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Das GaMlengewerbe in der Kriegswirtschast

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wird gezeigt, wie man ältere Garderobe auffrischen kann. Im Handarbeitsteil werden warme Pullover und andere nützliche Sachen gezeigt.

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zücht getrieben zu haben. Der Angeklagte, der in vollem Umfange geständig war, wurde zu einer Gesamtgefängnis st rafe von sechs Mo­naten und zwei Wochen verurteilt. Straf­mildernd wurde das umfassende Geständnis des Angeklagten, sowie die Tatsache, daß er der Ver­führte war, berücksichigt.

Lpd. Es gibt einige Frauenberufe, die zahlen­mäßig verglichen mit anderen nicht sehr stark sind, denen aber doch eine beachtliche Bedeutung zu­kommt, z. B. die Volkspflegerinnen, die technischen Assistentinnen, Haushaltspflegerinnen u. a. m. Bei den Angehörigen dieser Berufe handelt es sich um qualifizierte Einzelkräfte, für deren jeweils richtigen Arbeitseinsatz vielleicht nur wenige Arbeitsplätze im Reich in Frage kommen. Deshalb wurde für sie im Jahre 1936 eine Reichsvermittlungsstelle bei der da­maligen Hauptslelle der Reichsanstalt für Arbeits­vermittlung geschaffen, die Hand in Hand mit den Arbeitsämtern arbeitet. Sehr bald erfaßte sie einen großen Teil der Arbeitsgesuche, wie auch der Stellen und konnte so auf breitester Grundlage dafür sor­gen, daß dem besonderen Vermittlungsbedürfnis dieser Berufe Rechnung getragen wurde.

Diese schönen Erfolge führten zu einer allmählichen Erweiterung des Kreises der erfaßten Berufe, und ab 1. Oktober 1939 wird die Reichsvermittlungsstelle in Berlin, die Arbeitsuchende und Bedarfsstellen aus dem ganzen Reich zusammenführt, nunmehr auch für sämtliche akademischen Frauenberufe tätig werden. Der Entschluß des Reichsarbeitsministers, diese Er­weiterung gerade jetzt durchzuführen, geht von der Erwägung aus, daß in der augenblicklichen Lage

Strafkammer Gießen.

Der A. W. in Büdingen war angeklagt, in Jahren 1936 bis 1938 mit anderen Männern

Zum Wohle also, sinnensroher Freund der frän­kischen Kunst und Künstler, und auf daß dir, indem du tief ins Glas blickst, zu guter Stunde alle die schimmernden Herrlichkeiten des Barock und des Ro­koko dieser gesegneten Stadt aufgehen mögen! Ver­giß auch nicht, dir in einer der kuriosen Fischback­stuben an der Alten Mainbrücke zum leckeren Gericht einen Schoppen kredenzen zu lassen. Selbst die Bäcker führen hier, da Brot und Wein seit altersher zu­sammengehören, einen köstlichen Tropfen, schlürfe ihn mit Bedacht und Andacht, so schlüpfst du auch das Licht Würzburgs, wie es vor dir die weltlichen und geistlichen Herren genießerisch gehalten.

Und so mag es uns, find wir längst wieder in anderen Breiten, ergehen, wie es einem der großen Söhne der Stadt des Weins und der Kunst, Max Dauthendey, der aus der javanischen Ferne das geliebte Würzburg also besang:

Ach, im Hügelland am alten Main, In dem Rebenland im frohen Franken Möchte ich mit beiden Füßen sein. Richt nur mit den sehnenden Gedanken.

Manches gute Lied singt man amStein", Manchen guten Tropfen wir dort tranken. Warum muß das Gute fern jetzt sein? Ach, die Liedertage, sie versanken ...

der richtige Einsatz dieser Kräfte von besonderer Be­deutung ist. Die Akademikerinnen sind wegen der umfassenden Ausbildung, die sie genoßen haben, der Gemeinschaft in besonderem Maße verpflichtet. Sie können diese Schuld abtragen, indem sie vor allem in ernsten Zeiten mit Einsatz all ihrer Kräfte in die Bresche springen, wo man ihrer bedarf. Das gilt für Angehörige aller Fakultäten. Möglichkeiten für den Einsatz von Akademikerinnen finden sich in breiter Streuung auf allen Gebieten der deutschen Wirt­schaft, der Verwaltung und des sozialen Lebens.

Die Bewerberinnen wenden sich zweckmäßig an das örtlich zuständige Arbeitsamt. Dort erhalten sie die richtigen Bewerbungspapiere. Betriebe und Dienststellen, die Akademikerinnen einstellen wollen, melden ihre Arbeitsplätze gleichfalls am besten durch das Arbeitsamt an, mit dem sie ohnedies zur Zeit in engster Zusammenarbeit stehen. Wichtig ist, daß das Bestehen dieser Dermittlungseinrichtung recht bald bekannt wird, damit die Akademikerinnen so­fort die richtige Stelle aufsuchen, um einen Arbeits­platz zu erlangen, anderseits auch Betriebsführer, die eine Akademikerin beschäftigen möchten, wissen, wie sie eine geeignete Kraft finden können: gilt es doch in diesen Zeiten mehr als sonst, möglichst zweck­mäßig und rasch zu handeln.

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Zeitschristen.

Das Abc vom sparsamen Selber- schneidern heißt das Preisausschreiben der neuestenM o d e n w e l t", das könnte gleichzeitig auch Motto des ganzen Heftes sein. Unter den rund 90 neuen Modellen darin gibt es zahlreiche Mög­lichkeiten für die Verarbeitung von Stoffresten und unbrauchbar gewordenen Kleidungsstücken. Ferner

Aus der engeren Heimat.

Dom Deutschen NotenKreuz in Alsfeld.

* Alsfeld, 3. Okt. Am heutigen Vormittag traf in Alsfeld der Landesführer der Landesstelle 9 Wei­mar des Deutschen Roten Kreuzes, ^-Brigadeführer, Staatssekretär, DRK.-Generalhauptführer Ort- l e p p , mit seinem Stabe zum Besuch der Kreisstelle Alsfeld des DRK. ein. Kreisführer Oberfeldführer Dr. S ch ö n h a l s stellte ihm seine engeren Mit­arbeiter bei der Kreisstelle vor. Anschließend wur­den wichtige, das Deutsche Rote -Kreuz betreffende Fragen einer Besprechung unterzogen.

400 Jahre Gemeinderechneramt in einer Fam l'e

LPD. Biedenkopf, 3. Okt. Am 1.Oktober waren es 100 Jahre her, daß der Gemeinde- rechnerdienst von W a l l a u in den Händen der

** Gendarmerie-Personalie. Gendar­merie-Hauptwachtmeister Heinrich Hahn in Lollar wurde mit Wirkung vom 23. September 1939 zum Gendarmeriefliachtmeister ernannt. Gleichzeitig wurde er weiter mit der Führung des Gendarmerie- Postens in Lollar beauftragt.

** Städtische Bücherei. Im September sind 1532 Bände ausgeliehen worden. Davon kamen auf: Literaturgeschichte 2, Zeitschriften 13, Gedichte und Dramen 9, Erzählende Literatur 952, Jugend­schriften 242, Länder- und Völkerkunde 84, Kultur­geschichte 1, Geschichte und Biographien 136, Kunst­geschichte 9, Naturwissenschaft und Technologie 35, Heer- und Seewesen 30, Haus- und Landwirtschaft 5, Staatswissenschaft 14 Bände.

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Erleichterter Einsatz von Akademikerinnen

Bewerberinnen und Betriebsführer wenden sich an das Arbeitsamt.

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Würzburg durchs Weinglas gesehen.

Äon Werner Schumann.

Es gehört nun einmal zur Poesie des Reisens, sich den klimatischen und gastronomischen Verhält­nissen anzupassen. Auch wenn die Reise-Handbücher nichts darüber sagen, ist es ratsam, in Hamburg Grog, in Bremen Kaffee, in München Bier und in Würzburg Wein zu trinken, nicht etwa nur, weil diese Getränke in den genannten Orten auf besonders treffliche Weise bereitet zu werden pflegen, sondern weil sie sich gewissermaßen aus der landschaftlichen und geselligen Atmosphäre ergeben und ihr Duft dort Menschen und Dinge zu umschweben scheint.

Würzburg durchs Weinglas gesehen wer's nicht begreifen kann und will, der zähle einmal in den Straßen und Winkeln der leichten, feinen Stadt am Main die Weinhandlungen, Weinstuben, Weinkeller und Schaumweinfabriken. Ihr würziges Aroma be- aleitet uns üuf allen Spazierwegen, die wir bocks­beutelbeflügelt zwischen dem strahlenden Barock der Residenz und dem landbeherrschenden Marienberg unternehmen. Weinberge sind es, die Strom und Burg verbinden seit den Tagen des großen Rudolf von Scherenberg, dessen vertrautes, zerknittertes Antlitz im Mittelschiff des Domes milde auf uns nie­derblickt. Weinsorten von altem Rang und großem Namen wogen zu den zyklopischen Mauern der Feste empor. Wein mildert die Quadernwucht und lockert die steinernen Blöcke.

Scheint nicht auch der kräftige, würzige Stein Aus­lese und der lieblichere Leisten-Wein, den die Damen gern trinken, seinen geheimen, sinnlichen Zauber in den prunkenden Sälen des Schlosses auszuüben, in den Stuckarbeiten des Antonio Bofsi oder in den Fresken des Venezianers Tiepolo? Das gewaltige Treppenhaus ist ein Lobgesang, in den unser Herz fröhlich einstimmt. Feierlich und doch voll leichten Sinns führt es uns hinauf wie der Wein des reichen Landes, an dem sich doch gewiß auch, falls wir ihre Werke nicht mißverstehen, der minnesingende Walter, der Bildschnitzer Tilman Riemenschneider und der Baumeister Balthasar Neumann zu laben pflegten.

Ein Glas edlen Weins", schrieb Carl Gustav Carus vor hundert Jahren,fehlt hier nie und erhebt von irdischen Unvollkommenbeiten zu poeti­scher Ansicht der Dinge, welche nun in Träumen sich weiter fortspinnen wird ..." So läßt uns der Würz­burger Rebensaft Flügel der Phantasie wachsen und uns die Quellen des Schöpferrausches jener Großen ahnen, die einst, nun längst zu Erde geworden, in den altberühmten Weinstuben des Juliusspitals oder desBürgerspitals zum Heiligen Geist", imSta­chel", beim Brückenbäck ober bei der Schiffbäuerin, um nu rein paar der durstlöschenden Winkel zu nen­nen, ihre dickbauchigen Flaschen abendlich leerten.

Fleischgerichte Abschnitte der Fleischkarte, für Mehl­speisen die betreffenden Brot- (bzw. Mehl-) Mar­ken verlangt werden müssen. Trotz mancher tech­nischen Schwierigkeit werde es nicht zu umgehen sein, daß der Gastwirt von seinen Stammgästen auch Fettkarten verlange. Für eine Reihe von wei­teren Lebensmitteln werden Abschnitte der Nähr­mittelkarte verlangt werben müssen. Das Stamm­gericht solle so gestaltet fein, daß es ohne Lebens­mittelmarken abgegeben werden könne.

Schließlich wurde noch über die Form der Le- bensmittelzuteilung an die Betriebe des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes gesprochen und den Mitgliedern aller Ausschluß gegeben, soweit er nach der gegenwärtigen Lage ber Sache gegeben werden konnte. Verschiedene Fragen aus dem Kreise der Berufskameraden wurden beantwortet. Immer wie­der wurde darauf hingewiesen, daß es für jeden Gaststätteninhaber zweckmäßig sei, sich streng an die erlassenen Bestimmungen zu halten, wenn er sich vor Schaden bewahren wolle.

Die Versammlung wurde dann mit dem ehrenden Gedenken der kämpfenden Truppe, der gefallenen Helden und mit dem Gruß an den Führer ge­schlossen

Tragikomödie in Wilna.

Von Karl Leibs.

Als der russische General Kutusow Michail Jlarivnowitsch Golenischtschew, Fürst Smolenskij die Niederlage, die ihm Napoleon an der Moskwa bereitete, durch seine Siege bei Tarutino, Malo Jaroslawez und Smolensk gerächt hatte, zog er auf ber grimmigen Verfolgung bes Feindes in Wilna ein. Alsbald wurde ihm der Direktor der dortigen Schauspiele gemeldet und trat, da man ihn vorließ, unterwürfig, glatt und geschmeidig lächelnd in Er­scheinung.

Er habe, sagte der vielgewandte Mann, sich un­terfangen, ein dramatisches Gemälde zur Verherr­lichung ber glorreichen russischen Armee zu ver­fassen ein großartiges, mit geeigneter Musik ausgestattetes und des erhabenen Gegenstanbes würdiges Stück; und er bitte untertänigft um die Erlaubnis, es am heutigen Abenb in Anwesenheit Seiner Exzellenz und der Offiziere des siegreichen Heeres aufführen zu dürfen.

Kutusow, mächtig, einäugig (das andere Auge hatte er bei ber Belagerung von Otschakow ver­loren), mit nachlässig geöffnetem Waffenrock, lehnte am Tisch und betrachtete den geläufig redenden Herrn mit jener heiteren Aufmerksamkeit, die man einer durch humorige Schöpferlaune heworgebroch-

Familie Balzer liegt. In großer Gewißenhafttg. kett hat die Familie Balzer in diesem Jahrhundert ihren Dienst versieht. Seil dem Jahre 1908 bis zuni heutigen Tage versieht Heinrich Balzer IV. diese; Amt.

Schwer verletzt neben dem Gleis aufgefunden.

Lpd. Dillenburg, 3. Okt. Bei Quotshau, sen wurde eine Frau neben dem Bahn, körper der Strecke nach Biedenkopf mit schwe. ren Verletzungen aufgefunden. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo sie das Bewußt, sein noch nicht wiedererlangt hat. Wie sich der Un­fall zugetragen hat, kann noch nicht gesagt werden, doch liegt die Vermutung nahe, daß die Frau au; einem fahrenden Zug herausgefallen ist.

Landkreis Gienen.

> Lollar, 3. Okt. Am Sonntag fand hier in der neuen Schule ein Kurzlehrgang der Luftschutzhauptschule Gießen für dir Untergruppenführer der Gemeindegruppe Lollar des Reichsluftschutzbundes statt. Der Führer der Orts-Kreisgruppe Gießen, Luftschutzoberführer C l o tz, behandelte zunächst das ThemaEinsatz der Amtsträger in ber Gegenwart". Er umrih im ein­zelnen die Aufgaben, bie ben Amtsträgern durch den Aufruf des Luftschutzes entstanden sind, wie; sie auf ihre hohe Verantwortung hin und ermahnte sie, ihre Pflicht bis zum äußersten zu erfüllen unL so wie der Soldat draußen an der Front ihren Mann zu stellen. Sodann sprach Reviergruvpen- sührer, LS.-Führer Magold, überLuftschutz- mäßiges Herrichten des Hauses und der Wohnui^, der Gehöfte, sowie LS.-Gemeinschaftsübunqen" in sehr eingehender Weise und gab wertvolle Hinweise aus der Praxis. Hieran schloß sich ein Vortrag de; Ausbildungsleiters ber Orts-Kreisgruppe über Tätigkeit ber Bautrupps, Schutzraum, Deckungs­gräben, Abbichten der Ställe gegen Kampfstoffe", der ebenfalls wertvolle Fingerzeige gab. Der Füh­rer ber Gemeindegruppe Lollar, LS.-Führer Eberle, berichtete sodann über verschiedene Beob­achtungen, die bei den Kontrollgängen gemacht wurden, und forderte die Amtsträger auf, ihr be­sonderes Augenmerk auf die vorschriftsmäßige Ver­dunkelung, die vielerorts noch sehr zu wünschen läßt, zu richten. Eine rege Aussprache, in der noch die verschiedensten Fragen besprochen wurden, schloß sich an. Hierauf schloß der Ortsgruppenführer in der üblichen Weise die Tagung, die sicher ihren Zweit nicht verfehlen wird.

Kreis Alsfeld.

* Ruppertenrod, 3. Okt. Frau Elisabeth Kratz Wwe., wohnhaftIn der Ecke" bei ihrem Sohn, Polizeihauptwachtmeister i. R. Friedrich Kratz, konnte dieser Tage ihren 9 3. Geburtstaz feiern. Don ihren vier Kindern sind zwei noch am Leben. Ein Sohn ist im Weltkrieg gefallen. Außer einer großen Zahl von Enkeln hat sie auch eine Reihe von Urenkeln. Sie ist körperlich und geistiz noch verhältnismäßig rüstig und nimmt an den Zeitgeschehnissen lebhaften Anteil. Auch aus alter Zeit weiß sie viel Interessantes zu erzählen. Ende voriger Woche wurde das Obst in unserer Gemeinde und an ben staatlichen Straßen ver­steigert. Die Äepfel waren dieses Jahr nicht fo teuer, da die Ernte eine gute war. Birnen uiti Zwetschen gab es weniger, sie waren daher auch etwas teuerer. Die Kartoffel- und Hack' f r u d) t e r n t e ist als gut zu bezeichnen und zürn größten Teil auch eingebracht. Wo Leute zur Ernte­arbeit fehlen, treten andere Ortseinwohner ein, damit die Ernte restlos eingebracht wird.

Kreis Büdingen.

A Schotten, 3. Okt. Am Sonntag^ dem Ernte­dankfest, wurden im Singsaal der Turnhalle h feierlicher Form die Ehren kreuze an die kin­derreichen Mütter in unserer Stadt durch den Orts- gruppenleiter überreicht, nachdem man gemeinsam bie Ansprache des Stellvertreters des Führers an-

Sochschulnachnchten.

Es wurde übertragen: Dem Professor Dr. med. Erich Letterer in Dresden ber Lehrstuhl für Pathologie in Tübingen, bem Oberregierungsbau­rat Dr.-Jng. Erich Marquard in Berlin-Grune- wald ber Lehrstuhl für Kräftfabrwesen und Ver­brennungsmaschinen in Aachen, oem Professor Di. Gerhard Moldenhauer ber Lehrstuhl für Ro­manische Philologie in Wien, dem Professor Dt. Frist Overbeck in Hannover der Lehrstuhl für Landwirtschaftliche Botanik in Bonn, dem Professor Dr. med. Friedrich 2öeigmann in Berlin ber Lehrstuhl für Hygiene in Innsbruck, bem Dozenten Dr. Fritz Baumgart der Lehrstuhl für Kunst­geschichte in Jena, bem Professor Dr. Karl Siern- Hofer ber Lehrstuhl für bie Krankheiten ber Klauentiere in Wien, bem Dozenten Dr. Nikolaus 5)o frei ter der Lehrstuhl für Mathematik tu Wien, dem Professor Dr. Kurt Rehorst der Lehrstuhl für Biochemie und landwirtschaftliche Technologie in Breslau, bem Dozenten Dr. med. Helmut Scharse11er ber Lehrstuhl für Psychia­trie und Neurologie in Innsbruck, dem Professor Dr. med. habil, et phil. Erich Strack ber Lehr­stuhl für Stosfwechsel-Physiologie in Leipzig, bert Professor Dr. Werner Ulrich ber Lehrstuhl für systern. Zoologie in Berlin, bem Professor Dr. med. Anton Werkgartner in Wien ber Lehrstuhl für Gerichtliche Medizin in Graz, dem Dozenten Di. phil. habil. Ernst Witt der Lehrstuhl für Mathe­matik in Hamburg.

Don ben amtlichen Verpflichtungen sind entbun­den worden: ber ordentliche Professor für Staats- recht an ber Universität Jena Dr. Heinrich ©er­laub; der ordentliche Professor für Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck Dr. Heinrich Ham­mer; der außerordentliche Professor für flämische Sprache an der Universität Leipzig Dr. Andrei; Jolle s; der ordentliche Professor für klassische Philologie an der Universität Erlangen Geheimer Regierungsrat Dr. Klotz; der ordentliche Professor für klassische Philologie an der Universität Graj Dr. Josef M e s k, sämtlich wegen Erreichens der Altersgrenze; der ordentliche Professor für Betriebs­wirtschaftslehre an der Universität Jena Dr. Ernt Pape auf seinen Antrag; der ordentliche Professor für klassische Philologie an der Universität Gr«; Dr. Karl Prinz; der ao. Professor der Philosoph»! an der Universität Leipzig Dr. Hermann S ch n ei' ber; der o. Professor der praktischen Theologie an der Universität Marburg D. Alfred Uckeley un? der o. Professor der Mineralogie an der Universität Halle Dr. Ferdinand von Wolff, sämtlich roege^ Erreichens der Altersgrenze

Volksgenossen vor Antritt einer Reise gut tun, sich an den Aushängen im Bahnhof über die Fahrzeiten und die Zugfolgen der Reichsbahn zu vergewissern.

DerEinsatz des BDM.

für die Wintermonate festgelegt.

NSG. Auf einer Tagung der Untergauführerin­nen bes BDM.-Obergaues Hessen-Nassau am Diens­tag in Wiesbaden gab Obergauführerin Else Riese die Richtlinien für ben Einsatz bes BDM. in den kommenden Wintermonaten bekannt. Besondere Ar- bettsmöglichkeiten eröffnen sich in dem verstärkten Einsatz für das Deutsche Rote Kreuz und bei der Zusammenarbeit mit dem Amt für Volkswohlfahrt der NSDAP. Gauamtsleiter Haug sprach im Rah­men dieser Arbeitstagung im einzelnen über diese Möglichkeiten und über die Aufgaben, bie einen be­sonderen Einsatz des BDM. nötig machen. So wer­den die in ben kommenden Wochen in unserem Gau entstehenden Kriegs-Kindertagesstätten der NSV. mit Kräften aus bem BDM., mit BDM.-Mädel, Öungmäbel und Mädelführerinnen besetzt werden.

Der übrige Verlaus ber Tagung ergab einen Ar­beitsbericht über bie verflossenen Wochen und über die vielseitigen Möglichkeiten ber Aufgabengebiete des BDM., die auch im Winter 1939/40 verstärktes Arbeiten forbern.

Werteschaffende Ausflüge.

Mit Recht ist daraus hingewiesen worden, daß Kraststosf nicht zu Spazierfahrten und Ausflügen mißbraucht werden darf. Es kann auch wirklich darauf verzichtet werden, um so mehr, als man in größerer Nähe feines Wohnsitzes mit der Erholung bes Ausfluges gleichzeitig nützliche Arbeit verbin­den kann. Infolge ber großen Inanspruchnahme durch die Tätigkeit auf dem Acker fallen jetzt viele Kräfte derjenigen aus, die sonst um diese Zett fleißig die Wildsrüchte bes Waldes, in erster Linie Pilze fammelten. Diese sind ein wichtiger Teil un­serer Ernährung und dürfen nicht umkommen. Wer also seine freie Zeit verwendet, um den Wald durchzukämmen", handelt nützlich für sich und die Gemeinschaft. Einige Pilze kennt wohl jeder Volks­genosse so genau, daß er nicht der Gefahr der Ver­wechslung mit giftigen ausgesetzt ist. Er möge sich zunächst aus bie Werbung dieser beschränken. Dar­über hinaus sollte er sich durch Befragen wirklicher Kenner auch mit anderen Sorten vertraut machen. Dabei ist systematisch und geduldig vorzugehen, etwa, indem man sich von Sonntag zu Sonntag auf eine neue Art konzentriert. So eignet man sich allmählich ein sicheres und gründliches Wißen der Pilzkunde an.

Die Wirtschafts gruppe Gaststätten- und Beher- bergungsgeroerbe, Kreisgruppe Gießen, hatte für den gestrigen Dienstagnachmittag ihre Mitglieder zu einer Kreisversammlung in dem Saalbau Liebig- straße zu Gießen zusammengerufen, die ben Mit­gliedern manchen wichtigen Ausschluß gab. In der Versammlung wurde insbefonoere bie Durchfüh­rung des Lebensmittelkartensystems und die Frage der Zuteilung von Lebensmitteln erörtert.

Kreisgruppenleiter Herr (Gießen) leitete die Versammlung. Der Geschäftsführer der Kreis­gruppe, Sauer, gab Richtlinien bekannt, bie von ber Neichsfachgruppe herausgegeben wurden und den Angehörigen bes Berufsstandes wertvolle Hin­weise für bie Handhabung der Lebensmittelkarten und viele andere Fragen gaben. In diesen Richt­linien wird eingangs besonders darauf hingewiesen, daß es notwendig sei, das Gaststätten- und Be­herbergungsgewerbe leistungsfähig zu erhalten. Von allen Angehörigen des Berufsstandes werde ge­fordert, daß sie sich der Größe der Aufgabe, die die Gegenwart stellt, bewußt seien. Es wurde nach- brücklich darauf aufmerksam gemacht, daß di? Speisekarte denkbar einfach fein solle, daß die Preisgestaltung gerecht sein und jeder Nachprüfung standhalten müsse, schließlich müsse auch mit allen vorhandenen Derbrauchsgütern und Lebensmitteln sparsam gewirtschaftet werden. Es gelte, bie fleisch­losen Tage strikt einzuhalten, Eintopfgerichte dürf­ten höchstens dreimal in der Woche gegeben wer­den, täglich sei auch ein Stammgericht in die Speisekarte aufzunehmen, das einfach, schmackhatt und preiswert sein solle. Das Stammgericht solle insbesondere eihe Dienstleistung an der Volks­gemeinschaft darstellen. Ferner müsse von den jah­reszeitlich anfallenden Gemüsen weitgehend Ge­brauch gemacht werden. Ferner wurde gebeten, davon abzusehen, fremdländische Namen für die einzelnen Gerichte in der Speisekarte zu nennen.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde über die Frage der Lebensmittelkarten gesprochen. Es wurde eindeutig darauf hinaewiesen, daß es in Zukunft nicht angängig sei, Speisen ohne ent­sprechende Entgegennahme von Lebensmittelkarten abzugeben, da ber Gastwirt keineswegs mit außer­planmäßigen Zuweisungen von Lebens- und Nähr­mitteln rechnen könne. Das bedeute, daß für

ten wunderlichen Kreatur widmet. Dann wischte er ben Vorschlag mit einer abschließenden Handbe­wegung weg.

Ich verzichte", sagte er.Aber ich habe mir er­zählen lassen, daß Sie ein ebenso großartiges dra­matisches Gemälde zur Verherrlichung der glor­reichen französischen Armee verfaßt und zu Ehren des Kaisers Napoleon in Ihrem Theater gespielt haben. Dieses Stück will ich sehen. Sie werden es heute Abend vor mir, meinen Offizieren und Sol­daten und den vornehmsten Bürgern der Stadt aufführen." Seine Stimme schwoll zu drohender Stärke.Sie werden es Wort für Wort so geben wie damals. Wenn Sie etwas weglassen, werden Sie Mitsamt Ihren Schauspielern eingesperrt. Und wenn die Aufsühung schlecht ist, laße ich sie so­lange wiederholen, bis sie mir gefällt und sollte es die ganze Nacht dauern."

Der jammernde Protest des Direktors verhallte, da Kutusows Wink den nachdrücklich drängenden Griff einer. Ordonnanz in Tätigkeit gesetzt hatte, auf bem Hausflur.

Am Abend füllte sich das Theater mtt den er­wartungsvollen russischen Eroberern. Kutusow, von seinem Stabe umgeben, saß mächtig und massig in der Ehrenloge und strahlle in genießerisch aus ge­kostetem Vergnügen. Neben ihm hockte der unselige Direktor und löste sich angstschlotternb zusehends in feine Bestandteile auf. Die Darsteller, denen der Schweiß durch bie Schminke strömte, spielten unter Höllenqualen mit ber Todesverachtung, wie sie die Verzweiflung verleiht. Jedesmal, wenn eine schwungvolle Tirade zur Verherrlichung Napoleons und ber Franzosen durchs Haus hallte, gab Kutu­sow das Zeichen: und Gelächter und Beifall don­nerten durch bas Theater.

Sie haben mir", sagte Kutusow am Schluß, als der letzte große Lachanfall über die Apotheose ihn wieder zu Atem kommen ließ, zu den Resten des Direktors,ben seltsamsten Theaterabend aller Zeiten und ein besonders eindrucksvolles Beispiel polnischer Nationaldichtung gezeigt. Da der Kaiser der Franzosen Sie gewiß nicht nach Gebühr be­lohnt hat, nehmen Sie das da als Zeichen meiner Erkenntlichkeit." Und ber Direktor blieb, zu feinem Wort und keiner Bewegung fähig, mit einem pral­len Deutel voll guter russischer Silberrubel in der starren Hand in ber leeren Loge zurück.