Mittwoch, 5. Zull M-
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Nr. 154 Dritter Blatt
Ebereschen-Alloe geziert,
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wertergeführt wird, sobald die Auffüllung der burgcr Straße her. - (Ausnahme. Jtcuncr, ^ieBe Straße beendet ist. Die Gesamtlänge der Straße ner Anzeiger.) .
von der Marburger Sraße bis zur Eisenbahnbrücke
Eltern ehren einen bewährten Lehrer
k
dächtniskirche zu.
*
sommerlichen Kleidchen und mit Blumenkränzen tm Haar, sie saßen geraume Zeit artig am Tisch bei Kaffee und Kuchen oder bei einem Glase Orangeade, um schließlich sich in mancherlei Spielen die Zeit zu vertreiben. Immer wieder umringten ße dabei auch ihren beliebten Lehrer und ließen auf vielsal- tiqe Weise zum Ausdruck kommen, wie herzlich sie mit ihm verbunden sind. — An der Feier nahm auch Rektor Müll e r, der Leiter der neuen Pesta- lozzischule, teil.
Lehrer R e i ch (in Bildmitte) im Kreise der Kinder seiner Klasse. (Aufnahme: Neuner, Gietzener Anzeiger.)
dein Wagen?"
„An der Rankestraße."
Mo, warte hier so lange!" Vallendar eilte fort.
Margit Larsen blieb stehen, ohne sich zu rühren. Sie atmete heftig. Ihre Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Die Nähe des Unglücks beklemmte sie. ,
Endlich tauchten die gelben Scheinwerfer ihres Wagens auf. Vallendar sprang heraus. „Soll ich nicht lieber bei dir bleiben Margit?"
„Nein, danke, Werner. Ich mochte letzt allem
half ihr beim Cinsteigen. „Ich rufe dich morgen an. Gute Heimkehr, Margit?
Ein leichter Händedruck war ihre einzige Antwort Dabei wandte sie den Kopf ab, als wolle sie die Garage nicht sehen. Der Wagen ruckte an.
Als Vallendar den Tunnel hinunterfflng, fuhr eben der Rettungswagen herauf. Der Oberwachtmeister stand auf dem Trittbrett. Er sprang ab, als
Dem Lehrer Ernst Reich, von der Pefta- lozzischule, früher Schillerschule, der demnächst nach 46jährigem Schuldienst in unserer Stadt in den Ruhestand treten wird, wurde gestern eine besondere Ehrung zuteil. Mütter der Mädchen, die gegenwärtig zu ihm in die Schule gehen (Klasse 6 M), hatten einen gemeinsamen Ausflug von Lehrer, Kindern und Müttern vorbereitet, der allen Beteiligten große Freude bereitete. Am Lutherberg traf sich die stattliche Schar und machte sich bei herrlichstem Wetter auf den Weg zum Forstgarten. Dort war schon alles sorgfältig vorbereitet. Weiß gedeckte
tenköche.
Und nun Glückauf zu froher Fahrt!
Dornotizen.
Tageskalender für Mittwoch.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Heilige und ü)i? Narr".
*
** Anmeldung d e r Mietverhält» n i s s e m i t I u d e n. Der Oberbürgermeister g'bk heute eine Anordnung über die Meldepflicht zur Erfassung von Wohnräumen auf Grund des Gesetzes über die Mietverhältnisse mit Juden bekannt. Stichtag für die Anmeldung ist der 5. Juli, dis Meldungen selbst sind bis zum 15. Juli einzureichen. Die Hauseigentümer mögen diese Bekanntmachung sorgsam beachten. _ . .
** Die Zahlung der Strom- und Gasgelder im Stadt- und Ueberlandgebiet betrifft eine Bekanntmachung der Direktion der Stadtwerke Gießen, die heute veröffentlicht wird.
Pieren untersucht. Dann sagte er zum Arzt,„der Alte hätte nur seinen Paß bei sich, sonst nichts.
Sonst nichts? Aber mir hatte er doch gesagt, er habe das Schriftstück bei sich. Er wollte es doch zum Notar bringen!" *
„Das ist eben nicht wahr, James.
Der Alte log nie. Ich kenne ihn doch! Er mutz es bei sich gehabt haben. Er hat noch auf seine Brusttasche geschlagen ..."
„Und ich sage dir, daß der Schupo genau nachgesehen hat!" . rr 0.,
„Komm, Otto! Wir müssen das überlegen. Ich weiß, daß er es bei sich gehabt hat." James blieb testen und schlug mit der Fällst auf feine Brust- tasche. „So Hot er geinacht und hat dabei gesagt: fiicr ist es! Es ist unumstößlich!"
Sie gingen weiter, auf die Kaiser-Wilhelm-Ge-
Tische waren zu drei langen Tafeln zusammen- qestellt worden, reicher Blumenschmuck der Tische trug dazu bei, den festlichen Eindruck zu erhöhen. Inmitten der Kinder und deren Müttern nahm auf einem besonders geschmückten Sessel Lehrer Reich Platz und verbrachte so in frohgestimmter Runde zwei unterhaltsame Stunden. Mit besonderer Freude sah er im Kreise der Teilnehmerinnen manche Mutter, die als Kind schon zu ihm in die Schule ging, und nun ihre eigenen Kinder beim gleichen Lehrer in guten Hände'weiß. Die Mädchen, die an diesem Ausflug in den Forstgarten teilnahmen, kamen alle in Hellen
erlosch. Es war, als sei mit seinem Erlöschen das Leben dieses Alten erst ganz beendet.
Die Chauffeure hatten das behelfsmäßige Ruhelager in der Kammer fchon frei gemacht. Daraus betteten sie James Burd.
Römer stand neben dem Kopfende. Er wunderte ich, daß der Tote lächelte. Sein Gesicht druckte weder Angst noch Qual aus: es hatte einen friedlichen, beinahe frohlockenden Ausdruck.
Die Tür der Kammer wurde geöffnet, und ein -Oberwachtmeister trat ein. Der Beamte grüßte, „neu Abend, Herr Doktor! Der Polizeiarzt wird auch gleich kommen." „
„Nichts mehr zu machen. Herzschlags
Der Oberwachtmeister trat an den Toten heran. „Sie kennen den Mann?"
„Er ist hier bekannt. Es ist ein Amerikaner Burd. Ein Chauffeur hatte ihn erst heute von Hamburg hierhergefahren."
„Kann ich den Chauffeur sprechen?
„Preetz muß gleich kommen", sagte Huckemann. „Er hat nur seine Frau begrüßen wollen."
Der Oberwachtmeister griff in die Taschen des Toten. Er fand einen Patz. Oeffnete 'hn. „James Burd", las er halblaut. Er nahm fein Merkbuch heraus und schrieb. Dann griff er m die andere Brusttasche. Nichts ... „Der Tote hat sonst nichts bei sich, wie es scheint." .
Die Chauffeure standen noch in der Tur. Neugier und Mitgefühl trieben sie, Zuschauer dieses Schau- ^'^Aber gehn Sie doch hinaus!" drängte der Oberwachtmeister. „Bitte, es nützt doch nichts, wenn Sie da herumstehen." ,
Die Chauffeure gingen; fic blieben draußen auf
ein Lindenblatt auf die Schulter des Helden, als er sich im Drachenblute badete? Und wo starb der kühne Recke? Im Odenwald, unter einer Linde ...
Es ist schön, daß unsere Straßen oft mit Schatten gebenden Linden bepflanzt werden, und manche Brücke wird geschützt und überschattet von Lindenbäumen. Wie treue Wächter stehen sie hüben und drüben, schon von weitem erkennbar an der schönen Form ihrer Kronen.
Im Dorfe aber, vor der Kirche, vor dem Rathaus, überall auf freien Plätzen, wo die Kinder spielen, stehen unsere Lieblingsbäume. Wenn dann an warmen Sommerabenden alt und jung zufäm- menkommt, erschallen fröhliche Lieder unter den ehrwürdigen Bäumen. Die alten Bauern aber spre- ckien non'ihrer Arbeit. Eintönig rauscht der Brunnen sein Lied dazu. Solche Sommernächte unter der Dorflinde bleiben unvergessen. Wenn die Alten längst zur Ruhe gegangen sind, dann kichert es noch unter1 den Lindenbäumen. Das ist die Jugend, die noch nicht müde ist, die im Duft der Lindenblüten weiterplaudert. Lustige Geschichten werden erzählt, Mädchen und Burschen necken sich. Wenn der Wind leise durch die Blätter fährt, erklingen Liebeslieder.
Heilbringend ist auch ein Tee von den getrockneten Lindenblüten. Und so sehen wir am Tage die fleißigen Sammler, die ihr Körbchen mit den duftenden Blüten füllen.
Im Walde aber, mitten unter den finstern Tannen und den starken Eichen, finden wir manchmal ein einsames Lindenbäumchen. Leise säuseln seine herzförmigen Blätter im Winde, und erst der Duft der Blüten läßt uns aufblicken. Mitten unter den Waldriesen erinnert es an alte vergangene Tage, an deutsche Treue und Innigkeit._______H.
Als Vallendar und Margit Larsen in die Garage hineingehen wollten, fuhr der Rettungswagen mit einem hell leuchtenden Auge an ihnen vorbei und tauchte im Tunnel unter. ' .
Erschrocken blieb Margit stehen. Ihre empfindlichen Nerven gerieten in Aufruhr. „Warum kam der Wagen? Sicherlich ein Unglück in der Garage.
Beruhigend legte Vallendar feine Hand aus ihren Arm. „Warte einen Augenblick, Margit! Ich will mich erkundigen." Er begab fiel) ins 23üro.
Mit knappen Worten teilte Mühsam ihm mit, was sich ereignet hatte.
Vallendar kehrte zu Margit zurück „Burd ist verunglückt. Ja, der Amerikaner Burd. Doktor Romer ist bei ihm in der Kammer."
Sie erblaßte: ein Schauer überlief sie. „Ich habe es den ganzen Tag gespürt, daß irgend etwas geschehen würde. Ich bitte dich, Werner: Rufe meinen Chauffeur! Ich kann dich jetzt nicht begleiten. Ich m JMber^Margit, rege dich doch nicht auf! Wo parkt
Der Portier des Palasthotels ließ die Drehtür kreisen. „Guten Abend, meine Herren!"
Römers Blick flog durch die Halle. Ganz hinten unter dem Schirm einer Seidenlampe, saß Charin und blätterte in Zeitschriften. Sie hatte den Kopf gesenkt, und ihr Haar glänzte wie das dunkle Braun reifer Kastanien. , , ., £ f
Vallendar hielt Römer, der sogleich auf Charly zugehen wollte, mit der Hand zurück. Er fühlte eine seltsame Spannung. Die Erzählung Romers hatte ihn erregt. Ich wußte es ja, dachte er, irgend etwas Abenteuerliches kreist um dieses Mädchen. Das al|o war es, was mich an Der Ecke Kurfurstendamm sa packte! Das also ist es, was mich so mterelftert! Vallendat täuschte sich manchmal gern über sich selbst ... „Sagen Sie es ihr allem, Doktor! Ich will vorher mit dem Empfangschef sprechen Ich kenne ihn gut. Vielleicht kann man von ihm etwas hören, das auf diese Vorfälle bezug hat."
(Fortsetzung folgt)
Aus Oer Stadl Gießen.
Lindenblütendust.
Wo uns von deutschem Leben, von Leid und ! Glück erzählt wird, in Sage und Dichtung, in ’ Volksliedern und alten Gesängen, überall finden , wir Die Linde, die tcilnimmt an dem Schicksal des , deutschen Menschen.
Die Linde ist einer unserer Lieblingsbäume. Falt in jedem Dorf, an vielen Landstraßen, an Waldrändern stehen Linden. In unzähligen Namen leben sie weiter, Dörfer und Städte nennen sich nach ihnen, Mädchennamen erinnern an sie. Straßen und Plätze, Gasthäuser und Apotheken führen ihren Namen. Unfern Vorfahren waren fic heilig. Unter ihrem Schütten wurde das Volksgericht gehalten. .
Es gibt in den Dörfern Linden, Die cm sehr hohes Älter haben. Sie müssen mit Pfeilern gestützt werden, ihre Wunden, die Die abbrechenden Aeste schufen, werden mit Mörtel gefüllt. Was konnten Diese Bäume erzählen! Wieviel Menschen saßen schon in ihrem Schatten, hielten Zwiesprache oDcr sangen Lieder. „Ein Vöglein sang im ßinben= bäum", „Es stand eine Lind' im tiefen Tal , „Am Brunnen vor dem Tore" und viele andere.
Und nun haben Diese Lieblingsbäume ihre kleinen, unscheinbaren Blüten geöffnet. Herrlicher Duft strömt von ihnen aus. Unzählige Bienen kommen herbei, um den Lindenhonig zu holen. Der Imker freut sich wenn er in einigen Wochen aus Den goldenen Wachszellen Den Dunklen, fast grünlich scheinenden Honig herausholen kann. Er läßt stch nicht durch Die Farbe beirren, er weiß, wie gut Der Lindenhonig ist. „ ri
Aber auch Die Menschen werden zur Rast einge- laden. Im süßen Duft Der Blüten können mir stundenlang ruhen und Dem Rauschen Des kleinen Röhrenbrunnens zuhören ... Alte Sagen klingen in unserrn Herzen auf ... Hauste nicht auch Der Drache, den Siegfried erschlug, unter einer Linde? Wird er nicht auch Lindwurm genannt? Fiel nicht
dem Gang stehen.
Nur der junge Mann, Der vorhin gekommen war, ging Die Einfahrt hinauf. Er tauchte im Nebel Der Straße unter.
Nach einer Weile machte er halt. „James!" rief er heiser. „James!
Der junge Mensch in Der Lederjoppe kam heran. „Was ist Denn, Otto?"
„Er ist tot. Herzschlag. Du hättest lange auf ihn warten können!" , ...
Aus Der Großgarage Alter Westen kamen jetzt viele Menschen. Sie rcDeten aufgeregt miteinander und konnten stch nicht trennen Der Fahrer Preetz kam die Straße heruntergcschtenderb Der,Bo e hatte ihn nicht zu flauje angctros,en Nachdem Preetz seinen Auftrag an Charly ausgerichtet hatte, war er zu einer Freundin seiner Frau gegangen, um sie zu bitten, der Wöchnerin em wenig Gesellschaft zu leisten. Als er Die vielen Leute vor Der Garage gewahrte, stutzte er und setzte sich m Trab.
„Komm ein bißken hier weg James!
Die beiden gingen weiter. „Nun rede schon Otto.
„Ich hab' mich in Die Chauffeurkammer gedrängt, als Der Schupo kam. Er hat ihn gleich nach Pa-
Der junge Mann zog Die Oberlippe hoch. Gold- zähne blitzten. „Ein Amerikaner? Na, so was!"
„Bitte, einen Augenblick!" Dr. Römers ruhige Stimme DurchDrang bas Geflüster.
Sofort machten die Leute Platz. Römer ging an Den großen Wagen heran und öffnete Den Schlag. — Die Menge hielt Den Atem an. In Der sonst so geräuschvollen Garage war es plötzlich merkwürdig still geworDen. Man hörte nur Das Tropfen Der Wasserhähne.
„Töt'." stellte Römer fest. „Herzschlag. Wir wollen Den Mann ins Chauffeurzimmer legen. Wer faßt mit an?"
Keiner zögerte. Natürlich wollte man helfen, soweit eben noch zu helfen war. Der junge Mann, Der für seine Herrschaft eine Box hatte haben wollen, war einer Der Eifrigsten. NiemanD fiel Der Fremde auf. Jetzt, um Den Ersten herum, tarnen so viele neue Menschen in die Garage Alter Westen.
James Burd war ein schwerer Mann. Behutsam trugen sie ihn Den Gang hinauf. Das Stopplicht
•flltet U/elten
Roman von Harald Baumgarten
Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35
7. Fortsetzung. (NachDruck verboten.)
Die Tür ging auf.
Mühsam wollte schon befreit auf atmen und Den Doktor begrüßen, aber Das Wort blieb ihm im Halse stecken.
Ein junger Mann war eingetreten. „Guten Abend! Ich soll anfragen, ob ich vielleicht ab morgen eine Box für meine Herrschaft bekommen kann, und was sie kostet?"
Verzweifelt fuhr sich Mühsam mit Der Hand über die Stirn. „Was Denn? ’ne Box? Augenblick mal! Ja, 18 ist noch frei. Kostet dreißig Mark. Aber können Sie nicht nachher oder morgen wieder kommen? Ich hab' jetzt keine Zeit — es ist Da was geschehen."
„Was Denn — ein Unglück?"
„Ach nein, nein! Ich weiß nicht ... Bitte, bis nachher!"
Der junge Mensch verließ Das Büro. Eine kleine Weile zauderte er, Dann schlenderte er Durch Die Einfahrt hindurch und hinunter in Den Tunnel. Schon von weitem sah er Die dichte Menschentraube, Die sich norm Eingang der Sammelgarage geballt hatte. Unauffällig mischte er sich unter Die Chauffeure und Herrenfahrer. „Was ist Denn geschehen?"
„Es hat einen Der Schlag getroffen. Er sitzt in Der großen Limousine. Ein Amerikaner! Ist erst heute aus Hamburg gekommen."
pimpfen-Kochen.
gfs. Die Zeit Der Sommerfahrten der Pimpfe ift herangckommen. Mit allen nötigen Ausrüstungs* * gegenständen bewaffnet, setzen sich Die Jungens aufs Rad oDcr benützen Schustersrappen und verteilet sich in Deutschlands schönste GegenDen. Geht cs, nun ins Lager oder zu einer Sportveranstaltung, so hat es Dort Die NS.-Frauenschaft übernommen, für Die Verpflegung von Jungvolk unD Hitlerjungen! zu sorgen. Oft wird auch unterwegs in Den schöneck Jugendherbergen untergekrochen, und Dann lassen» es sich Die Herbergsväter und -rnütter nicht nehmen, für Die Jungs gut zu kochen.
Was ist aber, wenn Die Pimpfe im Freien näd)N( tigen und sich Dann tagelang selbst verpflegen muf< fest? Hier hat es die Abteilung Volkswirtschaft Hauswirtschaft Des Deutschen Frauenwerkes übernommen, Die Pimpfe im Kochen zu unterweisen. Sie- hat Rezepte und ein Fahrtenkochbuch herausgegeben. Die praktische Unterweisung liegt in Den Händen» der einzelnen Abteilungsleiterinnen.
Irn Kreise Wettcrau, in Gießen, unternimmt e* Die Abteilungsleiterin Frau Mathy, Die Jungens' anzuwcisen. Es wird zuerst vier- bns fünfmal in der Versuchsküche der Abteilung, im Einhorn amk Kirchplatz, an Gasherden gekocht. Dann allerdings^ ist es nötig, den Fahrtenverhältnissen Rechnung ziC ‘ tragen, und das viel schwierigere Kochen im Freien muß ausprobiert werden.
Frau Mathy unternahm das mit Den Jungens, nm gestrigen Dienstag auf Dem Eulenkopf am Triebs zu Gießen. Hier mußte erst eine Kochstelle aufgc- J baut und ein Feuer angezündet werden. Dieses oh jene Feuer ist natürlich nicht halb so leicht einzu--. regulieren, wie Die Gasflamme. Es heißt Deshalb doppelt Obacht geben, damit nichts überläuft oder"^ anbrennt. Auch muß Der Erdboden zum Teil als Tisch dienen. Aber unter Anleitung von Frack * Mathy glückte alles vorzüglich, und Die guten und * mit luftigen Redensarten der Jungen zubereiteteni Speisen schmeckten ausgezeichnet.
Die Pimpfe hatten bei dieser Gelegenheit ihrs Prüfung abzulegen, was sie alles Schones kochen gelernt'haben, und die besonders geeigneten, bet denen Suppen, Rohkostsalate, Puddings usw. am besten gerieten, bekamen ihren Ausweis als Fahr-
Lokomotive fuhr in eine Schafherde.
Lpd. Hersfeld, 4.Iuli. 20 Scha f e einer Herde der Domäne Bingartes, Die beim Auftrieb auf ein Bahngleis gerieten, wurden von der Maschine eines Schnellzuges erfaßt und mehr oder mc< niger schwer verletzt, so daß sie geschlachtet
werden mußten.
der Wagen auf die Straße glitt?Die Menschen ner» liefen sich. Mühselig kämpften Die Lichter Der Leucht- reflame gegen Den dicken Dunst an.
Dr. Romer war noch in Der Kammer und packto eine Tasche zu. Er hörte Preetz zu.
„Er war gleich so sonderbar, Herr Doktor! fagta Der Chauffeur aufgeregt. „Er gefiel mit gar nicht.
„Guten Abend, Herr Vallendar!" nickte Romer. „Tja — was sagen Sie dazu?"
„Mühsam hat es mir schon erzählt. Ist Burd Denin krank gewesen?"
, Ja, ein schweres Herzleiden ohne Zweifel. Der Tod muß ganz plötzlich und schmerzlos gekommen fein." .. . .
Preetz fuhr sich immer wieder mit feinem gemusterten Taschentuch über Die Stirn „Und Da wartet die kleine Charly auf.ihn im Palasthotel! Ich hab' sie Doch hinschicken müssen. Er wollte sw
Doch so DringenD sprechen!" .
Romer hob den Kopf. „Fräulein sandner ist ms Palasthotel gegangen?"
„Ja, vor 'ner halben Stunde vielleicht. Dort weiß nun keen Mensch, wat jeschehen is!"
„Haben Sic Zeit, Herr Vallendar? Wollen Sie mich begleiten? Wir müssen es Charly Doch schonend mitteilen ..." Römers Gesicht blieb ruhig: nur an Der Unraft Der HänDe, mit Denen er jetzt nach feiner Tasche griff, spürte man seine Erregung. „Ich möchte Ä)ven etwas anvertrauen, Herr Vallendar -- etwas, das mir Fräulein Sandner erzählt hat, als ich sie heute nach Hause brachte."
Vallendar war sofort bereit. Als sie durch Die Garage gingen, war von Dem Vorfall nichts mehr zu merken. Die Wagenwäscher waren fort. Nur Die Nachtchauffeure standen herum; sie hatten alle ernste Gesichter. ..
An der Einfahrt stand Huckemann. Er grüßte, । als die beiden Herren vorbeigingen.
Schöne Straße in der Schwarzlach
In Dem neuen Wohnviertel in der Schwarzlach ist kürzlich Die Straße „21 m S a n D- f e l D" Durchgeführt wor- Dcn. Die cnDgültige Dck- kenherstellung für Fahrbahn, Bürgersteig unD RaDweg erfolgt naturgemäß, wenn Das ErD- reich Der Straße sich gesetzt hat. Die neue Straße ist ein Teilstück Der geplanten Umgehungsstraße zur Umleitung Des Fernverkehrs. Mit Rücksicht auf diese Zweckbestimmung wurde Die Fahrbahn auf 9 Meter Breite, angelegt. BeiDerscits Der Fahrbahn befinden sich Radwege von je 1 Meter Breite. Die Südseite Der Straße ist mit einer
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