Ausgabe 
6.10.1939
 
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,254 Erstes Blatt

Keitag, 6. Oktober 1959

189. Jahrgang

etriebt,

Serkin, 5. DEL (DNB.) Der Reichsminister des

en dechh.

)t« und

irtltrh Portzeit u

Eine Unterredung mit rlußenminister von Ribbentrop

irp:

Ich bin sehr befriedigt über den Ver­lauf und das Ergebnis der Verhandlungen Livischen Deutschland und der Hb S SIL, die zu einer Klärung der Verhältnisse im khemaligen polnischen Gebiet und damit in Osteuropa geführt haben. Ich Mn der Heberzeugung, daß die Wiederher- tellung von Ruhe und Ordnung in

tonte den Wunsch Rumäniens, den Krieg dem Balkan fernzuhalten. Rumänien werde un­verändert die freundschaftlichen Beziehungen mit Deutschland und Rußland aufrechterhalten.

........ 6. OH. (DRB.-Funksprnch. PK.) Gemäß der neuen Festsetzung der deutsch-russischen Grenze in Polen wird das Gebiet um S u - walki von der sowjetrussischen Armee geräumt. Am Donnerstag begann auf Grund der Vereinbarungen der in drei Etappen erfolgende Einmarsch der deutschen Truppen. Am Mittwoch trafen sich im Zollhaus des oftpreußischen Grenzortes Me tunen die Unterhändler der deutschen Wehrmacht und der rus­sischen Armee. 3n kameradschaftlicher Fühlung­nahme vereinbarten der deutsche Oberstleutnant und der russische Kommandeur, dessen Verbände das Gebiet von Suwalki beseht hatten, die Hebergabe und Hebernahme. Donnerstag vormittag begannen die Russen dann mit der Räumung.

Lin kalter regnerischer Herbsttag begleitet den Einmarsch der deutschen Truppen, dessen Planung und Durchführung durch die Ein- heilen einer Brigade erfolgt. An vier Stellen der bisherigen Reichsgrenze bei Serfeggen, der einstigen Dreiländerecke, südlich des W y ß l y t e r Sees, ferner bei Merunen, Borawken und Reuß hat am frühen Rochmittag die Heberfchreitung der Grenze durch AufNärungseinhei- ten, Infanterie und Pioniere begonnen. 3n langen Kolonnen folgt der Nachschub. Nach wenigen Stun­den ist das erste Tagesziel der vereinbarten Be- sehungslinie erreicht. Auch größere Orte werden in Besitz genomme: Wizajny, Filipow, Raczki. Für Freitag ist die Besetzung von Suwalki vorgesehen und am 7.Oktober wird sich das gesamte G e -

-llank nach rar h Nieder^ 0 der jr irte Ack nden fönr- der Ui# herrscht.

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lebenden verschiedenartigen Völker­schaft en dienen wird, sondern daß mit der Beseitigung dieses Unruheherdes Europas auch lin bedeutsamer Schritt zur Wie­derherstellung des Weltfriedens -etan ist. Ferner glaube ich, daß diese Regelung eilen Kriegshetzern der Welt eine Lehre ist und von allen friedliebenden Tol­lem nur aufrichtig begrüßt werden vird. Deutschland und Sowjetruhland haben in ihrer gemeinsamen Erklärung England und Frankreich vor die Wahl gestellt, ob sie Krieg der Frieden haben wollen. Es liegt an

len Westmächten, sich zu entscheiden."

iiberlid) sein."

üluf die Frage:.Man sagt, Herr Reichsaußen- knister, daß Deutschland mit der deutsch-sowjeti- i^n Erklärung eine große Friedens- ^sensive eröffnet habe. Entspricht dies wirk- id den Absichten der deutschen Regierung?", ant- »-riete der Reichsaußenminister:

Deutschland Hal immer den Frieden and nicht den Krieg gewallt. Der polnische Krieg wurde uns, entgegen allen ver­nünftigen Angeboten des Führers, aufge- iwungen. Ebenso war es im Westen nicht veutschland, sondern England und Frankreich, die den Krieg erklär- i en. Wenn Deutschland daher immer noch bereit ist zum Frieden, so ist dies nichts rteues. Allerdings werden sich die Westmächte kalt) entscheiden müssen. Der sinnlosen vrohung englischer KriegshetzerVernich- l ung des h i t l e r i s m n s". die nichts an­deres bedeute als die Vernichtung des !> kutschen Volkes, könnte sonst ebenso gut eine deutsche Losung, wie z. B.Vernich- iiing der englischen Demokratie" entgegenge- ikellt werden, was die Vernichtung des briti- Ichen 3mperiums bedeuten würde, und was nir ebenso sinnlos erscheint!"

renomt, h liefen Gebieten nicht nur zum Vorteil und tom um Segen für hie in diesem Raum

Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer vis8'/.UHr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf., für Te^t- anzeigen von70mm Breit« 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereindg. 25°/e mehr.

Lrmatztgte Grundpreise:

Stellen«, Vereins-, gemein* nützige Anzeigen sowie ein* spaltige Gelegenheitsanzei* gen 5 Rpf., Familienanzei* gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Beistandspakt zwischen der Sowjetunion und Lettland Militärische Hilfe im Falle eines direkten Angriffs.-Rußland wird in Lettland Stützpunkte für die Kriegsmarine und Luftwaffe errichten.

einanderzuhetzen. Ich bin sicher, daß man sich in Japan dieser Tatsachen bewußt ist. Ich glaube da­her, daß auch Ihre Nation ein Jn-teresse an der Wiederher st eil un g des europäi­schen Friedens hat."

Des Führers Dank an die Soldaten der Ostfront

Der Führer und Oberste Befehlshaber

der Wehrmacht.

Berlin, den 5. Oktober 1939.

Soldaten der Wehrmacht im Osten!

Am 1. September seid ihr auf meinen Beseht angetreten, um unser Reich vor dem polnischen An­griff zu schützen. 3 n vorbildlicher W affen- kameradschaft zwischen Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine habt ihrdieeuchgestellteAuf- gabe erfüllt. 3hr habt euch mutig und tapfer geschlagen, heute konnte ich die gegen das befestigte Warschau eingesetzten Truppen be­grüßen. Dieser Tag schließt einen Kampf ab, der von bestem deutschen Soldatentum berichtet.

Mit mir dankt euch voll stolz das deutsche Volk. 3n unerschütterlichem Vertrauen

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planmäßige Besetzung von Suwalki

Der Einzug der deutschen Truppen hat begonnen.

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Kswärtigen von Ribbentrop empfing heute Ipenhst ei da Sonderberichterstatter der japanischen Zeitungen JMälfri i ^okio Nitschi Nitschi" undOsaka Mainichi" K u - |ji) am a. Auf die Frage:Wie beurteilen Sie, enhp hi-r Reichsaußenminister, die Moskauer Abma- Krie^r^,! chngen und ihre Folgen für die europäische Poli- i jt'?" antwortete Reichsaußenminister von Ribben-

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Die Westmächte müssen sich entscheiden.

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Amerikanische Heufralitäf.

Von Konteradmiral z. V. Gadow.

Angesichts des sich verstärkenden Widerstandes fast aller Neutralen gegen die Seerechtsvorschriften Eng­lands, die ihren Unterhalt und ihre Hoheit so sehr in Frage stellen, ist die Haltung der Ver­einigten Staaten, die noch im Weltkrieg zeitweilig als Vertreter der allgemeinen Rechte Neu­traler auftraten, von besonderer Bedeutung. Diesmal allerdings handelt es sich nicht um eine ähnliche Führerrolle Amerikas in allgemeinen Rechtsfragen, andern um dessen eigene Interessen, über die zwischen Präsident und mindestens einem großen Teil der Nation Meinungsverschiedenheiten bestehen. Die Kernpunkte sind:

Das provisorische Neutralitätsgesetz von 1935, mit 1. 5. 1937 zum Dauergesetz erhoben, war entstanden aus der weitverbreiteten lieber- zeugung, daß Amerika durch die Rüstungs- und Fi n a n z f p e k ul a n t e n von Wall­st re.et in den Weltkrieg gezogen wurde, daß die daraus entstandenen Kriegsschulden von den Feinden Deutschlands nicht bezahlt wur­den, sondern als Steuern auf dem Lande lasten, daß ferner nur einzelne Personen an den Liefe­rungen verdienten, die Wirtschaft aber nur eine Scheinblüte erlebte, auf die ein furchtbarer Rückschlag folgte. Das Gesetz versuchte daher, die nochmalige Einbeziehung Amerikas in den Kriegsstrudel durch folgende Maßnahmen zu ver­hindern :

§1 . Bekanntgabe eines Kriegs- oder kriegsähn­lichen Bürgerkriegszustandes durch den Präsidenten, anschließend Verbot der Ausfuhr von Waffen, Munition und Kriegsgerät an Kriegführende, direkt oder indirekt.

§2 . Verbot der Ausfuhr anderer Waren und Stoffe, deren Zurückhaltung der Präsident im Interesse amerikanischen Friedens und Sicher­heit für notwendig hält, auf amerikanischen Schiffen. Diese dürfen vielmehr nur durch fremde Schiffe, als fremdes Eigentum nach erfolgter Bezahlung befördert wer­den (cash and carry). Auf diese Weise sollte die

Vorrücken zur deuisch- rufsischen Lntereffenqrenze.

Der heutige Heeresbericht.

Berlin. 6. Oft. (DNB. Funkspruch). Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht besuchte gestern die Truppen der 8. Armee vor Warschau und lieh Teile der an der Einnahme der Festung beteiligten Divi­sionen an sich vorbeimarschieren.

Bei Kock, ostwärts Dublin, streckten heute 10 Hhr vormittags die letzten Reste des polnischen Heeres, etwa 8000 Wann, unter dem polnischen General Kleber die Wassen.

Ostwärts der Weichsel begann gestern die Vorwärtsbewegung zur Besetzung des Gebietes des zur deutsch-russischen Interessengrenze.

3m Westen schwache Artillerie-Tätigkeit, sonst ruhiger Verlauf des Tages.

Gedrückte Stimmung in Frankreich.

Brüssel, 5. Okt. (DNB.) Aus Frankreich kam- mende Reisende bestätigen die gedrückte Stimmung, die in weiten Teilen des ftanzösischen Volkes an­gesichts des ihm von England aufgezwungenen Krieges herrscht. Aus ihren Schilderungen geht her­vor, daß in Frankreich nicht die geringste Begeisterung für militärische Unternehmungen vorhanden ist und daß vor allem das französische Volk einen Krieg für sinnlos hält, weil Frank­reich keinerlei Kriegsziele besitzt. Auch in einem Bericht derNation Belge" heißt es:Hinter allen Gesichtern, hinter den sparsamen Gesten und Worten, in den Bewegungen und in den Unter­haltungen, die man hört, kann man die Sorge eines Volkes feststellen, welches weiß, daß es mit seinem Blut sparen muß, daß es nicht zu viel Blut vergießen darf, weil es sich sonst eine unheilbare Krankheit zuziehen würde."

Glaubwürdige Personen, die aus Nordfrankreich kommen, berichten, im Gegensatz zu der offiziellen Darstellung würden die nach Frankreich transportierten englischen Truppen von der Bevölkerung oft mit recht geringer Begeisterung begrüßt. Die französische Zi­vilbevölkerung verhalte sich gegenüber den englischen Soldaten deutlich reserviert. Große Teile des fran­zösischen Volkes seien der Auffassung, daß der Krieg Frankreich von England aufgezwungen wurde. Englische Truppen seien aus dem Durch­marsch durch Saint Denis beschimpft worden. In den Gebieten, in denen die Engländer ro i e eine Art Besatzungsarmee austreten, habe die Bevölkerung geradezu eine feindselige Haltung gegen die englischen Soldaten einge­nommen. In A v o r d sei ein höherer englischer Offi­zier der Luftstreitkräfte mit Steinen bewor­fen worden.

: Wus die Frage:Glauben Sie, Herr Reichs- kenrnirnfter, daß Japan bei dieser F^edens- c-l on irgend einen Beitrag zur Wiederherstellung k Weltfriedens leisten kann?" antwortete der 2k chsaußenminister: ~

Ach glaube, daß das Gewicht Japans, als der «I>°rr,chenden Macht Dftaftens. be stn großen Entscheidungen der Weltpolltik b 'orders in di- Waagschale fallt. Es ist pi Zweifel, daß heute in vielen Lande P.' i e g s h e tz e r sitzen, die an dem Ausbruch des Glichen Krieges in Westeuropa stärkstens tftter« :iifert sind. Ein Blick in die Presse, vor allem muh der Veröffentlichung der Deutsch-russischen ssedenserklärung, zeigt, wo diese Hetzer am Werk

Diese internationalen Hetzer hetzen heute das fische und das französische. Volk gegen Deutsch- und morgen würden sie sich wct^t

I®. das amerikanische und japanische Volk aus-

biet bis zur litauischen und russischen Grenze in deutschem Besitz befinden.

Kiekheben-Schmidt.

Deulsch-russischesZusahprolokoll unterzeichnet.

Genaue Bezeichnung der Jnteressen- Grenzlinie.

Moskau, 6. Okt. (DNB.) Am 4. Oktober wurde vom sowjetrussischen Außenkommissar Molotow und vom deutschen Botschafter Graf von der Schulenburg das in Artikel 1 des deutfch-sow- jetrussischen Grenz- und Freundschaftsvertrages vor­gesehene Zusatzprotokoll unterzeichnet, das die Grenlinie zwischen den staatlichen Inter­essen Deutschlands und der Sowjetunion auf dem Gebiet des ehemaligen polnischen Staates genau f e st l e g t.

In dem Protokoll ist weiter vereinbart, daß die nunmehr festgelegte Grenzlinie durch eine ge­mischte deutsch-sowjetrussische Kom­mission im Gelände bezeichnet werden soll. Die Kommission wird die Grenzzeichen ausstel- len, eine ausführliche Beschreibung dieser Linie anfertigen und diese auf einer Karte im Maßstab 1:25 000 eintragen. Die Kommission soll ihre Arbeit am 9. Oktober beginnen. Die von der Kommission angefertigte Beschreibung des Grenzverlaufs und die dazugehörige Karte sollen von den Regierungen Deutschlands und der Sowjet­union bestätigt werden. Das Protokoll ist bereits mit seiner Unterzeichnung in Kraft getreten.

* Jf n Drtjdv. Mr-tr n der V selbst -r Ver^ eser

Welche Rückwirkung, glauben Sie, Herr Reichs- «tßenminister, werden diese deutsch-russischen Ab- inichungen aus das deutsch-japanische Verhältnis einerseits und das japanisch- lissische anderseits haben?" ,^lch habe", so ant- entete der Reichsaußenminister,mit Genugtuung in dem vor einigen Wochen herbeigeführten Aus­gleich von Nomonhan zwischen Japan und k UdSSR. Kenntnis genommen. Ich glaube, daß Nif er erste Ausgleich einen positiven B e i - trag zu einer endgültigen Befriedl- ging auch im Fernen Osten darstellt. Jeder Bittere Schritt der beiden Länder in dieser Rich-

.inn 4, ßjp intg wird von Deutschland warm begrüßt. Die dtsch-sowjetrussischen Abkommen von Moskau und ]Üi freundschaftlichen Beziehungen zwischen Japan kid Deutschland können diesen Bestrebungen nur

blickt die Ration dank euch wieder auf feine Wehr­macht und ihre Führung. Wir gedenken unserer Gefallenen, die wie die zwei Willionen Toten des Weltkrieges ihr eigenes Dasein gaben, damit Deutschland lebe.

Unter den Fahnen, die in stolzer Freude allerorts in deutschen Landen wehen, stehen wir enger denn je zusammen und bilden den Helm­riemen fester. 3ch weih, ihr seid zu allem bereit im Glauben an Deutschland.

Gez.: Adolf Hitler.

Oie Tieichstogserklärung wird auf alle Gender übertragen.

B e r l i n, 5. OFL (DRV.) Der grohdeutsche Rund- funk überträgt die Reichslagssihung mit der Rede des Führers am Freitag, dem 6. Oktober, um 12 Uhr auf allen feinen Sendern.

Wegen der Reichslagssihung findet an diesem Tage das einstündige Glockenläuten zum Ge­denken des Sieges und zum Gedenken an die Ge­fallenen nicht von 12 bis 13 Uhr, sondern unmittelbar nach Beendigung der Rund­funkübertragung der Reichslagssihung statt.

M o s k a u, 6. Okt. (DRV.) Dom 2. bis 5. Oktober haben in Moskau zwischen dem Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Wololow und dem Außenminister von Lettland W u n t e r s Verhand­lungen über den Abschluß eines gegenseitigen Bei­standspaktes zwischen Sowjetrußland und Lettland stattgefunden, die zur Unterzeich­nung eines gegenseitigen Beistandspaktes führten, der ungefähr dem kürzlich zwischen der Sowjetunion und Estland abgeschlossenen Vertrage entspricht.

Beide Seiten verpflichten sich, einander allseitige, darunter auch militärische Hilfe zu erweisen im Falle eines direkten Angriffes ober einer Mng ri f f sbr obung irgend einer europäischen Macht. Die Sorojetunion oerpflidjlet sich der lettischen Armee zu uorteilijaften Beengun­gen burch Kriegsmaterial hiise zu erwei­sen tettlanb räumt ber Sowjetunion bas Recht ein, inben Häsen von Eibau unb wmbau Stütip unkte sür bie sowjetische Kriegs­marine sowie einige Flugplätze für bie iowietische Eustmasse anzulegen. Weiler erhält ble Sowjetunion bas Recht, zur Berteibigung des Rigaer Meerbusens Basen für ihr e Ku - ftenarfilterie anzulegen. Beide vertragschlie­

ßende Seiten verpflichten sich, keine Bündnisse oder Bündnissysteme einzugehen, die gegen eine der beiden vertragschließenden Sei­ten gerichtet sind. Die als Warinebasen oder Flug­plätze der Sowjetunion eingeräumten Orte blei­ben Territorium des lettischen Staa­tes. Der Pakt wird auf 10 3ahre abgeschlossen.

Der Vertragstext wird ferner von einer gemein­samen Erklärung über den Charakter der sowjetisch- lettischen Verhandlungen begleitet, in der es u. a. heißt, daß die Verschiedenheit der staat­lichen Regime der Sowjetunion und Lettlands kein Hindernis darstelle für eine ersprießliche Zusammenarbeit. 3ede der beiden vertragschließen­den Seiten erkläre, daß sie auch in der neuen, durch den gegenwärtigen Beistandspakt geschaffenen Lage die staatliche, soziale und wirtschaftliche Struktur der anderen Seite respektieren werde.

Gasencu unterstreicht Rumäniens Neutralität. 4

Athen, 6. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der rumä­nische Außenminister G a f e n c u gewährte einem Vertreter der ZeitungArsyrmatos" eine Unter­redung. Er befaßte sich darin mit der Haltung Ru­mäniens zum europäischen Konflikt. Gafencu be-