Kr.253 Erstes Blatt
Donnerstag, S.Oktober 1939
189. Zahrgang
ßernfprechanschlüffe
Barcelona, Oktober 1939.
nach einer Abwesenheit von wenigen
Wenn man
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iferer inner a'giilh is die irigen Ibilge ledigt.
eien ausgehängt sind, drängen sich zu jeder jgesstunde lebhaft diskutierende Gruppen und "*) eine etwas klarere Vorstellung von
hinter;
Am Freitag Reichstagssitzung.
Berlin, 4.Ott. (DAV.) Der Deutsche Reichstag tritt am Freitag, dem 6. Oktober, 12 Uhr mittags, zur Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung zusammen.
iirrDenen Wochenschrift „Fotos", die eine anschau- foe Bebilderung vom polnischen Kriegsschauplatz
Paris, 4. Okt. (Europapreß.) In Paris entwickelt sich mehr und mehr eine Atmosphäre politischer Hochspannung. In allen politischen Kreisen hat eine lebhafte Diskussion über die Aussichten der neuen Friedensoffensive eingesetzt. Bemerkenswert ist dabei, daß immer weitere Kreise dafür eintreten, die Friedenschancen ernsthaft zu prüfen. Nur die sattsam bekannten chauvinistischen Kreise, wie z. B. um einen Kerillis, sind für eine schroffe Zurückweisung der Friedensmögltchkeiten und für eine Fortsetzung des sinnlosen Kampfes. Der „Jour" stellt fest, der Start zu dem diplomatischen Rennen habe begonnen. Mit großer Spannung wird der Reichstagssitzung entgegengesehen.
Neutrale Reisende, die aus Paris in Brüssel eingetroffen sind, berichten, in der französischen Hauptstadt werde überall gegen die Fortsetzung des Krieges protestiert und darauf hingewiesen, daß die von der französischen Propaganda verbreitete Auffassung, Deutschland wolle Frankreich angreifen, nicht der Wahrheit entspreche. Die Bevölkerung, die die deutschen Erklärungen mit dem französischen Heeresbericht vergleiche, habe sich davon vergewissert, daß Deutschland überhaupt keine Offensivmaßnahmen gegen Frankreich ergriffen hat. Man fragt sich deshalb, welchen Zweck der Krieg überhaupt
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Inschrift für Drahtnach. [tf)ten: Anzeiger Siehrn
* 61 p,run95 O -chenlach'.I - en Teiitl
In der ersten Warnung liegt bereits eine v e r - st eckte Aufforderu n g der englischen Regierung an ihre Handelsschiffe z u offensivem Vorgehen. Die Meldung des britischen Rundfunks stellt eine bewußte Fälschung der deutschen Pressestimmen dar. Tatsächlich sind von der deutschen Presse die zahlreichen Meldungen über bewaffnete englische Handelsschiffe, insbesondere die Erklärung von Churchill vor dem Unterhaus am 26. September zum Anlaß genommen worden, die englische Handelsschifffahrt zu warnen. Es ist gesagt worden, daß bewaffnete Handelsschiffe, wenn und soweit anzunehmen ist, daß sie von ihrer Waffe Gebrauch machen, wie Kriegsschiffe niedergekämpft werden dürfen, eine Auffassung, die sich durchaus im Rahmen des anerkannten Völkerrechtes hält. Dagegen ist ausdrücklich hervorgehoben worden, daß die Bewaffnung allein Handelsschiffe noch nicht zu Kriegsschiffen mache.
Indem von englischer Seite diese durchaus korrekten Ausführungen der deutschen Presse in eine angebliche Aenderung der deutschen U - V o o t - P o l i t i k umge- fälscht werden, daß Deutschland in Zukunft sämtliche feindlichen Handelsschiffe gründ- sählich als Kriegsschiffe betrachten
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Oie Proklamation von Panama.
Vom 23. September bis 2. Oktober tagte in Bal- boa in Panama die Panamerikanische Konferenz, die, sehr schnell zusammengerufen, beispiellos kurze Beratungen hatte und, ebenso beispiellos, zu einmütigen B e s ch l ü s s e n gelangte. Bezeichnend war, daß sich alle 23 amerikanischen Staaten für die schnelle Wiederher- stellung des Friedens aussprachen und daß sich unter den Unterzeichnern der Entschließung auch die Vereinigten Staaten befinden. Jedenfalls sind alle Versuche, diese Gesellschaft amerikanischer Nationen einseitig gegen Deuftchland aufmarschieren zu
trichem, täglich, außer Sonntags und Feiertags Magen: Die Illustrierte ^ebener Familienblätter j eimat im Bild Die Scholle Monats-vezugrprets:
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Vliüsche Handelsschiffe sollen Ll-Voole rammen
Neuer Dölkerrechtsbruch der britischen Admiralität.
Warum kämpst England?
Geteilte Ansicht. - Genaue Formulierung der Kriegsziele gefordert.
politische Hochspannung in Paris.
Wachsendes Interesse für die Friedensoffensive. — Frankreich in Erwartung der Reichstagssitzung.
habe. Selbst die französische Presse sieht sich bereits gezwungen, dieser immer mehr zunehmenden Kriegsmüdigkeit Rechnung zu tragen.
Die außerordentliche Schärfe, mit der man in Frankreich jede freie Meinungsäußerung unterdrückt, erhellt hinreichend aus den sich immer mehr anhäufenden Verurteilungen sog. D e f a i t i st en , d. h. solcher Leute, die eine andere Auffassung vertreten als die des französischen Jnformationsministeriums. Wehe denen, die den Frieden herbeisehnen und dies öffentlich bekunden! Ein treffendes Beispiel hierfür gibt das jetzt eingeleitete Gerichtsverfahren gegen 31 bekannte Schrift st eller und Journalisten, die vor einiger Zeit ein Flugblatt unterzeichnet haben, in dem unter der Ueberschrift „Sofortiger Friede" die Einstellung der Feindseligkeiten gefordert wurde. Unter den Unterzeichnern befinden sich Viktor Margaritte, der ehemalige Unterstaatssekretär Marcel De at, der sozialistische Parteigänger Marceau P i v e r t, Georges Piot, Henri Jensen, Jean Giono und andere. Das Gerichtsverfahren gegen sie wurde auf Befehl des Mikrtärgouverneurs von Paris eröffnet, der sich auf den Erlaß vom 1. Sept, stützt. Dieser Erlaß sieht die Bestrafung von Manövern vor, „die geeignet sind, einen ungünstigen Einfluß auf den Geist des Heeres und der Bevölkerung auszuüben".
Berlin, 4. Oktober. lDNB.) Die britisch- A dm i r a l i t at hnt am 1. Oktober solgende W « r- nung an die britische Handelsschiff- ^,Mnig°^°u^t sch e. U-B°° t- sind in den letzten Tagen von britischen Ha n d e l s s ch f
intern sie n a r ; c f e n. Jetzt jedoch will Deutsch- IfÄSS
ich hat die deutscherseits zum Ausdruck gebrachte ürdigung des tapferen Widerstandes, den die pol- chen Soldaten stellenweise geleistet haben, einen r günstigen Eindruck gemacht. Ebenso wird in Presse ausdrücklich als Beweis der ritterlichen finnung der deutschen Armee die dem an der .ststont im Saarge-biet gefallenen französischen erleutnant Deschanel erwiesene militärische rung anerkannt. Bei dem Kult persönlichen utes in Spanien kann es nicht überraschen, wenn derartiges kühnes Wagnis, wie die Versenkung „Cvurageous", einen besonders lebhaften Bei- aL findet. Das Unterseeboot und sein noch namen- llier Kapitän sind daher mit einem Schlag populär
lassen, nicht geglückt, vor allem nicht, da südamerikanische Nationen wie Chile, Argentinien und Uruguay- von vornherein sich ganz energisch gegen die Piraterie Englands wandten. Schon auf der panamerikanischen Konferenz in Lima 1938 hatten diese Staaten sich in diesem Sinne ausgesprochen. Diesmal waren sie darin einig, ihre Auffassung von der Neutralität und ihren Auswirkungen fest zu formulieren.
Die Proklamation enthält denn auch die Versicherung der absoluten Neutralität, sie fordert die Freiheit des Verkehrs, insbesondere des Seeverkehrs, weiter das Recht, an Kriegführende alle Waren außer Waffen zu liefern, insbesondere aber Lebensmittel. England hatte in seine Bannwarenliste vollkommen völkerrechtwidrig auch Lebensrnittel ausgenommen, und als Antwort auf diesen Versuch, den Aushungerungskrieg zu erneuern, hat Deutschland ebenfalls Lebensmittel für England auf feine Bannwarenliste setzen müssen. Daß sich die Konferenz gegen die britische Bannwarendiktatur wandte, ist immerhin erfreulich. Ebenso wurde das System der Schwarzen Listen Englands, also die Verfehmung einzelner Firmen in neutralen Ländern, mit dürren Worten als völkerrechtswidrig abgelehnt. Don größter Bedeutung ist die Schaffung einer Sperrzone um den amerikanischen Erdteil, d. h. die Ausdehnung der Dreimeilenzone um ein Vielfaches. Begründet wird diese Ausdehnung mit der Sicherung'des Handels der anzerikanischen Staaten untereinander, aber unzweifelhaft hat die jüdische Lügenagitation, ausgerechnet Deutschland plane Böses gegen die Sicherheit des amerikanischen Kontinents, für die Annahme dieser Sperrzone Stimmung gemacht.
Wieweit diese Beschlüsse auf Durchführung der Neutralität gerade vom größten amerikanischen Staat befolgt werden, steht dahin. Im Senat hat der Kampf um die Aufhebung der Neuttalitätsbill begonnen, dessen Ende noch garnicht abzusehen ist. Es ist nun bezeichnend, daß gerade Roosevelt das Neutralitätsgesetz aufgeben und den Demokratien Waffen liefern will, obgleich fein Vertreter Welles in feinem Namen den Beschlüssen von Balboa zustimmte, die sich gegen Waffenlieferungen aussprachen. Im Ringen um echte oder falsche Neutralität hat sich eine Gruppe, vertreten durch Senator Borah, sehr scharf gegen die Politik Roosevelts ausgesprochen. Sie konnte sich auf den Roosevelt des Jahres 1936 berufen, der damals gesagt hatte, wenn es sich darum handele, ob die amerikanische Nation den Frieden oder den Gewinn suche, dann wähle sie den Frieden. Heute aber rennen alle Rüstungslieferanten und kommenden Kriegsgewinnler gegen die wahre Neutralität an, um die krieg führenden Plutokratien mit Waffen und Munition zu beliefern und das unbequeme Neutralitätsgesetz zu Fall zu bringen. Es wäre vielleicht notwendig, wenn man sich auch in Washington einmal sehr genau die Beschlüsse der Konferenz von Panama ansähe. E- S.
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Daß Spanien selbst entschlossen ist, keinem Fall von der von ihm von vornherein ^gelegten Linie strengster Neutra l 11 a t j^uweichen, unterliegt keinem Zweitel. Es wiro Itöer als untrüglicher Hinweis hierfür betrachtet, k® die Madrider Regierung dis Wahrung der putschen Interessen in Algerien und Palästina, französischen in der Slowakei übernommen hat. k ist bezeichnend, daß in der Madrider Zeitung Arriba", dem Organ der „Falange", ein sehr Dörfer Artikel erschienen ist, der sich gegen das eiten der im Solde einer bestimmten Großmacht ' meint ist England) stehenden A g e n t e n richtet, w versuchen, die Stimmung gegen Deutschland M feine repräsentativen Männer "?lrunstig z Einflüssen. Als Herde dieses in gesellschaftliche |5 rmen gekleideten Intrigenspieles werden <3umai p „Halls" bestimmter großer Hotels tebrante hurft, die im spanischen Kriege zu beruchtiaten ! Stätten politischen Klatsches geworden sind Das Statt bezeichnet es als unerträglich,„daß tee fjxx W Neutralität, die der „Caudillo als tee! «n toe den augenblicklichen Interessen des Landes sprechende Haltung erkannt habe, auf teefeIBetl dhrch geldbedürftige Nichtstuer, denen der Begriff oer Serien Würde fehlt, gefährdet wird.
Argentinien fordert Rückgabe der hott England geraubten Falklandinseln.
Buenos Aires, 4. Okt. (DNB.) Der argenti- ' che Delegationsführer hatte auf der panamerika | ' chen Konferenz i n P a n a m a erklärt, sein Land »uche weiterhin Ansprüche und Rechte auf die unte
Namen Falklandinseln bekannten Malvin en l l^tenb, die England nach bewahrter Art
gaorten.
Man hat im Verlaufe von drei Jahren zur Ge- nige in Spanien Erfahrungen mit britischer Unauf- nhtigkeit und Skrupellosigkeit gesammelt, um nicht ohe weiteres zu durchschauen, daß England kein Mit- id unversucht läßt, damit möglichst alle europäischen ßwber in diesen Krieg hineingezogen werden, mit dem «tee letzte Karte zur Rettung seiner von verschieden- Üin Seiten bedrohten Weltmachtstellung ausspielen «rechte. Es werden daher beinahe mit einer gewissen ßnugtuung die zahlreichen Neutrali- litsverletzungen registriert, die sich Engtend ir den ersten 'vier Kriegswochen bereits hat zuschul- bn kommen lassen. Anläßlich des Zwischenfalls mit br Privatjacht des Präsidenten von Venezuela, die in den territorialen Gewässern dieser südamerika- n<f)en Republik von einem britischen Kriegsschiff Lgehalten und durchsucht worden ist, schrieb die iriioncttspanis.che Agentur „Efe": „Es handelt sich um einen Vorgang, für den es in dem internatio= mffen Verkehr der Völker kein Beispiel gibt.
Anderseits wird in Spanien durchaus der von ? allen eingenommene Standpunkt gebilligt, daß irt der siegreichen Beendigung des Feldzuges m P)len eine Fortsetzung des Krieges sinnlos geworden ist und jedes wettere un- nitige Blutvergießen noch vermieden werten llhnte. Hierbei wird begreiflicherweise die englisch- ■srnzösische Verstocktbett der von Deutschland auch noch gezeigten Friedensberettschast gegenüber Igfient In diesem Zusammenhang ergibt sich ganz Iwn selbst die Würdigung der Rolle, Dee zurZen ■llussolini im europäischen Konflikt spielt; er ■vrd als die Persönlichkeit bezeichnet, die noch rm ■Bunte sein könnte, zur Besonnenheit^ zu raten. Ich- es zu spät ist. — „Die Stunde ist vielleicht licht mehr allzu fern", schreibt „El Noticiero Um- ■Mnal", „in der das französische Volk mit Itier Klarheit erkennt, daß es gegen seinen ■Villen in den Kampf getrieben wird, und Die ■ Sinnlosigkeit eines Krieges begreift, Der meter auf ■bir einen, noch auf der anderen Seite des Rheines
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Jahre geraubt hat. Diese Erklärung sand starken Widerhall. Das große Abendblatt „Razon" schreibt: „Ein bestimmter Vorbehalt war am Platze. Im Rahmen dieser Konferenz und gerade im Zeichen der dort erneut betonten Gemeinschaftsprinzipien mußte Argentinien mit eindeutiger Festigkeit Klage erheben wegen des Raubes vom Jahre 1833. Früher oder später werden sich die Malvinen wieder mit der nationalen Flagge des rechtmäßigen Be- i tz e r s schmücken."
Die Schiffsverluste der Neutralen durch die englische Blockade.
Stockholm, 4. Okt. (Europapreß.) Seit Beginn des von England durch ferne Blockade-Erklärung heraufbeschworenen Handelskrieges haben nach schwedifchen Angaben die neutralen Länder insgesamt zwölf Frachtdampfer von einer Gesamttonnage von etwa 42 000 Tonnen, zum größten Teil weZ'en LandungvonKonter- bande, einbüßen müssen. Davon entfallen auf Schweden drei Fahrzeuge, auf Norwegen vier, zwei von ihnen wurden Opfer von Treib-
Amsterdam, 4. Okt. (DNB.) Daß die gestrige Unterhauserklärung Lloyd Georges schlaglichtartig die gegensätzlichen Auffassungen in England zur Frage, wie man sich etwaigen Friedensvorschlägen Deutschlands gegenüber verhalten soll, beleuchtet hat geht eindeutig aus einem längeren Bericht des Londoner Korrespondenten des Amsterdamer '.Telegraaf hemor. Unter der Ueberfchrist: „Geteilte Ansicht tn England — Genaue Formulierung der Kriegsziele gefordert" schreibt er der Sturtti der gestern im Unterhaus im Anschluß an Die Ausführungen Lloyd Georges losgebrochen |ei, habe vielleicht Deutlicher als irgend etwas anderes die Strömungen aufgezeigt, tee sich jetzt aus der öffentlichen Meinung Großbritanniens herausbil- Deten Bielp verurteilten Lloyd Georges Rede. A n - dere jedoch lobten Lloyd George, wett er gerade in diesem Augenblick Mut gen u a habe, um die Frage von Frl.eden oder Fortsetz u n g d e s K r i e g e s sofort gegeneinander ab- zuzelchnen. fQ der Korrespondent fort
heische bei vielen in London das Gefühl — und es habe keinen Zweck, dies zu verwischen - Daß die Intervention SowjetrußlanDs eine sehr unklare Lage geschaffen
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Spanische Impressionen
Bon unserem d. i.-Korrespondenien.
Während das obige vollkommen unwahr ist, Dürfte es eine sofortige Aenderung Der Deutschen Politik Der U-Boot-Kriegführung anzeigen. Seien Sie darauf vorbereitet, dem zu begegnen.
Admiralität."
Am Abend des 1. Oktober ist ergänzend hierzu folgende Warnung der britischen Admiralität verbreitet worden: ,/Die britische Admiralität gibt bekannt, daß Die Deutschen U-Boote eine neue Taktik verfolgen. Die englischen Schiffe werden aufgefordert, zedes deutsche U-Boot zu rammen."
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ininen, auf Finnland Drei, von Denen eines durch eine Mine versenkt wurde und auf Belgien und Holland je ein Fahrzeug, Die Opfer von Minen wurden. Die Gesamtzahl Der Toten beträgt 17. Diese waren Angehörige Der Besatzung eines finnischen Seglers, der in ein Minenfeld geriet.
Katastrophaler Ausfall im Hafen von Antwerpen.
Brüssel, 4. Okt. (Europapreß.) Das Hafenamt in Antwerpen gibt eine Erklärung ab, nach welcher angesichts der augenblicklichen Situation die monatliche Statistik über den Verkehr im Hafen von Antwerpen in Zukunft nicht mehr veröffentlicht wird. Die letzte Statistik für Den Monat September zeigt einen geradezu katastrophalen Rückgang. Anstatt der 1025 Schiffe im September 1938 liefen im September 1939 nur 258 Schiffe in Antwerpen ein. Die Tonnage dieser Schiffe betrug 444 617 Tonnen, im September 1938 hatte sie 1821892 Tonnen betragen. Die Gründe für diesen Rückgang liegen nicht nur daran, daß Die Kriegsmächte ausfallen, fonDem auch Darin, Daß Die Neutralen den Hafen von Antwerpen wegen Der im Aermelkanal ausgelegten englischen Treibminen vermeiden und ihre Frachten für Den Kontinent lieber in anderen europäischen Häfen löschen.
feus, ,Wachen versucht, sich Davon Rechenschaft zu geben, in die mit atemberaubender Schnelligkeit sich ent-
Qünftiq>IJäelnDen Vorgänge im Monat September in ' um M anien beurteilt werden, so ist jedenfalls .30 litt,) br stärkste und unmittelbare Eindruck Die vorbe- *ni fc ijutofe Anerkennung und BewunDe ° ert sich jep, . ng für Die Deutschen Waffenerfolge ' i Polen und Die aus ihnen sich ergebende Steml^Mberlegenhett einer mit automatischer Sicherheit *" " j ^Monierenden Kriegskunst. Ueberall, wo Land
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°nb am p scheu sich
!8. Am ÄHleil zu machen, Das für Die meisten bisher ein Mond Hi., mlich nebelhafter Begriff gewesen ist. Die letzte mDes in L, ^mmer Der während Des Bürgerkrieges neu ent- i Uhr M :------
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n links M Fracht hat, hat reißenden Absatz gefunden. Zu- [ ift Die Krt* Ma hont+irfaor&oMa. 21 INI 9fit«ihn irf nohrrrrfifp
habe, Durch Die es unmöglich gemacht werde, den Krieg als einen ausschließlichen Kampf zwischen „Demokratie und Hitlertum" anzusehen, der in Dem Augenblick beendet werben solle, wenn die demokratischen Nationen Deutschland eine Niederlage zugefügt hätten. Dieses Gefühl Der Unsicherheit sei am stärksten in Der gestrigen Uuterhaus-Debatte in Den Ausführungen des Abgeordneten Sir Charles Cayzer zum Ausdruck gekommen. In einigen Kreisen, so habe Dieser gesagt, scheine man Der Meinung zu fein, daß England Durchfechten müsse, um Deutschland z u vernichten und irgendwelche Dor sch läge. Die gemacht werten roürDen, n i ch einmal erwägen Dürfe. „W a r u m ein s o l
ch e r Krieg?" habe Cayzer ausgerufen. Glaube man, daß, wenn Dieser Krieg bis zum bitteren Ente durchgeführt würde, die Freiheit und all das, was England liebe, sichergestellt feien?
Die Frage, warum überhaupt gekämpft werde, beschäftige in England Die Gemüter zweifellos sehr. Und immer mehr Dränge man auf eine deutliche Formulierung Der britischen Kriegsziele unD auf eine Klarstellung Der Bedingungen, unter Denen e i n Friede geschlossen werden könne.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
Druck und Verlag: vrühlsche Universttatsdruckerei R. Lange in Giehen. 5christleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7


