Ausgabe 
6.9.1939
 
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alischen Rundfunk! So sieht es Innern dieses englischen Regierungschefs

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Wie England den Frieden sabotierte. Aufdeckung der Wahrheit über die englische

Li nziger Angelegenheiten, die die dortigen Nichte und Interessen schädige, als Ai Hs n d l u n g ansehen.

Richtigkeit der deutschen Darstellungen und Schluß­folgerungen vollinhaltlich bestätigt. Man stellt fest.

Die Vermittlung des Duce durch Engländer zu Fall gebracht

Berlin,, 5. SepL (DRV.) Der polnische Rundfunk hatte die gesamte Bevölkerung Polens aufgeforderl, die Landungen deutscher Fatlfchirmtruppen abzu­wehren. Der englische Rundfunk nimmt diese Rachricht auf und teilt zugleich mit, daß im Ver­lauf von Kampfhandlungen ZI deutsche Fall­schirmjäger vom polnischen Militär gefangengenommen und fofort hin- gerichtet worden sind. Polen betrachte diese Fallschirmtruppen als Spione und würde sie ent­sprechend behandeln.

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Englands Schuld am Kriege durch deutsches Weißbuch dokumentarisch nachgewiesen

Fromme Wünsche.

,Hch hoffe, bis zu dem Tage zu leben, da Hit­ler vernichtet ist." So spricht der englische Ministerpräsident Chamberlain nicht etwa unter vier Augen zu einem Mitverschwörer, sondern vor der breitesten Oeffentlichkeit, nämlich über

Zu diesem eklatanten Bruch völkerrechtlicher Be­stimmungen wird folgendes mitgeteilt:Die Fall­schirmtruppe ist ein regulärer Bestandteil der deutschen Luftwaffe und hat als sol­cher bekanntlich im Beisein der in Berlin akkredi­tierten Waffenattach^s wiederholt an Paraden teil­genommen. Deutschland hat also nie den Ver­such gemacht, die Aufstellung einer Fallschirmtruppe z u verheimlichen. Als Spe^ialtruppe der deutschen Luftwaffe werden die Fallschirmjäger selbstverständlich unifor­miert und bewaffnet bei Kampfhand­lungen eingesetzt. Fallschirmtruppen können daher in.keinem Fall als Spione ange­sehen oder behandelt werden.

Nach Artikel 29 der Haager Landkriegsordnung vom 18. Oktober 1907 (Reichsgesetzblatt 1907, Seite 107 ff.), die sowohl für Deutschland als auch für England, Frankreich und.Polen verbindlich ist, gilt als ©piontnur, rf>er heimlich oder unter falschem Vorwand im Operationsgebiet einer kriegsführenden Macht Nachrichten einzieht oder einzuziehen versucht in der Absicht, sie der Ge­genpartei mitzuteilen. Diese Begriffsbestimmung des Spions trifft auf die Angehörigen der Fall­schirmtruppe schon deshalb nicht zu, weil sie nicht der heimlichen Nachrichtenbeschaffung zu dienen bestimmt sind. Wenn Angehörige der Fallschirmtruppe in besonderen Fällen zur Nachrichtenbeschaffung eingesetzt werden sollten, könnten sie, da sie Militärpersonen in Uniform sind, ebenfalls nicht als Spione betrachtet werden. Solche Personen dürfen, wenn sie in das Opera­tionsgebiet des feindlichen Heeres eingedrungen find, um sich Nachrichten zu verschaffen, nach Ar­tikel 29 Absatz II der Haager Landkriegsordnung nicht als Spione betrachtet werden.

wie das Deutsche Rachrichtenbüro von un­terrichteter Leite erfährt, find bisher deutsche

mit der Biedermannsmaske aus. Wir hätten uns nicht gewundert, eine derart niederträchtige und verächtliche Bemerkung aus dem Munde eines Duff Cooper oder Eden oder Churchill ober Greenwood usw. zu hören. Aber die Aeußerung faßt ja schließ­lich nur sämtliche Komplexe der britischen Heuchel­politik dieser letzten Monate und vor allem der letz­ten Tage in einen einzigen Satz zusammen. Was man schon in englischen Zeitungen schrieb, und was man mit abgeworfenen Flugblättern englischer Pro­duktion versicherte, man kämpfe nämlich nicht etwa gegen Deutschland und nicht gegen das deutsche Volk, sondern nur gegen Hitler, das also formuliert Herr Chamberlain in einer für sein Alter geradezu abstoßenden Weise.

England ist nie um Gründe für einen Kampf zur Vernichtung Deutschlands verlegen gewesen. Je nachdem wird vargeschützt der Kampf gegen die Hohenzollern, dann nur persönlich gegen Wil­helm II., dann gegen den deutschen Militarismus und jetzt ist es eben die nationalsozialistische Füh­rung im allgemeinen und unser Führer im beson­deren. Wir haben darauf nur zu erwidern, daß der Versuch, den Führer Adolf Hitler beim deutschen Volk anzuschwärzen, schon im Januar 1933 ver­geblich gewesen wäre heute nach 6V2 Jahren eines beispiellosen Aufstieges erst recht!

Es gehört in das gleiche Kapitel von der ge­schichtsnotorischen britischen Verlogenheit, wenn man den König in einer Ansprache wider besseres Wissen behaupten läßt, England könne nicht zugeben, daß irgendwo ein Zustand sich auf Macht und G e - walt gründe warum hat England dann noch nicht Indien oder Palästina freigegeben? Oder warum zieht es sich nicht endlich aus Aegypten zu­rück?! Es gibt nicht viele Quadratkilometer in dem englischen Empire, die nicht mit Gewalt oder Betrug erobert worden sind, wie englische Geschichtsschreiber ja oft genug selbst auseinander« gesetzt haben.

Deutschland ist freilich im Kampf um fein gutes Recht nicht gewillt, die frommen Methoden briti­scher Beutegier anzuwenden, sondern es will ledig­lich die deutschen Gebiete endgültig von jeder Ge­fahr befreien, die man uns in Versailles geraubt hat. Darüber muß man sich freilich klar sein, daß die Konstellation in Europa heute völlig an­ders ist als 1914 und daß Deutschland, wenn es dazu gezwungen wird, diesen Krieg auch mit äußer­ster Härte im Kampf um seine Lebensreckte zu

daß Mussolini bis zur letzten Stunde um Vermitt­lung bemüht gewesen ist, daß aber, diese Bemühun­gen plötzlich durch eine Gegenaktion von dritter Seite gestört worden sind. Man verweist dabei auch auf das Zögern Frankreichs, dem englischen Schritt vom Somttagvormittag zu folgen, und spricht die lieber« zeugung aus, daß Chamberlain bei seinem Ulti­matum gehandelt hat, ohne sich vorher der Zustim­mung Frankreichs zu versichern. Auch dadurch ist also nachgewiesen, daß Mussolinis Dermittlungsbe- mühungen den Engländern geradezu un­erwünscht gewesen sind. Bekanntlich hat die französische Regierung den Vermittlungs- vorschlag Mussolinis angenommen. Diese Be­reitwilligkeit der Regierung Daladier wurde dann von London in der Nacht zum Sonntag h i n -

mündliche Erklärung des Inhalts ab, die polnische Regierung habe in der vorausgegangenen Nacht von der britischen Regierung die Nachricht von der Möglichkeit einer direkten Aus­sprache zwischen der Reichsregierung und der polnischen Regierung erhalten und erwäge die britische Anregung im günstigen Sinne. Auf die ausdrückliche Frage des Reichsaußenministers, ob er befugt fei, mit ihm über die deutschen Vor­schläge zu verhandeln, erklärte der Botschafter, daß er dazu nicht ermächtigt sei, sondern ledig­lich den Auftrag habe, die vorstehende Erklärung mündlich abzugeben. Auch die weitere Frage des Reichsaußenministers, ob der Botschafter mit ihm die Angelegenheit sonst sachlich diskutieren könne, verneinte der Botschafter ausdrücklich.

Ser deutsche Entschluß.

8. Die Reichsregierung mußte somit feststellen, daß sie zwei Tage vergeblich auf einen pol­nischen Bevollmächtigten gewartet hatte. Sie gab am 31. August abends die deut­schen Vorschläge mit einer kurzen Darstellung ihrer Vorgeschichte öffentlich bekannt. Diese Vor­schläge wurden vom polnischen Sender als unannehmbar bezeichnet.

9. Nachdem somit alle Möglichkeiten zu einer fried­lichen Regelung der deutsch-polnischen Krise e r - schöpft waren, sah sich der Führer genötigt, die von Polen schon seit langem gegenüber Danzig, den Deutschen in Polen und schließlich gegenüber Deutschland durch zahlreiche Grenzverletzungen an«

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er die unangenehme Pflicht, der Reichsregierung mitzuteilen, daß die französische Regierung gezwun­gen sei, vom 3. September, 5 Uhr nachmittags, an ihre, Polen gegenüber eingegangenen Verpflichtun­gen zu erfüllen. Gleichzeitig übergab der franzö­sische Botschafter eine entsprechende schriftliche Mit­teilung. Der Reichs außenminister erklärte darauf­hin abschließend, daß die französische Re­gierung die volle Verantwortung für die Leiden trage, die den Völkern zugefügt werden würden, wenn Frankreich Deutschland angreife.

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polen füsiliert deuische Flieger.

Notgelandete Flugzeugbesahungen von polen völkerrechtswidrig als (Spione behandelt. Deutscher Flieger rettet englischen Gegner unter Lebensgefahr.

lechs die polnische Regierung dazu er- miu 11 g t hätten, nicht nur das deutsche Angebot algulehnen, sondern eine Welle von Terror­akten gegen die deutsche Volksgruppe in Polen entfesseln und Danzig wirtschaftlich abzudrosseln.

Zugleich erklärte der Führer, daß Deutschland sich lircf) keine wie auch immer gearteten Einschüch- ieimgsDerfudje davon abbringen lassen werde, für

Sabotage gegen die Eichaltung des Friedens zur Zett der Wochenwende macht Fortschi u. ä. inder schwedischen Pres

10. Am Abend des 1. September überreichten die Botschafter Großbritanniens und Frankreichs dem Reichsaußenminister zwei gleichlautende Noten, in denen sie von Deutschland die Zurückziehung der deut sich en Trup­pen vom polnischen Gebiet forderten und erklärten, daß ihre Regierungen bei Ablehnung dieser For­derungen unverzüglich ihre vertraglichen Pflichten gegenüber Polen erfüllen wür­den. Der Reichsaußenminister erwiderte beiden Bot­schaftern, daß Deutschland die in den Noten ge­brachte Ansicht des Dorliegens eines deutschen An­griffes gegen Polen ablehnen müsse.

11. Um die durch diese Noten in bedrohliche Nähe gerückte Kriegsgefahr zu bannen, machte der Duce einen Vorschlag, der einen Waffenstillstand und eine anschließende Konferenz zur Lösung des deutsch-polnischen Konflikts vorsah. Dieser Vorschlag wurde von der deutschen und der französischen Regierung positiv beantwortet, von der britischen Regierung indessen ab­gelehnt. Dies ergab sich schon aus den Reden, die der britische Premierminister und der britische Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten am 2. September nachmittags im britischen Parlament hielten und wurde dem Reichsaußenminister vom italienischen Botschafter am 2. September abends mitgeteilt. Damit war auch die Auffassung der ita­lienischen Regierung, die Initiative des Duce durch England zu Fall gebracht.

Das britische Wtimatum.

12. Am 3. September, vormittags 9 Uhr, erschien der britische Botschafter im Auswärtigen Amt und überreichte eine Note, in der die bri­tische Regierung mit zweistündiger B e sri - ft u n g die Forderung auf Zurückziehung d eyr deutschen Truppen wiederholte und sich für den Fall der Ablehnung nach Ablauf dieser Zeit als im Krieg mit Deutschland befindlich erklärte. Der britische Staatssekretär für auswär­tige Angelegenheiten richtete am 3. Septemiber 1939, vormittags 11.15 Uhr, an den deutschen Geschäfts­träger in London eine Note, in der er diesen da­von unterrichtete, daß ein Kriegszustand zwi­schen den beiden Ländern, von 11 Uhr vormittags, den 3. September an gerechnet, bestehe. Am gleichen Tag um 11.30 Uhr vormittags händigte der Reichs­außenminister dem britischen Botschafter in Berlin ein Memorandum d e r Reichsregierung aus, in dem die Ablehnung der ultimativen Forderungen der britischen Regierung ausgesprochen und nachgewiesen wurde, daß die Verantwortung für den Ausbruch des Krieges allein bei der britischen Regierung liege.

Frankreichs Verantwortung.

Am 3.September mittags suchte der franzö­sische B 0 t s ch a f t e r in Berlin den Reichsaußen- minifter auf und fragte, ob die Reichsregierung in der Lage fei, die von der französischen Regierung in ihrer Note vom 1. September gestellte Frage be­friedigend zu beantworten. Der Reichsaußenminister erwiderte dem Botschafter, daß nach der Ueber« reichung der englischen und französischen Note vom 1. September der italienische Regierungs­chef einen neuen V e r mi 11 lu n g s v 0 r- schlag gemacht habe, und zwar mit dem Bemer­ken, daß die französische Regierung diesem Vorschlag zustimme. Die Reichsregierung habe dem Duce am Vortage geantwortet, daß sie ebenfalls bereit sei, den Vorschlag anzunehmen. Daraus habe jedoch später am Tage der Duce mitgeteilt, daß fein Vor­schlag an der Jntr a nsigenz der briti­schen Regierung gescheitert sei. Die bri­tische Regierung habe vor mehreren Stunden eine auf zwei Stunden befristete ultimative For­derung an Deutschland gestellt, die deutscherseits durch ein Memorandum abgelehnt worden sei, das er, der Reichsaußenminifter, dem französischen Botschafter zur Kenntnis übergebe. Wenn die Hal­tung Frankreichs gegenüber Deutschland durch die­selben Erwägungen bestimmt werden sollte, wie die Haltung der brittschen Regierung, so könne die Reichsregierung das nur bedauern. Deutschland habe immer einen A u s g l e-i ch mit Frank­reich gesucht. Sollte die französische Regierung trotzdem auf Grund ihrer Verpflichtungen gegenüber Polen eine feindliche Haltung gegen Deutschland einnehmep, so würde das deutsche Volk dies als

Fallfchirmabspringer überhauptnochnicht hinter den polnischen Linien ab­gesprungen. Es ist lediglich in einzelnen Fällen die Besatzung von angefchos- senen oder havarierten Flugzeu­gen mit Fallschirmen aus den beschädigten Flugzeugen abgesprungen. Wenn der polnische Rundfunk meldet, daß 31 deutscheFallschirm- abspringer" abgeschossen worden sind, dann kann es sich nur um Flugzeugbe- s a h u n g e n handeln, die mit F a l l s ch i r m e n notgelandet sind. Es ergibt sich also der empörende Tatbestand, daß notgelandete deutsche Flieger von polnischen regulären Truppen füsiliert morden find, daß der Rundfunk­sender Warschau sich dieser Tat rühmt, und daß der Rundfunksender London diese barbarische Handlungsmeise, die allem kriegs­recht hohn spricht, wohlwollend kom­mentiert und damit unterstützt.

Wie deutsche Soldaten sich dem wchr« lofen XSegner gegenüber verhalten, bewies ein Vor­fall, der sich am 4. 9. nachmittags ereignete. Ueber der Dogger bank wurde ein englisches Bombenflugzeug von einem deutschen See- aufklärungssiugzeug abgeschossen. Nach dem Ab­schuß ging das deutsche Flugzeug aus See nieder und rettete den englischen Piloten aus dem sinkenden englischen Apparat. Obgleich die Seeverhältnisse schwierig waren, hielt es der deutsche Flugzeugführer für feine Pflicht, unter Einsatz des eigenen Lebens den besiegten Gegner zu bergen. Es ist dies ein neuer Beweis für die ritterliche Haltung, mit der unsere Wehrmacht den ihr aufgezwungenen Krieg führt. Andererseits wird die Erinnerung an das Ver­brechen des brittschen DampfersKing Stephan" wach, der im letzten Kriege die in Seenot befind­liche Besatzung des LuftschiffesL 19" ihrem Schick­sal überließ, ohne einen Finger für ihre Rettung zu rühren.

Am Gcheunenior gekreuzigt!

Furchtbare Greueltaten fliehender Polen.

V e r l l n, 6. September. (DRV. Funkspruch.) Das 12-Uhr-Vlalt" gibt aus Tuchel folgenden erschüttern­den Bericht: Bel ihrem Einmarsch in das Gebiet der Tucheler Heide fanden die deutschen Truppen die Försterei bei Alentschikal ineinemZustaud

Die polnischen Schikanen gegenüber Danzig.

Berlin, 5. Sept. (DNB.)

Me das Deutsche Nachrichten-Büro erfährt, er« fd-eint heute ein amtliches Weißbuch über bi letzte Phase der deutsch-polnischen Krise. Die ir dem Weißbuch veröffentlichten Dokumente er« giften, kurz zusammengefaßt, das folgende Bild:

1. Anfangs August, erhielt die Reichsregierung vn dem Schriftwechsel zwischen dem Vertreter Pilens in Danzig und dem Senat der Freien adt Kenntnis, wonach die polnische Regierung

di Wahrung seiner Lebensrechte einzutreten.

Deutschland verständigungsberett.

5. Obwohl bas erwähnte Schreiben des britischen RittsterPräsidenten vom 22. August und ebenso -mich die am folgenden Tage von den brittschen Linatsmännem gehaltenen Reden jedes V e r« *Jtc nbnis für den deutschen «Stand = jtnft vermissen ließen, entschloß sich der AHrer doch noch einen neuen Versuch zu Acichen, um mit England zu einer Verständigung 1 gelangen. Er empfing am 25. August den b r i - i chen Botschafter, legte ihm noch einmal n aller Offenheit seine Auffassung über die Lage r und teilte ihm die Grundlinien einer um- 1if «enden auf weite Sicht bemessenen Verständi- i ng zwischen D eutschland und Eng- ait d mit, die er nach Bereinigung des lizn^ig» und Korridorproblems der Mschen Regierung anbieten werde.

L Während die britische Regierung über die be- bosttehende Mitteilung des Führers beriet, fand «r Briefaustausch zwischen dem franzöfi- fhm Ministerpräsidenten Daladier und dem Wahrer statt. Der Führer begründete in seiner limrort wiederum ausführlich den deutschen «Stand« liiuft in der deutsch-polnischen Frage und wieder- lotoe noch einmal seinen festen Entschluß, die t («genroärtige deutsch -- französische Hienze als endgültig anzuerkennen.

L In ihrer am 28. August abends übergebenen Antwort auf den Schritt des Führers vom $).BIuguft gab die britische Regierung ihre Le-eitschaft zu erkennen, auf den Gedanken einer Neugestaltung der deutsch-englischen Beziehungen ein3Uget) en. Ferner teilte sie mit, daß sie von ii polnischen Regierung die bestimmte Zusicherung tfniten habe, mit der Reichsregierung indirekte Lirhandlungen über die deutsch-polnischen fro gen einzutreten. Dabei wiederholte sie, daß nach irr Auffassung ein deutsch-polnisches Abkommen iuird) internationale Garantien ge« igert werden müsse. Trotz der schweren d e n f e n , die sich aus dem ganzen bisherigen e halten Polens ergaben, und trotz der berechtigten arifel an einer aufrichtigen Bereitschaft der pol- fhen Regierung zur unmittelbaren Verständigung ihm der Führer in seiner dem britischen Botschafter ti 29. August nachmittags übergebenen Antwort ! en britischen Vorschlag an und erklärte, ; if die Reichsregierung mit dem Eintreffen einer ii allen Vollmachten versehenen polnischen (rsönlichkeit am 30. August rechne. Zugleich irbigte der Führer an, daß die Reichsregierung die ; 0: schlüge einer für sie akzeptablen Lösung fofort noarbeiten und diese, wenn möglich, bis zur An- rft des polnischen Unterhändlers auch der britischen ec ierung zur Verfügung stellen werde.

6. Während des 30. August sprach in Berlin weder ein polnischer bevollmächtig­ter Unterhändler vor noch traf eine Mitteilung der britischen Regierung über die von ihr unternommenen Schritte ein. Da­gegen erhielt die Reichsregierung an diesem Tage die Nachricht von der Anordnung der allgemei­nen polnischen Mobilmachung. Erst um Mitternacht übergab der britische Botschafter ein neues Memorandum, das indes keiner­lei fachlichen Fortschritt in der Behand­lung der deutsch-polnischen Fragen aufwies, sondern sich auf die Mitteilung beschränkte, daß die Antwort des Führers vom vorhergehenden Tage der pol­nischen Regierung übermittelt werden sollte und daß die britische Regierung es für untunlich halte, die deutsch-polnische Fühlungnahme schon am 30. August herzustellen.

7. Obwohl durch das Ausbleiben des polnischen Unterhändlers die Voraussetzung dafür entfallen mar, der britischen Regierung noch Kenntnis von der Auffassung der Reichsregierung über die möglichen Derhandlungsunterlagen zu geben, wurden dem britischen Botschafter gelegentlich der Uebergabe des letzterwähnten briti­schen Memorandums doch die Vorschläge mit­geteilt, die inzwischen von der Reichsregierung ausgearbeitet morden mar en und noch im ein­zelnen erläutert. Die Reichsregierung er­wartete, daß nun wenigstens nachträglich die Benennung eines polnischen Bevollmächtigten erfolgen würde. Anstatt dessen gab am 31. August nachmittags der polnische Botschafter in Berlin gegenüber dem Reichsaußenminister eine

England mischt sich ein.

2. Am 22. August richtete der britische Minister- xiüsident Neville Chamberlain unter dem Gnbrucf der Meldungen über den bevorstehenden L schluß eines Nichtangris.s Vertrages zvischen Deutschland und der Sowjet- 111t 0 n ein persönliches Schreiben an den h re r. Darin wurde einerseits der feste Ent- Auß der britischen Regierung, ihre Bündnis- x licht gegenüber Polen zu erfüllen, und aidererseits die Auffassung zum Ausdruck gebracht, ltg es geboten fei, zunächst wieder eineAtmo­st h ä r e des Vertrauens" herzustellen und ii deutsch-polnischen Probleme auf dem Wege von Dichandlungen durch ein international zu garan­tierendes Abkommen zu lösen. Der Führer legte in ferner Antwort vom 23. August die wahren Ur« sichen der deutsch-polnischen Krise bar. Er mies ^besondere auf seinen großzügigen Vorschlag vom Aürz dieses Jahres hin und stellte fest, baß bie irnafe von Englanb aus verbreiteten stlfchen Nachrichten über eine deutsche Mo-

bi: Zurücknahme einer angeblichen, in Wahr- hiit gar nicht erlassenen Anorbnung dB Senats hinsichtlich ber Tätigkeit der polnischen Zollinspektoren mit kurzer ultimativer Frist uid unter Androhung von Vergeltungsmaßnahmen grordert hatte. Dies gab der Reichsregieruna 23er« aHafjung, der polnischen Regierung am 9. August irtjuteilen, baß eine Wieberholung solcher irimatroer Forderungen eine Verschärfung v Öen deutsch-polnischen Beziehun - g n herbeiführen mürbe, für beren Folgen allein bi polnische Regierung verantmortlich sein merbe. Zugleich mürbe die polnische Regierung darauf auf« mrksam gemacht, daß bie Aufrechterhaltung ber Dim Polen gegen Danzig getroffenen m i rt s ch a f t- lich e n Maßnahmen bie Freie Stabt Danzig Gingen mürbe, sich nach anb eren Ein- unb Disstchrmöglichkeiten umzusehen. Die polnische Re- grung beantwortete biefe Mitteilung der Re ich 5- ngiening mit einem ber deutschen Botschaft in Warschau übergebenen Aide-Memoire vom 10. August, bs in der Feststellung gipfelte, Polen werdejede Intervention ber Reichsregierung in polnischen

einen durch nichts gerechtfertigten krieg Frankreichs gegen bas Reich , , französische Botschafter erwiderte, er entnehme ben Ausführungen des Reichsaußenministers, daß die Reichsregierung nicht in der Lage fei, auf die fran­zösische Note vom 1. September eine befriedigende Antwort zu geben. Unter diesen Umständen habe

timachung gegen Polen, die ebenso unrichtigen ^hauptungen über deutsche Angriffsabsichten ge« gnüber Ungarn und Rumänien und endlich die Pi len zugesicherte Garantie Englands unb Frank-