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len die Deut-
embley-Halle
Alpenfahrer zur preisverleilung in Wien
Am zwölften Wettbewerbslage des 20. Rhön- Segelfluges auf der Wasserkuppe hatte die Flugleitung den Piloten die Aufgabe gestellt, Zielsegelflüge nach Flugplätzen in einem Sektor durchzu- führen, den die Linien Wasserkuppe—Braunschweig und Wasserkuppe—Dresden begrenzten. Die meteorologischen Voraussetzungen waren diesmal wesentlich schwächer als an den Vortagen. So mußten zahlreiche Flieger zweimal starten, ehe sie den nötigen Höhengewinn über der Wasserkuppe er- reicht hatten. Dennoch gab es eine ganze Reihe « vlüge, die bei der ungünstigen Wetterlage alle Beachtung verdienen.
So gelangen drei Ziel-Segelflüge nach Magdeburg (214 Kilometer) von Hofmann (Gruppe 4, Berlin), Kurt Schmidt (Gruppe 16, Karlsruhe) und Späthe (DFS. Darmstadt). Der in der Wertung führende Sturmführer Kraft mußte 8 Kilo- Meter vor Magdeburg niedergehen und kam nur
Die Langstreckenfahrt quer durch Bayerns und der Ostmark schöne Alpenkette war eine Prüfung der Tüchtigkeit unserer Fahrer und Kraftfahrzeuge, die an Schwierigkeitsgrad und Vielseitigkeit die son- tigen großen Zuverlässigkeitsfahrten weit übertraf. Man kann aber mit Stolz festftellen, daß sie glänzend bestanden wurde. Von den 288 Fahrzeugen, die am Montag in München zur Internationalen
auf 206 Kilometer. Haase (Gruppe 4, Berlin) und Treuter (Gruppe 8, Eschwege) mußten beim Flugplatz Halle-Nietleben nach 190 Kilometer landen. Zahlreiche weitere Streckenflüge bewegten sich zwischen 100 und 150 Kilometer. Sechs Piloten kamen im Zielflug bis zum Flugplatz Erfurt und legten dabei 97 Kilometer zurück.
In der Gesamtwertung haben sich nach dem ereignisreichen elften Wettbewerbslage im übrigen erhebliche Veränderungen ergeben. In der Klaffe A (Einsitzer) liegt nunmehr Sturmführer Kraft (Schwaben) mit 2256,25 Punkten an der Spitze vor Obersturmführer Schmidt, Hauptsturmführer Bräutigam, Sturmführer Haase und Sturmführer Treu- te'r. In der Klasse B (Doppelsitzer) gab es einige Verschiebungen. Hier führt nun Sturmführer Romeis (Gruppe 14, Bayern-Süd) mit 799 Punkten das Feld an.
Kraul und die 4 X 200-Meter-Kraulstaffel gewannen, bei den Männern diesmal wohl leer ausgehen. Weder in den reinen Schwimmwettbewerben noch im Springen oder im Wasserballspiel sollten die Deutschen gefährdet sein. Bessere Aussichten haben dagegen die englischen Frauen. Ihre stärkste Waffe ist die elegante Betty ©labe, die im Kunst- und Turmspringen an tritt. Auch die Brustschwimmerin S t o r e y ist noch nicht geschlagen. Ebenso werden die Engländerinnen in den Staffeln ein ernstes Wort mitsprechen. Auf jeden Fall wird die zweitägige Veranstaltung in Erfurt fchöne Kämpfe bringen.
am Ende der Pflichtrunde in einem Entscheidungsspiel zwischen den Siegern der beiden Staffeln ermittelt wird, würdig ist, in die Bezirksklasse aufzusteigen.
Wie schon eingangs erwähnt wurde, sind (vorbehaltlich kleinerer Ergänzungen bzw. Aenderungen) nachstehende Staffeln zusammengestellt:
Staffel 1 : Mtv. Gießen II, To. Großen-Lin- den, VfB.-R. Gießen, Tv. Hochelheim, Tv. Lich, Tv. Londorf, Tv. Grüningen.
Staffel 2: To. Atzbach, To. Dutenhofen, Luftwaffe II, Tv. Krofdorf, Tv. Katzenfurt II, Tv. Nauborn, Tv. Garbenheim II.
Die Einteilung derHandball-Kreisklaffen-Mnnschasten
Die Bezirksklasse wird keine Aenderung mehr erfahren, d. h. also, die beiden im vergangenen Jahre bestehenden Staffeln werden auch diesmal wieder in Erscheinung treten — selbst dann, wenn die Vereine des Kreises Marburg wider Erwarten nicht melden sollten.
Tv. Wetzlar endgültig ausgeschieden k
Wie uns von zuständiger Seite mitgeteilt wird, ist es dem Tv. Wetzlar nicht möglich, in diesem Jahre eine Meldung abzugeben. Damit hat man endgültig mit der alten Tradition gebrochen, d. h. die älteste der im Kreis 8 bestehenden Handballabteilungen ist aufgelöst.
247 und 46 beteiligen werden. Näheres über die SA.-Kämpfe teilen mir nach erfolgter Ausschreibung noch mit.
So werden NSRL., SA. und HI. in kameradschaftlicher Zusammenarbeit in diesem Jahre au dem oberhessischen Heimatberge wieder ein Fest der Heimat- und volkstumsverbunoenen Leibesübung gestalten, das als Großereignis unserer Heimat wieder eine starke Anziehungskraft ausüben wird.
Schwimmländerkampf gegen England in Erfurt.
Nach dem großartigen Siege gegen Ungarn bestreitet Deutschland seinen nächsten Schwimm- Länderkampf am kommenden Wochenende in Erfurt gegen England. Wie schon 1937 bei der ersten Begegnung in London, umfaßt der Länderkampf auch diesmal wieder 20 Wettbe-
Modemacher im Sudetenland
Tausende von Mustern in der Gablonzer Glasindustrie.
Don unserem W. ^.-Korrespondenten.
Drei Ziel-Segelfliige nach Magdeburg
12. Wettbewerbstag der „20. Rhön".
düngen zwischen Ruppertsburg und Langd erlegte der hiesige Iustizsekretär Heinrich Becker einen fast zwei Zentner schweren Keiler. — Nachdem kürzlich wieder zwei Fachwerkhäuser instandgesetzt worden sind, wird jetzt das Gold- mannfche Haus in der Wildemannsgasse vom Putz fteigelegt. Hierdurch wird das Straßenbild der Alt- stadt wesentlich verschönert.
Kreis Büdingen.
(V S ch o 11 e n, 3. Aug. Am gestrigen Abend sand ein Appell der hiesigen Kriegerkamerad- schaft im NS.-Reichskriegerbund statt. Nach Begrüßung der Kameraden ließ der stellvertretende Kameradschaftsführer Kamerad Widmann die Erinnerung an die große Zeit vor 25 Jahren lebendig werden und sprach von den unvergleichlichen Leistungen des deutschen Heeres im Weltknea, wobei die Lebenshingabe der zwei Millionen Gefallenen besonders gewürdigt wurde; er erinnerte ferner an den gerade vor fünf Jahren erfolgten Tod des großen Feldmarschalls von Hindenburg, dessen Andenken wie das der Helden des Weltkriegs in der üblichen Weife geehrt wurde. Im weiteren Verlaufe des Appells wurden die Bestim- mungen über den Staatsakt am Tannenberg-Ehren- mal (27. August) bekanntgegeben und die letzten dienstlichen Anweisungen des Kreiskriegerführers defprochen. Ferner wurde beschlossen, am Nachmittag des 13. August einen Familienausflua nach dem Falltorhaus (Forsthaus Kiliansherberge) zu machen. In feinem Schlußwort rief der stellvertretende Ka- meradfchaftsführer auf zum festen Zusammenstehen in treuer Kameradschaft und Einsatzbereitschaft für Führer, Volk und Vaterland.
werbe der Männer und Frauen, übertrifft also selbst das olympische Programm um vier Konkurrenzen. Dor zwei Jahren siegten die Deutschen nach harten Kämpfen in der Wembley-Halle überlegen mit 63:27 Punkten. Diesmal sollte das Ergebnis noch einbeutiger ausfallen, da unsere Gäste leider auf einige ihrer besten Kräfte verzichten müssen. In erster Linie bedauern wir bas Fehlen bes prächtigen Kraulschwimmers Norman Wainwright, Der ben jungen Magdeburger Köninger sicher zu großen Leistungen angetrieben hätte. Aber auch Davis und T o m a 1 i n , bie beiden Meister über 200 Meter Brust und im Turmspringen, müssen ersetzt werden. So werden bie Engländer, bie in London u. a. die 400 Meter
Der NSKK.-Mann Diehl gewann in der soeben beendeten Deutschen Alpenfahrt am Steuer eines Opel- Kapitän das „Edelweiß", die höchste Auszeichnung in der Klasse der serienmäßigen Personenwagen bis 3000 ccm, und außerdem die Goldene Alpensahrt-Plakette. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Alpenfahrt gestartet waren und in drei Tagen 1627 Kilometer zurückzulegen hatten, blieben nur 57 auf der Strecke.
Stolz, Freude und Genugtuung beherrschte die Stimmung bei der Preisverteilung am Donnerstag vormittag auf dem Wiener Rathausplatz. Don den 231 erfolgreichen Fahrern erhielten 78 bie Golbene Alpenplakette, weil sie in ihren Wertungsgruppen ftrafpunttfrei geblieben waren
ihn die hessische Taustballmeifterschast.
Die Faustballmeisterschaft des Gaues Hessen wird am 15. August in Marburg entschieden. Zu den Endspielen treten die drei in den Gruppen Nord, Süd und Eder siegreichen Mannschaften an, der Tv. 1 84 6 Gießen, CT. Hessen-Preußen Kassel und To. Wasenberg. Es ist damit zu rechnen, daß die Gießener ihren Titel erfolgreich verteidigen. Sie werden allerdings vor allem mit Kassel einen harten Kampf zu bestehen haben.
Hitler-Lugend Bann 116.
Stelle für Leibeserziehung.
Der Bannsachwart für Fußball gibt bekannt:
Die Spiele um die Bannmeisterschaft im Fußball beginnen am zweiten Septembersonntag. Die Mannschaften, die sich hieran beteiligen wollen, haben ihre Meldung bis spätestens 15. August 1939 an mich zu senden. Die Spielrunde wird nach der im Gauoerordnungsblatt Nr. 18, vom 3. Mai 1939, veröffentlichten HI.-Spielordnung durchgeführt. Danach werden reine Gefolgschaftsmannschaften nur dort aufgestellt, wo kein NSRL.-Derein besteht.
Dereinsjugendwarte und Gefolgschaftssportwarte, die kein besonderes Schreiben erhalten haben und eine Mannschaft melden wollen, fordern sofort die Durchführungsbestimmungen sowie Meldebogen bei mir an.
Bannsachwart Fußball im Bann 116 (Wetterau) Stork, Kameradschaftsführer.
Die Berg-Wettkämpfe der wehrhaften Mannschaft.
Wie in den Vorjahren werden bie Wehrwettkämpfe unserer oberhessischen SA. bem Kampftage auf unserem oberhessischen Heimatberge wieder die stark kampfbetonte Note geben, die das Hoherodskopf-Bergfest heute schon eine Sonderstel- luna unter den deutschen Bergfesten einnehmen läßt. Außer dem 15-Kilometer-Orientierungsmarsch mit wehrsportlichen Aufgaben findet in diesem Jahre erstmals auch ein Orientierungslauf über 6 Kilometer statt. Dazu kommen die R e i t e r wettkämpfe, an denen sich die Reiterstanbarten 147,
das Automobil, bis bie Zeiten wieder besser wurden und man zur Schmuckherstellung zurückkehren konnte. Wenn auch die Herstellung von Schmucksachen der Veranlagung der Gablonzer am meisten entspricht — das, was sie inzwischen in der Notzeit gelernt hatten, behielten sie, vervollkommneten es und erweiterten so die Basis ihres Handwerks.
Der, der eine solche Bijouterie- und Glaswaren, fabrik im sudetendeutschen Kreis Gablonz noch nicht besucht hat, kann sich keine rechte Vorstellung von der Vielfalt der Muster machen, die sich dort im Lauf Der Jahrzehnte angesammelt haben und alljährlich durch neue Muster vergrößert werden. Zu Tausenden liegen die Muster, die der Besitzer der Fabrik meist selbst ersonnen hat, fein säuberlich in den Kollektionen der einzelnen Jahre gesammelt. Jede Industrie, die mit modischen Dingen handelt, muß ja auf den immer wechselnden Geschmack der Mode weitgehend Rücksicht nehmen, muß ihren Anregungen folgen, ihre Absichten erahnen. In jedem Jahr werden auf Grund genauer Beobachtungen der verschiedenen Märkte und Moderichtungen über tausend neue Muster von jeder großen Fabrik ersonnen.
Die Betrachtung einer solchen Mustersammlung — sie stellt für die Fabrik einen großen Wert dar und ist der Stolz der Inhaber, haben doch an ihr oft schon der Vater und Urgroßvater mitgearbeitet — setzt jeden in Erstaunen, einmal wegen der Mannigfaltigkeit der Muster, dann aber auch wegen der Schönheit der Form und der Farbengebung. Zahlreiche der hier aufbewahrten Schmuckstücke — manche von ihnen erstrahlen im Glanz des Silbers, des Goldes oder prächtiger, unedler Steine — sind Musterbeispiele künstlerischer Vollendung, ganz gleich, ob es sich um einen glitzernden Gürtelver- schluß oder um die wunderbare Filigranarbeit einer Brosche handelt. Daneben die Unmenge all der Dinge, die als einfache Erinnerungsstücke — als „Souveniers" — in den- Handel kommen und in Deutschland ebenso gern gekauft werden wie in Japan und China, in Amerika und Australien, in Afrika und in der Südsee.
Aller Fleiß aber, alle Erfindungsgabe und alle Tüchtigkeit konnten nicht verhindern, daß es immer weiter mit dem Gewerbe bergab ging. UeberaK chachte sich Beschäftigungslosigkeit bemerkbar, und die Notwendigkeit der Abwanderung in einen anderen Beruf wurde immer drohender. Die Gefahr wurde noch einmal abgewandt durch den großen Auftrag, ben der Volksbund für das Deutschtum im Ausland an die Gablonzer Glasindustrie mit der Bestellung von über 20 Millionen Glasabzeichen für die Straßensammlung am Tag des deutschen Volkstums vergab, so wurden 12 000 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt. Neue Aufträge aber aus dem Altreich tun not, solange die Verbindungen mit dem Ausland noch nicht wieder in dem alten Maße auf genommen sind. Die sudetendeutsche Glasindustrie aber hofft, bald den Auslandsmarkt wieder beschicken zu können und so als wichtiger Devisenbe- schaffer dem Reich seine Hilfe zuteil werden zu lassen.
Die umfangreichste und zugleich auch schwerste 'Aufgabe für ben Kreisfachwart und seine Mit- ■ arbeitet beginnt stets dann, wenn es gilt, die zu ■ einer neuen Runde gemeldeten Mannschaften einzu- > teilen und bei der Erstellung der Terminlisten allen ! geäußerten Wünschen gerecht zu werden. Was das -heißt, läßt sich leicht an nachstehenden beiden Beispielen bartun.
Da ist ein Verein, der neben einer Handballab- I teilung eine ober mehrere Fußballmannschaften i unterhält. Es gilt also, um jede Kollision zu ver- i meiden, in engster Zusammenarbeit mit bem Fach- tarnt Fußball eine Norm zu finden, die allen Teilen > gerecht wird. Daß das bis jetzt möglich war, de- i weisen die reibungslosen Abwicklungen der Runden- 'Wele auf beiden Seiten. — Die meisten Gemeinschaften unterhalten neben einer aktiven 1. Mann- Ichaft aud) noch Reserve- und Jugendmannschaf- ^en. In einem Derartigen Falle heißt es dann be« s?"ders aufmerksam sein. Der Bannsachwart der HI. ist für die Einteilung und Durchführung der Äugendrunde verantwortlich, und auch hier ist ein
„Schließen, Broschen, Klips, Hut-schmuck, Armbänder, Anhänger und Abzeichen, Knöpfe, Spangen, Ringe und Ketten aus Glas, Kunsthorn, Kunstharz, Zelluloid und (Teilen — alles bas und noch vieles andere mehr können Sie hier bei uns haben", sagte mein freundlicher Führer durch die Glasindustrie im Kreis Gablonz, als ich meiner Verwunderung über die Vielfalt der hergestellten Gegenstände Ausdruck gab. Diese Mannigfaltigkeit aber gerade ist es, die den Ruhm der Gablonzer Glas- industrie in der ganzen Welt begründet hat: alle nur möglichen Wünsche suchte man zu befriedigen, jedem Geschmack suchte man Rechnung zu tragen, selbst dann, wenn die betreffende Geschmacksrichtung für die Gablonzer Glaswarenerzeuger etwas Unverständliches an sich hatte. Denn Das hatte man bald gelernt: wer draußen in der Welt verkaufen will, der muß sich nach den Wünschen seiner ausländischen Abnehmer richten. Daß diese Wünsche aber bann aern etwas absurde Formen annehmen, wenn die Abnehmer in den K o l o - n i e n wohnen und primitive Naturvölker mit den Glaswarenerzeugnissen beglückt werden sollen, ist nur allzu verständlich. Der Erfolg hat aber den Gablonzern recht gegeben: für 50 Millionen führte vor dem Krieg allein die heute auch noch nicht mehr als 40 000 Bewohner zählende Stadt Gablonz an Glasschmuck aus.
Die Gablonzer Glasdrucker und Gürtler sind zweifellos vor mehreren hundert Jahren aus Thüringen eingewandert, doch kann man heute Be- stimmtes über ihre Herkunft nicht mehr ermitteln. Sie waren da und begannen mit ihrem formschönen Handwerk, das ihren Namen und ihre Erzeugnisse in der ganzen Welt bekanntmachte. Gablonzer Glaswaren, bald durchsichtig, bald mattiert, bald gefärbt, je nachdem der Geschmack es verlangt — sie sind ein Begriff für Arbeiten bester Form und harmonischer Farbenzusammenstellung.
Der Große'Krieg schlug auch der Gablonzer Industrie schwere Wunden: fast alle Fäden, die sie mit der Welt verbanden, waren ab geschnitten. Nur mit größter Mühe konnte im Laufe der Jahre das verlorengegangene Gelände wieder erobert werden. Welch bedeutender Faktor die Gablonzer Glasindustrie wieder geworden war, ergibt sich aus einer Zahl: sie führte im ehemals tschecho-slowakischen Staat alljährlich für rund 120 Millionen RM. (gleich anderthalb Milliarden Tschechenkronen) Glasschmuck ins Ausland aus.
Zu den wirtschaftspolitischen Folgen des Krieges kamen dann aber auch noch andere Auswirkungen. Der sich wandelnde Publikumsgeschmack und das Auftreten neuer Werkstoffe, wie Kunstharz, Kunsthorn und (Teilen, erforderten eine Umstellung und waren die Ursache dafür, daß die Gablonzer ihrem bisher einzig verwandten Rohstoff Glas untreu werden mußten. Man paßte sich an: man fertigte Holzperlen an, machte Spangen aus Kunstharz. Ja, man verließ überhaupt das Gebiet der Bijouterie, des Schmucks, und fertigte Topfuntersätze und Serviettenringe an, schuf Lampen und Lüster und machte schließlich sogar Katzenaugen für das Fahrrad und
möglichst reibungsloses Zusammenarbeiten unerläßlich. Die beteiligten Vereine leaen Wert darauf, Reisen geschlossen durchzuführen, D. h. mit mehreren Mannschaften zu gleicher Zett an einem Ort ober aber in der Nähe zu spielen. Neben den selbstver- stänblichen Sonderwünschen, die bei Abgabe der Meldung geäußert werden können, erfordern gerade die Umstande erhebliche Mehrarbeit und eine in jeder Beziehung vorbildliche Uebersicht. Auf jeden Fall ist ein schönes Stück Arbeit geschafft, wenn die Vereine zufriedengestellt sind und die Runde begonnen hat.
Trotzdem immer noch Meldungen ausstehen, ist die Einteilung der Kreisklassen nach einem einheitlichen Plan vorgenommen worden. Man hat also auf die geplante Vereinfachung zurückgegriffen und im Interesse aller das Einklassen-System eingeführt. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Neuerung einführen wird. An ihrer Zweckmäßigkeit ist nicht zu zweifeln, zumal sich eine bessere Ein- bezw. Unterteilung gar nicht hätte ermöglichen lassen. Daneben hat man die Gewißheit, daß der Erste, der dann
ab ende abgehalten. Beide Veranstaltungen erfreuten sich eines zahlreichen Besuches und fanden allgemein Anklang, ebenso auch der am letzten Dienstag im Lager abgehaltene Lagerabend. Außerdem fand im Lager eine Kundgebung mit Landrat Klo st ermann statt, und in der Turnhalle wurden den Pimpfen durch die Gau- filmfteUe verschiedene Filme vorgesührt. Daß das dicht am Lager liegende Schwimmbad von den Pimpfen fleißig benutzt wurde, ist wohl leicht verständlich. Die Pimpfe, die zum Jungbann 115 zählten, stammten aus Darmstadt und Umgebung. Bei ihren Aufmärschen konnte man besonders ihre gut ausgebildeten Spielmannszüge bewundern.
Landkreis Gießen.
§ Laubach, 2. Aug. In unserer Stadt hatten 139 KdF.-Urlauber der Firma Opel (Rüsselsheim) gastliche Aufnahme gefunden. Durch tag« lich" Wanderungen in die nähere Umgebung Laubachs und durch den Besuch des schöngelegenen Schwimmbades fanden die Gäste gute Erholung. Auch wurde eine Omnibusfahrt auf den Hoyerods- kopf unternommen. Am Sonntag fand nun im überfüllten Saale des „Schützenhofes" für die KdF.- Urlauber ein Abschiedsabend mit Tanz und sonstigen Darbietungen statt. Bürgermeister Högy sprach namens der Stadt, für die Kreisdienststelle Wetterau der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" sprach Pg. Reitz (Gießen) und für die Gäste Pg. Deckhaus (Mainz-Mombach). Am Montagvormittag wurden die Opel-Urlauber mit vier Omnibussen wieder in ihre Heimat gebracht. Die Tage der Erholung in Laubach werden ihnen unvergeßlich bleiben. — In den staatlichen Mal
oder aber höchstens 10 Schlechtpunkte erhalten hatten. 130 Teilnehmer holten sich die Silberne Alpenplakette für höchstens 30 Strafpunkte, und weitere 19 Fahrer wurden mit der Eisernen Alpen- plakette (bis zu 60 Strafpunkte) ausgezeichnet.
Der höchste Preis, das Edelweiß, wurde in jeder Wertungsgruppe dem Fahrer zuerkannt, der mit der Goldenen Alpenplakette ausgezeichnet wurde und die höchste Gesamtpunktzahl bei den sechs Sonderprüfungen erhalten hatte. Es kam also hierfür stets nur der unbedingt beste Fahrer jeder Klasse in Frage. Die Firmen, Formationen oder Sportverbände, denen die Edelweißträger angehören, wurden mit dem Alpenpokal ausgezeichnet.
Der Mannschastspreis der Deutschen Alpenfahrt, der nur für Mannschaften vergeben wurde, deren sämtliche drei Fahrer mit der Goldenen Deutschen Alpenplakette ausgezeichnet wurden, konnte an sechs Mannschaften vergeben werden.
Sehr aufschlußreich ist, wie sich die Mannschatts- preise der Deutschen Alpensahri auf die einzelnen Fahrzeuggruppen und innerhalb dieser auf die Klassen verteilen. Von den sechs Preisen wurden drei mit Motorrädern gewonnen, alle drei mit 250- ccm-Maschinen. Man erkennt daraus, daß im bergigen Gelände auf kurvenreichen, schlechten Straßen das wendige Motorrad gut zu gebrauchen ist. Die drei anderen Mannschaftspreise erhielten Sportwagenfahrer, je einer entfiel auf die Klassen bis 1,5, bis 2 und bis 3 Liter. Leer gingen die Krafträder mit Seitenwagen und die serienmäßigen Personenkraftwagen aus.
Kurze Gporluotizen.
Großartige Zeiten wurden am ersten Trainingstag zum Rennen um den Großen Motorradpreis von Schweden auf der Saxtorp-Strecke bei Malmö erzielt. Europameister Oberfeldwebel Meier (BMW.) drehte mit 5:31 Minuten (= 157,9 km/st) eine Rekordrunde und war damit schnellster Fahrer des Tages. In den Klassen bis 250 und bis 350 ccm fuhren die DKW.-Maschinen die besten Zetten.
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W eltre ko rdmann Rudolf Harbig (Dresden) gewann bei dem internationalen Leichtathletik-Sportfest in feiner Heimatstadt die 400 Meter überlegen in genau 47 Sekunden vor dem Italiener Missoni in 48,4 Sekunden. Trippe (Berlin) schaffte einen Diskuswurf vvn 50,09 Meter.
LpreMftnnden Do ton.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschlossen.


