gungswert dieser Tiere, der jährlich 1,2 Milliarden
äll
6ng<
(ffiprbnet. Botschaft
frü
1W
6ing>
8.11.
30.12.
28.10.
Weizen, Chikago, Cents je
65,13
je
8,37
8,25
133,—
136,—
3,63
3,95
nicht
46,25
212,25
14,60
16,15
63,38
43,78
50,38
217,25
14,12
15,44
68,63
52,38
8,88
4,08
45,62
8,88
3,88
Bushel
Mais, Chikago, Cents Bushel
Baumwolle, Neuyork
tger rgepal [ das
8,87
3,88
8,11
138,—
Die „Diktatoren" zu Tode hungern.
Pittman droht mit Blockade.
Für die Getreidemärkte werden die Beschlüsse des am 10. Januar zusammentretenden i n - ternationalen Weizenkomitees bestimmend sein. Man beurteilt in Fachkreisen die Aussichten für eine internationale Zusammenarbeit jetzt etwas günstiger. Baumwolle lag fest, K aut- ts ch u k steht unter der Berechnung, wonach die Weltvorräte im kommenden Halbjahr auf zirka 400 000 Tonnen gesenkt werden können. Auf den Kaffeemärkten war die Lage freundlicher, die Buntmetallmärkte waren uneinheitlich.
Leistungen sind noch keineswegs ausreichend. Sie - " • ' erheblich gesteigert werden. Die
" j von 90 Eiern je Huhn
RM. ausmacht und damit den Wert unserer Auto- sollen nochganz erheblich wirtschaft noch um 40 Millionen übersteigt ist Niel durch,d)mttlid)e^egeleistung größer als man gemeinhin annimmt. Allein der soll noch um 30 bis 40 Ei Wert der Hühnerhaltung beläuft sich auf auch die übrigen Kle^ntiere 675 Millionen RM. Die 85,5 Millionen deutschen Dierjahresplanes noch ganz . , kühner die einen Wert von 250 Millionen RM. den. So beispielsweise *"e Ziegen, die heute darftelle'n liefern allein jährlich für 531 Millionen Werte von 79 Millionen RM. 'm. Jahr erbringen. RM. Eier, für 113 Millionen RM. Hühnerfleisch,, Sie sollen ln erster Linie Milchleistungen ster- für 30 Millionen Federn und Dung. Aber diese! gern. Im Kaninchenftall muß mehr n ch
Die vom 6. bis 8. Januar in Leipzig stattsindende fünfte Reichskleintierschau rückt die wirtschaftliche Bedeutung der kleineren Haustiere ins Licht. Und das ist recht so; denn der Erzeu
ger erhöht werden. Und auch "die übrigen Kl'eintiere sollen im Rahmen des Dierjahresplanes noch ganz erheblich tätiger wer-
3,50
53,13
212,94
15,31
16,50
IVie beib, W Ver! Bänben !2ne5 Un Wettes Mlisfuch, Ä &Qs tenb boif tood) un Wfigen l
ml
°'i- II
<;aije", es bestünden gewisse Zusammenhänge mit der jetzt aufgedeckten großen Millionen-Schwindel- Affäre der Juden R a t h a n - C e r f. Die politische Wochenzeitschrift „Gringoire" teilt mit, daß Blum ein Vetter des in dem Nathan-Film-Skandal verhafteten jüdischen Finanzmannes Simon Cers alias Hirsch sei, und zwar sei Blum durch seine vor einiger Zeit gestorbene Frau mit Cerf verwandt. Blum habe sich aus dem Rechtsanwaltsstande zurückgezogen, um seinem Verwandten nicht einen Auftrag, ihn, Cerf, vor dem Pariser Geschworenengericht zu verteidigen, ablehnen zu müssen.
Der „Gringoire" weist weiter darauf hin, daß die Betrügereien von Cerf und Nathan seit April 1931 datieren und während der Volksfront- Herrschaft, nämlich vom Juni 1936 bis April 1938, die Untersuchung vollständig geruht habe. Seit 1936 sei Cerf int Hotel Matignon, dem Sitze der Ministerpräsidentschaft, aus- 'und eingegangen. Cerf sei auch ein intimer Freund des vor zwei Jahren im Bois de Bdulogne ermordeten russischen Agenten Navachine gewesen. Cerf habe von den Millionenbetrügereien am m e i st e n profitiert. Nathan habe von den 80 bis 90 Millionen Franken, die die beiden nach den Schätzungen der Sachverständigen für ihre persönlichen Zwecke der Filmgesellschaft^Pathe-Nathan entzogen Haben, nur etwa zehn Millionen Franken erhalten. Das übrige habe Cerf eingesteckt. Cerf habe auch ein Riesengehalt bezogen, nämlich den für französische Verhältnisse außerordentlich hohen Betrag von 32 000 Franken im Monat. Während des Krieges sei es Cerf gelungen, sich der Militärdienstpflicht zu entziehen' und in Argentinien eine „Mission" zu erhalten. Das Blatt teilt noch mit daß Cerf in d e r Freimaurerei eine große Rolle gespielt habe. Er habe die meisten radikalsozialistischen Abgeordneten, die der Frei-
Washington, 5. Jan. (DNB.) Wie anders zu erwarten, ist der sattsam bekannte Senator Pittman von der Jahresbotschaft Roosevelts ganz begeistert. In seiner Begeisterung ging er so weit, vorauszusagen, der Kongreß werde moralische, wirtschaftliche und finanzielle Sanktionen gegen die „Diktatoren" billigen. Die Vereinigten Staaten müßten den demokratischen Ländern in ihrem Kampf gegen die „Diktatoren" mit allen Mit^ teln, die nicht unbedingt Krieg bedeuten, helfen. Pittman machte keinen Hehl daraus, was er unter „nicht unbedingt Krieg bedeu-
maurerei angehörten, geduzt. Mit Stolz habe Cerf oft erklärt: „Ich füttere sie mit Gänseleberpastete und Champagner. Ich verschaffe ihnen schöne Frauen. Wie könnten sie mir daraufhin etwas verweigern." — Die große Wochenzeitschrift „Match veröffentlicht zahlreiche Bilder über den Werdegang Nathans von dessen Heimat in dem Ghetto von Jassy in Rumänien, über seine zweifelhaften Anfänge in Paris bis zu seiner Glanzzeit, wo man ihn auf einem Bild mit dem damaligen Präsidenten der Republik, D o u m e r, und am Tische neben dem Kammerpräsidenten H e r r i o t sitzen sieht.
Der pariser Kino-Streik.
Paris, 5. Jan. (Europapreß.) Die französische Regierung hat, um die wirtschaftlichen Schädigungen eines mehrere Tage anhaltenden Streiks der Pariser Lichtspieltheater einzudämmen, eine Vermittlungsaktion zwischen den Direktoren der Theater und dem Pariser Stadtrat unternommen. Sie hat aber bisher noch zu keinem Erfolg geführt. Der stellvertretende Ministerpräsident C haute mps hat die Lichtspieltheaterbesitzer aufgefördert, ihre Theater im nationalen Interesse wieder zu öffnen; aber die Direktoren haben erwidert, daß sie durch die neue Besteuerung mit Verlust arbeite* t e n und eine Schließung weniger verlustreich sein würde. Die Vertreter der Angestellten der Lichtspielhäuser haben die v o l l st ä n d i g e Bezahlung der Löhne während des Streiks und die Ausweisung ausländischer Kinobesitzer aus Frankreich gefordert, die wegen Bankrott oder Betrügereien angeklagt sind oder sonstwie den Staat geschädigt haben. Diese Forderung bezieht sich offensichtlich auf die vor einigen Tagen wegen Betrügereien in Höhe von 600 Millionen Franken verhafteten Nathan, Cerf und Genossen, die früheren Besitzer des Pathe- Nathan - Konzerns. Die Schließung der Pariser Lichtspieltheater hat zur Folge, daß der erste Teil des Films über die Mittelmeerreise Daladiers gegenwärtig nicht gezeigt werden kann. Die Mini- sterpräfidentschaft hat deshalb beschlossen, am kommenden Dienstagabend in einer Galavorstellung, zu der auch das gesamte Diplomatische Korps ein- geladen wird, diesen Film zu zeigen.
Auf den internationalen Rohstoffmärkten ist mit Jahresende eine Neigung zur Befestigung eingetreten. Die nachstehende Tabelle gibt eine Uebersicht über die wichtigsten Rohstoffpreise im letzten Vierteljahr:
88ie9l
| w Würger ’ llttenläl ütor b Wftme
Scharfe Kritik an Roosevelts Kongreßbotschast.
Ablenkung von den innerpolitischen Schwierigkeiten. — Starke Beunruhigung über die provokatorische Rede in der amerikanischen Oesfentlichkeit.
Blum legt sein Rechtsanwattsamt nieder Merkwürdige Doppelrolle des Volksfrontführers. - Oer jüdische Iinanzschwindler Cerf ein Vetter Blums.
Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.
g e r i ch t s. Frankfurter war während des Weltkrieges Referent für Arbeiterfragen im Kriegsministerium. Er ist seit vier Jahren „Professor" an der Harvard-Universität. Seit langer Zeit fungierte er als intimer Berater Roosevelts besonders in den Fragen des New Deal. Er unterstützte Len Präsidenten insbesondere bei dessen Kampf gegen das Oberste Bundesgericht, bei dem Roosevelt eine Erweiterung seiner Befugnisse weit über den durch viele Entscheidungen des Gerichts gezogenen Rahmen anstrebte, der jedoch mit einem starken Preftigeverluft für Roosevelt endete. Es war daher allgemein angenommen worden, daß Roosevelt nicht den weiteren Fehler begehen und Frankfurter in die höchste Behörde berufen werde, die vom amerikanischen Volk nahezu wie eine heilige Institution nur mit großer Ehrfurcht betrachtet wird.
middling, Cents Baumwolle, Liverpool, osttnd. Kautschuk, London, Smok
d je lb.
Kaffee, Rio loco Nr. 7, Reis
Zucker, Hamburg, RM. je
150 kg
Kupfer, London, elektr. je
1 t Pfd.
Zinn, London, je t Pfd.
Zink, London, je 1 t Pfd.
Blei, London, je 1 t Pfd.
T 9^'
fc,ni
S«e
Washington, 6. Jan. (DNB.) Die Jahresbotschaft Roosevelts zur Eröffnung des Bundeskongresses ist verständlicherweise das Hauptthema der amerikanischen Presse. Wenn sich auch ein Teil der Zeitungen seine Gedankengänge zu eigen macht, lo kommt tn der Hauptsache doch st a r f e Kritik und vor allem höchste Beunruhigung über das weitere Vorgehen des Präsidenten zum Ausdruck, in der gesamten Presse herrscht Besorgnis, ob der Weg, den Roosevelt einschlagen will, zu einem auten Ende führen kann. Die liberale „W a s h i n g - ton Daily News" erklärt, wenn sich das amerikanische Volk auch in vielem mit Roosevelt einig ei, so glaube es doch, daß manche seiner Vorwürfe gegen andere Regierungssysteme und manche seiner versteckten Drohungen besser ungesagt geblieben wären. Die Erfahrung habe gezeigt, daß die Vereinigten Staaten ihre Auffassung n i ch t d e r übrigen Welt aufdrängen könnten, und daß das Verständnis zwischen den Nationen durch gegenseitige Beschimpfungen über die Ozeane hinweg nicht gefördert werde. Die Aufgaben, die Amerika zu Hause zu lösen habe, seien groß genug, um sämtliche Energien des Landes in Anspruch zu nehmen.
„Washington Herald" sagt, das Land stimme mit Roosevelt darin überein, daß die Wehrmacht kräftig genug sein müsse, um Angriffe auf den Erdteil abzuwehren. Aber das sei nach der überwiegenden Meinung die Grenze der amerikanischen Landesverteidigung. Roosevelt scheine anderer Ansicht zu sein. Er wolle anderen.Ländern sagen, was er von ihnen denke, wolle sie aus der Macht vertreiben und die Welt für seine demokratischen Ideale retten. Hierzu habe er nicht das Recht, und der Bundeskongreß möge es sich genau überlegen, bevor er ihm derartige Abenteuer gestatte.
.Der bekannte amerikanische Journalist Clapper, dessen Artikel in einer großen Zahl Zeitungen im ganzen Lande erscheinen, und der innenpolitisch meistens den New Deal unterstützt hat, wendet sich mit lapidaren Sätzen gegen die Roose- velt-Rede. Roosevelt habe anscheinend nichts gelernt aus der Lektion, die das amerikanische Volk ihm auf seine Chikagoer „Quarantäne-Rede" erteilt habe. Er verlange Abänderung des Neutralitätsgesetzes, um einen Wirtschaftskrieg im Namen der Demokratien gegen die autoritären Staaten führen zu köynen. Glücklicherweise könne er das ohne Ermächtigung durch den Bundeskongreß nicht tun. Roosevelt führe als Grund für seine Vorschläge eine Bedrohung durch die „Diktaturen" an, aber Amerika habe von niemand einen militärischen Angriff z u befürchten, kein vernünftiger Mensch rechne damit. Roosevelt, glaube, daß Religion, Demokratte und internationale Vertragstreue so wesentliche- Ideale seien, daß er für ihre Erhaltung kämpfen müsse. Wolle er das Land in einen „heiligen Krieg" führen? Sei Amerika etwa durch Hitler bedroht? „Wollen wir wieder den Deutschen die Demokratie aufzwingen, wie wir das 1917 versuchten?" Clapper schließt: Roosevelt spiele mit Dynamit, der Kongreß sollte genau wissen, was er tue, bevor er wieder ins Wasser springe. Wenn man das Vorgehen, Deutschlands auch mißbillige, so sei das durchaus noch kein Grund, einen Wirtschaftskrieg zu beginnen.
Auch andere Zeitungen veröffentlichen ähnliche kritische Steuerungen, vor allem aus parlamentarischen Kreisen. Insbesondere wird viel erörtert, daß d i e Ausgaben für die Landesverteidigung immer höher werden. Der Budgetvorschlag, den Roosevelt dem Bundeskongreß übersandt hat, sieht für das am 1. Juli beginnende Haushalts-
-ond
jl. F. Paris, 5. Januar.
Die Tatsache, daß der frühere Ministerpräsident und marxistische Parteichef Leon Blum sich von der Liste der Rechtsanwälte bei den Pariser Gerichtsbehörden hat st r e i ch e n lassen, hat in der Pariser Presse große Beachtung gefunden. Blum war seit 1921 als Anwalt bei dem Appellationsgerlcht von Paris zugelassen; er war hauptsächlich für große Finanz- und Jndustriekonzerne tätig und hat durch die Vertretung der Interessen dieser Konzerne Riesensummen verdient. Zu seinen Auftraggebern gehörten u. a. die Galeries Lafayette (ein großer Warenhauskonzern), die Auto-Gesellschaft Hispano- Suiza usw.; außerdem vertrat er die Interessen des Amtes, das die während des Krieges beschlagnahmten Vermögen zu verwalten hatte. Auch Obli- gationsbesitzer der Suez-Kanal-Gesellschaft hatte Blum gelegentlich zu vertreten. Eine Reihe von Rechtsblättern weist auf den eigenartigen Widerspruch hin, der sich aus dieser höchst einträgliche" Beschäftigung im Interesse hochkapitalistischer Unternehmungen einerseits und aus der demagogischen marxistischen Parteitätigkeit anderseits,, dem Kampf gegen die „200 Familien" usw. ergibt. Der „Jour" macht darauf aufmerksam, daß Leon Blum seinen Eifer für seine kapitalistischen Auftraggeber soweit getrieben habe, daß er auch gewisse, nicht ganz einwandfreie außergerichtliche Schritte für diese unternahm; der Abgeordnete Fl and in hat im November 1932 bei einer Auseinandersetzung über die Affäre der Aero-Postale in der Kammer darauf hingewiesen.
Heber die Gründe für das Ausscheiden Blums laufen verschiedene Lesarten um. So sollen innerhalb der Sozialistischen Partei die Kritiken an der kapitalistischen Tätigkeit Blums so laut geworden sein, daß Blum sich zu diesem Schritt habe ent- chließen müssen. Anderseits sagt die „Action Fron
ten" versteht, indem er hinzufügte: „Warum einen Mann erschießen, wenn man ihn zu Tode hungern kann?" In einem angenehmen Gegensatz zu dieser blutrünstigen Erklärung steht eine Resolution, die der Senator Frazier einbrachte, die die Beteiligung der Vereinigten Staaten an irgend welchen fremden Kriegen verbieten will.
England wemg befriedigt.
abs. London, 5. Januar.
Die Rede des Präsidenten Roosevelt findet in der Londoner Presse eine etwas sauersüße Aufnahme. Man hatte in England zweifellos damit gerechnet, daß Roosevelt sich oußenpolittsch stärker festlegen und noch mehr, als er es getan hat, die Interessengemeinschaft der Demokratien betonen/ werde. Die Blätter sehen sich nun genötigt, in der Roosevelt-Rede die Beibehaltung der amerikanischen Abschließungspolitik zu unterstreichen und darauf hinzuweisen, daß England nun ganz allein mit allen Mitteln an seiner Unverwundbarkeit arbeiten Müsse. „Daily Expreß" möchte insofern das amerikanische Jsolierungsbeispiel befolgt wissen, als sich England so den europäischen „Händeln"' völlig fernhalten und dem Empire zuwenden soll. In der Botschaft des Präsidenten erblickt die „Times" weitere Anzeichen dafür, daß, sich innenpolitisch die Differenzen wegen der New-Deal-Politik mehren. Die Ereignisse seit den letzten Wahlen hätten die Zahl der Unzufriedenen in USA. noch vermehrt und selbst Roosevelts Stellung in der Demokratischen Partei geschwächt. Das andere maßgebliche konservative Organ, der.„Daily Telegraph", meint, die Neutralitätsgesetzgebung habe sich zwar als ein Fehlschlag erwiesen, aber ob die öffentliche Meinung eine Aenderung hinnehmen werde, bleibe doch noch ab-
Wie sieht es in derWirlschafl aus?
Die vierte Reichsanleihe des vergangenen Jahres, das mit einem Gesamtaufkommen an Reichsanleihen von 8 Milliarden RM. einen Rekord gebracht hat, liegt noch bis zum 9. d. M. zur Zeichnung aus. Von dieser Zeichnungsmöglichkeit wurde in den letzten Tagen nach der stillen Festzeit, wie nicht anders zu erwarten war, reger Gebrauch gemacht. Das ist um so verständlicher, als Reichsanleihen ihrem Besitzer viele Vorteile bringen. Wir brauchen nur an die Verzinsung von 4V- v. H., an den günstigen Uebernahmekurs von 98,75 RM„ an die Mündelsicherheit dieses Papieres und die Lombardfähigkeit bei der Reichsbank zu erinnern. Darüber hinaus können die gezeichneten Stücke in das Reichsschuldbuch eingetragen werden. Die Anleihe wird in den Jahren 1939/1958 verlost und jeweils am 1. November zum Nennwert zurückgezahlt. Der beste Beweis für die Sicherheit, die dieses Papier seinem Besitzer bietet, ist die Tatsache, daß die Kurs- oder Reichsanleihe seit Jahren ohne Schwankungen geblieben ist. Mehr kann man als Sparer von seiner Geldanlage wohl kaum wünschen als absolute Sicherheit auch für die kommenden Jahre.
* >
Wie alljährlich hat die R e i ch s k r e d i tg e s e l l- schaft auch in diesem Jahre wieder einen umfangreiche Bericht über die deutsche Wirtschaftslage an der Jahreswende herausgegeben. Es ist ohne Frage als gewaltige ßeiftuna anzusehen, daß trotz des Rückschlages des Welthandels im letzten Jahre d e r deutsche Außenhandel sich verhältnismäßig gut gehalten hat, obwohl sich gerade im vergangenen Jahr ein handelspolitischer Wettstreit ohnegleichen um die Weltmärkte abgespielt hat, der oft genug eine direkte Spitze gegen die totalitären Staaten hatte. Man braucht nur an den Abschluß des englisch-amerikanischen Handelsverttages und die Bemühungen der Vereinigten Staaten um die han- delspolittsche Bindung der südamerikanischen Staaten an die USA. zu denken ober daran, daß Frankreich sich soeben erst zu besonderen Steuervergünstigungen für den Export bereit erklärt hat, Vergünstigungen, über die der „Paris Midi" schreibt, daß sie notwendig wurden, „um dem Wettbewerb der totalitären Staaten auf den Auslandsmärkten Stand 3U halten". Nun, wir wissen, was es mit dieser Anspielung auf sich hat und werden nicht nachlassen, der Steigerung unserer Ausfuhr, die in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres 9,4 v. H. gegenüber dem Vorjahx zurückgegangen ist, größte Beachtung zu schenken. Reichswirtschaftsminister Funk hat den Exportvorrang unter allen Aufgaben des deutschen Wirtschaftslebens durch einen besonderen Erlaß vom 25. November 1938 unterstrichen. Firmen, die sich durch besondere Aus- fuhrsteigerungen auszeichnen, sollen bei öffentlichen Aufträgen bevorzugt berücksichtigt werden. Im Gegensatz dazu werden küns- tig Firmen, die in ihren Ausfuhrbemühungen schuldhaft Nachlassen, nur in beschränktem Umfang mit öffentlichen Aufträgen und mit Rohstoffen belasten werden. Die Ausfuhr nimmt heute auch im Kreise aller inländischen Aufträge Vorrangstellung ein, und zwar sowohl bei privaten wie auch öffentlichen Auftraggebern.
.rabil
- : duatio'1 Ärbtt
j mten _l • [0ii
: nb höh' itels.2 Aesgehn
l iton (>l
mic bisher auf eine gesunde Zuchtwahl und damit auf eine Verbesserung der Erträge, namentlich der Käninchenfelle, Wert gelegt werden. Auch das fleißige Volk der Bienen, das heute bet uns einen Wert von 170 Millionen RM. erfahrt, soll noch emsiger als bisher werden. Honig- und Wachsleistung müssen noch um ein gut Stuck gesteigert werden, um uns von den Auslandsbezugen dieser beiden Produkte unabhängig zu machen.
Mischen .ircfjeren ulr rtil Mnisons Men S «Here l ÄNÄen. ! Mhen 1 taflet m M Fing Mau der
Mfie di NUMcht bc net bestb d?n werd
Die ttei
fahr folgende Posten vor (alles in Millionen Dollar): Einnahmen 5669, Ausgaben 8995, also ein Defizit von 3326 und somit ein Anwachsen der öffentlichen Schuld auf 44 458. Die entsprechenden Zahlen für das laufende Haushaltsjahr sind: Einnahmen 5520, Ausgaben 9492, also Defizit 3972 und als öffentliche Schuld 41132. Der Haushaltsvorschlag sieht also eine leichte Senkung der Ausgaben und eine Steigerung der Einnahmen vor, doch dürften im Laufe der Session weitere Anforderungen für die Notstandshilfe erfolgen, da weder Roosevelt noch feine Anhänger im Parlament auf die Wahlstimmen der Arbeitslosen verzichten möchten. Während nun in den meisten Etatsposten eine leichte Kürzung angeftrebt worden ist, enthält der Posten L a n de s v e r t e i di g u n g eine weitere Erhöhung. Bereits heute teilte Roosevelt in seiner Budgetbotschaft mit, daß er für Heer und Marine im neuen Haushaltsjahr insgesamtl320 Mil- lionen Dollar ausgeben wolle. Dies stellt eine Erhöhung von 309 Millionen gegenüber dem laufenden Haushaltsjahr dar. Roosevelt beabsichtigt lediglich eine Stärkung d e r Luftwaffe, den Ausbau bestimmter Stützpunkte und die Bereit- machung der Privatinduftrie für Kriegsaufträge. Soweit er weitergehende Rüstungspläne gehabt haben sollte, ist er durch eine sehr deutliche Ablehnung aus weiten Parlaments- und Volkskreisen hiervon abgebracht worden, die alle fragen, gegen welchen Angriff er denn überhaupt rüsten wolle. Der freiroiUige Arbeitsdienst soll zur dauernden Einrichtung erhoben werden, da er sich sehr bewährt habe. Die Marine soll 448 weitere Offiziere und 5500 weitere Mannschaften er» halten, also insgesamt 10 634 Offiziere und 113 050 Mannschaften. Die Marineinfanterie soll auf 1424 Offiziere und 18 500 Mann erhöht werden. Der Bestand der Armee soll 13 031 Offiziere und 165 000 Mann betragen neben 6415 Mann auf den Philippinen.
„Los Angeles Times" schreibt dazu, Amerika brauche mehr Unterlagen als die, die Roosevelt vorsetze, um Kriegsvorbereitungen von diesem furchtbaren Ausmaß zu rechtfertigen. Eine derartige Hysterie bringe weitaus größere Gefah - ren mit sich, als es diejenigen feien, auf die sie sich gründe. Es fei keineswegs einzusehen, warum man bis an die Zähne bewaffnet dastehen müsse. „Rochester Demokrat" wirft Roosevelt vor, er habe durch die alarmierende Darstellung der außenpolitischen Lage nur die Aufmerksamkeit von dem innenpolitischen Problem abzulenken versucht. Es sei sehr zweifelhaft, ob das amerikanische Volk noch einmal zu einem Kampf für das sog. Ideal der Weltdemokratie aufgepeitscht werden könne. „Herald Tribüne" sagt, Roosevelt habe die Nation' keineswegs geeint, sondern sein Möglichstes getan, Rassenhaß zu säen und das Land in unzufriedene Parteien aufzuspalten. Jetzt, nachdem er die öffentliche Schuld auf eine Rekordhöhe gebracht habe, fordere er das amerikanische Volk unter einem außenpolitischen Druck zum Weiterzahlen auf. Eine nationale Katastrophe würde eintreten, wenn Roosevelt etwa versuchen sollte, die demokratischen Ideale zu dem verzweifelten Versuch zu mißbrauchen, den unvermeidlichen Zusammenbruch seines New Deal aufzuhalten.
Dieder ein Jude von Roosevelt auf maßgeblichen posten gestellt.
Washington, 5. Jan. (DNB.) Roosevelt ernannte den jüdischen Juristen Felix Frankfurter als Nachfolger des verstorbene Cordozo ' zum Mitglied des Obersten Bundes-
Zum 2 5. lobest age der agrarpolitischen Vorkämpfers Gustav Ruhland fanden dieser Tage Gedenkfeiern in dessen Heimat — Hessenthal bei Aschaffenburg im Spessart — statt. Damit wird das Schicksal eines Mannes in Erinnerung gebracht, der in einer liberal-kapitalistischen Welt der Vorkriegszeit Gedanken vertteten hatte, die so zukunfts- roeifenb waren, daß sie bis in die unmittelbare Gegenwart hineinzureichen vermögen. Ja mehr noch! Die nationalsozialistische Agrarpolitik hat sich das Werk Ruhlands bewußt zu eigen gemacht und darauf weiter gebaut. Als 25jähriger Bauer trat Rußland aus der landwirtschaftlichen Praxis in die wissenschaftliche Volkswirtschaft über. Seine aufsehenerregenden Schriften brachten ihm durch Bismarck ein großes Reisestipendium ein. Nach wissenschaftlicher Tätigkeit an den Universitäten Zürich und Freiburg trat er in die politische Leitung des „Bundes der Landwirte" ein. Da er rücksichtslos gegen Liberalismus und Kapitalismus vom Leder zog, hotte er bald der Feinde viel und wurde schließlich das Opfer einer beispiellosen Hetze, die seine angegriffene Gesundheit so sehr zermürbte, daß er erkrankte und am 4. Januar 1914 aus dem Leben schied. Ruhland war vor allem ein Vorkämpfer für eine strafte und gerechte Marktordnung. Sie erschien ihm als die unerläßlich Voraussetzung für eine gesunde Volkswirtschaft. Die Vorkriegszeit hat die Gedankenwelt Ruhlands nicht verstanden, und so waren sein Name und Werk beinahe vergessen, bis Reichs- bauernführer Darre im Jult 1933 das Hauptwerk „System der politischen Oekonomie" neu herausgab und im Vorwort nachdrücklich auf die Gedanken dieses Werkes, die für die heutige Zeit nutzbar zu machen feien, hinwies.
MUNg l '-ruck gec 4- uDernc-i
We be
I« Bit
We An die F Ast, b ^utna teil"""5
ft”* fei ä; ; S«?
■! E o n b v W Tri
: ‘Btünbun Ilm i 15 i tems" n edanke
«er kon ISiddel ’reine Tod sivrd and Mlen Pa siete Will ‘»er Tny Wroussc nofrbe be ^kchrheit


