Ausgabe 
6.5.1939
 
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SJl.-tfpOTt

Basketball der Stadtmannschast.

Daß unsere Basketballer weiterhin bestrebt sind, ihr schon gutes spielerisches Können zu verbessern, beweist der Spielabschluß mit einer Ausländermann­schaft der Universität Göttingen. Die Gäste haben ihre große Spielstärke schon ost in Spielen mit deut­schen Mannschaften unter Beweis gestellt und wer­den unserer Stadtmannschaft alles abverlangen. Die Ausländer spielen in der Aufstellung: Jimmy Lane, USA., Carlos Ortiz, Griffeth-Mexiko, Ekmel Z a d i l, Türkei, Hüseyn Timur, Türkei, und Bulend D a v r a n, Türkei.

Eine Voraussage ist natürlich schwer möglich, doch wird die Stadtmannschaft, in der diesmal auch einige junge talentierte Spieler zu Wort kommen, bestimmt einen würdigen Gegner abgeben. Der un­beständigen Witterung wegen finden die Spiele am Samstagabend und Sonntaqnachmittag in der VfB -Halle statt.

Kleiner Mercedes sehr schnell!

Der kleine 1,5-Liter-Mercedes-Benz-Rennwagen führte sich prächtig in Tripolis ein. Unter dem Vor­jahrssieger Hermann Lang erzielte er im ersten Training auf der 13,1 Kilometer langen Mellaha- Rundstrecke mit 3:45,62 Minuten die beste Zeit und erreichte dabei als Durchschnitts-Geschwindigkeit 209,6 km/st. Das bedeutet, daß. der 1,5-Liter-Wagen auf 10 Sekunden an die schnellste Runde des gro­ßen 3-Liter-Farmelrennwagens herankam, der im Varjahr 218 km/st schaffte. Das bedeutet aber auch, daß der kleine Mercedes fast 30 Sekunden schneller war als der schnellste Kleinrennwagen bei den letz­ten Rennen, der von Pietsch gesteuerte Maserati, der 4:12 Minuten benötigte und 187 km/st fuhr. Der Abstand zwischen Lang und den übrigen Fah­rern war nicht groß. Biondetti konnte auf seinem Alfa Romeo 3:47,86 Minuten 206 km/st er­reichen. Der nächstschnellste Mann war Dr. Farina (Alfa Romeo) mit 3:48,56, dann folgte schon Europa­meister Rudolf Caracciola mit dem zweiten Mer­cedes-Benz in 3:52,23 mit 203,3 km/st.

Ueberraschung in Tripolis!

Stromlinien-Maserati in Front.

Unerhört schnell ist der kleine Maserati, ein wage­mutiger Fahrer von großer Klasse Luigi C i Hö­re s i ? Das beweisen die zwei am Freitag beim Training zum Großen Autopreis von Tripolis. Mit dem neuen Stromlinienmodell von Maserati ver­besserte Dilloresi die ausgezeichnete Vortags-Bestzeit von Hermann Lang (Mercedes-Benz) auf 3:41 Min. Das bedeutet, daß Villoresi seine schnellste Runde auf der Mellaha-Strecke mit einem Durchschnitt von 213,3 km/st durchraste. Im gewöhnlichen Renn­wagen, also ohne Stromlinienkarosse erzielte der junge Italiener 3:42,2 = 212,2 km/st.

Als einziger konnte Europameister Rudolf C a - r a c c i o l a auf dem kleinen Mercedes-Benz Schritt halten; er kaum auf 3:42,7 Min. = 211,8 km/st. Drittschnellster war Dr. Farina (Alsa Romeo) in

3:45,4 = 209,2 km st. Dann folgte Emilio Villoresi (Alfa Romeo) mit 3:46,35 = 208,3 vor Hermann Lang (Mercedes-Benz) mit 3:49,58 - 205,4 km st und Rocco (Maserati) mit 3:55,3 - 202 km/st.

Italien vor Deutschland im JlationenpreiS in ZRom.

Seinen ersten Höhepunkt erreichte das 14. Inter­nationale Reitturnier in Rom mit der Entscheidung im Preis der Rationen um den Goldpokal Mussolinis in Anwesenheit des Duce. Italien behielt diesmal die wertvolle Trophäe im Lande und siegte mit 20 Fehlern vor Deutschland (28), Polen (40), Rumänien (693/<), Belgien (75), der im Vorjahr erfolgreich gewesenen Türkei (80), England (84'/H und Portugal (91). Deutschland stellte den besten Einzelreiter in Oberleutnant Weidemann, der aufFridolin" mit nur vier Fehlern in der besten Zeit an der Spitze der Einzelwertung stand und den Ehrenpreis des Grafen Ciano gewann.

Hamburger Giadiparkrenuen.

Meisterschaflslauf für Motorräder und Sportwagen.

Wenn am Samstagnachmittag die Startflagge jum ersten Rennen im Hamburger Stadtpark fällt, dann wird damit das Zeichen zur Eröffnung eines zweitägigen Volksfestes des Motorsports gegeben. Die 6,584 Kilometer lange Strecke wurde ausge­baut und verbessert, so daß man diesmal neue Re­korde erwarten kann, wenn nicht unerwünschter Regen zur Vorsicht zwingt. Die gesamte Elite der deutschen Motorrad- und Sportwagenfahrer tritt zum Kampfe an, um die begehrten Punkte zur deutschen Meisterschaft zu erringen. Für die Motor­radfahrer bringt Hamburg nach dem Eilenriede- rennen bereits den zweiten Meisterschaftslauf, wäh­rend die Sportwagen erstmals in den Punktestreit eingreifen.

Bei den Motorrädern erscheinen mit Euro­pameister Ewald Kluge (DKW.) Heiner Fleisch­mann (DKW.) und Ludwig Kraus die Sieger des Eilenriede-Rennens am Start. Unter fast unver­änderten Bedingungen sollten sie auch diesmal wie­der vorne zu erwarten sein. Für Ludwig Kraus sollte immerhin Karl Gall (gleichfalls (BMW.) in Hamburg ein noch stärkerer Gegner sein und Hei­ner FMschmann wird damit rechnen müssen, daß die neue NSU. in Hamburg wesentlich schneller sein wird als in der Eilenriede, wo die Neckarsulmer die ersten praktischen Erfahrungen gewonnen haben. Um einen allzu starken Andrang zu vermeiden, hat man die Teilnahmeziffer auf 35 in jeder Klasse beschränkt.

Die Sportwagen kämpfen in den drei Klas­sen bis 1100, 1500 und 2000 ccm.

Der erste Tag wartet mit den Rennen der Mo­torrad-Ausweisfahrer und der Sportwagenfahrer in den beiden niederen Klassen auf. Die Rennen der Lizenzfahrer und die restlichen Kämpfe der Aus­weis- und Sportwagenfahrer finden am Sonntag statt.

!»

eilig Freundschastsspielbetneb im Handball.

Abgesehen von den am Sonntag in Gießen stcrtt- findenden drei wichtigen Begegnungen, dem Lokal- kamps 1900 Mtv., dem Ausstiegsspiel des MSV. Barbara und dem Entscheidungsspiel um die Bann­meisterschaft Münzenberg Mtv., stehen außer den noch restlichen Pokalspielen der Vorrunde nur einig« wenige Freundschaftsspiele an.

Hochelheim Holzheim: Hochelheim hat die nunmehr zur Bezirksklasse aufgestiegene Elf des Tv. Holzheim zum Freundschaftsspiel eingeladen. Die Platzbesitzer, die erst vor noch nicht allzu langer Zeit den Spielbetrieb wieder aufgenommen haben, verfügen heute schon über eine beachtliche Spiel­stärke. Holzheim muß sich schon, zumal noch auf fremdem Platze, anstrengen, um ein einigermaßen günstiges Ergebnis zu erzielen.

Heuchelheim Wetzlar: Es ist kaum zu verstehen, daß eine Mannschaft wie der Turnver­ein Wetzlar innerhalb einer Spielrunde so an

Kampfkraft verloren hat. Auch die Figur, die diese Mannschaft in der letzten Spielreihe abgab, war nicht befriedigend; wir glauben daher kaum, daß die Mannschaft am Sonntag in Heuchelheim zu Worte kommen kann.

Groß,en-Buseck Igd. Launsbach Igd.: Großen-Buseck hat eine Mannschaft aus dem Bann 88 zum Freundschaftsspiel herangeholt. Obwohl man die Gäste roenig kennt, ist doch mit einem wenn auch knappen Siege der Platzmannschaft zu rechnen.

HochelheimJgd. HolzheimJgd.: Vor dem Spiel beider ersten Mannschaften stehen sich die Heiden Iugenden gegenüber. Auch dieses Freund­schaftsspiel sollte einen schönen Verlauf nehmen und die Gäste in Front sehen.

1900 Igd. Heuchelheim Igd.: Nach dem Lokalderby 1900 Mtv. tritt 1900s Jugend gegen Tv. Heuchelheim an. Es sollte mit einer leich­ten Überlegenheit der Gäste zu rechnen sein.

Fußball um Pokal und Ausstieg.

VfB «Neichsbahn I

VfB. Friedberg ((Sauliga).

Auf dem Waldsportplatz tritt morgen der Ver­treter der Gauliga VfB. Friedberg zum Pokalspiel an. Die Gäste, die in der Spielserie einen Mittel­platz in der Tabelle einnehmen, sind hier nicht un­bekannt. Erst kürzlich konnte die Mannschaft, ob­wohl verschiedene Spieler der ersten Garnitur fehl­ten, dem Lokalgegner bas Nachsehen geben. Wenn auch die letzten Freundschaftsspiele der Gäste nicht besonders günstig endeten, so darf man doch nicht vergessen, daß die Elf in diesem Spiel, wo es um den weiteren Verbleib im Tschammerpokal geht, mit allen Kräften darangeht, eine Runde weiterzukom­men. Die Mannschaft der Friedberger ist auf allen Punkten gut besetzt, die Spieler sind hier zur Genüge bekannt. Ob der VfB.-Reichsbahn gegen diesen starken Gegner bestehen kann, dürfte sehr fraglich sein, da die Grünweißen in den letzten Spielen bedenkliche Schwächen zeigten. Die Grün- weißen, die in stärkster Besetzung antreten werben, haben sich oorgenommen, mit einer großen Leistung aufzuwarten, damit die Mannschaft einen Sieg und damit die weitere Teilnahme an den Pokalspielen erringt. Das Spiel sollte erst in der Schlußminute entschieden werden.

DsV.-Reichsbahn III. Nieder-Ohmen I.

Dor dem Spiel der ersten Mannschaft trägt die Dritte em Freundschaftsspiel gegen die starke Elf aus Nieder-Ohmen aus. Die Grün-Weißen konnten sich bereits im Vorspiel durchsetzen, auch jetzt ist ihnen ein knapper Sieg zuzutrauen.

1860 SonouTeutonia" Steinberg

Zum zweiten Aufstiegsspiel müssen die Teutonen am morgigen Sonntag die Reise nach Hanau an­treten. Es wird ein schwerer Gang werden, denn die Mannschaft der Gastgeber wird allgemein als Favorit angesehen. Allerdings werden sich die Teu­tonen von dieser Auffassung nicht von vornherein beeindrucken lassen. Damit soll gesaat werden, daß die Steinberger morgen nicht ganz ohne Siegesaus- sichten nach Hanau fahren. Einen großen Ausschlag wird wohl die Tagesform geben. Soweit uns be­kannt ist, besitzen die Hanauer eine Mannschaft, die

technisch und spielerisch vollkommen auf der Höhe ist. Die Teutonen werden wohl alle Kräfte aufbieten müssen, um diese gute Elf im Schach halten zu können. Hierzu bedarf es jedoch einer größeren Energieleistung wie am vergangenen Sonntag. Hoffentlich sind die Schwächen, die man beim vorigen Spiel festftellen konnte, morgen behoben. Nur dann wird die Möglichkeit gegeben sein, einen Punktgewinn in Hanau zu erzielen. Aus alle Fälle wird es einen spannenden Kampf geben. Sollten die Teutonen zu ihrer schon öfters gezeigten Hoch­form auflaufen, dann wird es bestimmt einer grö­ßeren Leistung der Hanauer bedürfen, um diese Mannschaft nicht zum Siege kommen zu lassen. Die Aufstellung der Teutonen dürfte wohl die gleiche sein wie am vergangenen Sonntag. Vielleicht muß der verletzte Naumann durch Fritsche ersetzt werden.

Dillenburg I Lollar I.

Ein schwerer Gang steht der Lollarer 1. Elf morgen nach Dillenburg bevor. Nach dem Sieg der Gastgeber über Großen-Linden ist der Aufstieg für Lollar zwar endgültig hinfällig geworden. Sollte sich allerdings das bewahrheiten, daß Wetzlar seine Mannschaft zurückziehen will, so würde das evtl. Lollar zugutekommen und die beiden verlorenen Punkte aus dem Vorspiel gutgeschrieben werden. Nur so könnte sich das Bild der Tabelle noch ein­mal ändern. Aber auch nur bann wieder, wenn morgen Lollar in Dillenburg für eine Uederraschung forgt. Es ist aber bei der jetzigen Spielstärke der Gastgeber kaum anzunehmen, daß dies gelingt. Obwohl die Lollarer den Kampf vielleicht unbe­schwerter denn je aufnehmen können, da ja kaum nod) mehr etwas zu verlieren ist, dürften sie bei etmas mehr Selbstvertrauen als seither dem Geg­ner den Sieg nicht allzu leicht machen. Wie die Mannschaft aufgestellt wird, ist bis jetzt noch nicht bekannt.

Ausklang t>er SerbanMerie 1938/39

Die Derdandsrunde 1938/39 nimmt mit den bei­den restlichen Spielen Burg 1900 und Ehrings­hausen Wetzlar ihren Ausklang.

Burg 1900.

Das letzte Derbandsspiel führt die Blauweißen nach Burg. Praktisch hat das Spiel keine Bedeutung

mehr, denn, wie der Ausgang auch ist, ändert sich cn der Tabellengestaltung nicht mehr allzu viel. Und trotzdem nehmen die Blauweißen gerade dieses Spiel sehr ernst. Wie erinnerlich, waren es die Burger, die im vergangenen Jahre den Blauweißen durch eine 2:0-Niederlage den einzigen doppelten Punktverlust zugefügt haben, was man heuer noch nicht vergessen hat. Aus diesem Grunde wird die beste Vertretung entsandt, um eine Wiederholung in diesem Jahre zu vermeiden. Mit der Vertretung Herbst (3/116), Pankok (2/116), Lippert (2/116), Krämer, Quick, Schäfer, Löbsack, Schellhaas (2/116), Renfing, Hormel (2/116), Heuser darf man denn auch erwarten, daß es den Blauweißen gelingt, einen würdigen Abschluß der Spiele zu finden.

Jlaunfjeim II 1900 II.

Die Reserve der Blauweißen reift nach Naun­heim zur Erledigung der am vergangenen Sonntag entstandenen Gesellschaftsspielverpflichtung. Nach den gezeigten Leistungen darf man auch diesmal die Blauweißen als Sieger erwarten, selbst unter Be­rücksichtigung der Platzveränderung.

Rodheim I. Steinbach I.

Die 1. Elf von Rodheim a. d. B. erwartet am mor­gigen Sonntag die 1. Mannschaft von Krofdorf. Es handelt sich um ein Freundschaftsspiel. Krofdorf ver­fügt zur Zeit über eine schnelle und kampffreudige Mannschaft. Man erwartet einen anregenden Kampf, dessen Ausgang kaum vorherzusagen ist.

Zugend-Iußball-Lokalkampf

VfB.-N.-1900.

Drei Jugendmannschaften der Spieloereinigung 1900 haben sich für kommenden Sonntag aus­gezeichnete Gegner gewählt, so daß man mit span­nenden Kämpfen rechnen kann.

Die 1. Jugend trägt nach dem Pokalspiel der Grün- Weißen ein Freundschaftsspiel gegen die 1. Jugend der Grün-Weißen aus. In den Zwischenrunden­spielen um die Bannmeisterschaft konnte die 1. Ju­gend der Blau-Weißen die Jugendmannschaft des

Handball: Brigade 46-147.

Am morgigen Sonnfagoormittag findet auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900, auf dem Trieb, ein Handballausscheidungskampf zwischen den Brigaden 46 und 147/Gießen statt. Die Leitung des Spieles liegt in den Händen des Handball- Schiedsrichterobmannes Becker. Das Spiel ent­scheidet, ob es der Brigade 147^berhessen gelingt, sich gegen die spielstarke Mannschaft der Brigade 46/Fulda, deren Mannschaft sich hauptsächlich aus Spielern von Eschwege, Bebra, Hersfeld, Hünfeld, Fulda und Hanau zusammensetzt, durchzusetzen, um durch diesen Sieg eine weitere Teilnahme an den Ausscheidungsspielen zu gewährleisten.

Die Mannschaft der Brigade 147/Oberhessen spielt in folgender Aufstellung: Deuker (116); Küthe (116), Herbert (116); Eckert (Rei. 147), Blankenburg (116), Grieb (222); Spengler (145), Marquardt (222), Weigandt (116), Pfeiffer (116), Strack (116).

Da dieses Spiel alle Voraussetzungen für einen ritterlichen, guten und schnellen Kampf erfüllen, bietet sich hier den Gießener Sportkameraden die Möglichkeit, ein interessantes Spiel zu sehen.

DfB.-R. schlagen, doch hat sich diese Mannschaft in der letzten Zeit sehr verstärkt und durch ihre hohen Siege ließ sie aufhorchen. Die Blau-Weißen stellen ihre stärkste Mannschaft, und man kann ihnen ein kleines Plus einräumen, wenn nicht der fremde Platz ein zu großes Hindernis für sie ist.

Die 2. Jugend trägt ebenfalls ein Freundschafts­spiel in Göbelnrod aus. Dieser Spielausgang ist vollkommen offen, denn beide Mannschaften sind gleichwertige Gegner, und erst der Schlußpfiff wird den Sieger nennen.

Das einzige Heimspiel bestreitet die 3. Jugend gegen die 1. Jugend von Fellingshausen. Das letzte Spiel gegen die Jüngsten der Blau-Weißen konnte Fellingshausen gewinnen, doch wird ihnen ein Sieg in Gießen sehr schwer fallen.

Rundsunkprogramm.

Sonntag, 7. Mai.

6 Uhr: Don Hamburg: Hafenkonzert. 750 Jahre Hamburger Hafen. 8.10: Wie schön ist so ein Feier­tag! Frohsinn auf Schallplatten. 9: Deutsche Mei­ster. Sonate für Violine und Klavier, Werk 27 in e-moll von Hans Pfitzner. Einlage:Unser Beten ist ein frommes Schreiten." 9.40: Dichter unserer Zeit, Aus den Werken des diesjährigen Kulturpreis­trägers für den Gau Hessen-Nassau. 10: Aus dem Saalbau zu Frankfurt a. M.: Morgenfeier der Hit­ler-Jugend anläßlich der Gaukulturwoche des Gaues Hessen-Nassau. 11: Unterhaltungskonzert. 12: Don Stuttgart (aus der Reichsgartenschau, Ehrenhalle): Mittaaskonzert des Landesorchesters Gau Württem- bera-Hohenzollern. 13: Die Gauausstellung für bil­dende Künste. 13.15: Von Berlin: Musik am Mit­tag des kleinen Orchesters des Reichssenders Berlin. 14: Für unsere Kinder: Aus unserer Spielzeug­schachtel. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Rei­gen sorgloser Melodien. 15.15: Don Freiburg: Volkstum und Heimat. In einem Schwarzwälder Musikantendorf. 16: Vom Deutschlandsender: Sport und Unterhaltung. Dazwischen: Berichte aus Tripo­lis vom Großen Automobil-Preis. 17: Von Saar­brücken: Musik zur Unterhaltung. 18: Haben Sie schon gehört? Ein Rundfunkidyll mit viel Musik über den allgemeinen Tratsch im Leben. Von Irm­traut Hugin. 19: Schöne deutsche Volkslieder. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. Von Wien: Berichte von der 1. Runde des Davis-Pokal-Spieles Deutsch­land Schweiz. 20: Nachrichten. 20.15: Anläßlich der Gaukulturwoche: Festkonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Ausschnitte aus dem Maifest der Jugend in Wiesbaden anläßlich,der Gau-Kulturwoche. 22.45: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert.

Montag. 8. Mai.

5: Von Breslau: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Gymnastik. 6.30: Von Freiburg: Frühkon- zert. Ausführung: Musikkorps des IR. 75, Frei­burg. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für den Garten. 8.40: Don Breslau (aus Görlitz): Froher Klang zur Werkpaufe. Es spielt das Musikkorps des IR. 30, Görlitz. 10: Don Ber­lin: Schulfunk. Das Zauberlied. Ein Frühlings­märchen von der Nachtigall und von anderen gro­ßen und kleinen Sängern im Monat Mai. 11.40: Ruf ins Land. 12: Von Hamburg (aus Hannover): Schloßkonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Von Ham­burg (aus Hannover): Schloßkonzert II. 14: Nach­richten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 16: Vom Deutschlandsender: Musik am Nachmittag. 18: Stabt und Land Hand in Hand. Die Schule auf dem Dorfe. 18.30: Menschen Berufe Schick­

sale. Schwarzwälder Uhrmacher. 19.15: Bericht von der Eröffnung der Reichstagung der deutschen Beamtet. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Don Breslau: Wenns Mailüfterl weht. Eine klingende Märchenidylle. 22: Nachrich­ten« 22.15: Kamerad, wo bist du? 22.30: Aus der Gau-Kulturwoche: Konzert zeitgenössischer Kompo­

nisten. Ausschnitte aus dem Konzert im großen Saal des Hessischen Landestheaters Darmstadt. 23: Von Königsberg: Unterhaltungs« und Tanzmusik. 24 bis 3: Von Leipzig: Nachtkonzert.

Dienstag, 9. Mai.

5 Uhr: Von Königsberg: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Aus­führung: Das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Von München: Froher Klang zur Werkpause. Es spie­len die Münchner Rundfunkschrammeln. 10: Don Stuttgart: Schulfunk. Die goldene Axt. Nach einer alten Fabel von Gotthard Wloka. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert I. Ausführung: Kurhcs- sisches Landesorchester Kassel. 13: Nachrichten. 13.15: Von Kassel: Mittagskonzert II. 14: Nachrich­ten. 14.10: Lustiges Mosaik. 16: Don Königsberg: Nachmittagskonzert. Es spielt das Orchester des Reichssenders Königsberg. 17 bis 17.10: Neues für den Bücherfreund. 18: Völk und Wirtschaft. Markt­ordnung als Treuhänder der sozialen Ordnung. 18.15: Pflicht und Treue. Zur Tagung der deutschen Beamten. 18.30: Von Kassel:Legt die Stimmen auf! Variationen um einen beschaulichen Feierabend. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Anläßlich der Gau-Kul« turwoche: Kleines Konzert der Jugend. 20: Von Stuttgart: Nachrichten. Anschließend: Hier spricht die Reichsgaxtenschau. 20.15: Dom Fels zum Meer! Eine Gemeinschaftssendung der Reichssender Frank­furt und Köln um den deutschen Rhein. 22: Zeit­angabe. Nachrichten. 22.15: Vom Deutschlandsender: Politische Zeitungsschau. 22.35: Von Köln (aus Godesberg): Tanzabend. 24 bis 3: Don Königsberg: Nachtkonzert.

Wirtschaft.

Mein-Mainische Börse.

Miilagsbörse überwiegend heiler und freundlich.

Frankfurt a. M., 5. Mai. Unter dem Eindruck der fortlaufend bekanntwerdenden günstigen Indu­strie-Abschlüsse blieb die Börse durchaus freundlich. Die Umsatztätigkcit hielt sich indessen weiter in engen Grenzen, lediglich Spezialpapiere werden hin und wieder etwas lebhafter gehandelt.

Am Aktienmarkt setzten sich die Kursver­besserungen um etwa 0,50 bis 1 v. H. im Durch- sHnitt fort, allerdings fehlte es auch nicht an kleinen Einbußen, denen aber kein besonderes Angebot zu­grunde lag, ebenso wie stärkere Steigerungen mehr ober minder auf Zufall beruhten. Weiter fest lagen PH. Holzmann mit 150,25 bis 151,50 (148,25), wo­bei Dividendenerwartungen gehegt werden. Anderer­seits AG. für Verkehr nominell 1,50 v. H. niedriger mit 118. Don den führenden Papieren stellten sich IG.-Farben bei Eröffnung auf 149,90 (149,25), Hoesch auf 108,50 (107,75), während Mannesmann mit 106,50 bis 107 (106,65) und Vereid. Stahl mit 103,13 bis 103,40 (103) nahezu unverändert blie­ben und AEG. 0,50 v. H. abbröckelten auf 114,50. Maschinen- und Motorenaktien lagen meist gehalten, Rheinmetall 0,50 v. H. -ermäßigt auf 129,75.

Das Rentengeschäft blieb im ganzen ge­sehen ruhig, die Haltung nicht ganz einheitlich. Die Abweichungen hielten sich dabei in engsten Grenzen. Reichsaltbesitz 131,70 (131,90), Reichsbahn-VA. 124,65 (124,75), andererseits im Freiverkehr Kom­munal-Umschuldung lebhafter mit 93,45 bis 93,50 (93,40). Industrie-Obligationen weiterhin uneinheit­lich und zwar bis 0,25 v. H. Stadtanleihen unver­ändert, 4,50 v. H. Darmstadt von 26 plus 0,25 v. H. auf 97. Pfandbriefe lagen ruhig und behauptet. Reichsbahn-DA. im Verlaufe 124,75 nach 124,65 Reichsaltbesitz 131,90 nach 131,70.

3n der zweiten Börsenstunde dauerte die festere

Halturw an und vielfach ergaben sich erneut mä­ßige Erhöhungen bis etwa 0,50 v. H. Lebhafter waren Laurahütte mit 14,75 bis 15,40 (14). Sonst notierten u. a. IG,-Farben 150,25 nach 149,90, Kaufhof 106 nach 105,75, Daimler 140 nach 139,50, Rheinmetall 130,25 nach 129,75. Bei den später notierten Papieren überwogen Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H. Aschaffenburger Zellstoff 107 (105,50), anderseits Harpener 130 (132) und Bu­derus 104,25 bis 103,50 (106). Der Einheitsmarkt tendierte uneinheitlich. Nach Pause kamen Mainzer Aktien-Dier mit 85,50 (87,75), andererseits Dresdner Schnellpressen mit 86,50 (80) wieder zur Notiz.

Im Freiverkehr nannte man bei kleinen Um­sätzen Dingler mit 113,50*bis 115,50 (114,25 bis 116,25), Elsäss. Badische Wolle mit 97,50 bis 99,50 (96 bis 98), Verein. Fränk. Schuh mit 80,50 bis 82,50 (82 bis 83) uiw Growag mit 82 bis 84. Tagesgeld unv. 2,25 v. H.

Abeadbörse abwartend.

Das Abendbörsengeschäft war ohne Belang. Man zeigte allgemein eine abwartende Haltung. Am Aktienmarkt wichen die Kurse nur um Pro­zentbruchteile ab, überwiegend stellten sich aber weiter leichte Befestigungen ein. Holzmann erneut stark gefragt und ohne Angebot, Taxe 152 bis 153 (151,50). IG.-Farben nicht ganz gehalten mit 150 (150,25), ebenso Hoesch mit 108,25 (108,50) und Klöckner mit 117,75 (118). Andererseits «. a. Bem- berg 138,25 (137,50), Deutsche Erdöl 125 (124,25), Laurahütte 15,75 (15,40), Gessürel 136,50 (136), Adlerwerke 103,25 (103) und Verein. Stahl 103,50 (103,40). Von Renten gewannen 5 v. H. Gelsen­kirchen Berg 0,25 v. H. auf 100; 6 v. H. 5®-* Farben blieben mit unv. 122,75 und Reichsbahn- DA. mit unv. 124,75 gefragt. Im Freiverkehr hatten Kommunal-Umschuldung bei unv. 93,50 und 4,50 v. H. RWL bei unv. 94,75 etwas Umsatz.