Ausgabe 
4.8.1939
 
Einzelbild herunterladen

Ser Kampf desblauen Weffstaakes" mH demroten Angreifer"

in

Der Generalstabschef des deutschen Heeres, General der Artillerie Halder, weilt gegenwärtig

am Beginn der Hebung in Aussicht gestellt hatte, viel Interessantes, die große technische Vollkommen­heit unserer Luftwaffe, den hohen Stand der Aus­bildung und den vorbildlichen Geist der Truppe.

Die Bevölkerung, die die Luftmanöver mit größ­tem Interesse verfolgt hat, sammelte sich am letzten Tage noch stärker als sonst überall dort, wo es etwas zu sehen gab. Das Bewußtsein blieb, daß Hermann Görings Männer treue Wacht halten und die Heimat zu schützen wissen.

nicht genießen. Nun heißt es heim in die Garniso­nen. Aus aller Augen leuchtet die Freude darüber, daß alles so gut geklappt hat. AuchReserve hat Ruh'", und der Reservist ist nicht menig stolz her­über, daß auch er mitwirken durste an dieser harten Erprobung. Wir erlebten, wie es uns der Ehef des Stabes der Luftflotte 2, Oberst v. W ü h l i s ch, Aussicht gestellt hatte, technische Vollkommen-

Die Kosten der Einkreisung.

England spielt mit dem Schicksal seiner Vasallen.

Italien, wo er den großen Manövern in der Po-Ebene als Gast des italienischen Generalstabschefs P a r i a n i beiwohnt. Hier sieht man den Wagen mit den beiden Generälen bei der Ankunft in Mai­land. General Halder (links) dankt grüßend für die jubelnden Kundgebungen der Bevölkerung. (Prefse-Bild-Zentrale-M.)

Die großen Manöver in Italien

Oer erste Abschnitt abgeschlossen.

Das Ergebnis des ersten Manöverabschnittes läßt sich wie folgt zusammenfassen: Sicherer und reibungsloser Anmarsch sämtlicher, auch schwer motorisierter Kolonnen und Panzertruppen, trotz zeitweiliger Verzögerung durch Luftangriffe, rechtzeitiges Eintreffen im Kampf­gelände, erfolgreicher Einsatz der Luftabwehr und besonders glänzendes Funktionieren der S i ch e r u n g s m a ß n a h m e n gegen Fliegergefahr.

Die an den Manövern teilnehmenden auslän­dischen Militärmissionen, darunter auch die deutsche Abordnung unter Führung des Gene­rals Halder, begaben sich in Mailand zum Denk­mal der italienischen Kriegsgefallenen und legten dort einen großen Kranz nieder. Außerdem besuchten sie einige bedeutende Industrieunternehmen der Stadt und der Umgebung Mailands, wie die Breda- Maschinenwerke und die Anlagen der Gummifabrik Pirelli, die in der italienischen Kriegswirtschaft eine hervorragende Rolle spielen.

Oldenburg, 3. Aug. (DNB.) Am Donners­tag, dem dritten und letzten Tag der L u f t m a n ö - oer in Nordwestdeutschland, werden die Kampfhandlungen mit unverminderter Stärke fort­gesetzt. Die heftigen Luftangriffe des roten Geg­ners auf die blauen Bodenorganisationen haben da- <u geführt, daß seit gestern mittag zwei der blauen Fliegerhorste ausgefallen sind. Rot hat nun auch die Neutralität des zwischen der Weser und der Elbe liegenden Grünstaates durch Aufklärer und Kampf­einheiten wiederholt verletzt. Es konnte auch fest­gestellt werden, daß der Flugmeldedienst des Grün- taates für Rot arbeitete. Die Blauen Verbände haben gestern im Laufe des Tages die Ziele in Hinterpommern wiederholt mit Erfolg angegriffen und stiegen heute feit dem Morgengrauen immer wieder aus den gestern zerstörten, inzwischen wieder hergestellten Flughäfen zum Angriff auf. Große

bedacht, nicht allzu freigebig zu sein. So ist es schon Friedrich dem Großen geschehen, daß er von der englischen Regierung im Stich gelassen wurde, ob­schon der große Preußenkönig für England auf den Schlachtfeldern des Siebenjährigen Krieges außer Kanada auch noch Indien erobert hat. So geschah es auch in den Kriegen gegen Napoleon, so war es im Krim-Krieg, so war es im Großen Krieg 1914/18,' in dem England zwar silberne Kugel rollen ließ, es aber auch sehr gut verstand, sich diese silbernen Kugeln aus anderer Leute Taschen zu holen. Was sind eigentlich schon 380 Millionen Mark, die der sachverständige Mitarbeiter derTimes" heraus-

sich nach Möglichkeit, dieser ernsten Lage Herr zu werden. Schon sind infolge ftrenger Befeyle einige tausend (!) Gewehre verfügbar geworden, der Be­trieb der nationalen Fabriken soll verstärkt werden.

Und wie sieht es heute aus? Mit zehnfacher In­tensität als ehemals der Zar harrt heute Eng­land der Antwort. Die Dinge sind auf den Kopf gestellt: Der bolschewisttsche Kreml hat das Stich­wort England wartet, daß dieses Sttchwort ge­sprochen wird.

Daß die Sowjetrussen auch wissen, wie England und Frankreich das Zarenreich als Dampfwalze mißbraucht und auf dem Trocknen sitzen gelassen haben, ist natürlich; ebenso natürlich ist, daß sie sich gegen eine Wiederkehr so peinlicher Erfahrungen zu decken suchen. Aber wir erwähnen diese Dmge nur ganz am Rande! Im Zusammenhang mit un­serer Gedankenführung ist nicht entscheidend, was Moskau tut oder läßt, entscheidend ist nur, in welcher Lage sich heute England befindet.

Anno 1914 marschierte England an der Spitze des menschlichenFortschritts", wie er sich damals in den Triumphen des Finanzkapitalismus aus- prägte. Wo ist dieser Finanzkapitalismus hm? Wir sind mit ihm fertiggeworden und nur em Narr sieht noch in den Eroberungen des Finanzkapl- talismus' eine Krönung des menschlichen Fort­schritts. Die geistige Führung der Zeit ist England entglitten. Wenn sich das Untechaus einmal n;d)t mit hoher Politik, sondern mit englischen Sorgen beschäfttgt, dann erst wird fühlbar bis in bte Finger­spitze, wie sehr das noch immer finanzkapttanstlsch orientierte England hinter den Völkern herhinkt, die auf die Frucht unablässiger harter Arbeit vertrauen. Wenn heute in England Deutsche schlechter oeyan- delt werden als in Frankreich, so schreibt sich das aus der tiefsten Erschütterung des englischen Se.bst- bewußtseins her: der Gentleman verliert seine Halt u,n g. Der deutschfeindliche Koller ist das Gegenstück zu dem würdelosen Nachlaufen hinter Stalin-Molotow und entspringt derselben Wurzel: der inneren Unsicherheit, die das innen« englische Leben von heute charakterisiert, wie seit vielen Jahrhunderten nicht.

Genau in demselben Verhältnis, indem die eng­lische Unsicherheit größer und größer wird, verlieren seine überlieferten Einflußkanäle an Wert: .Die Freimaurerei ist ein Schatten ihrer selbst, und ihre Meister vvm Stuhl sind von dem hohen Gestühl der Humanität gestürzt; Das boshafte englische Wortspiel von dem sovereigns contra Sovereigns Dukaten (engl.sovereigns) gegen Fürsten (Souveräne, engl. Sovereigns) ist außer Kurs gekommen, weil es zu wenig kleine und mittlere Dynastien gibt, die mit Dukaten käuflich sind. Wenn aber gar England mit denedlen Polen" Bruder­schaft trinkt und ihn auf ihreRitterlichkeit" zu­prostet, so weiß auch der dümmste Deutsche, woran er ist: Alt-England ist auf Polen gekommen.

Diedeu1scheMbilmachungl914

Ein Wunder der Organisation.

Die vom Oberkommando der Wehrmacht heraus­gegebene Zeitschrift Die Wehrmacht" bringt in ihrer neuen Folge eine Reche instruktiver Beiträge zu dem ThemaVor 25 Jahren begann der Welt- krieg". Darin wird die deutsche Mobilmachung, die mehrere Tage nach entsprechenden russischen und französischen Maßnahmen am 1. August nachmittags 5 Uhr besohlen wurde, als ein Wunder der Orga­nisation geschildert. In wenigen Tagen wurde dabei die deutsche Armee vom Friedensstand auf den Kriegsstand umgestellt. Etatmäßig war das Frie­densheer 1914 einschließlich aller Sanitätsoffiziere und Beamten 800 675 Mann und 160 092 Dienst­pferde stark. Die Mobilmachung brachte das Heer auf eine Kriegsstärke von 119000 Offizieren und 3702000 Mann. Das gesamte Heer des Deutschen Reiches hatte in Friedenszeiten bestanden aus 217 Jnfanterieregi- mentern, 18 Jägerbataillonen, 110 Reiter-, 124 Ar­tillerieregimentern, 35 Pionierbataillonen, 8 Eisen­bahnbataillonen, 9 Telegraphen-, 5 Luftschiffer-, 5 Flieger-, 1 Kraftfahr-Bataillon und 25 Train­abteilungen. Bei der Mobilmachung wurden außer der Erhöhung dieser Regimenter auf Kriegsstärke mobilgemacht: 113 Reserve-Jnsanterieregimenter, 96 Landwehr-Jnfanterieregimenter, 86 Brigade-Ersatz­bataillone, 334 Landsturmbataillone, 18 Reserve- Jägerbataillone. An Reserve-Kavallerie entstanden 33 Regimenter und 56 Landwehrschwadronen. 29 Reseroe-Feldartillerieregimenter und 50 Reserve- Fuhartilleriebataillone traten ins Leben, während für Festungsbesatzungen 24 Landwehr-Fußartillerie­bataillone formiert wurden. Auch ein starker Pio­nierausbau erfolgte. Arn gewaltigsten war die Ver­mehrung der Kolonnen und Trams. Es entstanden 147 Infanterie- und 294 Artillerie-Munitionskolon­nen. Dazu traten 57 Etappenkolonnen. Die Tram- abteilungen formierten 179 Proviantkolonnen, 262 Fuhrparkkolonnen, 52 Pferdedepots, 390 Feldlaza­rette und 80 Bäckereikolonnen. Außerdem entstan­den 83 Etappenfuhrparkkolonnen. Diese Kriegs­macht gliederte sich in 39 Korps und 11 Kavallerie­divisionen. Diese Truppenmassen hatten in kürzester Frist an ihren Bestimmungsorten zu fein. Ohne eine leistungsfähige Bahn war das nicht durchzu­führen. Der Bericht schildert ausführlich die Einzel­heiten dieser gewaltigen Transporte. So gingen zum Beispiel in Abständen von 10 Minuten über die nördliche Hohenzollernbriicke bei Köln in der Zeit vom 2. bis 18. August 2150 Transportzüge. So bewältigten die deutschen Bahnen 20 800 Mobil- machungstransporie, mit denen 2 Millionen Mann, 118 000 Pferde und 400 000 Tonnen Material be­fördert wurden. Vom 6. August an schlossen sich daran die 11 000 Kriegstransporte, die 3 Millionen Mann und 860 000 Pferde an ihren Bestimmungs­ort zu bringen hatten. Trotz solcher Ziffern ist es nur einmal, auf einem kleinen Bahnhof »n der Pfalz zu einer vorübergehenden Stockung ge­kommen.

Auf Albanien ausgedehnt.

R o m , 4. August. (DNB.) Der italienische Außen­minister und der jugoslawische Gesandte in Rom haben am Donnerstag ein Abkommen unter­zeichnet, womit die derzeitigen italienisch-jugo­slawischen Verträge und Uebereintommen auf Al­banien ausgedehnt werden. Weiterhin wurde am Donnerstag von den Vorsitzenden des Ständigen Komitees für den italienisch-jugoslawischen Waren­austausch das Schlußprotokoll über dasHandels - volumen für das laufende Jahr unterzeichnet, das eine beachtliche Erhöhung des Warenaustausches vorsieht.

Neun weitere Irländer ausgewiesen.

London, 4. August. (Europapreß.) Neun wei­tere ausgewiesene Irländer sind am Don­nerstagabend von Liverpool nach Dublin abgereist. Sie waren alle in Nordengland wohnhaft. Insgesamt sind in den letzten 24 Stunden 16 Irländer von Liverpool aus abgereift.

Mailand, 3. Aug. (DNB.) Im Laufe des Don­nerstags haben sämtliche im Anmarsch zur eigent­lichen Angriffszone befindlichen Divisionen der blauen Partei (Po-Armee) das Aufmarschge­lände in der Gegend von DasaleAstiAlessandria trotz fortwährender Beunruhigung durch rote Aus- klärungs- und Bombenflieger erreicht. Damit ist der erste Abschnitt der Manöver abgeschlossen.

Der Anmarsch der blauen Partei vollzog sich unter dem wirksamen Schutz der Luftwaffe, die wiederholt Gelegenheit hatte, Vorstöße der roten Luftwaffe erfolgreich abzuwehren. Auch Angrifte roter Bomber auf verschiedene wichtige Eisenbahn­knotenpunkte, wie Alessandria, Piacenza und Turin konnten trotz des von ihnen verursachten nicht un­beträchtlichen Schadens unter schweren Verlusten für die Roten abgewehrt werden.

Der 4. August Dient der taktischen Gruppierung der blauen Armee im Aufmarschgelände. Die eigent­lichen Kampfhandlungen beginnen voraussichtlich am 5. August.

Leistungen haben sie vollbracht. In knapp drei Stunden sind die schweren Kampfflugzeuge von ihrem Feindflug nach Hinterpommern zurück, be­reit zum neuen Einsatz. Wieder sind die Jäger zum Schutz der Häfen im Norden des blauen Kampfge­bietes eingesetzt.

Die Verluste, die Rot im bisherigen Verlauf der Kämpfe gehabt hat, find recht erheblich. 26 feiner Flugzeuge wurden durch Jäger abgefchofsen und 38 durch die Flak.

Es wird gekämpft mit dem letzten Einsatz unter Zuhilfenahme aller Kriegslisten und Scheinmanöver, wie sie auch die Infanterie und Artillerie anwenden, so werden Kräfte vorgetäuscht, die nicht vorhanden sind, so daß der Einsatz von Rot allein schon aus diesem Grunde oft wirkungslos verpufft.

Um 12 Uhr mittags ist die Schlacht geschlagen, aber der Soldat kann die wohlverdiente Ruhe noch

Wenn das englische Pfund auch rollt, das eng­lische Schatzamt ist nichtsdestoweniger dahinter her, um gut aufzupassen, daß die Kredite ihren Zweck erfüllen. In derTimes" wird eine Rechnung auf- gemacht, daß diese Kredite an befreundete Nationen zur Zeit schon 31 Millionen Pfund, also etwa 380 Millionen Mark, erreicht haben Das ist für das angeblich so reiche England, das sich feine aggres­sive Politik doch etwas kosten lassen muß, eigent­lich nicht viel. Die kritische Krämerseele ist eben unveränderlich, denn so sehr England sich daran ge­wöhnt hat, seine Kriege von anderen Völkern gegen Subsidien führen zu lassen, so sehr ist es darauf

Zwei interessante Blldausschnitte aus dem gewaltigen Aktionsbereich dieses interessanten Luftmanövers: Links stellt der Flugmeldeposten einer chlauen" Flakbatterie die Flugmelderose nach dem Kompaß ein, um dem Kommandogerät die Richtung nahender fembhd)er Flugzeuge anzu» melden. Rechts sieht man, wie die Bedienungsmannschaft eines Kommandogeräts, das als Hirn der ganzen Flakbattene besonders sorgfältig getarnt ist, sich auf den Ruf des Flugmeldepostens hin an ihren Platz begibt. (Scherl-Bilderdienst-M.)

gerechnet hat, für eine Politik, die darauf einge­stellt ist, England wieder einmal die unbestrittene Vorherrschaft für alle Völker und Erdteile zu sichern?

Ist Frankreich merriaer begeistert für diese eng­lische Politik, die sich schließlich auch gegen Frank­reich selbst richtet? Wo immer davon die Rede ist, daß denbefreundeten Nationen" der demokratischen Aggressoren finanziell geholfen werden muß, immer ist es England, das als Kreditgeber auftritt. Es hat der Türkei 15 Millionen Pfund gewährt, dem räum­lich viel größeren Polen trotz oder gerade wegen des viel größeren Mundwerks sowie des viel größe­ren Risikos nur acht Millionen Pfund. Rumänien hat auch einen Happen bekommen, Griechenland ebenso, immer mit der Einschränkung, daß es Kredite sind, die in England gegen Kriegsmaterial eingetauscht werden müssen. Darin steckt auch ein dickes Stück Miß- trauen, wenigstens soweit es sich um die Staaten im oft- und südosteuropäischen Raum handelt. Die englische Regierung weiß ganz genau, daß die 380 Millionen RM. für die Vorbereitung eines großen Krieges nicht viel bedeuten, daß insbesondere mit dieser Summe auch dann, wenn sie noch erhöht wird, nicht sehr viel anzufangen rft. Die Engländer rühmen von sich selbst, daß sie 1938/39 für ihre eigene Aufrüstung über 500 Millionen Pfund, also fast 7 Milliarden RM., ausgegeben haben ober ausgeben wollen. Die 380 Millionen RM. verteilen sich auf vier Länder, die zusammen eine Bevölke­rung von 65 bis 70 Millionen zählen. Aus eigener Kraft können alle diese Länder nicht die Summen für eine allgemeine Aufrüstung besteuern, die einigermaßen den Fortschritten der Waffentechnik entspricht. Wenn England schon im Anfang so knau­sert, wie werden sich dann die Dinge erst weiter entwickeln, wenn bei der Einkreisung nicht alles nach Wunsch geht? England hat es genau so ge­macht, als es 1920 zum Beispiel Griechenland im Stich ließ, das es vorher in den Sonderkrieg mit der Türkei Mustafa Kemal Paschas hineingehetzt hatte. Wenn England einen Krieg durch die Blut­opfer anderer Völker gewonnen hat, so pflegt es nach einem berühmten Wortspiel nicht etwa den Helm, sondern den Geldbeutel fester zu binden. Das haben alle Assoziierten und Alliierten des Großen Krieges zu spüren bekommen, von den Vereinigten Staaten angefangen bis zu den erpreßten Ver­bündeten in Europa, Südamerika und anderswo. Ohne die finanzielle Hilfe der Vereinigten Staaten' hätten Frankreich und England den Krieg nicht vier Jahre lang durchhalten können, sondern wären ge* zwungen gewesen, um 1917 herum den Bankerott für sich und ihre Verbündeten anzumelden. Die Vereinigten Staaten warten heute noch und werden für immer auf die Rückzahlung der Dutzende von Milliarden Dollars warten müssen, die sie sich den Krieg in Europa haben kosten lassen.

Wenn nichts so schnell vergessen werden würde, wie die Ereignisse von gestern, so müßte auch bti manchen neuen und alten Verbündeten der. bemo* kratischen Aggressoren bie Erinnerung an bie Nach« kriegszeit noch wirksam sein. England rechnet kühl. England spielt mit dem Schicksal seiner Vasallen. Wie kühl England rechnet, geht daraus hervor, daß es. für feine Vasallen in Osteuropa nicht viel ris­kieren will, denn es könnte ja sein, daß hinter die­sen Vasallen eine geheimnisvolle Macht aufsteht, die sich aus dem kapitalistischen Risiko Englands nichts macht. Die Polen kommen sich heute schon betrogen vor, trotzdem ober gerade weil sie sich eine zeitlang Mühe gegeben haben, die öffentliche Mei­nung in England über bie ungeheuren wirtschaft­lichen Ressourcen so zu beschwinbeln, wie das eben nur der polnische Größenwahn auf der Jagd nach Gold fertig bringt. ss.

Abreise nach Moskau.

Lo nb on, 4. August. (Europapreß.) Die eng­lische und bie französische Militär­mission werden am Samstag von Tilbury nach

- tz f