Ausgabe 
5.1.1939
 
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Donnerstag, 5. Januar 1939

189. Jahrgang

Die

führt werde, um der kritischen Lage in Ostasien erfolgreich begegnen zu können. Jtagaki sprach sich ferner aus für die Stärkung des Anti- kominkernpaktes zwischen Deutschland, Ja­pan, Italien und für die strikte Durchführung der Generalmobilifierungdesjapanischen Volkes.

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den Meldungen wird besonders unterstrichen, B e * Hörden und Polizei seien vollständig untätig geblieben, so daß die Ruhestörer! ützer zwei Stunden Herren der Straßen des Städte Zentrums hätten sein können. Weiter heißt es in den Berichten, kein einziger Demonstrant \ e f verhaftet worden, während dagegen zebn Araber, die der nationalistischen Eingeborenen-- Partei (Neo - Destour) angehörten, von der Polizei als angebliche Urheber von Maueranschlägen fest­genommen worden seien.

DieTribuna" weist darauf hin, daß die Gewalt­tätigkeiten gegen Italiener in Tunis lediglich neue Glieder einer langen Kette von Pro­vokationen seien, die seit Jahrhunderten einen Abgrund zwischen Frankreich und Italien aufgetan hätten. Italien sei für Frankreich das Land der sentimentalen Freundschaft bis zu dem Augenblick gewesen, in dem es das Selbstbewußtsein einer starken und siegreichen Nation wiedergefunden habe. Heute sei die Maske für immer gefallen und der Feind offen entlarvt. Während Daladier sich nach Afrika begeben habe, würden unter den Augen der französischen Behörden dem jüdischen freimaurerischen Plebs neue Gewalttätigkeiten, neue Herausforderungen und sogar schändliche Beleidi­gungen der italienischen Flagge gestattet. Wenn die Reise Daladiers überhaupt ein Ergebnis gezeitigt habe, dann sei es das, daß vor der Welt das Vorhandensein einer offenen Frage im Mittelmeer bestätigt worden sei, die g e l ö st werden müsse. Dafür stehe der stolze Wille eines Volkes ein, dessen Reihen fest geschlossen seien in dem Entschluß, sich Gerechtigkeit zu verschaffen.

Tokio, 5. Jan. (DRV. Funkspruch. Oslasien- bienff.) Nachdem Baron hiranuma am Don- nerstagvormittag noch mit Wae da, dem Führer der Seiyukai-Parlei, und Machida, dem Führer der Winseito-Parlei, verhandelt hatte, stellte 4>t fein Kabinett zusammen, dem folgende Männer an- gehören: Ministerpräsident: Baron Hiranuma, Minister ohne Portefeuille: Fürst Konoe, gleich- zeitig Präsident des Staatsrates, Aeuheres: A r i ta, wie bisher. Inneres: Kido, bisher Wohlfahrts- minisier, Krieg: Jtagaki, wie bisher, Marine: P o n a i, wie bisher, Finanzen: I f h i w a t a, bis­her Vizefinanzminister, Justiz und Verkehr: Shi- o n o, bisher Justizminister, handel und Kolonien: hata, bisher Kolonialminister, Kultus: Araki, wie bisher, Wohlfahrt: Hirose, bisher Vizewohl­fahrtsminister, Eisenbahnen: Mae da, Führer der Seiyukai-Partei, Landwirtschaft: Sakurauchi, Berater der Minseito - Partei, Staatssekretär des Kabinetts: Ta nabe, bisher Staatsrat.

Politische Kreise sehen die Bedeutung des Kabi­netts in dem Verbleiben der Wehrmacht und der Beteiligung der beiden großen Mehrheits­parteien des Reichstages, sowie endlich in der Be­reitwilligkeit Fürst K o n o e s , dem Kabinett als be­ratendes Mitglied weiter anzugehören. Man hofft auch, daß der bisherige Finanzminister I k e d a , um dessen Verbleiben hiranuma sich ernstlich bemüht hat, als Berater in engen Beziehungen zum Kabinett stehen werde. Im Mittelpunkt der gesamten Staats- Politik, so wird in politischen Kreisen betont, stände nach wie vor der Lhinakonflikt. Der Aufbau und die Neuordnung Ostasiens werde hiranuma nach den vom Kabinett Konoe übernommenen Richtlinien weiterführen.

Kriegsminister Jtagaki hatte am Donnerstag- vormittog eine Unterredung mit Baron hira-

Kamps um eine einheitliche Armeeleitung in der Schweiz.

Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.

Um Belgiens Unabhängigkeit.

Belgische Goldreserven in der Bant von England.

Brüssel, 4. Jan. (DNB.) Nach belgischen Pressemeldungen hat die belgische Regierung im März 1938 einen großen Teil ihrer Goldreserven nach England schaffen lassen. Es handelt sich um Goldbarren im Werte von 62 Millionen Pfund oder rund neun Milliarden belgische Fran­ken. Wie es heißt, sind diese Goldbeträge beim eng­lischen Noteninstitut niedergelegt worden und blei­ben dort unberührt liegen.

Einige belgische Blätter bemerken, daß es sich wahrscheinlich um eineSicherheitsmaß­nahme" der belgischen Regierung gehandelt habe, die einen Teil ihrer Goldreserven f ü r den Fall eines bewaffneten Konfliktes in Sicher­heit bringen wollte. DieGazette" knüpft daran die Frage, ob sich eine solche Maßnahme mit der Unabhängigkeitspolitik der belgischen Regierung in Einklang bringen lasse. Es bestehe doch offensichtlich die Gefahr, daß Belgien infolge der Verbringung von Goldbeständen nach England im Falle eines Konfliktes genötigt sein könnte, s i ch auf die Seite Englands zu stellen. Auch die Gerüchte über eine Angleichung der belgischen Währung an das englische Pfund erhielten durch diese Maßnahmen neue Nahrung.

Daladier besichtigt die asrikanische Maginot-Linie".

___ neuen italienfeindlichen Kundgebungen in Tunis haben in Rom Erregung hervorgerufen. Die Blätter bringen in großer Aufmachung die Berichte über die Zwischenfälle. Als besonders schwerwiegend wird dabei angesehen, daß in einem Fall eine i t a.l i e n i s ch e Fahne vom Hause eines italieni­schen Geschäftsmannes niedergerissen, miti den Füßen getreten und unter Schmähungen gegen, Italien und den Duce verbrannt wurde. Iw

Das Kabinett Hiranuma gebildet.

Verbleiben Fürst Konoes und der Vertreter der Wehrmacht, Beteiligung der Mehrheits­parteien in der neuen japanischen Regierung.

Brunnen usw. geschaffen worden. Die Anlagen sind so gut getarnt, daß man sie erst aus unmittelbarer Nähe entdecken kann.

In den Mittagsstunden nahm Daladier in Ain- Tounine eine Parade der zur Besetzung der Maginotlinie der Wüste" bestimmten Truppen ab. Etwa 20 000 Soldaten, unter denen die berittenen Abteilungen vorherrschten, nahmen an dieser größ­ten Truppenparade, die je in Tunis stattgefunden hat, teil. Die Parade bot ein buntbewegtes Bild. Das Mittagessen nahm Daladier in Gesellschaft der Offiziere und der Eingeborenen-Scheichs dieses Oaseygebietes in einem Zelt ein. In den Nachmit­tagsstunden traf Daladier wieder in Gabes ein, von wo aus die Rückreise über Bizerta und Algier er­folgen wird.

Ztallenseindliche Kundgebungen m Tunis.

Wie nachträglich bekannt wird, kam es am Diens­tagabend trotz der von den französischen Behörden getroffenen Sicherheitsmaßnahmen in Tunis zu einer italienfeindlichen Kundgebung. Ungefähr hundert junge Franzosen und Eingeborene zogen vor das Anzeigenbüro der italienischen faschi-

Nr. 4 Erstes Sian

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wird.

Als Exponent derFrondeurgruppe", zu der übrigens die Schweizerische Offiziersgesellschaft in ihrer überwiegenden Mehrheit gehört, rotes der Do­zent für Militärwissenschaft an der Universität Basel, Oberstleutnant D ä n i k e r, den Vorwurf des Fron- dierens zurück und bewies an Hand von bestimm­ten Beispielen die dringende Notwendigkeit, endlich eine einheitliche Armeejpitze zu schaffen. Aber auch Oberstkorpskommandant Wille, der Waffenchef der Infanterie, der als einziges Mitglied des tan= desverteidigungsausfchusses die Forderung nach einer personellen Vereinheitlichung der Armeespitze erhoben hatte, sah sich durch die Angriffe Prists ge­zwungen, ebenfalls vor die Oeffentlichkeit zu treten, um in erster Linie die angegriffenen Offiziere m Schutz zu nehmen. Er tat eine für die Vorgänge hinter den Kulissen recht bezeichnende Aeußerung: Wer dem Fortschritt der eidgenössischen Kriegstüch­tigkeit leidenschaftlich dient, hat zu allen Zeiten viel Grund zur Opposition gehabt. General Wille, mein Vater, hat Zeit seines Lebens im Bundeshaus und dessen' Umgebung als Frondeur gegolten .. "

Daß sich auch die Presse nach den Aeußerungen führender Militärs in vermehrtem Maße des Streits um denFriedensgeneral" bemächtigt hat, liegt auf der Hand, um so mehr, als in den Blat­tern der Rechten und der Erneuerungsbewegungen schon seit Jahren für die Schaffung einer einheit- liften Armeespitze geworben wird. Die Argumente dazu lieferten ihnen die vermehrten militärischen

*

Der Regierungswechsel in Japan bereitet an­scheinend eine Straffung und Vereinheitlichung der japanischen Außenpolitik, vor allem der Chinapolitik in dem Sinne vor, wie er bereits in der Thronrede des Kaisers angedeutet wurde. Es ehrt den zurück- getretenen Ministerpräsidenten Konoe, wenn er feine Demission damit begründet, daß er seine Kräfte angesichts der bevorstehenden erhöhten An­forderungen für nicht ausreichend halte. Man wird dem 47jährigen Mann, der am 1. Juni 1937, also vor Ausbruch des Chinakonfliktes! und mit einem Programm, das ganz auf dis großen innenpolitischen Reformen abgestellk war, sein schwieriges Amt übernahm, zubilligen dürfen, daß er auf jede Weise versucht hat, feinem Lande in einer äußerst bewegten Zeit aufs beste zu dienen; der Fürst scheute dabei auch wiederholte Umbildungen seines Kabinetts, jg selbst einen drei­maligen Wechsel des Außenministers nicht. Es zeugt sicher für die innere und äußere politische Stärke des heutigen Japan, wenn diese internen Vorgänge nicht nur ohne jeden nachteiligen Einfluß auf die großen militärischen Operationen in China blieben, sondern auch darüber hinaus eine Zeit außergc, wohnlicher strategischer und außenpolitischer Erfolge! ermöglichten.

Bis 1931 hatten in Isapan die beiden Parteien der Minseito und Se i y u k a i abwechselnd beit Ministerpräsidenten gestellt, aber ihre westlerische! Grundeinstellung, die beide Parteien in der Wirt­schaft und im Jndustriekapitalismus fanden, kam in- sofern nicht voll zum Durchbruch, als die mystische Kaiserideologie dem im Wege stand. Gewisse

Baron Hiranuma. (Scherl-Bilderdienst-M.)

numa, in der er erklärte, die Armee erwarte, baß bas Kabinett Hiranuma ben Lhinakonflikt nach ben Richtlinien burchführe, bie in ber Kaiser­konferenz vom 30. Rovember 1938 unb in ber Er­klärung Konoes vom 22. Dezember 1938 feslgelegt worben seien. Die Armee erwarte außerbem, bah bie nationale Berteibigung mit einer ent- sprechenben Rüstung entfliehen b u r cfj g e -

R. Bern, 5. Januar 1939. I

In der schweizerischen Oeffentlichkeit sind Aus- l einandersetzungen um die Arrneeleilung im Gange, 1 die sich derart zugespitzt haben, daß von einer Krise j in der militärischen Führung der Schweiz gespro- chen werden kann. Aus dem heiklen Boden der Mi- \ litärpolitik ist der Bundesrat dazu gedrängt war- ; den, Stellung zu beziehen in der Frage der Ver- 1 einheitlichung der Armeejeitung. Der kompromißsreu'dige Bundesrat hat hierbei eine- ; jung gefunden, die in weiten Kreisen ab gelehnt wird.

In Friedenszeiten untersteht die Schweizer Ar­mee dem Chef des Eidgenössischen Militärdeparte­ments, also einem Zivilisten, und nur in Kriegs- zeiten dem General, der vom Bundesparlament ge­wählt wird. Dieser Vorgang entspricht den demo­kratisch-parlamentarischen Grundsätzen der Bundes- nerfaffung. Der Gesamtbundesrat sowie der aus hohen Militärs zusammengesetzte Landesverteidi­gungsausschuß hylten nun an diesem Grundsatz fest, an dem auch die Ende Dezember herausgekommene Botschaft des Bundesrats über die Organisation des Militärdepartements und über die Armee­leitung" im wesentlichen nichts ändert.

Es erübrigt sich hier, auf die Einzelheiten dieser Botschaft einzugehen, die als wichtigste Neuerung die Schaffung eines Armeeinspektors zur Vereinheitlichung in der Handhabung der Durchführung der militärischen Vorschriften in der ganzen Armee" bringt und die Befugnisse des Lan­desverteidigungsauschusses erweitert, im übri­gen aber an dem bisherigen Kollegialsystem in der Armeeleitung festhält, die Schaffung einer klaren Armeespitze somit ablehrft. Gewiß wird zuge­geben, daß der heutige Zustandauch militärisch" nicht befriedigen könne. Es folgen jedoch eine Menge Aber". So wird die Schaffung eines Chefs der Armeeleitung in Friedenszeiten als unzulässiger Vorentscheid der Generalswahl im Kriegsfall be­zeichnet und die Meinung geäußert, die Befähi­gung zur Erziehung und Ausbildung der Truppen schließe nicht ohne weiteres auch die Fähigkeit zu deren Führung in sich! Es könne aber auch der Fall eintreten, so argumentiert der Bundesrat in seiner Botschaft weiter, daß der zum General bestimmte Chef der Armeeleitung in dem Augenblick, da er das Kommando übernehmen sollte, aus Gesund­heit- oder anderen Gründen nicht verfügbar wäre! Darum müßten sich alle Oberstkorpskommandan­ten gründlich auf die Uebernahme des Oberkom­mandos im Kriegsfall vorbereiten, was bei der alles überragenden Stellung eines Chefs der Ar­meeleitung nicht mehr möglich oder doch erschwert .wäre. Auch würde die Vereinigung der gesamten Leitung der Armee auf einen einzigen Mann den Chef des Milllärdepartements zum Strohmann werden lassen. Außerdem dürfte der Mann, der in Zeiten der Gefahr als Oberbefehlshaber vom allgemeinen Vertrauen getragen fein müsse, nicht schon vorher in seiner Stellung ständig der Kritik ausgesetzt sein.

Die im Bundeshaus in Bern mit der Veröffent­lichung dieser den eidgenössischen Kammern zu un­terbreitenden Botschaft erhoffte Beruhigung der Geister ist aber nicht eingetreten. Im Gegenteil! Eine Armeeleitung, die keine ist", überschrieb ein großes bürgerliches Blatt einen kritischen Leitartikel iinb gab damit allem Anschein nach einer weit im Lande verbreiteten Meinung Ausdruck. Zunächst er­griffen allerdings nicht die Kritiker dieserLösung" das Wort, sondern einer ihrer bedeutendsten An­hänger, der Kommandant des II. Armeekorps, Oberstkorpskommandant Prisi, der im Berner Bund" die bundesrätliche These unterstützte und die Anhänger einesFriedensgenerals" als ^Fron­deure und Gegenspieler des verantwortlichen De­partementschefs" bezeichnete. Die Schärfe seiner Ausführungen ließ interessante Rückschlüsse zu über die Heftigkeit, mit der hinter den Kulissen gefochten

E. F. Paris, 4. Januar.

Ministerpräsident Daladier besichtiate am Ätittwoch die in den letzten Monaten geschaffenen Verteidigungsanlagen südlich von Ga­bes, an der Grenze zwischen Tunis und Jtaiie- nisch-Tripolitanien. Der Ministerpräsident hatte die Stadt Tunis am Dienstagabend im Sonderzug ver­lassen und war auf dem Wege über Sousse und Ssax am Morgen des Mittwoch in Gabes, das am Meerbusen der Kleinen Syrte liegt, eingetrof­fen. Die französischen und ausländischen Bericht­erstatter waren in einem Sonderzug vorausgefah­ren. Unmittelbar nach der Ankunft in Gabes be­gab sich Daladier mit seiner Begleitung, die in der Hauptsache aus höheren französischen Offizieren be­steht, in Kraftwagen auf die Besichtigungsreise zu den etwa fünfzig Kilometer entfernt liegenden Be-

D?e""französische Oeffentlichkeit hat über diese An­lagen, denen man den NamenMaginotlinie der Wüste" gegeben hat, erst in den letzten Wochen nähere Einzelheiten erfahren. Unter ge­schickter Ausnützung der Bodenverhältnisse in einem Gebiet, das zum großen Teil weglos ist und nur von Hirtenstämmen besucht wird, ist hier ein zu­sammenhängendes System von Verteidigungsan­lagen mit Maschinengewehrnestern, befestigten

Aufwendungen des In- und Auslandes. Daß in ben genannten Blättern die bundesrätliche Botschaft keine Gnade findet, ist ohne weiteres klar. Aber auch so gut bürgerliche und nicht regierungsfeind­liche Blätter wie dieNeue Zürcher Zeitung" for­dern ganze Maßnahmen. Sie geben damit die Meinung weiter Kreise des Schweizer Volkes wie­der.

Welche Ausmaße die öffentliche Aussprache über diese heikle wehrpolitische Angelegenheit noch neh­men wird, und welche Folgerungen der Bundesrat schließlich aus der verfahrenen Lage ziehen wird, steht noch dahin, er hat sich bis jetzt zu der scharfen öffentlichen Auseinandersetzung ausgeschwiegen. Leicht wird ihm eine Revision seiner Stellung­nahme nicht fallen, nachdem bereits vor drei Mo­naten der Chef des Militärdepartements, Bundes­rat Minger, erklärt hat, daß eskeinen Frie­densgeneral" geben werde, solange er, Minger, dem Militärdepartement vorstehe." So steht die Dis­kussion, ein sachliches Ergebnis fehlt.

stischen ZeitungUnion e", die im Stadtzentrum liegt. Die Kundgeber warfen die Fensterscheiben des Zeitungsgebäudes ein. Wie italienische Blätter mel­den, find auch Scheiben der italienischen Buchhand­lung, des italienischen Verkehrsbüros Cit und der Geschäftsstelle der LuftfahrtgesellschaftAla Vittorio" eingeschlagen worden. Die italienischen Geschäfte seien gezwungen worden, die ausgehängten italie­nischen Fahnen einzu ziehen. Bei einem Um­zug italienfeindlicher Elemente seien grobe Be­schimpfungen gegen Italien.und die führenden italienischen Persönlichkeiten ausgestoßen worden. Von den Kundgebem sei auch das Schaufenster eines italienischen Schneiders eingeschlagen, die italienische Fahne herausgerissen und unter Beschimpfungen gegen Italien verbrannt worden. Die Polizei fei hiergegen nicht eingeschritten.

Erregung in Italien.

Scharfe Sprache der Presse.

R. G. R o m , 4. Januar.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

Druck und Verlag: Vrühlsche Universilätsdruckerei N. Lange in Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7

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