Partei und Wehrmacht unlöslich verbunden.
Der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau schreibt:
Partei und Wehrmacht, die Garanten und Träger des nationalsozialistischen Reiches, sind unlöslich miteinander verbunden. Keine Zeit wäre geeigneter, die Festigkeit der in sechs Jahren besiegelten Kameradschaft zwischen Wehrmacht und Partei so vor Augen zu führen als diese entscheidenden Wochen der großen Bewährungsprobe, in denen hinter die Front des Kampfes die starke innere Front der Heimat getreten ist. Partei und Wehrmacht haben einen unüberwindlichen Wall aus Stahl und Eisen, aus Entschlossenheit und Opferwillen aufgerichtet. Jeder ist jetzt Soldat der Nation, gleich an welcher Stelle ihn der Führer gestellt hat.
Das Bild dieser Kameradschaft, das sich aus den Notwendigkeiten der Zeit auch im Gau Hessen- Nassau ergibt, könnte gar nicht anders sein als es ist: Diele der Männer im feldgrauen Rock haben, bevor sie zur Fahne gerufen wurden, das Braunhemd getragen. Und unter den Politischen Leitern, die auch weiterhin als Beauftragte des Führers an der inneren Front der Heimat tätig find, waren die meisten Frontsoldaten des großen Krieges. So schlagen sich hier die Brücken von einem zum anderen. Beide sind sie Soldaten des Führers, ganz gleich, ob sie heute den feldgrauen oder den braunen Rock tragen. Der Feldgraue steht an der Front gegen den Feind und der Mann im Braunhemd an der Front der Heimat. „Front überall" — dieses Wort leitet die gesamte Arbeit. Der politische Soldat weiß, was er dem feldgrauen Soldaten schuldig ist. Der Mann im grauen Rock aber hat die Gewißheit, daß er sich heute vorbehaltslos auf die Heimat verlassen kann. In enger Verbindung und in engster Tuchfühlung steht die Partei neben der Wehrmacht und erfüllt die Aufgaben und Pflichten, die ihr in diesen ernsten Zeiten zufallen. Partei und Wehrmacht sind unlöslich für immer miteinander verbunden.
Aeue Höchstgeschwindigkeiten für Kraftfahrzeuge.
Eine Anordnung des Führers.
Auf Anordnung des Führers werden die Höchstgeschwindigkeiten für Kraftfahrzeuge mit sofortiger Wirkung weiter herabgesetzt. Sie betragen nunmehr:
Innerhalb geschlossener Ortschaften: für Kraftfahrzeuge aller Art 40 Kilometer je Stunde, außerhalb geschlossener Ortschaften und auf den Reichs- autobahnen: für Personenkraftwagen sowie für Krafträder mit und ohne Beiwagen 80 Kilometer je Stunde, für Lastkraftwagen, Omnibusse und alle übrigen Kraftfahrzeuge 60 Kilometer je Stunde.
Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, daß es sich tim Höchstgeschwindigkeiten handelt, daß also noch wesentlich langsamer gefahren werden muß, wenn die jeweilige Derkehrslage dies erfordert. Gegen Aeberschreitung der höchstzulässijen Fahrgeschwindigkeit wird schärfstens eingeschritten werden, erforderlichen Falls mit Entziehung der Fahrerlaubnis und Einziehung des Kraftfahrzeugscheins.
Die Verordnung tritt mit dem 4. Oktober 1939 in Kraft.
Keine Aenderung für die Grußform.
Wie das OKW. mitteilt, liegt Veranlassung vor, darauf hinzuweisen, daß die Formdes Grußes für Angehörige uniformierter Verbände keinerlei Aenderung erfahren hat. Den militärischen Gruß erweisen demnach nur
Zewaffnele Handelsschiffe Kriegsschiffen gleich.
Das Risiko einer warnungslosen Versenkung trägt England.
Neuyort, 3. Okt. (DNB.) Der Professor für internationales Recht an der Pale-Universität Dr. Edwin B o r ch a r d und der Professor an der Columbia-Universität Charles Cheney H y d e unterstützen in öffentlichen Erklärungen die bereits bekanntgegebene Rechtsauffassung ihres Kollegen Moore, daß bewaffnete Handelsschiffe als Kriegsschiffe onzusehen sind. Bor- chard verlangt daher, daß bewaffneten Handelsschaffen das Anlaufen von Häfen der Vereinigten Staaten verboten werde. Die deutsche Warnung, die U-Boote würden bewaffnete britische Handelsschiffe, wenn sie gesichtet würden, versenken, berühre nicht den Stand der amerikanischen Schiffahrt und der der anderen Neutralen. Es bestehe aber die Gefahr einer
V e rw i ck l u n g , falls England seine Praxis aus dem Weltkrieg wiederaufnehmen und die amerikanische Flagge mißbrauche. Damals habe England seine Schiffe, wie es selbst eingestanden habe, wiederholt unter amerikanischer Flagge fahren lassen, um die deutschen U-Boote irrezuführen. Auch die „Lufitania" habe auf ihrer vorletzten Fahrt die Flagge der USA. geführt. Bewaffne England jetzt erneut seine Handelsschiffe, so müsse es auch die Konsequenzen und das Risiko einer Versenkung ohne Warnung auf sich nehmen. Hyde erklärte, daß ein auch nur für Derteidigungszwecke bewaffneter Handelsdampfer nicht die Immunität gegen Angriffe offne Warnung für sich beanspruchen könne.
Beförderungen in der Wehrmacht.
Berlin, 2. Okt. (DNB.) Der Führer hat befördert: zu Generalobersten: den General der Inf. Blaskowitz, die Generale der Art. von Kluge, von Reichenau; zum General der Inf.: den Generalleutnant von Falkenhorst; zu Generalen der Art.: die Generalleutnante Modrig, Petzel; zu Generalleutnanten: die Generalmajore Brand (Albrecht), Clößner, Richter, Theisen, Tiemann, Baltzer, Felber, Reinhard (Hans), Dernard; zum Generalstabsarzt: den Generalarzt Dr. Meyer; zu Generalmajoren: die Obersten Anger, von Sommerfeld, Rathke, von Uthmann, Mühlmann, Kohl, Tittel, von Prittwitz und Gaffron, Mellmich, Meyer-Buerdorf, von Zülow, Güntzel, Graeßner, Lahode, Himer, Horn, Gollwitzer, Dippold, Haarde, Zickwolff, Gercke; zum Generalarzt: den Oberstarzt Dr. Full; zu Obersten: die Oberstleutnante: Petrini, Raab, Stenzel (Richard), Schalber, Peter (Franz), Dedek, Philipp (Konrad), Leeb (Leopold), Gerber, Taude, Aldrian, Hegedüs, Schwarzböck, Jesser, von Herff, von Kessel, Helwig (Hans), Lindner, von Ziegefar, von Klinckowström, von Stockhaufen, Dipl.-Jng. Dybilafz, von Graffen, Mühl- mann, Jordan, Werner (Paul), Haack, Kusfin, Bef- fell, Dr. Schwager, von Roden, Becher, Meyer (Fr^iß), Kampfhen'kel, Schulz (Rudolf), Stiller, Braun (Julius), Dipl.-Jng. Fritsch, Weßel, Schitt- nig, Mittermayr, Newiger, Gläsche, Felser, Daum, Kökail, Körpert, Skutta, Dormagen; zu O b e rft -
ä r z t e n : die Oberfeldärzte Vorberg, Dr. Rau, Dr. Dobbek (Johannes), Dr. Raeß, Dr. Kern, Dr. Baldenius; zu Ober st veterinären: die Oberfeldveterinäre Dr. Daniels, Dr. Krieger; zu Generalmajoren: die Obersten im Generalstab Speidel, von Seidel; zu O b e rst e n den Oberstleutnant im Generalftab Hoffmann von Waldau.
In der Luftwaffe werden befördert: Zu Generalen der Flieger: die Generalleutnante Kitzinger, Grauert, Wimmer; zum General der Flakartillerie: der Generalleutnant Weise; zu Generalleutnanten: die Generalmajore Mohr, Danckelmann, Schmidt; zum Generalmajor: der Oberst Menzel; zu Obersten: der charakterisierte Oberst Osterkamp, der Oberstleutnant des Generalstabes Dipl.-Jng. Schimpf, die Oberstleutnante Creutzburg, Lohmann, Rütgers, Junck, Steindorf, Berger-Eickstedt, von Mafsow, Frommherz, Brakert, Leon, Henke, Hamel, Hörmann von Hörbach, Werner, Langemeyer, Koeppen, Graf, Klimitsch, Zimmerl, Riedl, Schöbitz, Steidler.
In der Kriegsmarine wurden befördert: Zu Konteradmiralen: die Kapitäne z. S. von Stosch, Wenneker; zu Kapitänen zur See: die Fregattenkapitäne Wagner (Andreas), Hüffmeier, Scherf, Klingner, Andresen, Becker (Hans); zum Kapitän z. S. (Jng.): der Fregattenkapitän (Jng.) Peters (Max); zum Generalmajor: der Oberst Vara.
Wehrmachtsangehörige in Wehrmachtuniform. Dagegen grüßen die Angehörigen der Polizei, des Reichsarbeitsdienstes, des Dahn- und Postschutzes usw. auch dann weiterhin mit dem deutschen Gruß, wenn sie in ihrer bi s-h e r i g e n Uniform bei der Wehrmacht Dien st tun und durch eine gelbe Armbinde mit der Aufschrift „Deutsche Wehrmacht" oder ■ mit aufgedruckten Hoheitszeichen als im Gefolge der Wehrmacht befindlich gekennzeichnet sind.
Keine vorzeitige Beendigung der Lehre.
Nicht nur die Schuljugend, sondern auch die junge Gefolgschaft der Betriebe nimmt verstänülicherweise jetzt jede Gelegenheit wahr, um sich in den Dienst wehrpflichtiger Aufgaben zu stellen. Dabei taucht immer wieder der Gedanke auf, die Lehre möglichst sofort zu beendigen, um vollständig in die Produktion eingeschaltet zu werden und einberufene Arbeitskräfte zu ersetzen. In einer Verlautbarung der Reichsjugendführung wird erklärt, daß ebenso, wie
der Bedarf an berufstätigen Frauen zunächst vollkommen gedeckt ist, auch für den Schülereinsatz in gewerblichen Betrieben keine zwingende Veranlassung besteht. Auch eine Berufung aus die vorzeitigen Prüfungen in Schulen und Universitäten besage nichts für die Lehr- und Anlernverhältnisse. Entsprechend der Regelung für die Schulen seien auch nur diejenigen Lehrlinge zu einer früheren Lehrabschlußprüfung zuzulassen, die von der Wehrmacht angefor- d e r t werden. Alle übrigen Lehrlinge und Fachlehrlinge kämen zu dem ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt zur Prüfung. Eine Vorverlegung sei weder beabsichtigt, noch allgemein durchführbar. Die Lehrzeit sei er st im vorigen Herb st auf drei Jahre verkürzt worden, und zwar mit der ausdrücklichen Begründung, daß die Jugendlichen frühzeitiger als vollwertige Arbeitskräft zur Verfügung stehen sollen. Eine weitere Verkürzung der Lehrzeit wäre nicht zu vertreten. Auch Berufsertüchtigung sei ein Teil der Wehrhaftmachung des Volkes. Wer beute in der Lehrausbildung stehe, könne nichts besseres tun, als nun erst recht zu arbeiten und zu lernen, um dann
in der Front der Arbeit wirklich voll emsatzfahh zu sein. Es sei nicht nur unter allen Umständen zu verhindern, daß Jugendliche freiwillig ihre Be- rufsausbildung abbrechen, sondern die zuständigen Stellen seien" darüber hinaus bestrebt, diejenigen wieder in eine ordnungsmäßige Aus. b i l d u n q zu vermitteln, deren Lehrbetrieb vorübergehend eingestellt sei oder die ihren Wohnort wechseln mußten.
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Wasserhose bei Biareggio.
Während eines heftigen Gewitters suchte eint Wasserhose den Strand östlich von Viareggio, dem bekannten Seebad an der italienischen Riviera, heiim. Acht Häuser wurden abgedeckt und auf einer Strecke von einem Kilometer zahlreiche Bäume entwurzelt. Auch die Weinberge wurden stark verwüstet.
hochzeitssahrt in der Straßenbahn.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz, Sport und Wirtschaft: Ernst Blumschein. An- zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pfund Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf- mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig
Am Wochenende sah Essen eine originelle Hochzeitsfahrt. Da Autos und Pferdewagen für eim solche Fahrt in diesen Tagen knapp sind, tarn, ein Straßenbahner auf die Idee, bei seiner Direktion einen Straßenbahnwagen zu beantrage«. Die Direktion sagte zu, so daß sich am Morgen vor. der Haltestelle in der Nähe der Wohnung des Stra- ßenbahners zur Kirche ein frischfröhlicher Hochzeits- zug mit Geklingel in Bewegung setzte, dessen fest' ■ licher Schmuck seine Bestimmung verriet. I I ,r DOr
Gemeiner Brandstifter verhaftet.
In.Schmieding im Gau Oberdonau brach in einem Wirtschaftsgebäude ein Feuer aus, durch das 600 Doppelzentner Kartoffeln, IOC Zentner Stroh sowie zahlreiche Buttervorräte und alle landwirtschaftlichen Geräte vernichtet wurden. §Die Kriminalpolizei stellte Brandlegung fest und forschte als Täter den ehemaligen Knecht Alois Stadler aus, der 18 Jahre auf dem Hofe bedienstet gewesen war und den Brand aus Rache angelegt hatte, er wird sich vor einem Sondergericht zu verantworten haben.
Frankfurter Kraftwagen in Tirol abgestürzt.
Nach einer Meldung aus Innsbruck stürzte aus der Fa^rt von Namlos nach Stanzach im Außer- # 3 ' fern ein Kraftwagen, der von Dr. Rupprecht M Schopp aus Frankfurt a. M. gelenkt wurde, etwa W L 40 Meter tief in den Namloser Bach ab. Dr. Schopp jfj J war in Begleitung des Aufsichtsjägers Josef Glotz tPn § aus Namlos und dessen neunjährigem Söhnchen und ist mit dem schweren Wagen über die schmale und kurvenreiche Straße in zu schnellem Tempo gefahren. An einer besonders gefährlichen Stell« gerieten die Räder des Wagens über den Straßenrand hinaus, der Wagen überschlug sich und kollerte den steilen Abhang hinunter. Dr. Schopp erlitt schwere Verletzungen und wurde bewußtlos in das Innsbrucker Krankenhaus übergeführt. Der Jäger Glatz erlitt einen Bruch des Unterschenkels, das Kind blieb wie durch ein Wunder unverletzt' Trotz der schweren Verletzungen konnte der Jäger die Jnfassen aus dem zertrümmerten Wagen bergen und vor dem Ertrinken retten.
Frau Anna Heß, geb. Lex
in Frieden heim gehen.
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im 57. Lebensjahre für immer von uns gegangen.
Gießen-Wieseck, den 3. Oktober 1939.
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| Mietgesuche | |Stellenangebote)
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Freitag
Heuchelheim, Gießen, den 4. Oktober 1939.
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Ferner:
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Beiprogramm und die neueste Ufa-Woche
Stadttheater
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 5. Oktober, nachm. 4 Uhr. vom Trauerhause Ernststr 16 aus statt.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 5. Oktober, 15 Uhr. vom Trauerhaus, Wieseck, Gießener Str. 149. aus statt.
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Am Samstag, dem 30. September, ist plötzlich und unerwartet meine liebe Frau, unsere gute, unvergeßliche und treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante
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Gestern mittag um 12 Uhr wurde in der Klinik zu Gießen nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Schwiegertochter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Erwachsene auf allen Plätzen 70 Pf.
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Gießen, Straßburg, Trier, Saarbrücken, Worms, den 4. Oktober 1939.
im 60. Lebensjahre durch einen sanften Tod erlöst.
In tiefer Trauer;
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Familie Emil Reuschling Familie Karl Enders Minna Ruppert
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