Ober-Ohmen, 5. Juni. Dieser Tage be-
Aus der engeren Heimat
Wirtschaft
auf! von
konzert. Ausführung: Musikzug der SA^Gruppe Westmark. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Aus dem Betrieb der rhein.-westf. Elektrizitätswerke in
Trier: Werkgymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. Trierer Spezialitäten. 8.40: Werkskonzert in Verbindung mit der NS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude". 9.30: Ankündigung für den Gautag der NSDAP, in Trier. 10: Schulfunk. Leuchtendes Trier — Gedanken um eine alte Stadl. 11.30: Ruf ins Land." 12: Für die gesamte Gefolgschaft der Städtischen Betriebe in Trier: Werkskonzert in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft .Kraft durch Freude". 13: Nachrichten. 13.15: Platzkonzert an der Porta Nigra. Parademärsche der ehemaligen und heutigen Trierer Regimenter. 14: Nachrichten. 14.10: Kleines Konzert. Volks- und Unterhaltungsmusik. 15: Trierer Jungen und Mädel singen, spielen und erzählen allerlei Lustiges aus ihrer Heimatstadt. 15.30: Zeitgeschehen: Das alte Trier. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Zeitgeschehen: Das neue Trier. 18: Der Reichsarbeitsdienst singt und musiziert. Ausführung: Der Chor und der Musikzug des Reichsarbeitsdienstes. 19: Trier — Grenzlandnot und Grenzlandschicksal. Hörspiel. 20: Nachrichten. 20.15: Lachende Mosel. Froher Feierabend der Westwallarbeiter und der Trierer bei der NS.'Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in der Tonhalle zu Trier. 22: Nachrichten. 22.15: Der Sport in Trier einst und heute. 22.30: Tanzmusik für alt und jung. Froher Ausklang des Tages der Stadt Trier. 24 bis 3: Nachtmusik.
ertungssingen des Gängerkreises Ohm-Lumdaial
iS-Zahrfeier des Gesangvereins »Germania- Ober-Ohmen.
CRunhfunfprogramm
Mittwoch, 7. Juni.
Tag der Stadt Trier.
5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk
6: Nachrichten. 6.05: Fanfare „ante roman Ferdinand Laven. 6.10: Gymnastik. 6.30: Früh-
Dönges begrüßte die Gäste. Vereinsführer Kratz begrüßte die Ohm-Lumdatal-Sänger und wünschte, daß allen die Stunden in Ober-Ohmen in froher Erinnerung bleiben möchten. Für die Gemeinde sprach Bürgermeister Horst. Er beglückwünschte den Verein zu seinem Jubiläum und wünschte ihm weiterhin günstige Fortentwicklung.
Sodann hielt Kreisführer Dönges die Festansprache. Habt Dank, so rief er u. a. den Ober- Ohmer Sängern zu, daß ihr eurer Sache treu geblieben seid, und arbeitet weiter im Dienst an Volk und Vaterland.
Provinzführer Wendler (Bad-Nauheim) nahm dann die Ehrungen verdienter Sänger vor. Er überreichte den Sängern Heinrich Krebs und Konrad Diehl von der „Germania" Ober- Ohmen die Nadel für 50jährige Mitgliedschaft. Ferner wurden geehrt: Karl Conrad („Eintracht" Nieder-Gemünden) für 25jährige Vorstandstätigkeit; Heinrich Horst („Germania" Ober-Ohmen), Heinrich Strauch (Männerchor 1834 Grünberg), Karl Rock, Reinhard T r ö l l e r, Karl H e i n b a ch und Karl Schmidt II. („Germania" Lauter) für 25jährige aktive Sängertätigkeit.
Für den verhinderten Kreisleiter sprach der Kreis- geschäftsführer Richter. Er überbrachte Grüße und Glückwünsche der Kreisleitung. Fräulein Erna Erbes überreichte dann eine Fahnenschleife im Auftrag der Frauen und Jungfrauen der Gemeinde. Während der Kreiskundgebung gelangten mehrere Chöre von der gesamten Sängerschaft zur Aufführung.
Nach der Kundgebung bewegte sich der Festzug nach dem Festplatz. Ein Gruppenchorsingen (Gesangvereine „Sängerkranz" Nidda, „Liederkranz" Ruppertenrod, Männergesangoerein Köddingen, „Germania" Ober-Ohmen) unter Mitwirkung eines Kinderchors und eines Orchesters brachte unter Stabführung des Kreischorleiters D a u p e r t die „Vaterländische Hymne" von Otto Jochum ganz hervorragend zu Gehör. Nicht minder beifällig wurde auch der Straußsche Walzer „An der schönen blauen Donau" ausgenommen.
Auf dem Festplatz entwickelte sich dann bald ein reges Leben. Der Montag brachte dann ein Frühkonzert, einen Festumzug, Gesangs- und Musikvorträge, Volksfest und Tanz.
Tage in zwei Autobussen einen Ausflug nach Frankfurt a. M. Mit großem Interesse wurde das Luftschiff besichtigt, auf einer Fahrt durch die Stadt lernten die Frauen das alte Frankfurt kennen
}) Li ch, 5. Juni. Heute gegen 14 Uhr ereignete sich an der Einmündung der Braugasse in die Unterstadt ein Unfall, der leicht hätte schwere Folgen haben können. Ein aus der Bahnhofstraße kommender Fernlastzug wollte mit verhältnismäßig großer Geschwindigkeit in die Braugasse einbiegen. Da die Braugasse an dieser Stelle ziemlich eng ist, wollte der Fahrer sein Fahrzeug mit Anhänger anscheinend ganz rechts in die Straße steuern, was ihm aber nicht gelang. Mit seinem Wagen geriet er auf den Fußsteig und zertrümmerte dabei das zweite Schaufenster des Manufakturengeschäftes Dillenburger. Zum Glück befanden sich in diesem Augenblick keine Fußgänger auf dem Fußsteig. Nach den polizeilichen Feststellungen konnte der Fahrer seine Fahrt wieder fortsetzen.
j) Lich, 6. Juni. Am morgigen Mittwoch kann unser Mitbürger Lehrer i. R. Karl Sauer bei bester Gesundheit seinen 7 0. Geburtstag feiern. Der Jubilar wurde am 7. Juni 1869 zu Lich geboren, besuchte die Präparandenanstalt Lich sowie das Lehrerseminar Friedberg. In Hungen erhielt er seine erste Anstellung, wo er auch von 1891 bis 1894 wirkte. Heber 40 Jahre versah er bann in seiner Vaterstadt Lich seinen verantwortungsvollen Beruf. Unzählige Licher Kinder sind durch seine Schule gegangen. Der betagte Lehrer erfreut sich aller Wertschätzung. (Wir beglückwünschen!)
* Hungen, 5. Juni. Auf der Landstraße zwischen Hungen und Villingen ereignete sich gestern vormittag ein Unfall. Der etwas schwerhörige Adolf Falk von hier, der sich auf dem Wege nach Dil- lingen befand, lief, etwa 200 Meter vom Ortsaus- aang entfernt, plötzlich gegen das Auto eines Maurermeisters aus Bad-Nauheim. Der bedauernswerte Mann stürzte und erlitt babei einige Rippenbrüche, so daß er sofort in ärztliche Behandlung gebracht werden mußte. >
cxd Langsdorf, 5. Juni. Unsere Gemeinde bildete seither nur eine Zelle in der Ortsgruppe Hungen der NSDAP. Das brachte für die Parteigenossen allerlei Erschwerungen mit sich bei der Teilnahme am inneren Leben der Bewegung. Nun ist ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, indem Langsdorf durch die Kreisleitung zu einer selbständigenOrtsgruppe der NSDAP, gemacht wurde. Zum Ortsgruppenleiter ernannte der Kreisleiter den Landwirt Wilhelm Bender III. Aus einer altansässigen Bauernsippe stammend, nahm Bender an dem Weltkrieg bei der aktiven hessischen Feld-Artillerie von Anfang bis zum Ende ehrenvollen Anteil. Seiner vaterländischen Haltung entsprach es, daß er schon sehr früh sich zur Bewegung des Führers bekannte. Bald nach der Machtübernahme wurde ihm das Amt des Ortsbauernführers übertragen, das er jetzt noch verwaltet. In der gestrigen Versammlung der Parteigenossen stellte er sich als Ortsgruppenleiter vor, ermahnte die Parteigenossen zu einträchtigem Zusammenstehen unter dem Hakenkreuzbanner und versprach gerechte und sachliche Führung feines Amtes.
Zuchthaus für Revolverhelden.
LPD. Mainz, 5. Juni. Das Mainzer Schwurgericht erkannte am 28. März gegen den 25 Jahre alten Ernst Tröller aus Merlau wegen Tot- schlags, sowie versuchten Totschlags und wegen Waffenvergehens auf sechs Jahre Zuchthaus. Dieses Urteil ist jetzt rechtskräftig geworden, da das Reichsgericht die vorn Angeklagten hiergegen eingelegte Revision als unbegründet ver- worfen hat. _
Tröller war in der Nacht zum 4. August v. I. nach einer ausgiebigen Bummelreise mit einigen Bekannten in Streit geraten, in dessen Verlaus er einen Revolver zog und einen Schuß abfeuerte. Daraus eilte ein Wachtmeister der Luftwaffe namens Damm herbei, der sich in Zivil befand, um dem leichtfertigen Schützen die Waffe abzunehmen. Tröller tötete hierbei den Wachtmeister durch einen aus etwa zwei Schritt Entfernung abgegebenen Schuß ins Herz. Außerdem verletzte der feige Revolverheld auf der Flucht seinen Verfolger Veite.
; Zwei gefährliche Verbrecher verhaftet
ging der Gesangverein „Germania" die Feier seines 75jährigen Bestehens, das mit einem Teilwertungs- ingen des Sängerkreises Ohm-Lumdatal verbunden war. Lange Vorarbeiten wurden gekrönt von einem prächtigen Erfolg. Am Samstagabend wurden die Feierlichkeiten durch einen Festkommers auf dem Festplatz eröffnet. Der 2. Vereinsführer Kohler begrüßte hier alle Anwesenden und gab einen kur- zen Ueberblicf über die Geschichte des Vereins. In gesanglicher Hinsicht zeigte Chorleiter Daupert (Ulrichstein), daß feine Vereine vorzügliches zu leisten vermochten. Am Sonntagmoraen trafen 11 Vereine des Sängerkreises Ohm-Lumdatal im festtich geschmückten Dörfchen ein, um sich in einem Wertungssingen der Kritik des Kreischormeisters Hugo Lotz (Wetzlar) zu unterstellen. Den Vereinen war aufgetragen, den Chor „Der deutschen Arbeit Feiertag" von Richard Trunk oder einen freien Chor zu singen. Außerdem mußte jeder Verein zu Ehren des Volksliedkomponisten Friedrich Silcher ein Silcherlied vortragen. In eiper öffentlichen Kritik sprach dann der Wertungsrichter anschließend an das Singen. Allgemein stellte er heraus, daß die Leistungen befriedigten. Wert müsse noch auf die Aussprache und insbesondere auf die Vokalbildung gelegt werden. Sodann besprach er noch die Leitungen der einzelnen Vereine. Kreisführer Dönges dankte dem Wertungsrichter für seine oftmals mit Humor gewürzten Ausführungen und gab dann unter allgemeinem Bedauern bekannt, daß er auf eigenen Wunsch hin, infolge Ueberlaftung, vön einem Amt entbunden worden sei. Für die Zukunft
will er sich dem Kreis nicht entfremden, sondern als Chorleiter weiterhin wirken. Er dankte allen denjenigen, die sich in eifriger Pflichterfüllung für die Sängersache eingesetzt hätten. Der stellvertretende Kreisführer Ihm (Homberg) überbrachte dem scheidenden Kreisführer den Dank des Kreises. Er gab bekannt, das alle Geschäfte des Sängerkreises von Schriftführer Becker erledigt würden.
Am Nachmittag bewegte sich ein stattlicher Fest - 3 u g durch die Ortsstraßen. In der Mitte des Dorfes gruppierte man sich zur Kreiskundgebung. Zu Beginn gedachte Kreisführer Dönges der feldgrauen und braunen Kameraden, die für Volk und Vaterland ihr Leben ließen, und legte einen prächtigen Kranz am Ehrenmal nieder. Kreisführer
03 Beuern, 6. Juni. Für die Amtsttäger der Gemeinde(Aroßen-Buseck imReichsluftschutzbund fand bei Gastwirt Ranft durch die Luftschutz-Hauptschule Gießen ein Sonderlehrgang statt. LS.-Führer Magold eröffnete den Lehrgang und sprach zunächst in grundsätzlichen Darlegungen über die Luftschutz- Dienstpflicht. LS.-Führer Bergener sprach über eine Reihe verwaltungstechnischer Notwendigkeiten im RLB. In einem längeren Vortrag sprach ferner LS.» Führer Magold über das Verhalten beim Ausruf des Luftschutzes, bei Flieger-Alarm, beim Ftte- ger-Angriff und bei der Entwarnung, sowie über eine Reihe anderer Fragen für den Luftschutz auf dem Lande. Im weiteren Verlauf des Lehrgangs sprach die Sachberaterin Frau Heidt über das Thema „Die Frau im Luftschutz" und über „Erste Hilfeleistungen". Nach der Mittagspause referierte
AG. Dudemssche Eisenwerke Wetzlar.
Fwd. In der in Frankfurt a. M. abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung wurde der bekannte Jahresabschluß 1938 einstimmig genehmigt und die Dividende antragsgemäß auf wieder 5 v. H. sestge- etzt. Ein satzunasmäßig ausscheidendes Auftichts- ratsmitglied wurde wiedergewählt.
lieber die Entwicklung im neuen Geschäftsjahr berichtete der Vorstandsvorsitzer noch ergänzend, daß der Ablauf der ersten fünf Monate die vorausge- agten günstigen Beschäftigungsaussichten betätigt habe. Es gelang, den Umsatzrückgang des Vorjahres völlig auszugleichen. An dem Mehrabsatz sind in der Hauptsache die eisenverarbeitenden Betriebe beteiligt. Die für eine Reihe von Gießerei-Erzeugnissen von der Gesellschaft eingeführte Beschränkung der Zahl der Modelle habe sich bereits durch Leistungssteigerung ausgewirkt, eisensparende neue Ausführungsarten ermöglichten entsprechende Erzeugungsvermehrung je Einheit. Der Anteil der aus Austauschstoffen ganz oder teilweise angefertigten Erzeugnisse am Gesamtabsatz sei nicht unbeachtlich. Der vorliegende Auftragsbestand und die mit einiger Sicherheit vorauszusehende Betriebsentwicklung der nächsten Monate berechtigten zur Erwartung eines sich umsatzmäßig günstig gestaltenden Geschäftes in 1939.
Das Ausfuhrgeschäft konnte durch einige größere Aufträge um 20 o. H. gesteigert werden. Für den Ausbau der Rohstoffbetriebe waren in den letzten Jahren erhebliche Summen ausgewandt. Im Eisensteinbergbau sei der Ausbau der in Förderung stehenden Gruben so gut wie vollendet, lediglich zwei Gruben (hauptsächlich Tempererze) erforderten noch aewisse Mittel. Die Untersuchungsarbeiten, Aus- und Vorrichtungen gingen weiter. Von den in anderen deutschen Erzrevieren gemachten guten Erzaufschlüs- fen erwarte man mit dem In gang kommen dort entstehender Förderanlagen eine Entlastung für das eigene Revier. Obwohl in Kürze zwei abgängige Hochöfen ausgeblasen werden, werde eine Verminderung der Gesamtroheisenerzeutzung dadurch nicht eintreten, da ein moderner leistungsfähiger Hochofen zum Anblasen bereitstehe. Der Ausbau des Hochofenwerkes Oberscheld konnte bis jetzt nur langsam gefördert werden. In den letzten Monaten wurden hier Versuchsverhüttungen saurer Dillerze durchgeführt, die wertvolle Aufschlüsse brachten und die jetzt ausgewertet werden. Den Bau eines weiteren Drehofens im Zementwerk Wetzlar hofte man in diesem Jahr in Angriff nehmen zu können.
Zum Schluß befaßte sich der Dorstandsvorsitzer mit dem Anschluß des Wirtschaftsgebietes an Lahn, Dill und Oberhessen an das deutsche Wasserstraßennetz und befürwortete die Berücksichtigung des Ausbaues der Lahn bis Gießen, für den die technischen Pläne bereits fertig vorlieyen würden und der nur eine verhältnismäßig geringe Summe erfordern würde.
Mein-Mainische Börse.
INittagsbörse still und knapp gehalten.
Frankfurt a. M., 6. Juni. Das Börsengeschäft kam auch zu Wochenanfang kaum in Schwung, da die Zurückhaltung der Kundschaft fortbeftanb. Im wesentlichen beschränkte sich die Umsatztätigkeit am Rentenmarkt auf Steuergutscheine, wenngleich auch hier das Geschäft gegenüber den lebhaften Vortagen einen Rückgang erfuhr.
Am Aktienmarkt zeigten die wenigen Erstnotierungen keine einheitliche Haltung, meist ergaben sich aber kleine Abbröckelungen. Es eröffneten JG.-Farben mit 149,75 (149,90), Metallgesellschaft mit 112,25 (112,50), AEG. mit 113 (113,65), Demag mit 140,75 (141,50), Mannesmann mit 104,75 (105,13), ferner Klöckner etwas fester mit 117,75 (117), Lahmeyer mit 107,75 (107). Außredem kamen noch Reichsbank mit wieder 178,50, Hoesch mit uno. 108,13 und Westdeutsche Kaufhof mit unv. 104 zum Kurs.
Von Renten lagen Reichsaltbesitz ex Ziehung mit 132 (132,75) behauptet. Steuergutscheine etwas'
LPD. Mainz, 5.Juni. In der letzten Zeit sind in den Mainzer Vororten und in der näheren Umgebung von Mainz Wohnungs - und Wirtshauseinbrüche ausgeführt worden, bei denen Kleidungsstücke, Wäsche, Eßwaren, Geld und Wertgegenstände gestohlen wurden. Als Täter sind jetzt der 26jährige Johann Hutterer und der 19jährige Wichelm Bischof, die vor einiger Zeit nach Mainz zugereist sind, f e ft a e n p m m e n worden. Es handelt sich um zwei gefährliche Burschen, die bei Ausführung der Verbrechen eine geladene Schußwaffe bei sich führten, von der sie beim Hinzutreten einer Person rücksichtslos Gebrauch gemacht hätten. Insgesamt konnten bis jetzt fünfzehn Einbrüche nachgewiesen werden.
Arbeitsbuch für Landwirte und deren Angehörige.
Der Reichsarbeitsminister hat angeordnet, daß . eine Erweiterung des Personenkreises der Arbeits- buchinhaber erfolgt. Der Leiter des Arbeitsamtes Gießen hat heute in der öffentlichen Bekanntmachung sämtliche Landwirte und ihre mithelsenden Familienangehörigen zur Antragstellung aufgefordert. Die für die Antragstellung vorgesehenen For- ; mulare sind beim Arbeitsamt, seinen Nebenstellen und den Bürgermeistereien abzuholen.
Es wird darauf hingewiesen, daß es Pflicht eines jeden Aufgerufenen ist, die Antragstellung möglichst bald vorzunehmen, damit die Ausstellung der Arbeitsbücher erfolgen kann. Irgendwelche Kosten entstehen nicht. Die Ausfüllung der Anträge muß sorgfältig erfolgen, insbesondere muß die Handschrift deutlich lesbar sein. Besonders wichttg ist das sorgfältige Schreiben der Familiennamen und bei Ehefrauen die Hinzufügung des Geburtsnamens.
Auskünfte erteilen das Arbeitsamt und seine Nebenstellen.
Hauptversammlung
des Verkehrsvereins in Grünberg.
4- Grünberg, 5. Juni. Der Verkehrs- verein hielt im Hotel „Hirsch" seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Wagner- meister Zi n ß e r, erstattete den Jahresbericht. Mit ehrenden Worten gedachte er des im Berichtsjahre verstorbenen Vorsitzenden Christoph Schweißguth, der 18 Jahre lang den Verein leitete, ebenso des verstorbenen Ausschußmitgliedes Oberforstmeister i.R. Schneider. Neben den alljährlich wiederkehrenden Ausbesserungen an den Spazierwegen im Brunnen- tag und an den Ruhebänken daselbst konnte er noch auf folgende Verbesserungen Hinweisen: Durchforstung des Weges hinter dem Friedhof, Her- ■ fteUung eines gepflasterten Weges am Eingang zum Brunnental und Errichtung eines Sandspielplatzes in der Höfetränke. Er wies hierbei darauf hin, daß gerade diese letzteren Arbeiten Hand in Hand mit der Stadt vorgenommen wurden. Die Mitgliederzahl von 96 konnte durch Werbung um 27 vermehrt werden. Die Einnahmen betrugen 593,92 Mark, hierin ist ein städtischer Zuschuß von 100 Ntark enthalten. Die Ausgaben ergaben 311,45 Mark. Der Schutzhüttenfonds, seinerzeit von in Amerika lebenden Grünbergern zur Errichtung einer Schutzhütte auf dem Hain gestiftet, beträgt 285,72 Mark. Es wurde beschlossen, aus diesem 100 Mark zur Errichtung einer Schutzhütte am Eingang zum Brun- nental zu verwenden, die Restsumme trägt die Stadt. Die weitere Aussprache drehte sich besonders um die Herrichtung des Denkmalsplatzes in der Höfe und des Kirchenplatzes. Bei ersterem soll vor allem eine Verbreiterung des Fußsteiges an der Londorfer Straße vorgenommen werden, um hier größere Sicherheit an einer verkehrsreichen, scharfen Straßenecke zu schaffen. Der Platz soll Rasen erhalten und als Einfassung eine Ligusterhecke. Hinsichtlich des Kirchenplatzes wurde es allgemein begrüßt, daß nunmehr die seinerzeit angefahrene 20 Zentimeter hohe Erdschicht wieder abgefahren wurde. Nachdem nun auch die alten Kastanien, die zum Teil zu dicht an der Kirche standen, entfernt wurden, beabsichtigt die Stadt, in genügendem Abstand Linden anzupflanzen und hierbei die Kronengasse ebenfalls zu bepflanzen. Dieser Plan fand die Zustimmung der Versammlung. Die Verbesserung der Straßenbeleuchtung durch Aufhängen der Lampen über der Straßenmitte wurde allgemein gutgeheißen, ebenso wurde es begrüßt, daß die allgemeine Beleuchtung bis Mitternacht dauern soll, während einzelne Richtlampen die ganze Nacht brennen sollen. Hinsichtlich der Anlagen am Brunnental wurde eine starke Auslichtung gewünscht, um bessere Ausblicke auf die Stadt als auch auf das Brunnen- tal zu gewinnen. Ein weiterer Wunsch, einen bequemeren Zugang zu den Anlagen von der Alsfelder Straße her zu schaffen, wird seine Verwirklichung erst bei der bald erfolgenden Feldberemigung finden. Endlich wurde noch der Wunsch geäußert, die Höfetränksbrücke durch Zurückversetzung der Mauer ■am Schloßgarten um einige Meter zu verbreitern, was eine Verbesserung der Derkehrsverhältnisse bedeuten würde. Nachdem der Vorsitzende versprochen hatte, diesen Anregungen und Wünschen nachzugehen, schloß Ortsgruppenleiter Schütz die Versammlung in üblicher Weise.
Landkreis Gietzen.
Ausbildungsleiter Schmalz über die Angriffs- mittel der ßuftftreitträfte. Eine rege Aussprache schloß sich an. Mit dem Fahneneinholen und dem Führergedenken fand der Lehrgang seinen Abschluß. — Die hiesige Frauenhilfe unternahm dieser
Kunst und Wissenschaft.
Der Komponist Joseph Reiter f.
In Bayrisch-Gmain bei Bad Reichenhall ist der ostmärkische Komponist Joseph Reiter im 78. Lebensjahre einem Herzschlag erlegen. Reiter wurde am 9. Januar 1862 in Braunau geboren. Da er sich frühzeitig der nationalsozialistischen Bewegung angeschlossen hatte, mußte er 1934 Oesterreich verlassen und lebte seitdem in stiller Zurückgezogenheit in Bayrisch-Gmain. 1937 wurde ihm gleichzeitig mit der Goethe-Medaille von der Preußischen Akademie der Künste der Beethoven-Preis für 1937 verliehen. Joseph Reiter war Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP.
klagten G., der Landwirt W. B. habe trotz Seuchen- fperre mit seinem Pferdefuhrwerk öffentliche Straßen befahren. Der Angeklagte G. machte hierauf die Anzeige. Die Angeklagten haben, wie sie zugeben, selbst keine Wahrnehmungen gemacht, behaupten ober, von einem Zeugen unterrichtet zu sein. Der Zeuge bestreitet eine derartige Aeußerung.
Der Vertreter der Anklage beantragte gegen G. wegen falscher Anschuldigung eine Geldstrafe von 50 RM., ersatzweise 10 Tage Gefängnis, gegen L. wegen Beleidigung und übler Nachrede Geldstrafen von 50 + 50, zusammen 100 RM., ersatzweise 20 Tage Gefängnis.
Die Angeklagten wurden dem Antrag entsprechend verurteilt und dem Beleidigten die Befugnis zugesprochen, den entscheidenden Teil des Urteils bezüglich G. an der Ortstafel anzuschlagen.
schwankend, jedoch wenig verändert. Serie II. 98,10 bis 97,85 (97,95), im Telefonverkehr Serie I. 101,45 bis 101,25 bis 101,30 (101,40). Reichsbähn-VA. zogen 0,25 v. H. an auf 122,40. Meist eine Kleinigkeit höher lagen auch Industrie-Obligationen, außerdem verschiedene Liquidationspfandbriefe. Don Stadtanleihen kamen Darmstädter nach Pause beide mit 95,75 (26er 96,65 und 28er 96,50) zur Notiz, ebenso 4,50 v. H. Heidelberger mit 96,65 (96,25).
Im Freiverkehr nannte man Din gier mit 112 bis 113 (zuletzt 112 bis 114) und Katz & Klumpp mit 89 Geld (88 bis 89). Tagesgeld sehr leicht mit 2 (2,25) v. H.
Abendborse still.
Die Abendbörse verlief sehr still bei kleinstem Geschäft. Soweit Kurse zur Notiz gelangten, hatten sie zumeist nur nominellen Charakter. MAN. waren mit 140,50 nach 141, Gesfürel etwas fester 129, VDM. unverändert, von Montanwerten Rheinstahl 128 (128,75), Verein. Stahlw. 100,65 (100,75), Bem- berg in Anpassung an den Berliner Kurs etwas fester mit 131,50 nach 130,75. Reichsbahnvorzüge unverändert. An Steuergutscheinen hörte man Steuergutscheine I. mit 101,20 bis 101,30, II. nüt 97,80 bis 97,90.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 6. Juni. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 213, W 11 215, W 12 216, W 13 217, W16 220, W 18 222, W 19 224, W 20 226, Roggen RH 199, R12 200, R14 202, R15 203, R 16 205, R 17 206, R 18 207, R 19 209 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 bis W 20 30,05 (gegen 29,95 am 31. Mai), W 20 (Kreis Worms) 30,40 (30,30) plus 50 Pf. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roggenoollkleie R 19 11,00. Roggenkleie N 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber getrocknet —. Wiesenheu, handelsüblich, 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu, do. 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, do. 7,80 bis 8,20, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. TL, 6. Juni. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 773 Kälber, 30 Hämmel, 50 Schafe, 4900 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mk., Hämmel 40 bis 50, Schafe 27 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mk. — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittel.


