Ausgabe 
4.8.1939
 
Einzelbild herunterladen

Wirtschaft

Der landwirtschaftliche Marktbeobachter

reien. Die Abwicklung der alten S) afer = Vorräte macht nur langsam Fortschritte, da die oft geringe Qualität kein Kaufinteresse findet. Die Verwertung der Oelsruchternte schreitet dagegen rasch weiter. Bei der allgemeinen Bedeutung der Oelfrüchte für unsere Fettoersorgung wird jetzt überall eine Ausdehnung des Anbaues angestrebt, zumal hierfür in Hessen-Nassau die Voraussetzun­gen recht günstig sind. Futtermittel stehen in fast allen Sorten ausreichend zur Verfügung. Kleie kam aus dem Auslande heran. Im August wird auch die gemischte Zuteilung von Kartoffelflocken, Mais, Futtergerste und Schnitzel zur Auslieferung gelangen. Für die Kleintierhalter stehen genügend .gute Misch futtermittel, wie ab er auch Futterweizen usw. zur Verfügung. Der Absatz in Stroh hat sich noch nicht gebessert, zumal auch in diesem Fahre eine gute Strohernte erwartet wird. Dagegen ist Heu besser angeboten, so daß die Käufer ziemlich zufriedengestellt werden können.

Die Weizenmehlumsätze waren in der letzten Zeit sehr lebhaft, weil sich die Verarbeiter noch mit den alten Mehltypen eingedeckt haben. Der Roggenmehlmarkt ist ausgeglichener, nachdem jetzt die norddeutschen Mühlen sich mehr auf die Her­stellung des neuen Roggenmehles, Type 700, um­gestellt haben. Die hiesigen Mühlen beliefern da-

änderungen aufzuweisen. Fn hohem Maße dauerte die Zurückhaltung an. Während IG.-Farben mit 144,90 AEG. mit 114,50, Rheinstahl mit 134,25, Hoesch mit 106,25, Metallgesellschaft mit 114 40 und u. a. Adlerwerke mit 99,50 unverändert lagen, konnten sich Mannesmann und Verein. Stahl um je 0,13 v.H auf 103,25 bzw. 98,75, MAN. um 050 v. H auf 142,50, Demag um 0,75 v. H. auf 139,75, Licht & Kraft um 0,50 v. H. auf 129,50 und Ges- fürel um 0,25 v. H. auf 126,50 erhöhen. Anderer­seits bröckelten Scheideanstalt aus 204,50 (20a) ab, und Akkumulatoren gaben zum Einheitskurs lo. H. nach auf 217. Renten lagen völlig gefchaftslos, 6 v.H. FG.-Farben wurden zu 119,65 (119,50) ge= fraqt. Im Freiverkehr hatten Kommunal-Umjchu!- dung bei uno. 93,20 etwas Umsatz. In Stsuergut- scheinen verblieb etwas Angebot.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 3. Aug. Auftrieb: Rinder 918 (gegen 987 am 27. Juli), darunter 117 (121) Ochsen, 163 (187) Bullen, 456 (473) Kühe, 182 (206) Färsen. Kälber 582 (766), Hämmel und

Schafe 113 (136), Schweine 1122 (711), Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.. Ochsen a) 45,50 bis 46,50 (44,50 bis 46 50), b) 42,50 Ml bis 42 50) c) 37,50 (37,50). Bullen a) 43,50 bis' 44 50 (43'bis 44,50), b) 39,50 bis 40,50 (40,50). Kühe a) 43 bis 44',50 (42 bis 44,50) b) 39 bis 40,50 (37 bis 40,50), c) 30 bis 34,50 (30 bis 34,50), d) 18 bis 25 (23 bis 25). Färsen a) 45 bis 45,50 (44 50 bis 45,50), b) 41,50 (40 bis 41,50), c) 34 bis' 36,50 (33,50 bis 36,56), d) 28 (28) Kalber a) 62 bis 65 (63 bis 65), b) 55J)is 59 (56 bis 59 , c) 47 bis 50 (48 bis 50), d) 30 bis 40 (40). Hämmel bl) 49 bis 50 (49 bis 50), £2) 43 b\s 44 () c) 38 bis 42 (35 bis 40), d) 30 bis 3a (). Schafe a) 42 (40 bis 42) b) 34 bis 39 (33 bis 39), c) 25 bis 32 (27 bis 32). Schweine a) 62 (62), bl) 61 (61), b2) 60 (60), c) 56 (56), d) 53 (53). Sauen gl) 61 (61). Marktverlauf: Rinder, Kalber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel

Schweinemarkt in Butzbach.

* Butzbach, 3. August. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 455 Ferkel zum Ver­kauf. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel bis 18 RM 6 bis 8 Wochen alte 18 bis 23 RM., über 8 Wochen alte Tiere bis 30 RM. pro Stück. Bei flottem Handel wurde der Markt geräumt.

Das regnerische Wetter verzägert die Einbringung der Getreideernte auch in Hessen-Nassau, wo fast überall Roggen- und Sommergerste geschnitten sind, aber bisher nur zu einem geringen Teil em- gebracht werden konnte. Zur Beschleunigung der Erntearbeiten ist überall der Einsatz aller verfüg­baren Hilfskräfte eingeleitet. Die bisher oorgelegten Muster von Weizen und Roggen waren von sehr guter Beschaffenheit, so daß also auch m dieser Hin­sicht die besten Aussichten bestehen. Die Mühlen kaufen Brotgetreide für sofortige Ablieferung, wo­bei sie naturgemäß auf beste Herrichtung Wert legen. Außerdem stehen ihnen aber noch grotze Vorräte zur Verfügung, wie sie ja auch Roggen alter Ernte demnächst von der Reichsstelle wieder zuaewiesen erhalten. »

Die Anlieferugen in W i n t e r g e r ft >e haben wieder sehr nachgelassen, da ein großer Teil des Ertrages für die Versiitterung dienen muß. Die gute Beschaffenheit der Wintergerste erleichterte in diesem Fahre ihre Verwertung zu Fndustriezwecken.

Von Braugerste liegen bereits Muster recht guter Beschaffenheit vor, allerdings muß man jetzt in den südlichen Bezirken mit einer Beeinträchti­gung der teils schon geschnittenen Gerste rechnen. Soweit Sommergerste bereits verfügbar war, er­folgten Verladungen an die Mälzereien und Braue­

Vom Amtsgericht Gießen.

Heber das Vermögen des Kaufmanns Karl Horst , Inhaber der Firma Carl Horn in Gie­ßen, Marktstraße, ist das Konkursverfahren eröffnet worden. Zum Konkursverwalter wurde der Bücher­revisor Ludwig Schultheiß in Gießen bestimmt. Anmeldefrist bis 31. August 1939, erste Gläubiger­versammlung und allgemeiner Prüfungstermin am 11. September 1939, offener Arrest mit Anzeige­pflicht bis zum 11. September 1939.

Rhein-Mainische Börse.

rNittagsbörse lustlos.

Frankfurt a. M., 3. August. Die Börse ent­behrte weiterhin jeglicher Anregung und war nahe­zu geschäftslos. Da jedoch die Abgaben der letzten Tage nachgelassen haben, konnten sich die Kurse am Aktienmarkt gut behaupten und teilweise leicht befestigen, doch laa ihnen nur denkbar klein­ster Umsatz zugrunde. Leicht befestigt waren u. a. FG -Farben auf 144,90 (144,50), Mannesmann aus 103,13 (102,75), AEG. auf 114,50 (114), ferner RWE. auf 114,90 (114,65), Heidelberger Zement auf 144,50 (143,75) und Conti Gummi auf 216,25 (216). Erneut 1 v. H. schwächer lagen Bemberg mit 131, außerdem bröckelten Gesfürel auf 126,25 (126,50) und AG. für Verkehr auf 112,50 (113) ab. Unverändert setzten u. a. Reichsbank mit 179,75, Hoesch mit 106,25, Verein. Stahl mit 98,50, Scheide­anstalt mit 205, Adlerwerke mit 99,50, Westdeutsche Kaufhof mit 96,75 und Rheinmetall mit 117 em.

An den festverzinslichen Märkten kam es ebenfalls nur zu kleinem Geschäft bei größtenteils unveränderten Kursen. So u. a. in Gvldpfand- (rriefen, Staats- und Stadtanleihen. Von letzteren Heidelberger jedoch 0,75 v. H. ermäßigt auf 95,75, andererseits 4,50 v. H. Hanau 97,50 . (97,2a). Liauidationspfandbriefe mit Industrie-Obligationen schwankten bis 0,25 v. H., 5 v. H. Gelsenberg 0,50 v.H. erholt auf 98,75. Reichsaltbesitz wurden zu um). 132 gefragt, Reichsbahn-DA. lagen 0,13 v.H. höher mit 122,90. Steuergutscheine gingen in beiden Serien bei größerem Angebot 0,25 bis 0,50 v. H. zurück.

Fm Verlause fehlte es an jeder Unternehmungs­lust und weitere Umsätze fanden kaum statt. Die später notierten Papiere lagen überwiegend etwas höher.

Der Freiverkehr war sehr ruhig und be­hauptet. Tagesgeld unv. 2,50 v. H.

Abendbörse ruhig.

Die Abendbörse nahm einen sehr stillen Verlauf und hatte meist nur geringe nominelle Kursoer­

gegen ihre Abnehmer mit dem seitherigen Mehl weiter. , ... .

Die Kartoffelversorgung ist aus der eigenen Ernte sichergestellt, ober ein Versand ist vorläufig noch nicht möglich. Mit der allseitigen Rodung der mittelfrühen Kartoffeln kam die An­lieferungspflicht wieder in Fortfall. Ebenso gün­stig ist die Marktbeschickung mit Obst aller Art im Rhein-Maingebiet. Fn Stachelbeeren war die Ernte so reichlich, daß eine Verwertung nur mit dem ver­stärkten Einsatz der Industrie möglich war. Die letzt hauptsächlich geernteten Pfirsiche und Fruhpflau-

Die kinderlandverfchickung braucht Pflegestellen für unsere Fugend!

men müssen aber über den Frischmarkt verwertet werden während Aprikosen und Sauerkirschen, wie auch Renekloden wieder in die Industrie gehen. Die Preisregelung obliegt nach wie vor dem Reichskommissar für die Preisbildung bzw. seinen Preisüberwachungsstellen. In Gemüse bringt das Rhein-Main-Gebiet eine überaus reiche Ernte em, wofür die starke Beschickung der Märkte zeugt. Weißkohl, Blumenkohl und auch Kopfsalat sind als billige Massengemüse überall vertreten. Aber auch an anderen Sorten kann die Hausfrau ihren Be­darf leicht befriedigen.

Die Fleischoersorgung bewegt sich in den bisherigen Bahnen. Die Auftriebszahlen werden so­wohl in Rindern, wie auch m Kälbern und Schwei­nen im Rhein-Main-Gebiet erreicht, so daß die Verarbeiter entsprechend versorgt werden können. Fedoch ist für diese, wie für den Verbraucher eine Einteilung der verfügbaren Mengen nötig, wobei für diesen Seefische aller Art den zweckmäßigsten Ausgleich bringen können. Hammelfleisch steht jetzt auch reichlicher zur Verfügung, nachdem die Weide- abtriebe beginnen.

Fn der Versorgung mit Molkerei- erzeugnissen und Eiern hat sich kaum eine Aenderung ergeben. Die Landwirtschaft hat jetzt größeren Eigenbedarf, bemüht sich aber doch, die gleichen Mengen an Milch abzuliefern, so daß Frischmilchbedarf und Buttererzeugung gedeckt bzw. fast unverändert sind. Bei Käse rücken immer mehr die preiswerten, bodenständigen Sorten, wie Main­zerkäse und Qu ar g in den Vordergrund. Fn der Eiererfassung ist der Stand des Vorjahres rwch nicht erreicht, da die Schäden des Schwarzhandels noch nicht ausgemerzt werden konnten. Fnfolge- dessen muß sich die Belieferung der größeren Plätze auf die Eingänge aus dem Reichsausgleich stützen.

SOMMER «SEHMIXS» ITERKÄWF

wird den Lochbetrieb nicht stoppen. So begeistert wie ich kaufte, so kaufen viele, viele Menschen hier,. Und warum? Weil es nach wie vor stark herabgesetzte Preise gibt und noch immer gute Ware in allen zugelassenen Abteilungen zu gewinnen ist. Ja, ja, die Schlauen wissen wo es

lohnt ... hier iin Sommer - Schluß - Verkauf ..." A

Stoffspezialhaus -5

Bernard & Sohn a

Plockstraße 14-16 GIESSEN Fernsprecher 2514 5318a V

vom 31.

uli bis 12. August

Weilburg (Lahn)

Besucht das herrlich gelegene

Schloiterrassen-taie

Täglich nachmittags und abends

Konzert

in der anschließenden Orangerie.

Eigene Stonbitorci. 03768

Inh. W. Görtz, H otel Traube.

Mliener und Pickel entfernt

Schönheltswassor Aphrodite

So wirkt

Drogerie Winterhoff, Krenzplatz 10

Löwen-Drogerie, Seltersweg 69

Parfümerie Plank, Seifersweg 8

Frisier-Salon Wahl, Bahnhofstr. 63

Parfflmerle E. Muhl, Dfänsbnrg 8.

CARL SOMMER

Bahnhosstr. 14

Es gibt in j* Gießen H so manchen R

Herrn, der kleidet sich I immer wieder 1 bei Sommer 1

so gern!

Luftreiniger und Desinfektore

in vernick. Behältern. In den Gerüchen: Flieder, Veilchen und Tanne. Behälter Hk. 0 80

5326 A

V f^tymemann,

Factydragerie-Bahnhofstr.V/

Elche

zwischen Meer und Memel

Don Martin Aahies

120 Seiten, 82 Naturaufnahmen «... fast dramatisch wirkt diese Dil- I verfolge, die auch i)erruft und Dunst I der Küstenlandschaft wiedergibt. Mit leidenschaftlich bewegtem Text, aber auch I E präziser Sachkunde begleitet Martin xames seine großartigen Aufnahmen. ^n vortreffliches Buch.- Bert. Tageblatt 3tt Ganzleinen RM. 3,60.

Erhältlich in allen ©{ebener Buchhandlungen!

Hugo Bermühler Verlag

Berlin-Lichterfelde

Werbe-Drucksachen

liefert Bröhl'sche Druckerei

*!>&$ Itykebeit für das Wochenendhaus.

Auch auf kleinstem Raum läßt es sich aufstellen. Bei Nicht­gebrauch wird es zusammen­geklappt und als Bank benutzt Also wirklich praktisch. Viele Ausführungen gibt es davon bei

J.B. Häuser

Gießen, a. Oswaldsgarten (Parkplatz)

Fernruf Nr. 2145-2146 §

Ihre Verlobung geben bekannt

Otty Georg

Hans Wolfgang Siecher

Gießen Gießen

Seltersweg 36 Kaiserallee 70

3. August 1939

5334D

SELTERSWEG 47 »TELEFON 2373

iilliliiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Vornehm I Geschmackvoll,! Persönlich I Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aus­führungsarten und Papieren zu m&BIgen Preisen Brühlsche Druckerei. Schulstr. 7, Ruf 2251 iiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiii

Garagenhof Mühlidi (modernster Garagen betrieb) Steinstraße Ecke Ederstraße

Garagen frei! 5321D Auskunft bei M üblich, Damm- Straße 22 / Telefon 4314 _