Ausgabe 
6.6.1939
 
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Ober-Ohmen, 5. Juni. Dieser Tage be-

Aus der engeren Heimat

Wirtschaft

auf! von

konzert. Ausführung: Musikzug der SA^Gruppe Westmark. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Aus dem Betrieb der rhein.-westf. Elektrizitätswerke in

Trier: Werkgymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. Trierer Spezialitäten. 8.40: Werkskonzert in Verbindung mit der NS.-Gemein- schaftKraft durch Freude". 9.30: Ankündigung für den Gautag der NSDAP, in Trier. 10: Schulfunk. Leuchtendes Trier Gedanken um eine alte Stadl. 11.30: Ruf ins Land." 12: Für die gesamte Gefolg­schaft der Städtischen Betriebe in Trier: Werks­konzert in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft .Kraft durch Freude". 13: Nachrichten. 13.15: Platz­konzert an der Porta Nigra. Parademärsche der ehemaligen und heutigen Trierer Regimenter. 14: Nachrichten. 14.10: Kleines Konzert. Volks- und Unterhaltungsmusik. 15: Trierer Jungen und Mädel singen, spielen und erzählen allerlei Lustiges aus ihrer Heimatstadt. 15.30: Zeitgeschehen: Das alte Trier. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Zeitgeschehen: Das neue Trier. 18: Der Reichsarbeitsdienst singt und musiziert. Ausführung: Der Chor und der Musikzug des Reichsarbeitsdienstes. 19: Trier Grenzlandnot und Grenzlandschicksal. Hörspiel. 20: Nachrichten. 20.15: Lachende Mosel. Froher Feier­abend der Westwallarbeiter und der Trierer bei der NS.'GemeinschaftKraft durch Freude" in der Ton­halle zu Trier. 22: Nachrichten. 22.15: Der Sport in Trier einst und heute. 22.30: Tanzmusik für alt und jung. Froher Ausklang des Tages der Stadt Trier. 24 bis 3: Nachtmusik.

ertungssingen des Gängerkreises Ohm-Lumdaial

iS-Zahrfeier des Gesangvereins »Germania- Ober-Ohmen.

CRunhfunfprogramm

Mittwoch, 7. Juni.

Tag der Stadt Trier.

5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk

6: Nachrichten. 6.05: Fanfareante roman Ferdinand Laven. 6.10: Gymnastik. 6.30: Früh-

Dönges begrüßte die Gäste. Vereinsführer Kratz be­grüßte die Ohm-Lumdatal-Sänger und wünschte, daß allen die Stunden in Ober-Ohmen in froher Er­innerung bleiben möchten. Für die Gemeinde sprach Bürgermeister Horst. Er beglückwünschte den Ver­ein zu seinem Jubiläum und wünschte ihm weiterhin günstige Fortentwicklung.

Sodann hielt Kreisführer Dönges die Fest­ansprache. Habt Dank, so rief er u. a. den Ober- Ohmer Sängern zu, daß ihr eurer Sache treu geblieben seid, und arbeitet weiter im Dienst an Volk und Vaterland.

Provinzführer Wendler (Bad-Nauheim) nahm dann die Ehrungen verdienter Sänger vor. Er überreichte den Sängern Heinrich Krebs und Konrad Diehl von derGermania" Ober- Ohmen die Nadel für 50jährige Mitgliedschaft. Fer­ner wurden geehrt: Karl Conrad (Eintracht" Nieder-Gemünden) für 25jährige Vorstandstätigkeit; Heinrich Horst (Germania" Ober-Ohmen), Hein­rich Strauch (Männerchor 1834 Grünberg), Karl Rock, Reinhard T r ö l l e r, Karl H e i n b a ch und Karl Schmidt II. (Germania" Lauter) für 25jährige aktive Sängertätigkeit.

Für den verhinderten Kreisleiter sprach der Kreis- geschäftsführer Richter. Er überbrachte Grüße und Glückwünsche der Kreisleitung. Fräulein Erna Erbes überreichte dann eine Fahnenschleife im Auftrag der Frauen und Jungfrauen der Gemeinde. Während der Kreiskundgebung gelangten mehrere Chöre von der gesamten Sängerschaft zur Auf­führung.

Nach der Kundgebung bewegte sich der Festzug nach dem Festplatz. Ein Gruppenchorsingen (Gesang­vereineSängerkranz" Nidda,Liederkranz" Rup­pertenrod, Männergesangoerein Köddingen,Ger­mania" Ober-Ohmen) unter Mitwirkung eines Kinderchors und eines Orchesters brachte unter Stab­führung des Kreischorleiters D a u p e r t die Vaterländische Hymne" von Otto Jochum ganz her­vorragend zu Gehör. Nicht minder beifällig wurde auch der Straußsche WalzerAn der schönen blauen Donau" ausgenommen.

Auf dem Festplatz entwickelte sich dann bald ein reges Leben. Der Montag brachte dann ein Früh­konzert, einen Festumzug, Gesangs- und Musik­vorträge, Volksfest und Tanz.

Tage in zwei Autobussen einen Ausflug nach Frank­furt a. M. Mit großem Interesse wurde das Luft­schiff besichtigt, auf einer Fahrt durch die Stadt lernten die Frauen das alte Frankfurt kennen

}) Li ch, 5. Juni. Heute gegen 14 Uhr ereignete sich an der Einmündung der Braugasse in die Unter­stadt ein Unfall, der leicht hätte schwere Folgen haben können. Ein aus der Bahnhofstraße kom­mender Fernlastzug wollte mit verhältnismäßig großer Geschwindigkeit in die Braugasse einbiegen. Da die Braugasse an dieser Stelle ziemlich eng ist, wollte der Fahrer sein Fahrzeug mit Anhänger an­scheinend ganz rechts in die Straße steuern, was ihm aber nicht gelang. Mit seinem Wagen geriet er auf den Fußsteig und zertrümmerte dabei das zweite Schaufenster des Manufakturengeschäftes Dillen­burger. Zum Glück befanden sich in diesem Augen­blick keine Fußgänger auf dem Fußsteig. Nach den polizeilichen Feststellungen konnte der Fahrer seine Fahrt wieder fortsetzen.

j) Lich, 6. Juni. Am morgigen Mittwoch kann unser Mitbürger Lehrer i. R. Karl Sauer bei bester Gesundheit seinen 7 0. Geburtstag feiern. Der Jubilar wurde am 7. Juni 1869 zu Lich geboren, besuchte die Präparandenanstalt Lich sowie das Leh­rerseminar Friedberg. In Hungen erhielt er seine erste Anstellung, wo er auch von 1891 bis 1894 wirkte. Heber 40 Jahre versah er bann in seiner Vaterstadt Lich seinen verantwortungsvollen Beruf. Unzählige Licher Kinder sind durch seine Schule ge­gangen. Der betagte Lehrer erfreut sich aller Wert­schätzung. (Wir beglückwünschen!)

* Hungen, 5. Juni. Auf der Landstraße zwi­schen Hungen und Villingen ereignete sich gestern vormittag ein Unfall. Der etwas schwerhörige Adolf Falk von hier, der sich auf dem Wege nach Dil- lingen befand, lief, etwa 200 Meter vom Ortsaus- aang entfernt, plötzlich gegen das Auto eines Maurermeisters aus Bad-Nauheim. Der bedauerns­werte Mann stürzte und erlitt babei einige Rip­penbrüche, so daß er sofort in ärztliche Behand­lung gebracht werden mußte. >

cxd Langsdorf, 5. Juni. Unsere Gemeinde bildete seither nur eine Zelle in der Ortsgruppe Hungen der NSDAP. Das brachte für die Partei­genossen allerlei Erschwerungen mit sich bei der Teilnahme am inneren Leben der Bewegung. Nun ist ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung ge­gangen, indem Langsdorf durch die Kreis­leitung zu einer selbständigenOrtsgruppe der NSDAP, gemacht wurde. Zum Ortsgruppen­leiter ernannte der Kreisleiter den Landwirt Wil­helm Bender III. Aus einer altansässigen Bauern­sippe stammend, nahm Bender an dem Weltkrieg bei der aktiven hessischen Feld-Artillerie von An­fang bis zum Ende ehrenvollen Anteil. Seiner vaterländischen Haltung entsprach es, daß er schon sehr früh sich zur Bewegung des Führers bekannte. Bald nach der Machtübernahme wurde ihm das Amt des Ortsbauernführers übertragen, das er jetzt noch verwaltet. In der gestrigen Versammlung der Parteigenossen stellte er sich als Ortsgruppenleiter vor, ermahnte die Parteigenossen zu einträchtigem Zusammenstehen unter dem Hakenkreuzbanner und versprach gerechte und sachliche Führung feines Amtes.

Zuchthaus für Revolverhelden.

LPD. Mainz, 5. Juni. Das Mainzer Schwur­gericht erkannte am 28. März gegen den 25 Jahre alten Ernst Tröller aus Merlau wegen Tot- schlags, sowie versuchten Totschlags und wegen Waffenvergehens auf sechs Jahre Zucht­haus. Dieses Urteil ist jetzt rechtskräftig geworden, da das Reichsgericht die vorn Angeklagten hier­gegen eingelegte Revision als unbegründet ver- worfen hat. _

Tröller war in der Nacht zum 4. August v. I. nach einer ausgiebigen Bummelreise mit einigen Bekannten in Streit geraten, in dessen Verlaus er einen Revolver zog und einen Schuß abfeuerte. Daraus eilte ein Wachtmeister der Luftwaffe na­mens Damm herbei, der sich in Zivil befand, um dem leichtfertigen Schützen die Waffe abzunehmen. Tröller tötete hierbei den Wachtmeister durch einen aus etwa zwei Schritt Entfernung abgege­benen Schuß ins Herz. Außerdem verletzte der feige Revolverheld auf der Flucht seinen Verfolger Veite.

; Zwei gefährliche Verbrecher verhaftet

ging der GesangvereinGermania" die Feier seines 75jährigen Bestehens, das mit einem Teilwertungs- ingen des Sängerkreises Ohm-Lumdatal verbunden war. Lange Vorarbeiten wurden gekrönt von einem prächtigen Erfolg. Am Samstagabend wurden die Feierlichkeiten durch einen Festkommers auf dem Festplatz eröffnet. Der 2. Vereinsführer Kohler begrüßte hier alle Anwesenden und gab einen kur- zen Ueberblicf über die Geschichte des Vereins. In gesanglicher Hinsicht zeigte Chorleiter Daupert (Ul­richstein), daß feine Vereine vorzügliches zu leisten vermochten. Am Sonntagmoraen trafen 11 Ver­eine des Sängerkreises Ohm-Lumdatal im festtich geschmückten Dörfchen ein, um sich in einem Wer­tungssingen der Kritik des Kreischormeisters Hugo Lotz (Wetzlar) zu unterstellen. Den Vereinen war aufgetragen, den ChorDer deutschen Arbeit Feier­tag" von Richard Trunk oder einen freien Chor zu singen. Außerdem mußte jeder Verein zu Ehren des Volksliedkomponisten Friedrich Silcher ein Silcherlied vortragen. In eiper öffentlichen Kritik sprach dann der Wertungsrichter anschließend an das Singen. Allgemein stellte er heraus, daß die Leistungen befriedigten. Wert müsse noch auf die Aussprache und insbesondere auf die Vokalbildung gelegt werden. Sodann besprach er noch die Lei­tungen der einzelnen Vereine. Kreisführer Dön­ges dankte dem Wertungsrichter für seine oftmals mit Humor gewürzten Ausführungen und gab dann unter allgemeinem Bedauern bekannt, daß er auf eigenen Wunsch hin, infolge Ueberlaftung, vön einem Amt entbunden worden sei. Für die Zukunft

will er sich dem Kreis nicht entfremden, sondern als Chorleiter weiterhin wirken. Er dankte allen den­jenigen, die sich in eifriger Pflichterfüllung für die Sängersache eingesetzt hätten. Der stellvertretende Kreisführer Ihm (Homberg) überbrachte dem schei­denden Kreisführer den Dank des Kreises. Er gab bekannt, das alle Geschäfte des Sängerkreises von Schriftführer Becker erledigt würden.

Am Nachmittag bewegte sich ein stattlicher Fest - 3 u g durch die Ortsstraßen. In der Mitte des Dorfes gruppierte man sich zur Kreiskundgebung. Zu Beginn gedachte Kreisführer Dönges der feld­grauen und braunen Kameraden, die für Volk und Vaterland ihr Leben ließen, und legte einen präch­tigen Kranz am Ehrenmal nieder. Kreisführer

03 Beuern, 6. Juni. Für die Amtsttäger der Gemeinde(Aroßen-Buseck imReichsluftschutzbund fand bei Gastwirt Ranft durch die Luftschutz-Hauptschule Gießen ein Sonderlehrgang statt. LS.-Führer Magold eröffnete den Lehrgang und sprach zunächst in grundsätzlichen Darlegungen über die Luftschutz- Dienstpflicht. LS.-Führer Bergener sprach über eine Reihe verwaltungstechnischer Notwendigkeiten im RLB. In einem längeren Vortrag sprach ferner LS.» Führer Magold über das Verhalten beim Aus­ruf des Luftschutzes, bei Flieger-Alarm, beim Ftte- ger-Angriff und bei der Entwarnung, sowie über eine Reihe anderer Fragen für den Luftschutz auf dem Lande. Im weiteren Verlauf des Lehrgangs sprach die Sachberaterin Frau Heidt über das ThemaDie Frau im Luftschutz" und überErste Hilfeleistungen". Nach der Mittagspause referierte

AG. Dudemssche Eisenwerke Wetzlar.

Fwd. In der in Frankfurt a. M. abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung wurde der bekannte Jahresabschluß 1938 einstimmig genehmigt und die Dividende antragsgemäß auf wieder 5 v. H. sestge- etzt. Ein satzunasmäßig ausscheidendes Auftichts- ratsmitglied wurde wiedergewählt.

lieber die Entwicklung im neuen Geschäftsjahr berichtete der Vorstandsvorsitzer noch ergänzend, daß der Ablauf der ersten fünf Monate die vorausge- agten günstigen Beschäftigungsaussichten betätigt habe. Es gelang, den Umsatzrückgang des Vorjahres völlig auszugleichen. An dem Mehrabsatz sind in der Hauptsache die eisenverarbeitenden Betriebe beteiligt. Die für eine Reihe von Gießerei-Erzeugnissen von der Gesellschaft eingeführte Beschränkung der Zahl der Modelle habe sich bereits durch Leistungssteige­rung ausgewirkt, eisensparende neue Ausführungs­arten ermöglichten entsprechende Erzeugungsver­mehrung je Einheit. Der Anteil der aus Austausch­stoffen ganz oder teilweise angefertigten Erzeugnisse am Gesamtabsatz sei nicht unbeachtlich. Der vor­liegende Auftragsbestand und die mit einiger Sicher­heit vorauszusehende Betriebsentwicklung der näch­sten Monate berechtigten zur Erwartung eines sich umsatzmäßig günstig gestaltenden Geschäftes in 1939.

Das Ausfuhrgeschäft konnte durch einige größere Aufträge um 20 o. H. gesteigert werden. Für den Ausbau der Rohstoffbetriebe waren in den letzten Jahren erhebliche Summen ausgewandt. Im Eisen­steinbergbau sei der Ausbau der in Förderung stehenden Gruben so gut wie vollendet, lediglich zwei Gruben (hauptsächlich Tempererze) erforderten noch aewisse Mittel. Die Untersuchungsarbeiten, Aus- und Vorrichtungen gingen weiter. Von den in anderen deutschen Erzrevieren gemachten guten Erzaufschlüs- fen erwarte man mit dem In gang kommen dort ent­stehender Förderanlagen eine Entlastung für das eigene Revier. Obwohl in Kürze zwei abgängige Hochöfen ausgeblasen werden, werde eine Verminde­rung der Gesamtroheisenerzeutzung dadurch nicht eintreten, da ein moderner leistungsfähiger Hoch­ofen zum Anblasen bereitstehe. Der Ausbau des Hochofenwerkes Oberscheld konnte bis jetzt nur lang­sam gefördert werden. In den letzten Monaten wurden hier Versuchsverhüttungen saurer Dillerze durchgeführt, die wertvolle Aufschlüsse brachten und die jetzt ausgewertet werden. Den Bau eines weite­ren Drehofens im Zementwerk Wetzlar hofte man in diesem Jahr in Angriff nehmen zu können.

Zum Schluß befaßte sich der Dorstandsvorsitzer mit dem Anschluß des Wirtschaftsgebietes an Lahn, Dill und Oberhessen an das deutsche Wasserstraßen­netz und befürwortete die Berücksichtigung des Aus­baues der Lahn bis Gießen, für den die technischen Pläne bereits fertig vorlieyen würden und der nur eine verhältnismäßig geringe Summe erfordern würde.

Mein-Mainische Börse.

INittagsbörse still und knapp gehalten.

Frankfurt a. M., 6. Juni. Das Börsengeschäft kam auch zu Wochenanfang kaum in Schwung, da die Zurückhaltung der Kundschaft fortbeftanb. Im wesentlichen beschränkte sich die Umsatztätigkeit am Rentenmarkt auf Steuergutscheine, wenngleich auch hier das Geschäft gegenüber den lebhaften Vortagen einen Rückgang erfuhr.

Am Aktienmarkt zeigten die wenigen Erst­notierungen keine einheitliche Haltung, meist er­gaben sich aber kleine Abbröckelungen. Es eröffneten JG.-Farben mit 149,75 (149,90), Metallgesellschaft mit 112,25 (112,50), AEG. mit 113 (113,65), Demag mit 140,75 (141,50), Mannesmann mit 104,75 (105,13), ferner Klöckner etwas fester mit 117,75 (117), Lahmeyer mit 107,75 (107). Außredem kamen noch Reichsbank mit wieder 178,50, Hoesch mit uno. 108,13 und Westdeutsche Kaufhof mit unv. 104 zum Kurs.

Von Renten lagen Reichsaltbesitz ex Ziehung mit 132 (132,75) behauptet. Steuergutscheine etwas'

LPD. Mainz, 5.Juni. In der letzten Zeit sind in den Mainzer Vororten und in der näheren Umgebung von Mainz Wohnungs - und Wirtshauseinbrüche ausgeführt worden, bei denen Kleidungsstücke, Wäsche, Eßwaren, Geld und Wertgegenstände gestohlen wurden. Als Täter sind jetzt der 26jährige Johann Hutterer und der 19jährige Wichelm Bischof, die vor einiger Zeit nach Mainz zugereist sind, f e ft a e n p m m e n worden. Es handelt sich um zwei gefährliche Bur­schen, die bei Ausführung der Verbrechen eine ge­ladene Schußwaffe bei sich führten, von der sie beim Hinzutreten einer Person rücksichtslos Gebrauch ge­macht hätten. Insgesamt konnten bis jetzt fünf­zehn Einbrüche nachgewiesen werden.

Arbeitsbuch für Landwirte und deren Angehörige.

Der Reichsarbeitsminister hat angeordnet, daß . eine Erweiterung des Personenkreises der Arbeits- buchinhaber erfolgt. Der Leiter des Arbeitsamtes Gießen hat heute in der öffentlichen Bekannt­machung sämtliche Landwirte und ihre mithelsenden Familienangehörigen zur Antragstellung aufgefor­dert. Die für die Antragstellung vorgesehenen For- ; mulare sind beim Arbeitsamt, seinen Nebenstellen und den Bürgermeistereien abzuholen.

Es wird darauf hingewiesen, daß es Pflicht eines jeden Aufgerufenen ist, die Antragstellung möglichst bald vorzunehmen, damit die Ausstellung der Ar­beitsbücher erfolgen kann. Irgendwelche Kosten ent­stehen nicht. Die Ausfüllung der Anträge muß sorg­fältig erfolgen, insbesondere muß die Handschrift deutlich lesbar sein. Besonders wichttg ist das sorg­fältige Schreiben der Familiennamen und bei Ehe­frauen die Hinzufügung des Geburtsnamens.

Auskünfte erteilen das Arbeitsamt und seine Ne­benstellen.

Hauptversammlung

des Verkehrsvereins in Grünberg.

4- Grünberg, 5. Juni. Der Verkehrs- verein hielt im HotelHirsch" seine Haupt­versammlung ab. Der Vorsitzende, Wagner- meister Zi n ß e r, erstattete den Jahresbericht. Mit ehrenden Worten gedachte er des im Berichtsjahre verstorbenen Vorsitzenden Christoph Schweißguth, der 18 Jahre lang den Verein leitete, ebenso des verstorbenen Ausschußmitgliedes Oberforstmeister i.R. Schneider. Neben den alljährlich wiederkehrenden Ausbesserungen an den Spazierwegen im Brunnen- tag und an den Ruhebänken daselbst konnte er noch auf folgende Verbesserungen Hinweisen: Durch­forstung des Weges hinter dem Friedhof, Her- fteUung eines gepflasterten Weges am Eingang zum Brunnental und Errichtung eines Sandspielplatzes in der Höfetränke. Er wies hierbei darauf hin, daß gerade diese letzteren Arbeiten Hand in Hand mit der Stadt vorgenommen wurden. Die Mitglieder­zahl von 96 konnte durch Werbung um 27 vermehrt werden. Die Einnahmen betrugen 593,92 Mark, hierin ist ein städtischer Zuschuß von 100 Ntark enthalten. Die Ausgaben ergaben 311,45 Mark. Der Schutzhüttenfonds, seinerzeit von in Amerika leben­den Grünbergern zur Errichtung einer Schutzhütte auf dem Hain gestiftet, beträgt 285,72 Mark. Es wurde beschlossen, aus diesem 100 Mark zur Er­richtung einer Schutzhütte am Eingang zum Brun- nental zu verwenden, die Restsumme trägt die Stadt. Die weitere Aussprache drehte sich besonders um die Herrichtung des Denkmalsplatzes in der Höfe und des Kirchenplatzes. Bei ersterem soll vor allem eine Verbreiterung des Fußsteiges an der Londorfer Straße vorgenommen werden, um hier größere Sicherheit an einer verkehrsreichen, scharfen Straßenecke zu schaffen. Der Platz soll Rasen er­halten und als Einfassung eine Ligusterhecke. Hin­sichtlich des Kirchenplatzes wurde es allgemein be­grüßt, daß nunmehr die seinerzeit angefahrene 20 Zentimeter hohe Erdschicht wieder abgefahren wurde. Nachdem nun auch die alten Kastanien, die zum Teil zu dicht an der Kirche standen, entfernt wurden, beabsichtigt die Stadt, in genügendem Ab­stand Linden anzupflanzen und hierbei die Kronen­gasse ebenfalls zu bepflanzen. Dieser Plan fand die Zustimmung der Versammlung. Die Verbesserung der Straßenbeleuchtung durch Aufhängen der Lam­pen über der Straßenmitte wurde allgemein gut­geheißen, ebenso wurde es begrüßt, daß die all­gemeine Beleuchtung bis Mitternacht dauern soll, während einzelne Richtlampen die ganze Nacht bren­nen sollen. Hinsichtlich der Anlagen am Brunnental wurde eine starke Auslichtung gewünscht, um bessere Ausblicke auf die Stadt als auch auf das Brunnen- tal zu gewinnen. Ein weiterer Wunsch, einen be­quemeren Zugang zu den Anlagen von der Als­felder Straße her zu schaffen, wird seine Verwirk­lichung erst bei der bald erfolgenden Feldberemigung finden. Endlich wurde noch der Wunsch geäußert, die Höfetränksbrücke durch Zurückversetzung der Mauer am Schloßgarten um einige Meter zu verbreitern, was eine Verbesserung der Derkehrsverhältnisse be­deuten würde. Nachdem der Vorsitzende versprochen hatte, diesen Anregungen und Wünschen nachzu­gehen, schloß Ortsgruppenleiter Schütz die Ver­sammlung in üblicher Weise.

Landkreis Gietzen.

Ausbildungsleiter Schmalz über die Angriffs- mittel der ßuftftreitträfte. Eine rege Aussprache schloß sich an. Mit dem Fahneneinholen und dem Führergedenken fand der Lehrgang seinen Abschluß. Die hiesige Frauenhilfe unternahm dieser

Kunst und Wissenschaft.

Der Komponist Joseph Reiter f.

In Bayrisch-Gmain bei Bad Reichenhall ist der ostmärkische Komponist Joseph Reiter im 78. Lebensjahre einem Herzschlag erlegen. Reiter wurde am 9. Januar 1862 in Braunau geboren. Da er sich frühzeitig der nationalsozialistischen Be­wegung angeschlossen hatte, mußte er 1934 Oester­reich verlassen und lebte seitdem in stiller Zurück­gezogenheit in Bayrisch-Gmain. 1937 wurde ihm gleichzeitig mit der Goethe-Medaille von der Preu­ßischen Akademie der Künste der Beethoven-Preis für 1937 verliehen. Joseph Reiter war Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP.

klagten G., der Landwirt W. B. habe trotz Seuchen- fperre mit seinem Pferdefuhrwerk öffentliche Stra­ßen befahren. Der Angeklagte G. machte hierauf die Anzeige. Die Angeklagten haben, wie sie zu­geben, selbst keine Wahrnehmungen gemacht, be­haupten ober, von einem Zeugen unterrichtet zu sein. Der Zeuge bestreitet eine derartige Aeußerung.

Der Vertreter der Anklage beantragte gegen G. wegen falscher Anschuldigung eine Geldstrafe von 50 RM., ersatzweise 10 Tage Gefängnis, gegen L. wegen Beleidigung und übler Nachrede Geldstrafen von 50 + 50, zusammen 100 RM., ersatzweise 20 Tage Gefängnis.

Die Angeklagten wurden dem Antrag entspre­chend verurteilt und dem Beleidigten die Befugnis zugesprochen, den entscheidenden Teil des Urteils bezüglich G. an der Ortstafel anzuschlagen.

schwankend, jedoch wenig verändert. Serie II. 98,10 bis 97,85 (97,95), im Telefonverkehr Serie I. 101,45 bis 101,25 bis 101,30 (101,40). Reichsbähn-VA. zo­gen 0,25 v. H. an auf 122,40. Meist eine Kleinig­keit höher lagen auch Industrie-Obligationen, außer­dem verschiedene Liquidationspfandbriefe. Don Stadtanleihen kamen Darmstädter nach Pause beide mit 95,75 (26er 96,65 und 28er 96,50) zur Notiz, ebenso 4,50 v. H. Heidelberger mit 96,65 (96,25).

Im Freiverkehr nannte man Din gier mit 112 bis 113 (zuletzt 112 bis 114) und Katz & Klumpp mit 89 Geld (88 bis 89). Tagesgeld sehr leicht mit 2 (2,25) v. H.

Abendborse still.

Die Abendbörse verlief sehr still bei kleinstem Geschäft. Soweit Kurse zur Notiz gelangten, hatten sie zumeist nur nominellen Charakter. MAN. waren mit 140,50 nach 141, Gesfürel etwas fester 129, VDM. unverändert, von Montanwerten Rheinstahl 128 (128,75), Verein. Stahlw. 100,65 (100,75), Bem- berg in Anpassung an den Berliner Kurs etwas fester mit 131,50 nach 130,75. Reichsbahnvorzüge unverändert. An Steuergutscheinen hörte man Steuergutscheine I. mit 101,20 bis 101,30, II. nüt 97,80 bis 97,90.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 6. Juni. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 213, W 11 215, W 12 216, W 13 217, W16 220, W 18 222, W 19 224, W 20 226, Roggen RH 199, R12 200, R14 202, R15 203, R 16 205, R 17 206, R 18 207, R 19 209 Großhan­delspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Futterhafer. Weizenmehl Type 812 W 13 bis W 20 30,05 (gegen 29,95 am 31. Mai), W 20 (Kreis Worms) 30,40 (30,30) plus 50 Pf. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizen­futtermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlen­festpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roggenoollkleie R 19 11,00. Roggenkleie N 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber getrocknet. Wiesenheu, handelsüblich, 5,40, Wie­senheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu, do. 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, do. 7,80 bis 8,20, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. TL, 6. Juni. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 773 Kälber, 30 Hämmel, 50 Schafe, 4900 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mk., Hämmel 40 bis 50, Schafe 27 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mk. Markt­verlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittel.