Ausgabe 
4.12.1939
 
Einzelbild herunterladen

Dornotizen.

Die 2. Jugend kam in Heuchelheim zu einem be-

ÄK|r«?a»E».:« d°ch $u,£"" «Ä 1 0 tid) Hirten In S« für vi« tannteiOen SM- nm bi« LuisiT'-Lich" n?erÄ das ^-nlnnd mit Anlaß Mt.

1:3 gegen Ostmark. 1

lleberfall in der Dunkelheit.

(Nachdruck verboten.)

18. Fortsetzung.

zicrer ]ie dui njn yu|nu/, unouuu»..

Es war dann nur ein kurzes Gespräch, mn überraschendem Inhalt. Luise hörte erstaunt aufmerksam zu, als Dottor Mainz ihr mtiW daß er seine Stellung in der Parfümerie He, aufzugeben gedenke.Die Fabrik kosmetischer Zeugnisse, an der ich dann finanziell und arbe, betiligt sein werde, hat eine Zukunft. Zudem w-t sio in c^iiddsTitsMand in einer landschaftlich r-

Sie!"

(Fortsetzung folgt)

und Unbehagen.

Ader sie bat chn höflich, einzutreten.

Spannende Kämpfe um den Neichsbundpokal.

Deutschland-Slowakei 3:1 (0:0).

$. Ein gutes uno ziel gab es in Braunschweig, wo mit 3:2 gegen Niedersachsen ' u r g hatte man

Anna-Elisabeth zeigte auf das andere Bild:Und das ist der einzige Sohn von Johannes ...

Heitfeld sah auf das kleine Bild, sah es lange an. Es zeigte einen Knaben, zehnjährig etwa Emen schlanken Knaben mit einem merkwürdig trotzigen Zug um den schöngeschwungenen Mund.

Die alte Frau tippte auf das Bild:Der wird im ganzen Leben kein Rückstein. Der geht nach ferner Mutter. Leider!" ..

Leider ...? Die Mutter muß eine sehr schone -krau sein ..sagte Heitfeld. Er sah noch immer nachdenklich auf das Bild ... wem nur ähnelte dieser

yiuui uxiit yiupuinyv»>---- <*

Nationalmannschaft gegen den Weltmeister Italien im Berliner Olympia-Stadion folgte am 1- Dezem­ber-Sonntag in Chemnitz ein weiterer deutscher Fußballsieg, der diesmal von einer mit erfahrenen Könnern durchsetzten Nachwuchself erzielt wurde. Gegner war die Mannschaft der Slowakei, ine am 27. August in Preßburg im ersten Länderkampf der deutschen Vertretung mit 2:0 das Nachsehen gab. Mit 3:1 (0:0) Toren wurde <m Rückkampf vor 30 000 Zuschauern der deutsche Sieg erfochten, der die Bilanz mit der Slowakei wieder ausgleicht.

Torlose erste Halbzeit.

Gleich zu Beginn verdarb Helmuth Schon ednen von ihm selbst eingeleiteten Angriff durch Abseits. Nach 20 Minuten verteiltem Spiel wurde unsere Els leicht überlegen. Aber außer einer ganzen Se­rie von Ecken wurde nichts Zählbares erzielt. Arlt ließ die erste große Torgelegenheit aus. Lehner war mit einer Steilvorlage aus und davon geaangen und flankte genau zur Mitte, wo aber der Riesaer den Ball verschoß. Die erste Ecke der Slowakei wehrte Rohde erfolgreich ab. Dann fand der slo­wakische Halblinke Földes freistehend nicht das deutsche Tor. In den letzten Minuten vor der Pause griffen die Gäste energisch an, um zum Führungs­tor zu kommen, aber es glückte ihnen nicht.

Der deutsche Sieg.

Nach Wiederbeginn setzten die Slowaken sofort ihre Angriffe fort. Aber bald kam auch die deutsche

Wie redest du, Anna? Dor vielen Jahren, da gabst du doch einmal dem sehr gesetzten und auch damals schon sehr tüchtigen Rückstein den Vorzug vor dem allezeit vergnügten und alles viel leichter nehmenden Matthias Heitfeld."

Die alte Frau nickte. Sie sagte:Ja, Matthias. Damals beging ich auch die größte Dummheit meines Lebens "

Sie öffnete ihre Handtasche, zog ein paar Bilder heraus und reichte sie dem Manne.Meine Sntey kinder. Die beiden hier der Junge und das Ma­del gehören meinem jüngeren Sohn. Er hat m die große Reederei von Weber und Riedel in Ham­burg geheiratet." . ...

Ein tüchtiger Kaufmann also, dein jüngerer

ferner die Festsetzung des Haushaltsplanes

für 1939 mit der entsprechenden Haushaltssatzung und eine Reihe von Rechnungsabschlüssen vor Schließlich wird man sich noch mit der Umgestaltung des Platzes am Selterstor und mit der Neufest­setzung der Strahenfluchtlinien am Hitlerwall und am Walltor beschäftigen.

Don einem Auto angefahren und tödlich verletzt.

Heitfeld noch den ganzen Tag gequält hatte, wußte er plötzlich, wem dieses Kind ähnelte. Luise Domkat, seiner Sekretärin. 0

Und nun? Sollte er Anna-Elisabeth fragen?

Er sah wieder den harten Zug um den Mund der alten Frau, hörte den Triumph in der Stimme: ,sie hat den Prozeß um das Kind verloren ...

Nein Es gab noch eine andere Instanz. Sie wurde vielleicht ... sie würde bestimmt aufrichtiger fern.

Es ging ein Telegramm nach Wien, an Balthasar Jäckel. Heitfeld bat Jäckel, ihn dringend anzurufen.

Der Maskenbildner meldete sich am späten Abend. Er gab die Bestätigung für Heitfelds Vermutungen. Es stimmte: Luise Domkat war die geschiedene Frau des Magdeburger Großkaufmanns Johannes Ruck- ftein. Es stimmte auch, daß sie keine Ansprüche um das Kind zu stellen hatte. Einmal hatte sie auf diese Rechte verzichtet später allerdings den mibernatur- lichen Vertrag angefochten. Und dann

Das weitere wußte Matthias Heitfeld. Er wußte es von Frau Domkat selbst. Daß die Frau eine feste Grundlage haben wollte, den Ausweis über eine mehrjährige Tätigkeit, um dann noch einmal den Kampf um ihren Sohn aufzunehmen. Sie hatte nur niemals den Namen ihres ehemaligen Mannes ge-

durch Freude".

Auszeichnung für Tapferkeit vor dem Feinde.

Dem Major Kampmann, der als Komman- bm eines Bataillons am Westwall steht, wurde am 28 11 39 durch seinen Divisionskommandeur dve Spange zum Eisernen Kreuz II. Klasse des Welt­krieges verliehen.

Kiner geschickten Führung und dem vorbildlichen Einsatz seiner Person ist es entscheidend mit zu ver­danken, daß die Franzosen deutsches Gebiet raumen mußten und bis hinter die Grenze vertrieben wurden.

Sitzung der Gießener Ratsherren.

Am kommenden Donnerstag, 7. Dedembe^ um 16 Uhr beginnend, findet irn Sitzungssaals des Stadt­hauses, Bergstraße, eine öffentliche Beratung des Oberbürgermeisters mit den Ratsherren statt. Die Tagesordnung sieht die Einführung und Verpflichtung von 3 neuenRatsherren ausWiefeck und Klein-Linden,

In der verfloßen-n Nacht, wchiUemAch g-g-n Mitternacht, mtirbe der Dachdecker »Mm yed- derich aus Gießen, Gieibergenvea wohnhaft, at­er sich aus dem Heimweg von Hrofborf beM, kurz hinter dem Ortsausgang von Krofdorf in Nich tuna Gießen von einem Auto angesahren und mit großer Wucht zu Voden ge chl--rt. Daher ertitt der bedauernswert« Mann einen schweren Schadet, bruch der seine sofortig« UeberfÄrung nach Gie­ßen in die Chirurgische Mnik erforderlich macht«, hier ist er bald nach seiner Emtieserung gestorben.

In Butzbach lockte ein 30 Jahr« atter Mann aus Frankfurt a. M, ein ortsfrenckte- Mädchen von 15 Jahren, das chn nach einer Straße sesragt hatte, in einen abseits gelegenen Weg an den Garten >n der Weiseler Straße. An der einsamen Stelle ver- suchte der üble Bursche ein Notzuchtsverbrechen an dem Mädchen, das laut um Hilf« rief und fluchtete. Der later nahm die von dem Mädchen auf der Flucht zurückgelassene Tasche aus und -nkvend^e das darin befindliche Geld, woraus er die Tasche sortwars, Dor dieser gemeinen Tat hatte er in ver< chiedenen Butzbacher Wirtschaften Zechprellereien begangen. Dem raschen Augreisen der Polizei ge- lang es, den Burschen sestzunehmen und in Nummer Sicher zu bringen. Da seine Tat während der Ver­dunkelung begangen würbe, wirb fte ihn besonders teuer zu stehen kommen. Der Tater wurde dem Lanbgerichtsgefängms in Gießen Angeführt.

normt

Hören Sie zu, lieber Jäckel jetzt Hobe ich eine Frage. Und ich muß von Ihnen eme ganz klarel Ant­wort haben. Sofern Sie natürlich Luise Domkat so gut kennen, um überhaupt diese Antwort geben du können. Zuvor aber muß ich Ihnen sagen, daß ich die alte Frau Rückstein, die Schwiegermutter also, sehr gut kenne. Ich traf sie hier. Und durch einen Zusall sah ich dieses Bild ihres Enkels, sah die Ähnlichkeit mit der Frau Domkat und ahnte die Zusammenhänge. Die Frage also: Könnten wir Heit­felds uns für Frau Domkat einsetzen und sie in diesem Kamps und ihr Kind unterstützen?"

Sie können es getrost, Matthias Heitfeld! sagte drüben in Wien Balthasar Jäckel.

h *

Handball im Miv.

Ilifo. gewinnt in Hörnsheim 11:7 (3:6).

Das WHW.-Spiel in Hörnsheim zeigte zwei ganz verschiedene Halbzeiten. Gleich von Beginn an sagen die Mtver mächtig los, und schon mit prächtigem Wurf den gegnereschenTorwaribe. zwungen. Glaubte man nun damit «fine Angriffs- ierte eingeleitet, so sah man sich gründlich getauscht. Es bauerte 20 Minuten, bis die Gießener einen weiteren Erfolg buchen konnten. Inzwischen waren di« schnellen, kampskräftigen chornsh«im«r^ch°nwett vorausgeM, Mit 5:1 Toren konnten dl« Horns- Heimer zeitweise führen, Erft als.Brenner ausitem Sturm in di« Läustrreih« zuruckgmg, gewann bte Mannschaft an Boden. Bittendorf konnte dann auch verkürzen. Di« Angrisft des Sturmes wurden ge- fährlicher. Die Gastgeber zeigten trotzdem in der ersten Hälfte die besser« Gesamtleistung.

Nach der Pause wurden die Rollen vertauscht. Die Gießener hatten sich in der Abwehr gesunden^Die Angriffe des Mtv.-Sturmes wurden durch Kümmel (2), Spccfmann (2), Bitt-ndorf (3) und Suahard (4) mit Erfolgen abgeschlossen. Auf d«r Gegenseite war der Sturm schr stark, konnte allerdings nur noch durch ein Mißverständnis bei den Gießener Himer» spielern zu einem Erfolg kommen.

2Hfo. 2. 3gb. Tv. Heuchelheim 1. 3gb. 6:6 (5:3).

Land - Hand in Hand. 12.10: Schloßkonzert Han. nover. Es spielt das Riedersachsen-Ofchester 12^30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15. Das Endchen nach Tisch ... 15: 'Aus einemLazarM in Frankfurt a. M.: Bunter Nachmittag. 17. Nach- richten. 17.10: Musikalische Kurzweil. 17.45: Klm- Me Nebesgaben. Eine fröhliche Sendung des Reichssenders Frankfurt für die ^Eera^n am HnpU-maif In Verbindung mit der N^v "Gemein- X« durch FreL«" 19.1°: * R Feierabend. Dazwischen: Benchte. 20. Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deittschlandsender: Da- zwischen: 22 bis 22.15: DD°Nachrichten. 24 bl, 24.15: DD-Nachrichten.

S$iee Ehe wurde längst geschieden", erklärte Frau Rückstein. Es klang hart.Eine Tänzerin paßte nicht in unsere Familie."

Und das Kind ...?"

Gehört natürlich zu uns!

Gibt es das daß eme Mutter auf ihr Kind verzichtet...?" . ,

Sie hat ihren Prozeß um den Jungen verloren! triumphierte die alte Frau.

Nur zögernd gab Matthias Heitfeld das Bild des Knaben zurück.

Roman von Meta Brix CARL DUNCKER VERLAGBERLIN

Tageskalender für Montag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Dill88". - Licht- spi-lhaus, Bahnhofstraße: Alarm auf <Station III .

Russisches Theater: 20 Uhr im Cafä Leib.Der bunte Vogel". - Oberhessischer Kunstverein: 15 bis 16 Uhr Ausstellung tm Turmhaus am Brand.

GastspielDer bunte Vogel".

Am heutigen Montag, 4. Dezencker, und am mor- gigen Dienstag, 5. Dezember findet im Caf6 Leib ein Gastspiel des russischen TheatersDer bunte Vogel" statt. In mehr als 6000 Vorstellungen und in 18 verschiedenen Ländern hat diese imssisch- romantische Bühne bisher ihren Besuchern Freude bereitet. Die bunte Schau, die 20 Bilder bringt, vermittelt Ausschnitte sowohl aus dem Eschen Volkstum, wie auch aus der ?^enart russischen Kul turschaffens. Bei dem Gastspiel handelt es sich um eine Veranstaltung im Rahmen der NSG.Kraft

72 jährige als gute Schützen.

(7) Schotten, 4. Dezember. Den Kreits tm 72. Lebens'jcchre sichend en Mitgliedern der hiesigen Kriegerkameradschaft AugUst Hainz und Louis Rull mann wurde für gute Schießleisiungen die bronzene C'rennadel des NS.-Reichskne^rbundes (Knffhäu 'nd). verliehen. Die Überreichung der entspreche. . :n Ehrenurkunde erfolgte bei , dem Kreisappell durch den stellvertretenden Kreiskrieger- führer Roth- Büches.

der gleichen Sprache. Er tat es mit der etwas nach­lässigen Unbefangenheit des weltgewandten Mannes

Hier im Chefbüro fand er die ganze Sache nicht mehr komisch, sondern peinlich. Er war doch kern Kaufmann! Er wäre am liebsten gleich wieder um-

Zwischen dem Gespräch mit Luise lag eine Nacht und ein halber Tag. Lange genug für Moravitzky, sich nun nicht mehr lange mit Sorgen zu belasten. Nur die Möglichkeit, diese Stellung in Diensten der Parfümerie Heitfeld sozusagen als Sprungbrett nach drüben zu benutzen, gab der ganzen Verhandlung überhaupt einen Sinn.

Bitte setzen Sie sich doch, Herr von Mora- vitzky!" sagte Doktor Heitfeld und fragte:Sie kennen die amerikanischen Verhältnisse?"

Nein. Aber ich glaube, daß ich mich schnell zurecht- ^njöir wollen es wünschen. Die englische Sprache beherrschen Sie ja. Auch Spanisch?"

Doktor Heitfeld sprach spanisch weiter. Moravitzky antwortete ihm mühelos.

** Söeltreife im Film. Für alle biejemgen, die gerne Weltreisen unternehmen mochten und die doch die Pflicht daheim gebunden halt, war gestern im Gloria-Palast eine Möglichkeit gegeben, eine Weltreise im Abglanz des Filmbildes zu unterneh­men Kapitän Bloß hielt einen Filmvortrag und führt« im Seifte in jene Länder, di« das Ziel emer Reisesehnsucht sein können. Da tauchten im Bild die steilen Küsten von Madeira auf, die fonnenuber- fluteten Gestade des Mittelmeers, man ging fpa- zieren in den Ruinen von Pompe», fah unter Griechenlands heiterem Himmel die herrlichen Bau­werke der Akropolis und sand sich wemg spater nach Indien versetzt. Mancher herrliche Tempel und manche religiöse Zeremonie waren im Film- bild festgehalten. Weitere Bilder führten m bte zauberhafte Inselwelt von Borneo Sumatra, Java usw und es gab viel Gelegenheit, alte hoch­entwickelte Kulturen zu bewundern Nach einem Besuch in China und Japan, nach.entzückenden Bil­dern von einem japanischen Kirschblutenfest, führte die Reise nach dem amerikanischen Kontinent und schließlich nach Europa zuruck. Kapitän Bloß ver- ' fand es ausgezeichnet, zu den Filmbildern manches eigene Erlebnis zu erzählen und aus reicher eigener Anschauung Land und Leute zu schildern, die er in 33jähriger Seefahrt tennenlemen kannte.

Aus der engeren Heimat.

Am Samrtag fand unter Leitung bes stellv, , Standortführers, Derwaltungsinspektor Hans 25 m, ; imBurghof" ein gut besuchter ©tanbortappeU des , Reichstreubundes statt. Kamerad Bill teilte m fe - ner Begrüßung mit, daß der größte Teil der Ka- , meraden der Standortführung Unberufenwmbe sodaß außer dem ftelloertretenben Standortsubrer nur noch frer Standortkassierer Postinspettor Lud- wig Friedrich, zu Hause ist. Dom Standort­führer Kamerad Karl Schwend er, der als Hauptmann im Felde stand und letzt eme andere Verwendung gefunden bat, waren Gruße emge- gangen. Nach einem UeberbAck Wer das politische Zeitgeschehen gedachte Kamerad Bill des tm jetzi­gen Krieg gefallenen Kameraden Oberwachtmeisier Conrad Cuny vom Landratsamt, besten Andenken in Ehren bewahrt werden wird. Im Mittelpunkt der Besprechungen des Appells statchen die Fur- sorgemaßnahmen des Bundes, die etne bedeutend Ausweitung erfahren haben. Es murtie betont, daß alle Fürsorgemaßnahmen uneingeschränkt weiter- geführt werden. Dazu ist forderlich, daß sich be sonders die Frauen der emberufenen Manner md- den und die Standortsührung mit den Anschriften ihrer Männer aus dem laufenden halten. Die Durch- sührunq dieser Maßnahmen erfordert aber auch die Pflichterfüllung aller Mitglieder. Die Dringllchteü dieser Aufgaben macht erforderlich, daß bereits am 6. Januar ein neuer Kameradschaftsabe-nd ckb gehalten wird. Mit den im Felde Lerchen Karne roden wird die Verbindung aufrechtechalten. Nach der Besprechung wichtiger Einzelftagen wurde der Appell mit dem Treugruß an den Führer ge­schlossen.

Heinrich Rohrbach beauftragt wurde. Den Ka- meraben im Feld sollen WeihnachtspackEn geschick werden. Um auch den Frauen der im Felde stehen den Kameraden wieder einmal eine Zusammen funft zu ermöglichen, sindet der nächste Appell als Familienzu ammentunft in gewohnter Weise am Neujahrstag nachmittags statt. Im Anschluß an den Appell tauschten die alten Kavalleristen Erlebnisse aus dem Weltkrieg aus.

etonbortoppell des Reichstreubundes.

(-) Schotten, 72. Lebensjahre sichenden Mitgk Kriegerkameradschaft AugUst H

Ein überaus ereignisreicher Fußball-Sonntag liegt hinter uns. Neben dem Länderspiel gegen die Slo­wakei interessierte vor allem die Vorrunde im Reichsbundpokal-Wettbewerb der Gaumannschaften mit ihren acht Begegnungen. Man kann sagen, daß sich im großen und ganzen die Favoriten siegreich behauptet haben. Der Gau Südwest wartete m Kassel mit einer ausgezeichneten Gesamtleistung auf und schlug den Gau Hessen glatt_ 3:0 (1.0). Mit dem gleichen Ergebnis war der Gau Bayern über den Gau Württemberg erfolgreich. Der Pokalverteidiger, Schlesien, traf ln Königs­berg im Kampf gegen Ostpreußen auf harten Widerstand und erst in der Verlängerung konnte mit 3:2 ein glücklicher Sieg sichergestellt werden. Ebenfalls in verlängerter Spielzeit wurde der Magdeburger Kampf zwischen M i 11 e und W est» feilen entschieden. Hier behielten die Gaste mit 2:1 das bessere Ende für sich. Daß der Gau S a ch - len stets eine schlagkräftige Gauelf ins Feld zu stellen vermag, ist zwar bekannt, aber der m Ham­burg errungene 6:3-Sieg über den Gau Nord- mark üb errascht doch etwas. Em gutes und ausgeglichenes Spiel gab es ' * ""

Niederrheins'^-" erfolgreich war. Brant - in (Stettin gegen Pommern einen Sieg znge- m «cneuui standen

Geldstrafen

für ungenügende Verdunkelung.

Lbd. Frankfurt a. M., 3. Dezember Vor dem Amtsgericht wurden mehrere Fälle der Uebertretung

hören?" r nt, m

Ihre Augen gingen zum Fenster. Sie wowe forschenden Blick des Mannes meiden. Meder sie ein Unbehagen. M

Doktor Mainz sprach weiter. Eine Bitte, langen klang aus seinen Worten: ,.Wechalbi^ ? Ihnen kam ... Dhnen davon spreche

Sie fragen will, Luise ... Sie bitten, w f1 7- gehen. Als meine Frau. Ich liebe Sie, LE .

Die Stimme war heiß und dunkel.

des Luftschutzgesetzes verhandelt. Don den Ange­klagten war in nicht genügender Weise verdunkelt bzw. abgeblendet Nach den geltenden Bestimmungen smd dicht abschließenden Rolladen zusätzliche Maßnah­men zu treffen, was von den Angeklagten nicht be­achtet worden war. Sie wurden zu G e l d st r a f e n von fünf bis zehn Reichsmark verurteilt.

'Rundfunkprogramm

Montag, 4. Dezember:

11 Uhr: Konzert. Es singt die Rundfunk- spielschar 8 Frankfurt der RIF. 12: Stadt und

Heitfeld fragte:Wann könnten Sie fahren?" ( Sofort." f x . . !

Gut. Alles, was noch zu besprechen ist, wird , Ihnen der Leiter unserer Werbeabteilung, Herr Warnte, sagen. Sie bekommen dann auch gleich den Vertrag und einen Reisevorschuß. In Neuyork melden Sie sich bitte sogleich in unserem Hause ... bei unserem Bevollmächtigten dort, Herrn HiDe- brand, der Ihnen alle nötigen Anweisungen geben ^Das Gespräch lief in geschäftsmäßig kWem Ton. Doktor Heitfeld hätte wirklich nicht behaupten kön­nen, daß ihm dieser dunkle, elegante und aufcep ordentlich gewandte Mann gefiel. Er erinnerte sich auch wieder der Begegnung in Wien, die ihn Da­mals so überrascht hatte. Er erwähnte diese Be- aegnung mit keinem Wort. Er hatte überhaupt nicht die Absicht, sich mit dem neuen Angestellten in ein weiteres Gespräch einzulassen.

Er schloß die Unterredung ab.

Moravitzky erhob sich: ,Lch danke Ihnen, Herr Doktor Heitfeld."

Waldemar entgegnete kühl:Nichts zu bauten, Herr von Moravitzky ... wir brauchten gerade eine geeignete Kraft für drüben."

Luise saß an ihrem Schreibtisch hock oben in ihrer luftigen Wohnung. Sie schrieb an die einstige Kinderpflegerin in Magdeburg und dankte ihr für den letzten Bericht. Es ging Johann-Christian gut. Er war nun schon ein großer Junge. Er hatte mu

Die deutsche Mannschaft kam erst spät ms Spl< aber doch nicht zu spät. Der Sieg war in der zwei­ten Halbzeit' durchaus verdient. Unsere slowa­kischen Gäste schlugen sich sehr tapfer.

seinem Vater eine wette Reise gemacht. Mtt seinem, Vater ... und sie, die Mutter, war ausgeschloflen.

Luise schlang die Finger zusammen. Sie warm eiskalt. Ihr Kopf sank auf die Hände. Sie mein« chmerzlich. Sie fühlte sich jetzt in diesen Tagm V willenlos. Und immer war ein furchtbarer Druck Dtn

Sie konnte es sich nicht mehr verhehlen ... <- war zugleich eine Sehnsucht da, ein Verlangen einen einzigen Menschen zu haben, dem man voa« gen und Aengste anvertrauen konnte. Es war um- mer diese Furcht da vor der Einsamkeit schrecklichen, inneren Einsamkeit, in der sie levm und immer noch zu wachsen schien ...

Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen.

Die Flurglocke läutete.

Moravitzky konnte es nicht sein. Er war gesteh nach Bremechaven abgefahren.

Luise öffnete und erkannte in dem abemmap, Gast Doktor Mainz. Erkannte ihn mit Befremt«

für die Slowaken. Nach einem schonen Flankemaus choß der Linksaußen Lu kn ar bombenhart und für Jahn unhaltbar in die linke untere Ecke. Aber Weser Erfolg der Gäste bildete das Zeichen zu einer Generaloffensive der deutschen Mannschaft, die un- aufhaltsam zum Siege führte. So fiel auch ichon in der 65. Minute der Ausgleich. Lehner sturmtt an der Auhenlinie hin, und den halbhohen Flanke-N' ball unseres Rechtsaußen sandte Fi eberr er das Leder ins Netz. Sofort nach dem Wiederanftoß tarn her Ball wieder an Deutschland, und unser Angriff i machte sich erneut auf die Reise. Arlt knallte den i Ball unter die Latte, aber das Leder sprang zurück. Sofort waren Schön und Arlt zum Nachschuß $ur Stelle, und der lange Dresdner schob den Ball tns Netz. In der 72. Minute kamen die Slowaken zu einer weiteren Ecke, die um ein Haar abermals zM. Ausgleich geführt hätte. Aber Jahn mar gei^ gegenwärtig heraus gelaufen und hatte sich ben »au. geholt. In der 78. Minute fiel dann bte Entschei­dung. Bei einem deutschen Angriff kurvte Lehner nach innen. Mit einem raffinierten Drehschuß be­förderte er den Ball unter dem sich werfenden Rei­mann zum drittenmal ins Netz.

Moravitzki ließ sich bei Doktor Heitfeld melden. Im Vorzimmer trat ihm Luise entgegen. Sie gab ihm die Hand und mahnte:Nimm dich zusammen, Franz! Diese Stellung nach drüben ist der einzige Ausweg für dich!"

Er lachte, es war das alte unbekümmerte Lachen. Er fand die ganze Situation mehr als verrückt. Luise hier als Sekretärin und er als Parfümerievertreter! IDas beste war, man nahm alles mit Humor.

________________ Ä » ÄÄ

fie in Süddeutschland in einer landschaftlich H schönen Gegend." , n ..

Das interessiert mich gar nicht, dachte Luise M ragte:Und weiß Doktor Heitfeld um Pläne?"

Nein. Noch nicht", erwiderte der Chemiker.

Er machte eine Pause. Wie wundervoll her das weichfallende Kleid stand! Der schone «v aber blieb ernst.

Lüfte fragte kühl:Herr Doktor HertfeG ist unterrichtet? Und Matthias Hettfeld?"

Auch der alte Herr noch nicht." .

Luise hatte eine Geste der Abwehr:Ur»^, komme ich dazu, zuerst von Ihren Planen >