Ausgabe 
4.10.1939
 
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Moskau und die baltischen Staaten.

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ff Schm am 6. Dezember 1920 mit 68 Stimmen -u acht Jahre -um Präsidenten de* £ * Mts gewählt. In Anerkennung seiner Verdienste ^rde er nach Ablauf seiner l. Amtsperlode am 8 Dezember 1928 mit 75 von 84 abgegebenen

britischen Versuch einer Einmischung in Nordamerikas Handel mit iberoame- rikcmischen oder anderen in neutralen Ländern domizilierten Firmen widersetzen, die Eng­land wegen ihrer Sympathien für oder wegen ihrer Geschäftsverbindungen mit Deutschland auf die Schwarze Liste setzte. Nadle erklärte nach einer Konferenz mit an iberoamerikanischem Handel

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lung dar. In neutralen Kreisen erkläre man, daß mit der Orientierung der baltischen Staaten nach Berlin und Moskau ein Aufblühen der Wirtschaft in diesem Teil der Ostsee zu erwarten sei. Dis jetzt habe London durch große Kredite eine den Be­dürfnissen und Notwendigkeiten dieser Länder wi­dersprechende Handelspolitik durchzusetzen ver­mocht.

Oer türkische Minifierbesuch in Moskau

Genf, 3. DFL (Europapreß.) lieber Molotows Verhandlungen mit dem türkischen Außenminister in Moskau schreibt derMatin" aus London:Wenn die Russen über die in Moskau gepflogenen Ver­handlungen äußerste Zurückhaltung üben, so hat sich Saracoglu nicht weniger schweigsam ge­zeigt. Man behauptet sogar, daß sich der türkische Delegierte gegenüber dem Botschafter Englands und dem Geschäftsträger Frankreichs, die ihn vor seiner Unterredung mit Molotow sahen, sehr schweig­sam und demonstrativ zurückhaltend verhalten habe. Als von außerordentlicher Bedeu­tung werden in London die Unterredungen bezeich­net, die der türkische Delegierte mit den diplomati­schen Vertretern Irans und Afghanistans hatte Die Ansicht britischer Kreise über den Aus­gang der türkisch-russischen Verhandlungen werde von Rumänien nicht geteilt. Diese rumä­nische Auffassung wird in Paris mit besonderem Interesse aber auch mit Beunruhigung registriert, da man Bukarest in der Beurteilung der Situation auf dem Balkan und der Bedeutung der russisch- türkischen Verhandlungen bessere Kenntnis zu- gesteht.

London befürchtet Schließung der Dardanellen.

Amerika und der Krieg.

Panama-Konferenz vereinbart EicherheitSzone um Amerika und schränkt Konterbandebegriff ein.

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5m 14. 4.1931 wurde Sahm dann Zum Ober ^rgermeister von Berlin gewählt, irr

rnahm die Leitung der Reichshaupfttadt m der Atzten Krisen- und Korruptionszelt. Er hatte me ^mugtuung, die Reichshauptstadt in den national- Malistischen Wiederaufstieg hinelnzufuhren. vme ff: ersten Verfügungen der neuen preußischen M ff'rungen unter Ministerpräsident Goring war dl sDrvisorische Aenderung der Berliner Derlassun^ ^ann wurde der Reichshauptstadt der Charakter

l>slo, 3.Okt. (DNB) Der deutsche Gesandte r h.c. Heinrich Sahm tst heute abend nach 115er schwerer Krankheit im 63. Lebensiahr ver-

| Heinrich Sahm wurde 1877 in Anklam in Pom- ilitrn geboren. Nach dem Studmm der Staats- sdssenschaften wurde er Magistratsassessor in Stet- j Kn später Stadtrat in Magdeburg und 1912 Miter Bürgermeister von Bochum. Wahrend des srreges war er beim Polizeipräsidium m Warschau M Kommunalreferent für die Lebensmittelver or- ittitog dieser Stadt tätig. Nach dem Kriege wurde s ft «Geschäftsführer des Deutschen Stadtetages. Am jWFebruar 1919 wählte ihn die Stadtverordneten- ftsammlung in Danzig zum Oberbürgermeister^ s!b solcher hatte er die Geschicke der StadtDanzig wächst während der internationalen Besetzung zu Jiven. Er war auch Vorsitzender der Danziger Mvwmission bei den Pariser Verhandlungen über künftige Stellung der Stadt und ebenso bei den ^Handlungen über die Konvention mit P - rt arbeitete auch den ersten Entwurf einer Der-

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einer Provinz gegeben unb sie -chi-ll eine über- geordnete Instanz in der Person de- Stnot-kom- misiaro Dr. Lippert. Dr. Sahm wurde m den Reichsaußendienst übernommen und zum Ge­sa n d t e n i n Oslo ernannt.

Washington gegen Londons Politik der Schwarzen Listen.

baten und seinen Besitz durch die Eroberung xMas abrunden, di« im Jahre 1873 erfolgte. Im ^chen Jahr kam ein Abkommen mit England zu- |Kpbe, auf Grund dessen Afghanistan als äußer­st der russischen Interessensphäre liegend erklärt linrH 1874 wurde Kokan zur russischen Provinz L>r dem Namen Ferghana. Dieses außerordent- fruchtbare Gebiet lieferte in den kommenden toten Rußland einen sehr ansehnlichen Betrag )rPr Rohbaumwolle.

Rr russisch-türkische Krieg brachte naturgemäß Lin Stillstand in die russischen Bewegungen in flertralafien, verschärfte aber den Gegensatz zu Eng- M, da dieses in diesem Krieg für die Türkei Par- L ergriffen hatte. Aber schon kurz nach dem rus- sjic! türkischen Kriege können wir wieder eine leb- Uere Tätigkeit Rußlands in Zentralasien feststel- E 1883/84 unterwarfen sich Merw und die süd-

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ten sind,! Ejerc Unruhen, Thronstreitigkeiten und Revolutw- Tmpire m T5. ben Aufschwung des Landes gestört. So bleibt «r auch heute noch trotz aller UnAhanglgkettser- feungen ein Spielball zwischen Rußland u^ Eng- K), Lobei zu bemerken ist, daß der russische Em- S$ sich sehr stark geltend macht. Man mag Uber |n Bolschewismus denken, wie man will, er Ym Wi diesen unkultivierten Ländern nicht unwesentlich pi Befteiung von alten überlieferten Formen bei- Grxetren und den Anstoß zu einer sozialen, staat- rkbsn und religiösen Entwicklung gegeben, deren Mergebnis noch nicht abgesehen werden kann. Imiti ein Kampf zwischen Rußland und England »diesen Gebieten zum Ausbruch, dann kcmn sich Wer zu einer Schicksalsfrage für das englische Em- :|ir auswirken. An dieser Stelle ist England am joerften zu verwunden. L- Gnessbauer.

Hesandier Dr.h.c. Sahm

Mailand, 3. Okt. (DNB.) Das lange Hinaus- ziehen der Verhandlungen zwischen Rußland und her Türkei löst in London, wie derQaaaetta di Popolo" gemeldet wird, ernste Besorgnisse aus. Auch die optimistischsten Engländer müßten zu- ' "" * -tt das leh4"'

als einzige von allen Weltmächten seine Stimme erhoben, Chile verteidigt habe und dafür einge­treten sei, daß die kleinen Staaten ihr Schicksal

elbst bestimmen. Deshalb sei Chile aus loya­ler Dankbarkeit verpflichtet, die deut­sche Haltung zu vergelten und Deutschlands Recht zur Selbstbestimmung seines Schicksals anzuerkennen.

Ltm das Waffenausfuhrverbot in USA.

Die Diskussion im amerikanischen Senat hat begonnen.

Washington, 3. Oktober. (Europapreß.) Im Senat hat die Diskussion über die Aenderung des Neutralitätsgesetzes zur Aufhebung des Ausfuhr­verbotes für Waffen und Munition unter Anteil­nahme des ganzen Landes begonnen. Es handelt sich um die größte Parlamentsschlacht, die in den letzten zwanzig Jahren in den Vereinigten Staaten ausgetragen wurde, man erwartet daher eine mehr­wöchige Dauer der Beratungen. Bei der Eröff­nungssitzung brachte Senator P i t t m a n als Präsident des Auswärtigen Ausschusses den Ge­setzentwurf ein. Er behauptete, die Regierung wolle mnt der Aufhebung des Verbotes der Ausfuhr von Waffen und Munition die Neutralität wei­ter vervollkommnen. Das Ausfuhrverbot fei unvereinbar gewesen mit dem festen Ent­schluß des Landes, jedem Krieg außerhalb des amerikanischen Kontinents fernzubleiben. Es müsse dccher aufgehoben werden, zumal es nicht das wahre Symbol der amerikanischen Neutralität sei.

Senator Borah sprach für die Opposition. Er verwies eindringlich auf die Gefahr einer Verwicklung der Vereinigten Staaten in den europäischen Krieg und gab der Ueberzeugung Aus­druck, das jetzige Neutralitätsgesetz ent­spreche durchaus dem Völkerrecht. Eine Abänderung des Gesetzes nach Beginn der Feind­seligkeiten in Europa würde dagegen dieses Recht verletzen. Senator Borah sieht Amerika au f schie­fer Ebene von dem Augenblick an, da es das Waffenausfuhrverbot aufgebe. Er sieht nicht ein, wie es dann nicht zur Ausfuhr amerikanischer Divisionen für die enMche Kriegführung kom­men sollte. Die Forderung Rodseveltsenthalte nichts, was zur Friedenssache beitrage, im Gegen­teil ... st eure man damit rapide auf eine Kriegsbeteiligung h i n". Profite machen werde dabei nur der jüdische Munitionsfabri­kant. Die Kosten aber werde der amerikanische Steuerzahler zu tragen haben, denn man habees mit Nationen zu tun, die nicht einmal die Zinsen, geschweige denn das Milliar­de n kapital der im letzten Krieg gemachten Schulden zurückgezahlt hätten."

Panama, 3. Okt. (Europapreß.) Die Voll- ltzung der Panama-Konferenz hat die von der Kommission für die Aufrechterhaltung des Friedens vorgelegte Resolution, die die Schaffung einer Sicherheitszone um den amerikanischen Kon­tinent herum mit Ausnahme Kanadas vorsieht, als ogenannteDeklaration von Panama" angenommen. Die Kommission erklärt eine derartige Sicherheitswne während der Kriegszeit erforderlich ür den Schutz des interamerikanischen Handels. Der Verlauf dieser Sicherheitszone soll den jetzigen ober zukünftigen Kriegführenden durch gemeinsame Sor­te üun gen der amerikanischen Staaten mitgeteilt werden. Jeder Staat kann, so ist in der De­klaration vorgesehen, in seinem angrenzen­den Seegebiet innerhalb dieser Zone seine Oberhoheit ausüben. Die amerikanischen Regierun­gen erklären, daß sie sich über die Maßnahmen, die ie einzeln oder kollektiv ergreifen werden, verstän­digen wollen. Die amerikanischen Republiken können jedoch im Falle eines Krieges, an dem sie nicht be­teiligt sind, Patrouillen einzeln oder kollektiv in der ganzen Zone unternehmen.

Die Erklärung wurde in der Vollsitzung einstim­mig gebilligt, jedoch fügte Brasilien noch eine besondere Begründung für die Notwendigkeit der Schäftung dieser Sperrzone hinzu. Argentinien protestierte gegen die Einbeziehung nichtamerikani- cher Besitzungen in die Zone und behielt sich inso­fern Handlungsfreiheit vor. Von argentinischer Seite würben dabei besonders die argentinischen Ansprüche auf die Malvinen-Jnseln (Falklands-Inseln) betont. Honduras verwies schließlich noch auf seine Kontroverse mit dem Britischen Reich und machte dabei ähnliche Vorbehalte wie Argentinien. Die Dominikanische Republik schlug einen interamerikanischen Völkerbund vor.

Mit der Annahme der Konterbande-Re­solution, die den Grundsatz des freien Han­dels bestätigt, wie er auf der Habana-Konferenz im Jahre 1928 feftgelegt wurde, beendete die ge­heime Vollsitzung spätabends ihre Arbeiten. Auf Grund der Konterbande-Resolution werden die Teil­nehmerstaaten der Panama-Konferenz Nahrungs­mittel, Rohftolffe für nicht kriegswichtige Industrien und Bekleidung nicht als Konterbande be­trachten. Eine Begrenzung des legitimen Handels mit neutralen Staaten anderer Kontinente betrach­tet die Resolution als u«gerechtfertigL

Eine Stimme aus Chile.

Santiago de Chile, 4. Okt. (DNB. Funk- spruch.) Die chilenische ZeitungOpinion" behandelt die geistige neutrale Haltung gegenüber den Kriegführenden. Es fei zwar jetzt gut, besondere Sympathien nicht sehr in Erscheinung treten zu lassen. Eins jedoch müsse betont werden, daß Deutsch­land bereits 1884 in einem für Chile histo - rischen entscheidenden Augenblick hin­sichtlich der Auseinandersetzung über Tacna-Arica

Moskau, 3.Okt. (DNB.) Die gegenwärtig in Moskau herrschende diplomatische Aktivität, die mit der politischen Neuordnung in Osteuropa verbunden ist, bestimmt weiterhin das Gesicht der Sowjet­blätter. Alle Zeitungen veröffentlichen Meldungen über die Unterredungen des lettiscken Außenmrm- fters Munters und des litauischen Außenmmi- fters Urbsys mit Molotow und Stalin. Der tür­kische Außenminister S a r a c o g l u, der offenbar vor dem Abschluß seiner Moskauer Verhandlungen noch auf Instruktionen aus Ankara wartet, hatte am Montag keine Begegnung mit den sowjetrussychen Staatsmännern. Er besuchte die Moskauer Unter­grundbahn sowie den Wolga-Moskwa-Kanal und wohnte abends einer Vorstellung in der Moskauer Oper bei. Die Ratifizierung des fowietlsch-estmschen Beistandspaktes durch den estnischen Staatspraslden- ten Paets wird in allen Blättern stark hervorgeho- bcn. Wahrscheinlich dürfte das Erscheinen der s o w - ietischen O st seeflotte vor Oesel und D a g ö und im Hafen von Baltis ch - P o r t nur noch eine Frage von wenigen Tagen fern. .

Die3 sn> e (ti j a" si-ht in dem Pakt em« Ga­rantie ersprießlicher Zusammenarbeit zw'Ich-n Est- land unb ber Soroietunton. Daburch. batz b-r Sawsitunian bi- 3nle(n Oesel unb Dago sowie ber Anfen van Baltisch-Part als Basen ihrer Kriegs­marine eingeräumt wurden, seien die opera­tiven Möglichkeiten ber so w ietischen Ostsee flotte unb ber sowjetischen Luststreit- kräfte sowohl in ber Einfahrt $um Finnischen und J Rigaer Meerbusen als auch m ber Ostsee übechaupsi beträchtlich erweitert worben, Zugleich aber schaffe die neue Lage auch .kur Est- kand eine absolute Sicherung feines territorialen Bestandes. Die wachsende Bedeutung der sow,eti- scben Kriegsmarine und die Befestigung ihrer stra­tegischen Positionen in der Osftee stellten ferner die sicherste Garantie für die ßebensmteref en auch der übrigen baltischen ©taaten dar. Estland habe als erster der Baltenstaaten diese em- fache Wahrheit begriffen unb_ durch den Abschluß des Beistandspaktes nut der e-oroietunion auch den anderen baltischen Staaten ein würdiges Bei-

im Warenverkehr mit neutralen Häfen Dor­sch r bf t e n zu machen, auf scharfen Wider­st a n d stoßen werde. Die britische Schwarze Lifte sei jedoch bisher den Vereinigten Staaten noch nicht amtlich zur Kenntnis gebracht worden.

Auswirkung des Handelskrieges auf die britische Schiffahrt.

London, 4. Okt. (Europapreß.) Der englische Handelsminister Oliver Stanley mußte im Unter­haus indirekt zugeben, daß die englische Handels- schiffahrt in den vergangenen Wochen durch die deutschen Unterseeboote außerge­wöhnlich hohe Verluste erlitten hat. Der Handelsminister gab die Erklärung ab, daß dis englische Regierung bemüht sei, den Bau be­reits auf Kiel gelegter Handelsschiffs zu beschleunigen und Neubauten anzuregen. Die britische Regierung werde in Zukunft für den Bau von Handelsschiffen Darlehen geben, da diese Neubauten dem nationalen Interesse dienten.

Moscicki läßt sich in der Schweiz nieder.

Bern, 3. Okt. (DNB.) Der Bundesrat gab seins Genehmigung für den Uebertritt des früheren Prä­sidenten der'polnischen Republik Moscicki und seiner Familie nach der Schweiz. Moscicki, der sich gegenwärtig nach in Bukarest befindet, ist übrigens seit 1 908 Schweizer Bürger einer Gemeinde im Kanton Freiburg und wird sich auch in Freiburg niederlassen. Die Millionen von Polen, die er ins Unglück führte, besitzen aller­dings kein neutrales Bürgerrecht, das sie jetzt schützt.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht hat den Korvettenkapitän von Putt« kamer mit Wirkung vom 1. 10. 39 zu seinem Adjutanten der Wehrmacht (Kriegsmarine) ernannt.

Am Montag wurde die schweizerische Neu­tralität durch ein französisches Flugzeug aufs neue verletzt. Eine graue Maschine flog beson­ders niedrig und wurde in einem der Vororte von Genf als ein franzäsftcher Typ erkannt. Nach einer großen Schleife über schweizerischem Gebiet ent­fernte sich das Flugzeug in Richtung der französi­schen Befestigungen von ^Clufe.

Der britische Außenminister Lord Halifax emp­fing am Montag den früheren Danziger Völker- dundskommissar Prof. Burckhardt in Privat­audienz.

Die britischen Behörden haben angeordnet, daß alle Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren , fofortbie englische Hauptstadt zu ver- lassen haben. Sie sollen ohne Begleitung der Eltern in Städten und Dörfern Nordenglands im- t ergeb rächt werden.

Der sowjetische Regierungschef und Außenkom- 1 missar Molotow empfing Oberst B o j d e f f, der ' in den letzten Tagen Verhandlungen über eine Luftkon'oention zwischen Bulgarien I und der Sowjetunion und über die Her« i stellung e|ner Flugverbindung MoskauSofia get [ führt hatte.

Warum sotten wir nicht ausgehen?

Es ist erklärlich, daß in den ersten Tagen des Kriegszustandes das öffentliche Leben in den deut­schen Gaststätten, Cafes, Filmhäusern, Darietös und Theatern eine gewisse Stockung erfuhr. Diese Flaute dürfte vor allem auf die Gründlichkeit und Genauigkeit zurückzuführen sein, mit der der deutsche Staatsbürger die vorgeschriebenen Maßnahmen der Verdunkelung der Wohnungen und die Ausrüstung der Luftschutzkeller vornahm. Heute sind Wohnun­gen und Luftschutzkeller immer in Alarmbereit­schaft. Da selbststoerständlich auch sämtliche öffent­lichen Betriebe die vorgeschriebene luftschutzmäßiae Sicherung aufweisen, besteht keinerleiGrund, abends zu Hause zu sitzen, statt in den Film, ins Theater ober ins Cafe zu gehen. Auch ist die Ver­dunkelung ber Straßenzüge so burchgeführt, baß für einen späten Nachhauseweg keine unüberwind­lichen Hindernisse vorhanden sind.

Auch nach ber moralischen Seite hin haben wir keinen Grund, während des Kriegszustandes zu Hause zu bleiben und womöglich Trübsal zu blasen. Der Krieg wurde bisher an den äußeren wie an ber inneren Front mit größtem Erfolg geführt. Alle Wunschträume der Feinbe, nach Berlin zu marschie­ren ober die deutschen Städte in Schutt und Asche zu legen, sind zur Lächerlichkeit verdammt. Gewiß, in diesem und jenem Hause herrscht Trauer. Aber diese Trauer verbindet sich mit dem stolzen Gefühl des Opfers für Volk und Reich. Das heutige deutsche Volk ist sich seiner Kraft und seiner Sicherheit be­wußt, es kann in seinem Selbstvertrauen nicht er­schüttert werden. In dieser Haltung liegt es begrün­det, daß z. B. mit der Eröffnung der Spielzeit der Theater sich eine auffallende Zunahme der Be- ucherzahl bemerkbar machte. Ebenso erfreuen sich oie Filmtheater und die Caf^s eines guten Besuches aus allen Schichten der Bevölkerung, womit auch ein Beweis für die innere Haltung und die mora­lische Widerstandskraft Großdeutschlands in dem aufgezwungenen Krieg geliefert wird.

Warum sollen wir nicht ausgehen? Es kommen natürlich nicht nur persönliche Wünsche ber Unter­haltung in Betracht, sondern auch Volkswirtschaft-' liche Überlegungen. Wir wissen aus England und Frankreich, daß die Arbeitslosenziffer schnell an- teigt, weil die dortigen Kriegsmaßnahmen unmit­telbar zahlreiche Betriebe trafen, die daraufhin ihre Angestellten entlassen mußten. Es ist schließlich klar, daß sich mit der Schließung aller Gaststätten und Filmhäuser in den Abendstunden wesentliche Aus­fälle verbinden, deren Opfer in den demokratischen Staaten die Angestellten wurden. Wenn wir in Deutschland das öffentliche Leben dieser Art nicht begrenzen, wenn die Bevölkerung aus dem Gefühl des Vertrauens und der Sicherheit heraus nach der Tagesarbeit unbekümmert Unterhaltüngsstätten aller Art aufsucht, so sind damit diese Erwerbsein­richtungen wirtschaftlich gesichert. Deutschland kann beispielsweise seine Filmproduktion ohne jede Ein­schränkung fortsetzen, weil die Frequenz der. Licht­spielhäuser so erfreulich ist, daß die Realisierung nicht gefährdet wird. Wenn man beobachtet, daß auch in Gegenden, wo Ausflugs- und Wochenend­verkehr eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielen, die Besucherzahl trotz der Beschränkungen im Reichsbahn» und Autoverkehr noch zufriedenstellend ist, so spiegelt sich auch darin die gesunde Haltung des Deutschen im gegenwärtigen Kriegszustand wieder.

tttfittm, daß dieses Land in einer Auseinander- thng mit Rußland auf seiner Seite steht

Nr russisch-japanische Krieg, der Weltkrieg und ti Umwälzungen, die dieser rm Gesolge hatte, Üen die zentralNsiattschen Fragen in ihrer Be- nhmg für die WeltpoMt zurücktreten lassen, dich dem Weltkrieg mußte England nach, einer Nfgeri'schen Auseinandersetzung mit dem jungen frr entschlossenen Emir Ammanulla die Unab- K-giWit Afghanistans anerkennen und zusehen, «i selbst ckn sowjetrussischer Vertreter m Kabul M'.oq. 1921 hat auch Rußland die Unabhängigkeit jchanistans anerkannt, aber immer meta haben E?' V«______c eru__hn itnh RkMOlutlO-

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Staaten wAdm sich' j e d °-n I irgend einer -mopäsichen Macht, dem USA.^rtM

Genf, 3. Okt. (Europapreß). Zu dem Bei

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und Estland schreibt dieTravail , daß mit Der, ber anderen durch Italien begrenzt und über Annfa?tabtUL Danzig aus, Wendung im Ostseeraum ^rßon bone r Hch j ^n Balkan reichen würde, und der so vollständig i hing der Freien und Hans asta ^nz» ^lskapitalismus wieder eimge feiner tu Ich. w beabsichtigte Einkreisung Deutschlands a u f

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nenv iftfrr wohnenden Turkmenenfreiwillig" den Ruf­st toerL fcn Sarachs, ein Überaus wichtiger strategischer nach? Mikt an der persischen Grenze wurde von den Qllj ji&m gegen unbekannt gebliebene Gegenleistun- Derb |a' an Rußland abgetreten, und so waren die Und i! Men, der für sie bedeutungsvollen Einbruchsstelle 9«? M» Afghanistan ein ganz erhebliches Stück näher Dothen aebmmen. Zur Sicherung wurden damals ganz olite? » blutende Truppenmassen in die neugewonnenen Stblennf. Miete gelegt.

W , infolge dieser Machtverschiebung wurde die Frage ;=*; Grenzregulierung von England wieider aufge- n ti' n^men, zog sich aber wegen ber grundsätzlich ver- tnifle Ebenen Auffassung in die Länge. Die Gegen- « die im einzelnen hier zu erwähnen zuweit LA*1 Kren durfte, nahmen eine solche Schärfe an, daß rfenV Mland am 30. März 1884 sich veranlaßt sah, vickti^ lebe gesamten Land- und Seestreitkräfte mobil zu ßj F iLcfjen. Eine friedliche Lösung schien ausgeschlos- 0 061110 Rußland hatte aber für sein Dorwäittsdrän- einen äußerst günstigen Zeitpunkt gewählt; . England war gerade zu dieser Zeit in an» ittTöIar» bein Gebieten fernes Reiches (Aegypten, Sudan be« £ usr.) so sehr engagiert, daß es ohne Gefährdung aniRi Weltmachtstellung nicht in der Lage war die ''T Uten Folgerungen Rußland gegenüber zu ziehen. nffiLil !mm man aus der damaligen Lage Englands nict gewisse Schlüsse aus die Gegenwart ziehen? bot i 7!-h langen und schwierigen Verhandlungen wurde h >mÄJ? i fd) cWh eine Einigung zwischen den beiden Staa- erzielt. Rußlands Wünsche wurden erfüllt, es nha hre sich ohne daß es gezwungen war, sich in die

L .| Kreii Verhältnisse Afghanistans zu mischen, eine J " J iTl machfttellung in Zentrala'sien errungen.

SMIl betrachten wir noch kurz die Stellung Eng- ? kütbs zu Afghanistan. Schon seit 1839 führt Eng- fiGTJ* einen ständigen Kampf um die Freundschaft 1 ^Hchamftans, bald kriegerischer Art, bald auf dem n.er ß*' kge der Verhandlungen und der Subsidien. Un- Lauere Opfer an Geld und Mut hat England brL-geit müssen, um sich einen festen Wall zu schaf-

1 der Indien vor einem Eindringen Rußlands

dsmetjH n Eine Expedition der (wglänber gegen off shitianiftan haben die Afghanen nie vergessen, denn Maonwy b-(, wurde von den Engländern unter den Gene- * fDCI, ra'-n Pollok und Rott mit einer Grausamkeit durch- mV Iceührt, die ihresgleichen in den Kolonialkampfen Met. Jedenfalls stehen die Erfolge Englands «iJfcin Lande gegenüber in keinem Verhältnis zu D0$-N in*opfern, die England in diesen hundert Jahren 1 Altmiracßt hat. Bei dem treulofen Charakter der inanen, der Unsicherheit der inneren Verhält m da°u an, tann England niemals mit Sichecheit daran

Oie Kniw ck'una im BaNttum eineneuefli'HlocFContone

, f a m schließen würde. Man würde so einen ewaltigen Block von Neutralen schaf- der von der einen Seite von Rußland und