Ausgabe 
4.8.1939
 
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len die Deut-

embley-Halle

Alpenfahrer zur preisverleilung in Wien

Am zwölften Wettbewerbslage des 20. Rhön- Segelfluges auf der Wasserkuppe hatte die Flug­leitung den Piloten die Aufgabe gestellt, Zielsegel­flüge nach Flugplätzen in einem Sektor durchzu- führen, den die Linien WasserkuppeBraunschweig und WasserkuppeDresden begrenzten. Die meteo­rologischen Voraussetzungen waren diesmal wesent­lich schwächer als an den Vortagen. So mußten zahlreiche Flieger zweimal starten, ehe sie den nötigen Höhengewinn über der Wasserkuppe er- reicht hatten. Dennoch gab es eine ganze Reihe « vlüge, die bei der ungünstigen Wetterlage alle Beachtung verdienen.

So gelangen drei Ziel-Segelflüge nach Magde­burg (214 Kilometer) von Hofmann (Gruppe 4, Berlin), Kurt Schmidt (Gruppe 16, Karlsruhe) und Späthe (DFS. Darmstadt). Der in der Wer­tung führende Sturmführer Kraft mußte 8 Kilo- Meter vor Magdeburg niedergehen und kam nur

Die Langstreckenfahrt quer durch Bayerns und der Ostmark schöne Alpenkette war eine Prüfung der Tüchtigkeit unserer Fahrer und Kraftfahrzeuge, die an Schwierigkeitsgrad und Vielseitigkeit die son- tigen großen Zuverlässigkeitsfahrten weit übertraf. Man kann aber mit Stolz festftellen, daß sie glän­zend bestanden wurde. Von den 288 Fahrzeugen, die am Montag in München zur Internationalen

auf 206 Kilometer. Haase (Gruppe 4, Berlin) und Treuter (Gruppe 8, Eschwege) mußten beim Flug­platz Halle-Nietleben nach 190 Kilometer landen. Zahlreiche weitere Streckenflüge bewegten sich zwi­schen 100 und 150 Kilometer. Sechs Piloten kamen im Zielflug bis zum Flugplatz Erfurt und legten dabei 97 Kilometer zurück.

In der Gesamtwertung haben sich nach dem er­eignisreichen elften Wettbewerbslage im übrigen erhebliche Veränderungen ergeben. In der Klaffe A (Einsitzer) liegt nunmehr Sturmführer Kraft (Schwaben) mit 2256,25 Punkten an der Spitze vor Obersturmführer Schmidt, Hauptsturmführer Bräu­tigam, Sturmführer Haase und Sturmführer Treu- te'r. In der Klasse B (Doppelsitzer) gab es einige Verschiebungen. Hier führt nun Sturmführer Romeis (Gruppe 14, Bayern-Süd) mit 799 Punkten das Feld an.

Kraul und die 4 X 200-Meter-Kraulstaffel gewannen, bei den Männern diesmal wohl leer ausgehen. Weder in den reinen Schwimmwettbewerben noch im Springen oder im Wasserballspiel sollten die Deutschen gefährdet sein. Bessere Aussichten haben dagegen die englischen Frauen. Ihre stärkste Waffe ist die elegante Betty ©labe, die im Kunst- und Turmspringen an tritt. Auch die Brustschwimmerin S t o r e y ist noch nicht geschlagen. Ebenso werden die Engländerinnen in den Staffeln ein ernstes Wort mitsprechen. Auf jeden Fall wird die zwei­tägige Veranstaltung in Erfurt fchöne Kämpfe bringen.

am Ende der Pflichtrunde in einem Entscheidungs­spiel zwischen den Siegern der beiden Staffeln er­mittelt wird, würdig ist, in die Bezirksklasse auf­zusteigen.

Wie schon eingangs erwähnt wurde, sind (vor­behaltlich kleinerer Ergänzungen bzw. Aenderungen) nachstehende Staffeln zusammengestellt:

Staffel 1 : Mtv. Gießen II, To. Großen-Lin- den, VfB.-R. Gießen, Tv. Hochelheim, Tv. Lich, Tv. Londorf, Tv. Grüningen.

Staffel 2: To. Atzbach, To. Dutenhofen, Luft­waffe II, Tv. Krofdorf, Tv. Katzenfurt II, Tv. Nau­born, Tv. Garbenheim II.

Die Einteilung derHandball-Kreisklaffen-Mnnschasten

Die Bezirksklasse wird keine Aenderung mehr er­fahren, d. h. also, die beiden im vergangenen Jahre bestehenden Staffeln werden auch diesmal wieder in Erscheinung treten selbst dann, wenn die Ver­eine des Kreises Marburg wider Erwarten nicht melden sollten.

Tv. Wetzlar endgültig ausgeschieden k

Wie uns von zuständiger Seite mitgeteilt wird, ist es dem Tv. Wetzlar nicht möglich, in diesem Jahre eine Meldung abzugeben. Damit hat man endgül­tig mit der alten Tradition gebrochen, d. h. die älteste der im Kreis 8 bestehenden Handballabtei­lungen ist aufgelöst.

247 und 46 beteiligen werden. Näheres über die SA.-Kämpfe teilen mir nach erfolgter Ausschreibung noch mit.

So werden NSRL., SA. und HI. in kamerad­schaftlicher Zusammenarbeit in diesem Jahre au dem oberhessischen Heimatberge wieder ein Fest der Heimat- und volkstumsverbunoenen Leibesübung ge­stalten, das als Großereignis unserer Heimat wie­der eine starke Anziehungskraft ausüben wird.

Schwimmländerkampf gegen England in Erfurt.

Nach dem großartigen Siege gegen Ungarn be­streitet Deutschland seinen nächsten Schwimm- Länderkampf am kommenden Wochenende in Erfurt gegen England. Wie schon 1937 bei der ersten Begegnung in London, umfaßt der Län­derkampf auch diesmal wieder 20 Wettbe-

Modemacher im Sudetenland

Tausende von Mustern in der Gablonzer Glasindustrie.

Don unserem W. ^.-Korrespondenten.

Drei Ziel-Segelfliige nach Magdeburg

12. Wettbewerbstag der20. Rhön".

düngen zwischen Ruppertsburg und Langd erlegte der hiesige Iustizsekretär Heinrich Becker einen fast zwei Zentner schweren Keiler. Nachdem kürzlich wieder zwei Fachwerkhäuser in­standgesetzt worden sind, wird jetzt das Gold- mannfche Haus in der Wildemannsgasse vom Putz fteigelegt. Hierdurch wird das Straßenbild der Alt- stadt wesentlich verschönert.

Kreis Büdingen.

(V S ch o 11 e n, 3. Aug. Am gestrigen Abend sand ein Appell der hiesigen Kriegerkamerad- schaft im NS.-Reichskriegerbund statt. Nach Begrüßung der Kameraden ließ der stellver­tretende Kameradschaftsführer Kamerad Wid­mann die Erinnerung an die große Zeit vor 25 Jahren lebendig werden und sprach von den un­vergleichlichen Leistungen des deutschen Heeres im Weltknea, wobei die Lebenshingabe der zwei Mil­lionen Gefallenen besonders gewürdigt wurde; er erinnerte ferner an den gerade vor fünf Jahren erfolgten Tod des großen Feldmarschalls von Hin­denburg, dessen Andenken wie das der Helden des Weltkriegs in der üblichen Weife geehrt wurde. Im weiteren Verlaufe des Appells wurden die Bestim- mungen über den Staatsakt am Tannenberg-Ehren- mal (27. August) bekanntgegeben und die letzten dienstlichen Anweisungen des Kreiskriegerführers defprochen. Ferner wurde beschlossen, am Nachmittag des 13. August einen Familienausflua nach dem Falltorhaus (Forsthaus Kiliansherberge) zu machen. In feinem Schlußwort rief der stellvertretende Ka- meradfchaftsführer auf zum festen Zusammenstehen in treuer Kameradschaft und Einsatzbereitschaft für Führer, Volk und Vaterland.

werbe der Männer und Frauen, über­trifft also selbst das olympische Programm um vier Konkurrenzen. Dor zwei Jahren siegten die Deut­schen nach harten Kämpfen in der Wembley-Halle überlegen mit 63:27 Punkten. Diesmal sollte das Ergebnis noch einbeutiger ausfallen, da unsere Gäste leider auf einige ihrer besten Kräfte ver­zichten müssen. In erster Linie bedauern wir bas Fehlen bes prächtigen Kraulschwimmers Norman Wainwright, Der ben jungen Magdeburger Köninger sicher zu großen Leistungen ange­trieben hätte. Aber auch Davis und T o m a 1 i n , bie beiden Meister über 200 Meter Brust und im Turmspringen, müssen ersetzt werden. So werden bie Engländer, bie in London u. a. die 400 Meter

Der NSKK.-Mann Diehl gewann in der soeben beendeten Deutschen Alpenfahrt am Steuer eines Opel- Kapitän dasEdelweiß", die höchste Aus­zeichnung in der Klasse der serienmäßigen Personen­wagen bis 3000 ccm, und außerdem die Goldene Alpensahrt-Plakette. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Alpenfahrt gestartet waren und in drei Tagen 1627 Kilometer zurückzulegen hatten, blieben nur 57 auf der Strecke.

Stolz, Freude und Genugtuung beherrschte die Stimmung bei der Preisverteilung am Donners­tag vormittag auf dem Wiener Rathausplatz. Don den 231 erfolgreichen Fahrern erhielten 78 bie Golbene Alpenplakette, weil sie in ihren Wertungsgruppen ftrafpunttfrei geblieben waren

ihn die hessische Taustballmeifterschast.

Die Faustballmeisterschaft des Gaues Hessen wird am 15. August in Marburg entschieden. Zu den Endspielen treten die drei in den Gruppen Nord, Süd und Eder siegreichen Mannschaften an, der Tv. 1 84 6 Gießen, CT. Hessen-Preußen Kassel und To. Wasenberg. Es ist damit zu rechnen, daß die Gießener ihren Titel erfolgreich verteidigen. Sie werden allerdings vor allem mit Kassel einen harten Kampf zu bestehen haben.

Hitler-Lugend Bann 116.

Stelle für Leibeserziehung.

Der Bannsachwart für Fußball gibt bekannt:

Die Spiele um die Bannmeisterschaft im Fußball beginnen am zweiten Septembersonntag. Die Mannschaften, die sich hieran beteiligen wollen, haben ihre Meldung bis spätestens 15. August 1939 an mich zu senden. Die Spielrunde wird nach der im Gauoerordnungsblatt Nr. 18, vom 3. Mai 1939, veröffentlichten HI.-Spielordnung durchgeführt. Da­nach werden reine Gefolgschaftsmannschaften nur dort aufgestellt, wo kein NSRL.-Derein besteht.

Dereinsjugendwarte und Gefolgschaftssportwarte, die kein besonderes Schreiben erhalten haben und eine Mannschaft melden wollen, fordern sofort die Durchführungsbestimmungen sowie Meldebogen bei mir an.

Bannsachwart Fußball im Bann 116 (Wetterau) Stork, Kameradschaftsführer.

Die Berg-Wettkämpfe der wehrhaften Mannschaft.

Wie in den Vorjahren werden bie Wehrwett­kämpfe unserer oberhessischen SA. bem Kampftage auf unserem oberhessischen Heimatberge wieder die stark kampfbetonte Note geben, die das Hoherodskopf-Bergfest heute schon eine Sonderstel- luna unter den deutschen Bergfesten einnehmen läßt. Außer dem 15-Kilometer-Orientierungsmarsch mit wehrsportlichen Aufgaben findet in diesem Jahre erstmals auch ein Orientierungslauf über 6 Kilo­meter statt. Dazu kommen die R e i t e r wett­kämpfe, an denen sich die Reiterstanbarten 147,

das Automobil, bis bie Zeiten wieder besser wurden und man zur Schmuckherstellung zurückkehren konnte. Wenn auch die Herstellung von Schmucksachen der Veranlagung der Gablonzer am meisten entspricht das, was sie inzwischen in der Notzeit gelernt hatten, behielten sie, vervollkommneten es und er­weiterten so die Basis ihres Handwerks.

Der, der eine solche Bijouterie- und Glaswaren, fabrik im sudetendeutschen Kreis Gablonz noch nicht besucht hat, kann sich keine rechte Vorstellung von der Vielfalt der Muster machen, die sich dort im Lauf Der Jahrzehnte angesammelt haben und alljährlich durch neue Muster vergrößert werden. Zu Tausenden liegen die Muster, die der Besitzer der Fabrik meist selbst ersonnen hat, fein säuberlich in den Kollektionen der einzelnen Jahre gesam­melt. Jede Industrie, die mit modischen Dingen han­delt, muß ja auf den immer wechselnden Geschmack der Mode weitgehend Rücksicht nehmen, muß ihren Anregungen folgen, ihre Absichten erahnen. In jedem Jahr werden auf Grund genauer Beobachtun­gen der verschiedenen Märkte und Moderichtungen über tausend neue Muster von jeder großen Fabrik ersonnen.

Die Betrachtung einer solchen Mustersammlung sie stellt für die Fabrik einen großen Wert dar und ist der Stolz der Inhaber, haben doch an ihr oft schon der Vater und Urgroßvater mitgearbeitet setzt jeden in Erstaunen, einmal wegen der Man­nigfaltigkeit der Muster, dann aber auch wegen der Schönheit der Form und der Farbengebung. Zahl­reiche der hier aufbewahrten Schmuckstücke manche von ihnen erstrahlen im Glanz des Silbers, des Goldes oder prächtiger, unedler Steine sind Musterbeispiele künstlerischer Vollendung, ganz gleich, ob es sich um einen glitzernden Gürtelver- schluß oder um die wunderbare Filigranarbeit einer Brosche handelt. Daneben die Unmenge all der Dinge, die als einfache Erinnerungsstücke als Souveniers" in den- Handel kommen und in Deutschland ebenso gern gekauft werden wie in Ja­pan und China, in Amerika und Australien, in Afrika und in der Südsee.

Aller Fleiß aber, alle Erfindungsgabe und alle Tüchtigkeit konnten nicht verhindern, daß es immer weiter mit dem Gewerbe bergab ging. UeberaK chachte sich Beschäftigungslosigkeit bemerkbar, und die Notwendigkeit der Abwanderung in einen ande­ren Beruf wurde immer drohender. Die Gefahr wurde noch einmal abgewandt durch den großen Auftrag, ben der Volksbund für das Deutschtum im Ausland an die Gablonzer Glasindustrie mit der Bestellung von über 20 Millionen Glasabzeichen für die Straßensammlung am Tag des deutschen Volkstums vergab, so wurden 12 000 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt. Neue Aufträge aber aus dem Altreich tun not, solange die Verbindungen mit dem Ausland noch nicht wieder in dem alten Maße auf genommen sind. Die sudetendeutsche Glasindu­strie aber hofft, bald den Auslandsmarkt wieder be­schicken zu können und so als wichtiger Devisenbe- schaffer dem Reich seine Hilfe zuteil werden zu lassen.

Die umfangreichste und zugleich auch schwerste 'Aufgabe für ben Kreisfachwart und seine Mit- arbeitet beginnt stets dann, wenn es gilt, die zu einer neuen Runde gemeldeten Mannschaften einzu- > teilen und bei der Erstellung der Terminlisten allen ! geäußerten Wünschen gerecht zu werden. Was das -heißt, läßt sich leicht an nachstehenden beiden Bei­spielen bartun.

Da ist ein Verein, der neben einer Handballab- I teilung eine ober mehrere Fußballmannschaften i unterhält. Es gilt also, um jede Kollision zu ver- i meiden, in engster Zusammenarbeit mit bem Fach- tarnt Fußball eine Norm zu finden, die allen Teilen > gerecht wird. Daß das bis jetzt möglich war, de- i weisen die reibungslosen Abwicklungen der Runden- 'Wele auf beiden Seiten. Die meisten Gemein­schaften unterhalten neben einer aktiven 1. Mann- Ichaft aud) noch Reserve- und Jugendmannschaf- ^en. In einem Derartigen Falle heißt es dann be« s?"ders aufmerksam sein. Der Bannsachwart der HI. ist für die Einteilung und Durchführung der Äugendrunde verantwortlich, und auch hier ist ein

Schließen, Broschen, Klips, Hut-schmuck, Arm­bänder, Anhänger und Abzeichen, Knöpfe, Span­gen, Ringe und Ketten aus Glas, Kunsthorn, Kunst­harz, Zelluloid und (Teilen alles bas und noch vieles andere mehr können Sie hier bei uns haben", sagte mein freundlicher Führer durch die Glas­industrie im Kreis Gablonz, als ich meiner Ver­wunderung über die Vielfalt der hergestellten Gegen­stände Ausdruck gab. Diese Mannigfaltigkeit aber gerade ist es, die den Ruhm der Gablonzer Glas- industrie in der ganzen Welt begründet hat: alle nur möglichen Wünsche suchte man zu befriedigen, jedem Geschmack suchte man Rechnung zu tragen, selbst dann, wenn die betreffende Geschmacksrichtung für die Gablonzer Glaswarenerzeuger etwas Un­verständliches an sich hatte. Denn Das hatte man bald gelernt: wer draußen in der Welt verkaufen will, der muß sich nach den Wünschen seiner ausländischen Abnehmer richten. Daß diese Wünsche aber bann aern etwas absurde For­men annehmen, wenn die Abnehmer in den K o l o - n i e n wohnen und primitive Naturvölker mit den Glaswarenerzeugnissen beglückt werden sollen, ist nur allzu verständlich. Der Erfolg hat aber den Gablonzern recht gegeben: für 50 Millionen führte vor dem Krieg allein die heute auch noch nicht mehr als 40 000 Bewohner zählende Stadt Gablonz an Glasschmuck aus.

Die Gablonzer Glasdrucker und Gürtler sind zweifellos vor mehreren hundert Jahren aus Thü­ringen eingewandert, doch kann man heute Be- stimmtes über ihre Herkunft nicht mehr ermitteln. Sie waren da und begannen mit ihrem formschönen Handwerk, das ihren Namen und ihre Erzeugnisse in der ganzen Welt bekanntmachte. Gablonzer Glas­waren, bald durchsichtig, bald mattiert, bald gefärbt, je nachdem der Geschmack es verlangt sie sind ein Begriff für Arbeiten bester Form und harmonischer Farbenzusammenstellung.

Der Große'Krieg schlug auch der Gablonzer In­dustrie schwere Wunden: fast alle Fäden, die sie mit der Welt verbanden, waren ab geschnitten. Nur mit größter Mühe konnte im Laufe der Jahre das ver­lorengegangene Gelände wieder erobert werden. Welch bedeutender Faktor die Gablonzer Glasindu­strie wieder geworden war, ergibt sich aus einer Zahl: sie führte im ehemals tschecho-slowakischen Staat alljährlich für rund 120 Millionen RM. (gleich anderthalb Milliarden Tschechenkronen) Glasschmuck ins Ausland aus.

Zu den wirtschaftspolitischen Folgen des Krieges kamen dann aber auch noch andere Auswirkungen. Der sich wandelnde Publikumsgeschmack und das Auftreten neuer Werkstoffe, wie Kunstharz, Kunst­horn und (Teilen, erforderten eine Umstellung und waren die Ursache dafür, daß die Gablonzer ihrem bisher einzig verwandten Rohstoff Glas untreu wer­den mußten. Man paßte sich an: man fertigte Holz­perlen an, machte Spangen aus Kunstharz. Ja, man verließ überhaupt das Gebiet der Bijouterie, des Schmucks, und fertigte Topfuntersätze und Ser­viettenringe an, schuf Lampen und Lüster und machte schließlich sogar Katzenaugen für das Fahrrad und

möglichst reibungsloses Zusammenarbeiten unerläß­lich. Die beteiligten Vereine leaen Wert darauf, Reisen geschlossen durchzuführen, D. h. mit mehreren Mannschaften zu gleicher Zett an einem Ort ober aber in der Nähe zu spielen. Neben den selbstver- stänblichen Sonderwünschen, die bei Abgabe der Meldung geäußert werden können, erfordern ge­rade die Umstande erhebliche Mehrarbeit und eine in jeder Beziehung vorbildliche Uebersicht. Auf jeden Fall ist ein schönes Stück Arbeit geschafft, wenn die Vereine zufriedengestellt sind und die Runde begon­nen hat.

Trotzdem immer noch Meldungen ausstehen, ist die Einteilung der Kreisklassen nach einem einheit­lichen Plan vorgenommen worden. Man hat also auf die geplante Vereinfachung zurückgegriffen und im Interesse aller das Einklassen-System eingeführt. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Neuerung ein­führen wird. An ihrer Zweckmäßigkeit ist nicht zu zweifeln, zumal sich eine bessere Ein- bezw. Unter­teilung gar nicht hätte ermöglichen lassen. Daneben hat man die Gewißheit, daß der Erste, der dann

ab ende abgehalten. Beide Veranstaltungen er­freuten sich eines zahlreichen Besuches und fanden allgemein Anklang, ebenso auch der am letzten Dienstag im Lager abgehaltene Lagerabend. Außerdem fand im Lager eine Kundgebung mit Landrat Klo st ermann statt, und in der Turnhalle wurden den Pimpfen durch die Gau- filmfteUe verschiedene Filme vorgesührt. Daß das dicht am Lager liegende Schwimmbad von den Pimpfen fleißig benutzt wurde, ist wohl leicht ver­ständlich. Die Pimpfe, die zum Jungbann 115 zähl­ten, stammten aus Darmstadt und Umgebung. Bei ihren Aufmärschen konnte man besonders ihre gut ausgebildeten Spielmannszüge bewundern.

Landkreis Gießen.

§ Laubach, 2. Aug. In unserer Stadt hatten 139 KdF.-Urlauber der Firma Opel (Rüs­selsheim) gastliche Aufnahme gefunden. Durch tag« lich" Wanderungen in die nähere Umgebung Lau­bachs und durch den Besuch des schöngelegenen Schwimmbades fanden die Gäste gute Erholung. Auch wurde eine Omnibusfahrt auf den Hoyerods- kopf unternommen. Am Sonntag fand nun im überfüllten Saale desSchützenhofes" für die KdF.- Urlauber ein Abschiedsabend mit Tanz und son­stigen Darbietungen statt. Bürgermeister Högy sprach namens der Stadt, für die Kreisdienststelle Wetterau der NS. - GemeinschaftKraft durch Freude" sprach Pg. Reitz (Gießen) und für die Gäste Pg. Deckhaus (Mainz-Mombach). Am Montagvormittag wurden die Opel-Urlauber mit vier Omnibussen wieder in ihre Heimat gebracht. Die Tage der Erholung in Laubach werden ihnen unvergeßlich bleiben. In den staatlichen Mal­

oder aber höchstens 10 Schlechtpunkte erhalten hatten. 130 Teilnehmer holten sich die Silberne Alpenplakette für höchstens 30 Strafpunkte, und weitere 19 Fahrer wurden mit der Eisernen Alpen- plakette (bis zu 60 Strafpunkte) ausgezeichnet.

Der höchste Preis, das Edelweiß, wurde in jeder Wertungsgruppe dem Fahrer zuerkannt, der mit der Goldenen Alpenplakette ausgezeichnet wurde und die höchste Gesamtpunktzahl bei den sechs Sonderprüfungen erhalten hatte. Es kam also hierfür stets nur der unbedingt beste Fahrer jeder Klasse in Frage. Die Firmen, Formationen oder Sportverbände, denen die Edelweißträger ange­hören, wurden mit dem Alpenpokal ausgezeichnet.

Der Mannschastspreis der Deutschen Alpenfahrt, der nur für Mannschaften vergeben wurde, deren sämtliche drei Fahrer mit der Goldenen Deutschen Alpenplakette ausgezeichnet wurden, konnte an sechs Mannschaften vergeben werden.

Sehr aufschlußreich ist, wie sich die Mannschatts- preise der Deutschen Alpensahri auf die einzelnen Fahrzeuggruppen und innerhalb dieser auf die Klassen verteilen. Von den sechs Preisen wurden drei mit Motorrädern gewonnen, alle drei mit 250- ccm-Maschinen. Man erkennt daraus, daß im ber­gigen Gelände auf kurvenreichen, schlechten Straßen das wendige Motorrad gut zu gebrauchen ist. Die drei anderen Mannschaftspreise erhielten Sport­wagenfahrer, je einer entfiel auf die Klassen bis 1,5, bis 2 und bis 3 Liter. Leer gingen die Kraft­räder mit Seitenwagen und die serienmäßigen Personenkraftwagen aus.

Kurze Gporluotizen.

Großartige Zeiten wurden am ersten Trainingstag zum Rennen um den Großen Motor­radpreis von Schweden auf der Saxtorp-Strecke bei Malmö erzielt. Europameister Oberfeldwebel Meier (BMW.) drehte mit 5:31 Minuten (= 157,9 km/st) eine Rekordrunde und war damit schnellster Fahrer des Tages. In den Klassen bis 250 und bis 350 ccm fuhren die DKW.-Maschinen die besten Zetten.

W eltre ko rdmann Rudolf Harbig (Dresden) gewann bei dem internationalen Leichtathletik-Sportfest in feiner Heimatstadt die 400 Meter überlegen in genau 47 Sekunden vor dem Italiener Missoni in 48,4 Sekunden. Trippe (Berlin) schaffte einen Diskuswurf vvn 50,09 Meter.

LpreMftnnden Do ton.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach­mittag geschlossen.