SA.-Standarle 116
bei den Gnippen-Wetttämpsen in Kaffei
SJ-fpori
„Und dieser Herr war Mister Burd?" fragte er
In den Mannschaftswertungen im 100-Meter- ßauf, 400-Meter-Hindernislauf und 3OOO-Meter- Laus placierten sich die Mannschaften der Standarte 116 unter die ersten 6. . „ .
Außerdem errang die Brigade 147/Oberhessen m der großen Straßenstafsel. die über 12 Kilometer quer durch Kassel führte, den 1. Sieg vor der Brigade 49 Frankfurt a. M. und in der 100X100» Meter-Hindernis-Stafsel den 2. Sieg hinter der Brigade 49 Frankfurt a. M. Bei diesen Mannschaften stellte die Standarte je ein Drittel der Mannschasts- stärke und war somit nicht unwesentlich an der guten Placierung beteiligt.
tretern des Sternenbanners den Kürzeren gezogen, so daß es also auch bei den All-England-Tennis* Meisterschaften, genau wie vor 14 Tagen in Paris, zu einer rein amerikanischen Schlußrunde im -Männer-Einzel gekommen ist. Robert Riggs, der den Jugoslawen Puncec in einer knappen Stunde mit 6:2, 6:3, 6:4 »om Platz fegte, und Ellwood Cooke, der in einem prächtigen Kampf unseren Meister Heinrich Henkel mit 6:3, 4:6, 6:4, 6.4 niederrang, werden am Freitag um das Erbe ihres großen Landsmannes Donald Budge
500 Nennungen für das Reitturnier in Bad Salzschlirf.
sendet seine auf vielen Turnieren erprobten Reiter Hänelt, Kilbinger und Langfeldt. — Mit dem Turnier werden auch Schauvorführungen der Wehr- macht verbunden sein.
Mannschasts-KegelwettfampfinDiefeck
35 Jahre Segelkranz „Vorwärts- Gleßen-Mefeck.
ir werden nur siegen durch Leistung und Lebenswillen."
Zweiter Dortrag der DAF.
nähme nicht?" ,
/Ich weiß es nicht. Ich hab« das Bild nie gesehen. Dann fuhr Burd fort, und ich habe nichts mehr von ihm gehört. Bis auf den heutigen Abend, da Preetz angestürzt kam und mir sagte, ich solle frier» frer ins Hotel kommen; Mister Bubd erwarte mich dringend." t ... ,
Vallendar trommelte mit den Fingerspitzen auf dem Tisch. „Aber worin besteht die Gemeinsamkeit der Geschehnisse?"
Charly strich sich über die Stirn, und wieder trat in ihre Augen jener schreckhafte Ausdruck, den er kannte. „Vor ein paar Tagen stand em Mensch vor dem Geschäft und sah mir nach. Ich beachtete es kaum. Es gibt ja immer junge Leute, die versuchen, wie und wo es geht, Bekanntschaften zu machen.
Vallendar senkte schuldbewußt den Kopf.
(Fortsetzung folgt)
war. Sicherlich hatte Dr. Römer Charly die Rach- richt in der menschenüberfüllten Halle nicht überbringen wollen ... Vallendar schob den Vorhang, der die beiden Säle trennte, auseinander.
An einem Seitentisch saßen Charly und Römer. Der Doktor sprach leise auf sie em. Sie sah vor ich hin, und ihre Finger spielten nervös mit der Speisekarte. ___ . „ ..
„Guten Abend, gnädiges Fraulem! Vallendar verbeugte sich. Dabei suchten seine Blicke ihre Augen. Wie hatte sie es ausgenommen? Er atmete auf, als er ihrem ruhigen Blick begegnete.
„Doktor Römer hat es mir gesagt. Mister Burds Zeit sei erfüllt gewesen."
Sie schwiegen. Römer bestellte eine Flasche Rotwein. Es ging nicht an, das junge Mädchen jetzt nach Hause zu bringen; Charly würde grübeln. Man mußte ihr Gesellschaft leisten, bis sie sich wieder
Jahren verkauft!
Der Anwalt meldete sich.
Hier Vallendar — der Schauspieler Werner Vallendar, Herr Notar. Entschuldigen Sie die Störung! Ein Agent einer mir befreundeten Künstlerin soll -bei Ihnen mit Mister Burd aus Los Angeles ver. abredet sein. Die Dame mochte gern wissen--
Bei mir hat sich nur Mister Burd selber an- gemeldet Herr Vallendar, und zwar schon vor längerer Zeit. Aber bis jetzt ist er nicht erschienen. 6r bat auch nicht abgesagt. Ich verstehe das alles nicht recht. Und von einem Agenten, den er mit« bringen wollte ober der hierherkommen sollte, »st
Notar!" - u-b-rstürzt hängt« Vallendar ab. Dann überlegte «r. Eigentlich hatte er dem Anwalt berichten muffen mas gefchehen war. Aber das konnte er später nachholen ... Jetzt fieberte er danach, zu erfahren, was Burd und Charly verband. Ob das Telephongefprach mit Charly zufammenhing? Charly, lächerlich, dah er immer nur „Charly" dacht-, als ob f,e keinen ande- r7n Namen hätte Ja, zum Teufel, fern Jntereffe war geweckt!
Er ging in die Halle.
Der Vlotz, an dem Charly Sandner gesessen hatte, war leer. Ein Boy trat auf ihn zu. „Doktor Romer läßt Herrn Vallendar bitten, in den kleinen Speise- saal zu kommen."
Danke sehr!" Vallendar kannte die Raume des > Hotels genau. Hinter dem großen Restaurant lag ) em kleiner intimer Saal, der meist nicht sehr besucht
Nundfunkprogramm
Freitag, 7. Juli.
5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk aus! 6: Morgenlied, Morgenspruch, Nachrichten, Gym- naftit. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Mutter turnt und spielt nut bem Kinb: Mit den Bleisoldaten... 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt das Hermann-Hagestedt- Orchester. 9.30: Nur Freiburg: Nachrichten. 10: Schulfunk: Raumordnung schasst Raummehrung. Ein Querschnitt durch Aufgaben und Arbeit der Reichsstelle für Raumordnung. 10.30: Die Bergwacht im Sommer Rundfunkberichte aus den Alpen. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Saarbrücken unter Leitung von Albert Jung. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch... (Industne- Schallplatten und Cigenaufnahmen.) 16: Zwei Stunden im Rhythmus der Freude. Ausführung: Das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. Einlage 17 bis 17.10: Neues für den Bücherfreund. 18: Zwischen Enkel und Ahn. 18.15: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.30: Klang der Landschaft: Heilende Quellen. Kurhessen, ein Kur- garten im Herzen Deutschlands. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Roß und Reiter. 19.45: Der fröhliche Lau - sprecher. (Industrie-Schallplatten und Eigenauf- nahmen.) 20: Nachrichten des drahtlosen Dienstes. Anschließend: Hier spricht die Reichsgartenschau. 20.15: Aus Oper und Operette. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.20: Bilderbuch der Woche. Zum 80. Geburtstag von Verner von Hoidenstam. 22.35: Unterhaltungs- und Volksmusik. 24 bis 3: Nachtkonzert.
Als am vorigen Samstag und Sonntag die SA- Männer aus allen Standarten der Gruppe den Mannschafts- und Einzelwettkämpfen um den Grup- rensieger rangen, waren die Männer der Stan- )arte 116 nicht unwesentlich beteiligt. Ihr Einsatz wurde auch dementsprechend mit überaus ehrenvollem Abschneiden belohnt. Konnten auch nicht alle Mannschaften (ihre Zahl betrug oft 20 bis 25) Gruppensieaer werden, so dürften gerade diese ritterlichen Kampfe den hohen Leistungsstand und die kündige Einsatz-Bereitschaft und Einsatzfreudigkeit •rneut unter Beweis gestellt haben.
Die Standarte 116 errang in Mannschafts- und Einzelwettkämpfen folgende
Ergebnisse:
Wchrmanrvschcrftskampf 1:36 Sturm 12/116, 4. Sie- ger unter 22 Mannschaften.
Mannschaftsorientierungslauf Sturm 15/116, 7. Sieger von 23 Mannschaften.
Mannschaftsfünfkampf 1:8 aus den Sturmen 14/116 und Na. 116, 3. Sieger von 18 Mannschaften.
20XV- Runde Hindernisstaffel aus den Stürmen Pi. 1/116 und P. 2/116, 6. Sieger unter 15 Mann- ^Tauziehen für Reserve-Einheiten, Sturm 25/116 kampflos Sieger. .
6 X100-Meter-Staffel für PiomeEnheiten Sturm
Pi. 1/116 2. Sieger. x
6 X100-Meter-Staffel für Nachrichteneinheiten
Sturm Na. 116 6. Sieger.
Deutscher Mehrkan^f, Rottenführer Hassel- bad), Sturm 1/116, 16.Sieger.
4 XIM-Meter-Staffel, Sturm 11/116 3. Sieger in der Zeit von 46,6 Sek.
100-Meter-Laus, Klasse B, Scharführer Nie- mann 11/116 1. Sieger.
400-Meter-Lauf, Klasse A, SA.-Mann Franz 11/116 3. Sieger.
3000-Meter-LaUf, Klasse A, Sturmmann Rieb 1/116 3. Sieger in 9:37,8 Min. .
Weitsprung, Klasse B, Scharführer Niemann 11/116 3. Sieger. Ä
Speerwerfen, Klasse A, SA.-Mann Deuker 21/116 4. Sieger.
Die fRabfafrrftreife in der Starke von 1 Führer und 11 Mann, gestellt von Na. 116, wurde m aussichtsreichster Position wegen Sturz eines Mannes in letzter Minute vom Wettkampf disqualiftziert, hatte aber von 21 Mannschaften die 25-Kilometer- Sttecke in der besten Zeit überwunden.__________
erkundigt." , • • , ,
Lebhaft fiel Vallendar ein: „Sicher wollte er dort
einen Vertrag für Frau Larsen entwerfen?"
„Das könnte sein — falls Frau Larsen, wie es ja wohl üblich ist, sich eines Vermittlers bediente. Kurz, nachdem Burd das Hotel verlassen hatte kam nämlich ein Mann und sagte, er wäre von Mister Burd zu einem Notar bestellt, um einen Film- abschluß zu betätigen."
„War es Notar Kehm, lieber Schwarz?
„Nein, Notar Grußendorf."
„Ob das Frau Larsens Vermittler war? Konnten Sie mir den Mann nicht beschreiben?"
Schwarz sann nach. Sein Gehirn stapelte gewohn- heitsmätzig das Aeußere aller Gäste auf; er hatte ein ausgezeichnetes Gedächtnis für Menschen, auch
völlig beruhigt hatte.
„Darf ich etwas fragen?" Vallendars Stimme klang ernst. „Wie kamen Sie überhaupt zu Mister Burd, Fräulein Sandner."
Wie ich Mister Burd kennenlernte?" Ihre Stimme klang leise. „Es hat keinen Mammen- hang, aber vielleicht eine entfernte Aehnlichkeit mit ben Ereignissen der letzten Tage. Ich war vor drei Jahren schon im Modesalon »Helga'; damals war es mein letztes Lehrjahr. Nachdem Vater gestorben war, mußte ich mir mein Brot selber verdienen. Es lassen viele Damen vom Film ihre Kostüme bei uns entwerfen und ausführen. Damals vor drei Jahren, wurde viel von einem Mister Burd gesprochen, der nach Berlin gekommen sei, um Künstlerinnen nach Amerika zu verpflichten. Damals interessierte ich mich auch' noch für den Film ..." Ein kleiner Seitenblick traf Vallendar. „Auch Frau Larsen war unsere Kundin, und sie äußerte einmal, sie hoffe nun, ein Engagement nach Amerika zu bekommen; Mister Burd habe sie kennenlernen wollen."
Der Kellner brachte lautlos ben Wein. Römer goß bie Gläser voll. Er lächelte. „Ich glaube, Charly, auch Sie waren damals nicht ganz frei von Hoffnungen ... Habe ich recht?"
,Jch war damals noch ein halber Backfisch, Doktor" sie errötete, „und man machte mir Komplimente." Ihr Gesicht verlor bas Lächeln. „Aber ich möchte nichts mit bem Film zu tun haben — gar nichts!" Ihre Brauen hoben sich kriegerisch.
„Warum nicht, Fräulein Sandner?? Es ist ein Mag^m'Herr Vallendar. Mir haben die Mög- lichkeit und die Hoffnung allein schon genug Ent- täuschung gebracht ... Ich stand also eines Tages im Schaufenster und dekorierte. Da bemerkte ich einen Herrn, der vor dem Schaufenster frm und her ging Es war ein älterer und solide aussehender . Monn, und ich befürchtete nicht -r nxr6e ftd) r etwas herausnehmen ... Wieder streifte ein blitzen- t der Seitenblick Vallendar.
U/erten.
Roman von Harald Baumgarten
Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35
8. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Während Römer auf Charly zuging, in Gedanken überlegend, wie er ihr die Nachricht mitteüen sollte, war Vallendar mit feinen federnden, raschen Schritten an den Empfangstisch getreten. „Guten Abend, Herr Schwarz!" r .
„Ach, Herr Vallendar? Ich fas doch. Sie seien m Aegypten ..."
„Bin heute früh zurückgekommen. Ich hätte Sie gern einmal einen Augenblick allein gesprochen."
„Aber bitte, Herr Vallendar!" Der Empfangschef kam hinter dem Disch hervor und öffnete die Tür eines kleinen Zimmers, das für Konferenzen bestimmt war. Er knipste das Licht an.
Vallendar bot ihm eine Zigarette an. ,Zch komme eben von drüben, aus der Garage. Es ist dort etwas geschehen, das einen Ihrer Gäste betrifft. Sie werden es wohl bald durch die Polizei erfahren. Mister Burd ist aeftorben. Herzschlag."
Die Pause, die nach solchen Worten zwischen den Menschen einzutreten pflegt, dehnte sich. „Mister Burd sah sehr krank aus. Vielleicht hätte ich ihm abraten sollen, auszugehen, als er mich rufen ließ."
„Er hat Sie rufen lassen?"
„Ja — in fein Zimmer."
Vallendar neigte sich vor. ,Zch hätte gern Näheres gefrört, Herr Schwarz. Wissen Sie: Frau. Larsen stand in Geschäftsverbindung mit Burd. Es ist natürlich für Frau Larsen sehr schmerzlich — Sie verstehen?"
Der Empfangschef hatte ben ersten Schreck überwunden. „Ich sehe keinen Grund, Ihnen bas vorzuenthalten. Mister Burd hat sich nach einem Notar
In wenigen Tagen wird Bad Salzschlirf von besonderem Leben erfüllt sein, falls der Wettergott dem Pferdesport so huldvoll gesinnt geblieben ist, wie bisher. Wieder wird das festliche Bild, das den Reitturnieren eigen ist, Zuschauer und Teilnehmer in der Begeisterung für ben Pferdesport vereinen.
Die Turnierleitung hat ein interessantes Pro- gramm zusammengestellt, das im bunten Wechsel Dressurprüfungen, die vollkommene Beherrschung des Pferdes erfordern, Iadgspringen — Gelände- ritte, die Mut, Entschlossenheit uift Ausdauer be- hingen, birgt. Der Nennungseingana hat das umfangreiche Programm gerechtfertigt: Rund 500 Nennungen und fast 200 Pferde — ein Ergebnis, das bei einem ausgeglichenen Start einen harten Kampf und em reitersportliches Ereignis von Bedeutung verspricht. Turniergewohnte Kämpfer und sieggewohnte Pferde gehen an den Start. Das General- kommando des IX. Armeekorps wird sich in zahl- reichen Konkurrenzen stark beteiligen. Auch die ff und die Reit- und Fahrschule Marburg sind mieber
einem willensbetonten Leben und zu einer soldatischen Haltung wirb nur durch feine Verankerung in der Weltanschauung erzielt werden. Aus einer Schilderung einer Begegnung mit bem Führer machte Wippermann verständlich, daß diese Weltanschauung nicht als eine Wissenschaft auszufafsen sei, sondern als die unter bestimmten Voraussetzungen erfolgte Betrachung der Welt vom Standpunkt des eigenen Lebens aus. Mit anderen Worten: das Zeitalter des Geistes und das der Materie werde abgelöst durch das der Natürlichkeit. Die Aufgabe des Menschen sei es, seine besten Kräfte zu erkennen und zur (Entfaltung zu bringen.
In erster Linie beschäftigte sich der Vortragende mit den sittlichen Werten der Ehre, der Treue und der Freiheit, bie eine starke Bindung an die Gemeinschaft bedeuten. Daoei erläuterte er zunächst ben Begriff Ehre und machte klar, daß schon der Der- stotz gegen die kleinste Gemeinschaft, gegen die Familie, den Menschen ehrlos mache, wenn er z. B. feiner Gier nachlebe und andere sich um feine Familie kümmern lasse, wie das z. B. beim Trinker der Fall sei. Die Entgegnung, daß das Derhättnis zur Familie eine Privatsache fei, fei grundfalfch; denn durch bie Schädigung ber Familie werbe auch der Quell, der aus ihr für das Volk sprudeln solle, vernichtet. Hier setze einmal mit Gewalt die Erziehung zur Gemeinschaft ein. Auf die Betrieb s- gsmeinschaft übertragen, mache sich in diesem Sinne jeder ehrlos, der sich so verhalte, daß der andere verdächtigt werde.
Abschließend sprach der Vortragende noch über die nationale Ehre und über den Lebensraum, wobei er verständlich machte, daß das Naturgesetz Deutschland dazu zwinge, den Raum in bas rechte Derhättnis zur Qualität unb Intelligenz feiner Volksgenossen zu bringen. Der Vortragende forderte die Betriebsführer auf, mit dazu beizutragen, daß der Mensch vom Idealismus erfüllt werde und sich harmonisch und organisch in den Leistungswillen Deutschlands duftige. Der Dorttag fand starken Beifall.
möglichst harmlos. r _ , .
, Richtig! Als ich in der Mittagspause fortging, kam er auf mich zu, zog den Hut und sagte: „Mein Name ist Burd. Ich mochte Sie kennenlernen Jetzt lachte sie kurz auf und schüttelte den Kopf, als verstehe sie selbst nicht mehr, was sie damals em^ funben hatte. „Es ist wohl lächerlich — natürlich ist es lächerlich! Aber ich war ein junges Ding —
Lieber Gott, dachte Römer, wie wichtig es bie Jugend mit drei Jährchen nimmt! .
__und sofort würben all meine heimlichen Wünsche wach. ,Sie finb ber Filmprobuzent Burd?< fragte ich zurück. - pa', nickte er, sich interessiere wich für Sie!« Er lub mich ein, mit ihm zu fahren. Er hatte eine Taxi an ber Ecke stehen, Preetz chauffierte." Sie schwieg.
Dallenbar hob das Glas.
„Erzählen Sie weiter, Charly! bat Romer, wahrend er mit ihr anstieß. . .
Einige Sekunden stützte sie den Kopf in bie Hänbe. „Ja, lieber Doktor, was soll ich ba noch berichten? Mister Burb fuhr mit mir herum, lub mich ein. Er war freundlich und nett wie ein Vater. Er fragte auch, wie ich mich in bem Geschäft fühlte. Jetzt kommt es! dachte ich. Jetzt wird er agen: Sie müssen ein Filmstar werden! Ich hatte ogar Rollen gelernt zu Hause. Es konnte ja sein, daß er eine Talentprobe verlangte ... Oh. Sie brauchen nicht zu lächeln, Herr Vallendar. Ich weiß es selber. Es muß schrecklich gewesen sein wie ich die Jungfrau von Orleans' und das .Gretchen Kubierte. Wenn Mutter mich auch großartig fand ... Aber es kam nicht dazu. Eines Tages fuhr Burd mit mir nach Babelsberg. Er sagte, er wolle ein Bild von mir haben. Aha — Probeaufnahmen! meinte ich. Jetzt geht es los' Ich wurde von einem Manne in einem weihen Kittel geholt. Apparate surrten. .Großaufnahme!' rief der Mann den Photographen zu. Ich versuchte, mit allen Kräften ein bildhaftes Gesicht zu machen. Dann war es aus.
„Aus?" fragte Vallendar. „Gefiel bie Probeauf-
Der zweite, der in der Reihe „Gegenwarts- und Zukunftsaufgaben ber deutschen Wirtschaft" von der DAF. für die Betriebssichrer und leitenden Angestellten bestimmten Vorträge, den Erich Wipper- mann von der Reichsschulungsburg der DAF. in Oberursel am Dienstag hier im „Hotel Hindenburg" hielt, war bestimmt von der starken Persönlichkeit des Vortragenden. Erich Wippermann verstand es vorttefflich, seine Lebenserfahrungen, die Begegnungen mit dem Führer und vor allem die nüchterne Beobachtung des täglichen Lebens mit den Nutzanwendungen für eine heroische Lebensauffassung zu verbinden.
Der Dorttagende ging von dem Fichte-Wort aus, daß es Nationen gibt, die ihr Leben erleiden und solche, die es gestalten. Er erläuterte, mie diese Wahrheiten in übertragenem Sinne auch für bas Einzelleben Gültigkeit haben. Für solche bas Leben erleidende Menschen müssen ÜB ege gefunden werden, damit sie sich aufraffen, um auch ihr ßeben mit schöpferischer Kraft zu gestalten. Der Lebenskampf, in bem sich bas deutsche !Bolf befinbe, werde nur durch Leistungssteigerung und Lebenswillen zu einem glücklichen Erfolge gefiert werden, so daß die Nottvendigkeit fordere, daß man sich.um die soldatische Haltung jedes einzelnen Menschen de- kümmere. , , , . . ,
Der Vortragende zeigte, wie neben bem gesprochenen Wort bas DorbiD der gangbarste Weg dazu ist, auf ben Menschen Einfluß zu gewinnen, denn nur durch bas Lebendige und Kraftvolle suhle er sich an- gesprochen. Was schlechte Beispiele vermögen das machte er an dem Schicksalsjahr 1918 verständlich, das gekennzeichnet war durch bie Sucht nach dem Genießen des Lebens und das zu einem Erleiden führte Erst freute fei bas Leben des Dolles wieder lebendig, tätig und gestattend geworden. Die gleichen Erscheinungen mie im Leben des Volkes zeigte der Vortragende auch im Leben des einzelnen auf. Aufgabe fei, im Menschen, auch bei bem tm Be- triebe, bie Willenkräste zu wecken, damit er mit sich selbst fertig werbe. Eine solche Anregung zu
wenn er sie nur ein einzigesmal gesehen hatte. „Es war ein schlanker, über mittelgroßer Mann. Ein bißchen — nun, ein bißchen salopp angezogen. Er kam mir abgehetzt vor. Solche Leute haben ja auch den ganzen Tag herumzulaufen. Ja, es könnte sehr wohl ein kleinerer Vermittler gewesen fern ... Ich sah übrigens, als er ben Mund öffnete, daß er vorn zwei oder drei Goldzähne hatte."
„Nein, bas war nicht Frau Larsens Agent, lieber Schwarz! Dann hatte Burd also auch noch andere Filmabschlüsse vor. Don solchen war doch die Rede?"
„Natürlich! Sonst hätte ich dem Manne auch nicht mitgeteilt, wohin Mister Burd gehen wollte."
Vallendar stand auf. „Darf ich einmal telephonieren? Ich möchte Frau Larsen benachrichtigen."
„Bitte sehr! Dort ist eine Zelle, von der aus Sie ungestört sprechen können ... Ja, schrecklich, solch ein Unglück! Man hat noch vor kurzem mit einem Menschen geredet, und jetzt--" Herr Schwarz
wiegte den Kopf und ging hinaus.
Vallendar wählte nicht Margits Nummer; denn zu diesem Zweck hätte er nicht im Fernsorechver- zeichnis blättern müssen. Da war ja bie Nummer! Notar Grußendorf ... Er wollte doch einmal nachfragen, ob dieser merkwürdige Filmagent beim Notar wartete. Da stimmte doch irgend etwas nicht? Burd hatte seine Produktion ja noch vor zwei
Vorwärts Wieseck), 5. Hch. Dech II., Alle Neun Wieseck. Jeder Teilnehmer erzielte je 25 Holz.
Untere Bahn: 1. August Niemeyer, Dor- märte Wieseck, 27 Holz; 2. Erwin Kreiling. Dor- märte Wieseck, 3. Hch. Dech II., Alle Neun Wieseck, 4. Chr. Walther, Gut Holz Beuern; 5. Karl Muller, Vorwärts Wieseck (je 25 Holz).
Nur ein Satz für Henkel!
Die letzten Vertreter des europäischen Festlandes, Heinrich Henkel (Deutschland) und Franz P u n - c e c (Jugoslawien), haben am Mittwoch in Wimbledon in der Auseinandersetzung mit den Der-
Der Kegelkranz „Vorwärts" Gießen - Wieseck konnte in diesen Tagen sein 35jähriges Bestehen feiern. Der Samstag brachte einen Festkommers, dem eine Heldenehruna mit Kranzniederlegung vor- ausging. Im Verlauf des sesllichen Abends wurden bie Gründer Heinrich Oßwalb, Wilhelm Weller und Gustav Erb für ihre Treue zur Sache mit Ehrengeschenken bedacht. 25 Mitglieder konnten für 25- unb mehrjährige Mitgliedschaft mit Ehrenurkunden ausgezeichnet werden.
Am frühen Morgen bes Sonntags begannen unter strömendem Regen die Mannschaftskämpse, an denen 23 Mannschaften mit je fünf Wettkämpfern (je 10 Kugeln) beteiligt waren. Den Siegern winkten schöne Ehrenpreise. Ein Festzug, der aus Anlaß des Jubiläums durchaeführt wurde, fand bei J bie Reit- und'Fahrschule Marburg sind wieder strömendem Regen statt. Anschließend hieß der Fest- hi Bad Salzschlirf vertreten. Der Gruppenführer Präsident die Sportkameraden willkommen Der der SA.-Gruppe Hessen, Oberführer Wchner, eitt-'Vorsitzende der KeglervereiNigung^Lahn-Duseckertasi
Müller, mürbiote die Verdienste des festgebenden Vereins um die Förderung bes Kegelsports. Ortsgruppenleiter Euler sprach in grundsätzlichen Darlegungen über die Notwendigkeit der Pflege der Leibesübungen für unsere Volksgemeinschaft.
Die Ergebnisse aus den Manuschafkskämpfen:
F ti n s e r - M a n n s ch a s t (je 10 Äugeln): 1. Gut Holz Reiskirchen mit 325 Holz: 2. Alle Neun Wieseck mit 321; 3. Vorwärts Wieseck mit 320 ; 4. Gut Holz Launsbach mit 308 ; 5. Alle Neun Wißmar mit 300 ; 6. Bahnsrei Wißmar mit 290; 7 Alle Neun Wieseck mit 286; 8. Gut Holz Rodheim mit 283; 9. Gut Holz Wieseck mit 282; 10. Gut Holz Alten-Buseck mit 279 Holz.
Die Jugendmannschaft des Vereins Gut Holz Rodheim stellte in ihrem sechzehnjährigen Karl Neuling mit 75 Holz ben besten Emzelkegler.
Außerdem erzielten beim Mannschaftskegeln bie Bestleistungen: Heinrich Dech, Alle Neun Wieseck, 73 Holz; Ernst Scharf, Bahnfrei Wißmar, 73 Holz; August Niemeyer, Vorwärts Wieseck, 71 Holz.
Die Ergebnisse im Einzelpreiskegeln: Obere Bahn: 1. Ernst Trautmann, 2. Aug. «Erbe ihr Niemeyer, 3. Karl Müller, 4. Ernst Kling (sämtlich I kämpfen.


