bericht hin, in dem die tadellose Buchführung besondere Erwähnung sand.
Landkreis Gießen.
> Beuern, 4. Mai. Die Hofreite des Schreinermeisters und Möbelhändlers Rudolf Sommer- l a d ging durch Kauf in den Besitz der Gemeinde über. Der bisherige Besitzer, der bereits in Gießen eine Verkaufsstelle hat, will nun dort auch seinen Wohnsitz nehmen. Die Gemeinde will in dem Hausgrundstück die Diensträume der Bürgermei- sterei einrichten. Die geräumige Werkstatt und die Möbellagerräume sollen als Heim für bi e H I. hergerichtet werden. Voraussichtlich wird in dem Hause auch der NSV.-Kindergarten seinen Platz finden.
* Watzenborn-Steinberg, 5. Mai. Am heutigen Freitag, 5. Mai, können die Eheleute Jakob W a l l b o t t und Frau Christine, geb. Burger, das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Das Jubelpaar erfreut sich noch guter Rüstigkeit und kann noch allerlei Haus- und Feldarbeiten verrichten. Sechs Kinder, neun Enkel und ein Urenkel werden den Jubilaren den Tag der goldenen Hochzeit verschönen. Dem Jubelpaar, das seit Jahrzehnten zu den treuen Beziehern des Gießener Anzeigers gehört, bringen auch wir unfern herzlichen Glückwunsch dar.
Leihgestern, 5. Mai. Seinen 83. Geburtstag kann am Samstag, 6. Mai, der Gutsbesitzer Oekonomierat Karl Müller, der verdienstvolle jahrzehntelange Vorsitzende des Hessischen Landespferdezuchtvereins, auf Gut Neuhof dahier in guter Gesundheit begehen. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch.
s. Lang-Göns, 2. Mai. Im „Gambrinus" fand eine Hauptversammlung des Turnvereins statt, die sehr gut besucht war. Vorsitzender Karl Müller eröffnete die Versammlung und begrüßte die erschienenen Mitglieder. Die Abrechnung der Kasse wurde in Ordnung befunden. Der Vereinsführer sprach dann über die letztjährige Fahrt zum Bergfest auf den Hoherodskopf und versicherte, daß auch 1939 wieder eine große Zahl von Turnern und Turnerinnen Gelegenheit haben würde, an den Kämpfen auf dem Hoherodskopf teilzunehmen. Er sprach weiterhin von den übrigen Erfolgen des Vereins im vergangenen Jahr und von den kommenden Ereignissen. Seine Ausführungen schlossen mit der Verteilung der im Jahre 1938 errungenen Preise. Nach einer kurzen Ansprache des Dietwartes, Schmidt wurde der offizielle Teil der Versammlung beschlossen. Ein gemütliches Beisammensein schloß sich an.
s. Lang-Göns, 4. Mai. Bürgermeister Weil, überreichte im Rahmen einer Veranstaltung an Friedrich Wilhelm Bergt für treue 40jährige Arbeit im Dienste der Gemeinde eine Ehrenurkunde und ein Geschenk. Er sprach dem Jubilar besten Dank für die unermüdliche Arbeit aus und wünschte ihm Glück zu diesem Tage. Anschließend überreichte Bürgermeister Weil dem hiesigen Sieger im diesjährigen Berufswettkampf, Gruppe Reichsnährstand, Richard Müller, die Siegerursunde.
00 Eberstadt, 3. Mai. Däß die bäuerliche Geflügelhaltung in unserem Orte starke Förderung erfährt, zeigt sich neuerdings wieder darin, däß durch die Ortsbauernschaft wiederum 4 0 0 Junghennen aus Züchtungen in Oldenburg beschafft wurden und hier an landwirtschaftliche Betriebe zur Verteilung kamen.
c. Laubach, 3. Mai. Anläßlich ihrer 25jährigen Dienstzeit bei der Reichsbahn wurde folgenden Beamten unseres Bahnhofs das silberne Treudienst-Ehrenzeichen mit einer Widmung der Reichskanzlei und der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. überreicht: Bahnhofsvorsteher Heinrich Wahl, Oberschaffner L e i d n e r, Lokführer Aug. Schmidt, Schaffner i. R. C h r i ft o p h und Wilhelm Högel. Auch der Bahnhofsvorsteher Ernst W i ß n e r , der unseren Bahnhof einige Jahre verwaltete und am 1. Februar 1939 nach Büdingen versetzt wurde, erhielt das Treudienst-Ehrenzeichen für 25 Jahre.
)—( Ruppertsburg, 4. Mai. Der einzige noch lebende Altveteran unseres Dorfes, der Förster i. R. Joh. Reeg, erhielt ein größeres Geldgeschenk des Führers. Der treue, biedere alte Soldat war darüber sehr glücklich. Er machte als tapferer Krieger den Feldzug 1870/71 mit. Im Weltkrieg fiel ein Sohn von ihm an der Westfront. Reeg war lange Förster auf dem Petershainerhof bei Ulrichstein und zuletzt zu Kiliansherberge bei Schotten.
Kreis Friedberg.
ch Butzbach, 4. Mai. Im großen Saale des „Hess. Hof" veranstaltete die Ortsaemein- schäft des Deutschen Roten Kreuzes einen gut besuchten Werbeabend. Der Leiter der Gemeinschaft, Rektor Dern, begrüßte die zahlreichen Gäste. Neben Oberst von Schneidemesser war die Bereitschaftsleiterin von der Kreisstelle Friedberg, Feldführerin Schwester Fiedler, Frauenschaftsleiterin Frau Wolf (Gießen) und eine ganze Anzahl Vertreterinnen der benachbarten Ortsgemeinschaften anwesend. Rektor Dern sprach über die Entwicklung des Deutschen Roten Kreuzes, sowie dessen Bedeutung und Aufgaben in Vergangenheit und Zukunft. Darauf folgte die Dortragsfolge für den Abend, die auserlesene Darbietungen brachte. Die Wehrmachts- kapelle, sowie die heimische Sängerin Frau Nent- w i g - M ö r l e r und zahlreiche Helfer und Helferinnen hatten sich in den Dienst der guten Sache gestellt. Gedichte entsprechenden Inhalts, Lieder von Schubert, Haydn und Strauß, sowie ein humoristisches Theaterstück, das die Arbeit des Roten Kreuzes beleuchtete, füllten die Stunden aus und fanden reiche Anerkennung und Beifall. Ein kameradschaftliches Beisammensein schloß sich an.
Kreis Bübingen.
g. Schotten, 4. Mai. Eine bessere, täglich zweimal fahrende Postkraftwaaenverb'in- d u n g wurde von Schotten zu verschiedenen umliegenden Gemeinden eingeführt, die besonders den Gemeinden Rudingshain, Feldkrücken u. a. zugute kommt. — Am Himmelfahrtstag wird unsere Stadt einen großen Zustrom durch den hier stattfindenden Gauwandertag der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" bekommen. Mehrere Sonderzüge werden die Wanderer in unser schönes Gebiet, das viele noch nicht kennen, bringen.
△ Babenhausen I, 3. Mai Der Waldarbeiter Otto B i r k e n st o ck von hier konnte in geistiger und körperlicher Frische seinen 74. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist trotz seines hohen Alters noch täglich bei den Waldarbeiten tätig.
Kreis Wetzlar.
* Krofdorf, 3. Mai. Die Landwirtsfrau Ka- roline Schneider stürzte beim Heuholen in der Scheune von einer Leiter aus etwa vier Meter Höhe ab. Die bedauernswerte Frau mußte mit inneren Verletzungen und schweren Prel- lunaen im Rücken der Chirurgischen Klintt in Gießen zugeführt werden.
-il:
Frankfurt a.M., 3. Mai. (Lpd.) Im Zuge der von der Kriminialpolizei-Leitstelle Frankfurt o. M. und den Jagdbehörden zur Ausrottung des Wilderer- unwesens angesetzten großen Polizeiaktionen wurde nunmehr auch in einer Reihe von Dörfern des D i l l k r e i s e s, die als Wildererzentren bekannt waren, eine überraschende Razzia vorgenommen. Schon seit Monaten waren bei dem Gaujägermeister A v i e n y (Frankfurt a. M.) Nachrichten eingelaufen, die keinen Zweifel darüber ließen, daß in dieser G-gend das seit den Nach- kriegsjahren eingerissene Wildererunwesen noch immer fortlebte. Selbst in der Schonzeit wurden angeschossene Rehe oorgefunden, die auf die Hartnäckigkeit und Unverfrorenheit der Raubschützen hindeuteten. Die zahlreichen Festnahmen und Durchsuchungen brachten wiederum ein ungeahntes Ergebnis. Ein ganzes Arsenal von Wildererwaffen konnte zu- ammengestellt werden. Ein großer Teil der Wil- rerer legte auch angesichts des zahlreichen Bela- tungsmaterials Geständnisse ab.
In dem Dorf Herbornseelbach war die Bandenwilderei besonders ausgeprägt. Hier wurde in Generationen gewildert; die älteren Wilddiebe gingen ebenso geschlossen ihrem düsteren Treiben nach, wie es auch die jüngeren taten. Einer der
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Basketball in Gießen.
Auslandssludenlen der Universität Göttingen gegen Stadtmannschaft Gießen.
Für Samstag und Sonntag ist es dem Gauobmann für Basketball gelungen, die Mannschaft der Auslandsstudenten der Hochschule Göttingen nach Gießen zu verpflichten. Gegner ist die Stadtmannschaft, die sich aus Spielern der Vereine Mtv., VfB.-R. und Spvg. 1900 zusammensetzt.
Die Gäste, in erster Linie Amerikaner, Mexikaner und Türken, sind sehr spielstark. Unsere einheimische Mannschaft, die zum erstenmal in der neuen, von der Stadt bereitge-stellten Kleidung spielt, wird alles daransetzen müssen, um ehrenvoll zu bestehen. Die Aufstellung erfolgt nach einem vorhergehenden Trainingsspiel. Die Spiele gegen Göttingen finden statt am Samstagabend und Sonntagnachmittag in der VfB.-R.-Halle. Pokal- und Aufstiegskämpfe in Hessen
In der ersten Hauptrunde des Tschammerpokal- Wettbewerbs treffen die elf Ueberlebenden der Bezirksklasse auf die neun Vertreter der Gauliga (Meister Kassel 03 bleibt noch spielfrei!). Wie üblich müssen die Gauliga-Mannschaften reisen und da ist es sehr wahrscheinlich, daß einige von ihnen ihre Pokalhoffnungen recht früh zu Grabe tragen müs- en. Besonders schwer hat es Altmeister Hanau 93, der bei den Borussen in Fulda antreten muß, aber auch die übrigen Paarungen, die wir nachstehend anführen, haben es „in sich"; GfL. Wilhelmshöhe gegen Sport Kassel, FSV. Rb. Bebra — Kurhessen Kassel, VfL. 1860 Marburg — Spv. Kassel, SV. 06 Alsfeld — Hessen Bad Hersseld, Borussia Fulda — Hanau 93, Germ. Nieder-Rodenbach — Dunlop Hanau, VfL. Bruchköbel — Kewa Wachenbuchen,
Die in diesem Jahre erstmalig durchgeführten Pokalspiele konnten leider nicht so gefördert werden, wie man das gerne gesehen hätte. Zunächst mußten alle möglichen sonstigen Veranstaltungen abgewickelt werden, dann kamen die Aufstiegsspiele zur Gauklasse dazwischen. — Wie dem aber sei, der noch bestehende kleine Rest wird am kommenden Sonntag ausgetragen, so daß die 1. Zwischenrunde, deren Paarungen nach der Ausschreibung durch das Los bestimmt werden, endgültig am 14. Mai steigen kann. Irgendwelche Terminfchwierigkeiten bestehen nicht, weil ja bis zum Kreisfest noch genügend Zeit vorhanden ist.
Diesmal sind angesetzt:
TV. Krofdorf — Tuspo W.-Niedergicmes TV. Dornholzhausen — TV. Hörnsheim.
Krofdorf und Niedergirmes haben sich schon einmal gegenübergestanden. Der knappe Sieg der Platzbesitzer konnte seinerzeit aber nicht gewertet werden, weil kein amtlicher Schiri zur Stelle war. Es mußte also zu einer Neuauflage kommen, die entweder die Ordnungsmäßigkeit des Dorspielergeb. nisses bestätigen oder aber für eine entsprechende „Berichtigung" Sorge tragen wird.
Zu einem interessanten Zwei- und gleichzeitig auch Vergleichskampf wird es in Dornholzhausen kommen. Es ist bekannt, daß die Platzbesitzer an Spielstärke gewonnen und heute wieder eine spielstarke Einheit zur Stelle haben, die vielleicht sogar in der Lage ist, für eine Ueberraschung zu sorgen.
Buderus'sche Eisenwerke Wetzlar.
Fwd. Die gestrige Aufsichtsratssitzung genehmigte den Abschluß für 1938. Nach erhöhten Abschreibungen von 3,50 (2,72) Mill. Mark und einer Zuweisung von 200 000 (i. V. 250 000) Mark zur Unterstützungsrücklage verbleibt ein Reingewinn von 1,002 (1,22) Mill. Mark, der sich um den Vor- jahresvortrag auf 1,25 (1,43) Mill. Mark erhöht. Der auf den 5. Juni einberufenen HV. wird die Ausschüttung von wieder 5 v. H. Dividende oorge- schlagen. Der im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgewiesene Umsatz von 58,29 Mill. Mark zeigt gegenüber 1937 einen Rückgang von 4,41 v. H. Die Ursache hierfür sei ausschließlich in der Herstellungsbeschränkung für den sog. Bauguß zu erblicken. Die Gesellschaft sei bemüht, diesen Ausfall durch Aufnahme neuer Fabrikationszweige und Verwendung von Austauschwerkstoffen in der Folge nach Möglichkeit auszugleichen.
Die Beschäftigung im ersten Vierteljahr 1939 lag nicht unwesentlich über der des Vorjahreszeitraumes. Die Rokstoffbetriebe seien bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit beansprucht. Auch für die Eisengießereien werden die Beschäftigungsaussichten für das laufende Jahr günstig beurteilt.
Hefrag in Wölfersheim.
Fwd. Die Betriebsabteilungen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr störungsfrei gearbeitet. Die Kohlenförderung betrug 764 360 (772 973) Tonnen; Tiefbau und Tagebau waren etwa gleich stark an-
erden ausgehoben.
Hauptwilderer gestand, daß er in den letzten Jahren allein 100 Rehe nach Hause geschleppt habe. Die Wilderei nahm auch gemeingefährliche Formen an. In einer ganzen Reihe von Fällen wurden Jagdschutzorgane beschossen und versucht, sie aus dem Walde zu jagen. Ein Schlossermeister unterhielt eine regelrechte Reparaturwerkstatt für Waffen, arbeitete Militärgewehre um und verlieh aucff diese Waffen zu Wildereizwecken. Das Wildbret wurde entweder im Haushalt verbraucht, oder zerlegt an die Nachbarschaft abgegeben. Ein. anderer Teil ging an einen Gemüsehändler, der das Wildbret in seinem Kraftwagen mitnahm und es an seine Kundschaft veräußerte. Er wurde als der Haupthehler festgestellt. Die Schlingenstellerei wurde ebenso häufig betrieben, und zwar in einem solchen Ausmaß, daß die Wilddiebe selbst nicht mehr wußten, wo sie überall Schlingen ausgelegt hatten. Unzähliges Wild muß auf diese Weise verludert sein, ohne daß sich jemand darum gekümmert hätte.
Die Ermittlungen waren besonders schwierig, weil ganze Dörfer unter dem Terror der Wilderer standen und infolge der weitverzweigten Hehlerei mit Wildbret nur sehr zögernd Aussagen gemacht wurden.
SV. Groß-Karben — VfB. Groß-Auheim, Rb.- Tuspo. Oberlahnstein — Tuspo. Rodheim, V f B.- R. Gießen — V f B. Friedberg. — In der Aufstiegsrunde zur Gauliga kommt es nur zur Begegnung 1860 Hanau — Teutonia Watzenborn-Steinberg, in der Hanaus Meister als Favorit gilt.
Fußball im Tv. 1889 Klein-Linden.
Klein-Linden I — Londorf I 0:3 (0:1).
Klein-Linden trat nur mit 10 Mann an, dazu noch mit Ersatz. Während des Spiels auf dem fast grundlosen Platz mußte noch ein Mann der Gastgeber wegen Verletzung vorübergehend ausscheiden. Der schnelle Sturm und die gute Verteidigung der Gäste ließen schon in der ersten Halbzeit erkennen, daß die Londorfer stark überlegen waren. In der zweiten Halbzeit war das Spiel ziemlich ausgeglichen. Klein-Linden litt unter Schußpech und konnte, trotzdem sich das Spiel zum großen Teil in der Hälfte der Gäste abspielte, keinen Erfolg erringen.
Klein-Linden 3gb. — Londorf 3gh 9:0 (1:0).
Obwohl auch die Jugendmannschaft Klein-Linden mit Ersatz antrat, konnte sie mit einem schönen Spiel aufwarten, bei dem die Gäste aus Londorf fast nichts zu bestellen hatten.
*
Steinbach I — Heuchelheim I.
Am lammenden Sonntag empfängt die 1. Mannschaft Steinbachs die l.Elf von Heuchelheim. Das Vorspiel konnten die Heuchelheimer knapp gewinnen. Die Mannschaft von Steinbach hat sich inzwischen gebessert, und deshalb ist man auf den Ans- gang des Spieles sehr gespannt. Man erwartet einen schönen Kamps.
Sp.-V.1900 - MV.
Hörnsheim muß sich jedenfalls anstrengen, weil sonst die Ausbootung unausbleiblich ist.
Die Aufstiegsspiele nehmen mit dem Treffen
MSV. Barbara Gießen — TV. Kirchgöns ihren Fortgang. Die Soldaten, die bisher ihr wirkliches Können noch in keinem einzigen Falle unter Beweis gestellt fyaben, haben sich diesmal etwas vorgenommen. Ob es allerdings glücken wird, die an der Spitze der Tabelle stehenden Turner zu schlagen, halten wir für ziemlich unwahrscheinlich, keineswegs aber für unmöglich. Die Platzbesitzer sind stark genug, um für eine Ueberraschung zu sorgen; sie wurden damit überdies Hörnsheim Schrittmacherdienste leisten, die in jedem Falle mehr als wertvoll sind. — Voraussetzung ist allerdings, daß die Lehren aus den bisherigen Niederlagen gezogen werden und daß man sich endlich auf die wirkliche Stärke besinnt.
Das letzte Aufstiegsspiel der Staffel IV zwischen Spog. 1900 Gießen und MTV. Gießen kommt auf dem Trieb zum Austrag. Es wird einen spannenden Kampf geben, zumal man in beiden Lagern bemüht ist, die Oberhand zu behalten. Der MTV. kann sich auf bewährte alte Kräfte stützen, während der Gegner eine Reihe von neuen Spielern aufgestellt hat, die erst einmal ihr Können unter Beweis stellen müssen. Trotzdem sollte das Tressen vollkommen ausgeglichen sein und einen rassigen Kamps garantieren.
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der Förderung beteiligt. Die Stromerzeugung übersteigt mit 124 431 (124 427) Millionen k>Vd etwas die Erzeugung des Vorjahres. Der Gesamtumsatz betrug 5,90 (6,10) Mill. Mark. Die im Vorjahr begonnenen Aufschlußarbeiten zur Gewinnung von Kohle im Tagebau Friedrich wurden planmäßig fortgesetzt. Die Abraumförderung begann am 17. 8. 1938. Bis zum Jahresende wurde eine Fläche von 13 300 Quadratmeter abgeräumt, dabei wurden 337 000 Kubikmeter Abraum gefördert. Auf der Tiefbaugrube Römerftraße wurde der im Vorjahr begonnene Bau der schiefen Ebene beendet. Die Bandförderanlage wurde am 1. Oktober 1938 in Betrieb genommen. Im Kraftwerk wurde der neue 11 000 lc^-Turbo-Generator betriebsfertig erstellt; die endgültige Inbetriebnahme erfolgte am 3.1. 1939. Der Reingewinn von 7433 Mark einschl. des Gcwinnvortrages aus 1937 mit insgesamt 29 874 Mark wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Schweinezwischcnzählung am 3. Juni.
Fwd. Nach einem Runderlaß des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft wird am 3. Juni 1939 die übliche Schweinezwischenzählung durchgeführt. Mit dieser sind auch Feststellungen über den Bestand an Schafen, die nicht beschaupflichtigen Hausschlochtungen von Schaf- und Ziegenlämmern, die in jedem der vorhergehenden drei Monate März bis Mai geborenen Kälber sowie über das Weidefettvieh in den Hauptweidebezirken von Preußen und Oldenburg verbunden. Erstmalig wird auch der Bestand an Färsen und Milchkühen ermittelt.
Fwd. Konkurse und Dergleichsver« fahren im April. Nach Mitteilung des Stati. ftischen Reichsamts wurden im April 1939 durch den „Reichsanzeiger" 99 neue Konkurse — ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 7 eröffnete Dergleichsverfah. ren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 145 bzw. 17.
Bhein-Mainische Börse.
Mittagsbörse leicht gebessert.
Frankfurt a.M., 4. Mai. Die bereit, gestern abend sich anbahnende freundlichere Grundtendenz übertrug sich auch auf den heutigen Mittagsverkehr. Allerdings blieb die Geschäftstätigkeit weiter eng begrenzt, da nennenswerte Käufe kaum vorlagen. Anderseits haben die letzttägigen Verkäufe weiter nachgelassen, nur am Einheitsmarkt lag verschiedentlich noch etwas Angebot aus Genehmigungen vor. Die freundlichere Haltung wurde jedoch durch die Ermäßigung des Privat-Diskontsatzes unterstützt, auch die mannigfachen Berichte aus der Industrie kamen besser zur Geltung. Mit Rücksicht auf die weiterhin ungeklärte außenpolitische Lage, wobei der Rücktritt des sowjetrussischen Außenkommissars das Hauptgesprächsthema abgab, blieb die Unternehmungslust nach wie vor klein. Immerhin bewirkten kleine Käufe am Aktienmarkt ein Ansteigen der Kurse um etwa 0,50 bis 1 v. H., teilweise traten auch Steigerungen darüber hinaus ein. Zu erwähnen sind besonders Holzmann mit etwa 148 nach 144. Von den Hauptwerten ge, wannen JG.-Farben 1 v. H. auf 150, Mannesmann 0,75 v. H. auf 106,75, Verein. Stahl 0,75 v. H. auf 103,50, Klöckner 0,65 v.H. auf 117,40. Am Maschinenmarkt befestigten sich Daimler um 1,50 v. h. auf 139,50 und Demag um 1 v. H. um 143.
Am Rentenmarkt stimmulierte die Ueber- zeichnung der Schluchseewerk-Anleihe, ohne daß aber auch hier größeres Geschäft vorlag. Reichs- bahn-VA. plus 0,25 v. H. auf 124,75. Im Frei- verkehr gingen späte Schuldbücher mit 99,40 (99,50) Kommunal-Umschuldung mit unv. 93,40 bis 93,45 um, ebenso hatten die meisten 4,50prozentigen und 5prozentigen Industrie-Anleihen die gestrigen Kurse. Amtlich notierte Industrie-Obligationen weiter un« einheitlich und bis 0,50 v. H. abweichend. Pfand, briefe und Stadtanleihen still bei meist unoeränder» ten Kursen. Reichsaltbesitzanleihe etwas fester mit 131,90 (131,70).
Abendbörse zurückhaltend.
Das Abendbörsengeschäft war klein. Es bestand allenthalben Zurückhaltung, ohne daß jedoch die freundliche Grundtendenz eine Schmälerung erfahren hätte. Zwar lagen die Aktienkurse teilweise ein wenig unter den Mittagsschlußnotierungen, wo» bei es sich aber meist um nominelle Angleichungen an Berlin handelte und überdies auf dieser Basis Nachfrage vorlag. Bei den durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. abweichenden Papieren seien u. a. Aschaffenburger Zellstoff mit 105,50 (104,50), Klöckner mit 117,50 (117), Holzmann mit 148,25 (147,75), am dererseits MAN. mit 142,50 (143,50), Deutsche Erdöl mit 124 Brief (124,75), Buderus mit 106 (106,50), Rheinstahl mit 136,50 (137), Mannesmann mit 106,65 (107), Gefsürel mit 135,75 (136,25), außerdem Verein. Stahl mit unv. 103, JG.-Farben mit unv. 149,25, Daimler mit unv. 139,50, Adlerwerke mit unv. 102,75 erwähnt. Am Rentenmarkt blieben Reichsbahn-VA. zu unv. 124,75 gesucht, 6 v. h. JG.-Farben gingen 0,13 v. H. höher mit 122,50 um; 6 v. H. NSU. waren ohne Angebot bei stärkerer Nachfrage. Im Freiverkehr wurden Komm« nal-Umschuldung mit 93,40 (93,45) gehandelt.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 4. Mai. Auftrieb: Großvieh 1170 (gegen 1312 in der Vorwoche), darunter 211 (224) Ochsen, 194 (241) Bullen, 549 (612) Kühe, 216 (235) Färsen. Kälber 1519 (1481), Hämmel und Schafe 102 (158), Schweine 7410 (6279). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,50 (44 bis 46,50), b) 42,50 (42 bis 42,50), c) 37,50 (—). Bullen a) 43,50 bis 44,50 (43 bis 44,50), b) 40,50 (40 bis 40,50), c) 35 bis 35,50 (—). Kühe a) 42 bis 44,50 (42,50 bis 44,50), b) 37 bis 40,50 (39 bis 40,50), c) 31 bis 34.50 (28 bis 34,50), d) 20 bis 25 (23 bis 25). Färsen a) 43,50 bis 45,50 (42,50 bis 45,50), b) 41 bis 41,50 (40,50 bis 41,50), c) 36,50 (—). Kälber a) 62 bis l>5 (63 bis 65), b) 56 bis 59 (56 bis 59), c) 42 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (32 bis 40). Hömmcl bl) 48 bis 50 (46 bis 50), b2) 44 bis 46 (40 bis
44), c) 40 bis 42 (22 bis 3$). Schafe a) 42 (40
bis 42), b) 36 bis 39 (34 bis 39), c) 30 bis 32
(24 bis 32). Schweine a) 58,50 (58,50), bl) 57,50
(57,50), b2) 56,50 (56,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50), Sauen gl) 57,50 (57,50). Marktverlo'ij: Großvieh, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel.
Schweinemarkt in Butzbach.
* Butzbach, 4. Mai. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 373 Ferkel zum Der» kauf gestellt. Es kosteten bis zu sechs Wochen alle Ferkel bis 25 Mark, sechs bis acht Wochen alte 25 bis 30 Mark, über acht Wochen alte bis 40 Mark pro Stück. Der Handel verlief rege, es verblieb geringer Ueberftand.
Rundfunkprogramm
Samstag, 6. Mai.
5 Uhr: Frühmusik. Es spielt der Gaumusikzug Schlesien. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Uebertragunfl nach Saarbrücken: Preludio con Fuga, von 3- Walther; Morgenspruch; Gymnastik. 6.30: Morgen« musik auf dem ,j)ein Godenwind" anläßlich dec Reichswerbe- und Opfertage des deutschen Jugend' herbergswerkes. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik- 8.25: Deutschland — Kinderland: „Bubi verträgt das nicht" — Manuskript: Dr. Bertha Geißelbrecht. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Ausgeführt vom Musikkorps der Freien Stadt Danzig. 9.30:Ja11 ‘ Frankfurt: Gaunachrichten. 10: Schulfunk. Männer um den Führer: Robert Ley. Wort und Tat. 11-40- Ruf ins Land. 12: Mittagstkonzert I. Ausführung- Das kleine Orchester des Reichsfenders Wien. 13' Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: 9W richten. 14.10: „Alles neu" macht... auch die Schau' platten-Jndustrie. (Jndustrie-Schallplatten.) 15:. verbuch der Woche. 15.15: Am Rande des alltäglichen Geschehens. 15.30: Pimpfe, wie sie keiner kennt Eine luftige Rundfunkfolge unserer Pimpfe. lj- Frankfurter tönende Illustrierte. Halbmonatsblatter für die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude'. Und abends, wenn kein Dienst mehr drückt... Wehrmacht svielt und singt. Einlage 18.40 bisj8.au. Bei unserer Infanterie. 19.15: Tagesspiegel. BenM von der Eröffnung der Gau-Kultur-Woche. lO-J'- Bühne und Film im Rundfunk. 20: Nachricht^ 20.15: Deutsche Dichterkomponisten. 22: Nachrichtei - 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 2Z.ZV« Mr tanzen in den Sonntag.


