leichter regen, wenn man sie vorher mit Geldversprechungen gelockert hat. Richtig ist allerdings, daß England heute ein großes Spiel begonnen hat. Die „Daily Mail" hat es wohl am klarsten ausgesprochen, warum man gerade dem englischen Publikum gegenüber das W^rt „Einkreisung" vermeiden müsse. Das Blatt sagt, Einkreisung wäre nicht im Sinne des englischen Volkes, denn Einkreisung werde den Krieg bedeuten. Dr. K.
Zum Tode des Königs von Irak.
Der 28jährige König des Irak G h a z i I., der vor sechs Jahren seinem Vater, König Faisal, auf den Thron folgte, ist — wie wir schon gemeldet haben — in Bagdad tödlich verunglückt. Der König saß selbst am Steuer seines Kraftwagens, als er in Bagdad gegen einen Elektrizitätsmast fuhr und eine knappe Stunde nach dem Unglück starb. Der vierjährige Sohn Emir F e i s a l wurde zum König ernannt. Emir Abdull I l l a h , ein Vetter Ghazis und Sohn des Exkönigs Ali Hedschas, ist vorläufig Regent. Das aufgelöste Parlament wurde einberufen, um die Frage der Regentschaft zu regeln. Im gesamten irakischen Gebiet herrscht Landestrauer. Die Nachricht von dem tödlichen Unfall des Königs Ghazi von Irak wird i n L o n d o n mit großem Bedauern und nicht ohne Besorgnis ausgenommen. Man fürchtet, daß der Tod des Königs, der als Thronerben seinen noch nicht ganz vierjährigen Sohn Feisal hinterläßt, innerpolitische Schwierigkeiten im Irak nach sich ziehen könnte. Daß die Lage im Irak keineswegs beruhigt ist, wurde durch den kürzlich von hohen Militärs gemeinsam mit dem früheren Ministerpräsidenten Seyyid Hikmet Suleima Pascha versuchten Putsch deutlich ins Licht gestellt. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Zwischenfall in Mssul.
Das englische Konsulat in Brand gesteckt, der Konsul getötet.
Bagdad, 4. April. (Europapreß.) Der Tod des Königs Ghazi vom Irak hat in Mo ssul Unruhen ausgelöst, in deren Verlauf das britische Konsul ar von mehreren hundert Menschen g e st ü r m t und später in Brand gesteckt wurde. Der britische Konsul Monk-Mason versuchte sich mit der Waffe zu verteidigen. Er wurde von der erregten Volksmenge erschlagen. Der Getötete stand seit 1911 im englischen Konsulats- dienst und war 51 Jahre alt. Zur Wiederherstellung der Ruhe in Mossul ist der A u s n a h m e-z u st a n d erklärt worden.
In einer amtlichen englischen Darstellung heißt es: „Agitatoren hatten die trauernde Volksmenge in der Nähe des britischen Konsulats in leidenschaftliche Erregung versetzt. Sie erklärten, der irakische König sei von den Engländern ermordet worden. Truppen wurden zusammengezogen und verhafteten vier Mann, die angeblich für den Mord verantwortlich sind. Die Verhafteten werden vor ein Sondergericht gestellt werden." Der irakische Ministerpräsident sprach dem englischen Geschäftsträger in Bagdad sein und seiner Regierung tiefstes Bedauern über den Zwischenfall aus.
Das Beileid des Führers.
Berlin, 4.April (DNB.) Der Führer hat anläßlich des tragischen Unglücksfalles, dessen Opfer der König vom Irak geworden ist, Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Abdul Jllah in Bagdad zugleich für das königliche Haus und das irakische Volk seine und des deutschen Volkes herzliche Anteilnahme zum Ableben Seiner Majestät des Königs Ghazi I. telegraphisch übermittelt. Im Auftrage des Führers hat der Staatsminrster und Chef der Präsidialkanzlei des Führers Dr. Meißner dem Königlich Irakischen Geschäftsträger in der Gesandtschaft vom Irak aufgesucht und ihm das Beileid des Führers ausgesprochen. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop hat dem Königlich Irakischen Minister des Aeußern die Anteilnahme der deutschen Reichsregierung anläßlich des Ablebens des Königs ausgesprochen. Als Zeichen der Trauer haben die Präsidialkanzlei des Führers, die Reichskanzlei, das Auswärtige Amt und der Reichstag die Dienstflaggen heute auf Halbmast gesetzt.
Alexandrette.
Paris, 4.April (DNP.) Der offiziöse „Petit Parisien" schreibt, Außenminister Bonnet habe nach den vielen Nachrichten über angebliche türkische Absichten auf den Sandschak von Alexandretteeine Konferenz einberufen,an der Ministerpräsident Daladier, der Generalissimus General Gamelin, der Direktor am Qüai d'Orsay, Leger, sowie der Direktor für afrikanische und Levante-Fragen, Lagarde, teilgenommen hatten. Nach dieser Konferenz habe der Außenminister den türkischen Botschafter zu einer Aussprache zu sich gebeten. Das Blatt glaubt melden zu können, der türkische Botschafter habe erklärt, daß die Türkei nicht die geringste Absicht habe, die Dinge zu überstürzen oder gar Gewalt onzuwen- den. Die französische Regierung habe jedenfalls, um jeder Ueberraschung vorzubeugen, beschlossen, einen Kreuzer nach Aexandrette zu entsenden und die französische Garnison im Sandschak, die sich augenblicklich auf 1500 Mann belaufe, zu verstärken. — Durch eine Entscheidung 'der Genfer Liga vor einem Jahr hatte, wie erinnerlich, die Türkei ein gewisses Kondominium mit Frankreich für das -Gebiet des Sandschak Alexandrette erlangt, das an der Nordgrenze des syrischen Mandatsgebiets liegt.
Bombenanschlag aus die deutsche Botschaft in Chile. Jüdische Hetzkampagne gegen Deutschland trägt ihre Früchte.
Santiago de Chile, 4. April. (DNB.) Um 2 Uhr morgens wurde ein Bombenanschlag auf die deutsche Botschaft verübt. Die starke Explosion zerstörte die Gartenpforte und sämtliche Fensterscheiben. Die Täter sind bis jetzt noch unbekannt, jedoch unzweifelhaft im Lager der in letzter Zeit stark heroortretenden Hetzer zu finden. Im Laufe des Vormittags sprachen der Distriktsbürgermeister, der Provinzintendant, der Präfekt der Geheimpolizei und der Protokollchef beim Botschafter vor, um im Namen der Regierung ihr Bedauern über den Anschlag zu übermitteln. Der verbrecherische Anschlag wird in der chilenischen Oeffentlichkeit scharf verurteilt. So schreibt die Zeitung ,^)mparcial", das Attentat habe eine einheitliche Verurteilung hervorgerufen. Keinesfalls könnten solche Racheakten gleichkommende Machenschaften gebilligt werden. Die Tat sei um so weniger verständlich, als sie gegen eine allgemein hochgeachtete Persönlich- k-eit wie den deutschen Botschafter gerichtet war. „Wenn dieser Anschlag", so sagt das Blatt weiter, „in gewissen Gehirnen als eine beschimpfende Demonstration gegen die deutsche Nation ausgebrütet ist, so muß man sagen: Dies ist einfach ein schamloser krimineller Akt! Die Elemente abwegiger Ideologien haben sich nur
zu gut bei uns eingefunden, weil Chile keine Kontrolle der Einwanderung gefährlicher Ausländer ausübt und die Volksfront hierzu auch nicht gewillt ist. Die Regierung darf das Attentat aber nicht übersehen." Jegliche Duldung derartiger störender Aktionen, die Chile verurteile,-sei unmöglich. Das gesamte Volk verlange Bestrafung der Schuldigen.
Mit diesem ruchlosen Anschlag hat die unverantwortliche Hetze extremistischer Elemente gegen das Großdeutsche Reich, die auch in letzter Zeit in den südamerikanischen Staaten sowohl gegen Deutschland als auch gegen Italien und das falangiftische Spanien in verstärktem Maße zu spüren war, einen Höhepunkt erreicht, der nicht mehr zu überbieten ist. Wenn auch bisher die Täter von der Polizei nicht ermittelt werden konnten, so sind die Hintermännerhinlänglich bekannt. Es sind jene jüdisch-demokratisch-freimaurerischen Kreise, die in der Front der Hetzer und Neider nichts unversucht lassen, um das Großdeutsche Reich zu bekämpfen. Daß sie hierbei in der Wahl ihrer Mittel auf das skrupelloseste vorgehen — von der schamlosen Presselüge bis zum ruchlosen Bombenanschlag — das beweist die Bombenexplosion in Santiago de Chile.
Prag erwartet -en Reichsprotektor.
Prag, 4. April. (Europapreß.) Aus Anlaß der Amtsübernahme des Reichsprotektors für Böhmen und Mähren haben der Primator der Stadt Prag, Dr. K l a p k a , und der erste Primator-Stellvertreter, Professor Pfitzner,,zum Empfang des Freiherrn von Neurath einen Aufruf an die Bevölkerung der Stadt erlassen.. Darin wird noch einmal auf die hohe Aufgabe des Reichsprotektors hin- gewiefen und betont, daß auch das tschechische Volk keinen innigeren Wunsch hege als den, den Völkern in Ruhe und Frieden den Weg in eine bessere Zukunft zu bereiten. Der Aufruf schließt mit der Aufforderung, den Hohen Protektor herzlich zu empfangen und zu zeigen, daß die alte ehrwürdige Steckt Prag eine Stätte wahrer Gastfreund schäft sei und einen Mann zu ehren wifle, der seiner Mission eine so würdige Auffassung entgegenbringe.
Der Reichsprotektor wird auch von allen tschechischen Blättern begrüßt. Das Hauptblatt der Nationalen Volksgemeinschaft, die „Na- rodni Listy", schreiben: „Das geeinte tschechische Volk ist gewillt, eine Politik zu machen, die ihm die Wirklichkeit auferlegt. Die ihm dargebotenF Hand wrd ehrlich und offen ergriffen. Die Hoffnung auf ein gutes Zusammenleben und auf eine Zusammenarbeit zwischen Tschechen und Deutschen liegen in einem gemeinsamen Verstehen und einem gemeinsamen guten Willen. In diesem Zeichen kommt der Reichsprotektor Freiherr von Neurath nach Prag. In diesem Zeichen begrüßt ihn Prag"
Der tschechische Frontkämpferbund zum ersten Mal am Prager Ehrenmal.
Prag, 4. April (DNB.) Im Altstädter Rathaus zu Prag, vor den brennenden Pylonen unter dem Ehrenmal des Unbekannten Soldaten wurden die tschchischen Soldaten geehrt, die bis zum Schluß des Weltkrieges auf deutscher Seite kämpften. Als Vertreter des NS.-Reichskriegerbun- des legte ^-Oberführer von Jena einen Kranz nieder und gedachte hierbei der im Weltkrieg gefallenen böhmischen und mährischen Frontsoldaten mit dem Wunsch, daß das vom Führer eingeleitete Friedenswerk zum Segen der Völker in Böhmen und Mähren ausschlagen möge. Der Generalsekretär des tschechischen Frontkämpferbundes, Ce t k o v- s k y, betonte, die Angehörigen des tschechischen Frontkämpferbundes verdankten cs dem Oberbefehlshaber General der Jnfantrie B l a s k o w i tz, daß sie nach 21 Jahren zum er ft en Mal an diesem Grab erscheinen dürften und, was die tschechischen Politiker abgelehnt hätten, als Korpo
ration anerkannt würden. Als Frontsoldaten des Weltkrieges und als brave Söhne tschechischer Mütter seien sie bereit, mit dem Führer und den deutschen Kameraden zur Verständigung beider Völker und zur Erhaltung des Friedens zusammenzuarbeiten, wie es Adolf Hitler vorgezeichnet habe.
Generalleutnant Iriderici
„Wehrmachtsbevollmächtigter beim Reichsprotektor'.
Berlin, 4. April. (DNB.) Der Führer hat mit dem 1/April 1939 den Generalleutnant Fri- derici, bisher Kommandeur der 17. Division, zum „Wehrmachtsbevollmächtigten beim Reichsprotektor in Böhmen und Mähren" ernannt. General
leutnant Friderici hat die Aufgabe, die Abwicklung aller Angelegenheiten der bisherigen tschechischen Wehrmacht zu leiten und die deutsche Wehrmacht beim Reichsprotektor einheitlich zu vertreten.
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Generalleutnant Friderici wurde 1885 in Tim- mendorf bei Lübeck geboren. Er trat 1905 in das JR. 103 in Bautzen ein. Während des Krieges wurde er in den verschiedensten Dienststellen verwandt. Nach Kriegsschluh trat er als Adjutant zum Stabe des Reichswehrministers. 1932 wurde er Oberst, 1935 Generalmajor und als solcher Militärattache in Budapest. Als Generalleutnant wurde er am 12. 10. 1937 Kommandeur der 17. Division in Nürnberg.
Heute Präsidentenwahl in Versailles.
Oie Wiederwahl Lebruns wird allgemein erwartet.
Unser Bild zeigt Lebrun mit seiner Gattin im Elysee in Paris. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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Paris, 5. April. (Europapreß.) Versailles erlebt am Mittwoch einen historischen Tag. Die französische Nationalversammlung wird zur Wahl eines neuen Präsidenten zusammentreten. Die Stadt hat umfangreiche Vorbereitungen getroffen, um die Vertreter von Kammer und Senat, die die Wahl vorzunehmen haben, insgesamt etwa 900, sowie die sonstigen offiziellen Persönlichkeiten, die aus diesem
Anlaß nach Versailles gekommen sind, unterzubringen und zu bewirten.
Ueber die Wiederwahl Albert Lebruns zum Präsidenten der französischen Republik besteht kaum ein Zweifel. Am Dienstagabend hat auch der sozialistische Gegenkandidat, der frühere Kammerpräsident Fernand Bouisson, formell auf seine Kandidatur verzichtet. Neben Lebrun stellt sich dem-
Graf Dohna, der Blockadebrecher.
Am 5. April wird Nikolaus Burggraf und Graf zu Dohna-Schlodien 60 Jahre alt. Sein Name ist in schweren Kriegsjahren oft genannt worden. Die Dohnas waren ein ursprünglich kursächsisches Geschlecht, das im Zuge der Ostkolonisation nach Preußen und Schlesien kam. Graf Nikolaus Dohna stammt aus Mallnitz (Kreis Sprot- tau), wo sein Vater Gutsbesitzer war. 1897 ging Graf Dohna als Kadett zur Kriegsmarine, lernte die Gewässer Ostasiens kennen und war beim Ausbruch des Weltkrieges Offizier auf dem Linienschiff „Posen". Es war die Zeit, als die großen Kampfschiffe selten an den Feind kommen konnten, so daß die jüngeren Offiziere sich mit Begeisterung 'zu Sonderaufträgen oder zur U-Bootwaffe meldeten.
Deutschland war blockiert, es galt also, diesen Ring so oft wie möglich zu durchbrechen, den Feind draußen zu beunruhigen und darüber hinaus auch Kriegsbeute mit nach Haufe zu bringen.
So rüstete Dohna im Winter 1915/16 ein Hilfskriegsschiff aus, das den Engländern im Februar und März 1916 viel zu schaffen machte. Es war der Hilfskreuzer „M ö w e", der den Atlantischen Ozean durchfurchte und ein englisches Schiff nach dem andern kaperte. Im Hafen von Teneriffa brachte eines Tages eine deutsche Prisenmannschaft ein englisches Schiff mit der Besatzung von fünf anderen englischen Dampfern ein, sämtlich durch die „Möwe" versenkt. Nun ging eine wilde Jagd auf die „Möwe" los, die aber allen Nachstellungen entrann. Sie versenkte insgesamt 15 englische Schiffe, legte Minen, denen das Schlachtschiff „King Edward VII." zum Opfer fiel, und kam eines Tages wohlbehalten mit 200 gefangenen Engländern in der Heimat an. Außerdem hatte sie eine Million in Goldbarren an Bord.
Graf Dohna, der so schnell berühmt gewordene, ruhte nicht lange. Im Winter 1916/17 ging er ein zweites Mal mit seinen wackeren Matrosen auf große Fahrt. Er gelangte bis in die Breite von Kapstadt und verbreitete überall Schrecken unter der englischen Schiffahrt. Nicht weniger als 27 Schiffe Fingen diesmal auf Grund. Das stolze England, das sich rühmte, eine meerbeherrschende Macht zu sein, lernte den Wagemut und die Tüchtigkeit deutscher Seeleute kennen. Stets war das deutsche Verhalten gegenüber den Gefangenen human, niemals wurde der deutsche Name durch Brutalität oder Hinterlist belastet. Erft Ende März 1917 traf die „Möwe" wiederum glücklich im Heimathafen ein. Sie gehört zu den Vielen deutschen Schiffen, die sich im Weltkrieg mit Ruhm bedeckt haben, und der Name ihres Kommandanten, der viele und verdiente Ehrungen erfuhr, wird daher in der Geschichte den verdienten Platz behalten.
nach nur noch der Senator Justin Godart von der demokratischen Linken zur Wahl, der jedoch nur eine kleine Zahl von Stimmen auf sich vereinigen dürfte. Die Haltung der sozialistischen und kommunistischen Abgeordneten und Senatoren ist trotz des Verzichtes von Bouisfon allerdings nach wie vor unklar. Dennoch rechnet man damit, daß Lebrun schon im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte aller Stimmen auf sich vereinigen wird.
Ein großer Teil der Presse betont, daß die Wahl des Staatspräsidenten den Eindruck einer „Kundgebung der nationalen Einigkeit und Geschlossenheit" abgeben soll, während der unbefangene Leser angesichts der nach wie vor sehr heftig opponierenden Linksblätter zweifellos ein etwas anderes Bild bekommt, wenn auch die Erklärung des radikalsozialen Senators Godart daß eine Wiederwahl des gegenwärtigen Staatspräsidenten dem Geiste der Verfassung entgegenstehe, keine Aenderung in den erwarteten Ablauf der Wahl bringen wird. Der „Jour" ist mit der Haltung des radikalsozialen Senators Godart sehr unzufrieden und nimmt an, daß die Sozialdemokraten und Kommunisten eine „symbolische Kundgebung" unternehmen, indem sie ihre Stimmen auf den Namen des Senators Godart vereinen.
Erste Wirkungen der Eingliederung Memels.
Die Arbeitslosigkeit ist bereits restlos beseitigt.
Memel, 4. April. (DNB.) Gauleiter und Oberpräsident Koch wies in einem Gespräch über die Eingliederung Memels darauf hin, daß die Arbeitslosigkeit, die unter der litauischen Herrschaft eine schwere Belastung der öffentlichen Finanzen darstellte, schon jetzt, nach wenigen Tagen, restlos beseitigt fei. Ferner sei die Not b er Bauern, die wirtschaftlich vollständig darnieder lagen, durch die Angleichung der Preise an die des Reiches Tnit einem Schlage entscheidend behoben worden. Bei dem überwiegend agrarischen Charakter des Landes werde sich dieser Umstand auch auf den gesamten Lebensstandard auswirken, zudem auch der Neuaufbau des Gewerbes und der Industrie mit dem in Ostpreußen bekannten Tempo in Angriff genommen worden fei.
Eine ungesunde Konkurrenz zwischen den Häfen Königsberg und Memel sei nicht zu befürchten. Memel habe seine natürliche Aufgabe für den gesamten Dftraum. Deutschland werde feinen Willen zu großzügiger internationaler Zusammenarbeit auch hier im Nordosten unter Beweis stellen. Der Gauleiter gab besonders der Hoffnung auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Litauen Ausdruck. An dem wirtschaftlichen Aufschwung würden auch die litauischen Arbeiter teil- haben, die in den letzten 20 Jahren nach Memel gewandert seien. Deutschland brauche Arbeitskräfte und werde jedem litauischen Arbeiter eine gesicherte Existenz gewährleisten.
Aufhebung der Studen<enhöchfl,iffern.
Berlin, 4. April. (DNB.) Der Reichserziehungsminister hat von der Festsetzung besonderer Stu- dentenhöchstziffem für die künftigen Semester abgesehen. Studentenhöchstzisfern galten für die Uni»


