitigen Werte- und Handelsaustausch mit Amerika ist wenig Raum.
sprungen, ein Beweis mehr, daß keine Bombe unb kein Granattreffer auf die Ujazdowski gefallen ist. Ul() Etwa in der Mitte der Allee Ht eine kleikv, ||ji«n tannengrüngeschmückte Tribüne erricytet. Hier for« mieren sich die deutschen Truppen zum Vorbeimarsch vor dem Führer. Hakenkreuzfahnen wehen hn Sonnenschein. Leuchtend spannt sich hinter b<r Tribüne die Reichskriegsflagge. Formattonen aö<r noch im Warschauer Raum stehenden Truppen sind an diesem Vorbeimarsch beteiligt. Zwei Stunden lang zieht das feldgraue Heer an feinem Führet und Obersten Befehlshaber vorüber. Jubelnd klin-
digt, wenn es nicht kämpfen muß, d. h. nicht ge- ,rjwi bunden ist, sondern die Hände frei hat; »kju
Frankreich nicht, das alles hat, was «
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